Kräuter richtig ernten und lagern: Entdecken Sie das volle Potenzial Ihres Kräutergartens

Kräuterernte und -lagerung: Wege zu aromatischen Genüssen

Kräuter bereichern jede Küche, doch ihre volle Kraft entfaltet sich durch die richtige Ernte und Lagerung. Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie das Beste aus Ihrem Kräutergarten herausholen.

Grüne Vielfalt: Wissenswertes über Kräuter

  • Morgenernte für intensives Aroma
  • Angepasste Erntetechniken je nach Kräuterart
  • Sorgfältige Lagerung bewahrt Geschmack und Nährstoffe
  • Behutsames Ernten unterstützt gesundes Wachstum

Bedeutung der richtigen Kräuterernte und -lagerung

Es kommt oft vor: Man pflanzt eifrig Kräuter an, erntet sie aber falsch oder lagert sie unsachgemäß. Das Resultat: schwache Aromen und welke Blätter. Dabei ist es gar nicht so kompliziert, das volle Potenzial der grünen Aromaspender zu nutzen.

Die angemessene Ernte und Lagerung von Kräutern beeinflusst maßgeblich ihren Geschmack, ihre Haltbarkeit und ihre gesundheitlichen Vorteile. Ein unachtsamer Umgang kann zum Verlust wertvoller ätherischer Öle führen oder die Pflanzen sogar schädigen.

Inhalt dieses Beitrags

Wir betrachten den optimalen Erntezeitpunkt, die richtige Erntemethode für verschiedene Kräuterarten und geeignete Lagerungsmöglichkeiten. Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie Ihre Kräuter nachhaltig nutzen können, ohne den Pflanzen zu schaden.

Der beste Erntezeitpunkt: Wann Kräuter ihr volles Aroma entfalten

Allgemeine Hinweise zur Kräuterernte

Bei der Kräuterernte ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Üblicherweise sollten Sie Kräuter vor der Blüte ernten. In dieser Phase ist die Konzentration der ätherischen Öle am höchsten. Regelmäßige Ernte kleiner Mengen fördert neues Wachstum.

Tageszeit: Vorteile der Morgenernte

Der ideale Zeitpunkt für die Kräuterernte ist der frühe Morgen, sobald der Tau getrocknet ist, aber bevor die Sonne zu stark wird. Zu dieser Zeit weisen die Pflanzen die höchste Konzentration an ätherischen Ölen auf. Zudem sind die Kräuter morgens noch frisch und prall.

Saisonale Aspekte der Kräuterernte

Die Jahreszeit spielt ebenfalls eine Rolle. Im Frühling und Frühsommer, während der Hauptwachstumsphase, können Sie häufiger ernten. Im Spätsommer und Herbst ist Vorsicht geboten, um den Pflanzen genügend Kraft für den Winter zu lassen.

Erntezeitpunkte für spezifische Kräuterarten

Blatt-Kräuter (z.B. Basilikum, Minze)

Blatt-Kräuter wie Basilikum und Minze ernten Sie am besten bei einer Höhe von etwa 15-20 cm. Schneiden Sie die oberen 5-8 cm ab, lassen Sie aber mindestens zwei Blattpaare stehen, damit die Pflanze weiterwachsen kann.

Blüten-Kräuter (z.B. Lavendel, Kamille)

Bei Blüten-Kräutern wie Lavendel oder Kamille warten Sie, bis sich die Knospen gerade öffnen. Ernten Sie am Morgen, wenn die Blüten vollständig geöffnet sind, aber bevor sie zu verblühen beginnen.

Samen-Kräuter (z.B. Koriander, Fenchel)

Samen-Kräuter wie Koriander oder Fenchel sollten ausreifen. Ernten Sie die Samenstände, wenn sie sich braun färben, aber bevor sie aufplatzen und die Samen verstreuen.

Wurzel-Kräuter (z.B. Meerrettich, Ingwer)

Wurzel-Kräuter wie Meerrettich oder Ingwer ernten Sie vorzugsweise im Spätherbst oder frühen Winter, wenn das Laub bereits abgestorben ist. Zu diesem Zeitpunkt haben die Wurzeln die meisten Nährstoffe gespeichert.

