Die richtige Aussaat von Pflücksalat: Zeitpunkt und Methoden

Pflücksalat: Der vielseitige Genuss aus dem eigenen Garten

Pflücksalat ist eine beliebte Salatsorte, die sich durch ihre einfache Kultivierung und kontinuierliche Ernte auszeichnet.

Knackige Fakten für Hobbygärtner

  • Pflücksalat wächst schnell und kann mehrfach geerntet werden
  • Aussaat von Frühjahr bis Herbst möglich
  • Ideal für kleine Gärten und Balkone
  • Nährstoffreicher, lockerer Boden fördert optimales Wachstum

Was ist Pflücksalat?

Pflücksalat, auch als Schnittsalat oder Blattsalat bekannt, ist eine Salatsorte, die sich durch ihre lockere Blattrosette auszeichnet. Im Gegensatz zu Kopfsalat bildet er keinen festen Kopf. Die Blätter können einzeln abgeerntet werden, während die Pflanze weiterwächst und neue Blätter produziert.

Vorteile des Anbaus von Pflücksalat

Der Anbau von Pflücksalat bietet zahlreiche Vorteile für Hobbygärtner:

  • Platzsparend: Ideal für kleine Gärten, Balkone oder Hochbeete
  • Schnelles Wachstum: Erste Ernte oft schon nach 3-4 Wochen möglich
  • Kontinuierliche Ernte: Blätter können über mehrere Wochen geerntet werden
  • Vielseitigkeit: Verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Farben
  • Nährstoffreich: Frisch geerntet enthält er viele Vitamine und Mineralstoffe

Überblick über den Anbauprozess

Der Anbau von Pflücksalat ist recht unkompliziert und eignet sich auch für Gartenneulinge. Hier ein kurzer Überblick:

  • Aussaat: Direkt ins Beet oder in Anzuchtschalen
  • Keimung: Bei optimalen Bedingungen innerhalb von 7-14 Tagen
  • Pflege: Regelmäßiges Gießen und lockern des Bodens
  • Ernte: Sobald die Blätter etwa 10 cm groß sind
  • Nachsaat: Alle 2-3 Wochen für kontinuierliche Ernte

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Der optimale Aussaatzeitpunkt hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Jahreszeit und den klimatischen Bedingungen. Ein gut durchdachter Anbauplan ermöglicht eine Ernte über mehrere Monate hinweg.

Saisonaler Anbaukalender

Frühjahrsaussaat

Die Frühjahrsaussaat beginnt, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, meist ab März oder April. In dieser Zeit können Sie mit der Aussaat im Freiland beginnen. Für einen früheren Start empfiehlt sich die Vorkultur in einem geschützten Bereich wie einem Gewächshaus oder auf der Fensterbank.

Sommeraussaat

Die Sommeraussaat erfolgt von Mai bis August. In dieser Zeit wächst Pflücksalat besonders schnell. Achten Sie jedoch darauf, dass der Boden nicht austrocknet und wählen Sie eventuell einen halbschattigen Standort, um Hitzestreß zu vermeiden.

Herbstaussaat

Von August bis September können Sie für eine späte Ernte aussäen. Wählen Sie hierfür robuste Sorten, die auch kühlere Temperaturen vertragen. Bei mildem Wetter ist eine Ernte bis in den November hinein möglich.

Winteraussaat (spezielle Sorten)

Mit winterharten Sorten und entsprechendem Schutz, wie einem Folientunnel oder Frühbeet, ist sogar eine Winteraussaat möglich. Diese erfolgt meist im September oder Oktober für eine frühe Frühjahrsernte.

Klimatische Bedingungen beachten

Pflücksalat gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 15°C und 20°C. Bei der Aussaat sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Bodentemperatur: Mindestens 5°C für die Keimung
  • Frostgefahr: Jungpflanzen sind empfindlich gegenüber Frost
  • Tageslänge: Lange Tage können zu vorzeitigem Schossen führen

Mikroklima im Garten nutzen

Jeder Garten hat seine eigenen mikroklimatischen Besonderheiten, die Sie für den Anbau von Pflücksalat nutzen können:

  • Südwände speichern Wärme und bieten Schutz vor kalten Winden
  • Erhöhte Beete erwärmen sich im Frühjahr schneller
  • Bäume oder Sträucher können im Hochsommer Schatten spenden

Bodenvorbereitung

Anforderungen an den Boden

Pflücksalat stellt keine allzu hohen Ansprüche an den Boden, gedeiht aber am besten in:

  • Lockerem, humusreichem Boden
  • Gut durchlässigem Substrat
  • Leicht feuchter Erde

Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen.

Bodenanalyse durchführen

Eine Bodenanalyse hilft Ihnen, die Beschaffenheit Ihres Gartenbodens besser einzuschätzen. Sie können dies entweder professionell durchführen lassen oder mit einem Heimtest-Kit selbst machen. Wichtige Parameter sind:

  • pH-Wert
  • Nährstoffgehalt (insbesondere Stickstoff, Phosphor und Kalium)
  • Bodenstruktur und -typ

Bodenverbesserung

Kompost einarbeiten

Kompost ist sehr nützlich für den Gartenboden. Er verbessert die Bodenstruktur, erhöht den Humusgehalt und liefert wichtige Nährstoffe. Arbeiten Sie etwa 2-3 Liter Kompost pro Quadratmeter in die obere Bodenschicht ein.

pH-Wert anpassen

Sollte der pH-Wert Ihres Bodens nicht im optimalen Bereich liegen, können Sie ihn wie folgt anpassen:

  • Zu sauer: Kalk oder Algenkalk einarbeiten
  • Zu alkalisch: Schwefel oder sauren Torf einarbeiten

Beetvorbereitung

Vor der Aussaat sollten Sie das Beet gründlich vorbereiten:

  • Entfernen Sie Unkraut und grobe Pflanzenreste
  • Lockern Sie den Boden mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn
  • Harken Sie die Oberfläche fein
  • Ziehen Sie flache Rillen für die Aussaat

Mit dieser sorgfältigen Vorbereitung schaffen Sie gute Bedingungen für Ihren Pflücksalat und können sich auf eine reiche Ernte freuen.

Zum Produkt
Zum Produkt
Zum Produkt

Aussaatmethoden für Pflücksalat: Von der Direktsaat bis zur Vorkultur

Beim Anbau von Pflücksalat gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Samen auszubringen. Je nach Platz, Zeit und Vorlieben können Hobbygärtner zwischen Direktsaat, Vorkultur und Aussaat in Töpfen oder Hochbeeten wählen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile, die wir uns genauer ansehen werden.

