Pflanzkartoffel-Mischungen: Sorten reihenweise legen und nach Reife ernten
- Gib jeder Sorte deiner Mischung eigene, beschriftete Reihen.
- Sehr frühe Sorten erntest du im Juli, lagern lassen sie sich nicht.
- Späte Sorten brauchen 150 bis 170 Tage vom Legen bis zur Ernte.
- Lagerkartoffeln erntest du etwa zwei bis drei Wochen nach dem Absterben des Krauts.
- Reihenweiser Sortenwechsel senkte in einem Feldversuch den Krautfäulebefall stärker als vollständiges Durchmischen.
- Sorten mit geringer Keimruhe wie Annabelle verbrauchst du vor lagerfähigen Sorten wie Adretta.

Eine Pflanzkartoffel-Mischung bringt dir mehrere Sorten in ein Beet, doch sie werden nicht zur selben Zeit reif. Gräbst du alles auf einmal aus, holst du einen Teil der Knollen zu früh aus der Erde. Gleichzeitig landen Sorten im Lager, die gar nicht lagerfähig sind. Ich gebe deshalb jeder Sorte eigene Reihen und schreibe mir vor dem Legen auf, wann sie reif wird und wie sie kocht.
Hier geht es um das, was die Mischung vom Anbau einer einzelnen Sorte unterscheidet: Sortenwahl, Reihenplanung, gestaffelte Ernte und getrenntes Lagern.
Was steckt in einer Pflanzkartoffel-Mischung?
Eine Pflanzkartoffel-Mischung vereint mehrere Kartoffelsorten, zum Beispiel Annabelle, Heiderot und Laura. Die Sorten können sich in Reifezeit, Kochtyp sowie Schalen- und Fleischfarbe unterscheiden.
Für die Planung zählen zwei Angaben je Sorte: Reifegruppe und Kochtyp. Die Reifegruppe bestimmt, wann du erntest und ob sich die Knollen lagern lassen. Vom Kochtyp hängt ab, was du später in der Küche daraus machst.
Annabelle ist festkochend und wird je nach Sortenübersicht als sehr früh oder früh eingeordnet. Laura kocht vorwiegend fest und hat eine rote Schale mit tiefgelbem Fleisch. Für die übrigen Sorten deiner Mischung suchst du dir beide Angaben heraus, bevor du legst. Mehr zu den Gründen für eine Mischung liest du im Beitrag darüber, warum sich Kartoffelmischungen für Hobbygärtner lohnen können.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Offener, frostfreier Platz mit tiefgründigem, nährstoffreichem und wasserspeicherndem Boden; in Trockenphasen gut wässern. Auch große Gefäße sind möglich.
- Bodenart
Tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist tiefgründiger, nährstoffreicher und wasserspeichernder Boden; organische Substanz zur Bodenverbesserung.
- Anbauort
Die Pflanze lässt sich auch in großen Gefäßen oder speziellen Kartoffel-Pflanzsäcken kultivieren.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Für die übliche Gartenvermehrung zertifiziert virusfreie Pflanzkartoffeln verwenden. Vor dem Pflanzen können sie hell und frostfrei vorgekeimt werden, damit das Wachstum früher beginnt.
Pflege
- Pflege
In trockenen Perioden gut wässern; den Boden im Herbst mit organischem Material verbessern.
- Düngung
Im Beet brauchen Kartoffeln gewöhnlich keine Zusatzdüngung. Auf armen Böden können spätere Hauptkultursorten zur Zeit des zweiten Anhäufelns von stickstoffbetontem organischem Dünger profitieren. Für Gefäßkultur organischen Universaldünger einmischen oder bei nachlassendem Nährstoffangebot flüssig nachdüngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die mehrjährige Knollenpflanze wird einjährig kultiviert.
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung.