Effektive Erntetechniken: Schonend und wirkungsvoll

Werkzeuge für die Kräuterernte

Für eine schonende Ernte benötigen Sie geeignetes Werkzeug. Eine scharfe Schere oder ein sauberes Messer sind ideal. Vermeiden Sie stumpfe Werkzeuge, die die Stängel quetschen könnten. Für robustere Kräuter wie Rosmarin eignet sich auch eine Gartenschere.

Schonende Erntemethoden für verschiedene Kräuterarten

Bei weichen Kräutern wie Basilikum oder Petersilie schneiden Sie am besten einzelne Stängel ab. Bei buschigen Kräutern wie Thymian können Sie ganze Zweige abschneiden. Achten Sie darauf, nicht mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal zu ernten.

Vermeidung von Schäden an der Pflanze

Behandeln Sie Ihre Kräuter behutsam! Vermeiden Sie Reißen oder Rupfen an den Pflanzen. Schneiden Sie stets oberhalb eines Blattpaares oder einer Verzweigung ab. So fördern Sie neues Wachstum und beugen offenen Wunden vor, die Krankheiten begünstigen könnten.

Nachhaltiges Ernten für kontinuierliches Wachstum

Denken Sie langfristig: Ernten Sie regelmäßig kleine Mengen, statt die Pflanze auf einmal kahl zu schneiden. So regen Sie die Pflanze zu neuem Wachstum an und profitieren länger von ihr. Bei einjährigen Kräutern wie Basilikum können Sie sogar die Blüten entfernen, um die Blattproduktion zu verlängern.

Mit diesen Hinweisen verbessern Sie Ihre Kräuterernte und können das ganze Jahr über frische, aromatische Kräuter genießen. Beobachten Sie Ihre Kräuter aufmerksam und passen Sie Ihre Erntemethoden entsprechend an. So entwickeln Sie mit der Zeit ein Gespür für den optimalen Erntezeitpunkt und die passende Technik.

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Vorbereitung der Kräuter zur Lagerung: Der Weg zur optimalen Konservierung

Bevor wir uns den verschiedenen Konservierungsmethoden widmen, bereiten wir die Kräuter richtig vor. Dieser Schritt ist entscheidend für die Qualität und Haltbarkeit unserer aromatischen Schätze.

Reinigung und Sortierung: Grundlage für gute Ergebnisse

Zunächst müssen wir unsere geernteten Kräuter gründlich reinigen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind im Garten meiner Oma half und wir jedes Blättchen einzeln inspizierten. Heute gehe ich etwas zügiger vor, aber nicht weniger sorgfältig:

  • Spülen Sie die Kräuter vorsichtig unter kaltem Wasser ab.
  • Schütteln Sie überschüssiges Wasser ab oder verwenden Sie eine Salatschleuder.
  • Breiten Sie die Kräuter auf einem sauberen Küchentuch aus und tupfen Sie sie vorsichtig trocken.

Bei der Sortierung achten wir darauf, nur die besten Blätter und Stängel zu behalten. Alles, was welk oder verfärbt aussieht, kommt weg – das spart später Zeit und verbessert die Qualität unserer Konserven.

Entfernen beschädigter oder kranker Teile: Qualitätskontrolle im Kleinen

Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn beschädigte oder kranke Pflanzenteile können die gesamte Ernte verderben. Achten Sie auf:

  • Verfärbungen oder Flecken auf den Blättern
  • Welke oder schlaffe Stellen
  • Anzeichen von Schädlingsbefall oder Pilzkrankheiten

Entfernen Sie großzügig alles, was nicht perfekt aussieht. Es ist besser, etwas weniger, dafür aber einwandfreie Kräuter zu haben.

Trocknen vs. Feucht lagern: Vor- und Nachteile

Nun stehen wir vor der Entscheidung: Trocknen oder feucht lagern? Beide Methoden haben ihre Berechtigung, je nachdem, wie wir die Kräuter später verwenden möchten.

Trocknen:

  • Vorteile: Lange Haltbarkeit, intensives Aroma, platzsparend
  • Nachteile: Möglicher Verlust einiger flüchtiger Öle, Zeitaufwand

Feucht lagern:

  • Vorteile: Erhalt des frischen Geschmacks, schnelle Verfügbarkeit
  • Nachteile: Begrenzte Haltbarkeit, mehr Platz im Kühlschrank nötig

Mein persönlicher Tipp: Probieren Sie beides aus! Ich trockne gerne Kräuter wie Thymian oder Oregano, während ich Basilikum und Petersilie lieber frisch aufbewahre.