Direktsaat im Freiland: Einfach und naturnah

Die Direktsaat ist eine unkomplizierte Methode, Pflücksalat anzubauen. Dabei werden die Samen direkt ins Beet gesät, wo sie später auch wachsen sollen.

Vorteile und Nachteile der Direktsaat

  • Vorteile: Wenig Aufwand, keine Umtopfarbeiten nötig, Pflanzen entwickeln sich von Anfang an im Freiland und sind oft robuster.
  • Nachteile: Höheres Risiko durch Witterungseinflüsse und Schädlinge, längere Kulturdauer bis zur Ernte.

Anleitung zur Direktsaat

• Boden vorbereiten: Lockern Sie die Erde und entfernen Sie Unkraut.
• Reihen ziehen: Machen Sie flache Furchen mit etwa 1-2 cm Tiefe.
• Samen säen: Verteilen Sie die Samen gleichmäßig in den Reihen.
• Zudecken: Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde.
• Angießen: Wässern Sie vorsichtig, um die Samen nicht wegzuspülen.
• Markieren: Kennzeichnen Sie die Reihen, um sie später wiederzufinden.

Vorkultur in Anzuchtkästen: Für einen Vorsprung in der Saison

Die Vorkultur ermöglicht es, Pflücksalat früher im Jahr anzubauen und gibt den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung.

Vorteile und Nachteile der Vorkultur

  • Vorteile: Früherer Erntezeitpunkt, bessere Kontrolle über Wachstumsbedingungen, höhere Überlebensrate der Sämlinge.
  • Nachteile: Mehr Arbeit durch Umtopfen, zusätzlicher Platzbedarf für Anzucht, Gefahr von Wurzelschäden beim Umpflanzen.

Geeignete Aussaatgefäße

Für die Vorkultur eignen sich Anzuchtschalen, Multitopfplatten oder selbstgemachte Gefäße aus Eierkartons oder Klopapierrollen. Wichtig ist eine gute Drainage, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Aussaaterde vorbereiten

Verwenden Sie spezielle Aussaaterde oder mischen Sie Gartenerde mit Sand und Kompost. Die Erde sollte locker und nährstoffarm sein, um die Keimung zu fördern.

Anleitung zur Vorkultur

• Gefäße füllen: Befüllen Sie die Anzuchtgefäße mit der vorbereiteten Erde.
• Samen aussäen: Legen Sie 2-3 Samen pro Topf oder im Abstand von 2-3 cm in Reihen.
• Abdecken: Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde oder Vermiculit.
• Anfeuchten: Besprühen Sie die Oberfläche vorsichtig mit Wasser.
• Abdecken: Decken Sie die Gefäße mit Folie oder Glas ab, um die Feuchtigkeit zu halten.
• Warmhalten: Stellen Sie die Anzucht an einen warmen Ort (18-20°C).
• Regelmäßig kontrollieren: Lüften Sie täglich und halten Sie die Erde feucht.
• Vereinzeln: Wenn die Pflänzchen 2-3 cm groß sind, pikieren Sie sie in einzelne Töpfe.
• Abhärten: Gewöhnen Sie die Jungpflanzen langsam an Außenbedingungen, bevor Sie sie ins Beet setzen.

Aussaat in Töpfen oder Hochbeeten: Flexibel und platzsparend

Für Balkongärtner oder bei begrenztem Platz bietet sich die Aussaat in Töpfen oder Hochbeeten an.

Vorteile und Nachteile der Topf- und Hochbeetkultur

  • Vorteile: Platzsparend, gute Kontrolle über Boden und Nährstoffe, weniger Unkraut, oft frühere Ernte.
  • Nachteile: Höherer Pflegeaufwand (regelmäßiges Gießen), begrenzte Wurzelentwicklung, eventuell geringerer Ertrag.

Geeignete Gefäße und Substrate

Wählen Sie Töpfe oder Kästen mit mindestens 20 cm Tiefe. Hochbeete sollten mindestens 30 cm tief sein. Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Kompost, Gartenerde und Sand. Fügen Sie etwas Hornspäne für eine langfristige Nährstoffversorgung hinzu.

Anleitung zur Aussaat in Töpfen oder Hochbeeten

• Gefäße vorbereiten: Stellen Sie eine gute Drainage sicher.
• Substrat einfüllen: Füllen Sie die Gefäße bis etwa 2 cm unter den Rand.
• Samen aussäen: Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche.
• Abdecken: Bedecken Sie die Samen leicht mit Substrat.
• Angießen: Wässern Sie vorsichtig, aber gründlich.
• Standort wählen: Platzieren Sie die Gefäße an einem halbschattigen bis sonnigen Ort.
• Pflege: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht und düngen Sie bei Bedarf.

Saatgut und Sorten: Die Basis für erfolgreichen Pflücksalatanbau

Die Wahl des richtigen Saatguts und der passenden Sorten ist wichtig für den Erfolg beim Anbau von Pflücksalat. Es gibt eine Vielzahl von Sorten, die sich in Geschmack, Farbe, Wuchsform und Ansprüchen unterscheiden.

Auswahl geeigneter Sorten

Standortangepasste Sorten

Wählen Sie Sorten, die zu Ihrem Standort passen. Für schattige Gärten eignen sich beispielsweise robuste Sorten wie 'Pirat' oder 'Lattuga da taglio'. Für sonnige Standorte sind hitzetolerante Sorten wie 'Catalogna' oder 'Red Salad Bowl' empfehlenswert.

Saisonale Sorten

Es gibt Pflücksalatsorten für jede Jahreszeit. Frühjahrssorten wie 'Lollo Rossa' vertragen leichte Fröste, Sommersorten wie 'Amerikanischer Brauner' sind schossfest, und Herbstsorten wie 'Winterpostelein' gedeihen auch bei kühleren Temperaturen.

Resistente Sorten

Um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, greifen Sie auf resistente Sorten zurück. 'Salad Bowl' ist beispielsweise resistent gegen Mehltau, während 'Cerbiatta' eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Blattläuse aufweist.

Saatgutqualität und -lagerung

Achten Sie beim Kauf auf zertifiziertes Saatgut von renommierten Anbietern. Lagern Sie überschüssiges Saatgut trocken und kühl in luftdichten Behältern. So bleibt es bis zu 3 Jahre keimfähig. Tipp: Notieren Sie das Kaufdatum auf der Verpackung, um die Qualität besser einschätzen zu können.

Eigene Saatgutgewinnung

Die Gewinnung von eigenem Saatgut ist bei Pflücksalat relativ einfach und kann viel Freude bereiten. Lassen Sie dafür einige kräftige Pflanzen bis zur Blüte und Samenreife stehen. Wenn die Samenstände trocken sind, ernten Sie sie und lösen die Samen vorsichtig aus. Trocknen Sie die Samen gut nach und lagern Sie sie wie gekauftes Saatgut.

