Kornraden und andere Wildblumen: Perfekte Kombinationen für Ihren Garten

Kornraden: Faszinierende Wildblumen für Ihren Garten

Kornraden sind wahre Schmuckstücke unter den Wildblumen. Mit ihren zarten rosa-violetten Blüten verschönern sie jeden Garten und ziehen zahlreiche Insekten an.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kornraden sind einjährige Wildblumen mit rosa-violetten Blüten
  • Sie stehen auf der Roten Liste und sind wichtig für die Biodiversität
  • Ideal für naturnahe Gärten und Wildblumenwiesen
  • Perfekte Kombinationen mit Mohn, Kornblumen und Margeriten

Was sind Kornraden?

Kornraden (Agrostemma githago) sind einjährige Wildblumen aus der Familie der Nelkengewächse. Früher waren sie häufige Begleiter in Getreidefeldern, heute sind sie leider selten geworden. Mit ihren auffälligen Blüten sind sie nicht nur schön anzusehen, sondern auch wichtige Nahrungsquelle für Insekten.

Bedeutung von Kornraden in der Natur und im Garten

In der Natur spielen Kornraden eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt. Sie bieten Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Im Garten sind sie attraktive Blickfänge und verleihen Beeten und Wildblumenwiesen einen natürlichen Charme. Zudem eignen sie sich hervorragend als Schnittblumen.

Kurze Geschichte und Gefährdung der Kornrade

Kornraden haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Einst waren sie in ganz Europa verbreitet, doch durch intensive Landwirtschaft und Saatgutreinigung sind sie stark zurückgegangen. Heute stehen sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Umso wichtiger ist es, dass Hobbygärtner diese schönen Blumen in ihren Gärten anpflanzen und so zu ihrem Erhalt beitragen.

Charakteristika der Kornrade

Botanische Merkmale

Kornraden zeichnen sich durch ihre elegante Erscheinung aus. Sie werden bis zu einem Meter hoch und haben schmale, grau-grüne Blätter. Die Blüten sitzen einzeln an langen Stielen und haben fünf rosa-violette Kronblätter mit dunklen Adern. Die Blütenkelche sind auffällig behaart und verleihen der Pflanze einen rustikalen Charme.

Blütezeit und Wuchshöhe

Die Blütezeit der Kornraden erstreckt sich von Juni bis August. In dieser Zeit verwandeln sie Gärten in ein Blütenmeer. Mit ihrer Wuchshöhe von 50 bis 100 cm sind sie ideale Begleiter für mittelhohe Stauden und andere einjährige Blumen.

Standortansprüche

Kornraden sind genügsame Pflanzen. Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und kommen mit den meisten Bodenarten zurecht. Wichtig ist ein durchlässiger Boden, da sie Staunässe nicht vertragen. Ein magerer Boden fördert die Blütenbildung - zu viel Dünger lässt sie eher ins Kraut schießen.

Ökologische Bedeutung für Insekten

Für Insekten sind Kornraden wertvolle Nahrungsquellen. Bienen und Hummeln schätzen den reichlich vorhandenen Nektar und Pollen. Auch verschiedene Schmetterlingsarten wie der Distelfalter besuchen die Blüten gerne. Durch die Ansiedlung von Kornraden im Garten leistet man einen wertvollen Beitrag zum Insektenschutz.

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Perfekte Kombinationen mit anderen Wildblumen

Kornrade und Mohn

Eine klassische und ansprechende Kombination ist die von Kornraden mit Klatschmohn. Das kräftige Rot des Mohns bildet einen schönen Kontrast zum zarten Rosa der Kornraden. Beide Pflanzen haben ähnliche Ansprüche und blühen zur gleichen Zeit, was sie zu guten Partnern macht.

Kornrade und Kornblume

Kornraden und Kornblumen ergänzen sich gut. Das tiefe Blau der Kornblumen harmoniert mit dem Rosa der Kornraden. Beide waren früher typische Ackerbegleitflora und passen auch in Wildblumenwiesen hervorragend zusammen.

Kornrade und Margerite

Wer es etwas dezenter mag, kombiniert Kornraden mit Margeriten. Das strahlende Weiß der Margeriten bringt die zarten Farbtöne der Kornraden gut zur Geltung. Zudem locken beide Pflanzen viele Insekten an und fördern so die Biodiversität im Garten.

Kornrade und Klatschmohn

Eine weitere schöne Kombination ist die von Kornraden mit Klatschmohn. Das leuchtende Rot des Klatschmohns bildet einen ansprechenden Kontrast zum sanften Rosa der Kornraden. Gemeinsam schaffen sie eine lebendige und naturnahe Atmosphäre, die jeden Garten bereichert.

Weitere geeignete Wildblumen für Kornraden-Kombinationen

Neben den klassischen Partnern für Kornraden gibt es noch eine Reihe weiterer Wildblumen, die sich hervorragend für harmonische Kombinationen eignen. Hier sind einige Vorschläge:

Ringelblume

Die leuchtend orange blühende Ringelblume (Calendula officinalis) ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein beliebtes Ziel für Insekten. Ihre Blütezeit von Juni bis Oktober ergänzt die der Kornrade perfekt. Die Ringelblume bevorzugt ähnliche Standortbedingungen und lässt sich leicht aus Samen ziehen.

Kamille

Die echte Kamille (Matricaria chamomilla) mit ihren zarten weißen Blüten und dem gelben Blütenboden bildet einen wunderbaren Kontrast zu den rosa-violetten Kornraden. Sie blüht von Mai bis September und verströmt einen angenehmen Duft. Kamille ist ebenfalls anspruchslos und gedeiht auf den meisten Böden.

