Koriander und Petersilie: Anbau und Verwendung

Koriander und Petersilie: Zwei Kräuter-Stars im Vergleich

In der Küche spielen Koriander und Petersilie oft eine Hauptrolle. Doch was macht sie so besonders und wie gelingt der Anbau?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beide Kräuter gehören zur Familie der Doldenblütler
  • Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Plätze
  • Koriander hat einen zitrusartigen Geschmack, Petersilie überzeugt frisch und leicht pfeffrig
  • Die Aussaat ist von Frühling bis Sommer möglich
  • Regelmäßiges Ernten fördert üppiges Wachstum

Bedeutung von Koriander und Petersilie in der Küche

In der Küche sind Koriander und Petersilie wahre Alleskönner. Während Petersilie in der europäischen Küche nicht wegzudenken ist, hat Koriander seinen festen Platz in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche erobert. Der Geschmack von Koriander spaltet die Gemüter - für manche ist er intensiv und aromatisch, andere empfinden ihn als seifig. Petersilie hingegen punktet mit ihrem milden, aber charakteristischen Aroma.

Botanische Einordnung und Herkunft

Interessanterweise stammen beide Kräuter aus der Familie der Doldenblütler. Koriander hat seine Wurzeln im östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien, während Petersilie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft haben sie sich zu beliebten Küchenkräutern auf der ganzen Welt entwickelt.

Anbau und Pflege

Standortansprüche

Boden und Nährstoffe

Für ein gutes Gedeihen brauchen Koriander und Petersilie lockere, humusreiche Böden. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 scheint optimal zu sein. Beide Kräuter mögen es nährstoffreich, vertragen aber keine Überdüngung. Ein gut vorbereiteter Gartenboden mit reifem Kompost bietet meiner Erfahrung nach die besten Voraussetzungen für üppiges Wachstum.

Licht und Temperatur

Sonnige bis halbschattige Standorte sind für beide Kräuter geeignet. Koriander verträgt etwas mehr Hitze, während Petersilie bei zu viel direkter Sonne schnell welken kann. In heißen Sommern habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Petersilie etwas schattiger zu pflanzen.

Aussaat und Keimung

Saatgut und Aussaatzeitpunkt

Die Aussaat gelingt am besten direkt ins Freiland von April bis August. Koriander lässt sich sogar schon ab März aussäen, da er etwas weniger kälteempfindlich ist. Säen Sie die Samen etwa 1-2 cm tief mit einem Abstand von 20-30 cm zwischen den Reihen. So haben die Pflanzen genug Platz, um sich zu entfalten.

Keimungsbesonderheiten

Interessanterweise keimt Koriander in der Regel schneller als Petersilie. Während Koriander oft schon nach 7-10 Tagen aufläuft, braucht Petersilie manchmal bis zu 3 Wochen. Um die Keimung zu beschleunigen, können Sie die Samen vorher 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen. Das hat sich bei mir als hilfreich erwiesen.

Pflege während der Wachstumsphase

Bewässerung

Regelmäßige Bewässerung ist entscheidend, besonders in Trockenperioden. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Gießen Sie am besten morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. So beugen Sie Pilzerkrankungen vor.

Düngung

Eine Düngung ist meist nicht nötig, wenn der Boden gut vorbereitet wurde. Bei längerem Anbau kann man alle 4-6 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger nachdüngen. Achten Sie dabei darauf, nicht zu überdüngen - weniger ist oft mehr.

Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges Jäten ist wichtig, besonders in der Anfangsphase. Sobald die Pflanzen größer sind, unterdrücken sie Unkraut meist von selbst. Eine dünne Schicht Mulch kann Unkraut fernhalten und Feuchtigkeit speichern. Das spart auf lange Sicht Arbeit und Wasser.

Mit der richtigen Pflege entwickeln sich Koriander und Petersilie zu üppigen Kräuterbüschen, die Ihre Küche mit frischen Aromen bereichern. Der Anbau beider Kräuter nebeneinander bietet Ihnen die Wahl zwischen zwei geschmacklich unterschiedlichen Kräutern. Probieren Sie es aus - Sie werden den Unterschied schmecken!

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Produktbild von SPERLIs Marino Blattkoriander mit grünen Pflanzen und einem Pflanzenschild sowie der Bezeichnung orientalisches intensives Würzkraut und Markenlogo
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Ernte und Aufbewahrung von Koriander und Petersilie

Erntemethoden für frische Kräuter

Bei der Ernte von Koriander und Petersilie gibt es zwei Hauptmethoden: die kontinuierliche Ernte und den Komplettschnitt. Die kontinuierliche Ernte eignet sich besonders gut für den Hausgebrauch. Hierbei schneidet man regelmäßig einzelne Blätter oder Stängel ab, sodass die Pflanze weiterwachsen kann. Diese Methode fördert ein buschiges Wachstum und verlängert die Erntezeit.

Der Komplettschnitt, bei dem die gesamte Pflanze knapp über dem Boden abgeschnitten wird, ist sinnvoll für größere Mengen oder am Ende der Saison. Interessanterweise kann Petersilie nach dem Komplettschnitt neu austreiben, während Koriander dies meist nicht tut.

Der richtige Zeitpunkt für die Kräuterernte

Der frühe Morgen, kurz nach der Tautrocknung, gilt als optimale Erntezeit. Zu diesem Zeitpunkt haben die Kräuter den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen und sind besonders aromatisch. An heißen Sommertagen kann alternativ auch am späten Nachmittag geerntet werden.

Ich erinnere mich noch gut an einen Sommer, als ich den Fehler machte, meine Kräuter mittags in der prallen Sonne zu ernten. Das Resultat waren welke Blätter und ein deutlich schwächeres Aroma. Seitdem halte ich mich strikt an die Regel, nur in den kühleren Tagesstunden zu ernten.