Beachten Sie jedoch, dass bei Hybridsorten die Eigenschaften in der nächsten Generation nicht erhalten bleiben. Verwenden Sie für die Saatgutgewinnung daher am besten samenfeste Sorten.

Mit der richtigen Auswahl an Sorten und qualitativ hochwertigem Saatgut legen Sie den Grundstein für eine reiche Pflücksalaternte. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten, um Ihre persönlichen Favoriten zu finden. Vielleicht entdecken Sie dabei auch Ihre Leidenschaft für die Saatgutvermehrung!

Pflege nach der Aussaat: So unterstützen Sie die Keimung von Pflücksalat

Nach der Aussaat beginnt die spannende Phase der Keimung. Um Ihrem Pflücksalat einen optimalen Start zu ermöglichen, sollten Sie einige wichtige Aspekte beachten.

Die richtige Keimtemperatur finden

Pflücksalat keimt am besten bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Bei zu niedrigen Temperaturen verzögert sich die Keimung, während zu hohe Temperaturen die Samen in eine Keimruhe versetzen können. Im Freiland ist es ratsam, die Aussaat erst vorzunehmen, wenn die Bodentemperatur konstant über 10 Grad liegt.

Feuchtigkeit regulieren: Wichtig für den Erfolg

Gleichmäßige Feuchtigkeit ist für die Keimung unerlässlich. Der Boden sollte weder austrocknen noch zu nass sein. Ein bewährter Gärtnertrick ist es, die Saatfläche mit einem Vlies oder einer Folie abzudecken, um die Feuchtigkeit zu halten. Sobald die ersten Keimlinge sichtbar sind, muss die Abdeckung entfernt werden.

Vereinzeln und Umpflanzen: Mehr Platz für kräftiges Wachstum

Wenn die Pflänzchen etwa 5 cm groß sind und mindestens zwei echte Blätter haben, ist es Zeit fürs Vereinzeln. Ziehen Sie vorsichtig die schwächeren Pflanzen heraus und lassen Sie die kräftigsten im Abstand von etwa 20-25 cm stehen. Bei der Vorkultur in Anzuchtkästen können Sie die Setzlinge jetzt ins Freiland umpflanzen.

Bewässerung: Wichtig für saftigen Pflücksalat

Pflücksalat hat einen hohen Wasserbedarf, besonders während der Blattbildung. Ein ausgetrockneter Boden führt schnell zu bitteren Blättern und vorzeitigem Schossen.

Wasserbedarf richtig einschätzen

Als Faustregel gilt: Der Boden sollte stets leicht feucht sein, aber nicht nass. In trockenen Perioden kann eine tägliche Bewässerung nötig sein, besonders bei sandigen Böden.

Bewässerungsmethoden für optimales Wachstum

Am besten bewässern Sie Ihren Pflücksalat morgens oder am frühen Abend. Verwenden Sie eine Gießkanne mit Brause oder einen Schlauch mit feinem Sprühaufsatz. Tröpfchenbewässerung ist ebenfalls eine gute Option, da sie Wasser spart und die Blätter trocken bleiben.

Typische Gießfehler vermeiden

  • Vermeiden Sie Staunässe, indem Sie für guten Wasserabzug sorgen.
  • Gießen Sie nicht zu kalt, um Temperaturschocks zu vermeiden.
  • Benetzen Sie die Blätter möglichst nicht, um Pilzerkrankungen vorzubeugen.

Düngung: Nährstoffe für knackigen Salat

Pflücksalat ist kein Starkzehrer, benötigt aber dennoch eine ausgewogene Nährstoffversorgung für optimales Wachstum.

Nährstoffbedarf verstehen

Besonders wichtig sind Stickstoff für das Blattwachstum und Kalium für die Widerstandsfähigkeit. Zu viel Stickstoff kann jedoch zu lockerem Wuchs und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten führen.

Organische vs. mineralische Düngung

Für den Hobbygärtner empfiehlt sich oft die organische Düngung. Kompost oder gut verrotteter Mist, vor der Aussaat eingearbeitet, versorgt die Pflanzen langfristig mit Nährstoffen. Bei mineralischer Düngung sollten Sie auf spezielle Salat-Dünger zurückgreifen und die Dosierung genau beachten.

Düngeplan erstellen

Eine Grunddüngung vor der Aussaat reicht oft aus. Bei längerem Anbau können Sie nach etwa 4 Wochen eine leichte Nachdüngung vornehmen. Achten Sie darauf, nicht zu spät zu düngen, da dies die Blattqualität beeinträchtigen kann.

Unkrautbekämpfung: Freie Bahn für den Pflücksalat

Unkraut konkurriert mit dem Salat um Nährstoffe und Wasser. Eine regelmäßige Unkrautbekämpfung ist daher unerlässlich.

Manuelle Methoden: Zurück zur Handarbeit

Das Jäten von Hand ist die schonendste Methode. Nutzen Sie einen Handhacker oder eine kleine Hacke, um Unkraut vorsichtig zu entfernen. Achten Sie darauf, die flachen Wurzeln des Salats nicht zu beschädigen.

Mulchen: Natürlicher Unkrautschutz

Eine Mulchschicht aus Stroh, Rasenschnitt oder speziellem Mulchvlies unterdrückt Unkraut effektiv. Zudem hält sie den Boden feucht und reguliert die Temperatur. Achten Sie darauf, dass der Mulch nicht direkt an den Pflanzenstängeln anliegt, um Fäulnis zu vermeiden.

Schädlinge und Krankheiten: Vorbeugen und Bekämpfen

Auch wenn Pflücksalat relativ robust ist, kann er von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden.

Häufige Schädlinge bei Pflücksalat

Zu den häufigsten Plagegeistern gehören Blattläuse, Schnecken und Erdflöhe. Blattläuse können Sie oft mit einem starken Wasserstrahl abspülen. Gegen Schnecken helfen Schneckenzäune oder -kragen. Erdflöhe lassen sich durch regelmäßiges Gießen und Mulchen reduzieren.

Typische Krankheiten erkennen und bekämpfen

Falscher Mehltau und Grauschimmel sind häufige Pilzerkrankungen bei Pflücksalat. Beide werden durch zu hohe Feuchtigkeit begünstigt. Achten Sie auf gute Durchlüftung und vermeiden Sie Staunässe. Befallene Pflanzenteile sollten Sie sofort entfernen und nicht auf dem Kompost entsorgen.