Wilde Möhre

Die Wilde Möhre (Daucus carota) zeichnet sich durch ihre filigranen, weißen Doldenblüten aus. Sie blüht von Juni bis September und zieht viele Schmetterlinge an. Ihre aufrechte Wuchsform passt gut zu den Kornraden und sorgt für eine interessante Struktur in der Wildblumenwiese.

Schafgarbe

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) mit ihren flachen, weißen oder rosa Blütendolden ist ein robuster Dauerblüher von Juni bis Oktober. Sie verträgt Trockenheit gut und harmoniert farblich wunderbar mit den Kornraden. Zudem zieht sie viele nützliche Insekten an.

Wiesensalbei

Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) beeindruckt mit seinen aufrechten, violetten Blütenständen. Er blüht von Mai bis Juli und bildet einen schönen Farbakzent neben den Kornraden. Der Wiesensalbei bevorzugt sonnige, trockene Standorte und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln.

Gestaltungsprinzipien für harmonische Wildblumenarrangements

Um ein ansprechendes und natürlich wirkendes Wildblumenbeet zu schaffen, sollten Sie einige grundlegende Gestaltungsprinzipien beachten:

Farbharmonien beachten

Kombinieren Sie Farben, die gut zueinander passen. Die rosa-violetten Kornraden harmonieren beispielsweise gut mit Blau- und Weißtönen. Setzen Sie aber auch gezielte Farbkontraste, etwa mit dem Orange der Ringelblumen, um interessante Akzente zu setzen.

Unterschiedliche Blütezeiten berücksichtigen

Wählen Sie Pflanzen mit verschiedenen Blütezeiten aus, um über eine lange Periode hinweg ein attraktives Bild zu erhalten. Beginnen Sie mit Frühblühern wie der Kornrade und ergänzen Sie diese mit Sommerblühern wie Wiesensalbei und Herbstblühern wie der Schafgarbe.

Wuchshöhen und Strukturen kombinieren

Mischen Sie hochwachsende Arten wie Kornraden mit mittelhohen Pflanzen wie Wiesensalbei und niedrigwüchsigen Arten wie Kamille. So entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild mit verschiedenen Ebenen. Achten Sie auch auf unterschiedliche Blütenformen und Blattstrukturen für mehr Vielfalt.

Natürliche Gruppierungen nachahmen

Vermeiden Sie es, die Pflanzen in geraden Reihen oder gleichmäßigen Abständen zu setzen. Ahmen Sie stattdessen natürliche Gruppierungen nach, indem Sie die Samen unregelmäßig aussäen oder die Pflanzen in lockeren Gruppen setzen. So entsteht ein natürlicher, wildromantischer Eindruck.

Anlegen einer Wildblumenwiese mit Kornraden

Das Anlegen einer Wildblumenwiese mit Kornraden ist ein lohnendes Projekt, das mit etwas Planung und Pflege zu einem blühenden Paradies für Mensch und Tier werden kann.

Standortvorbereitung

Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem Boden. Entfernen Sie vorhandenen Bewuchs und lockern Sie den Boden gründlich auf. Für magere Böden eignet sich eine Beimischung von Sand. Verzichten Sie auf Dünger, da die meisten Wildblumen nährstoffarme Böden bevorzugen.

Saatzeitpunkt und -methode

Die beste Zeit zur Aussaat ist von März bis Mai oder von August bis September. Mischen Sie die Samen mit feinem Sand, um eine gleichmäßigere Verteilung zu erreichen. Streuen Sie die Samenmischung dünn aus und drücken Sie sie leicht an. Decken Sie die Samen nur hauchdünn mit Erde ab, da viele Wildblumensamen Lichtkeimer sind.

Pflege in den ersten Wochen

Halten Sie den Boden in den ersten Wochen gleichmäßig feucht. Entfernen Sie aufkommende Unkräuter vorsichtig von Hand. Sobald die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, können Sie das erste Mal vorsichtig mähen, um das Wachstum anzuregen.

Langfristige Pflege und Erhaltung

Mähen Sie die Wiese ein- bis zweimal im Jahr, am besten nach der Hauptblütezeit und im Spätherbst. Lassen Sie das Mähgut einige Tage liegen, damit die Samen ausfallen können. Entfernen Sie dann das Schnittgut, um eine Nährstoffanreicherung zu vermeiden. Im Frühjahr können Sie die Fläche leicht harken, um Freiraum für neue Keimlinge zu schaffen.

Mit diesen Tipps und der richtigen Pflege werden Sie bald eine blühende Wildblumenwiese mit prächtigen Kornraden und anderen farbenfrohen Wildblumen genießen können. Ein solches Blütenmeer ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Insekten und andere Kleintiere.

Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Kornraden im Garten

Kornraden sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch äußerst vielseitig einsetzbar. Betrachten wir die verschiedenen Möglichkeiten, wie man diese bezaubernden Wildblumen im Garten nutzen kann.

Als Schnittblume: Ein Hauch von Wildnis in der Vase

Mit ihren zarten rosa-violetten Blüten bereichern Kornraden jeden Blumenstrauß. Schneidet die Stängel am besten früh morgens oder am späten Abend, wenn die Pflanzen gut mit Wasser versorgt sind. In der Vase halten sie sich etwa eine Woche und verströmen einen leichten, angenehmen Duft.

In Trockenbouquets: Dauerhafte Schönheit

Zur längeren Bewahrung der Kornradenschönheit eignet sich das Trocknen. Hängt dafür kleine Bündel kopfüber an einem dunklen, luftigen Ort auf. Nach etwa zwei Wochen sind die Blüten getrocknet und können in Gestecken oder Trockensträußen verwendet werden. Die filigranen Samenkapseln sind dabei besonders attraktiv.

