Optimale Bewässerung von Rotkohl: Häufigkeit und Menge für eine reiche Ernte

Rotkohl richtig gießen: Den optimalen Feuchtigkeitsgrad erreichen

Rotkohl ist ein wunderbares Gemüse für den Garten, aber die richtige Bewässerung kann manchmal eine echte Herausforderung sein. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie wir unseren Rotkohl optimal mit Wasser versorgen können.

Schlüsselpunkte zur Rotkohl-Bewässerung

  • Gleichmäßige Feuchtigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
  • Besonders während der Kopfbildung ist gute Wasserversorgung entscheidend
  • Zu viel des Guten kann zu Fäulnis führen
  • Zu wenig Wasser bremst das Wachstum

Die Bedeutung der richtigen Bewässerung

Rotkohl ist ein ziemlich anspruchsvolles Gemüse, wenn es um Wasser geht. Zu wenig, und die Pflanzen kümmern vor sich hin. Zu viel, und wir riskieren Fäulnis. Im schlimmsten Fall kann eine ganze Ernte den Bach runtergehen, nur weil wir beim Gießen nicht aufgepasst haben. Deswegen lohnt es sich, ein Auge auf die richtige Wassermenge zu haben.

Tücken bei der Bewässerung

Die größte Herausforderung beim Gießen von Rotkohl ist es, genau die richtige Menge zu erwischen. Der Boden sollte feucht sein, aber nicht patschnass. Das einzuschätzen kann ganz schön knifflig sein, besonders wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat.

Wie durstig ist Rotkohl eigentlich?

Rotkohl hat einen mittleren Durst. Er mag es feucht, aber nicht zu nass. Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie viel Wasser die Pflanzen brauchen.

Was beeinflusst den Wasserbedarf?

Die Lebensphase der Pflanze

Je nachdem, in welcher Wachstumsphase sich der Rotkohl befindet, braucht er unterschiedlich viel Wasser. Besonders während der Kopfbildung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. In dieser Zeit sollten wir besonders aufmerksam sein und regelmäßig gießen.

Das Wetter spielt mit

Das Wetter hat natürlich einen großen Einfluss. An heißen, trockenen Tagen verdunstet mehr Wasser und die Pflanzen werden durstiger. Bei Regen können wir uns das Gießen vielleicht ganz sparen. Es ist immer eine gute Idee, die Bodenfeuchtigkeit zu prüfen, bevor wir zur Gießkanne greifen.

Die Beschaffenheit des Bodens

Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle. Sandiger Boden trocknet schneller aus und braucht häufigeres Gießen. Lehmiger Boden hält die Feuchtigkeit besser. Bei sandigem Boden müssen wir also öfter ran.

Wie viel Wasser braucht Rotkohl in der Woche?

Im Durchschnitt braucht Rotkohl etwa 25-30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Das kann aber je nach den oben genannten Faktoren schwanken. Am besten prüfen wir regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit und passen die Wassermenge entsprechend an.

Wie oft sollten wir gießen?

Wie häufig wir gießen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Generell gilt: Lieber seltener, dafür gründlich gießen, als häufig und nur oberflächlich.

Bewässerung in der Keimungs- und Jungpflanzenphase

In dieser Phase brauchen die Pflanzen besonders viel Aufmerksamkeit. Der Boden sollte gleichmäßig feucht sein, darf aber nicht vernässen. Tägliches Gießen kleiner Mengen hält die Wurzeln feucht, ohne dass Staunässe entsteht.

Bewässerung während des vegetativen Wachstums

Wenn die Pflanzen größer werden, können wir die Gießintervalle etwas ausdehnen. Je nach Wetter und Bodentyp reicht es oft, alle 2-3 Tage zu gießen. Wichtig ist, dass der Boden nie komplett austrocknet.

Bewässerung während der Kopfbildung

In dieser kritischen Phase wird unser Rotkohl richtig durstig. Der Boden sollte immer gleichmäßig feucht sein. Bei Trockenheit ist tägliches Gießen nötig, bei feuchterem Wetter alle 2-3 Tage. Eine gute Wasserversorgung in dieser Phase sorgt für schöne, feste Köpfe.

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Die richtige Wassermenge für Rotkohl bestimmen

Bei der Bewässerung von Rotkohl kommt es wirklich auf die richtige Menge an. Zu viel oder zu wenig Wasser kann sich negativ auf das Wachstum und die Qualität der Pflanzen auswirken. Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen, wie wir die optimale Wassermenge ermitteln können.

Wie man die richtige Wassermenge ermittelt

Um die optimale Wassermenge zu bestimmen, sollten wir mehrere Faktoren berücksichtigen:

  • Bodentyp: Sandige Böden brauchen häufigere, aber geringere Wassergaben als lehmige Böden.
  • Wetterbedingungen: Bei heißem, trockenem Wetter ist natürlich mehr Wasser nötig als bei kühlem, feuchtem Wetter.
  • Wachstumsphase: Jungpflanzen brauchen weniger Wasser als ausgewachsene Pflanzen.
  • Niederschlagsmenge: Wir sollten den natürlichen Regen bei unserer Bewässerungsplanung nicht vergessen.