Haltbarmachung von Koriander und Petersilie

Es gibt verschiedene Methoden, um die Ernte länger haltbar zu machen:

Trocknen der Kräuter

Zum Trocknen werden die Kräuter in kleinen Bündeln kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt oder auf einem Trockensieb ausgebreitet. Die Trocknungszeit beträgt je nach Luftfeuchtigkeit etwa 1-2 Wochen. Petersilie eignet sich gut zum Trocknen, während Koriander dabei leider viel von seinem charakteristischen Aroma einbüßt.

Einfrieren von Kräutern

Sowohl Koriander als auch Petersilie lassen sich gut einfrieren. Die gewaschenen und getrockneten Kräuter werden klein gehackt und entweder pur in Gefrierbeutel gefüllt oder in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl eingefroren. So haben Sie auch im Winter immer frische Kräuter zur Hand.

Aufbewahrung frischer Kräuter

Frisch geerntete Kräuter halten sich im Kühlschrank etwa 5-7 Tage. Wickeln Sie sie locker in ein feuchtes Küchentuch und legen Sie sie in einen Plastikbeutel. Achten Sie darauf, dass die Blätter nicht zu nass sind, um Fäulnis zu vermeiden.

Ein bewährter Trick ist es, die Stängel der frischen Kräuter in ein Glas Wasser zu stellen und eine Plastiktüte locker darüber zu stülpen. So können sich die Kräuter oft über zwei Wochen frisch halten.

Verwendung von Koriander und Petersilie in der Küche

Unterschiedliche Geschmacksprofile

Koriander: Zitrusartig und komplex

Koriander hat ein sehr charakteristisches Aroma, das oft als zitrusartig beschrieben wird, mit einer komplexen Note. Für manche Menschen schmeckt Koriander unangenehm, was möglicherweise auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen ist. Interessanterweise kann sich diese Wahrnehmung im Laufe der Zeit ändern.

Die Blätter haben ein intensiveres Aroma als die Stängel und werden oft roh verwendet. Die Samen haben ein wärmeres, nussigeres Aroma und werden häufig gemahlen als Gewürz eingesetzt.

Petersilie: Frisch und leicht pfeffrig

Petersilie überzeugt mit einem frischen, leicht pfeffrigen Aroma. Die krause Petersilie ist etwas milder im Geschmack als die glatte Petersilie, auch als italienische Petersilie bekannt. Beide Sorten haben einen leicht bitteren Nachgeschmack, der besonders gut zu deftigen Gerichten passt.

Die Stängel der Petersilie sind ebenfalls aromatisch und können mitverwendet werden, besonders in Suppen oder Eintöpfen, wo sie lange mitkochen können.

Typische Gerichte und Kombinationen

Koriander in der internationalen Küche

Koriander spielt eine wichtige Rolle in vielen internationalen Küchen:

  • In der mexikanischen Küche ist Koriander unerlässlich für Salsas, Guacamole und als Garnitur für Tacos.
  • Die indische Küche verwendet Koriander sowohl frisch als auch als gemahlenes Gewürz in Currys und Chutneys.
  • In der thailändischen Küche findet man Koriander in Suppen wie Tom Yum und in Currys.
  • Die vietnamesische Küche nutzt Koriander als wichtigen Bestandteil von Pho und anderen Suppen.

Koriander harmoniert besonders gut mit Limette, Chili, Knoblauch und Ingwer. Er eignet sich hervorragend für Fischgerichte und verleiht Reisgerichten eine frische Note.

Petersilie in der europäischen Küche

Petersilie ist in der europäischen Küche weit verbreitet:

  • In der französischen Küche ist Petersilie Teil der klassischen Fines Herbes-Mischung und wird für Persillade verwendet.
  • Die italienische Küche nutzt Petersilie als wichtigen Bestandteil von Gremolata, einer Würzmischung für Ossobuco.
  • In der deutschen Küche findet man Petersilie oft als Garnitur und als wichtigen Bestandteil der grünen Soße.
  • Die osteuropäische Küche verwendet Petersilie häufig in Kartoffelgerichten und Suppen.

Petersilie passt gut zu Kartoffeln, Fisch, Fleisch und Eierspeisen. Sie eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Saucen und Dressings.

Ein persönlicher Tipp: Probieren Sie mal gehackte Petersilie mit etwas Zitronenschale und Knoblauch vermischt über gegrillten Fisch. Das ist eine einfache, aber köstliche Kombination, die ich oft zubereite, wenn Gäste kommen.

Sowohl Koriander als auch Petersilie sind vielseitige Kräuter, die in der Küche für Frische und Aroma sorgen. Experimentieren Sie ruhig mit beiden Kräutern in verschiedenen Gerichten - Sie werden überrascht sein, wie sehr sie den Geschmack Ihrer Speisen bereichern können.

Nährwert und gesundheitliche Aspekte von Koriander und Petersilie

Koriander und Petersilie sind wahre Nährstoffbomben, die nicht nur unsere Gerichte verfeinern, sondern auch unserer Gesundheit zugute kommen. Als leidenschaftliche Hobbygärtnerin bin ich immer wieder fasziniert von der Vielfalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die diese unscheinbaren Kräuter zu bieten haben.

Vitamine und Mineralstoffe

Vitamin C-Gehalt

Petersilie ist ein wahrer Vitamin C-Champion! In 100 g frischer Petersilie stecken etwa 160 mg Vitamin C - das übertrifft sogar Orangen um mehr als das Doppelte. Koriander steht mit 27 mg pro 100 g zwar etwas zurück, liefert aber immer noch eine beachtliche Menge. Dieses wichtige Antioxidans unterstützt unser Immunsystem und hält uns fit.

