Gründüngung im Herbst: Vorbereitung auf die nächste Saison

Gründüngung im Herbst: Den Boden für die nächste Saison fit machen

Die Gründüngung im Herbst ist eine clevere Methode, um Ihren Gartenboden auf die kommende Saison vorzubereiten. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Das Wichtigste auf einen Blick: Gründüngung im Herbst

  • Verbessert die Bodenstruktur und Nährstoffversorgung
  • Schützt vor Erosion und Nährstoffauswaschung
  • Fördert das Bodenleben und unterdrückt Unkraut
  • Winterharte und frostempfindliche Pflanzen zur Auswahl
  • Aussaat von August bis Oktober, je nach Pflanze

Was ist Gründüngung und wozu dient sie?

Gründüngung ist eine bewährte Methode, bei der spezielle Pflanzen angebaut werden, um den Boden zu verbessern. Diese Pflanzen werden nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet. Es ist eine Art "grüner Dünger", der dem Boden zugutekommt.

Besonderheiten der Herbst-Gründüngung

Im Herbst hat die Gründüngung eine besondere Bedeutung. Nach der Ernte liegen viele Beete brach, und der Boden ist schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt. Hier kommt die Gründüngung ins Spiel: Sie schützt den Boden vor Auswaschung und Erosion während der nassen Jahreszeit.

Vorteile für den Boden und die nächste Saison

Die Vorteile der Herbst-Gründüngung sind vielfältig:

  • Nährstoffanreicherung: Gründüngungspflanzen, besonders Leguminosen, binden Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die nächste Kultur verfügbar.
  • Bodenlockerung: Die Wurzeln der Pflanzen lockern den Boden und verbessern seine Struktur.
  • Humusaufbau: Wenn die Pflanzen im Frühjahr eingearbeitet werden, fördern sie den Humusaufbau.
  • Unkrautunterdrückung: Dichte Bestände lassen Unkräutern kaum eine Chance.
  • Förderung des Bodenlebens: Mikroorganismen und Bodentiere profitieren von der zusätzlichen organischen Substanz.

Geeignete Pflanzen für die Herbst-Gründüngung

Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, die sich für die Gründüngung im Herbst eignen. Die Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Bodenbeschaffenheit, Klima und gewünschte Wirkung.

Winterharte Arten

Winterharte Gründüngungspflanzen überstehen auch Frost und wachsen im Frühjahr weiter. Zu ihnen gehören:

  • Winterroggen: Robust und mit tiefgehenden Wurzeln, ideal für schwere Böden.
  • Inkarnatklee: Ein Stickstoffsammler, der auch Bienen im Frühjahr erfreut.
  • Winterwicke: Bindet viel Stickstoff und unterdrückt Unkraut effektiv.

Frostempfindliche Arten

Diese Pflanzen sterben bei Frost ab und bilden eine schützende Mulchschicht:

  • Phacelia: Auch "Bienenfreund" genannt, lockert den Boden und ist eine hervorragende Bienenweide.
  • Senf: Wächst schnell und unterdrückt Unkraut, aber Vorsicht in der Kohlgewächs-Fruchtfolge.
  • Ölrettich: Lockert den Boden tief und kann sogar Nematoden bekämpfen.

Mischungen und ihre Vorteile

Oft ist eine Mischung verschiedener Arten am sinnvollsten. So können Sie die Vorteile mehrerer Pflanzen kombinieren. Eine beliebte Mischung ist zum Beispiel Senf, Phacelia und Ölrettich. Sie deckt den Boden schnell ab, lockert ihn in verschiedenen Tiefen und bietet Insekten Nahrung.

Vorbereitung und Aussaat

Bestimmung des optimalen Aussaatzeitpunkts

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat ist wichtig. Generell gilt: Je früher, desto besser. Für die meisten Arten ist eine Aussaat von August bis Anfang Oktober möglich. Beachten Sie aber, dass die Pflanzen vor dem Winter noch genügend Zeit zum Wachsen haben sollten.

Bodenvorbereitung

Vor der Aussaat sollten Sie den Boden lockern und von Unkraut befreien. Ein feinkrümeliges Saatbett ist ideal. Grobe Erdklumpen können Sie mit einem Rechen zerkleinern.

Saattechniken und Saatmenge

Die Aussaat erfolgt meist breitwürfig von Hand oder mit einem Streuer. Achten Sie auf eine gleichmäßige Verteilung. Die Saatmenge variiert je nach Pflanze, liegt aber oft zwischen 2 und 20 Gramm pro Quadratmeter. Nach der Aussaat das Saatgut leicht einharken und bei Trockenheit wässern.

Pflege nach der Aussaat

Die meisten Gründüngungspflanzen sind pflegeleicht. Bei anhaltender Trockenheit sollten Sie gießen, bis die Pflanzen gut angewachsen sind. Ein Schnitt vor dem Winter bei üppigem Wuchs kann sinnvoll sein, um Fäulnis zu vermeiden.

Mit der richtigen Gründüngung im Herbst bereiten Sie den Boden optimal für eine erfolgreiche Gartensaison im nächsten Jahr vor. Ihr Boden wird es Ihnen mit gesunden, kräftigen Pflanzen danken!

Wie wirkt Gründüngung auf den Boden?

Gründüngung ist eine effektive Methode zur Verbesserung unseres Gartenbodens. Sie bringt nicht nur frisches Grün ins Beet, sondern hat auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Bodengesundheit. Schauen wir uns mal genauer an, was da eigentlich passiert.

Nährstoffe anreichern und binden

Gründüngungspflanzen können dem Boden Nährstoffe zuführen. Besonders Leguminosen wie Klee oder Lupinen sind effektiv bei der Stickstoffanreicherung. Sie gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein und können Luftstickstoff im Boden binden. Wenn die Pflanzen dann untergepflügt werden, geben sie diese Nährstoffe frei - eine gute Grundlage für die nächste Kultur.