Eine bewährte Methode ist der Fingertest: Stecken Sie einfach Ihren Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sich der Boden in dieser Tiefe trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Anzeichen für Über- und Unterbewässerung

Es ist wichtig, auf folgende Warnsignale zu achten:

Überbewässerung:

  • Gelbe oder welke Blätter
  • Fauliger Geruch im Boden
  • Schimmelbildung auf der Bodenoberfläche
  • Staunässe um die Pflanzenwurzeln

Unterbewässerung:

  • Welke oder hängende Blätter
  • Trockene, rissige Erde
  • Langsames Wachstum
  • Braune Blattränder

Anpassung der Wassermenge an verschiedene Wachstumsstadien

Der Wasserbedarf von Rotkohl verändert sich im Laufe seines Wachstums:

  • Keimungs- und Jungpflanzenphase: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Gießen Sie häufiger, aber mit geringeren Mengen.
  • Vegetatives Wachstum: Erhöhen Sie die Wassermenge allmählich. Der Boden sollte bis in eine Tiefe von 15-20 cm feucht sein.
  • Kopfbildung: In dieser Phase benötigt Rotkohl am meisten Wasser. Sorgen Sie für eine gleichmäßige, ausreichende Bewässerung.
  • Erntezeit: Reduzieren Sie die Wassermenge leicht, um die Festigkeit der Köpfe zu fördern.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Rotkohl-Anbau. Aus Sorge vor Trockenheit habe ich viel zu viel gegossen. Das Ergebnis waren aufgeplatzte Köpfe und ein ziemlich fader Geschmack. Seitdem achte ich genau auf die richtige Wassermenge - und der Unterschied ist wirklich spürbar.

Bewässerungsmethoden für Rotkohl

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Rotkohl zu bewässern, und jede hat ihre Vor- und Nachteile. Die Wahl hängt von Faktoren wie Gartengröße, verfügbarer Zeit und Budget ab.

Oberflächenbewässerung

Bei dieser traditionellen Methode wird Wasser direkt auf die Bodenoberfläche gegeben.

  • Gießkanne oder Schlauch: Einfach und kostengünstig, aber zeitaufwendig bei größeren Flächen.
  • Sprinkler: Deckt größere Flächen ab, kann aber zu erhöhter Feuchtigkeit auf den Blättern führen.

Tröpfchenbewässerung

Eine effiziente Methode, bei der Wasser langsam und direkt an die Wurzeln abgegeben wird.

  • Wassersparend und präzise
  • Reduziert Blattkrankheiten durch trockene Blätter
  • Höhere Anfangsinvestition, aber langfristig kostensparend

Furchen- oder Rillenbewässerung

Hierbei wird Wasser in Furchen zwischen den Pflanzreihen geleitet.

  • Gut für größere Anbauflächen
  • Erfordert ein leichtes Gefälle im Beet
  • Kann bei unebenem Boden zu ungleichmäßiger Verteilung führen

Vor- und Nachteile verschiedener Bewässerungsmethoden

Oberflächenbewässerung:

Vorteile: Einfach, kostengünstig, keine spezielle Ausrüstung nötig
Nachteile: Zeitaufwendig, kann zu Wasserverschwendung führen, erhöhtes Risiko für Blattkrankheiten

Tröpfchenbewässerung:

Vorteile: Wassersparend, reduziert Blattkrankheiten, gleichmäßige Verteilung
Nachteile: Höhere Anfangskosten, erfordert regelmäßige Wartung

Furchen- oder Rillenbewässerung:

Vorteile: Gut für große Flächen, kostengünstig
Nachteile: Kann zu ungleichmäßiger Verteilung führen, erfordert ebenes Gelände

In meinem Garten habe ich mich für eine Kombination aus Tröpfchenbewässerung und gelegentlichem Gießen mit der Kanne entschieden. Die Tröpfchenbewässerung sorgt für eine konstante Grundversorgung, während ich mit der Gießkanne bei Bedarf gezielt nachhelfen kann. Diese Methode hat sich für meinen Rotkohl als sehr effektiv erwiesen.

Unabhängig von der gewählten Bewässerungsmethode ist es entscheidend, dass der Rotkohl weder zu trocken noch zu nass steht. Mit der richtigen Wassermenge und -methode schaffen wir gute Voraussetzungen für eine reiche Ernte knackiger, aromatischer Rotkohlköpfe.

Der richtige Bewässerungszeitpunkt für Rotkohl

Bei der Kultivierung von Rotkohl spielt der Zeitpunkt der Bewässerung eine entscheidende Rolle für ein gesundes Wachstum und die optimale Entwicklung der Pflanzen. Es gibt einige Faktoren, die wir dabei berücksichtigen sollten.

Die beste Tageszeit zum Gießen

Grundsätzlich empfiehlt es sich, Rotkohl am frühen Morgen oder späten Nachmittag zu wässern. Zu diesen Zeiten ist die Verdunstung geringer, und das Wasser kann besser von den Pflanzen aufgenommen werden. Morgens gegossen haben die Blätter den ganzen Tag Zeit abzutrocknen, was das Risiko von Pilzerkrankungen verringert.

In meiner langjährigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass das Gießen am Abend zwar praktisch sein kann, aber die Blätter dann über Nacht feucht bleiben. Dies begünstigt leider die Bildung von Pilzen. Daher rate ich dazu, wenn möglich, lieber morgens zu wässern.

Einfluss der Jahreszeit auf den Bewässerungszeitpunkt

Je nach Jahreszeit variiert der Wasserbedarf des Rotkohls:

  • Frühling: Regelmäßige, aber moderate Bewässerung, um das Anwachsen zu fördern
  • Sommer: Häufigeres und intensiveres Gießen, besonders während Trockenperioden
  • Herbst: Reduzierung der Wassergaben, um die Kopfbildung zu unterstützen
  • Winter: Minimale Bewässerung, nur bei Bedarf

In heißen Sommermonaten kann es durchaus notwendig sein, zweimal täglich zu gießen - morgens und abends. Im Herbst reicht oft eine wöchentliche gründliche Bewässerung aus.

Bodenfeuchtigkeitsmanagement bei Rotkohl

Ein gutes Bodenfeuchtigkeitsmanagement ist essenziell für gesunden und ertragreichen Rotkohl. Hier einige bewährte Methoden:

Methoden zur Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Feuchtigkeit im Boden zu kontrollieren:

  • Fingerprobe: Stecken Sie den Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zum Gießen.
  • Spaten-Test: Graben Sie ein kleines Loch und prüfen Sie die Feuchtigkeit in 10-15 cm Tiefe.
  • Bodenfeuchtigkeitsmesser: Ein praktisches Hilfsmittel für genauere Messungen.

