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Pflanzkartoffel-Mischungen im Beet: Sorten von früh bis spät staffeln

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Eine Pflanzkartoffel-Mischung vereint mehrere Sorten in einer Packung, etwa Annabelle, Heiderot und Laura.
  • Für das Beet nimmst du zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut.
  • Jede Sorte bekommt eine eigene, beschriftete Reihe, damit du gestaffelt ernten kannst.
  • Vorkeimen: jede Sorte in eine eigene flache Kiste, hell bei rund 12 bis 15 Grad.
  • Lagersorten erntest du als Faustregel zwei bis drei Wochen nach dem vollständigen Absterben des Krauts.
  • Festkochende Sorten passen zu Salat und Bratkartoffeln, mehligkochende zu Püree, Suppen und Klößen.
Mehrere Weidenkörbe sind mit Kartoffeln gefüllt
Foto: Pavlofox · Pixabay Content License · Quelle ↗

Eine Pflanzkartoffel-Mischung bringt mehrere Sorten in ein Beet, und diese Sorten reifen, kochen und lagern verschieden. Legst du alle Knollen durcheinander, weißt du im Sommer nicht mehr, welche Pflanze schon erntereif ist und welche Knolle in den Salat gehört. Ich plane eine Mischung deshalb Sorte für Sorte: eigene Keimkiste, eigene Reihe, eigenes Schild und am Ende eine eigene Lagerkiste.

Was steckt in einer Pflanzkartoffel-Mischung?

Pflanzkartoffeln sind Knollen zum Legen, denn im Garten vermehrst du Kartoffeln über Knollen und nicht über botanische Samen. Nimm dafür zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut, weil dann im Reklamationsfall deine Ansprüche gegenüber dem Lieferanten gesichert sind. Baust du ökologisch an, nimmst du Pflanzgut aus ökologischer Vermehrung.

Eine Mischung vereint mehrere Sorten in einer Packung, zum Beispiel Annabelle, Heiderot und Laura. Annabelle ist festkochend und zählt je nach Sortenübersicht zu den sehr frühen bis frühen Sorten. Laura ist vorwiegend festkochend, hat eine rote Schale und tiefgelbes Fleisch.

Der Nutzen steckt in diesen Unterschieden: Verschiedene Reifegruppen verteilen die Ernte, und verschiedene Kochtypen liefern Knollen für Salat wie für Püree. Warum sich das gerade im Hobbygarten lohnt, beschreibe ich im Beitrag darüber, was Kartoffelmischungen Hobbygärtnern bringen.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Solanum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Offener, frostfreier Platz mit tiefgründigem, nährstoffreichem und wasserspeicherndem Boden; in Trockenphasen gut wässern. Auch große Gefäße sind möglich.

Bodenart

Tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist tiefgründiger, nährstoffreicher und wasserspeichernder Boden; organische Substanz zur Bodenverbesserung.

Anbauort

Die Pflanze lässt sich auch in großen Gefäßen oder speziellen Kartoffel-Pflanzsäcken kultivieren.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Für die übliche Gartenvermehrung zertifiziert virusfreie Pflanzkartoffeln verwenden. Vor dem Pflanzen können sie hell und frostfrei vorgekeimt werden, damit das Wachstum früher beginnt.

Pflege

Pflege

In trockenen Perioden gut wässern; den Boden im Herbst mit organischem Material verbessern.

Düngung

Im Beet brauchen Kartoffeln gewöhnlich keine Zusatzdüngung. Auf armen Böden können spätere Hauptkultursorten zur Zeit des zweiten Anhäufelns von stickstoffbetontem organischem Dünger profitieren. Für Gefäßkultur organischen Universaldünger einmischen oder bei nachlassendem Nährstoffangebot flüssig nachdüngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die mehrjährige Knollenpflanze wird einjährig kultiviert.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung.

Aussaatkalender Kartoffel
GartenkalenderAussaat: Mai; Blüte: Juni, Juli, August; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiAussaatBlüteErntePflanzung

Von früh bis spät: die Reifegruppen im Überblick

Die Reifegruppe sagt dir, wie lange eine Sorte vom Legen bis zur Ernte braucht. Bei einer Mischung schaue ich zuerst auf diese Angabe, weil sie die Reihenfolge im Beet und bei der Ernte bestimmt.