Reifegruppen: wann welche Sorte erntereif ist
Kartoffelsorten werden in vier Reifegruppen eingeteilt. Die Tage in der Tabelle zählen vom Legen bis zur Ernte.
| Reifegruppe | Tage bis zur Ernte | Ernte und Lagerung | Beispielsorten |
|---|---|---|---|
| sehr früh | rund 100 bis 110 | Ernte im Juli, nicht lagerfähig | Glorietta |
| früh | 110 bis 130 | lagerfähig bis in den Herbst | Sieglinde, Belana, Gunda |
| mittelfrüh | 130 bis 150 | lagerfähig bis ins Frühjahr | Agria, Adretta, Freya, Afra |
| spät | 150 bis 170 | Ernte im September oder Oktober | Cara |
Die Spannen sind Richtwerte, weil Witterung, Boden und Nährstoffversorgung die Reife verschieben. Kombinierst du eine sehr frühe Sorte mit einer mittelfrühen, reicht deine Mischung von der ersten Ernte im Juli bis zu Lagerknollen im Frühjahr. Den Pflanzkalender für Kartoffeln zum Ausdrucken kannst du dir neben den Beetplan legen.
Kochtypen: fest, vorwiegend fest oder mehlig
Kartoffeln werden nach ihrem Stärkegehalt in drei Kochtypen eingeteilt. Mehligkochende Sorten haben den höchsten Stärkegehalt und zerfallen beim Kochen leichter. Vorwiegend festkochende liegen als grobe Orientierung bei etwa 13 bis 15 Prozent Stärke, festkochende darunter.
| Kochtyp | In der Küche | Beispielsorten |
|---|---|---|
| festkochend | bleibt formstabil, für Kartoffelsalat, Gratin und Bratkartoffeln | Annabelle, Belana, Linda, Bellinda |
| vorwiegend festkochend | mittlere Festigkeit, für Eintöpfe, Aufläufe, Salz- und Pellkartoffeln | Laura, Concordia, Gala, Marabel, Cara |
| mehligkochend | zerfällt leichter, für Püree, Suppen und Klöße | Adretta, Afra, Freya, Gunda, Melody |
Agria liegt dazwischen, denn die Angaben reichen von vorwiegend festkochend bis vorwiegend mehligkochend. Rechne außerdem damit, dass dieselbe Sorte von Jahr zu Jahr anders kochen kann: Boden, Witterung, Düngung und Bewässerung beeinflussen die Kocheigenschaften. Wie du die Sorten deiner Ernte verteilst, zeigt der Beitrag darüber, wie du eine Mischung vom Beet bis in die Küche nutzt.
Sorten für deine Mischung auswählen
Neben Reifegruppe und Kochtyp helfen dir drei Fragen bei der Auswahl. Willst du einlagern, kannst du im Sommer regelmäßig gießen, und tritt in deinem Garten oft KrautfäuleDie Kraut- und Braunfäule, kurz Braunfäule oder Krautfäule, ist eine Pilzkrankheit vor allem an Tomaten und Kartoffeln, ausgelöst durch Phytophthora infestans. Sie verursacht braune Flecken an Blättern, Stängeln und Früchten. auf?
Für den Wintervorrat wählst du Sorten mit geringer Keimfreudigkeit, weil sie sich als Lagerkartoffeln eignen. Kannst du nicht regelmäßig gießen, achte auf Sorten, die als trockentolerant beschrieben werden. Zur Vorbeugung gegen Krautfäule wählst du tolerante Sorten oder solche mit frühem Knollenansatz und geringem Stickstoffbedarf.
| Sorte | Reife und Kochtyp | Was für die Mischung zählt |
|---|---|---|
| Annabelle | sehr früh bis früh, festkochend | geringe Keimruhe, treibt früh aus, braucht ein kühles Lager |
| Sieglinde | früh | braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung |
| Gunda | früh, mehligkochend | mittlere bis niedrige Keimfreudigkeit |
| Laura | vorwiegend festkochend | rote Schale, tiefgelbes Fleisch |
| Agria | mittelfrüh, vorwiegend festkochend bis vorwiegend mehligkochend | mittlere bis hohe Anfälligkeit für Schorf |
| Adretta | mittelfrüh, mehligkochend | als trockentolerant beschrieben, sehr lange Keimruhe, gut lagerfähig |
| Freya | mittelfrüh, mehligkochend | gut lagerfähig |
| Melody | mehligkochend | hohe Keimruhe, braucht für einen zügigen Start mindestens eine Keimstimulierung |
| Alanis | mittelspät | geringe Anfälligkeit für Krautfäule |
| Bellarosa | vorwiegend festkochend | trockenheitstolerant |
Leichte Standorte können eher unter Schorf leiden, und Agria ist mittel bis hoch anfällig für Kartoffelschorf. Auf leichtem Boden holst du dir mit Agria also ein zusätzliches Schorfrisiko ins Beet.