Für Saatgutgewinnung: Nachhaltigkeit im eigenen Garten

Kornraden eignen sich gut zur Saatgutgewinnung. Lasst einige Blüten an der Pflanze, bis sich die Samenkapseln braun färben. Schneidet diese dann ab und lasst sie in einem Papierbeutel nachtrocknen. Die Samen könnt ihr im nächsten Jahr wieder aussäen oder mit Gartenfreunden tauschen. Beachtet jedoch: In manchen Regionen ist das Sammeln und Verbreiten von Wildpflanzensamen rechtlich eingeschränkt.

Als Bienenweide: Ein Paradies für Insekten

Mit ihren offenen Blüten ziehen Kornraden viele Insekten an. Besonders Wildbienen und Schwebfliegen schätzen den reichlich vorhandenen Nektar und Pollen. Eine Gruppe Kornraden im Garten trägt somit aktiv zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Herausforderungen und Lösungen beim Anbau von Kornraden

So schön Kornraden auch sind, ihre Kultivierung bringt einige Herausforderungen mit sich. Hier einige Tipps zum Umgang damit:

Umgang mit der Kurzlebigkeit: Clever nachsäen

Kornraden sind einjährige Pflanzen, die nach der Blüte absterben. Für einen dauerhaften Bestand lasst einfach einen Teil der Pflanzen aussamen. Alternativ könnt ihr auch gestaffelt alle zwei bis drei Wochen neu aussäen, um eine längere Blütezeit zu erreichen.

Kontrolle der Ausbreitung: Sanftes Management

In manchen Gärten können sich Kornraden stark ausbreiten. Zur Kontrolle entfernt einfach einen Teil der Samenkapseln vor der Reife. Lasst aber immer einige stehen, um den Bestand zu erhalten und Insekten Nahrung zu bieten.

Schutz vor Fraßschäden: Natürliche Methoden

Junge Kornradenpflanzen sind bei Schnecken beliebt. Schützt sie mit einem Ring aus Schneckenkorn oder streut Kaffeesatz um die Pflanzen. Auch Kupferband oder Eierschalen können helfen. Bei starkem Befall hilft manchmal eine spätere Aussaat, wenn die Schnecken weniger aktiv sind.

Anpassung an trockene Bedingungen: Clever gießen

Obwohl Kornraden recht trockenheitsverträglich sind, brauchen sie in Trockenperioden etwas Unterstützung. Gießt lieber seltener, dafür aber gründlich. Das fördert tiefes Wurzelwachstum und macht die Pflanzen widerstandsfähiger. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft zusätzlich, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Kornraden in verschiedenen Gartenkonzepten

Die Vielseitigkeit der Kornraden macht sie zu einem Allrounder im Garten. Hier einige Ideen zur Einbindung in verschiedene Gartenkonzepte:

Im Bauerngarten: Traditionelle Schönheit

In einem klassischen Bauerngarten passen Kornraden perfekt zwischen Ringelblumen, Kornblumen und Mohn. Ihre zarten Blüten bringen einen Hauch von Wildnis in die geordneten Beete und erinnern an die Feldränder vergangener Zeiten.

In naturnahen Gärten: Wildnis im Kleinen

Für naturnahe Gärten sind Kornraden ideal. Lasst sie zwischen anderen Wildblumen wie Margeriten, Wilder Möhre und Schafgarbe wachsen. So entsteht eine artenreiche Blumenwiese, die Insekten und Vögeln einen wertvollen Lebensraum bietet.

In Staudenbeeten: Sommerlicher Farbtupfer

Auch in Staudenbeeten machen sich Kornraden gut. Kombiniert sie mit hohen Gräsern wie Chinaschilf oder Rutenhirse für einen natürlichen Look. Oder pflanzt sie zwischen niedrige Stauden wie Katzenminze oder Storchschnabel für einen farbenfrohen Kontrast.

In Kübeln und Balkonkästen: Wildblumenzauber auf kleinstem Raum

Selbst auf Balkon oder Terrasse müsst ihr nicht auf Kornraden verzichten. In größeren Kübeln oder Balkonkästen gedeihen sie prächtig. Mischt das Substrat mit etwas Sand, um die Drainage zu verbessern. Kombiniert sie mit anderen einjährigen Blumen wie Ringelblumen oder Zinnien für einen bunten Sommerflor.

Egal, für welche Variante ihr euch entscheidet: Kornraden bringen mit ihrer zarten Schönheit und ökologischen Bedeutung einen besonderen Charme in jeden Garten. Probiert es aus und erlebt die Vielfalt dieser faszinierenden Wildblume!

Die Kornrade im kulturellen Kontext

Volksheilkunde und die Kornrade

In der Volksheilkunde spielte die Kornrade einst eine beachtliche Rolle. Unsere Vorfahren nutzten verschiedene Teile der Pflanze für allerlei Beschwerden. Die Samen galten als harntreibend und wurden bei Nierenleiden eingesetzt. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Kornrade enthält giftige Saponine, weshalb von einer Selbstmedikation dringend abzuraten ist.

Künstlerische Inspiration

Die zarte Schönheit der Kornrade hat Künstler und Literaten über Generationen hinweg inspiriert. In Gemälden taucht sie oft als Symbol für die Vergänglichkeit auf, während Dichter ihre Anmut in Versen verewigten. Der Maler Vincent van Gogh verewigte die Kornrade in einigen seiner Werke, wo sie neben Mohnblumen und Kornblumen die Felder schmückt.

Symbol für Artenvielfalt

Heutzutage steht die Kornrade sinnbildlich für den Verlust der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft. Als ehemals häufige Ackerbegleitpflanze ist sie durch intensive Landwirtschaft selten geworden. Naturschutzorganisationen nutzen die Kornrade oft als Aushängeschild für ihre Bemühungen, die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhalten.