Eisen und Calcium

Beide Kräuter punkten auch bei Eisen und Calcium. Petersilie enthält rund 6 mg Eisen pro 100 g, Koriander etwa 3 mg. Beim Calcium bietet Petersilie etwa 220 mg und Koriander 140 mg pro 100 g. Diese Mineralstoffe sind essenziell für unsere Blutbildung und gesunde Knochen.

Ätherische Öle und ihre Wirkungen

Die charakteristischen Aromen von Koriander und Petersilie verdanken wir ihren ätherischen Ölen. Diese flüchtigen Verbindungen sind nicht nur für den Geschmack verantwortlich, sondern haben auch gesundheitliche Wirkungen. Koriander enthält Linalool, das möglicherweise beruhigend wirken und Stress reduzieren kann. Die ätherischen Öle der Petersilie, reich an Myristicin und Apiol, könnten verdauungsfördernd wirken und Blähungen lindern.

Potenzielle gesundheitliche Vorteile

Die Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen macht Koriander und Petersilie zu wertvollen Gesundheitsförderern:

  • Antioxidative Wirkung: Beide Kräuter können vermutlich freie Radikale neutralisieren und so oxidativen Stress reduzieren.
  • Entzündungshemmend: Insbesondere Petersilie könnte durch ihre Inhaltsstoffe entzündungshemmend wirken.
  • Verdauungsfördernd: Sowohl Koriander als auch Petersilie scheinen die Verdauung anzuregen und Blähungen zu lindern.
  • Blutzuckerregulierend: Einige Studien deuten darauf hin, dass Koriander den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen könnte.

Interessanterweise habe ich in meinem Garten beobachtet, dass Petersilie auch bei leichtem Frost noch gut gedeiht - ein echter Vorteil für die Vitaminversorgung in der kalten Jahreszeit.

Genetische und phänotypische Unterschiede zwischen Koriander und Petersilie

Obwohl Koriander und Petersilie zur selben Pflanzenfamilie gehören, gibt es faszinierende Unterschiede in ihrem Erscheinungsbild und ihrer genetischen Ausstattung.

Blattformen und -strukturen

Die Blätter von Koriander und Petersilie sind regelrecht Gegenspieler:

  • Koriander: Die unteren Blätter sind breit und gefiedert, während die oberen fein geschlitzt und fast farnähnlich wirken.
  • Petersilie: Je nach Sorte entweder glatt und flach oder stark gekraust. Die Blätter sind in der Regel dreifach gefiedert.

Diese Unterschiede in der Blattstruktur beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch die Verwendung in der Küche. Die zarten Korianderblätter eignen sich hervorragend zum Garnieren, während die robusten Petersilienblätter auch längeres Kochen gut vertragen.

Wuchsverhalten und Pflanzengröße

Auch im Wuchsverhalten zeigen sich deutliche Unterschiede:

  • Koriander: Wächst recht schnell und erreicht eine Höhe von 30-50 cm. Die Pflanze neigt dazu, bei Wärme und Trockenheit rasch in Blüte zu gehen.
  • Petersilie: Wächst langsamer, kann aber je nach Sorte 30-80 cm hoch werden. Als zweijährige Pflanze blüht sie erst im zweiten Jahr.

In meinem Garten habe ich festgestellt, dass Koriander im Hochsommer oft schnell in Blüte geht, während Petersilie auch bei hohen Temperaturen noch fleißig neue Blätter bildet. Das macht die Petersilie zu einem zuverlässigen Lieferanten frischer Kräuter über die gesamte Saison.

Blüten und Samenbildung

Die Blüten- und Samenbildung unterscheidet sich ebenfalls:

  • Koriander: Bildet weiße oder leicht rosa Blüten in lockeren Dolden. Die Samen sind rund und haben einen charakteristischen Duft.
  • Petersilie: Produziert gelblich-grüne Blüten in dichten Dolden. Die Samen sind oval und gerippt.

Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der Verwendung wider. Während bei Koriander sowohl Blätter als auch Samen kulinarisch genutzt werden, finden bei Petersilie hauptsächlich die Blätter Verwendung.

Die genetischen Unterschiede zwischen Koriander und Petersilie zeigen sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimabedingungen. Koriander stammt ursprünglich aus wärmeren Regionen und ist daher frostempfindlicher, während Petersilie auch kühlere Temperaturen gut verträgt. Diese Vielfalt macht den Anbau beider Kräuter zu einer spannenden Erfahrung für jeden Hobbygärtner.

Herausforderungen und Lösungen beim Anbau von Koriander und Petersilie

Der Anbau von Koriander und Petersilie kann manchmal knifflig sein. Hier teile ich meine Erfahrungen, wie Sie typische Probleme meistern können.

Schädlinge und Krankheiten

Beide Kräuter können leider von verschiedenen ungebetenen Gästen heimgesucht werden. Hier ein Überblick der häufigsten Plagegeister:

Typische Probleme bei Koriander

  • Blattläuse: Diese kleinen Sauger schwächen die Pflanze. Ein kräftiger Wasserstrahl oder der Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern hat sich bei mir als wirksam erwiesen.
  • Mehltau: Zeigt sich als weißer Belag auf den Blättern. Ich achte besonders auf gute Luftzirkulation und gieße vorsichtig.
  • Weiße Fliege: Diese winzigen weißen Insekten verstecken sich gerne an der Blattunterseite. Gelbtafeln oder Nützlinge helfen hier meist gut.

Häufige Schwierigkeiten mit Petersilie

  • Möhrenfliege: Ihre Larven knabbern an den Wurzeln. Kulturschutznetze haben sich in meinem Garten bewährt.
  • Petersilienminierfliege: Hinterlässt unschöne Fraßgänge in den Blättern. Ich entferne befallene Blätter konsequent.
  • Septoria-Blattflecken: Zeigen sich als braune Flecken. Luftige Pflanzung und vorsichtiges Gießen beugen vor.