Bodenstruktur verbessern

Gründüngungspflanzen lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf. Tiefwurzler wie Ölrettich oder Luzerne dringen in tiefere Bodenschichten vor und schaffen so natürliche Drainage-Kanäle. Das Ergebnis? Ein luftiger, krümeliger Boden, in dem sich Pflanzenwurzeln gut entwickeln können.

Bodenleben fördern

Unter der Erde herrscht reges Treiben - zumindest wenn wir dem Bodenleben gute Bedingungen bieten. Gründüngungspflanzen sind eine gute Nahrungsquelle für Bodenorganismen. Wenn die Pflanzen eingearbeitet werden, haben Regenwürmer, Mikroorganismen und Co. ausreichend Nahrung. Sie vermehren sich und ihre Aktivität steigert sich - ein sich selbst verstärkender Prozess.

Erosionsschutz und Unkrautunterdrückung

Gründüngung wirkt wie ein schützender Mantel für den Boden. Die Pflanzen bedecken die Oberfläche und ihre Wurzeln halten den Boden fest. Gleichzeitig lassen sie unerwünschten Kräutern kaum eine Chance sich zu entwickeln.

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Einarbeitung der Gründüngung - Wann und Wie?

Nach dem Anbau der Gründüngung stellt sich die Frage, wie man die grüne Pracht nun in den Boden bekommt. Das Timing ist hier wichtig!

Der richtige Zeitpunkt

Generell gilt: Einarbeiten, bevor die Pflanzen verholzen oder Samen bilden. Bei frostempfindlichen Arten wie Phacelia lässt man den Frost die Arbeit machen und arbeitet die abgestorbenen Pflanzenreste im Frühjahr ein. Winterharte Arten wie Winterroggen werden meist im zeitigen Frühjahr umgebrochen.

Methoden der Einarbeitung

Es gibt verschiedene Wege, die Gründüngung in den Boden zu bringen:

  • Mulchen: Die Pflanzen werden abgemäht und als Mulchschicht liegengelassen. Langsam aber sicher verrotten sie an der Oberfläche.
  • Unterpflügen: Klassische Methode, bei der die Pflanzen komplett in den Boden eingearbeitet werden.
  • Fräsen: Die Gründüngung wird oberflächlich eingearbeitet - ideal für kleinere Flächen.

Vor- und Nachteile der Einarbeitungsmethoden

Jede Methode hat ihre Eigenheiten:

  • Mulchen schützt den Boden, kann aber Schnecken anlocken.
  • Unterpflügen bringt die Nährstoffe tief in den Boden, kann aber die Bodenstruktur stören.
  • Fräsen ist einfach, kann aber bei zu häufiger Anwendung den Boden verdichten.

Es empfiehlt sich, verschiedene Methoden auszuprobieren und zu beobachten, was im eigenen Garten am besten funktioniert.

Gründüngung in verschiedenen Gartensystemen

Gründüngung ist vielseitig einsetzbar - sowohl in kleinen Gemüsegärten als auch in großen Obstgärten.

Im Gemüsegarten

Hier ist Gründüngung besonders wertvoll. Nach der Ernte von Frühgemüse kann man zum Beispiel Phacelia oder Senf aussäen. Diese wachsen schnell und unterdrücken Unkraut. Im Frühjahr hat man dann einen nährstoffreichen Boden für Tomaten oder Kürbisse.

Im Obstgarten

Zwischen den Bäumen lässt sich gut Gründüngung anbauen. Kleearten oder Luzerne sind hier geeignet. Sie lockern den Boden und ziehen Nützlinge an. Aber Vorsicht: Ein Abstand von etwa einem Meter zum Stamm sollte eingehalten werden, damit die Gründüngung nicht mit den Bäumen um Wasser konkurriert.

Auf Brachflächen

Ungenutzte Flächen eignen sich gut für Gründüngung. Hier können auch mehrjährige Mischungen ausprobiert werden. Sie verbessern langfristig den Boden und bieten zusätzlich einen ästhetischen Aspekt.

In Mischkultursystemen

Gründüngung lässt sich in Mischkulturen integrieren. Zwischen Kohlreihen kann niedrig wachsender Klee den Boden bedecken. Oder man sät nach der Ernte von Frühkartoffeln eine schnellwüchsige Gründüngung, bevor der Winterkohl kommt.

In jedem System ist Gründüngung ein nützliches Instrument für Gärtner. Sie verbessert nicht nur den Boden, sondern fördert auch ein lebendiges Ökosystem im Garten.

Spezielle Aspekte der Herbst-Gründüngung: Frost und Winterwetter meistern

Die Herbst-Gründüngung bringt ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich, insbesondere wenn es um den Umgang mit Frost und Winterwetter geht. Viele Gärtner fragen sich: Wie überstehen meine Gründüngungspflanzen die kalte Jahreszeit?

Frostharte Pflanzen wählen

Um dem Frost zu trotzen, ist die Wahl winterharter Arten wichtig. Winterroggen, Inkarnatklee oder Winterrübsen sind robuste Optionen. Sie halten nicht nur Minusgraden stand, sondern wachsen sogar bei niedrigen Temperaturen weiter. So bleibt der Boden auch im Winter bedeckt und geschützt.

Mulchen als Frostschutz

Eine zusätzliche Mulchschicht kann empfindlichere Pflanzen vor Frostschäden bewahren. Laub, Stroh oder Grasschnitt eignen sich gut dafür. Diese natürliche Decke isoliert den Boden und schützt die Wurzeln vor dem Ausfrieren.

Auswirkungen auf die Frühjahrsbestellung

Die Herbst-Gründüngung beeinflusst die Gartenarbeit im Frühling. Wer jetzt richtig plant, kann sich im nächsten Jahr über einen Vorteil freuen.