Reifegruppe Vom Legen bis zur Ernte Ernte und Lager
sehr früh rund 100 bis 110 Tage Ernte im Juli, nicht lagerfähig
früh 110 bis 130 Tage lagerfähig bis in den Herbst
mittelfrüh 130 bis 150 Tage lagerfähig bis ins Frühjahr
spät 150 bis 170 Tage Ernte im September oder Oktober

Die Tage sind Richtwerte, denn Witterung, Boden und Nährstoffversorgung verschieben die Reife. Je nach Quelle fallen die Spannen auch etwas kürzer aus. Sehr frühe Sorten sind nicht lagerfähig, mittelfrühe halten dagegen bis ins Frühjahr. Kombinierst du beide Gruppen, hast du im Sommer frische Knollen und trotzdem einen Wintervorrat.

Welche Sorte kann was?

Willst du eine Mischung selbst zusammenstellen oder die Sorten einer fertigen Packung einordnen, hilft dir diese Übersicht. Wo Quellen eine Sorte unterschiedlich einordnen, steht beides in der Tabelle.

Sorte Reifegruppe Kochtyp Das solltest du wissen
Annabelle sehr früh bis früh festkochend geringe Keimruhe, treibt früh aus, braucht ein kühles Lager
Belana früh festkochend gelbes Fleisch
Gunda früh mehligkochend mittlere bis niedrige Keimfreudigkeit
Linda mittelfrüh, teils als spät eingeordnet festkochend tiefgelbes Fleisch
Adretta mittelfrüh mehligkochend hellgelbes Fleisch, sehr lange Keimruhe, gut lagerfähig, gilt als trockentolerant
Freya mittelfrüh mehligkochend gut lagerfähig
Agria mittelfrüh vorwiegend festkochend bis vorwiegend mehligkochend mittlere bis hohe Anfälligkeit für Schorf
Vitelotte mittelfrüh mehligkochend, dennoch schnittfest alte Sorte, blauviolettes Fleisch, eher geringe Erträge, auch für den Eimer
Highland Burgundy Red mittelspät mehligkochend rotes Fleisch mit weißem Außenring, auch für den Eimer
Cara spät vorwiegend festkochend schließt die Erntefolge ab

Farbige Sorten wie Vitelotte und Highland Burgundy Red bringen blauviolettes und rotes Fleisch auf den Teller. Vitelotte ist eine alte Sorte, und alte Sorten können gegenüber neuen Virusstämmen anfällig sein. Wie du alte Kartoffelsorten in Mischungen nutzt und erhältst, zeige ich in einem eigenen Beitrag.

Mini-Checkliste

Bevor du eine Mischung bestellst, geh diese Fragen durch.

  • Ist das Pflanzgut zertifiziert und virusfrei?
  • Stecken mehrere Reifegruppen darin, damit sich die Ernte verteilt?
  • Passen die Kochtypen zu dem, was bei dir auf den Tisch kommt?
  • Ist eine gut lagerfähige Sorte dabei, falls du einen Wintervorrat willst?
  • Tritt bei dir oft Krautfäule auf? Dann achte auf krautfäuletolerante Sorten mit frühem Knollenansatz.

Weitere Anregungen für eine Sortenauswahl, die zu deinem Garten passt, findest du in meinem Beitrag zur Gartenvielfalt.

Das Beet planen: jede Sorte in ihre eigene Reihe

Ich setze jede Sorte einer Mischung in eine eigene Reihe, und dafür gibt es zwei Gründe. Der praktische Grund ist, dass du den ganzen Sommer siehst, welche Reihe zu welcher Reifegruppe gehört, und gezielt ernten kannst. Der fachliche Grund: In einem Feldversuch mit Sorten unterschiedlicher Anfälligkeit für Krautfäule verringerte ein reihenweiser Wechsel der Sorten den Befall stärker als eine vollständige Durchmischung. Das ist ein einzelner Versuch und kein Schutzversprechen, es spricht aber dafür, die Sorten Reihe um Reihe abwechseln zu lassen.

Tipp

Steck an den Anfang jeder Reihe ein Schild mit Sortenname und Reifegruppe. Zusätzlich kannst du die Reihen im Beetplaner einzeichnen, damit die Zuordnung auch dann stimmt, wenn ein Schild verloren geht.