Präventive Maßnahmen: Vorsorge ist besser als Nachsorge

  • Wählen Sie resistente Sorten.
  • Praktizieren Sie eine konsequente Fruchtfolge.
  • Halten Sie die Pflanzen durch ausgewogene Düngung gesund.
  • Säen Sie nicht zu dicht, um gute Luftzirkulation zu gewährleisten.

Biologische Schädlingsbekämpfung: Nützlinge als Helfer

Fördern Sie natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegen durch geeignete Begleitpflanzen. Ein vielfältiger Garten mit Blühpflanzen zieht diese nützlichen Insekten an.

Pflanzenschutz im ökologischen Anbau

Im Öko-Anbau stehen verschiedene zugelassene Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Neem-Präparate können gegen saugende Insekten helfen, während Bacillus thuringiensis gegen Raupen wirksam ist. Beachten Sie stets die Anwendungshinweise und setzen Sie diese Mittel nur bei starkem Befall ein.

Mit diesen Pflegetipps und Schutzmaßnahmen steht einer reichen Ernte von knackigem, gesundem Pflücksalat nichts mehr im Wege. Bedenken Sie: Ein aufmerksamer Blick und regelmäßige Pflege sind entscheidend für den Erfolg im Salatbeet.

Ernte und Nacherntebehandlung von Pflücksalat

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte

Bei Pflücksalat ist der optimale Erntezeitpunkt gekommen, wenn die Blätter etwa 10-15 cm lang sind. Das ist in der Regel 4-6 Wochen nach der Aussaat der Fall. Achtet darauf, die äußeren Blätter zuerst zu ernten, da sie am reifsten sind. Erntet am besten morgens, wenn die Blätter noch knackig und voller Feuchtigkeit sind.

So erntet ihr Pflücksalat richtig

Die Ernte von Pflücksalat ist unkompliziert. Ihr habt zwei Möglichkeiten:

  • Einzelne Blätter ernten: Pflückt oder schneidet die äußeren Blätter etwa 2-3 cm über dem Boden ab. So kann die Pflanze weiterwachsen und ihr könnt über Wochen ernten.
  • Ganze Pflanze ernten: Schneidet die gesamte Pflanze knapp über dem Boden ab. Das lohnt sich, wenn ihr viel Salat auf einmal braucht.

Nacherntebehandlung für längere Frische

Nach der Ernte solltet ihr den Pflücksalat vorsichtig waschen und trockenschleudern. Wickelt die Blätter dann in ein feuchtes Tuch und lagert sie im Gemüsefach des Kühlschranks. So bleibt der Salat bis zu einer Woche frisch.

Lagerung und Haltbarkeit

Im Kühlschrank hält sich Pflücksalat etwa 5-7 Tage. Achtet darauf, dass er nicht zu feucht wird, sonst fängt er an zu gammeln. Eine Lagerung bei Zimmertemperatur verkürzt die Haltbarkeit auf 1-2 Tage.

Fortlaufende Aussaat für kontinuierliche Ernte

Staffelanbau: Immer frischer Salat

Um über die ganze Saison frischen Pflücksalat zu haben, empfiehlt sich der Staffelanbau. Säht alle 2-3 Wochen eine neue Portion aus. So habt ihr immer erntefähige Pflanzen und vermeidet eine Salatschwemme.

Mischkulturen mit Pflücksalat

Pflücksalat eignet sich gut für Mischkulturen. Gute Nachbarn sind:

  • Radieschen: Wachsen schnell und lockern den Boden auf
  • Tomaten: Spenden Schatten im Hochsommer
  • Kräuter wie Dill oder Koriander: Halten Schädlinge fern

Spezielle Anbaumethoden für Pflücksalat

Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel

Im Gewächshaus oder Folientunnel könnt ihr die Saison verlängern. Hier wächst Pflücksalat auch bei kühleren Temperaturen. Achtet auf gute Belüftung, um Pilzbefall vorzubeugen.

Hydroponischer Anbau: Salat ohne Erde

Beim hydroponischen Anbau wächst der Salat in einer Nährlösung statt in Erde. Das geht sogar auf dem Balkon oder der Fensterbank. Die Pflanzen wachsen schneller und sauberer, brauchen aber mehr Aufmerksamkeit bei der Nährstoffversorgung.

Vertikaler Anbau: Platzsparer für kleine Gärten

Vertikale Gärten sind beliebt bei Stadtgärtnern. Pflücksalat eignet sich prima dafür. Ihr könnt spezielle Taschen oder umfunktionierte Paletten nutzen. So wächst der Salat in die Höhe und spart Platz.

Winteranbau von Pflücksalat

Winterharte Sorten für die kalte Jahreszeit

Für den Winteranbau gibt's spezielle, robuste Sorten. 'Winter Density' oder 'Arctic King' trotzen Frost und liefern auch in der kalten Jahreszeit frischen Salat. Säht diese Sorten ab August aus.

Schutzmaßnahmen für den Winter

Um eure Pflanzen vor Kälte zu schützen:

  • Nutzt Vlies oder Folientunnel
  • Mulcht den Boden mit Stroh oder Laub
  • Stellt Windschutz auf

Anpassung der Pflege im Winter

Im Winter wächst alles langsamer. Gießt sparsamer und nur an frostfreien Tagen. Düngen ist meist nicht nötig. Erntet vorsichtig, da sich die Pflanzen langsamer erholen.

Pflücksalat: Ein Ganzjahresvergnügen für Hobbygärtner

Pflücksalat ist ein dankbarer Begleiter durchs Gartenjahr. Mit den richtigen Techniken und etwas Planung könnt ihr fast das ganze Jahr über ernten. Für Anfänger ist es ratsam, mit robusten Sorten zu starten und sich langsam an spezielle Anbaumethoden heranzutasten. Probiert verschiedene Sorten und Anbauweisen aus - jeder Garten ist anders und die Erfahrung macht euch zu versierten Salatgärtnern.