Methoden der Kräuterkonservierung: Von klassisch bis kreativ

Jetzt wird's spannend! Lassen Sie uns die verschiedenen Möglichkeiten erkunden, wie wir unsere Kräuter haltbar machen können.

Trocknen: Die Klassiker-Methode

Das Trocknen ist wohl die älteste und bekannteste Art, Kräuter zu konservieren. Es gibt verschiedene Techniken, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

Lufttrocknen: Geduld zahlt sich aus

Binden Sie kleine Bündel und hängen Sie diese kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Nach etwa 1-2 Wochen sind die Kräuter knusprig trocken. Diese Methode eignet sich besonders gut für robuste Kräuter wie Rosmarin oder Salbei.

Ofentrocknen: Für die Eiligen unter uns

Verteilen Sie die Kräuter auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech und trocknen Sie sie bei etwa 50°C im Backofen. Lassen Sie die Ofentür einen Spalt breit offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Nach 2-4 Stunden sollten die Kräuter knusprig sein.

Mikrowellentrocknen: Blitzschnell, aber mit Vorsicht

Legen Sie die Kräuter zwischen zwei Küchenpapierlagen und trocknen Sie sie in 30-Sekunden-Intervallen. Vorsicht: Diese Methode erfordert Aufmerksamkeit, da die Kräuter schnell verbrennen können.

Dörren: Für die Technik-Fans

Ein Dörrgerät ermöglicht eine gleichmäßige, schonende Trocknung. Ideal für größere Mengen und empfindliche Kräuter wie Dill oder Kerbel.

Einfrieren: Frische für später

Das Einfrieren ist eine tolle Methode, um die Frische der Kräuter zu bewahren. Hier ein paar kreative Ideen:

Ganze Blätter einfrieren

Verteilen Sie die Blätter auf einem Backblech und frieren Sie sie einzeln an. Danach können Sie sie in Gefrierbeutel umfüllen. So können Sie später leicht einzelne Blätter entnehmen.

Kräuter-Eiswürfel

Hacken Sie die Kräuter fein, füllen Sie sie in Eiswürfelformen und gießen Sie etwas Wasser oder Olivenöl darüber. Perfekt zum Würzen von Suppen oder Saucen!

Kräuterpaste einfrieren

Pürieren Sie die Kräuter mit etwas Öl zu einer Paste und frieren Sie diese portionsweise ein. Eine tolle Basis für Pestos oder Marinaden.

Einlegen: Geschmacksexplosion im Glas

Beim Einlegen werden die Kräuter in verschiedenen Flüssigkeiten konserviert, was zu interessanten Geschmackskombinationen führt:

In Öl

Füllen Sie frische oder angetrocknete Kräuter in saubere Gläser und übergießen Sie sie mit hochwertigem Olivenöl. Nach ein paar Wochen haben Sie aromatisiertes Öl und würzige Kräuter.

In Essig

Ähnlich wie beim Öl, nur mit Essig. Besonders lecker mit Estragon oder Basilikum. Der Essig nimmt das Aroma der Kräuter an und eignet sich hervorragend für Dressings.

In Salz

Schichten Sie gehackte Kräuter mit Salz in einem Glas. Das Salz entzieht den Kräutern die Feuchtigkeit und konserviert sie gleichzeitig. Ein tolles Würzsalz für viele Gerichte!

Fermentierung von Kräutern: Ein Hauch Experimentierfreude

Die Fermentierung ist eine alte Konservierungsmethode, die in letzter Zeit wieder an Popularität gewinnt. Dabei werden die Kräuter in Salzlake eingelegt und von Milchsäurebakterien fermentiert. Das Ergebnis sind probiotische, würzige Kräuter mit einzigartigem Geschmack.

Herstellung von Kräutersalz und Kräuterzucker

Zum Abschluss noch zwei besondere Leckerbissen:

Kräutersalz: Mischen Sie getrocknete, fein gemahlene Kräuter mit Salz. Ein Verhältnis von 1:4 (Kräuter zu Salz) hat sich bei mir bewährt.