Kornradensamen: Bezug und Qualität

Worauf beim Samenkauf achten?

Beim Erwerb von Kornradensamen sollten Sie auf einige Punkte achten:

  • Kaufen Sie nur bei seriösen Anbietern, die Wildpflanzensaatgut anbieten.
  • Achten Sie auf die Herkunftsangabe. Regionales Saatgut ist oft besser an lokale Bedingungen angepasst.
  • Prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum. Frisches Saatgut keimt besser.
  • Informieren Sie sich über die Reinheit und Keimfähigkeit des Saatguts.

Bedeutung regionaler Herkünfte

Regionale Kornradensamen haben einen besonderen Wert für den Naturschutz. Sie sind genetisch an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und tragen zur Erhaltung lokaler Ökosysteme bei. Durch die Verwendung regionaler Herkünfte unterstützen Sie die genetische Vielfalt innerhalb der Art und fördern die Resilienz der Populationen gegenüber Umweltveränderungen.

Sammeln und Verbreiten: Was ist erlaubt?

Das Sammeln von Kornradensamen in der freien Natur ist eine heikle Angelegenheit. In vielen Gegenden steht die Kornrade unter Schutz. Generell gilt: Entnehmen Sie nur kleine Mengen für den Eigenbedarf und nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Im Zweifelsfall ist es ratsam, Saatgut aus kontrollierten Quellen zu beziehen. Die gezielte Aussaat in der freien Landschaft sollte nur in Absprache mit Naturschutzbehörden erfolgen.

Die Zukunft der Kornrade in unseren Gärten

Die Kornrade hat in den letzten Jahrzehnten einen bemerkenswerten Wandel durchgemacht – vom gefürchteten Ackerunkraut zur geschätzten Zierpflanze. Ihre Geschichte lehrt uns viel über den Wandel unserer Beziehung zur Natur.

Für Gartenliebhaber bietet die Kornrade eine wunderbare Möglichkeit, ein Stück Kulturgeschichte und Biodiversität in den eigenen Garten zu holen. Mit ihren zarten rosa Blüten bringt sie nicht nur Farbe, sondern auch Leben in Form von Insekten in unsere grünen Oasen.

Die Integration der Kornrade in unsere Gärten ist mehr als nur eine ästhetische Entscheidung. Sie ist ein aktiver Beitrag zum Artenschutz und zur Bewahrung unseres natürlichen Erbes. Jeder Garten, der Kornraden beherbergt, wird zu einem kleinen Refugium für diese bedrohte Art.

Zugleich mahnt uns die Geschichte der Kornrade zur Achtsamkeit im Umgang mit der Natur. Sie erinnert uns daran, dass jede Pflanze ihren Platz und ihre Rolle im Ökosystem hat – auch wenn wir diese nicht immer auf den ersten Blick erkennen.

Ein Blick in die Zukunft: Kornraden als Botschafter der Vielfalt

Die Zukunft der Kornrade in unserer Kulturlandschaft hängt maßgeblich von unserem Engagement ab. In Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens können wir durch die Pflege solcher Arten in unseren Gärten einen wichtigen Beitrag leisten.