Alte Sorten wie Vitelotte mit blauviolettem Fleisch bringen Farbe in die Mischung. Vitelotte wird auch für den Kübel genannt, ihre Erträge sind dort aber eher gering. Außerdem können alte Sorten gegenüber neuen Virusstämmen anfällig sein. Wie du solche Sorten nutzt und erhältst, liest du im Beitrag über alte Kartoffelsorten in Mischungen.
Bevor ich eine Mischung lege, trage ich jede Sorte mit Reifegruppe, Kochtyp und Lagereignung in meinen Beetplan ein. Dieselben Namen stehen später auf den Schildern an den Reihen und auf den Lagerkisten.
Boden und Dünger: gleiche Grundlagen für alle Sorten
Für Boden und Düngung gelten bei einer Mischung dieselben Grundlagen zu Standort, Boden und Düngen aus dem Kartoffel-Ratgeber.
Kartoffeln wachsen gern in tiefgründigem, nährstoffreichem und wasserspeicherndem Boden. Welche Bodenuntersuchung sinnvoll ist und wie du lockerst, beschreibt der Beitrag zur Bodenvorbereitung für Kartoffelmischungen.
Beim Düngen gilt Zurückhaltung, denn Kartoffeln im Beet brauchen gewöhnlich keine Zusatzdüngung, und der Bedarf hängt auch von Sorte und Erntezeitpunkt ab. Zu viel Stickstoff kann Abreife und Schalenfestigkeit verzögern. Wie du die Reihen einer Mischung gezielt versorgst, zeigt der Beitrag zum Düngen von Kartoffelmischungen.
Vorkeimen und Legen: Sorte für Sorte
Jede Sorte in ihre eigene Vorkeimkiste
Vorgekeimt wird etwa vier bis fünf Wochen vor dem Pflanztermin in flachen Kisten, die Augen zeigen nach oben. Die Kisten stehen hell bei rund 12 bis 15 Grad. Wie du Schritt für Schritt vorgehst, zeigt der Kartoffel-Ratgeber im Abschnitt über Pflanzgut und Vorkeimen.
In einer Mischung können die Sorten unterschiedlich schnell austreiben, weil ihre Keimruhe verschieden lang ist. Annabelle hat eine geringe Keimruhe und treibt früh aus, Adretta besitzt dagegen eine sehr lange Keimruhe. Melody braucht für einen zügigen Wachstumsstart sogar mindestens eine Keimstimulierung. Ich gebe deshalb jeder Sorte eine eigene Kiste mit Namensschild, damit beim Legen keine Knolle in der falschen Reihe landet.
Auch der Nutzen des Vorkeimens kann von der Sorte abhängen. In einem ökologischen Demonstrationsversuch lag der Mehrertrag vorgekeimter Kartoffeln je nach Sorte zwischen 1 und 29 Prozent.
Reihen planen statt durchmischen
Lege die Sorten reihenweise und nicht bunt gemischt. In einem Feldversuch mit Sorten unterschiedlicher Krautfäuleanfälligkeit senkte ein reihenweiser Wechsel der Sorten den Befall stärker als die vollständige Durchmischung. Sortenreine Reihen helfen dir außerdem bei der Ernte, denn du gräbst die frühen Sorten aus, ohne die späten zu stören.
Die Knollen einer Mischung wahllos über das Beet verteilen. Im Sommer weißt du dann nicht mehr, welche Pflanze zu welcher Sorte gehört, und die frühen Sorten lassen sich nicht gezielt ernten.
Ich stecke an jeden Reihenanfang ein Schild mit Sortenname und Reifegruppe. Die Reihenfolge der Sorten kannst du vorab im Beetplaner für dein Gemüsebeet einzeichnen.
Gelegt wird als Faustregel Mitte bis Ende April, wenn der Boden im Schnitt rund 8 Grad warm ist. In der Reihe bekommt jede Knolle 30 bis 35 cm Platz. Zwischen den Reihen hältst du 50 bis 70 cm frei. Termin und Tiefe im Detail erklärt der Kartoffel-Ratgeber im Abschnitt zum Pflanzen.