Kräuterzucker: Ähnlich wie beim Salz, nur mit Zucker. Besonders lecker mit Minze oder Lavendel für Tees oder Desserts.

Mit diesen vielfältigen Methoden können Sie den Sommer das ganze Jahr über in Ihrer Küche genießen. Experimentieren Sie und finden Sie Ihre Lieblingsmethode – ich bin mir sicher, Sie werden überrascht sein, wie einfach und lohnend die Kräuterkonservierung sein kann!

Optimale Lagerungsbedingungen für Kräuter

Die richtige Lagerung von Kräutern ist wichtig, um ihren Geschmack und ihre heilenden Eigenschaften zu bewahren. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die meisten Kräuter bevorzugen kühle und trockene Umgebungen. Eine Temperatur zwischen 10 und 15 Grad Celsius ist optimal. Die Luftfeuchtigkeit sollte niedrig sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ein trockener Keller oder eine Speisekammer eignen sich gut zur Lagerung.

Lichtschutz

Licht kann die ätherischen Öle in Kräutern abbauen. Daher sollten sie dunkel gelagert werden. Gläser aus Braun- oder Grünglas bieten guten Lichtschutz.

Behältnisse zur Kräuterlagerung

Je nach Kräuterart eignen sich unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten:

  • Gläser: Ideal für getrocknete Kräuter. Sie schützen vor Feuchtigkeit und Insekten.
  • Papiertüten: Gut für frische Kräuter, da sie atmen können. Allerdings bieten sie weniger Schutz vor Austrocknung.
  • Plastikbehälter: Können für frische Kräuter im Kühlschrank verwendet werden, sollten aber Luftlöcher haben.

Lagerung frischer Kräuter

Frische Kräuter halten sich am besten im Kühlschrank. Wickeln Sie sie locker in ein feuchtes Küchentuch und legen Sie sie in eine Plastiktüte mit Löchern. Alternativ können Sie robuste Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch in einem Glas mit Wasser auf der Fensterbank aufbewahren. Wechseln Sie das Wasser alle paar Tage.

Lagerung getrockneter Kräuter

Getrocknete Kräuter sollten in luftdichten Behältern an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt werden. Beschriften Sie die Behälter mit Datum und Inhalt, um den Überblick zu behalten.

Haltbarkeit und Qualitätserhaltung von Kräutern

Die Haltbarkeit von Kräutern variiert je nach Konservierungsmethode und Kräuterart.

Typische Haltbarkeitszeiten

  • Frische Kräuter: 1-2 Wochen im Kühlschrank
  • Getrocknete Kräuter: 6-12 Monate
  • Eingefrorene Kräuter: bis zu 6 Monate
  • In Öl oder Essig eingelegte Kräuter: 2-3 Monate im Kühlschrank

Anzeichen für verdorbene Kräuter

Achten Sie auf Verfärbungen, Schimmel oder unangenehmen Geruch. Bei frischen Kräutern sind welke oder schleimige Blätter ein Zeichen, dass sie nicht mehr genießbar sind.

Aromaverlust minimieren

Um den Aromaverlust zu minimieren, zerkleinern Sie Kräuter erst kurz vor der Verwendung. Bewahren Sie sie möglichst ganz auf und vermeiden Sie häufiges Öffnen der Behälter.

Nährstofferhaltung

Frische Kräuter behalten ihre Nährstoffe am besten. Beim Trocknen gehen einige Vitamine verloren, aber die meisten Mineralstoffe bleiben erhalten. Einfrieren ist eine gute Methode, um Nährstoffe zu konservieren.

Spezielle Tipps für häufig verwendete Kräuter

Basilikum

Basilikum ist kälteempfindlich. Wickeln Sie es in Küchenpapier und lagern Sie es bei Zimmertemperatur. Im Kühlschrank wird es schnell schwarz.

Petersilie

Petersilie hält sich gut im Kühlschrank. Stellen Sie sie in ein Glas mit Wasser und bedecken Sie die Blätter locker mit einer Plastiktüte.

Thymian

Thymian trocknet leicht. Wickeln Sie ihn in feuchtes Küchenpapier und legen Sie ihn in eine Plastiktüte im Kühlschrank.

Rosmarin

Rosmarin hält sich gut im Kühlschrank. Wickeln Sie ihn in feuchtes Küchenpapier und legen Sie ihn in eine Plastiktüte.