In Zukunft sehen wir möglicherweise Gewächshäuser, die Temperatur und Bewässerung automatisch regeln. Oder neue, noch winterhärtere Sorten, die ganz ohne Schutz auskommen. Bis dahin genießt euren selbstgezogenen Pflücksalat - er schmeckt nicht nur besser, sondern macht auch Freude beim Anbauen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Pflücksalat und wie unterscheidet er sich von anderen Salatsorten?
    Pflücksalat, auch als Schnittsalat oder Blattsalat bekannt, zeichnet sich durch seine lockere Blattrosette aus. Im Gegensatz zu Kopfsalat bildet er keinen festen Kopf, sondern entwickelt einzelne Blätter, die kontinuierlich geerntet werden können. Der Hauptunterschied liegt in der Erntemethode: Während Kopfsalat meist komplett abgeerntet wird, können bei Pflücksalat die äußeren Blätter einzeln gepflückt werden, während die Pflanze weiterwächst und neue Blätter produziert. Diese Eigenschaft macht ihn besonders platzsparend und ertragreich für kleine Gärten und Balkone. Pflücksalat wächst deutlich schneller als Kopfsalat und ist bereits 3-4 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die Blätter sind oft zarter und vielfältiger in Form und Farbe, von grün über rot bis hin zu gekräuselten Varianten wie Lollo Rossa.
  2. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Schnittsalat?
    Die Aussaat von Schnittsalat ist sehr flexibel und kann von Frühjahr bis Herbst erfolgen. Die Frühjahrsaussaat beginnt ab März/April, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist und mindestens 5°C Bodentemperatur erreicht. Für einen früheren Start eignet sich die Vorkultur im Gewächshaus oder auf der Fensterbank. Die Hauptsaison liegt zwischen Mai und August, wo optimale Wachstumsbedingungen herrschen. Die Herbstaussaat von August bis September ermöglicht eine späte Ernte bis November. Mit winterharten Sorten ist sogar eine Winteraussaat im September/Oktober für eine frühe Frühjahrsernte möglich. Der ideale Temperaturbereich liegt bei 15-20°C. Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt sich der Staffelanbau: alle 2-3 Wochen eine neue Aussaat. So haben Sie immer frischen, erntereifen Salat verfügbar und vermeiden eine Salatschwemme.
  3. Wie funktioniert die kontinuierliche Ernte bei Pflücksalat?
    Die kontinuierliche Ernte ist das besondere Merkmal von Pflücksalat. Dabei werden nur die äußeren, reifen Blätter geerntet, während das Herz der Pflanze intakt bleibt. Schneiden oder pflücken Sie die Blätter etwa 2-3 cm über dem Boden ab - so kann die Pflanze aus der Basis neue Blätter entwickeln. Die erste Ernte erfolgt meist 4-6 Wochen nach der Aussaat, wenn die Blätter 10-15 cm lang sind. Ernten Sie idealerweise morgens, da die Blätter dann besonders knackig sind. Nach der ersten Ernte wachsen kontinuierlich neue Blätter nach, die Sie alle 1-2 Wochen ernten können. Eine einzelne Pflanze kann so über 6-8 Wochen beerntet werden. Wichtig ist, immer das Herz zu schonen und nicht alle Blätter auf einmal zu ernten. Bei dieser Methode erhalten Sie aus wenigen Pflanzen über einen längeren Zeitraum frischen Salat.
  4. Welche Vorteile bietet der hydroponische Anbau von Blattsalat?
    Der hydroponische Anbau bietet mehrere entscheidende Vorteile für Blattsalat. Die Pflanzen wachsen in einer kontrollierten Nährlösung deutlich schneller als in Erde, da alle Nährstoffe optimal verfügbar sind. Das Wachstum ist bis zu 30% schneller als beim konventionellen Anbau. Die Blätter bleiben sauberer, da kein Erdkontakt besteht, wodurch der Aufwand beim Waschen reduziert wird. Krankheitserreger und bodenbürtige Schädlinge werden praktisch ausgeschlossen. Der Wasserverbrauch ist trotz dauerhafter Verfügbarkeit geringer, da das Wasser in einem geschlossenen System zirkuliert. Hydroponischer Anbau funktioniert ganzjährig auch auf Balkon oder Fensterbank. Die Erträge sind höher und planbarer. Allerdings erfordert diese Methode mehr technisches Verständnis für die Nährstoffzusammensetzung und pH-Wert-Überwachung. Für Einsteiger eignen sich fertige Hydroponiksysteme, die bereits richtig eingestellt sind.
  5. Wie lässt sich Schnittsalat im Winter erfolgreich anbauen?
    Winteranbau von Schnittsalat gelingt mit der richtigen Sortenwahl und entsprechenden Schutzmaßnahmen. Wählen Sie winterharte Sorten wie 'Winter Density', 'Arctic King' oder 'Winterpostelein', die Temperaturen bis -10°C vertragen. Die Aussaat erfolgt im August bis September für eine Ernte im Winter. Schutz bieten Vlies, Folientunnel oder ein Frühbeet, die einige Grad Temperaturschutz gewähren. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Laub isoliert zusätzlich den Wurzelbereich. Windschutz ist wichtig, da austrocknende Winde mehr schaden als Kälte. Im Winter wächst alles langsamer, daher sind Geduld und angepasste Pflege nötig. Gießen Sie nur an frostfreien Tagen sparsam, Düngen ist meist nicht erforderlich. Die Ernte erfolgt vorsichtig, da sich die Pflanzen langsamer regenerieren. Gewächshaus oder beheizte Frühbeete ermöglichen auch den Anbau weniger winterharter Sorten.
  6. Worin unterscheiden sich Pflücksalat und Kopfsalat beim Anbau?
    Pflücksalat und Kopfsalat unterscheiden sich grundlegend in Anbau und Ernte. Pflücksalat bildet eine lockere Blattrosette ohne festen Kopf und kann kontinuierlich beerntet werden, während Kopfsalat einen geschlossenen Kopf entwickelt und komplett geerntet wird. Die Kulturdauer ist bei Pflücksalat mit 4-6 Wochen deutlich kürzer als bei Kopfsalat mit 10-12 Wochen. Der Platzbedarf ist geringer - Pflücksalat kann dichter gesät werden (Abstand 15-20 cm) im Vergleich zu Kopfsalat (25-30 cm). Pflücksalat verträgt leichten Halbschatten besser und ist weniger anfällig für Schossen bei Hitze. Die Pflege ist unkomplizierter, da keine Kopfbildung unterstützt werden muss. Kopfsalat benötigt gleichmäßigere Wachstumsbedingungen und ist empfindlicher gegenüber Stress. Pflücksalat eignet sich daher besser für Anfänger und kleine Gärten, während Kopfsalat bei optimalen Bedingungen höhere Einzelerträge liefert.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Direktsaat und Vorkultur bei Blattsalat?