Vorzeitiges Schießen

Ein Ärgernis, besonders bei Koriander, ist das vorzeitige Schießen. Die Pflanze bildet dann zu früh Blüten und Samen, was die Blatternte verkürzt. Meine Tipps dagegen:

  • Wählen Sie schossfeste Sorten - ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.
  • Säen Sie alle 2-3 Wochen neu aus. So haben Sie immer frische Pflanzen.
  • Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen und Wasserstress.
  • Ernten Sie regelmäßig. Das hält die Pflanze jung und vital.

Frostempfindlichkeit und Überwinterung

Sowohl Koriander als auch Petersilie mögen es nicht allzu kalt, wobei Petersilie etwas robuster ist. Für eine erfolgreiche Überwinterung habe ich folgende Strategien:

  • Ich pflanze einen Teil in Töpfe, die ich bei Frost ins Haus hole.
  • Freilandpflanzen schütze ich mit Vlies oder Reisig.
  • Eine Mulchschicht um die Pflanzen schützt die Wurzeln zusätzlich.
  • Für Petersilie im Freiland wähle ich winterharte Sorten.

Koriander und Petersilie: Mein Fazit für Ihren Kräutergarten

Nach Jahren des Experimentierens möchte ich meine wichtigsten Erkenntnisse über Koriander und Petersilie mit Ihnen teilen.

Die Hauptunterschiede auf einen Blick

Obwohl beide zur Familie der Doldenblütler gehören, haben sie durchaus ihre Eigenheiten:

  • Geschmack: Koriander polarisiert mit seinem intensiven, zitrusartigen Aroma. Petersilie ist milder und vielseitiger einsetzbar.
  • Verwendung: In meiner Küche landet Koriander oft in asiatischen und lateinamerikanischen Gerichten, während Petersilie in fast allem Verwendung findet.
  • Wachstum: Koriander hat es manchmal etwas eilig und schießt schneller. Petersilie nimmt sich mehr Zeit, belohnt aber mit längerer Erntezeit.
  • Frosttoleranz: Petersilie zeigt sich etwas winterhärter als ihr Verwandter Koriander.

Tipps für den erfolgreichen Anbau

Für beide Kräuter habe ich folgende Erfahrungen gesammelt:

  • Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit lockerem, nährstoffreichem Boden ist ideal.
  • Gestaffelte Aussaat ermöglicht kontinuierliche Ernte.
  • Regelmäßiges Gießen ist wichtig, aber Vorsicht vor Staunässe.
  • Häufiges Ernten regt das Wachstum an.
  • Für Koriander: Alle 2-3 Wochen neu aussäen sorgt für stetigen Nachschub.
  • Bei Petersilie: Das Schneiden der äußeren Blätter fördert das Nachwachsen von innen.

Persönliche Vorlieben und kulturelle Aspekte

Die Wahl zwischen Koriander und Petersilie ist oft Geschmackssache und von kulinarischen Traditionen geprägt. In meinem Garten haben beide ihren Platz gefunden. Koriander bereichert meine asiatischen Gerichte und Salsas, während Petersilie in fast jeder Suppe landet und als Garnitur glänzt.