Nährstoffschub für Frühjahrskulturen

Gründüngungspflanzen speichern Nährstoffe über den Winter und geben sie im Frühjahr frei. Das unterstützt das Wachstum der Folgekulturen. Besonders stickstoffhungrige Pflanzen wie Kohl profitieren davon.

Bodenlockerung ohne Mühe

Die Wurzeln der Gründüngung lockern den Boden auf natürliche Weise. Das erleichtert im Frühjahr das Umgraben. Ein weiterer Vorteil: Der Boden erwärmt sich schneller, was einen früheren Saatbeginn ermöglicht.

Kombination mit anderen Bodenpflegemaßnahmen

Gründüngung ist kein Allheilmittel, aber in Kombination mit anderen Maßnahmen sehr effektiv für den Boden.

Kompost und Gründüngung - ein starkes Team

Die Zugabe von Kompost ergänzt die Gründüngung gut. Während die Gründüngungspflanzen den Boden lockern und Nährstoffe binden, liefert der Kompost zusätzliche organische Substanz und Mikronährstoffe.

Mischkultur im Kleinen

Wer verschiedene Gründüngungspflanzen kombiniert, schafft eine Art Mischkultur. Tiefwurzler wie Luzerne lockern den Unterboden, während flachwurzelnde Arten wie Phacelia die oberen Bodenschichten verbessern.

Ökologische Aspekte der Gründüngung

Gründüngung ist mehr als nur Bodenpflege. Sie trägt zum Ökosystem unseres Gartens bei.

Ein Paradies für Insekten

Blühende Gründüngungspflanzen wie Phacelia oder Buchweizen ziehen Insekten an. Sie bieten Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zu einer Zeit, in der das Blütenangebot oft knapp ist. Das fördert die Biodiversität und belebt den Herbstgarten.

Bodenleben ankurbeln

Unter der Erde tut sich einiges: Die Wurzeln der Gründüngung bieten Lebensraum für viele Bodenlebewesen. Regenwürmer, Bakterien und Pilze finden hier gute Bedingungen. Sie zersetzen organisches Material und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar.

CO2-Bindung im Garten

Gründüngungspflanzen binden CO2 aus der Luft und speichern es im Boden. Besonders effektiv sind hierbei Leguminosen wie Klee oder Lupinen. Sie können in einer Saison bis zu 5 Tonnen CO2 pro Hektar binden. Das mag im Hausgarten weniger sein, summiert sich aber deutschlandweit zu einem beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Häufige Fehler und Herausforderungen bei der Gründüngung

Auch bei der Gründüngung kann einiges schiefgehen. Hier ein paar typische Stolpersteine und wie man sie umgeht:

Timing ist wichtig

Ein häufiger Fehler ist die zu späte Aussaat. Gründüngungspflanzen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Wer zu spät sät, riskiert, dass die Pflanzen vor dem Winter nicht genug Masse bilden. Als Orientierung gilt: Spätestens Mitte September sollte die Saat im Boden sein.

Die richtige Pflanzenauswahl

Nicht jede Gründüngungspflanze passt zu jedem Garten. Wer Kreuzblütler wie Senf oder Ölrettich wählt, sollte bedenken, dass diese nicht vor Kohl angebaut werden sollten. Sie können Krankheiten übertragen. Hier lohnt sich ein Blick auf die Fruchtfolge.

Vorsicht bei der Einarbeitung

Zu tiefes Einarbeiten der Gründüngung kann problematisch sein. Es kann zu Fäulnis führen und das Bodenleben beeinträchtigen. Besser ist es, die Pflanzen oberflächlich einzuarbeiten oder als Mulch liegen zu lassen.

Schädlinge und Krankheiten

Auch Gründüngungspflanzen können von Schädlingen befallen werden. Schnecken sind besonders bei jungen Pflanzen ein Problem. Hier hilft oft schon eine dünne Schicht Sägespäne um die Aussaat. Bei starkem Befall können auch Schneckenkörner eine Option sein, aber bitte mit Bedacht einsetzen.

Gründüngung im Herbst ist eine Investition in die Zukunft des Gartens. Mit der richtigen Planung und ein bisschen Aufmerksamkeit lassen sich die Herausforderungen meistern. Das Ergebnis ist ein vitaler Boden, der im Frühjahr gut vorbereitet ist. Also, ran an die Schaufel und los geht's!

Gründüngung im Jahresablauf: Planung und Fruchtfolge

Die Integration der Gründüngung in den Jahresablauf ist ein wichtiger Aspekt für jeden Gärtner. Besonders im Herbst bietet sich die Möglichkeit, den Boden für die kommende Saison optimal vorzubereiten. Dabei sollte man die Wechselwirkungen mit den Hauptkulturen im Auge behalten.

Gründüngung und Hauptkulturen: Ein Balanceakt

Bei der Planung der Fruchtfolge mit Gründüngung gilt es, die Bedürfnisse der Hauptkulturen zu berücksichtigen. Manche Gründüngungspflanzen können beispielsweise Nährstoffe binden, die dann der Folgekultur zur Verfügung stehen. Andere wiederum lockern den Boden tief auf, was besonders Wurzelgemüse zugute kommt.

Ein Beispiel aus meinem eigenen Garten: Nach der Ernte von Frühkartoffeln säe ich oft Phacelia aus. Diese Pflanze bildet in kurzer Zeit viel Biomasse und ihre Blüten sind bei Insekten sehr beliebt. Im Frühjahr folgen dann Erbsen oder Bohnen, die von dem aufgelockerten und nährstoffreichen Boden profitieren.