Häufiger Fehler

Alle Knollen landen bunt gemischt in denselben Reihen. Im Sommer lassen sich die Pflanzen dann kaum noch den Sorten zuordnen, und du kannst weder die frühen Knollen gezielt holen noch die Lagersorten getrennt einlagern.

Eine Sortenmischung ist keine Mischkultur: Alle Sorten sind Kartoffeln, und auf dieselbe Fläche kommen sie erst nach 4 bis 6 Jahren wieder. Tomaten, Paprika und Auberginen gehören nicht daneben, weil sie als Nachtschattengewächse Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule mit der Kartoffel teilen. Welche Nachbarn passen, zeigt dir die Mischkultur-Übersicht für dein Gemüsebeet, und mehr zur Fruchtfolge steht in meinem Kartoffel-Ratgeber.

Ohne Beet geht es auch: Wie du eine Sortenmischung im Kübel anbaust, beschreibe ich separat.

Vorkeimen: jede Sorte in ihre eigene Kiste

Beim Vorkeimen zeigt sich zum ersten Mal, dass sich die Sorten einer Mischung verschieden verhalten. Annabelle hat eine geringe Keimruhe und treibt früh aus. Adretta hat dagegen eine sehr lange Keimruhe und eine niedrige Keimfreudigkeit. Ich lege deshalb jede Sorte mit den Augen nach oben in eine eigene flache Kiste und schreibe den Namen auf den Rand.

Zahl im Blick

Die Knollen liegen etwa vier bis fünf Wochen vor dem Pflanztermin hell bei rund 12 bis 15 Grad. Andere Empfehlungen setzen drei bis vier Wochen bei gleicher Temperatur an. Gut vorgekeimt sind die Knollen mit kurzen, kräftigen Trieben von etwa 1 bis 2 cm. Eine Woche vor dem Auspflanzen stellst du die Kisten tagsüber zum Abhärten ins Freie.

Als Faustregel wird im deutschen Freiland etwa Mitte bis Ende April gepflanzt. Mit dem Aussaatkalender für Kartoffeln zum Ausdrucken zählst du von deinem Termin aus zurück.

Vorgekeimte Knollen können einen Entwicklungsvorsprung von etwa 2 Wochen haben. In einem ökologischen Demonstrationsversuch brachten vorgekeimte Kartoffeln je nach Sorte 1 bis 29 % Mehrertrag gegenüber nicht vorgekeimten. In Jahren ohne vorzeitiges Krautabsterben können nicht vorgekeimte Bestände den Ertrag bis zum Saisonende aber einholen. Da Vorkeimen einen Teil des Wachstums vor einen möglichen Krautfäulebefall verlegt, zählt der Vorsprung vor allem in Jahren, in denen das Kraut früh abstirbt.

Stehen die Kisten zu dunkel oder zu warm, entstehen lange, dünne Triebe, die beim Pflanzen leicht abbrechen und den Vorsprung kosten können. Hast du keinen hellen, kühlen Platz, pflanzt du besser direkt ohne Vorkeimen. Beim Legen fasse ich vorgekeimte Knollen vorsichtig an, damit die Keime heil bleiben. Was sonst noch zählt, steht in meinem Beitrag darüber, was den Ertrag einer Kartoffelmischung beeinflusst.

Legen, anhäufeln, gießen: was für alle Sorten gilt

Boden, Pflanzung und Pflege laufen bei allen Sorten einer Mischung gleich ab. Ausführlich erkläre ich das im Ratgeber, wie du Kartoffeln vom Boden bis zum Lager anbaust.

Boden: Kartoffeln wachsen sonnig bis halbschattig in tiefgründigem, nährstoffreichem Boden, der Wasser gut speichert. Wie du den Boden gezielt für eine Kartoffelmischung vorbereitest, steht in einem eigenen Beitrag.

Legen: In der Reihe liegen die Knollen 30 bis 35 cm auseinander. Zwischen den Reihen bleiben 50 bis 70 cm, und später häufelst du die Reihen zu Dämmen an. Dieses System aus Reihe, Reihenabstand und Damm nutze ich für jede Sorte der Mischung.

Anhäufeln: Sobald die Triebe aufgelaufen sind, häufelst du zum ersten Mal handhoch an. Etwa drei bis vier Wochen später folgt der zweite Durchgang, und die Erddämme schützen die wachsenden Knollen vor Licht und Ergrünen.