    Direktsaat und Vorkultur haben bei Blattsalat jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Bei der Direktsaat werden die Samen direkt ins Freiland gesät, wo sie auch wachsen. Vorteile sind der geringe Arbeitsaufwand, keine Umpflanzschocks und oft robustere Pflanzen. Nachteile umfassen höheres Ausfallrisiko durch Witterung und Schädlinge sowie längere Gesamtkulturdauer. Die Vorkultur in Anzuchtkästen ermöglicht einen früheren Start in die Saison und bessere Kontrolle der Wachstumsbedingungen. Die Überlebensrate ist höher, da Jungpflanzen geschützt aufwachsen. Allerdings bedeutet dies mehr Arbeitsaufwand durch Umtopfen und Auspflanzen, zusätzlichen Platzbedarf für die Anzucht und mögliche Wurzelschäden beim Umpflanzen. Die Vorkultur lohnt sich besonders für frühe Aussaaten, wenn das Wetter noch unsicher ist, oder bei wertvollen Spezialsorten. Für Standardsorten im Sommer ist die Direktsaat meist ausreichend und wirtschaftlicher.
  8. Welche Bodenbedingungen sind für optimales Wachstum von Schnittsalat erforderlich?
    Schnittsalat gedeiht am besten in lockerem, humusreichem Boden mit guter Wasserdurchlässigkeit. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0 - leicht sauer bis neutral. Der Boden sollte gut durchlüftet sein, da Staunässe zu Wurzelfäule führt. Eine humusreiche Struktur durch Komposteinarbeitung (2-3 Liter pro m²) verbessert Wasserhaltekraft und Nährstoffversorgung. Schwere Lehmböden müssen mit Sand oder Kompost aufgelockert werden, sehr sandige Böden benötigen organische Substanz für bessere Wasserspeicherung. Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Vor der Aussaat wird der Boden fein geharkt und von Unkraut befreit. Eine Bodenanalyse hilft, den genauen Nährstoffbedarf zu ermitteln. Schnittsalat ist ein Schwachzehrer und benötigt nicht so viele Nährstoffe wie Kohlgewächse. Eine Grunddüngung mit gut verrottetem Kompost reicht meist aus.
  9. Wo kann man hochwertiges Saatgut für Pflücksalat kaufen?
    Hochwertiges Pflücksalat-Saatgut erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern mit unterschiedlichen Qualitätsstandards. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an bewährten und neuen Sorten mit garantierter Keimfähigkeit. Hier finden Sie sowohl klassische Sorten als auch resistente Züchtungen und Bio-Saatgut. Gartencenter vor Ort ermöglichen persönliche Beratung und haben oft regional angepasste Sorten im Sortiment. Bauernmärkte und Saatguttauschbörsen bieten manchmal seltene, traditionelle Sorten von lokalen Gärtnern. Beim Online-Kauf achten Sie auf Zertifizierungen, Keimfähigkeitsangaben und Erfahrungsberichte anderer Käufer. Bio-Saatgut ist besonders für den naturnahen Anbau empfehlenswert. Samen.de gehört zu den etablierten Anbietern mit breitem Sortiment und fachkundiger Beratung. Wichtig ist, auf das Produktionsjahr zu achten - frisches Saatgut hat die beste Keimkraft.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Schnittsalat-Samen zu beachten?
    Beim Kauf von Schnittsalat-Samen sollten Sie auf mehrere wichtige Qualitätskriterien achten. Die Keimfähigkeit ist entscheidend - seriöse Anbieter wie samen.de geben diese in Prozent an und garantieren meist über 85%. Das Produktionsjahr sollte aktuell sein, da die Keimkraft mit der Zeit abnimmt. Achten Sie auf die Sorteneigenschaften: resistente Sorten reduzieren Pflanzenschutzmaßnahmen, schossfeste Sorten eignen sich für den Sommer. Regional angepasste Sorten haben oft bessere Erfolgsaussichten. Bio-zertifiziertes Saatgut entspricht ökologischen Standards und ist frei von chemischen Behandlungen. Samenfeste Sorten ermöglichen eigene Saatgutgewinnung im Gegensatz zu Hybridsorten. Die Verpackung sollte licht- und luftdicht sein, mit deutlichen Angaben zu Aussaat, Ernte und Haltbarkeit. Prüfsiegel wie EU-Bio oder demeter garantieren zusätzliche Qualität. Bewertungen anderer Gärtner geben Aufschluss über Praxistauglichkeit der Sorten.
  11. Warum bildet Pflücksalat manchmal bittere Blätter und wie lässt sich das vermeiden?
    Bittere Blätter bei Pflücksalat entstehen hauptsächlich durch Stress und ungünstige Wachstumsbedingungen. Die häufigsten Ursachen sind Wassermangel, zu hohe Temperaturen, zu viel direktes Sonnenlicht und nährstoffarme Böden. Bei Trockenheit bildet die Pflanze Bitterstoffe als Schutz. Auch zu späte Ernte führt zur Bitterkeit, da ältere Blätter mehr Bitterstoffe enthalten. Zur Vermeidung sollten Sie für gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit sorgen, ohne Staunässe zu verursachen. In heißen Sommern helfen Halbschatten-Standorte oder zeitweise Schattierung. Mulchen hält den Boden feucht und kühl. Ernten Sie regelmäßig die jungen, äußeren Blätter, bevor sie überaltern. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung mit Kompost unterstützt gesundes Wachstum. Morgendliche Ernte reduziert die Bitterkeit, da die Pflanzen über Nacht Bitterstoffe abbauen. Wählen Sie weniger bittere Sorten für kritische Standorte.
  12. Wie beeinflusst die Tageslänge das Wachstum von Blattsalat?
    Die Tageslänge hat einen erheblichen Einfluss auf das Wachstum von Blattsalat, da es sich um eine tageslängenempfindliche Pflanze handelt. Lange Tage mit über 14 Stunden Licht können vorzeitiges Schossen (Blütenbildung) auslösen, besonders bei empfindlichen Sorten. Dies geschieht meist im Hochsommer zur Zeit der längsten Tage. Schossender Salat wird bitter und ungenießbar. Kurze Tage fördern hingegen die Blattbildung und verzögern die Blüte. Optimal sind Tageslängen von 10-12 Stunden für kontinuierliches Blattwachstum. Für den Sommeranbau wählen Sie schossfeste Sorten, die auch bei langen Tagen stabil bleiben. Schattierungsnetze können die effektive Tageslänge verkürzen. Der Herbst- und Frühjahrsanbau nutzt die natürlich kürzeren Tage optimal aus. Auch die Lichtintensität spielt eine Rolle - weniger intensives Licht kann langes Tageslicht kompensieren. Gewächshäuser ermöglichen durch Verdunkelung die Steuerung der Tageslänge für ganzjährigen Anbau.