Ich verlasse mich oft auf die Fingerprobe. Sie ist einfach und schnell durchzuführen und gibt mir ein gutes Gefühl für den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens.

Verwendung von Mulch zur Feuchtigkeitserhaltung

Mulchen ist eine effektive Methode, um die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und gleichzeitig Unkraut zu unterdrücken. Geeignete Materialien sind:

  • Stroh
  • Rasenschnitt
  • Kompost
  • Gehäckselter Rindenmulch

Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht um die Rotkohl-Pflanzen kann die Verdunstung deutlich reduzieren und die Bewässerungsintervalle verlängern.

Verbesserung der Wasserspeicherkapazität des Bodens

Um die Wasserspeicherkapazität des Bodens zu erhöhen, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Regelmäßige Zugabe von organischem Material wie Kompost
  • Tiefes Umgraben vor der Pflanzung, um Verdichtungen zu lösen
  • Einsatz von Bodenverbesserern wie Kokosmark oder Vermiculit

Ein gut strukturierter Boden mit hohem Humusgehalt kann Wasser besser speichern und stellt es den Pflanzen länger zur Verfügung.

Bewässerung von Rotkohl in besonderen Situationen

Es gibt Umstände, die eine Anpassung der Bewässerungsstrategie erfordern:

Bewässerung bei extremer Hitze oder Trockenheit

In Hitzephasen oder längeren Trockenperioden sollten Sie:

  • Häufiger, aber in kleineren Mengen gießen
  • Morgens und abends wässern
  • Den Boden mit zusätzlichem Mulch abdecken
  • Eventuell Schattierung durch Vlies oder Netze vorsehen

Achten Sie darauf, dass der Boden nicht austrocknet, da dies zu Wachstumsstörungen und Kopfbildungsproblemen führen kann.

Anpassung der Bewässerung bei Regenfällen

Nach ergiebigen Regenfällen sollten Sie die Bewässerung entsprechend anpassen:

  • Überprüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit, bevor Sie zusätzlich gießen
  • Reduzieren Sie die Wassergaben, wenn der Boden noch feucht ist
  • Achten Sie auf Staunässe und verbessern Sie gegebenenfalls die Drainage

Zu viel Wasser kann ebenso schädlich sein wie zu wenig, da es zu Wurzelfäule führen kann.

Bewässerung in Gewächshäusern oder unter Folientunneln

In geschützten Anbausystemen gelten besondere Regeln:

  • Regelmäßigere Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit, da kein natürlicher Regen fällt
  • Eventuell Einsatz von Tröpfchenbewässerung oder Bewässerungsmatten
  • Beachtung der höheren Temperaturen und der daraus resultierenden stärkeren Verdunstung
  • Regelmäßiges Lüften zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit

In Gewächshäusern kann die Verwendung von Bewässerungsautomaten mit Feuchtigkeitssensoren sehr hilfreich sein, um eine optimale Wasserversorgung sicherzustellen.

Probleme und Lösungen bei der Bewässerung

Umgang mit Staunässe

Staunässe kann beim Rotkohl-Anbau recht problematisch sein. Sie entsteht, wenn Wasser nicht gut abfließen kann und sich im Boden sammelt. Das kann zu Wurzelfäule führen und das Wachstum der Pflanzen stark beeinträchtigen. Hier ein paar Tipps, um Staunässe zu vermeiden:

  • Suchen Sie einen gut drainierten Standort für Ihren Rotkohl.
  • Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung ordentlich auf.
  • Bei schweren Böden hilft es, Sand oder Kompost unterzumischen, um die Drainage zu verbessern.
  • Erhöhen Sie die Beete leicht, damit überschüssiges Wasser besser abfließen kann.
  • Gießen Sie lieber seltener, dafür aber gründlich, statt häufig und oberflächlich.

Falls Sie schon Probleme mit Staunässe haben, können Sie versuchen, Drainagerinnen um die Pflanzen herum anzulegen oder die Pflanzen vorsichtig auf kleine Hügel zu setzen.

Vermeidung von wasserbedingten Krankheiten

Zu viel Feuchtigkeit kann verschiedene Krankheiten bei Rotkohl begünstigen. Besonders häufig sind Pilzerkrankungen wie Mehltau oder Kohlhernie. Um diese zu vermeiden, beachten Sie bitte:

  • Gießen Sie möglichst am Boden und vermeiden Sie das Benetzen der Blätter.
  • Bewässern Sie am frühen Morgen, damit die Pflanzen über den Tag abtrocknen können.
  • Sorgen Sie für ausreichenden Pflanzabstand, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
  • Entfernen Sie kranke Pflanzenteile sofort und entsorgen Sie diese nicht auf dem Kompost.
  • Praktizieren Sie eine konsequente Fruchtfolge, um den Aufbau von Erregern im Boden zu verhindern.

In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit einer Mulchschicht aus Stroh gemacht. Sie hält die Bodenfeuchte konstant und verhindert gleichzeitig, dass Spritzwasser die Blätter erreicht.

Bewässerung bei nährstoffarmen Böden

Nährstoffarme Böden sind eine besondere Herausforderung bei der Bewässerung. Rotkohl braucht für ein gesundes Wachstum ausreichend Nährstoffe. Bei mangelhafter Versorgung kann es zu Wachstumsstörungen und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten kommen. Hier einige Tipps für die Bewässerung auf nährstoffarmen Böden:

  • Machen Sie vor der Pflanzung eine Bodenanalyse, um Nährstoffmängel zu erkennen.
  • Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost in den Boden ein, um die Nährstoffversorgung zu verbessern.
  • Verwenden Sie bei der Bewässerung gelegentlich einen organischen Flüssigdünger.
  • Achten Sie auf eine gleichmäßige Bewässerung, da Nährstoffe nur in gelöster Form von den Pflanzen aufgenommen werden können.
  • Mulchen Sie den Boden, um Nährstoffverluste durch Auswaschung zu minimieren.