Letztendlich bringen beide Kräuter auf ihre Art Vielfalt in Garten und Küche. Ob Sie nun Team Koriander oder Team Petersilie sind - oder wie ich beides schätzen - mit etwas Pflege und den richtigen Kniffen gelingt der Anbau dieser aromatischen Kräuter. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und entdecken Sie Ihre persönlichen Favoriten. Ihr Kräutergarten wird es Ihnen mit einer Fülle an Aromen und Farben danken.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Hauptunterschiede bestehen zwischen Koriander und Petersilie im Geschmack?
    Koriander und Petersilie unterscheiden sich geschmacklich deutlich voneinander. Koriander hat ein intensives, zitrusartiges Aroma mit komplexen Noten, das polarisiert - manche Menschen empfinden es als seifig aufgrund genetischer Veranlagung. Petersilie überzeugt hingegen mit einem frischen, leicht pfeffrigen Geschmack. Die krause Petersilie ist milder als die glatte italienische Petersilie, beide haben einen charakteristischen, leicht bitteren Nachgeschmack. Während Koriander in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche dominiert und gut zu Limette, Chili und Ingwer passt, ist Petersilie universeller einsetzbar und harmoniert besonders mit Kartoffeln, Fisch und Fleisch. Die Stängel beider Kräuter sind ebenfalls aromatisch - Korianderstängel sind weniger intensiv als die Blätter, Petersilienstängel eignen sich gut für Suppen und Eintöpfe. Diese Geschmacksunterschiede machen beide Kräuter zu wichtigen, aber unterschiedlich einsetzbaren Küchenhelfern.
  2. Wie gelingt der Anbau von Koriander und Petersilie im Kräutergarten?
    Der erfolgreiche Anbau von Koriander und Petersilie beginnt mit der Standortwahl: Beide bevorzugen sonnige bis halbschattige Plätze mit lockeren, humusreichen Böden bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Die Direktsaat ins Freiland gelingt von April bis August, wobei Koriander bereits ab März gesät werden kann. Säen Sie die Samen 1-2 cm tief mit 20-30 cm Reihenabstand. Regelmäßige Bewässerung ist wichtig - der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Eine Überdüngung ist zu vermeiden; gut vorbereiteter Gartenboden mit reifem Kompost reicht meist aus. Bei längerem Anbau kann alle 4-6 Wochen mit organischem Flüssigdünger nachgedüngt werden. Besonders bei Koriander empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen für kontinuierliche Ernte. Regelmäßiges Jäten und eine dünne Mulchschicht unterstützen das Wachstum. Häufiges Ernten der äußeren Blätter fördert das weitere Wachstum beider Kräuter.
  3. Welche Standortansprüche haben Doldenblütler wie Koriander und Petersilie?
    Als Doldenblütler haben Koriander und Petersilie ähnliche Standortansprüche, zeigen aber auch spezifische Unterschiede. Beide benötigen sonnige bis halbschattige Standorte, wobei Petersilie bei intensiver Sommerhitze etwas mehr Schatten verträgt als Koriander. Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein - Staunässe vertragen beide schlecht. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist optimal für diese Doldenblütler. Koriander zeigt sich etwas wärmeliebender und verträgt mehr Hitze, während Petersilie kälteresistenter ist und auch leichten Frost übersteht. Beide schätzen windgeschützte Lagen, da ihre Blätter empfindlich sind. Die Nährstoffversorgung sollte ausgeglichen sein - zu viel Stickstoff fördert Blattwachstum auf Kosten der ätherischen Öle. Ein gut vorbereiteter Gartenboden mit Kompost oder Humus bietet ideale Bedingungen. Wichtig ist auch eine gute Luftzirkulation, um Pilzkrankheiten vorzubeugen, die bei Doldenblütlern häufiger auftreten können.
  4. Warum empfinden manche Menschen Koriander als seifig schmeckend?
    Das seifige Aroma, das manche Menschen bei Koriander wahrnehmen, hat genetische Ursachen. Verantwortlich sind Variationen im Erbgut, die beeinflussen, wie bestimmte Aldehyde in den ätherischen Ölen des Korianders wahrgenommen werden. Diese Aldehyde, insbesondere Decanal und Dodecanal, sind auch in Seifen enthalten, weshalb der Geschmack als seifig empfunden wird. Etwa 10-15% der Bevölkerung tragen diese genetische Variation, die vor allem Menschen europäischer und ostasiatischer Abstammung betrifft. Interessanterweise kann sich diese Wahrnehmung im Laufe der Zeit ändern - durch wiederholten Kontakt mit Koriander können sich die Geschmacksrezeptoren anpassen. Kulturelle Prägung spielt ebenfalls eine Rolle: Menschen aus Regionen, wo Koriander traditionell verwendet wird, entwickeln seltener eine Abneigung. Das Linalool, ein weiterer wichtiger Bestandteil der ätherischen Öle, wird meist als angenehm zitrusartig wahrgenommen. Diese genetische Besonderheit erklärt, warum Koriander so polarisiert und manche Menschen ihn partout nicht mögen können.
  5. Welche Unterschiede gibt es bei den Keimzeiten von Koriander und Petersilie?
    Die Keimzeiten von Koriander und Petersilie unterscheiden sich erheblich. Koriander ist deutlich keimfreudiger und geht meist nach 7-10 Tagen auf, während Petersilie Geduld erfordert und oft bis zu 3 Wochen für die Keimung benötigt. Diese Unterschiede liegen in der verschiedenen Samenstruktur begründet: Koriandersamen haben eine dünnere Samenschale und enthalten weniger keimhemmende Stoffe. Petersiliensamen sind hingegen mit ätherischen Ölen angereichert, die die Keimung verzögern - ein natürlicher Schutzmechanismus. Um die Keimung zu beschleunigen, können die Samen beider Kräuter vor der Aussaat 24 Stunden in lauwarmem Wasser eingeweicht werden. Bei Petersilie hat sich auch das Überbrühen mit heißem Wasser bewährt. Die Bodentemperatur spielt ebenfalls eine Rolle: Während Koriander bereits bei 10°C keimt, benötigt Petersilie mindestens 15°C. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist für beide wichtig, aber Petersilie reagiert empfindlicher auf Austrocknung während der Keimphase.
  6. Worin unterscheiden sich Cilantro und glatte Petersilie beim Anbau?
    Cilantro (Koriander) und glatte Petersilie unterscheiden sich trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit deutlich im Anbau. Cilantro ist wärmeliebender und neigt bei Temperaturen über 25°C und Trockenheit zum vorzeitigen Schießen. Daher empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen für kontinuierliche Ernte. Glatte Petersilie hingegen ist toleranter gegenüber Temperaturschwankungen und kann auch bei kühleren Bedingungen angebaut werden. Als zweijährige Pflanze überwintert Petersilie meist problemlos, während Cilantro einjährig ist und Frost nicht verträgt. Bei der Bewässerung zeigt sich Cilantro empfindlicher - er braucht gleichmäßige Feuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe. Petersilie ist hier robuster und verzeiht auch mal trockenere Phasen. Die Erntemethoden unterscheiden sich ebenfalls: Bei Cilantro sollten regelmäßig die äußeren Blätter geerntet werden, um das Schießen zu verzögern. Petersilie kann sowohl durch Einzelblatt-Ernte als auch durch kompletten Rückschnitt geerntet werden und treibt zuverlässig neu aus.
  7. Welche Unterschiede bestehen zwischen krause und italienischer Petersilie?
    Krause und italienische Petersilie unterscheiden sich in mehreren wichtigen Aspekten. Die krause Petersilie (Petroselinum crispum var. crispum) hat stark gekräuselte, dicht gefiederte Blätter und wird meist 30-40 cm hoch. Die italienische oder glatte Petersilie (Petroselinum crispum var. neapolitanum) besitzt flache, dreifach gefiederte Blätter und kann bis zu 80 cm hoch werden. Geschmacklich ist die italienische Petersilie intensiver und aromatischer, während die krause milder schmeckt. Beim Anbau zeigt sich die glatte Petersilie robuster und widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse. Sie wächst auch schneller und liefert höhere Erträge. Die krause Petersilie eignet sich besonders als Dekoration und Garnitur, da ihre Blattstruktur auch nach dem Schneiden stabil bleibt. Italienische Petersilie hingegen ist die erste Wahl für die Küche, da sie mehr ätherische Öle enthält und beim Kochen ihr Aroma besser behält. Beide Sorten sind zweijährig, aber die italienische Petersilie überwintert in milden Regionen besser im Freiland.
  8. Warum gilt Petersilie als Vitamin C-Champion unter den Kräutern?
    Petersilie verdient den Titel 'Vitamin C-Champion' durch ihren außergewöhnlich hohen Gehalt an Ascorbinsäure. Mit etwa 160 mg Vitamin C pro 100 g frischer Blätter übertrifft sie sogar Zitrusfrüchte deutlich - Orangen enthalten nur etwa 50 mg pro 100 g. Diese hohe Konzentration macht bereits eine kleine Menge Petersilie zu einem wertvollen Beitrag zur täglichen Vitamin C-Versorgung. Das wasserlösliche Vitamin ist essenziell für das Immunsystem, die Kollagenbildung und wirkt als starkes Antioxidans gegen freie Radikale. Besonders bemerkenswert ist, dass sowohl krause als auch glatte Petersilie diese hohen Werte aufweisen. Allerdings ist Vitamin C hitze- und lichtempfindlich, weshalb Petersilie am besten frisch verwendet werden sollte. Bereits beim Trocknen gehen große Teile des Vitamins verloren. Die Stängel enthalten ebenfalls beachtliche Mengen und sollten mitverwendet werden. Diese außergewöhnliche Nährstoffdichte macht Petersilie zu einem der wertvollsten Küchenkräuter für die Gesundheit, weit über ihre kulinarische Bedeutung hinaus.
  9. Wo kann man hochwertiges Bio-Saatgut für Koriander und Petersilie kaufen?
    Hochwertiges Bio-Saatgut für Koriander und Petersilie erhalten Sie bei verschiedenen spezialisierten Anbietern. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine große Auswahl an zertifiziertem Bio-Saatgut mit detaillierten Anbauanleitungen und Sorteninformationen. Achten Sie auf Bio-Zertifikate nach EU-Öko-Verordnung und das Alter der Samen - frisches Saatgut hat bessere Keimraten. Gartenfachhändler und Gartencenter führen oft regionale Sorten, die an das örtliche Klima angepasst sind. Bei der Auswahl sollten Sie auf Sortenvielfalt setzen: Für Koriander gibt es schossfeste Sorten, bei Petersilie unterscheiden Sie zwischen krauser und glatter Petersilie. Tauschbörsen und Saatgutfestivals bieten alte, bewährte Sorten. Online-Shops punkten meist mit größerer Sortenvielfalt und fachkundiger Beratung. Wichtige Qualitätskriterien sind: Bio-Zertifizierung, Keimfähigkeitsangaben, Herkunftsland und Erntejahr. Seriöse Anbieter geben detaillierte Informationen zu Aussaatzeitpunkt, Standortansprüchen und Pflegehinweisen mit.
  10. Welche Kräuter-Sets eignen sich am besten für Einsteiger im Gartenbau?
    Für Einsteiger im Gartenbau eignen sich Kräuter-Sets mit robusten, pflegeleichten Arten besonders gut. Ideale Anfänger-Sets enthalten Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Majoran und eventuell Dill - alles Kräuter mit ähnlichen Standortansprüchen und verzeihender Pflege. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft durchdachte Einsteiger-Sets mit aufeinander abgestimmten Sorten und ausführlichen Anleitungen. Empfehlenswert sind Sets für verschiedene Bereiche: mediterrane Kräuter für sonnige Standorte oder Schatten-Sets für halbschattige Plätze. Wichtig ist, dass die Sets Sorten enthalten, die zur gleichen Zeit ausgesät werden können und ähnliche Pflegeansprüche haben. Balkon-Sets eignen sich für den Topfanbau, während Garten-Sets für die Freilandkultur optimiert sind. Achten Sie auf Sets mit praktischem Zubehör wie Pflanzmarkierungen oder Anzuchttöpfen. Besonders wertvoll sind Sets mit gestaffelten Aussaatterminen, die über die Saison verteilt kontinuierliche Ernte ermöglichen. Online-Anbieter bieten oft Video-Anleitungen und Support für Anfänger.
  11. Welche Rolle spielen ätherische Öle bei der gesundheitlichen Wirkung von Kräutern?
    Ätherische Öle sind die Hauptträger der gesundheitlichen Wirkungen bei Kräutern wie Koriander und Petersilie. Diese flüchtigen Verbindungen verleihen nicht nur den charakteristischen Geschmack, sondern entfalten auch therapeutische Eigenschaften. Bei Koriander wirkt das Linalool möglicherweise beruhigend und stressreduzierend, während die ätherischen Öle der Petersilie, reich an Myristicin und Apiol, verdauungsfördernd wirken können. Diese Öle haben oft antimikrobielle, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie können die Verdauung anregen, Blähungen lindern und freie Radikale neutralisieren. Wichtig ist, dass der Gehalt an ätherischen Ölen von Faktoren wie Standort, Erntezeitpunkt und Verarbeitung abhängt. Frische Kräuter enthalten mehr aktive Verbindungen als getrocknete. Die höchste Konzentration findet sich meist am frühen Morgen nach der Tautrocknung. Durch schonendes Trocknen oder Einfrieren können ätherische Öle teilweise konserviert werden, gehen aber beim Kochen oder längerer Lagerung verloren.
  12. Wie beeinflusst die botanische Familie der Doldenblütler die Anbaumethoden?
    Die Zugehörigkeit zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) prägt die Anbaumethoden von Koriander und Petersilie erheblich. Diese Familie zeichnet sich durch ähnliche Standortansprüche aus: Alle bevorzugen tiefgründige, lockere Böden und vertragen keine Staunässe. Die charakteristische Pfahlwurzel der Doldenblütler macht sie empfindlich gegen Umpflanzen - Direktsaat ist meist erfolgreicher. Typisch für diese Familie ist auch die Tendenz zu ungleichmäßiger Keimung und längeren Keimzeiten, besonders bei Petersilie. Doldenblütler sind oft selbstverträglich, was bedeutet, dass sie nicht gut nach Pflanzen derselben Familie angebaut werden sollten. Ihre ätherischen Öle machen sie allerdings zu guten Mischkulturpartnern für andere Gemüse, da sie Schädlinge abwehren können. Die Familie neigt zu ähnlichen Krankheiten wie Möhrenfliege oder Dolden-Pilzkrankheiten, was bei der Standortwahl berücksichtigt werden sollte. Auch die Nährstoffansprüche sind familientypisch: moderater Stickstoffbedarf, aber gute Phosphor- und Kaliumversorgung für die Ausbildung der charakteristischen ätherischen Öle.
  13. Welchen Einfluss haben kulturelle Traditionen auf die Verwendung von Würzkräutern?
    Kulturelle Traditionen prägen die Verwendung von Würzkräutern wie Koriander und Petersilie entscheidend. Petersilie ist tief in der europäischen Küchenkultur verwurzelt - von der französischen Persillade über die deutsche Grüne Soße bis zur italienischen Gremolata. Koriander hingegen dominiert in der asiatischen, lateinamerikanischen und nordafrikanischen Küche, wo er traditionell in Currys, Salsas und Suppen verwendet wird. Diese regionalen Präferenzen entstanden über Jahrhunderte durch Verfügbarkeit, Klima und Handelsrouten. Interessant ist, dass kulturelle Prägung auch die Geschmackswahrnehmung beeinflusst: Menschen aus koriander-affinen Kulturen entwickeln seltener die genetisch bedingte Abneigung gegen sein seifiges Aroma. Migration und Globalisierung führen zu neuen Fusion-Küchen, in denen traditionelle Grenzen verschwimmen. Social Media verstärkt diesen Trend und macht exotische Kräuter weltweit bekannt. Gleichzeitig erlebt regionale Küche eine Renaissance, wodurch traditionelle Verwendungsweisen wieder entdeckt werden. Diese kulturelle Dynamik beeinflusst auch den Anbau - heute werden weltweit Sorten kultiviert, die ursprünglich nur regional verbreitet waren.
  14. Wie funktioniert das Schädlings-Nützlings-Gleichgewicht im Kräutergarten?
    Das Schädlings-Nützlings-Gleichgewicht im Kräutergarten basiert auf natürlichen ökologischen Prinzipien. Kräuter wie Koriander und Petersilie ziehen durch ihre ätherischen Öle sowohl nützliche als auch schädliche Insekten an. Koriander lockt mit seinen Blüten Schwebfliegen, Marienkäfer und parasitische Wespen an, die Blattläuse und andere Schädlinge bekämpfen. Die Doldenblüten sind besonders wertvoll für kleine Nützlinge, die Nektar benötigen. Petersilie zieht ebenfalls Nützlinge an, kann aber auch Möhrenfliegen anlocken. Ein gesundes Gleichgewicht entsteht durch Vielfalt: Mischkulturen mit verschiedenen Kräutern schaffen Lebensraum für unterschiedliche Nützlinge. Übermäßiger Pestizideinsatz stört dieses Gleichgewicht, da Nützlinge oft empfindlicher sind als Schädlinge. Natürliche Strukturen wie Totholz, Steinhaufen oder Wildkräuterecken bieten Überwinterungsplätze für Nützlinge. Das System reguliert sich meist selbst - nach einem anfänglichen Schädlingsbefall stellen sich die Nützlinge ein und bringen die Population ins Gleichgewicht. Geduld und Beobachtung sind wichtiger als schnelle Interventionen.
  15. Welche praktischen Tipps helfen bei der gestaffelten Aussaat von frischen Kräutern?
    Die gestaffelte Aussaat ist besonders bei schnell wachsenden Kräutern wie Koriander essentiell für kontinuierliche Ernte. Säen Sie alle 2-3 Wochen kleinere Portionen aus, anstatt einmal große Mengen - so haben Sie immer junge, zarte Blätter zur Verfügung. Beginnen Sie ab März mit der ersten Aussaat und setzen Sie bis August fort. Markieren Sie die Aussaattermine auf Pflanzschildern, um den Überblick zu behalten. Bei Petersilie reicht eine Aussaat alle 4-6 Wochen, da sie langsamer wächst. Planen Sie verschiedene Standorte ein: frühe Saaten in sonnige, spätere in halbschattige Bereiche, um der Sommerhitze zu entgehen. Verwenden Sie unterschiedliche Gefäße oder Beetabschnitte für jede Aussaat. Ein Gartentagebuch hilft, erfolgreiche Termine zu dokumentieren. Bei der Menge orientieren Sie sich an Ihrem Verbrauch - meist reichen 1-2 Meter Reihe pro Aussaattermin. Reservieren Sie für jede Aussaat frisches Saatgut, da die Keimfähigkeit mit der Zeit nachlässt. So gewährleisten Sie über die gesamte Saison frische Kräuter.
  16. Wie gelingt die Haltbarmachung von Petersilienblättern und Koriandersamen am besten?
    Die Haltbarmachung von Petersilienblättern gelingt am besten durch verschiedene Methoden. Frische Petersilie hält sich im Kühlschrank 5-7 Tage, wenn sie in feuchtes Küchentuch gewickelt wird. Für längere Aufbewahrung eignet sich Einfrieren hervorragend: Gewaschene, gehackte Petersilie in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl einfrieren. Trocknen funktioniert bei Petersilie gut - kleine Bündel kopfüber an luftigem, schattigem Ort aufhängen. Koriandersamen werden traditionell getrocknet geerntet, wenn sie braun und aromatisch sind. Nach der Ernte sollten sie an einem warmen, trockenen Ort 1-2 Wochen nachtrocknen. Richtig getrocknete Samen sind mehrere Jahre haltbar, wenn sie in luftdichten Behältern gelagert werden. Beide Kräuter lassen sich auch in Salz oder Öl konservieren. Ein bewährter Trick: Petersilie in Portionen einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach verwenden - sie behält so Farbe und viele Nährstoffe. Wichtig bei allen Methoden: Kräuter vor der Verarbeitung gründlich waschen und gut abtrocknen.
  17. Stimmt es, dass Koriander grundsätzlich nicht für jeden geeignet ist?
    Es stimmt teilweise, dass Koriander nicht für jeden geeignet ist, allerdings aus verschiedenen Gründen. Der bekannteste ist die genetische Veranlagung, die bei 10-15% der Bevölkerung dazu führt, dass Koriander seifig oder unangenehm schmeckt. Diese Menschen nehmen bestimmte Aldehyde in den ätherischen Ölen anders wahr. Medizinisch gibt es wenige Einschränkungen: Menschen mit Allergien gegen andere Doldenblütler sollten vorsichtig sein. In der Schwangerschaft wird vom übermäßigen Verzehr großer Mengen abgeraten, da ätherische Öle in hohen Dosen wehenfördernd wirken können - normaler Küchengebrauch ist jedoch unbedenklich. Interessant ist, dass sich die Geschmackswahrnehmung ändern kann: Durch wiederholten Kontakt gewöhnen sich manche Menschen an Koriander. Kulturelle Prägung spielt ebenfalls eine Rolle - Menschen aus koriander-affinen Kulturen entwickeln seltener Abneigungen. Wer den Geschmack nicht mag, kann mit kleinen Mengen beginnen oder Koriandersamen verwenden, die milder schmecken. Grundsätzlich ist Koriander für die meisten Menschen nicht nur geeignet, sondern auch gesundheitlich wertvoll.
  18. Welche regionalen Besonderheiten gibt es beim Anbau mediterraner Kräuter?
    Beim Anbau mediterraner Kräuter wie Petersilie gibt es wichtige regionale Anpassungen. In kälteren Regionen Deutschlands benötigt Petersilie Winterschutz durch Vlies oder sollte in Töpfen kultiviert werden, die frostfrei überwintert werden können. In milden Weinbaugebieten übersteht sie meist problemlos im Freiland. Die Aussaatzeiten variieren regional: In Süddeutschland kann bereits ab März gesät werden, in höheren Lagen erst ab April. Koriander zeigt sich in kontinentalen Klimazonen mit heißen Sommern als schwieriger, da er schnell schießt - hier hilft halbschattiger Standort und häufigere Aussaat. Küstenregionen mit milderen Sommern bieten optimale Bedingungen. Die Bodenverhältnisse unterscheiden sich ebenfalls: Schwere Lehmböden in manchen Regionen müssen mit Sand oder Kompost aufgelockert werden. Regenreiche Gebiete erfordern bessere Drainage. Lokale Gartenfachhändler kennen meist regional bewährte Sorten und können passende Anbautipps geben. In Höhenlagen über 600m ist Gewächshaus- oder Balkonkultur oft erfolgreicher als Freilandanbau.
  19. Worin unterscheiden sich Gartenkräuter von Balkonkräutern in der Pflege?
    Gartenkräuter und Balkonkräuter unterscheiden sich erheblich in den Pflegeanforderungen. Balkontöpfe trocknen schneller aus und benötigen häufigeres Gießen, oft täglich bei heißem Wetter. Gleichzeitig besteht höhere Staunässegefahr bei Regenwetter ohne Abzugslöcher. Die Nährstoffversorgung ist limitiert - Balkonkräuter brauchen regelmäßige Düngung alle 2-3 Wochen, während Gartenkräuter meist mit Kompost auskommen. Topfpflanzen sind windexponierter und benötigen windgeschützte Standorte. Sie sind auch frostempfindlicher, da die Wurzeln weniger geschützt sind. Dafür bieten Töpfe Flexibilität: Sie können je nach Jahreszeit und Witterung umgestellt werden. Bei der Sortenwahl eignen sich für Balkone oft kompakte Züchtungen besser. Die Ernte erfolgt bei Balkonkräutern oft intensiver, da der Platz begrenzt ist - regelmäßiges Schneiden ist wichtiger. Schädlingsprobleme können intensiver auftreten, da natürliche Feinde fehlen. Gartenkräuter profitieren von natürlichen Nährstoffkreisläufen und haben tiefere Wurzelräume für bessere Wasserversorgung.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Bio-Kräutern und konventionell angebauten Schnittkräutern?
    Bio-Kräuter und konventionell angebaute Schnittkräuter unterscheiden sich in mehreren wichtigen Aspekten. Bio-Kräuter werden ohne synthetische Pestizide, Herbizide oder mineralische Düngemittel angebaut, was sie für gesundheitsbewusste Verbraucher attraktiver macht. Der Boden wird durch organische Düngung und Kompostwirtschaft langfristig verbessert. Studien zeigen, dass Bio-Kräuter oft höhere Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen aufweisen, was intensivere Aromen zur Folge haben kann. Konventioneller Anbau ermöglicht höhere und gleichmäßigere Erträge durch gezielten Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln. Die optische Qualität ist oft einheitlicher. Preislich sind Bio-Kräuter meist teurer aufgrund aufwendigerer Produktionsmethoden. Spezialisierte Anbieter von Bio-Saatgut achten auf samenfeste Sorten und Erhaltung der genetischen Vielfalt. Beim Eigenanbau können Sie selbst entscheiden: Bio-Anbaumethoden sind umweltfreundlicher und oft geschmacksintensiver, während konventionelle Methoden manchmal einfacher für Anfänger sind. Wichtig ist bei beiden eine sachgerechte Anwendung der jeweiligen Methoden.
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