  13. Welche physiologischen Prozesse laufen bei der Blattbildung von Schnittsalat ab?
    Die Blattbildung bei Schnittsalat ist ein komplexer physiologischer Prozess, der im Vegetationskegelmeristem beginnt. Hier entstehen durch Zellteilung die Blattanlagen (Primordien), die sich zu vollständigen Blättern entwickeln. Die Photosynthese in den grünen Blättern produziert Zucker und Stärke, die als Energiequelle für weiteres Wachstum dienen. Pflanzenhormone wie Auxine steuern die Zellstreckung und Blattentfaltung. Cytokinine fördern die Zellteilung im Meristem und halten die Blätter grün. Der Wasserhaushalt ist kritisch - über 90% des Blattgewichts besteht aus Wasser. Nährstoffe, besonders Stickstoff, werden für die Protein- und Chlorophyllsynthese benötigt. Bei Stress oder ungünstigen Bedingungen verlangsamt sich die Blattbildung, und die Pflanze leitet Ressourcen in die Blüten- und Samenbildung um. Die kontinuierliche Ernte äußerer Blätter stimuliert das Meristem zur Produktion neuer Blätter, wodurch die Erntephase verlängert wird.
  14. Wie wirken sich verschiedene Nährstoffverhältnisse auf die Qualität von Pflücksalat aus?
    Nährstoffverhältnisse haben enormen Einfluss auf Qualität und Eigenschaften von Pflücksalat. Stickstoff fördert das Blattwachstum und die grüne Farbe, aber Überversorgung führt zu weichem, nitratreichem Gewebe mit geringer Haltbarkeit. Optimal sind 80-120 kg N/ha je nach Boden und Saison. Phosphor unterstützt Wurzelbildung und Energiestoffwechsel - Mangel verzögert die Entwicklung. Kalium stärkt die Zellwände, verbessert Geschmack und Lagerfähigkeit sowie die Stressresistenz. Ein ausgewogenes N:P:K-Verhältnis von etwa 3:1:2 ist ideal. Magnesium ist zentral für die Chlorophyllbildung - Mangel zeigt sich in gelben Blättern mit grünen Adern. Schwefel beeinflusst Proteinqualität und Geschmack. Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Bor sind in geringen Mengen essentiell. Organische Düngung mit Kompost liefert ausgeglichene Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur. Überdüngung, besonders mit Stickstoff, erhöht Nitratgehalte und Krankheitsanfälligkeit.
  15. Wie erstellt man einen Anbauplan für ganzjährige Salaternte?
    Ein durchdachter Anbauplan ermöglicht fast ganzjährige Salaternte durch geschickte Sortenwahl und zeitversetzte Aussaaten. Beginnen Sie im Februar mit der Vorkultur winterharter Sorten im Gewächshaus. Ab März erfolgt die Direktsaat im Freiland unter Vlies. Für kontinuierliche Ernte säen Sie alle 2-3 Wochen neue Portionen aus - so haben Sie immer erntereifen Salat. Frühjahr (März-Mai): Schnellwachsende, kältetolerante Sorten. Sommer (Juni-August): Schossfeste, hitzeresistente Sorten, eventuell im Halbschatten. Herbst (September-Oktober): Robuste Sorten für späte Ernte. Winter (November-Februar): Winterharte Sorten unter Schutz. Planen Sie etwa 0,5-1 m² pro Person und Aussaat. Berücksichtigen Sie Fruchtwechsel - Salat nicht nach Salat anbauen. Nutzen Sie verschiedene Standorte für Risikostreuung. Dokumentieren Sie Aussaat- und Erntezeiten zur Optimierung. Halten Sie Reserve-Saatgut für Nachsaaten bei Ausfällen bereit.
  16. Welche Schritte sind bei der Einrichtung eines vertikalen Salatgartens zu befolgen?
    Die Einrichtung eines vertikalen Salatgartens erfolgt in mehreren systematischen Schritten. Zunächst wählen Sie einen geeigneten Standort mit mindestens 4-6 Stunden Licht täglich und Schutz vor starkem Wind. Die Konstruktion kann aus Paletten, speziellen Pflanztaschen, Stapelkästen oder fertigen Vertikalsystemen bestehen. Professionelle Gartenfachhändler wie samen.de bieten verschiedene Systeme für unterschiedliche Bedürfnisse. Sorgen Sie für ausreichende Drainage in jeder Ebene, um Staunässe zu vermeiden. Verwenden Sie hochwertige, lockere Pflanzerde mit gutem Wasserhaltevermögen. Die Bewässerung ist kritisch - Tropfschläuche oder automatische Bewässerungssysteme erleichtern die gleichmäßige Versorgung aller Ebenen. Beginnen Sie oben und arbeiten sich nach unten vor, da überschüssiges Wasser nach unten läuft. Wählen Sie kompakte Salatsorten, die wenig Platz benötigen. Regelmäßige Kontrolle und Pflege sind wichtig, da vertikale Systeme schneller austrocknen.
  17. Stimmt es, dass Pflücksalat bei Vollmond besser wächst?
    Die Annahme, dass Pflücksalat bei Vollmond besser wächst, gehört zum Bereich der Mondphasen-Gärtnerei und ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Befürworter argumentieren, dass der Vollmond durch seine Gravitationswirkung den Wassertransport in den Pflanzen verstärkt und somit das Wachstum fördert. Kritiker verweisen darauf, dass die Mondgravitation auf Pflanzen viel zu schwach ist, um messbare Effekte zu erzielen. Einige traditionelle Gärtner berichten von besseren Ergebnissen bei Aussaat und Ernte nach dem Mondkalender, während wissenschaftliche Studien meist keine signifikanten Unterschiede feststellen. Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, Nährstoffversorgung und Licht haben definitiv größeren Einfluss auf das Pflanzenwachstum als Mondphasen. Wenn Sie an Mondphasen-Gärtnerei interessiert sind, können Sie eigene Versuche machen, sollten aber bewährte Anbaumethoden nicht vernachlässigen. Letztendlich sind optimale Standort- und Pflegebedingungen wichtiger für gesunden Pflücksalat als der Mondstand.
  18. Welche regionalen Besonderheiten sind beim Anbau von Schnittsalat in verschiedenen Klimazonen zu beachten?