Eine interessante Methode, die ich kürzlich ausprobiert habe, ist die Verwendung von selbst angesetzter Brennnesseljauche. Sie liefert nicht nur Nährstoffe, sondern stärkt auch die Widerstandskraft der Pflanzen.

Wassersparende Techniken

Effiziente Bewässerungssysteme

Um Wasser zu sparen und gleichzeitig eine optimale Versorgung des Rotkohls zu gewährleisten, gibt es verschiedene effiziente Bewässerungssysteme:

  • Tröpfchenbewässerung: Dieses System liefert Wasser direkt an die Wurzeln und minimiert Verdunstungsverluste.
  • Perlschläuche: Ähnlich wie bei der Tröpfchenbewässerung, aber einfacher zu installieren und kostengünstiger.
  • Unterirdische Bewässerung: Besonders effizient, aber aufwendiger in der Installation.
  • Automatische Bewässerungssysteme mit Feuchtigkeitssensoren: Sie stellen sicher, dass nur bei Bedarf bewässert wird.

Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit einer einfachen Tröpfchenbewässerung gemacht. Sie spart nicht nur Wasser, sondern auch Zeit, da ich nicht mehr täglich gießen muss.

Regenwassernutzung

Die Nutzung von Regenwasser ist eine gute Möglichkeit, den Wasserverbrauch im Garten zu reduzieren und gleichzeitig die Pflanzen mit weichem, nährstoffreichem Wasser zu versorgen. Hier einige Tipps zur effektiven Regenwassernutzung:

  • Installieren Sie Regentonnen oder -tanks an den Fallrohren Ihres Hauses.
  • Nutzen Sie Mulden oder Senken im Garten, um Regenwasser zu sammeln und zu versickern.
  • Verwenden Sie wasserdurchlässige Bodenbeläge, um die natürliche Versickerung zu fördern.
  • Legen Sie ein Regenwasserrückhaltebecken an, wenn Sie viel Platz haben.
  • Kombinieren Sie die Regenwassernutzung mit einem effizienten Bewässerungssystem.

In meinem Garten habe ich mehrere Regentonnen aufgestellt und sie mit einem einfachen Bewässerungssystem verbunden. So kann ich das gesammelte Regenwasser optimal für meinen Rotkohl nutzen.

Bodenverbesserung für bessere Wasserhaltefähigkeit

Ein gesunder, humusreicher Boden kann Wasser besser speichern und an die Pflanzen abgeben. Folgende Maßnahmen können die Wasserhaltefähigkeit des Bodens verbessern:

  • Regelmäßige Zugabe von gut verrottetem Kompost
  • Einarbeiten von organischem Material wie Laub oder Grasschnitt
  • Verwendung von Gründüngung in der Fruchtfolge
  • Minimale Bodenbearbeitung, um die Bodenstruktur zu erhalten
  • Einsatz von Tonmineralien wie Bentonit bei sandigen Böden

Ich habe festgestellt, dass eine jährliche Kompostgabe nicht nur die Wasserhaltefähigkeit verbessert, sondern auch die allgemeine Bodengesundheit fördert. Mein Rotkohl dankt es mir mit kräftigem Wachstum und reicher Ernte.

Wichtige Bewässerungstipps

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Bewässerung von Rotkohl:

  • Gießen Sie regelmäßig und gleichmäßig, besonders während der Kopfbildung.
  • Vermeiden Sie Staunässe durch gute Drainage und angepasste Bewässerung.
  • Nutzen Sie effiziente Bewässerungssysteme wie Tröpfchenbewässerung.
  • Sammeln und verwenden Sie Regenwasser, wenn möglich.
  • Verbessern Sie die Bodenstruktur für eine bessere Wasserhaltefähigkeit.
  • Mulchen Sie, um Verdunstung zu reduzieren und die Bodenfeuchte zu regulieren.
  • Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie die Bewässerung an ihre Bedürfnisse an.

Mit diesen Tipps sind Sie gut vorbereitet, um Ihren Rotkohl optimal mit Wasser zu versorgen und eine reiche Ernte einzufahren.

Erntereifer Rotkohl dank optimaler Bewässerung

Die richtige Bewässerung ist entscheidend für einen erfolgreichen Rotkohl-Anbau. Sie beeinflusst nicht nur das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen, sondern auch die Qualität und den Ertrag der Ernte. Mit den hier vorgestellten Techniken und Tipps können Sie die Wasserversorgung Ihres Rotkohls optimieren und gleichzeitig ressourcenschonend gärtnern.

Denken Sie daran, dass jeder Garten einzigartig ist. Probieren Sie verschiedene Methoden aus und beobachten Sie, wie Ihr Rotkohl darauf reagiert. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was in Ihrem Garten am besten funktioniert. Eine optimale Bewässerung in Kombination mit der richtigen Pflege wird Ihnen zu prächtigen, schmackhaften Rotkohlköpfen verhelfen, die Sie mit Freude ernten können.