Enger zu pflanzen kann die Zahl der Knollen je Fläche erhöhen, die einzelne Knolle wird im Schnitt aber leichter. Luftige Bestände trocknen dagegen schneller ab und unterstützen so die Vorbeugung gegen Krautfäule. Rückst du die Reihen zusammen, gibst du also schwerere Einzelknollen und einen luftigen Bestand für eine mögliche höhere Stückzahl auf.
Fehlt dir das Beet, kannst du Kartoffelmischungen auch im Kübel ziehen.
Pflege über den Sommer: gleiche Handgriffe, Reihe für Reihe
Auf Wasser kommt es vom Knollenansatz bis zur Blüte an, weil Trockenheit in dieser Phase die Zahl der angelegten Knollen verringert. Die Sorten deiner Mischung gehen damit unterschiedlich um: Adretta gilt als trockentolerant, Sieglinde braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung. Wie du das Gießen auf die Sorten abstimmst, liest du im Beitrag zum Bewässern von Kartoffelmischungen.
Angehäufelt wird erstmals handhoch, sobald die Triebe aufgelaufen sind, und ein zweites Mal etwa drei bis vier Wochen später. Die Erddämme schützen die wachsenden Knollen vor Licht und Ergrünen. In der Mischung häufelst du Reihe für Reihe, sobald die jeweilige Sorte so weit ist.
Bei feuchter Witterung können graugrüne bis bräunliche Flecken an Blättern und Stängeln auf Krautfäule hinweisen. Pflanzenreste mit Krautfäule gehören nicht auf den Hausgartenkompost. Kartoffelkäfer, ihre orangefarbenen Eigelege an den Blattunterseiten und die Larven sammelst du ab.
Die Grundlagen zu Gießen, Anhäufeln sowie Krankheiten und Schädlingen stehen im Kartoffel-Ratgeber in den gleichnamigen Abschnitten.
Gestaffelt ernten: Reihe für Reihe
Frühkartoffeln erntest du portionsweise, solange das Kraut noch grün ist und die Knollen groß genug sind. Die Schale ist dann noch dünn und weich, und losschalige Frühkartoffeln eignen sich nicht zum Lagern. Unreif geerntet halten sie höchstens eine Woche, also holst du nur so viele aus der Erde, wie du bald isst.
Für den Vorrat wartest du, bis das Kraut vollständig abgestorben ist, und erntest als Faustregel etwa zwei bis drei Wochen später. Reif ist die Schale, wenn sie sich nicht mehr leicht mit dem Daumen abreiben lässt. Geerntet wird bei trockenem Wetter und schonend mit Grabgabel oder Kartoffelhacke. Die Reifezeichen im Detail beschreibt der Kartoffel-Ratgeber im Abschnitt zur Ernte.
Solange das Kraut grün ist, wachsen die Knollen weiter und lagern Stärke ein. Späte Sorten brauchen 150 bis 170 Tage vom Legen bis zur Ernte. Gräbst du die ganze Mischung zusammen mit den frühen Sorten aus, holst du die späten mitten im Wachstum aus der Erde.
Vor jeder Reihe grabe ich zuerst eine Probepflanze am Reihenanfang aus. Dann reibe ich mit dem Daumen über die Schale und prüfe, ob sich die Knollen leicht von den Stolonen lösen.
Schild an der Reihe lesen, eine Probepflanze ausgraben, die Schale mit dem Daumen prüfen, bei trockenem Wetter ernten, jede Sorte in eine eigene beschriftete Kiste legen, verletzte Knollen getrennt halten und bald verbrauchen.
Getrennt lagern: welche Sorte zuerst in die Küche kommt
Lagere jede Sorte in einer eigenen, beschrifteten Kiste, denn die Reifegruppen halten unterschiedlich lange. Frühe Sorten sind bis in den Herbst lagerfähig, mittelfrühe bis ins Frühjahr. Sehr frühe Sorten legst du gar nicht erst ein.