Langfristige Effekte auf die Bodengesundheit

Die regelmäßige Anwendung von Gründüngung hat beachtliche Auswirkungen auf die Bodengesundheit. Über die Jahre hinweg verbessert sich die Bodenstruktur spürbar. Der Humusgehalt steigt, was die Wasserspeicherfähigkeit erhöht und die Nährstoffverfügbarkeit verbessert.

In meinem Gemüsegarten konnte ich nach einigen Jahren konsequenter Gründüngung beobachten, wie sich die Bodenqualität veränderte. Der einst schwere Lehmboden wurde lockerer und krümeliger. Regenwürmer fühlten sich wohler, und die Pflanzen wuchsen kräftiger.

Wirtschaftliche Aspekte der Gründüngung

Obwohl die Gründüngung zunächst eine Investition darstellt, zahlt sie sich langfristig aus. Eine Kosten-Nutzen-Analyse zeigt deutliche Vorteile.

Einsparungen bei Dünger und Bodenbearbeitung

Durch die Nährstoffanreicherung im Boden kann der Einsatz von Düngemitteln reduziert werden. Zusätzlich verbessert die Gründüngung die Bodenstruktur, was die Bodenbearbeitung erleichtert und somit Zeit und Energie spart.

Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: Nachdem ich jahrelang Gründüngung betrieben hatte, konnte ich den Einsatz von Mineraldünger um fast die Hälfte reduzieren. Auch das Umgraben im Frühjahr ging leichter von der Hand, da der Boden nicht mehr so verdichtet war.

Langfristige Ertragssteigerungen

Mit der Zeit führt die verbesserte Bodenqualität zu höheren und stabileren Erträgen. Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Stress und Krankheiten, was sich positiv auf die Ernte auswirkt.

Zukunftsperspektiven der Gründüngung

Die Bedeutung der Gründüngung wird in Zukunft wahrscheinlich noch zunehmen. Neue Entwicklungen in der Pflanzenzüchtung und Technologie eröffnen interessante Möglichkeiten.

Innovative Pflanzenzüchtungen

Forscher arbeiten an der Entwicklung von Gründüngungspflanzen mit speziellen Eigenschaften. Zum Beispiel solche, die besonders effektiv Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnehmen oder die resistent gegen bestimmte Schädlinge sind.

Technologische Fortschritte

In der Landwirtschaft gibt es zunehmend präzisere Aussaat- und Einarbeitungstechniken. Diese ermöglichen eine effizientere Nutzung der Gründüngung, auch auf größeren Flächen.

Gründüngung in nachhaltigen Landwirtschaftssystemen

In Zeiten des Klimawandels und der Ressourcenknappheit spielt die Gründüngung eine wichtige Rolle in nachhaltigen Anbausystemen. Sie trägt zur Kohlenstoffbindung im Boden bei und reduziert den Bedarf an künstlichen Düngemitteln.

Grüne Zukunft: Gründüngung für gesunde Böden

Die Gründüngung im Herbst ist mehr als nur eine Methode zur Bodenvorbereitung. Sie ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und ertragreiche Gartenkultur. Durch die Integration in die Fruchtfolge, die Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte und den Blick auf zukünftige Entwicklungen kann jeder Gärtner von den Vorteilen profitieren.

Mein Rat: Probieren Sie verschiedene Gründüngungspflanzen aus und beobachten Sie die Auswirkungen auf Ihren Garten. Mit der Zeit werden Sie ein Gespür dafür entwickeln, welche Methoden für Ihren Boden am besten geeignet sind. Die Gründüngung im Herbst ist nicht nur eine Investition in die nächste Saison, sondern in die langfristige Gesundheit und Fruchtbarkeit Ihres Gartens.