    Regionale Klimaunterschiede erfordern angepasste Anbaustrategien für Schnittsalat. In südlichen, warmen Regionen ist Hitzeschutz durch Schattierung oder Anbau im Halbschatten wichtig. Hier eignet sich besonders der Herbst- und Winteranbau. Frühe Aussaat im Februar und späte bis Dezember sind möglich. In nördlichen, kälteren Gebieten beginnt die Saison später (April) und endet früher (Oktober). Gewächshäuser oder Tunnel verlängern die Anbauzeit. Küstenregionen profitieren von milderem Klima, müssen aber Salzwind beachten - windgeschützte Standorte sind wichtig. Kontinentale Gebiete mit großen Temperaturschwankungen benötigen robuste, wetterresistente Sorten. Höhenlagen haben kürzere Vegetationsperioden - schnellwachsende Sorten sind vorteilhaft. Regenreiche Gebiete erfordern bessere Drainage und pilzresistente Sorten. Trockene Regionen benötigen effiziente Bewässerung und Mulchung. Mikroklima im eigenen Garten nutzen: Südwände für frühe Kulturen, schattige Bereiche für Sommeranbau.
  19. Was unterscheidet Lollo Rossa von anderen Pflücksalat-Sorten?
    Lollo Rossa ist eine besonders markante Pflücksalat-Sorte mit charakteristischen roten, stark gekräuselten Blättern. Die intensiv rote bis rotbraune Färbung entsteht durch Anthocyane, die als natürliche Antioxidantien wirken. Die Blätter sind extrem kraus und voluminös, wodurch einzelne Pflanzen sehr dekorativ aussehen. Geschmacklich ist Lollo Rossa milder als viele andere rote Sorten und hat eine angenehm knackige Textur. Die Sorte ist relativ hitzetolerant und neigt weniger zum Schossen als glattblättrige Sorten. Lollo Rossa wächst kompakt und eignet sich gut für kleine Gärten und Gefäße. Die auffällige Optik macht ihn zur beliebten Garnierung. Im Vergleich zu grünen Sorten wie 'Salad Bowl' oder 'Eichblatt' bietet er mehr visuelle Abwechslung. Die gekräuselten Blätter neigen allerdings mehr dazu, Schmutz und kleine Insekten festzuhalten, was gründlicheres Waschen erfordert. Anbautechnisch verhält sich Lollo Rossa wie andere Pflücksalate, benötigt aber eventuell etwas mehr Licht für die intensive Rotfärbung.
  20. Wie lassen sich Asiasalat und Pflücksalat in der Mischkultur kombinieren?
    Asiasalat und Pflücksalat ergänzen sich hervorragend in der Mischkultur und bieten geschmackliche sowie optische Vielfalt. Beide haben ähnliche Ansprüche an Boden und Pflege, was die gemeinsame Kultivierung vereinfacht. Asiasalate wie Mizuna, Mibuna oder Red Giant wachsen meist etwas schneller und können als 'Lückenfüller' zwischen langsameren Pflücksalatsorten dienen. Die unterschiedlichen Blattformen und -farben schaffen attraktive Beetgestaltung - von feinen, gefiederten Mizuna-Blättern bis zu breiten roten Pflücksalatblättern. Geschmacklich ergänzen sich die würzig-scharfen Asiasalate perfekt mit milden Pflücksalaten. Beide können kontinuierlich beerntet werden, was die Pflege vereinfacht. Der Anbauplan sollte die unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten berücksichtigen - schnelle Asiasalate alle 1-2 Wochen, Pflücksalate alle 2-3 Wochen nachsäen. Achten Sie auf ausreichend Platz (15-20 cm Abstand), damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig bedrängen. Die Mischung ist ideal für asiatische Salatmischungen und bringt Abwechslung in den Speiseplan.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Pflücksalate
Topseller
Kiepenkerl Pflücksalat Loka Kiepenkerl Pflücksalat Loka
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Produktbild von Sperli Pflücksalatmischung Saatband mit verschiedenen Salatsorten, Informationshinweis zu 5m Saatband und der Marke Sperli sowie Angaben zu mehrfacher Ernte und vereinfachter Aussaat. Sperli Salat Pflücksalat-Kombination, Saatband
Inhalt 5 Laufende(r) Meter (0,74 € * / 1 Laufende(r) Meter)
3,69 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Produktbild von Sperli BIO Pflücksalat mit grünen Salatköpfen und Verpackungsdesign das Anbauinformationen wie kübelgeeignet und geeignet fürs Gewächshaus sowie den Anbauzeitraum Mai bis Oktober zeigt.
Sperli BIO Pflücksalat, grün
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Kiepenkerl Pflücksalat Lollo Bionda Kiepenkerl Pflücksalat Lollo Bionda
Inhalt 1 Portion
1,89 € *
Kiepenkerl Pflücksalat Lollo rossa Kiepenkerl Pflücksalat Lollo rossa
Inhalt 1 Portion
1,89 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Produktbild von Sperli BIO Pflücksalat Babyleaf Mischung Saatband mit Darstellung verschiedenfarbiger Salatblätter Hintergrund und Verpackungsdesign in deutscher Sprache samt Markenlogo.
Sperli BIO Pflücksalat Babyleaf Mischung, Saatband
Inhalt 5 Laufende(r) Meter (0,78 € * / 1 Laufende(r) Meter)
3,89 € *
Produktbild von Sperli Salat Lollo rossa Verpackung mit Abbildung von rotem Pflücksalat und Informationen zur Aussaat und Produktmerkmalen in deutscher Sprache. Sperli Salat Lollo rossa
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Produktbild von Sperli Salat Rot-Grüne Lollo-Kombination, Saatband mit Darstellung des fertig gewachsenen Salats und Verpackungshinweisen auf Deutsch. Sperli Salat Rot-Grüne Lollo-Kombination, Saatband
Inhalt 5 Laufende(r) Meter (0,68 € * / 1 Laufende(r) Meter)
3,39 € *
Passende Artikel
Kiepenkerl Pflücksalat Loka Kiepenkerl Pflücksalat Loka
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Kiepenkerl Pflücksalat Vili Kiepenkerl Pflücksalat Vili
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Kiepenkerl Pflücksalat Lollo Bionda Kiepenkerl Pflücksalat Lollo Bionda
Inhalt 1 Portion
1,89 € *
Kiepenkerl Pflücksalat Lollo rossa Kiepenkerl Pflücksalat Lollo rossa
Inhalt 1 Portion
1,89 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Kiepenkerl BIO Pflücksalat Lollo Rossa
Kiepenkerl BIO Pflücksalat Lollo Rossa
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Produktbild von Sperli BIO Pflücksalat mit grünen Salatköpfen und Verpackungsdesign das Anbauinformationen wie kübelgeeignet und geeignet fürs Gewächshaus sowie den Anbauzeitraum Mai bis Oktober zeigt.
Sperli BIO Pflücksalat, grün
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Produktbild von Sperli Salat Grand Rapids mit Darstellung von grünem Blattsalat und Informationen zu Sorteneigenschaften sowie Logo und Markenbezeichnung auf Deutsch Sperli Pflücksalat Grand Rapids
Inhalt 1 Portion
2,49 € *