Annabelle hat eine geringe Keimruhe und treibt früh aus, und oberhalb von 8 Grad beginnen Kartoffeln zu keimen. Ist dein Lager nicht durchgehend kühl, kommt Annabelle deshalb vor Adretta in den Topf, die eine sehr lange Keimruhe besitzt.
Kartoffeln lagern dunkel und kühl bei 4 bis 6 Grad, denn Licht lässt die Knollen ergrünen. Grüne Stellen deuten auf einen erhöhten Gehalt an Solanin hin. Knollen, die grün sind, stark keimen oder bitter schmecken, isst du deshalb nicht, und Keime und grüne Stellen entfernst du großzügig. Luftfeuchte, Behälter und Kontrolle beschreibt der Kartoffel-Ratgeber im Abschnitt zum Lagern.
Die Kisten beschrifte ich wie die Reihen und schaue alle paar Tage nach, ob kranke oder faule Knollen dabei sind.
Nach der Ernte: Beet, Fruchtfolge und Pflanzgut
Die Reihen sehr früher Sorten sind schon im Juli frei, und Endivien kannst du als NachkulturEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. bis Ende August pflanzen. Wer sehr frühe Sorten in die Mischung nimmt, gewinnt also Platz für eine zweite Kultur im selben Jahr. Spinat und Feldsalat säst du von Anfang August bis Mitte September direkt ins Freiland.
Nimm bei der Ernte alle Knollen auf, auch die kleinen. Durchwuchskartoffeln in der FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. ermöglichen Krankheiten und Schädlingen, zwischen den Anbaujahren zu überdauern.
Auf dieselbe Fläche kommen Kartoffeln erst nach einer AnbaupauseDie Anbaupause ist die Zeit, die vergehen sollte, bevor dieselbe Pflanzenart oder eine Art derselben Pflanzenfamilie wieder auf demselben Beet wächst. Sie beugt Krankheiten und Schädlingen vor, die sich im Boden anreichern. von 4 bis 6 Jahren wieder. Als GründüngungGründüngung ist eine Bodenpflegemaßnahme: Auf freie Beete säst du Pflanzen, die den Boden schützen und verbessern sollen. Sie werden meist nicht geerntet, sondern abgemäht, als Mulch liegen gelassen oder flach eingearbeitet. vor oder nach Kartoffeln eignen sich unter anderem Lupine, Phacelia und Gelbsenf. Baust du viel Kohl, Rettich oder Radieschen an, lässt du den Senf weg, weil er ebenfalls zu den KreuzblütlernKreuzblütler (Brassicaceae) sind eine Pflanzenfamilie mit vielen Gemüsearten: Dazu gehören alle Kohlarten sowie Radieschen, Rettich, Rucola, Kresse und Senf. In der Fruchtfolge sollten sie nicht direkt nacheinander am selben Platz wachsen. gehört.
Prunkbohnen und Studentenblumen gelten als gute Nachbarn für Kartoffeln. Tomaten, Paprika und Auberginen gehören nicht daneben, weil sie als NachtschattengewächseNachtschattengewächse sind eine Pflanzenfamilie, zu der im Gemüsegarten Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen gehören. Weil sie für dieselben Krankheiten anfällig sind, sollen sie nicht direkt nacheinander auf demselben Beet stehen. Krankheiten wie die Kraut- und KnollenfäuleKnollenfäule meint meist den Befall von Kartoffelknollen durch den Pilz Phytophthora infestans, den Erreger der Kraut- und Knollenfäule; die Knollen faulen oft erst im Lager. Allgemeiner heißt so jede Fäulnis an Knollen, auch an Blumenknollen. mit Kartoffeln teilen. Günstige Nachbarschaftseffekte sind allerdings schwer nachzuweisen, eine Mischkultur unterstützt also, garantiert aber nichts. Mehr dazu liest du im Beitrag darüber, welche Partnerpflanzen neben Kartoffeln passen, weitere Nachbarn findest du im Mischkultur-Werkzeug für Beetnachbarn.
Für jede neue Saison greife ich zu zertifiziertem, virusfreiem Pflanzgut. Gärtnerst du ökologisch, verwendest du Pflanzgut aus ökologischer Vermehrung. Wie du Mischungen biologisch anbaust, zeigt der Beitrag über Kartoffelmischungen im Biogarten.