Vielleicht wird die Kornrade eines Tages wieder häufiger in unseren Feldern zu sehen sein – nicht als Unkraut, sondern als willkommener Gast, der die Vielfalt unserer Agrarökosysteme bereichert. Bis dahin liegt es an uns Gartenfreunden, dieser besonderen Pflanze ein Zuhause zu geben und ihre Schönheit zu bewahren.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Kornrade nicht nur eine Erinnerung an vergangene Zeiten bleibt, sondern ein lebendiger Teil unserer Gärten und unserer Zukunft wird. Jede Kornrade, die in unseren Gärten blüht, ist ein kleines Wunder und ein Zeichen der Hoffnung für die Artenvielfalt von morgen.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Kornraden und warum sind sie als Wildblumen so besonders?
    Kornraden (Agrostemma githago) sind einjährige Wildblumen aus der Familie der Nelkengewächse mit charakteristischen rosa-violetten Blüten. Sie werden 50-100 cm hoch und haben schmale, grau-grüne Blätter. Besonders bemerkenswert sind ihre fünf Kronblätter mit dunklen Adern und die auffällig behaarten Blütenkelche. Kornraden sind deshalb so besonders, weil sie früher häufige Begleiter in Getreidefeldern waren, heute aber auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Ihre zarten Blüten verschönern nicht nur jeden Garten, sondern dienen als wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August und verwandelt Gärten in ein natürliches Blütenmeer. Als genügsame Pflanzen bevorzugen sie sonnige bis halbschattige Standorte mit durchlässigem Boden und fördern die Biodiversität im Garten.
  2. Welche Rolle spielen Kornraden für die Biodiversität und den Insektenschutz?
    Kornraden spielen eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt und den Insektenschutz. Als wertvolle Nahrungsquellen bieten sie reichlich Nektar und Pollen für verschiedene Insektenarten. Bienen und Hummeln schätzen die offenen Blüten besonders, da sie leicht zugänglich sind. Auch Schmetterlingsarten wie der Distelfalter besuchen die rosa-violetten Blüten regelmäßig. Wildbienen und Schwebfliegen profitieren ebenfalls von dem reichhaltigen Nahrungsangebot. Durch ihre Rolle als Bestäubermagnet tragen Kornraden zur Stabilisierung lokaler Ökosysteme bei. Als ehemalige Ackerbegleitpflanze unterstützen sie die genetische Vielfalt in der Kulturlandschaft. Ihre Integration in Gärten und Wildblumenwiesen schafft wichtige Trittsteine für wandernde Insektenpopulationen. Jeder Garten mit Kornraden wird so zu einem kleinen Refugium für bedrohte Arten und leistet einen aktiven Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
  3. Wie legt man eine Wildblumenwiese mit Kornraden richtig an?
    Eine Wildblumenwiese mit Kornraden anzulegen beginnt mit der richtigen Standortvorbereitung. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem Boden. Entfernen Sie vorhandenen Bewuchs und lockern Sie den Boden gründlich auf. Für schwere Böden empfiehlt sich eine Sandbeimischung. Verzichten Sie auf Dünger, da Wildblumen magere Böden bevorzugen. Die optimale Aussaatzeit liegt zwischen März und Mai oder von August bis September. Mischen Sie die Kornradensamen mit feinem Sand für gleichmäßige Verteilung und streuen Sie dünn aus. Drücken Sie die Samen nur leicht an und bedecken Sie sie hauchdünn mit Erde, da sie Lichtkeimer sind. Halten Sie den Boden in den ersten Wochen gleichmäßig feucht und entfernen Sie aufkommende Unkräuter vorsichtig. Nach der Hauptblütezeit und im Spätherbst sollten Sie ein- bis zweimal jährlich mähen und das Schnittgut nach einigen Tagen entfernen.
  4. Warum stehen Kornraden auf der Roten Liste der gefährdeten Arten?
    Kornraden stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, weil sie durch massive Veränderungen in der Landwirtschaft stark zurückgegangen sind. Früher waren sie in ganz Europa als Ackerbegleitpflanze weit verbreitet und wuchsen natürlich zwischen Getreide. Die intensive moderne Landwirtschaft mit effektiver Saatgutreinigung, Herbizideinsatz und mechanischer Unkrautbekämpfung hat ihren natürlichen Lebensraum praktisch vernichtet. Zusätzlich führte die Intensivierung der Landnutzung zum Verschwinden von Feldrändern und Brachflächen. Die ehemals häufigen 'Ackerunkräuter' finden heute kaum noch geeignete Standorte. Klimatische Veränderungen und die Fragmentierung der Landschaft verschärfen die Situation zusätzlich. Diese Entwicklung macht Kornraden zu einem Symbol für den Verlust der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft. Ihr Schutz und ihre Erhaltung in Gärten und speziellen Schutzgebieten sind daher von großer Bedeutung für den Artenschutz.
  5. Welche giftigen Inhaltsstoffe enthalten Kornraden und wie gefährlich sind sie?
    Kornraden enthalten giftige Saponine, insbesondere in den Samen, die für Menschen und Tiere gefährlich sein können. Diese natürlichen Pflanzenstoffe dienten der Kornrade ursprünglich als Schutz vor Fraßfeinden. In der Volksheilkunde wurden Kornradenteile früher bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, wobei die Samen als harntreibend galten. Jedoch ist von jeder Selbstmedikation mit Kornraden dringend abzuraten, da die Dosierung schwer kontrollierbar ist und Vergiftungen auftreten können. Die Saponine können bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und andere gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders für Kinder und Haustiere stellen die attraktiven Samen eine potenzielle Gefahr dar. Bei der Gartengestaltung mit Kornraden sollten Sie daher vorsichtig sein und Kindern erklären, dass die Pflanzen nicht essbar sind. Für die reine Zierpflanzung und als Insektennahrung sind Kornraden jedoch unbedenklich und wertvoll.
  6. Worin unterscheiden sich Kornraden von Klatschmohn und Kornblumen?