Machen Sie sich bereit für die Herbst-Gründüngung – Ihr Garten wird es Ihnen danken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Gründüngung im Herbst und wie funktioniert sie?
    Gründüngung im Herbst ist eine bewährte Methode, bei der spezielle Pflanzen nach der Haupternte angebaut werden, um den Boden zu verbessern. Diese Pflanzen werden nicht geerntet, sondern später in den Boden eingearbeitet - eine Art "grüner Dünger". Die Herbst-Gründüngung funktioniert durch mehrere Mechanismen: Die Pflanzen schützen den nackten Boden vor Wind und Wetter, ihre Wurzeln lockern die Erde auf und reichern sie mit Nährstoffen an. Besonders Leguminosen wie Klee binden Stickstoff aus der Luft über Knöllchenbakterien. Der optimale Aussaatzeitraum liegt zwischen August und Oktober, damit die Pflanzen vor dem Winter noch ausreichend wachsen können. Nach dem Winter oder Frühjahr werden die Pflanzen durch Mulchen, Unterpflügen oder Fräsen in den Boden eingearbeitet und verbessern so nachhaltig die Bodenqualität für die nächste Gartensaison.
  2. Welche Vorteile bietet Gründüngung für die Bodenstruktur und das Bodenleben?
    Gründüngung revolutioniert die Bodenstruktur durch verschiedene Mechanismen. Die Wurzeln lockern den Boden auf natürliche Weise und schaffen Drainage-Kanäle, was besonders bei schweren Lehm- oder Tonböden wertvoll ist. Tiefwurzler wie Ölrettich durchbrechen Verdichtungen in tieferen Schichten. Für das Bodenleben ist Gründüngung ein wahrer Segen: Die Pflanzen liefern kontinuierlich organische Substanz, die Regenwürmer, Mikroorganismen und andere Bodenlebewesen nährt. Diese zersetzen das Material und wandeln es in wertvollen Humus um. Der erhöhte Humusgehalt verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und Nährstoffverfügbarkeit erheblich. Zusätzlich entstehen stabile Bodenkrümel, die eine optimale Belüftung ermöglichen. Das aktivierte Bodenleben produziert natürliche Klebstoffe, die die Bodenpartikel zusammenhalten und die Struktur langfristig stabilisieren. So entsteht ein lebendiger, fruchtbarer Boden mit idealer Krümelstruktur.
  3. Wie schützt Herbst-Gründüngung vor Erosion und Nährstoffauswaschung?
    Herbst-Gründüngung wirkt wie ein schützender Mantel für den Boden und verhindert effektiv Erosion sowie Nährstoffverluste. Die oberirdischen Pflanzenteile bilden eine dichte Bodenbedeckung, die Regentropfen abfängt und deren Aufprallenergie mindert - so kann der Boden nicht weggespült werden. Das Wurzelsystem hält die Erde mechanisch zusammen und stabilisiert sie gegen Wind- und Wassererosion. Gleichzeitig nehmen die lebenden Pflanzen über den Winter gelöste Nährstoffe aus dem Boden auf und speichern sie in ihrem Gewebe. Diese würden sonst durch Regenwasser in tiefere Schichten ausgewaschen oder ins Grundwasser gelangen. Besonders Stickstoff, der leicht auswaschbar ist, wird so konserviert. Im Frühjahr geben die eingearbeiteten Pflanzen diese Nährstoffe kontrolliert wieder frei. Zusätzlich verbessert die Gründüngung die Wasserinfiltration und reduziert Oberflächenabfluss, was den Erosionsschutz weiter verstärkt.
  4. Welche speziellen Herausforderungen bringt Frost für die Herbst-Gründüngung mit sich?
    Frost stellt bei der Herbst-Gründüngung eine zentrale Herausforderung dar, die sowohl Risiken als auch Chancen birgt. Frostempfindliche Arten wie Phacelia oder Senf sterben bei den ersten Minusgraden ab und bilden eine natürliche Mulchschicht - das kann erwünscht sein, bedeutet aber auch, dass der Bodenschutz über den Winter nur passiv erfolgt. Winterharte Pflanzen wie Winterroggen oder Inkarnatklee müssen dagegen strenge Fröste überstehen, was eine sorgfältige Sortenauswahl erfordert. Problematisch wird es, wenn Kahlfröste auftreten - also Frost ohne schützende Schneedecke. Dann können auch winterharte Arten Schäden erleiden. Die Lösung liegt in der richtigen Pflanzenauswahl je nach regionalem Klima und in zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie Mulchschichten aus Laub oder Stroh. Wichtig ist auch das Timing: Zu späte Aussaat führt dazu, dass die Pflanzen nicht ausreichend entwickelt sind, um Frost zu überstehen.
  5. Wie beeinflusst die Gründüngung die Frühjahrsbestellung und Bodenbearbeitung?
    Gründüngung verändert die Frühjahrsarbeit im Garten deutlich - meist zum Positiven. Der Boden erwärmt sich durch die verbesserte Struktur schneller, was einen früheren Saatbeginn ermöglicht. Die natürliche Bodenlockerung durch die Gründüngungswurzeln erleichtert das Umgraben erheblich; oft reicht schon oberflächliches Bearbeiten aus. Bei frostempfindlichen Arten wie Phacelia liegt bereits eine natürliche Mulchschicht vor, die nur noch eingearbeitet werden muss. Winterharte Gründüngung sollte rechtzeitig vor der Neuaussaat geschnitten und eingearbeitet werden - idealerweise 2-3 Wochen vorher, damit sie sich zersetzen kann. Der Boden ist durch die Gründüngung meist krümeliger und weniger verdichtet, was die Saatbeetbereitung vereinfacht. Allerdings müssen Wartezeiten eingeplant werden: Frisch eingearbeitete Gründüngung kann vorübergehend Stickstoff binden, bis der Zersetzungsprozess abgeschlossen ist. Die Bodenbearbeitung wird insgesamt schonender und der Maschineneinsatz reduziert.
  6. Worin unterscheiden sich winterharte und frostempfindliche Gründüngungspflanzen?
    Der Hauptunterschied liegt in der Frostresistenz und den daraus resultierenden Eigenschaften. Winterharte Gründüngungspflanzen wie Winterroggen, Inkarnatklee oder Winterwicke überstehen Temperaturen bis -15°C oder tiefer und wachsen im Frühjahr weiter. Sie bieten kontinuierlichen Bodenschutz und können bis zu 6 Monate aktiv bleiben. Ihre Wurzeln entwickeln sich über einen längeren Zeitraum und lockern den Boden intensiver. Frostempfindliche Arten wie Phacelia, Senf oder Ölrettich sterben bereits bei den ersten leichten Frösten ab und bilden dann eine schützende Mulchschicht. Sie wachsen dafür schneller und können in 6-8 Wochen beachtliche Biomasse produzieren. Winterharte Arten eignen sich für Standorte mit strengen Wintern und wenn kontinuierlicher Lebendschutz gewünscht ist. Frostempfindliche Pflanzen sind ideal, wenn der Boden im Frühjahr schnell verfügbar sein soll, da sie sich bereits über den Winter zersetzen und keine aufwendige Einarbeitung erfordern.
  7. Wie unterscheiden sich Mulchen, Unterpflügen und Fräsen bei der Einarbeitung?
    Die drei Einarbeitungsmethoden haben unterschiedliche Auswirkungen auf Boden und Nährstoffverfügbarkeit. Mulchen bedeutet, die Gründüngungspflanzen zu mähen und als Schicht auf dem Boden liegen zu lassen. Diese Methode schützt den Boden vor Austrocknung und Unkraut, die Zersetzung erfolgt langsam von oben. Regenwürmer werden angelockt und arbeiten das Material allmählich ein. Unterpflügen arbeitet die gesamte Pflanzenmasse tief in den Boden ein, meist 15-20 cm tief. Die Zersetzung erfolgt schnell, Nährstoffe werden rasch verfügbar, aber die Bodenstruktur kann gestört werden. Fräsen zerkleinert und mischt die Pflanzen oberflächlich (5-10 cm tief) in die Erde. Es ist weniger arbeitsintensiv als Pflügen, kann bei häufiger Anwendung aber Verdichtungen fördern. Mulchen eignet sich für langfristigen Bodenschutz, Unterpflügen für schnelle Nährstofffreisetzung und Fräsen als Kompromiss zwischen beiden Methoden.
  8. Welche häufigen Fehler sollten beim Timing der Gründüngung vermieden werden?
    Timing-Fehler können die Wirkung der Gründüngung erheblich beeinträchtigen. Der häufigste Fehler ist eine zu späte Aussaat - nach Mitte Oktober haben die meisten Arten nicht mehr genug Zeit, sich vor dem Winter zu entwickeln. Umgekehrt kann zu frühe Aussaat bei noch warmen Böden zu Problemen mit Trockenheit führen. Ein weiterer kritischer Fehler ist die falsche Einarbeitung: Zu frühe Einarbeitung verschwendet das Wachstumspotential, während zu späte Einarbeitung die Samenbildung riskiert und Unkrautprobleme schafft. Besonders problematisch ist es, blühende oder samende Gründüngung einzuarbeiten - dies kann zu unerwünschter Selbstaussaat führen. Winterharte Arten sollten vor der Blüte geschnitten werden. Auch die Wartezeit nach der Einarbeitung wird oft unterschätzt: 2-3 Wochen Pause vor der Neuaussaat sind wichtig, damit die Zersetzung nicht der Folgekultur die Nährstoffe entzieht. Schließlich sollte die Fruchtfolge beachtet werden - Kreuzblütler wie Senf nicht vor Kohlgewächsen aussäen.
  9. Wo kann man qualitatives Saatgut für Gründüngung kaufen?
    Für qualitatives Gründüngungssaatgut gibt es mehrere zuverlässige Bezugsquellen. Spezialisierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten ein breites Sortiment an Einzelarten und bewährten Mischungen mit detaillierter Beratung und Anbauanleitungen. Lokale Gartencenter und Raiffeisen-Märkte führen meist Standardsorten und können regional angepasste Empfehlungen geben. Landwirtschaftliche Genossenschaften haben oft günstigere Großpackungen, die sich für größere Flächen lohnen. Beim Online-Kauf sollten Sie auf Aussaattabellen, Sortenreinheit und Keimfähigkeitsangaben achten. Samen.de punktet beispielsweise mit geprüfter Qualität und fachkundiger Beratung zu passenden Arten für verschiedene Standorte. Bio-Qualität ist verfügbar, aber nicht zwingend notwendig, da Gründüngung ohnehin nicht verzehrt wird. Wichtig ist frisches Saatgut mit hoher Keimrate - achten Sie auf das Erntejahr und lagern Sie ungeöffnete Packungen kühl und trocken. Für Einsteiger sind fertige Mischungen oft die beste Wahl.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Gründüngungsmischungen zu beachten?
    Beim Kauf von Gründüngungsmischungen sollten mehrere wichtige Kriterien beachtet werden. Zunächst muss die Zusammensetzung zur geplanten Fruchtfolge passen - Kreuzblütler-Anteile sind problematisch vor Kohlgewächsen. Die Standortanpassung ist entscheidend: Mischungen für schwere oder leichte Böden, sonnige oder halbschattige Lagen unterscheiden sich erheblich. Fachkundige Anbieter wie samen.de stellen detaillierte Informationen zur Eignung bereit und helfen bei der Auswahl. Die Saatmenge pro Quadratmeter sollte klar angegeben sein - meist zwischen 2-5g/m². Wichtig sind auch Angaben zur Frostverträglichkeit und optimalen Aussaatzeit. Qualitätskriterien umfassen hohe Keimfähigkeit (über 85%), Sortenreinheit und aktuelles Erntejahr. Bei größeren Flächen lohnen sich Großpackungen, für Hobbygärtner reichen 250-500g-Packungen. Die Mischung sollte verschiedene Wurzeltypen (Flach- und Tiefwurzler) sowie unterschiedliche Pflanzenfamilien kombinieren, um maximale Bodenverbesserung zu erzielen. Preis-Leistungs-Verhältnis und Lagerfähigkeit sind weitere wichtige Faktoren.
  11. Wie wirkt sich Gründüngung auf die Kohlenstoffbindung im Boden aus?
    Gründüngung trägt erheblich zur Kohlenstoffbindung im Boden bei und unterstützt damit aktiv den Klimaschutz. Die Pflanzen nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf und wandeln es durch Photosynthese in organische Verbindungen um. Ein Teil davon wird in den Wurzeln gespeichert, die nach dem Absterben im Boden verbleiben. Bei der späteren Einarbeitung der oberirdischen Teile wird zusätzlicher Kohlenstoff in den Boden eingebracht. Besonders effektiv sind Leguminosen wie Klee oder Lupinen, die bis zu 5 Tonnen CO2 pro Hektar und Saison binden können. Der eingearbeitete Kohlenstoff wird von Bodenmikroorganismen zu Humus umgewandelt, der langfristig im Boden verbleibt. Dieser Prozess verbessert nicht nur die Bodenqualität, sondern entzieht der Atmosphäre dauerhaft CO2. Tiefwurzelnde Arten wie Luzerne transportieren Kohlenstoff in tiefere Bodenschichten, wo er besonders stabil gelagert wird. Regelmäßige Gründüngung kann den Humusgehalt um 0,1-0,3% jährlich steigern.
  12. Welche Rolle spielen Knöllchenbakterien bei der Stickstoffbindung von Leguminosen?
    Knöllchenbakterien (Rhizobium) gehen eine faszinierende Symbiose mit Leguminosen ein und ermöglichen die biologische Stickstoffbindung. Diese Bakterien dringen in die Wurzelhaare ein und bilden charakteristische Knöllchen, die als kleine Verdickungen sichtbar sind. In diesen Knöllchen wandeln sie Luftstickstoff (N2) mit Hilfe des Enzyms Nitrogenase in Ammonium um, welches die Pflanze nutzen kann. Die Leguminose liefert im Gegenzug Kohlenhydrate als Energiequelle für die Bakterien. Dieser Prozess kann 100-300 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr binden - ein enormer Wert für die Bodenfruchtbarkeit. Verschiedene Leguminosenarten arbeiten mit spezifischen Bakterienstämmen zusammen: Klee mit anderen als Erbsen oder Bohnen. Die Knöllchen sind bei aktiver Stickstoffbindung innen rötlich gefärbt durch das Protein Leghämoglobin. Nach dem Absterben der Pflanze werden sowohl die Knöllchen als auch der in der Pflanze gespeicherte Stickstoff mineralisiert und stehen Folgekulturen zur Verfügung - eine natürliche Düngung ohne externe Stickstoffzufuhr.
  13. Wie beeinflusst Gründüngung die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens?
    Gründüngung verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens durch mehrere Mechanismen erheblich. Die organische Substanz aus eingearbeiteten Gründüngungspflanzen erhöht den Humusgehalt, und Humus kann das 20-fache seines Eigengewichts an Wasser speichern. Zusätzlich verbessern die Wurzeln die Bodenstruktur und schaffen ein Netzwerk von Poren unterschiedlicher Größe. Grobporen ermöglichen schnelle Wasserinfiltration bei Regen, während Mittelporen Wasser gegen die Schwerkraft halten. Die aktivierten Bodenlebewesen produzieren Schleimsubstanzen, die Bodenkrümel stabilisieren und wasserstabile Aggregate bilden. Tiefwurzelnde Gründüngungspflanzen wie Luzerne schaffen vertikale Drainagekanäle, die Wasser in tiefere Schichten leiten und dort speichern. Die Bodenbedeckung durch lebende Gründüngung reduziert die Verdunstung erheblich. Studien zeigen, dass regelmäßige Gründüngung die verfügbare Wasserkapazität um 15-25% steigern kann - besonders wertvoll in trockenen Sommern und für wassersparende Gartenwirtschaft.
  14. Welchen Einfluss hat Gründüngung auf die Biodiversität im Garten?
    Gründüngung fördert die Biodiversität im Garten auf vielfältige Weise und schafft wertvolle Lebensräume. Blühende Arten wie Phacelia, Buchweizen oder Inkarnatklee bieten Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere bestäubende Insekte - oft zu Zeiten, wenn andere Blütenquellen knapp sind. Dies unterstützt sowohl Honigbienen als auch wilde Bestäuber. Die dichten Bestände bieten Unterschlupf für Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Laufkäfer, die Schädlinge kontrollieren. Im Boden entsteht durch die organische Substanz ein reiches Nahrungsnetz: Regenwürmer, Springschwänze, Milben und Mikroorganismen vermehren sich und bilden die Basis für höhere trophische Ebenen. Verschiedene Gründüngungsarten ziehen unterschiedliche Artengruppen an - Mischungen maximieren daher die Diversität. Vögel profitieren von den Samen und den angelockten Insekten. Langfristig entsteht ein stabileres Ökosystem mit natürlicher Schädlingsregulierung und verbesserter Bodengesundheit. Gründüngung ist somit ein wichtiger Baustein für naturnahe Gartenwirtschaft.
  15. Wie lässt sich Gründüngung optimal in die Fruchtfolge integrieren?
    Die Integration der Gründüngung in die Fruchtfolge erfordert strategische Planung und Kenntnisse über Pflanzenfamilien. Grundsätzlich sollte die Gründüngung die Fruchtfolge ergänzen, nicht stören. Leguminosen wie Klee oder Wicken eignen sich vor stickstoffhungrigen Kulturen wie Kohl oder Mais. Kreuzblütler-Gründüngung (Senf, Ölrettich) darf nicht vor anderen Kreuzblütlern (Kohl, Radieschen) stehen, da sie Krankheiten übertragen können. Tiefwurzelnde Arten wie Luzerne lockern verdichtete Böden vor Wurzelgemüse wie Möhren oder Pastinaken. Nach nährstoffzehrenden Kulturen wie Tomaten oder Kürbissen ist stickstoffbindende Gründüngung besonders wertvoll. Die Zeitplanung ist entscheidend: Nach Frühkartoffeln bleibt Zeit für schnellwüchsige Arten wie Phacelia, nach später Kohlrabi nur für winterharte Roggenarten. In Mischkultursystemen kann niedrigwachsende Gründüngung als Unterbepflanzung dienen. Mehrjährige Fruchtfolgeplanung ermöglicht systematische Bodenverbesserung durch abwechselnde Gründüngung verschiedener Familien.
  16. Welche Saatmengen und Aussaattechniken sind für verschiedene Gründüngungspflanzen erforderlich?
    Die Saatmengen variieren je nach Pflanzenart und gewünschter Bestandsdichte erheblich. Feinsämige Arten wie Phacelia benötigen nur 1-2 g/m², während grobkörnige wie Lupinen 8-12 g/m² erfordern. Schnellwüchsiger Senf kommt mit 2-3 g/m² aus, Winterroggen braucht 10-15 g/m². Bei Mischungen orientiert man sich am schwersten Samen und sät meist 3-5 g/m². Die Aussaattechnik hängt von der Korngröße ab: Feinsämereien werden oberflächlich gestreut und nur leicht eingeharkt (0,5-1 cm), größere Samen 1-2 cm tief eingearbeitet. Wichtig ist gleichmäßige Verteilung - ein Handstreuer erleichtert die Arbeit bei größeren Flächen. Die optimale Saattiefe liegt bei der 2-3fachen Korndicke. Nach der Aussaat sollte der Boden leicht angedrückt und bei Trockenheit gewässert werden. Großkörnige Leguminosen können auch in Reihen gesät werden (15-20 cm Abstand), während Kleinsämereien breitwürfig ausgebracht werden. Bei windigen Verhältnissen hilft leichtes Überharken gegen Verwehung.
  17. Kann Gründüngung Pflanzenkrankheiten übertragen oder fördern?
    Gründüngung kann tatsächlich Pflanzenkrankheiten übertragen oder fördern, wenn die Fruchtfolge nicht beachtet wird. Besonders kritisch sind verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Gründüngung und Folgekultur. Kreuzblütler-Gründüngung wie Senf oder Ölrettich kann Kohlhernie übertragen, die später Kohl, Radieschen oder Rucola befällt. Diese Krankheit überlebt jahrelang im Boden und ist schwer zu bekämpfen. Auch Nematoden können sich bei falscher Sortenwahl vermehren - bestimmte Ölrettich-Sorten sind jedoch nematodenresistent und reduzieren sogar den Befall. Pilzkrankheiten können durch Pflanzenreste übertragen werden, besonders wenn kranke Gründüngung eingearbeitet wird. Umgekehrt können viele Gründüngungspflanzen Krankheiten unterdrücken: Tagetes gegen Wurzelnematoden, bestimmte Senfsorten gegen bodenbürtige Pilze. Die Lösung liegt in der richtigen Auswahl: Verschiedene Pflanzenfamilien abwechseln, resistente Sorten wählen und auf sauberes, zertifiziertes Saatgut achten. Bei Problemen sollten mehrjährige Anbaupausen eingehalten werden.
  18. Welche regionalen Besonderheiten sind bei der Herbst-Gründüngung zu beachten?
    Regionale Besonderheiten spielen bei der Herbst-Gründüngung eine wichtige Rolle und beeinflussen Sortenauswahl und Aussaatzeiten erheblich. In milden Weinbaugebieten können frostempfindliche Arten wie Phacelia oft bis November überleben und weiterwachsen, während sie in Berglagen bereits im September erfrieren. Norddeutsche Küstenregionen mit milden, aber windreichen Wintern erfordern windresistente, niedrigwachsende Arten. In Gebieten mit strengen Kahlfrösten sind nur die härtesten Sorten wie Winterroggen oder Winterwicke zuverlässig. Süddeutsche Regionen ermöglichen längere Vegetationszeiten, während skandinavische Verhältnisse sehr frühe Aussaat (August) erfordern. Niederschlagsarme Gebiete profitieren von trockenheitstoleranten Arten wie Luzerne, während regenreiche Regionen auf schnellwüchsige Arten setzen sollten, die Staunässe vertragen. Lokale Bodenverhältnisse - von sandigen Geestböden bis schweren Marschböden - erfordern angepasste Sortenwahl. Regionale Gartencenter und landwirtschaftliche Beratungsstellen kennen bewährte Mischungen für ihre Gebiete und können wertvolle Empfehlungen geben.
  19. Was unterscheidet Gründüngung von Kompostierung und anderen Bodenverbesserungsmethoden?
    Gründüngung unterscheidet sich fundamental von anderen Bodenverbesserungsmethoden durch ihren lebenden, aktiven Charakter. Während Kompost bereits zersetzte organische Materie darstellt, sind Gründüngungspflanzen lebende Organismen, die aktiv Nährstoffe aus Luft und tieferen Bodenschichten erschließen. Kompostierung erfolgt außerhalb des Gartenbeets und wird später zugegeben, Gründüngung wächst direkt am Bestimmungsort und verbessert den Boden von innen heraus. Mulchen verwendet bereits totes Material zur Bodenbedeckung, während Gründüngung erst lebt, dann abstirbt und schließlich eingearbeitet wird. Der Vorteil der Gründüngung liegt in der tiefen Durchwurzelung und dem aktiven Stofftransport - Tiefwurzler holen Nährstoffe aus unerreichbaren Schichten und machen sie verfügbar. Zusätzlich bietet nur lebende Gründüngung Lebensraum für Insekten und andere Gartenbewohner. Mineralische Dünger liefern sofort verfügbare Nährstoffe, Gründüngung wirkt langsamer aber nachhaltiger und verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur - ein Effekt, den reine Nährstoffzugabe nicht erreicht.
  20. Wie unterscheidet sich Zwischenfruchtanbau von klassischer Gründüngung?
    Zwischenfruchtanbau und klassische Gründüngung überschneiden sich stark, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte und Zielsetzungen. Zwischenfruchtanbau bezeichnet den Anbau von Pflanzen zwischen zwei Hauptkulturen, primär um Nährstoffauswaschung zu verhindern und den Boden zu schützen. Dies erfolgt meist in der Landwirtschaft nach rechtlichen Vorgaben (Düngeverordnung). Klassische Gründüngung zielt breiter auf Bodenverbesserung ab und kann auch Hauptkulturen ersetzen. Zwischenfrüchte müssen oft bestimmte Anforderungen erfüllen (non-food, frostempfindlich) und werden termingerecht umgebrochen. Gründüngung ist flexibler in Timing und Methode - sie kann gemulcht, untergepflügt oder als Dauerbegrünung belassen werden. In der Praxis werden die Begriffe oft synonym verwendet, da beide Methoden ähnliche Pflanzen nutzen und vergleichbare Effekte erzielen. Der Hauptunterschied liegt in der Systematik: Zwischenfruchtanbau folgt meist festen Regeln und Terminen, während Gründüngung individuell an Gartenziele angepasst wird. Beide Methoden fördern Bodenfruchtbarkeit, Humusaufbau und ökologische Vielfalt.
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