Minze

Minze kann wie Petersilie in einem Glas mit Wasser auf der Fensterbank oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Dill

Dill ist empfindlich. Wickeln Sie ihn locker in feuchtes Küchenpapier und lagern Sie ihn im Gemüsefach des Kühlschranks.

Schnittlauch

Schnittlauch lässt sich gut einfrieren. Schneiden Sie ihn in kleine Röllchen und frieren Sie ihn portionsweise ein.

Mit diesen Tipps bleiben Ihre Kräuter länger frisch und aromatisch. Probieren Sie verschiedene Methoden aus, um die beste für Ihre Lieblingskräuter zu finden. Frisch verwendete Kräuter schmecken immer am besten!

Kreative Verwendungsmöglichkeiten für konservierte Kräuter

In der Küche

Getrocknete oder eingelegte Kräuter sind vielseitig einsetzbar in der Küche. Streuen Sie getrockneten Thymian über Bratkartoffeln oder verfeinern Sie Tomatensoße mit getrocknetem Basilikum. Eingelegte Kräuter in Öl eignen sich als Würzpaste für Fleisch oder Basis für Salatdressings. Probieren Sie gefrorene Kräuter-Eiswürfel in Sommergetränken – ein erfrischender Genuss!

Für Tees und Getränke

Aus getrockneten Kräutern lassen sich vielfältige Teemischungen herstellen. Probieren Sie Kombinationen wie Minze-Zitronenmelisse oder Salbei-Thymian. Für einen sommerlichen Cocktail geben Sie eingefrorene Basilikumblätter in Ihren Gin Tonic – das Aroma entfaltet sich langsam und sorgt für ein besonderes Geschmackserlebnis.

In der Naturkosmetik

Kräuter eignen sich auch für selbstgemachte Kosmetikprodukte. Setzen Sie getrocknete Kamille in Öl an für eine beruhigende Gesichtscreme oder mischen Sie getrocknete Rosenblätter unter Ihr Badesalz für ein duftendes Badeerlebnis. Lavendel in kleinen Säckchen vertreibt nicht nur Motten, sondern sorgt auch für einen angenehmen Duft in Kleiderschränken.

Für Aromatherapie und Raumduft

Getrocknete Kräuter wie Lavendel, Rosmarin oder Salbei können in kleinen Säckchen aufgehängt werden und verströmen einen natürlichen Duft im Raum. Für eine intensive Aromatherapie geben Sie ätherisches Kräuteröl in eine Duftlampe. So schaffen Sie eine entspannende Atmosphäre in Ihrem Zuhause.

Häufige Fehler bei der Kräuterernte und -lagerung

Überernten

Ein häufiger Fehler ist das Überernten. Nehmen Sie nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal, sonst kann sie sich nicht erholen. Bei Basilikum ernten Sie am besten nur die oberen Blätter und lassen die unteren stehen – so wächst die Pflanze buschiger nach.

Falsche Lagerungstemperatur

Nicht alle Kräuter mögen es kühl! Während Petersilie und Schnittlauch im Kühlschrank gut aufgehoben sind, bevorzugen Basilikum und Minze Zimmertemperatur. Stellen Sie diese Kräuter in ein Glas Wasser auf die Fensterbank – so bleiben sie länger frisch.

Ungeeignete Behältnisse

Plastiktüten sind für die Lagerung von Kräutern ungeeignet. Sie fördern die Bildung von Feuchtigkeit und damit Schimmel. Verwenden Sie stattdessen Papiertüten oder luftdurchlässige Behälter. Für getrocknete Kräuter eignen sich Schraubgläser am besten – sie schützen vor Feuchtigkeit und Licht.

Mangelnde Hygiene

Achten Sie darauf, dass Ihre Kräuter vor der Lagerung trocken sind. Feuchte Blätter schimmeln schnell. Waschen Sie Ihre Hände vor der Ernte und Verarbeitung und verwenden Sie saubere Werkzeuge und Behälter. So beugen Sie der Übertragung von Krankheitserregern vor.

Nachhaltigkeit und Umweltaspekte

Reduzierung von Lebensmittelverschwendung durch richtige Lagerung

Durch die richtige Lagerung Ihrer Kräuter können Sie Lebensmittelverschwendung reduzieren. Überlegen Sie vor dem Kauf, wie viel Sie brauchen und verarbeiten können. Nutzen Sie Reste kreativ – aus welkenden Kräutern lässt sich noch ein leckeres Pesto zubereiten!