    Kornraden unterscheiden sich deutlich von Klatschmohn und Kornblumen in mehreren Merkmalen. Kornraden gehören zur Familie der Nelkengewächse und haben charakteristische rosa-violette Blüten mit fünf Kronblättern und dunklen Adern. Ihre Blütenkelche sind auffällig behaart und verleihen ihnen einen rustikalen Charme. Klatschmohn hingegen ist ein Mohngewächs mit leuchtend roten, papierartigen Blüten aus vier Kronblättern und schwarzen Staubgefäßen. Kornblumen wiederum haben die typischen blauen, körbchenförmigen Blütenstände der Korbblütler. Auch in der Wuchsform unterscheiden sie sich: Kornraden werden 50-100 cm hoch mit schmalen, grau-grünen Blättern, während Klatschmohn gefiederte Blätter und Kornblumen lanzettliche Blätter besitzen. Alle drei waren früher typische Ackerbegleitpflanzen und blühen etwa zur gleichen Zeit, weshalb sie sich hervorragend in Wildblumenmischungen kombinieren lassen und gemeinsam ein farbenfrohes Bild ergeben.
  7. Welche anderen Wildblumen passen gut zu Kornraden in einer Mischpflanzung?
    Kornraden harmonieren wunderbar mit verschiedenen Wildblumen in Mischpflanzungen. Klassische Partner sind Klatschmohn und Kornblumen, die mit Kornraden die traditionelle Ackerbegleitflora bildeten. Das leuchtende Rot des Mohns und das tiefe Blau der Kornblumen schaffen schöne Farbkontraste zu den rosa-violetten Kornradenblüten. Margeriten mit ihren strahlend weißen Blüten bringen die zarten Farbtöne der Kornraden gut zur Geltung. Weitere ideale Begleiter sind Ringelblumen mit ihren leuchtend orangen Blüten, die echte Kamille mit ihren zarten weißen Blütchen, die Wilde Möhre mit filigranen Doldenblüten und die Gemeine Schafgarbe. Wiesensalbei beeindruckt mit violetten Blütenständen und ergänzt das Farbspektrum perfekt. Bei der Gestaltung sollten Sie Farbharmonien beachten, unterschiedliche Blütezeiten berücksichtigen und verschiedene Wuchshöhen kombinieren. So entsteht eine abwechslungsreiche, naturnahe Wildblumenwiese, die über Monate hinweg attraktiv bleibt.
  8. Welche kulturhistorische Bedeutung hatten Kornraden als ehemalige Ackerbegleitflora?
    Kornraden haben eine reiche kulturhistorische Bedeutung als typische Vertreter der ehemaligen Ackerbegleitflora. Jahrhundertelang prägten sie zusammen mit anderen 'Ackerunkräutern' das Bild der europäischen Kulturlandschaft. Sie wuchsen natürlich zwischen Getreide und waren fester Bestandteil der traditionellen Landwirtschaft. In der Volksheilkunde spielten sie eine beachtliche Rolle - unsere Vorfahren nutzten verschiedene Pflanzenteile bei allerlei Beschwerden, wobei die Samen als harntreibend galten. Künstlerisch inspirierte die zarte Schönheit der Kornrade Maler wie Vincent van Gogh, der sie in seinen Feldbildern verewigte. In der Literatur taucht sie oft als Symbol für Vergänglichkeit auf. Heute steht die Kornrade sinnbildlich für den Verlust der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft. Als ehemals häufige, nun seltene Art symbolisiert sie den Wandel von der traditionellen zur intensiven Landwirtschaft und mahnt uns zur Achtsamkeit im Umgang mit der Natur.
  9. Wo kann man Kornradensamen kaufen und worauf sollte man dabei achten?
    Kornradensamen erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die Wildpflanzensaatgut anbieten. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de führen qualitätvolles Saatgut bedrohter Wildblumen in ihrem Sortiment. Beim Kauf sollten Sie mehrere Aspekte beachten: Kaufen Sie nur bei seriösen Anbietern, die sich auf Wildblumensaatgut spezialisiert haben. Achten Sie unbedingt auf die Herkunftsangabe - regionales Saatgut ist oft besser an lokale Bedingungen angepasst und genetisch wertvoller. Prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum, da frisches Saatgut deutlich besser keimt. Informieren Sie sich über Reinheit und Keimfähigkeit des angebotenen Saatguts. Seriöse Händler geben auch Auskunft über die genetische Herkunft und Sammelgebiete. Vermeiden Sie Saatgut unbekannter Herkunft oder von unseriösen Anbietern. Bei samen.de und ähnlich etablierten Fachgeschäften erhalten Sie nicht nur qualitätvolles Saatgut, sondern auch kompetente Beratung zur optimalen Aussaat und Pflege.
  10. Welche Qualitätskriterien sind beim Kauf von Wildblumensamen wichtig?
    Beim Kauf von Wildblumensamen sind verschiedene Qualitätskriterien entscheidend für den Erfolg. Die Keimfähigkeit ist das wichtigste Kriterium - seriöse Anbieter wie samen.de geben diese meist prozentual an. Frische ist ebenfalls crucial, daher sollten Sie das Ernte- und Verfallsdatum prüfen. Die genetische Herkunft spielt besonders bei bedrohten Arten wie Kornraden eine wichtige Rolle - regionales Saatgut ist genetisch an lokale Bedingungen angepasst. Achten Sie auf Reinheit des Saatguts, um Verunreinigungen mit unerwünschten Pflanzen zu vermeiden. Seriöse Händler dokumentieren Sammelgebiete und verwenden wissenschaftliche Pflanzennamen. Die Lagerung sollte trocken und kühl erfolgt sein. Etablierte Gartenfachhändler bieten oft Anzuchtanleitungen und Beratung mit. Zertifizierungen oder Prüfsiegel können zusätzliche Qualitätsgarantie bieten. Meiden Sie extrem günstige Angebote unbekannter Herkunft, da diese oft minderwertig sind. Professionelle Saatguthändler investieren in ordnungsgemäße Aufbereitung, Lagerung und Qualitätskontrolle, was sich im Preis widerspiegelt, aber deutlich bessere Ergebnisse garantiert.
  11. Wie unterscheidet sich die genetische Anpassung regionaler Kornraden-Herkünfte?