Gießen: Am empfindlichsten gegen Trockenheit sind Kartoffeln vom Knollenansatz bis zur Blüte, weil Wassermangel dann die Zahl der angelegten Knollen senkt. Sieglinde braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung, Adretta gilt dagegen als trockentolerant. Ich richte das Gießen deshalb nach der Sorte, die Trockenheit am schlechtesten verträgt.

Düngen: Kartoffeln gelten als Starkzehrer, im Beet brauchen sie aber in der Regel keine Zusatzdüngung. Der Bedarf hängt auch von Sorte und Erntezeitpunkt ab. Zu viel Stickstoff kann Abreife und Schalenfestigkeit verzögern.

Krankheiten: Gegen Kraut- und Knollenfäule setzt du auf Vorbeugung. Luftige Bestände trocknen schneller ab, und bei der Sortenwahl achtest du auf Krautfäuletoleranz und frühen Knollenansatz. Befallenes Kraut gehört nicht auf den eigenen Kompost.

Gestaffelt ernten und sortenweise lagern

Geerntet wird in der Reihenfolge der Reifegruppen, Reihe für Reihe. Frühkartoffeln holst du bei noch grünem Kraut portionsweise, sobald die Knollen groß genug sind. Ihre Schale ist dann oft noch nicht fest, und sie halten höchstens eine Woche, also kommen sie gleich in die Küche.

Lagersorten bleiben als Faustregel zwei bis drei Wochen im Boden, nachdem das Kraut vollständig abgestorben ist. Reif ist die Schale, wenn du sie mit dem Daumen nicht mehr abreiben kannst. Die frühen Reihen reifen vor den späten ab, und eine verspätete Ernte bereits abgereifter Bestände begünstigt Rhizoctonia. Wer die ganze Mischung auf einmal erntet, lässt die früh abgereiften Reihen also zu lange stehen.

Ich grabe bei trockenem Wetter mit der Grabgabel, lege jede Sorte in eine eigene, beschriftete Kiste und sortiere verletzte Knollen gleich für die Küche aus. Losschalige Frühkartoffeln gehören nicht ins Lager, Sorten mit geringer Keimfreudigkeit wie Adretta eignen sich dagegen als Lagerkartoffeln. Ich lagere jede Sorte getrennt, dunkel und kühl bei 4 bis 6 Grad, und verbrauche Annabelle wegen ihrer geringen Keimruhe zuerst. Reifezeichen, Lagerraum und Luftfeuchte beschreibe ich ausführlicher in den Kapiteln Ernte und Lagern meines Kartoffel-Ratgebers.

In der Küche: jede Sorte nach ihrem Kochtyp

Kartoffeln werden nach ihrem Stärkegehalt in drei Kochtypen eingeteilt. Die Tabelle ordnet die Sorten aus diesem Beitrag den Typen zu.

Kochtyp Stärkegehalt (grober Richtwert) Beim Kochen Passt zu Beispiele
festkochend unter dem der vorwiegend festkochenden bleibt formstabil Kartoffelsalat, Gratin, Bratkartoffeln Annabelle, Belana, Linda
vorwiegend festkochend etwa 13 bis 15 % mittlere Festigkeit Eintöpfe, Aufläufe, Salz- und Pellkartoffeln Laura, Cara
mehligkochend höchster Stärkegehalt zerfällt leichter Püree, Suppen, Klöße Adretta, Freya, Gunda

Die Stärkewerte sind grobe Richtwerte, weil die Kartoffel ein Naturprodukt ist. Auch die Kocheigenschaften einer Sorte können mit Boden, Witterung, Düngung und Bewässerung von Jahr zu Jahr schwanken. Bei manchen Sorten gehen schon die Einstufungen auseinander: Agria reicht von vorwiegend festkochend bis vorwiegend mehligkochend, der Blaue Schwede je nach Quelle von festkochend bis mehligkochend. Vitelotte ist mehligkochend und bleibt trotzdem schnittfest.

Marias Erfahrung

Von jeder Sorte koche ich nach der ersten Ernte eine Probe als Pellkartoffeln und notiere, wie fest sie bleibt. Den Zettel lege ich in die Lagerkiste der Sorte, damit ich beim Kochen nicht raten muss.