Tags: Rotkohl
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie viel Wasser benötigt Rotkohl pro Woche im Garten?
    Rotkohl benötigt durchschnittlich 25-30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Diese Menge kann je nach Wetterbedingungen, Bodentyp und Wachstumsphase variieren. Bei heißem, trockenem Wetter oder sandigem Boden ist oft mehr Wasser nötig, während bei kühlerem Wetter oder lehmigem Boden weniger ausreichen kann. Besonders während der Kopfbildung steigt der Wasserbedarf deutlich an. Ein gleichmäßiger Feuchtigkeitsgrad im Boden ist entscheidend für gesundes Wachstum. Der Fingertest hilft dabei, die Bodenfeuchtigkeit zu überprüfen: Stecken Sie den Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sich der Boden trocken an, ist es Zeit zum Gießen. Eine Mulchschicht kann die Verdunstung reduzieren und den Wasserbedarf verringern.
  2. Welche Bewässerungsmethoden eignen sich am besten für Rotkohl?
    Für Rotkohl eignen sich verschiedene Bewässerungsmethoden, wobei Tröpfchenbewässerung besonders effektiv ist. Sie liefert Wasser direkt an die Wurzeln, minimiert Verdunstungsverluste und reduziert das Risiko von Blattkrankheiten. Perlschläuche sind eine kostengünstigere Alternative mit ähnlichen Vorteilen. Die traditionelle Oberflächenbewässerung mit Gießkanne oder Schlauch funktioniert ebenfalls gut, erfordert aber mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Furchen- oder Rillenbewässerung eignet sich für größere Anbauflächen. Professionelle Gartenfachhändler wie samen.de bieten komplette Bewässerungssysteme für verschiedene Gartenbedürfnisse an. Wichtig ist, dass die Bewässerung gleichmäßig erfolgt und die Blätter möglichst trocken bleiben, um Pilzerkrankungen zu vermeiden. Das Gießen am frühen Morgen ist optimal, da die Pflanzen über den Tag abtrocknen können.
  3. Wann ist der optimale Zeitpunkt zum Gießen von Rotkohl?
    Der optimale Zeitpunkt zum Gießen von Rotkohl ist am frühen Morgen, idealerweise zwischen 6 und 10 Uhr. Zu dieser Zeit ist die Verdunstung geringer und das Wasser kann besser von den Pflanzen aufgenommen werden. Morgens gegossen haben die Blätter den ganzen Tag Zeit zum Abtrocknen, was das Risiko von Pilzerkrankungen deutlich reduziert. Der späte Nachmittag ist eine Alternative, wobei das Gießen am Abend problematisch sein kann, da die Blätter über Nacht feucht bleiben und Pilzwachstum begünstigen können. Bei extremer Hitze im Sommer kann eine zweimalige Bewässerung - morgens und abends - notwendig werden. Die Jahreszeit beeinflusst ebenfalls den Bewässerungszeitpunkt: Im Frühling und Herbst reicht oft eine morgendliche Bewässerung, während im Sommer häufigere Gaben erforderlich sind. Wichtig ist, die Bodenfeuchtigkeit vor jedem Gießen zu prüfen.
  4. Wie prüft man die Bodenfeuchtigkeit bei Rotkohl mit dem Fingertest?
    Der Fingertest ist eine bewährte und einfache Methode zur Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit bei Rotkohl. Stecken Sie dazu Ihren Zeigefinger etwa 5 cm tief in die Erde neben der Pflanze. Fühlt sich der Boden in dieser Tiefe trocken oder nur leicht feucht an, ist es Zeit zum Gießen. Bei optimaler Feuchtigkeit sollte der Boden sich leicht feucht, aber nicht nass anfühlen. Ist der Boden sehr nass oder matschig, deutet dies auf zu viel Wasser oder Staunässe hin. Für eine genauere Überprüfung können Sie auch einen kleinen Spaten verwenden und ein Loch graben, um die Feuchtigkeit in 10-15 cm Tiefe zu kontrollieren. Der Fingertest sollte regelmäßig durchgeführt werden, besonders während trockener Perioden und in der kritischen Kopfbildungsphase. Diese Methode ist kostenlos, schnell durchführbar und gibt Ihnen ein gutes Gefühl für den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens.
  5. Warum ist während der Kopfbildung besonders viel Wasser nötig?
    Während der Kopfbildung benötigt Rotkohl besonders viel Wasser, da in dieser kritischen Wachstumsphase der größte Biomassezuwachs stattfindet. Die Pflanze bildet die charakteristischen festen, kompakten Köpfe aus, was einen enormen Energieaufwand bedeutet. Wassermangel in dieser Phase führt zu kleinen, lockeren Köpfen oder sogar zum vorzeitigen Schossen der Pflanze. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist entscheidend, um Wachstumsstörungen zu vermeiden. Unregelmäßige Bewässerung kann dazu führen, dass die äußeren Blätter schneller wachsen als die inneren, was zu aufgeplatzten oder deformierten Köpfen führt. Der Wasserbedarf steigt in dieser Phase auf bis zu 35-40 Liter pro Quadratmeter wöchentlich. Gleichzeitig sollte Staunässe vermieden werden, da sie Wurzelfäule verursachen kann. Eine Mulchschicht hilft dabei, die Bodenfeuchtigkeit konstant zu halten und Schwankungen zu vermeiden, die der Kopfentwicklung schaden könnten.
  6. Wie unterscheidet sich die Bewässerung von Rotkohl und Blaukraut?