    Die genetische Anpassung regionaler Kornraden-Herkünfte zeigt bemerkenswerte Unterschiede, die über Jahrtausende entstanden sind. Lokale Populationen haben sich an spezifische Klimabedingungen, Bodentypen und ökologische Nischen angepasst. So können norddeutsche Kornraden andere Blütezeiten, Frostresistenz oder Trockenheitstoleranz aufweisen als süddeutsche Herkünfte. Diese genetische Vielfalt innerhalb der Art ist evolutionsbiologisch wertvoll und trägt zur Resilienz der Gesamtpopulation bei. Regionale Anpassungen betreffen Keimungsverhalten, Wuchsgeschwindigkeit, Blühzeitpunkt und Samenreife. Auch die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe kann regional variieren. Für den Naturschutz ist die Erhaltung dieser genetischen Diversität essentiell, da sie die Anpassungsfähigkeit an Klimawandel und Umweltveränderungen ermöglicht. Daher sollten Sie beim Anbau möglichst auf Saatgut aus der eigenen Region zurückgreifen. Die Verwendung regionaler Herkünfte unterstützt die genetische Vielfalt und fördert die natürliche Anpassung an lokale Gegebenheiten.
  12. Welche Rolle spielen Kornraden im Kontext des modernen Artenschutzes?
    Kornraden nehmen im modernen Artenschutz eine Symbolrolle ein und sind wichtige Indikatorarten für den Zustand unserer Kulturlandschaft. Als ehemalige Ackerbegleitpflanze dokumentiert ihr Rückgang den Verlust der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Naturschutzorganisationen nutzen die Kornrade oft als Aushängeschild für ihre Bemühungen zur Erhaltung der Artenvielfalt. In Schutzprogrammen wird sie als Zielart für Ackerrandstreifen und Blühflächen gefördert. Ex-situ-Erhaltung in botanischen Gärten und Saatgutbanken sichert genetisches Material für die Zukunft. Gleichzeitig ermöglicht die Integration in private Gärten eine dezentrale In-situ-Erhaltung. Forschungsprojekte untersuchen ihre ökologischen Ansprüche und Populationsdynamik. Die Kornrade dient als Modellorganismus für das Verständnis von Fragmentierungseffekten und Metapopulationsdynamik. Ihre Wiederansiedlung in geeigneten Habitaten ist ein wichtiges Ziel des angewandten Artenschutzes. Durch Bildungsarbeit sensibilisiert sie die Öffentlichkeit für den Wert bedrohter Arten und fördert das Bewusstsein für Biodiversität.
  13. Wie funktioniert die natürliche Bestäubung bei Kornraden durch verschiedene Insektenarten?
    Die natürliche Bestäubung bei Kornraden erfolgt hauptsächlich durch verschiedene Insektenarten, die von den offenen, zugänglichen Blüten angelockt werden. Bienen und Hummeln sind die wichtigsten Bestäuber, da sie sowohl Nektar als auch Pollen sammeln. Dabei streifen sie mit ihrem behaarten Körper die Staubgefäße und übertragen den Pollen auf die Narben. Schwebfliegen besuchen die Blüten hauptsächlich wegen des Pollens, den sie als Proteinquelle nutzen. Verschiedene Schmetterlingsarten wie der Distelfalter saugen mit ihrem langen Rüssel Nektar aus den Blüten. Die rosa-violetten Blüten mit ihren dunklen Adern dienen als optische Landebahnen für die Bestäuber. Der Nektar ist in den Blüten leicht zugänglich, was auch kleinere Insekten anlockt. Kornraden sind selbstfertil, aber Fremdbestäubung fördert die genetische Vielfalt. Die Blütezeit von Juni bis August bietet den Insekten über längere Zeit eine verlässliche Nahrungsquelle. Diese Bestäubervielfalt trägt zur Stabilität der Kornradenpopulationen bei.
  14. Welche Bedeutung haben Kornraden für die Resilienz von Ökosystemen?
    Kornraden tragen erheblich zur Resilienz von Ökosystemen bei, auch wenn sie oft übersehen werden. Als Bestäuberpflanzen bilden sie wichtige Knotenpunkte in Nahrungsnetzen und unterstützen die Stabilität von Insektenpopulationen. Ihre Rolle als Trittsteinbiotope ermöglicht genetischen Austausch zwischen fragmentierten Populationen anderer Arten. In Wildblumenwiesen erhöhen sie die strukturelle Diversität und schaffen Mikrohabitate für verschiedene Kleintiere. Als einjährige Art reagieren Kornraden flexibel auf Umweltveränderungen und können sich schnell an neue Bedingungen anpassen. Ihre Samen können längere Zeit im Boden überdauern und bei günstigen Bedingungen keimen, was zur Pufferwirkung gegen Störungen beiträgt. In der Nahrungskette dienen reife Samen verschiedenen Vögeln als Nahrung. Die tiefgreifenden Pfahlwurzeln verbessern die Bodenstruktur und fördern Wasserspeicherung. Kornraden fördern durch ihre Anwesenheit die Ansiedlung anderer seltener Arten und erhöhen somit die Gesamtresilienz des Ökosystems gegen Klimawandel und andere Stressoren.
  15. Wie sammelt man Kornradensamen richtig und welche Lagerung ist optimal?
    Das richtige Sammeln von Kornradensamen erfordert den optimalen Zeitpunkt und sorgfältige Technik. Warten Sie, bis sich die Samenkapseln braun färben und bei leichtem Schütteln rascheln - dies zeigt die Vollreife an. Sammeln Sie an trockenen Tagen, idealerweise am späten Vormittag, wenn der Morgentau abgetrocknet ist. Schneiden Sie die reifen Samenstände mit einer scharfen Schere ab und lassen Sie sie in Papiertüten oder Stoffbeuteln nachtrocknen. Vermeiden Sie Plastikbeutel, da diese Feuchtigkeit stauen und Schimmelbildung fördern. Nach dem Trocknen schütteln Sie die Samen aus den Kapseln und sieben grobe Pflanzenreste ab. Für die optimale Lagerung füllen Sie die Samen in beschriftete Papiertüten oder Gläser und bewahren sie trocken, dunkel und kühl auf. Die ideale Lagertemperatur liegt bei 5-10°C. Beschriften Sie jede Portion mit Herkunft, Sammeldatum und Jahr. Bei sachgerechter Lagerung bleiben Kornradensamen etwa 2-3 Jahre keimfähig. Prüfen Sie regelmäßig auf Schädlinge oder Feuchtigkeit.
  16. Welche Pflegemethoden haben sich bei der Kultivierung von Kornraden bewährt?