Umweltfreundliche Lagerungsmethoden

Bevorzugen Sie wiederverwendbare Behälter aus Glas oder Edelstahl anstelle von Einwegplastik. Beim Trocknen von Kräutern ist die Lufttrocknung die energiesparendste Methode. Wenn Sie einen Dörrautomaten verwenden, achten Sie auf ein energieeffizientes Modell.

Biologischer Anbau und dessen Einfluss auf die Lagerung

Biologisch angebaute Kräuter enthalten oft weniger Wasser und halten sich bei der Lagerung länger. Zudem sind sie frei von Pestiziden, was besonders bei der Verwendung in der Küche oder für Kosmetik vorteilhaft ist. Wenn Sie selbst Kräuter anbauen, verzichten Sie auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel – Ihre Pflanzen und die Umwelt profitieren davon!

Ein Kräutergarten voller Möglichkeiten

Die richtige Ernte und Lagerung von Kräutern eröffnet eine Welt voller Aromen und Möglichkeiten. Von der Küche über die Naturkosmetik bis hin zur Aromatherapie – frische und konservierte Kräuter bereichern unser Leben auf vielfältige Weise. Indem Sie die vorgestellten Techniken anwenden, können Sie den Geschmack Ihrer Gerichte verfeinern und zu einer nachhaltigen Lebensweise beitragen. Probieren Sie verschiedene Methoden aus und finden Sie heraus, welche zu Ihrem Lebensstil passen. Mit etwas Übung werden Sie bald Ihre eigenen Kräuter-Kenntnisse erweitern und die Vielfalt der Natur das ganze Jahr über genießen können. Ihr Kräutergarten bietet zahlreiche Möglichkeiten, die es zu entdecken und zu nutzen gilt!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Kräuterernte im Tagesverlauf?
    Der optimale Erntezeitpunkt ist der frühe Morgen, sobald der Tau getrocknet ist, aber bevor die Sonne zu stark wird. Zu dieser Tageszeit weisen Kräuter die höchste Konzentration an ätherischen Ölen auf, da die Nacht den Pflanzen Zeit zur Regeneration gab. Die morgendliche Kühle sorgt zudem dafür, dass die Kräuter noch frisch und prall sind. Nach etwa 10 Uhr vormittags beginnt die intensive Sonneneinstrahlung, die wertvollen ätherischen Öle zu verflüchtigen. Die Mittagshitze kann außerdem dazu führen, dass die Pflanzen welken und ihr Aroma verlieren. Vermeiden Sie die Ernte am späten Nachmittag oder Abend, da die Pflanzen dann bereits gestresst sind. Bei bewölktem Himmel können Sie auch etwas später am Tag ernten.
  2. Welche Werkzeuge eignen sich am besten für die schonende Kräuterernte?
    Für eine schonende Kräuterernte benötigen Sie scharfe, saubere Werkzeuge, die die Stängel nicht quetschen. Eine scharfe Gartenschere ist ideal für robuste Kräuter wie Rosmarin oder Thymian. Für weiche Kräuter wie Basilikum oder Petersilie eignet sich ein scharfes Küchenmesser besser. Wichtig ist, dass die Schneidkanten scharf und sauber sind, um Verletzungen an der Pflanze zu minimieren. Vermeiden Sie unbedingt stumpfe Werkzeuge, die die Stängel quetschen könnten - das öffnet Eintrittspforten für Krankheitserreger. Reinigen Sie Ihre Werkzeuge regelmäßig mit Alkohol oder heißem Seifenwasser. Kleine, handliche Scheren ermöglichen präzise Schnitte und sind besonders praktisch bei der Ernte verschiedener Kräuterarten in einem Garten.
  3. Wie unterscheiden sich die Erntezeiten für Blatt-Kräuter von Samen-Kräutern?