    Rotkohl und Blaukraut unterscheiden sich nicht in ihren Bewässerungsanforderungen, da es sich botanisch um dieselbe Pflanzenart handelt - Brassica oleracea var. capitata. Die Bezeichnungen "Rotkohl" und "Blaukraut" beziehen sich lediglich auf regionale sprachliche Unterschiede: Im Norden Deutschlands wird meist "Rotkohl" gesagt, im Süden "Blaukraut". Die rötlich-violette Farbe der Blätter entsteht durch Anthocyane, die je nach Boden-pH-Wert unterschiedlich intensiv ausgeprägt sind. Beide benötigen dieselben Bewässerungsmengen von 25-30 Litern pro Quadratmeter wöchentlich, haben identische Ansprüche an Bodenfeuchtigkeit und reagieren gleichermaßen empfindlich auf Wasserstress oder Staunässe. Die Bewässerungsstrategie - morgens gießen, gleichmäßige Feuchtigkeit während der Kopfbildung, Vermeidung von Blattnässe - ist für beide Bezeichnungen derselben Pflanze identisch. Unabhängig vom regionalen Namen bleibt die optimale Pflege gleich.
  7. Was unterscheidet Rotkohl-Bewässerung von anderen Kohlgemüsen?
    Rotkohl hat ähnliche Bewässerungsanforderungen wie andere Kohlgemüse, aber es gibt einige spezifische Unterschiede. Verglichen mit Weißkohl benötigt Rotkohl tendenziell etwas mehr Wasser während der Kopfbildung, da seine Köpfe oft dichter und fester werden. Blumenkohl ist wasserbedürftiger und reagiert empfindlicher auf Wasserstress, während Grünkohl robuster gegenüber Trockenheit ist. Brokkoli benötigt eine sehr gleichmäßige Wasserversorgung, da unregelmäßige Bewässerung zur vorzeitigen Blütenbildung führt. Kohlrabi wächst schneller und braucht in der Knollenbildungsphase intensive Bewässerung. Rotkohl ist mittlerweile anspruchsvoller als Rosenkohl, aber weniger empfindlich als Chinakohl. Die Bewässerungsmenge liegt mit 25-30 Litern pro Quadratmeter wöchentlich im Mittelfeld der Kohlgemüse. Alle Kohlarten bevorzugen morgendliches Gießen und reagieren empfindlich auf Staunässe, aber Rotkohl verzeiht kleine Bewässerungsfehler besser als die meisten anderen Kohlsorten.
  8. Welche Anzeichen deuten auf Staunässe beim Rotkohl hin?
    Staunässe beim Rotkohl erkennen Sie an verschiedenen charakteristischen Anzeichen. Die ersten Warnsignale sind gelbe oder welke Blätter, obwohl der Boden feucht ist. Ein fauliger, unangenehmer Geruch aus dem Boden deutet auf beginnende Wurzelfäule hin. Schimmelbildung auf der Bodenoberfläche, besonders weißer oder grauer Flaum, ist ein deutliches Zeichen für zu viel Feuchtigkeit. Die Blätter können trotz ausreichender Wasserzufuhr schlaff herabhängen, da die Wurzeln durch Sauerstoffmangel geschädigt sind. Bei länger anhaltender Staunässe verfärben sich die äußeren Blätter braun und beginnen zu faulen. Der Boden fühlt sich matschig an und Wasser steht sichtbar um die Pflanzenwurzeln. Die Pflanzen zeigen verlangsamtes Wachstum und können einen fischigen oder säuerlichen Geruch entwickeln. Zur Vermeidung sollten Sie für gute Drainage sorgen, seltener aber gründlicher gießen und bei schwerem Boden Sand oder Kompost einarbeiten.
  9. Wo kann man professionelle Bewässerungssysteme für den Gemüsegarten kaufen?
    Professionelle Bewässerungssysteme für den Gemüsegarten erhalten Sie in verschiedenen Fachgeschäften. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an Tröpfchenbewässerung, automatischen Bewässerungsanlagen und kompletten Starter-Sets für verschiedene Gartenbereiche. Baumärkte führen meist Grundausstattungen, während Online-Gartenshops oft das breiteste Sortiment mit detaillierten Produktbeschreibungen anbieten. Landwirtschaftliche Genossenschaften haben professionelle Systeme für größere Flächen im Programm. Bei der Auswahl sollten Sie auf Qualität der Komponenten, Erweiterbarkeit des Systems und verfügbaren Kundenservice achten. Komplette Starter-Sets sind ideal für Einsteiger, während Einzelkomponenten mehr Flexibilität bieten. Wichtig sind auch Ersatzteilverfügbarkeit und Garantieleistungen. Fachkundige Beratung hilft dabei, das passende System für Ihre Gartengröße und spezifischen Bedürfnisse zu finden. Viele Anbieter bieten auch Installationsanleitungen oder -service an.
  10. Welche Gießkannen eignen sich besonders gut für Kohlpflanzen?
    Für Kohlpflanzen wie Rotkohl eignen sich Gießkannen mit 8-12 Liter Fassungsvermögen besonders gut, da sie ausreichend Wasser für mehrere Pflanzen fassen, aber noch handlich bleiben. Eine abnehmbare Brause ist wichtig, um zwischen sanftem Beregnen bei Jungpflanzen und direktem Gießen am Boden bei ausgewachsenen Pflanzen wechseln zu können. Gießkannen aus robustem Kunststoff sind leichter als Metallkannen und rosten nicht. Ein ergonomischer Griff und ein ausbalancierter Schwerpunkt erleichtern das Tragen auch bei vollem Zustand. Gartenfachhändler wie samen.de führen spezielle Gießkannen mit unterschiedlichen Brausenköpfen für verschiedene Bewässerungsarten. Eine lange Tülle ermöglicht präzises Gießen zwischen den Pflanzen ohne Bücken. Für größere Kohlbeete sind Gießkannen mit 15-20 Liter Volumen effizienter. Wichtig ist auch eine große Einfüllöffnung für einfaches Befüllen und eine stabile Standfläche beim Abstellen.
  11. Wie beeinflusst die Bodenqualität den Wasserbedarf von Kreuzblütlern?
    Die Bodenqualität hat erheblichen Einfluss auf den Wasserbedarf von Kreuzblütlern wie Rotkohl. Sandige Böden haben eine geringe Wasserspeicherkapazität und erfordern häufigere, aber geringere Wassergaben - oft täglich in kleinen Mengen. Lehmige Böden speichern Wasser gut, können aber bei Überwässerung zu Staunässe neigen, weshalb seltener, aber gründlicher gegossen werden sollte. Humusreiche Böden mit hohem Anteil an organischer Substanz haben die beste Wasserspeicherfähigkeit und geben Feuchtigkeit gleichmäßig ab. Der pH-Wert beeinflusst die Nährstoffaufnahme und damit indirekt den Wasserbedarf. Verdichtete Böden führen zu Oberflächenabfluss und ungleichmäßiger Wasserverteilung. Böden mit guter Krümelstruktur ermöglichen optimale Wasser- und Luftführung. Regelmäßige Kompostgaben verbessern die Bodenstruktur und reduzieren den Bewässerungsaufwand. Eine Bodenanalyse hilft dabei, die spezifischen Eigenschaften zu ermitteln und die Bewässerungsstrategie entsprechend anzupassen.
  12. Welche Rolle spielt die Verdunstung bei der Gemüsebewässerung?
    Verdunstung spielt eine zentrale Rolle bei der Gemüsebewässerung und beeinflusst maßgeblich den Wasserbedarf. Sie erfolgt sowohl über die Bodenoberfläche als auch über die Pflanzenblätter (Transpiration). An heißen, windigen Tagen kann die Verdunstungsrate dramatisch ansteigen und den Wasserbedarf verdoppeln oder verdreifachen. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung sind die Hauptfaktoren. Bei Rotkohl mit seinen großen Blattflächen ist die Transpiration besonders hoch. Mulchen reduziert die Bodenverdunstung um bis zu 70% und stabilisiert die Bodenfeuchtigkeit. Morgendliches Gießen ist optimal, da die Verdunstung dann geringer ist als mittags. Bei Tröpfchenbewässerung geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren als bei Sprinklern. Die Kenntnis der örtlichen Verdunstungsraten hilft bei der Bewässerungsplanung. In Gewächshäusern ist die Verdunstung durch kontrolliertere Bedingungen besser steuerbar als im Freiland.
  13. Warum führt unregelmäßige Bewässerung zu Wachstumsstörungen?
    Unregelmäßige Bewässerung führt bei Rotkohl zu verschiedenen Wachstumsstörungen, da die Pflanzen keinen konstanten Wasserhaushalt aufbauen können. Wechsel zwischen Trockenheit und Übernässung stresst das Wurzelsystem und beeinträchtigt die Nährstoffaufnahme. Bei plötzlichem Wasserzufluss nach Trockenphasen können die äußeren Kopfblätter schneller wachsen als die inneren, was zu Rissen oder Platzern führt. Wassermangel verlangsamt die Zellteilung und führt zu kleineren, härteren Köpfen. Übermäßiges Gießen nach Trockenperioden kann Wurzelfäule verursachen. Die Pflanzen entwickeln ein ungleichmäßiges Wurzelsystem - bei Trockenheit tiefe Pfahlwurzeln, bei Nässe oberflächliche Wurzeln. Schwankende Feuchtigkeit begünstigt auch Schädlinge und Krankheiten. Physiologische Störungen wie Innenbrand oder bitter schmeckende Köpfe sind weitere Folgen. Eine gleichmäßige, angepasste Bewässerung sorgt für kontinuierliches Wachstum und qualitativ hochwertige Ernten.
  14. Wie wirkt sich Wasserstress auf die Kopfbildung aus?
    Wasserstress während der Kopfbildung hat dramatische Auswirkungen auf die Qualität und den Ertrag von Rotkohl. Bei Wassermangel stellt die Pflanze das Wachstum ein und konzentriert ihre Energie auf das Überleben statt auf die Kopfentwicklung. Die Köpfe bleiben klein, locker und entwickeln oft einen bitteren Geschmack. Schwerer Wasserstress kann dazu führen, dass die Pflanze vorzeitig zu schossen beginnt, also Blütenstände bildet statt fester Köpfe. Die äußeren Blätter werden zäh und faserig, während die inneren Blätter ihre charakteristische Struktur verlieren. Nach Trockenstress folgende starke Bewässerung kann zu schnellem, ungleichmäßigem Wachstum führen, das die Köpfe zum Platzen bringt. Die Lagerfähigkeit verschlechtert sich erheblich, da gestresste Pflanzen anfälliger für Fäulnis sind. Bereits kurze Wasserstressperioden während der kritischen Kopfbildungsphase können die Endqualität nachhaltig beeinträchtigen. Konstante, ausreichende Bewässerung ist daher in dieser Phase besonders wichtig für marketfähige Ergebnisse.
  15. Wie richtet man ein automatisches Bewässerungssystem ein?
    Die Einrichtung eines automatischen Bewässerungssystems für Rotkohl beginnt mit der Planung der Bewässerungszonen und Wasserleitungen. Zunächst wird die Hauptwasserleitung vom Hausanschluss oder einem Wassertank zu den Pflanzbeeten verlegt. Spezialisierte Gartenhändler wie samen.de bieten komplette Starter-Sets mit allen notwendigen Komponenten inklusive Anleitung. Das Herzstück bildet ein programmierbarer Bewässerungscomputer, der Häufigkeit und Dauer der Bewässerung steuert. Tröpfschläuche oder Tropfer werden entlang der Pflanzenreihen verlegt und mit Verteilern verbunden. Feuchtigkeitssensoren im Boden können das System bei ausreichender Feuchtigkeit stoppen. Die Installation beginnt mit dem Verlegen der Hauptleitungen, gefolgt von den Verteilern und schließlich den Tropfschläuchen. Tests der einzelnen Zonen stellen sicher, dass alle Pflanzen gleichmäßig bewässert werden. Regelmäßige Wartung und Reinigung der Düsen verhindert Verstopfungen und gewährleistet optimale Funktion.
  16. Welche Mulcharten eignen sich zur Feuchtigkeitsregulierung?
    Verschiedene Mulcharten eignen sich hervorragend zur Feuchtigkeitsregulierung bei Rotkohl. Stroh ist besonders effektiv, da es Feuchtigkeit gut speichert, den Boden vor Verdunstung schützt und sich langsam zersetzt. Rasenschnitt eignet sich als kostengünstige Alternative, sollte aber gut angetrocknet sein und nicht zu dick aufgetragen werden. Kompost dient gleichzeitig als Mulch und Dünger, verbessert die Bodenstruktur und speichert Wasser ausgezeichnet. Gehäckselter Rindenmulch hält lange, kann aber den Boden leicht ansäuern. Laub ist kostenfrei verfügbar und zersetzt sich zu wertvollem Humus. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de führen verschiedene Mulchmaterialien für unterschiedliche Anwendungen. Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht reduziert die Verdunstung um bis zu 70% und halbiert den Bewässerungsaufwand. Wichtig ist, den Mulch nicht direkt an die Pflanzenstängel zu legen, um Fäulnis zu vermeiden. Organische Mulchmaterialien verbessern langfristig die Bodenqualität.
  17. Stimmt es, dass tägliches Gießen immer besser ist?
    Nein, tägliches Gießen ist nicht immer besser für Rotkohl. Die optimale Gießhäufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bodentyp, Wetterbedingungen, Pflanzengröße und Wachstumsphase. Grundsätzlich gilt: Seltener, aber gründlich gießen ist meist besser als täglich oberflächlich. Bei sandigen Böden kann tägliches Gießen notwendig sein, da Wasser schnell versickert. Lehmige Böden speichern Wasser länger, hier reichen oft 2-3 Gießgänge pro Woche. Tägliches Gießen kann bei jungen Rotkohl-Setzlingen sinnvoll sein, um die flachen Wurzeln feucht zu halten. Bei etablierten Pflanzen fördert seltenes, tiefes Gießen die Entwicklung tieferer Wurzeln und macht die Pflanzen widerstandsfähiger. Zu häufiges Gießen kann zu oberflächlicher Durchwurzelung, Staunässe und Pilzkrankheiten führen. Der Fingertest hilft zu entscheiden: Ist der Boden 5 cm tief noch feucht, kann das Gießen verschoben werden. Ausnahmen sind Hitzeperioden und die kritische Kopfbildungsphase.
  18. Unterscheiden sich die Bewässerungsanforderungen je nach Anbauregion?
    Ja, die Bewässerungsanforderungen für Rotkohl variieren erheblich je nach Anbauregion. In trockenen, kontinentalen Klimazonen wie Ostdeutschland ist intensivere Bewässerung nötig als in feuchteren Gebieten wie dem Alpenvorland. Küstenregionen profitieren von höherer Luftfeuchtigkeit, was den Wasserbedarf reduziert. In Gebirgslagen sind die Temperaturschwankungen größer, was angepasste Bewässerungszeiten erfordert. Südliche Regionen mit heißen Sommern benötigen häufigere Bewässerung und Schutz vor Verdunstung. Nordische Gebiete haben kürzere Vegetationsperioden, aber oft ausreichende natürliche Niederschläge. Regionale Bodentypen beeinflussen ebenfalls den Wasserbedarf: Sandböden in Norddeutschland erfordern andere Strategien als Lössböden in Süddeutschland. Lokale Niederschlagsmuster müssen berücksichtigt werden - Regionen mit Sommertrockenheit brauchen andere Bewässerungsstrategien als Gebiete mit gleichmäßigen Niederschlägen. Windexposition in offenen Landschaften erhöht die Verdunstung. Erfolgreicher Anbau erfordert die Anpassung an lokale klimatische Bedingungen und verfügbare Wasserressourcen.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Bewässerung und Beregnung?
    Bewässerung und Beregnung unterscheiden sich grundlegend in der Art der Wasseranwendung. Bewässerung ist der Oberbegriff für alle Arten der künstlichen Wasserzufuhr an Pflanzen. Sie umfasst verschiedene Methoden: Tröpfchenbewässerung direkt an den Wurzeln, Furchenbewässerung zwischen den Reihen oder Unterflurbewässerung. Beregnung hingegen ist eine spezielle Form der Bewässerung, bei der Wasser von oben auf die Pflanzen gespritzt wird, ähnlich wie Regen. Sprinkler und Rasensprenger arbeiten nach dem Beregnungsprinzip. Bei Rotkohl hat jede Methode Vor- und Nachteile: Beregnung kühlt die Pflanzen an heißen Tagen, kann aber Blattkrankheiten fördern, da die Blätter nass werden. Direkte Bewässerung am Boden vermeidet diese Probleme, ist wassersparender und effizienter. Tröpfchenbewässerung ist die präziseste Form, da Wasser gezielt an die Wurzelzone abgegeben wird. Die Wahl der Methode hängt von Gartengröße, verfügbarer Technik und spezifischen Anforderungen ab.
  20. Wie unterscheidet sich Herbstgemüse-Bewässerung von Sommergemüse?
    Herbstgemüse wie Rotkohl haben andere Bewässerungsanforderungen als Sommergemüse. Im Herbst sind die Temperaturen kühler und die Luftfeuchtigkeit höher, was die Verdunstungsrate reduziert. Rotkohl, der im Herbst reift, benötigt weniger häufige aber gleichmäßige Bewässerung zur Kopfbildung. Die kürzeren Tage verringern die Sonneneinstrahlung und damit den Wasserbedarf. Herbstregen können die Bewässerung teilweise ersetzen, erfordern aber sorgfältige Überwachung der Bodenfeuchtigkeit. Frühmorgendliches Gießen ist im Herbst besonders wichtig, da die Blätter länger feucht bleiben als im Sommer. Sommergemüse wie Tomaten oder Zucchini brauchen intensive, häufige Bewässerung bei hohen Temperaturen. Herbstgemüse toleriert kühlere Temperaturen besser und wächst oft gleichmäßiger bei moderater Feuchtigkeit. Staunässe ist im Herbst problematischer, da der Boden langsamer abtrocknet. Die Bewässerung sollte schrittweise reduziert werden, wenn sich die Vegetationsperiode dem Ende nähert.
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