Beim Dämpfen gehen im Schnitt weniger Nährstoffe verloren als beim Kochen, deshalb dämpfe ich Pellkartoffeln gern.

Achtung

Grüne, stark keimende oder bitter schmeckende Knollen isst du nicht. Glykoalkaloide wie Solanin sitzen vor allem in den Keimen und Augen, und grün gefärbte Stellen sind ein Hinweis auf einen erhöhten Gehalt. Keime und grüne Stellen schneidest du großzügig heraus.

Das Anhäufeln ist deshalb auch eine Küchenfrage, denn die Erddämme schützen die Knollen vor Licht und damit vor grünen Stellen. Wie du die Sortenvielfalt deiner Ernte kulinarisch nutzt, zeige ich in einem weiteren Beitrag.

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Häufige Fragen

Was sind Pflanzkartoffel-Mischungen und welche Vorteile bieten sie?
Eine Pflanzkartoffel-Mischung vereint mehrere Sorten in einer Packung, zum Beispiel Annabelle, Heiderot und Laura. Stecken verschiedene Reifegruppen darin, verteilt sich deine Ernte über einen längeren Zeitraum. Verschiedene Kochtypen liefern dir aus einem Beet Knollen für Salat, Bratkartoffeln und Püree.
Was ist der Unterschied zwischen Pflanzkartoffeln und Speisekartoffeln?
Pflanzkartoffeln, auch Saat- oder Setzkartoffeln genannt, sind Knollen zum Legen, denn im Garten vermehrst du Kartoffeln über Knollen und nicht über botanische Samen. Empfohlen wird zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut, weil dann im Reklamationsfall deine Ansprüche gegenüber dem Lieferanten gesichert sind. Speisekartoffeln sind für die Küche gedacht, für das Beet nehme ich nur zertifizierte Pflanzknollen.
Welche Pflanzabstände gelten bei gemischten Kartoffelsorten?
Ich lege alle Sorten einer Mischung im selben System. In der Reihe liegen die Knollen 30 bis 35 cm auseinander. Zwischen den Reihen bleiben 50 bis 70 cm frei, später häufelst du die Reihen zu Dämmen an. Eine dichtere Pflanzung kann die Knollenzahl je Fläche erhöhen, die einzelnen Knollen bleiben dann aber im Schnitt kleiner.
Was ist beim Vorkeimen von Pflanzkartoffeln zu beachten?
Leg die Knollen jeder Sorte mit den Augen nach oben in eine eigene flache Kiste und beginne etwa vier bis fünf Wochen vor dem Pflanztermin. Die Kisten stehen hell bei rund 12 bis 15 Grad. Gut vorgekeimt sind die Knollen mit kurzen, kräftigen Trieben von etwa 1 bis 2 cm. Stehen sie zu dunkel oder zu warm, entstehen lange, dünne Triebe, die beim Pflanzen leicht abbrechen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Kartoffelernte bei einer Mischung?
Du erntest Reihe für Reihe in der Reihenfolge der Reifegruppen. Frühkartoffeln holst du bei noch grünem Kraut portionsweise für die Küche. Lagersorten bleiben als Faustregel zwei bis drei Wochen nach dem vollständigen Absterben des Krauts im Boden. Reif ist ihre Schale, wenn sie sich mit dem Daumen nicht mehr abreiben lässt.
Wie lagere ich die verschiedenen Sorten nach der Ernte?
Frühkartoffeln mit loser Schale lagerst du nicht ein, sondern verbrauchst sie bald. Schalenfeste Sorten kommen ungewaschen, nur von groben Erdklumpen befreit, sortenweise in Jutesäcke oder Papiertüten. Der Lagerplatz ist dunkel und kühl bei 4 bis 6 Grad. Kontrolliere den Vorrat alle paar Tage und sortiere faule Knollen sofort aus.
Worin unterscheiden sich festkochende von mehligkochenden Kartoffeln?
Der Unterschied liegt im Stärkegehalt: Mehligkochende Sorten haben den höchsten Stärkegehalt und zerfallen beim Kochen leichter, festkochende bleiben formstabil. Festkochende Sorten wie Linda oder Annabelle passen zu Kartoffelsalat, Gratin und Bratkartoffeln. Mehligkochende wie Adretta oder Afra eignen sich für Püree, Suppen und Klöße. Vorwiegend festkochende Sorten liegen dazwischen.
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