    Blatt-Kräuter und Samen-Kräuter haben völlig unterschiedliche Erntezyklen. Blatt-Kräuter wie Basilikum oder Minze ernten Sie bereits bei einer Pflanzenhöhe von 15-20 cm. Schneiden Sie die oberen 5-8 cm ab, lassen aber mindestens zwei Blattpaare stehen. Diese können Sie während der gesamten Wachstumsperiode regelmäßig beernten - je öfter Sie ernten, desto buschiger wächst die Pflanze nach. Samen-Kräuter wie Koriander oder Fenchel benötigen hingegen eine vollständige Reifezeit. Hier warten Sie, bis sich die Samenstände braun färben, aber noch nicht aufgeplatzt sind. Dies kann mehrere Monate dauern. Bei Samen-Kräutern erfolgt meist nur eine Haupternte pro Saison, während Blatt-Kräuter kontinuierlich geerntet werden können.
  4. Warum sollten Kräuter vor der Blüte geerntet werden?
    Kräuter sollten vor der Blüte geerntet werden, weil sie in dieser Phase die höchste Konzentration an ätherischen Ölen und damit das intensivste Aroma besitzen. Wenn die Pflanze zu blühen beginnt, verlagert sie ihre Energie von der Produktion aromatischer Blattinhaltsstoffe zur Blüten- und Samenbildung. Dies führt zu einem deutlichen Rückgang der Aromastoffe in den Blättern. Besonders deutlich wird dies bei Basilikum: Nach der Blüte werden die Blätter bitter und verlieren ihr charakteristisches Aroma. Durch regelmäßiges Ernten der Blütenknospen können Sie die Blattproduktion verlängern und das Aroma erhalten. Ausnahmen bilden Kräuter, deren Blüten selbst verwendet werden, wie bei Lavendel oder Kamille. Hier ist der Blütenbeginn der optimale Erntezeitpunkt.
  5. Welche speziellen Lagerungsanforderungen haben empfindliche Kräuter wie Basilikum?
    Basilikum ist besonders kälteempfindlich und benötigt spezielle Lagerungsanforderungen. Anders als andere Kräuter sollte Basilikum niemals im Kühlschrank gelagert werden, da es bei Temperaturen unter 10°C schnell schwarz wird und sein Aroma verliert. Stattdessen wickeln Sie frisches Basilikum locker in Küchenpapier und bewahren es bei Zimmertemperatur auf. Alternativ stellen Sie die Stängel wie Blumen in ein Glas mit Wasser und bedecken die Blätter locker mit einer Plastiktüte. Das Wasser sollten Sie täglich wechseln. Bei dieser Methode hält sich Basilikum bis zu einer Woche frisch. Für die Langzeitlagerung eignet sich das Einfrieren als Paste mit etwas Olivenöl oder das Trocknen bei niedrigen Temperaturen. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht und zu hohe Luftfeuchtigkeit.
  6. Worin unterscheiden sich Lufttrocknen und Dörrgeräte bei der Kräuterkonservierung?
    Lufttrocknen und Dörrgeräte unterscheiden sich fundamental in der Kontrolle über den Trocknungsprozess. Beim Lufttrocknen hängen Sie kleine Kräuterbündel kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Diese Methode dauert 1-2 Wochen und eignet sich besonders für robuste Kräuter wie Rosmarin oder Salbei. Sie ist kostenlos und energiesparend, aber wetterabhängig und wenig kontrollierbar. Dörrgeräte hingegen bieten eine gleichmäßige, kontrollierte Trocknung bei konstanten Temperaturen zwischen 30-70°C. Der Prozess dauert nur wenige Stunden und ist ideal für größere Mengen oder empfindliche Kräuter wie Dill oder Kerbel. Dörrgeräte gewährleisten gleichmäßige Ergebnisse unabhängig von Wetter und Luftfeuchtigkeit, verbrauchen aber Energie und erfordern eine Anschaffungsinvestition.
  7. Wie unterscheiden sich Einfrieren und Einlegen als Konservierungsmethoden?
    Einfrieren und Einlegen sind zwei völlig verschiedene Konservierungsansätze mit unterschiedlichen Vorteilen. Beim Einfrieren bleiben die Kräuter nahezu unverändert in Geschmack und Nährstoffgehalt erhalten. Sie können ganze Blätter einzeln einfrieren oder als praktische Kräuter-Eiswürfel portionieren. Eingefrorene Kräuter halten bis zu sechs Monate und eignen sich besonders für Suppen oder Saucen. Das Einlegen in Öl, Essig oder Salz verändert hingegen den Geschmack der Kräuter und schafft zusätzlich aromatisierte Grundzutaten. In Öl eingelegte Kräuter entwickeln ein intensiveres Aroma und sind 2-3 Monate haltbar. Während beim Einfrieren die ursprüngliche Textur verloren geht, bleiben eingelegte Kräuter oft bissfester. Die Wahl hängt vom gewünschten Verwendungszweck ab: Einfrieren für maximalen Aromaerhalt, Einlegen für neue Geschmackserlebnisse.
  8. Welche Haltbarkeitszeiten haben verschiedene konservierte Kräuterarten?
    Die Haltbarkeitszeiten konservierter Kräuter variieren erheblich je nach Konservierungsmethode und Kräuterart. Frische Kräuter halten sich nur 1-2 Wochen im Kühlschrank, wobei robuste Arten wie Rosmarin länger frisch bleiben als empfindliche wie Basilikum. Getrocknete Kräuter haben mit 6-12 Monaten die längste Haltbarkeit, verlieren aber nach etwa sechs Monaten merklich an Aroma. Eingefrorene Kräuter bleiben bis zu sechs Monate verwendbar, behalten dabei aber ihr volles Aroma. In Öl oder Essig eingelegte Kräuter halten sich 2-3 Monate im Kühlschrank. Kräutersalz und -zucker können bei trockener Lagerung bis zu zwei Jahre haltbar sein. Fermentierte Kräuter entwickeln mit der Zeit komplexere Aromen und sind oft monatelang haltbar. Wichtig ist die richtige Lagerung in luftdichten, lichtgeschützten Behältern bei geeigneten Temperaturen.
  9. Wo kann man professionelle Gartenscheren für die Kräuterernte kaufen?
    Professionelle Gartenscheren für die Kräuterernte erhalten Sie in spezialisierten Gartenfachgeschäften, die eine kompetente Beratung und hochwertige Ausstattung bieten. Etablierte Gartenhändler wie samen.de führen eine breite Auswahl an Qualitätswerkzeugen und können Sie bezüglich der optimalen Scherenauswahl für verschiedene Kräuterarten beraten. Achten Sie auf rostfreie Klingen aus gehärtetem Stahl, ergonomische Griffe und eine gute Verarbeitung. Bypass-Scheren eignen sich besonders für lebende Pflanzen, da sie saubere Schnitte ohne Quetschung ermöglichen. Online-Gartenshops bieten oft detaillierte Produktbeschreibungen und Kundenbewertungen. Auch Baumärkte und Gartencenter führen verschiedene Scherenmodelle, wobei die Beratungsqualität variieren kann. Investieren Sie in eine hochwertige Schere - sie ist bei guter Pflege jahrelang verwendbar und schont Ihre Pflanzen durch präzise, schonende Schnitte.
  10. Welche Ausrüstung benötigt man für die optimale Kräuterlagerung?
    Für die optimale Kräuterlagerung benötigen Sie verschiedene Ausrüstungsgegenstände je nach Konservierungsmethode. Grundausstattung sind luftdichte Glasbehälter oder Schraubgläser zum Schutz vor Feuchtigkeit und Licht. Eine Salatschleuder hilft beim schonenden Trocknen nach dem Waschen. Für das Lufttrocknen benötigen Sie Schnüre oder Gummibänder zum Bündeln. Papiertüten eignen sich für atmungsaktive Lagerung, während Eiswürfelformen praktisch für portionsweise eingefrorene Kräuter sind. Ein Dörrgerät ermöglicht kontrollierte Trocknung größerer Mengen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten komplette Starter-Sets für die Kräuterlagerung. Zusätzlich sind Etiketten zur Beschriftung mit Datum und Inhalt wichtig. Für empfindliche Kräuter eignen sich spezielle Kräuterdosen mit Belüftungslöchern. Die Investition in Qualitätsausrüstung zahlt sich durch längere Haltbarkeit und besseren Aromaerhalt aus.
  11. Wie wirken sich verschiedene Temperaturen auf die ätherischen Öle in Kräutern aus?
    Temperaturen haben einen entscheidenden Einfluss auf die ätherischen Öle in Kräutern. Bei zu hohen Temperaturen über 40°C beginnen die flüchtigen Aromaverbindungen zu verdampfen und gehen verloren. