Spargel aus Samen: Geduldsprobe mit köstlicher Belohnung

Spargel aus Samen ziehen: Eine spannende Aufgabe für Hobbygärtner

Wer sich für den Spargelanbau aus Samen entscheidet, begibt sich auf eine faszinierende Reise. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie dabei vorgehen können und welche Vorteile diese Methode bietet.

Kernpunkte zum Spargelanbau aus Samen

  • Der Anbau aus Samen erfordert Geduld, bietet aber finanzielle Vorteile und eine größere Sortenauswahl
  • Die richtige Bodenvorbereitung und Standortwahl sind entscheidend für den Erfolg
  • Mit der ersten Ernte ist erst nach 2-3 Jahren zu rechnen
  • Grün- und Bleichspargel stellen unterschiedliche Ansprüche an die Kultivierung

Warum sich der Spargelanbau aus Samen lohnen kann

Der Anbau von Spargel aus Samen bringt einige interessante Vorteile mit sich. Zum einen ist es deutlich kostengünstiger als der Kauf von Jungpflanzen. Zum anderen eröffnet sich Ihnen eine breitere Palette an Sorten. In meinem eigenen Garten habe ich vor einigen Jahren mit dem Anbau von Spargel aus Samen begonnen und war überrascht von der Vielfalt der Sorten, die im Handel kaum zu finden sind.

Ein weiterer reizvoller Aspekt ist die Möglichkeit, den gesamten Wachstumsprozess zu beobachten und zu beeinflussen. Das macht den Anbau besonders interessant für Gartenliebhaber, die gerne experimentieren und neue Erfahrungen sammeln möchten.

Herausforderungen und zeitlicher Rahmen

Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass der Anbau von Spargel aus Samen durchaus herausfordernd ist und ein hohes Maß an Geduld erfordert. Von der Aussaat bis zur ersten Ernte vergehen in der Regel 2-3 Jahre. In dieser Zeit benötigen die Pflanzen sorgfältige Pflege und Schutz.

Die größte Hürde besteht darin, die jungen Pflanzen in den ersten Monaten am Leben zu erhalten. Sie sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge und brauchen regelmäßige Aufmerksamkeit. Aber keine Sorge, mit der richtigen Vorbereitung und etwas Ausdauer werden Sie mit einer reichen Ernte belohnt.

Vorbereitung für die Aussaat

Den richtigen Standort finden

Spargel gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte tiefgründig, sandig-lehmig und gut durchlässig sein. Staunässe verträgt Spargel überhaupt nicht. In meinem Garten habe ich einen leicht erhöhten Bereich für mein Spargelbeet angelegt, um eine gute Drainage zu gewährleisten.

Bedenken Sie auch, dass Spargel eine Dauerkultur ist. Die Pflanzen bleiben bis zu 20 Jahre am selben Standort. Wählen Sie also einen Platz, an dem Sie langfristig planen können.

Bodenvorbereitung

Bodenlockerung

Eine gründliche Bodenvorbereitung ist entscheidend für den Erfolg. Lockern Sie den Boden mindestens 30-40 cm tief. Wenn möglich, ist eine Tiefe von 60-80 cm ideal. Entfernen Sie dabei alle Steine und Wurzeln. Ich verwende dafür eine Grabegabel und arbeite mich Stück für Stück durch das Beet.

pH-Wert und Nährstoffversorgung

Spargel bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Es empfiehlt sich, im Zweifel eine Bodenprobe analysieren zu lassen. Ist der Boden zu sauer, können Sie ihn mit Kalk verbessern.

Was die Nährstoffversorgung betrifft, ist Spargel eher genügsam. Dennoch profitiert er von einer Grunddüngung mit gut verrottetem Kompost. Arbeiten Sie etwa 3-5 Liter Kompost pro Quadratmeter in den Boden ein. Auf mineralische Dünger können Sie in dieser Phase noch verzichten.

Auswahl der Spargelsorten

Grünspargel vs. Bleichspargel

Nun steht eine wichtige Entscheidung an: Möchten Sie Grün- oder Bleichspargel anbauen? Grünspargel wächst oberirdisch und entwickelt durch das Sonnenlicht Chlorophyll, was ihm seine grüne Farbe und den kräftigen Geschmack verleiht. Bleichspargel hingegen wächst unter der Erde und wird vor der Ernte mit Erde angehäufelt, um weiß zu bleiben.

Grünspargel ist für Hobbygärtner oft die einfachere Wahl, da er weniger Pflege benötigt und früher geerntet werden kann. Bleichspargel erfordert mehr Aufwand, belohnt aber mit seinem zarten Aroma.

Empfohlene Sorten für den Hausgarten

Für Grünspargel kann ich die Sorte 'Mary Washington' empfehlen. Sie ist robust, ertragreich und relativ früh erntereif. Für Bleichspargel hat sich bei mir die Sorte 'Huchels Alpha' bewährt. Sie liefert dicke, zarte Stangen und ist widerstandsfähig gegen Krankheiten.

Wenn Sie experimentierfreudig sind, probieren Sie doch mal violetten Spargel aus. Die Sorte 'Pacific Purple' zum Beispiel hat einen besonders süßen Geschmack und ist ein echter Hingucker auf dem Teller.

Mit diesen Vorbereitungen haben Sie eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Spargelkultur geschaffen. Der nächste spannende Schritt wird die Aussaat und Keimung der Spargelsamen sein. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

Aussaat und Keimung von Spargel: Ein Geduldsspiel mit köstlicher Belohnung

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat?

Für die Aussaat von Spargel braucht man nicht nur ein bisschen Fingerspitzengefühl, sondern auch den richtigen Zeitpunkt. In meiner Erfahrung hat sich gezeigt, dass die Aussaat im Frühling, so zwischen Mitte März und April, am erfolgversprechendsten ist. Zu dieser Zeit ist der Boden in der Regel warm genug, um eine gute Keimung zu fördern. Wer es etwas später angehen möchte, kann auch im Spätsommer, von August bis September, säen. Bei dieser späten Variante überwintern die Keimlinge und treiben dann im nächsten Frühjahr aus - ein faszinierender Prozess, den zu beobachten ich sehr empfehlen kann.

Wie geht man bei der Aussaat vor?

Direktsaat im Freiland

Wenn Sie sich für die Direktsaat im Freiland entscheiden, ist eine gründliche Beetvorbereitung das A und O. Lockern Sie den Boden ordentlich auf und entfernen Sie Steine und Wurzeln - Ihre Spargelpflanzen werden es Ihnen danken. Ziehen Sie dann flache Rillen mit etwa 30 cm Abstand. Die Saattiefe sollte ungefähr 2-3 cm betragen. Legen Sie die Samen einzeln in die Rille und bedecken Sie sie vorsichtig mit Erde. Ein sanftes Andrücken und gründliches Gießen runden die Sache ab.

Vorkultur unter Glas

Die Vorkultur unter Glas bietet Ihnen mehr Kontrolle über die Wachstumsbedingungen. Verwenden Sie Anzuchttöpfe oder -schalen mit nährstoffarmer, lockerer Aussaaterde. Säen Sie die Samen einzeln aus und bedecken Sie sie mit einer dünnen Erdschicht. Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass sein. Ein heller, warmer Ort mit etwa 20-25°C ist ideal für die Anzucht.

Was brauchen Spargelsamen zum Keimen?

Temperatur und Feuchtigkeit

Spargelsamen sind bei der Keimung etwas anspruchsvoll. Sie mögen es am liebsten bei konstanten 20-25°C. Schwankungen in diesem Bereich können die Keimung verzögern oder im schlimmsten Fall sogar verhindern. Die richtige Feuchtigkeit ist ebenso wichtig. Der Boden oder das Substrat sollte gleichmäßig feucht sein, aber Vorsicht vor Staunässe - die mögen die Samen gar nicht. Ein kleiner Tipp aus meiner Praxis: Decken Sie die Aussaatgefäße mit Klarsichtfolie ab, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Vergessen Sie aber nicht, täglich kurz zu lüften.

Wie lange dauert die Keimung?

Hier ist wirklich Geduld gefragt. In der Regel dauert es 3-6 Wochen, bis die ersten zarten Triebe sichtbar werden. Manchmal kann es sogar bis zu 8 Wochen dauern. In dieser Zeit ist es wichtig, die Feuchtigkeit konstant zu halten und regelmäßig nach den ersten Anzeichen der Keimung Ausschau zu halten. Es ist ein bisschen wie das Warten auf Weihnachten - aber die Vorfreude lohnt sich!

Wie pflegt man die Spargel-Jungpflanzen?

Pikieren und Umtopfen

Sobald die Spargel-Keimlinge etwa 5-7 cm hoch sind und mindestens zwei echte Blätter haben, ist es Zeit für das Pikieren. Bereiten Sie Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 7-9 cm vor und füllen Sie sie mit nährstoffreicher, lockerer Erde. Heben Sie die Sämlinge vorsichtig mit einem Pikierstab aus der Aussaatschale und setzen Sie sie einzeln in die vorbereiteten Töpfe. Seien Sie dabei behutsam mit den empfindlichen Wurzeln. Ein leichtes Andrücken der Erde und vorsichtiges Angießen runden den Vorgang ab.

Düngung und Bewässerung

Junge Spargelpflanzen sind echte Feinschmecker und brauchen eine ausgewogene Ernährung, um kräftig zu wachsen. Etwa vier Wochen nach dem Pikieren können Sie mit einer leichten Düngung beginnen. Ich schwöre auf organischen Flüssigdünger in halber Konzentration, alle zwei Wochen angewendet. Bei der Bewässerung gilt: regelmäßig, aber mit Maß und Ziel. Der Boden sollte feucht, aber nicht zu nass sein. Am besten gießen Sie morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können.

Schutz vor Unkraut und Schädlingen

Unkraut kann junge Spargelpflanzen im Wachstum behindern. Entfernen Sie es regelmäßig, aber vorsichtig, um die Spargelwurzeln nicht zu stören. Ein Mulch aus Stroh oder Kompost kann Wunder wirken - er unterdrückt das Unkraut und hält gleichzeitig die Feuchtigkeit im Boden.

Leider sind Spargel-Jungpflanzen bei Schädlingen ziemlich beliebt. Besonders Schnecken und Spargelfliegen können Probleme bereiten. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingsbefall. Gegen Schnecken haben sich in meinem Garten Schneckenkragen oder -zäune bewährt. Bei Spargelfliegen können feinmaschige Netze über den Pflanzen helfen.

Mit der richtigen Pflege und einer ordentlichen Portion Geduld werden aus Ihren Spargel-Jungpflanzen kräftige Exemplare, die Ihnen in den kommenden Jahren eine reiche Ernte bescheren. Und glauben Sie mir: Die Wartezeit lohnt sich. Der erste selbst gezogene Spargel schmeckt einfach unvergleichlich!

Spargel-Jungpflanzen ins Freiland umsetzen: Ein wichtiger Meilenstein

Nach etwa einem Jahr in der Anzucht ist es endlich so weit: Die Spargelpflanzen können ins Freiland umziehen. Der richtige Zeitpunkt und die sorgfältige Vorbereitung des Beetes sind entscheidend für den Erfolg dieser Dauerkultur.

Der beste Zeitpunkt fürs Auspflanzen

Erfahrungsgemäß gedeiht Spargel am besten, wenn man ihn im Frühjahr pflanzt, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. In wärmeren Regionen kann das schon ab März der Fall sein, in kälteren Gebieten empfiehlt es sich, bis April oder Mai zu warten. Herbstpflanzungen sind zwar möglich, bergen aber ein höheres Risiko für Frostschäden - ein Risiko, das ich persönlich nicht eingehen würde.

Das Spargelbeet vorbereiten

Ein gut vorbereitetes Beet ist der Schlüssel zu gesunden Spargelpflanzen. Folgende Schritte haben sich bewährt:

  • Den Boden mindestens 30 cm tief umgraben
  • Reifen Kompost zur Bodenverbesserung einarbeiten
  • Etwa 20 cm tiefe Pflanzgräben anlegen
  • Einen kleinen Damm in der Grabenmitte aufhäufeln

Spargel richtig einpflanzen

Beim Einsetzen der Jungpflanzen kommt es auf Sorgfalt an:

  • Wurzeln behutsam auf dem Damm ausbreiten
  • Pflanzen mit feiner Erde bedecken
  • Sanft andrücken und gründlich angießen
  • Pflanzabstand: 30-40 cm in der Reihe, 100-120 cm zwischen den Reihen

Ein kleiner Tipp aus meiner Praxis: Tauchen Sie die Wurzeln vor dem Pflanzen kurz in einen Eimer mit Wasser. Das verhindert das Austrocknen und erleichtert das Anwachsen deutlich.

Pflege der Spargelpflanzen im ersten Jahr

Das erste Jahr nach der Pflanzung ist entscheidend. Die richtige Pflege in dieser Zeit legt den Grundstein für kräftige Pflanzen und gute Erträge in den Folgejahren.

Bewässerung: Der Schlüssel zum Erfolg

Spargel bevorzugt es gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass. In der Anwachsphase und bei Trockenheit sollten Sie regelmäßig gießen, am besten morgens oder abends. Ein Trick, der sich bei mir bewährt hat: Mulchen Sie den Boden zwischen den Pflanzen. Das hält die Feuchtigkeit und unterdrückt gleichzeitig unerwünschtes Unkraut.

Düngung im Anfangsstadium

Junge Spargelpflanzen benötigen eine ausgewogene Ernährung. Im ersten Jahr reicht meist die Grunddüngung bei der Pflanzung aus. Ab Juni können Sie vorsichtig mit einer Kopfdüngung beginnen:

  • Etwa 30-40 g Volldünger pro Quadratmeter
  • Dünger behutsam einarbeiten und angießen
  • Vorsicht: Nicht direkt an die Pflanzen düngen

Der ewige Kampf gegen Unkraut

Unkraut ist der größte Konkurrent junger Spargelpflanzen. Regelmäßiges Jäten ist unerlässlich, wobei man vorsichtig vorgehen sollte, um die flachen Wurzeln nicht zu beschädigen. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rindenmulch kann das Unkrautwachstum effektiv unterdrücken - ein Trick, den ich in meinem eigenen Garten gerne anwende.

Langfristige Pflege: Ein Jahresrhythmus

Nach dem ersten Jahr geht es darum, die Spargelpflanzen optimal zu versorgen, damit sie kräftig wachsen und später gute Erträge liefern. Die Pflege folgt einem natürlichen Jahresrhythmus.

Frühjahrsarbeiten im Spargelbeet

Sobald der Boden im Frühjahr abgetrocknet ist, beginnen die Arbeiten:

  • Abgestorbene Pflanzenteile entfernen
  • Boden vorsichtig lockern
  • Frühjahrsdüngung ausbringen
  • Dämme für Bleichspargel anhäufeln (falls gewünscht)

Sommerpflege

Im Sommer konzentriert sich die Pflege auf:

  • Bei Trockenheit regelmäßig wässern
  • Unkraut konsequent entfernen
  • Eventuell nachdüngen
  • Krankheiten und Schädlinge im Auge behalten

Vorbereitung auf Herbst und Winter

Zum Herbst hin lässt man das Spargelkraut ausreifen. Es versorgt die Wurzeln mit wertvollen Nährstoffen für das kommende Jahr. Erst wenn es vollständig vergilbt ist, wird es bodennah abgeschnitten. In Regionen mit strengem Frost kann eine Abdeckung mit Laub oder Stroh sinnvoll sein - eine Vorsichtsmaßnahme, die ich in meinem Garten immer treffe.

Umgang mit Krankheiten und Schädlingen

Auch wenn Spargel relativ robust ist, können verschiedene Probleme auftreten. Vorbeugung ist hier der beste Schutz.

Prävention: Die beste Medizin

Folgende Maßnahmen helfen, Krankheiten und Schädlinge fernzuhalten:

  • Alle 8-10 Jahre den Standort wechseln
  • Gesundes Pflanzgut verwenden
  • Auf ausgewogene Düngung achten
  • Für gute Drainage des Bodens sorgen
  • Kranke Pflanzenteile konsequent entfernen

Biologische Bekämpfungsmethoden

Falls doch Probleme auftreten, gibt es umweltfreundliche Lösungen:

  • Gegen Spargelfliegen: Mit Kulturschutznetzen abdecken
  • Bei Spargelrost: Befallene Pflanzenteile entfernen
  • Gegen Schnecken: Bierfallen oder Nematoden einsetzen

Ein persönlicher Tipp aus meinem Garten: Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Nützlingen gemacht. Marienkäfer und ihre Larven sind wahre Wunder im Kampf gegen Blattläuse, die manchmal am Spargelkraut auftreten.

Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld werden Sie in ein paar Jahren die ersten eigenen Spargelstangen ernten können. Bis dahin heißt es: Durchhalten und die Vorfreude genießen! Glauben Sie mir, der Geschmack von selbst angebautem Spargel ist diese Mühe allemal wert.

Erntevergnügen und Nacherntebehandlung

Der lang ersehnte erste Erntezeitpunkt

Nach Jahren des Wartens ist es endlich soweit: Die erste Spargelernte steht bevor! In der Regel beginnt man damit im dritten Jahr nach der Pflanzung. Diese Geduld zahlt sich aus, denn sie gibt den Pflanzen die nötige Zeit, ein kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln. Bei Grünspargel kann man eventuell schon im zweiten Jahr vorsichtig ernten, aber nur für kurze Zeit. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Ernte – die Vorfreude war kaum auszuhalten!

Die Kunst des Erntens

Grünspargel: Einfach, aber nicht ohne Tücken

Grünspargel zu ernten ist relativ unkompliziert. Sobald die Stangen etwa 20-25 cm aus dem Boden ragen, ist es Zeit zum Schneiden. Verwenden Sie ein scharfes Messer und schneiden Sie knapp über dem Boden. Seien Sie dabei behutsam, um benachbarte Stangen oder Knospen nicht zu verletzen. In meinem ersten Erntejahr war ich so aufgeregt, dass ich beinahe eine vielversprechende Knospe abgeschnitten hätte!

Bleichspargel: Eine Herausforderung für Geduldige

Die Ernte von Bleichspargel verlangt etwas mehr Fingerspitzengefühl. Achten Sie auf kleine Risse im Boden – das ist das Signal zum Stechen. Mit einem Spargelmesser oder -stecher geht man vorsichtig etwa 20-25 cm tief in die Erde. Besondere Vorsicht ist geboten, um die Wurzelkrone nicht zu beschädigen. Es braucht etwas Übung, aber mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür.

Nach der Ernte ist vor dem Genuss

Frisch geernteter Spargel ist ein Traum, aber er will richtig behandelt werden. Kühlen Sie ihn zügig, um seine Frische zu bewahren. Ein bewährter Trick ist, ihn in ein feuchtes Tuch zu wickeln und im Kühlschrank zu lagern. So bleibt er etwa 3-4 Tage frisch. Wer längerfristig planen möchte, kann den Spargel auch blanchieren und einfrieren. So haben Sie auch außerhalb der Saison etwas vom eigenen Anbau.

Geheimtipps für Spargelexperten

Kluge Fruchtfolge und harmonische Nachbarschaft

Spargel ist zwar ein Dauergemüse, aber auch er profitiert von einer durchdachten Fruchtfolge. Vermeiden Sie, ihn direkt nach sich selbst oder anderen Liliengewächsen anzubauen. Gute Vorfrüchte sind beispielsweise Leguminosen oder Getreide. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit Tomaten, Petersilie oder Basilikum als Nachbarn gemacht. Diese Pflanzen scheinen sogar bei der Abwehr von Schädlingen zu helfen – eine Win-win-Situation!

Die Saison clever verlängern

Wer nicht genug vom eigenen Spargel bekommen kann, sollte über eine Verlängerung der Erntezeit nachdenken. Eine Möglichkeit ist der Anbau verschiedener Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten. Auch Folientunnel können Wunder wirken und die Saison nach vorne und hinten ausdehnen. Seien Sie dabei aber nicht zu gierig – die Pflanzen brauchen auch ihre Erholungszeit.

Aus Fehlern lernt man

In meinen Jahren als Hobbygärtnerin habe ich einige Fehler gemacht, aus denen Sie lernen können. Ein klassischer Anfängerfehler ist das zu frühe oder zu lange Ernten. Das schwächt die Pflanzen und mindert den Ertrag in den Folgejahren. Auch unzureichende Pflege, wie zu wenig Wasser oder Dünger, rächt sich. Regelmäßige Kontrollen auf Krankheiten und Schädlinge sind Gold wert – lieber einmal zu viel nachschauen als einmal zu wenig!

Spargel aus Samen: Eine Herausforderung für Geduldige

Wenn Sie richtig abenteuerlustig sind, versuchen Sie sich am Spargelanbau aus Samen. Ja, es dauert länger und erfordert mehr Aufmerksamkeit, aber es ist unglaublich befriedigend. Sie haben eine größere Sortenauswahl und die Pflanzen passen sich von Anfang an optimal an Ihren Boden an. Außerdem schont es den Geldbeutel im Vergleich zum Kauf von Jungpflanzen.

Der Anbau von Spargel aus Samen ist nichts für Ungeduldige, aber er belohnt Sie mit gesunden, kräftigen Pflanzen und einer reichen Ernte. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit wird Ihre Spargelanlage Sie über viele Jahre mit köstlichen Erträgen verwöhnen. Wenn Sie Lust auf eine gärtnerische Herausforderung haben und bereit sind, etwas zu warten, sollten Sie es unbedingt versuchen. Der erste selbstgezogene Spargel schmeckt einfach unvergleichlich!

Tags: Spargel
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Spargel
Topseller
Produktbild von Kiepenkerl Grünspargel Boonlim Asparagus officinalis Verpackung mit frischem Spargel und Pflanz- sowie Pflegehinweisen. Kiepenkerl Grünspargel Boonlim Asparagus...
Inhalt 2 Stück (1,60 € * / 1 Stück)
3,19 € *
Produktbild von Kiepenkerl Bleichspargel Gijnlim Asparagus officinalis mit mehreren weißen Spargelstangen im Vordergrund und einer Schale mit Salat und Ei im Hintergrund. Kiepenkerl Bleichspargel Gijnlim Asparagus...
Inhalt 2 Stück (1,60 € * / 1 Stück)
3,19 € *
Passende Artikel
Produktbild von Kiepenkerl Grünspargel Boonlim Asparagus officinalis Verpackung mit frischem Spargel und Pflanz- sowie Pflegehinweisen. Kiepenkerl Grünspargel Boonlim Asparagus...
Inhalt 2 Stück (1,60 € * / 1 Stück)
3,19 € *
Produktbild von Kiepenkerl Bleichspargel Gijnlim Asparagus officinalis mit mehreren weißen Spargelstangen im Vordergrund und einer Schale mit Salat und Ei im Hintergrund. Kiepenkerl Bleichspargel Gijnlim Asparagus...
Inhalt 2 Stück (1,60 € * / 1 Stück)
3,19 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Produktbild von Sperli BIO Spargelsalat Verpackung mit asiatischem Stängelgemüse und Informationen zu Kultur und Größe in deutscher Sprache.
Sperli BIO Spargelsalat
Inhalt 1 Portion
3,89 € *
Kiepenkerl Mangold White Silver 2 Kiepenkerl Mangold White Silver 2
Inhalt 1 Portion
1,09 € *
Produktbild von Schacht PFLANZENARZT Schwefeldünger in einer 100g Dose mit Abbildungen verschiedener Gemüsesorten und Informationen zur Wachstums- und Geschmacksverbesserung der Pflanzen in deutscher Sprache. Schacht PFLANZENARZT© Schwefeldünger 100g
Inhalt 0.1 Kilogramm (105,90 € * / 1 Kilogramm)
10,59 € *
Sperli Mangold Rhubarb Chard Sperli Mangold Rhubarb Chard
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Kiepenkerl Zwiebel Exhibition Kiepenkerl Zwiebel Exhibition
Inhalt 1 Portion
2,89 € *