    Bei der Kultivierung von Kornraden haben sich bewährte Pflegemethoden etabliert, die den natürlichen Ansprüchen dieser Wildblumen entsprechen. Zunächst ist die Standortwahl entscheidend: Kornraden bevorzugen sonnige bis halbschattige Plätze mit durchlässigem, eher magerem Boden. Eine Düngung ist meist nicht nötig und kann sogar kontraproduktiv sein. In den ersten Wochen nach der Aussaat sollten Sie den Boden gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe zu verursachen. Junge Pflanzen benötigen Schutz vor Schneckenfraß - bewährt haben sich Kaffeesatz, Eierschalen oder Schneckenkorn. Ein vorsichtiger Rückschnitt bei etwa 10 cm Höhe kann das Wachstum anregen. Später sind Kornraden sehr pflegeleicht und trockenheitstolerant. Gießen Sie nur bei längeren Trockenperioden, dann aber gründlich. Eine Mulchschicht aus Stroh hilft bei der Feuchtigkeitsspeicherung. Zur Vermehrung lassen Sie einige Pflanzen aussamen, entfernen aber überschüssige Samenstände zur Verhinderung unkontrollierter Ausbreitung. Ein gestaffeltes Aussäen alle 2-3 Wochen verlängert die Blütezeit.
  17. Sind Kornraden wirklich giftige Unkräuter oder nur ein alter Mythos?
    Kornraden sind tatsächlich giftig und nicht nur ein alter Mythos, aber die Bezeichnung als 'Unkraut' ist heute überholt. Die Pflanzen enthalten nachweislich toxische Saponine, besonders konzentriert in den Samen. Diese Giftstoffe können bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und andere gesundheitliche Probleme verursachen. Früher galten Kornraden als Ackerunkraut, weil ihre Samen das Getreide verunreinigten und beim Mahlen giftige Substanzen ins Mehl gelangten. Dies führte zu Vergiftungen bei Mensch und Vieh. Heute wird diese Sichtweise differenzierter betrachtet: Kornraden sind wertvolle, schützenswerte Wildpflanzen mit wichtiger ökologischer Funktion. Ihre Giftigkeit ist ein natürlicher Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde. Für die Verwendung als Zierpflanze und Insektennahrung sind sie unbedenklich, solange man sie nicht verzehrt. Die Toxizität sollte bei der Gartenplanung berücksichtigt werden, besonders wenn Kinder oder Haustiere Zugang haben. Kornraden verdienen heute Respekt als gefährdete Art, nicht Bekämpfung als Unkraut.
  18. In welchen deutschen Regionen kommen Kornraden heute noch natürlich vor?
    Kornraden kommen heute nur noch in wenigen deutschen Regionen natürlich vor, was ihre Einstufung als gefährdete Art unterstreicht. Einzelne Restpopulationen finden sich noch in Teilen Süddeutschlands, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, wo extensive Landwirtschaft teilweise noch praktiziert wird. In Nordrhein-Westfalen gibt es vereinzelte Vorkommen in traditionellen Ackerlandschaften. Rheinland-Pfalz und Hessen beherbergen ebenfalls kleine Populationen, meist in Naturschutzgebieten oder extensiv bewirtschafteten Flächen. In Ostdeutschland, besonders in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, existieren noch einige natürliche Standorte, oft auf ehemaligen Militärflächen oder in Schutzgebieten. Die meisten natürlichen Vorkommen sind jedoch sehr klein und isoliert, was ihre langfristige Überlebensfähigkeit gefährdet. Viele aktuelle Fundorte entstehen durch Wiederansiedlungsprojekte oder sind Sekundärstandorte an Wegrändern und Brachen. Die natürlichen Populationen stehen unter strengem Schutz, und ihre Dokumentierung erfolgt durch botanische Kartierungen. Der drastische Rückgang macht deutlich, wie wichtig die Erhaltung in Gärten und speziellen Schutzprogrammen ist.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Kornraden und anderen Nelkengewächsen?
    Kornraden unterscheiden sich von anderen Nelkengewächsen durch mehrere charakteristische Merkmale, obwohl sie zur selben Pflanzenfamilie (Caryophyllaceae) gehören. Der auffälligste Unterschied liegt in der Blütenform: Kornraden haben große, einzeln stehende rosa-violette Blüten mit fünf breiten Kronblättern und dunklen Adern. Die Blütenkelche sind markant behaart und verleihen ihnen einen rustikalen Charme. Im Gegensatz dazu haben Nelken meist kleinere, oft duftende Blüten mit gefransten Kronblättern. Gartennelken sind mehrjährig, während Kornraden einjährig sind. Auch die Wuchsform unterscheidet sich: Kornraden werden 50-100 cm hoch mit aufrechtem, wenig verzweigtem Wuchs, während andere Nelkengewächse oft polsterförmig oder niedrig wachsen. Die Blätter der Kornraden sind schmal und grau-grün, während Nelken oft bläulich-grüne, fleischigere Blätter besitzen. Kornraden haben zudem eine andere ökologische Bedeutung als typische Ackerbegleitpflanze. Die Samenkapseln der Kornraden sind deutlich größer und enthalten die charakteristischen schwarzen, giftigen Samen, was sie von harmlosen Ziernelken unterscheidet.
  20. Wie unterscheidet man einjährige Wildblumen von mehrjährigen Arten?
    Die Unterscheidung zwischen einjährigen und mehrjährigen Wildblumen erfolgt anhand verschiedener Merkmale und Verhaltensweisen. Einjährige Arten wie Kornraden durchlaufen ihren kompletten Lebenszyklus in einem Jahr: Keimung, Wachstum, Blüte, Samenreife und Absterben. Sie investieren ihre gesamte Energie in die Samenproduktion und sterben nach der Fruchtreife ab. Mehrjährige Arten hingegen bilden ausdauernde Wurzelsysteme oder Überdauerungsorgane wie Rhizome oder Knollen. Sie blühen oft erst im zweiten Jahr und können viele Jahre alt werden. Optisch erkennbar sind einjährige Pflanzen oft an ihrem schnellen Wachstum, der üppigen Blüte und den aufwendig gebildeten Samenständen. Sie haben meist faserige Wurzelsysteme, während mehrjährige Arten kräftige Pfahlwurzeln oder Horste bilden. Im Herbst ziehen mehrjährige Wildblumen Nährstoffe in ihre Speicherorgane zurück, einjährige verwelken komplett. Der Zeitpunkt der Keimung ist auch charakteristisch: Einjährige keimen oft im Frühjahr oder Herbst, mehrjährige können jederzeit bei günstigen Bedingungen keimen.
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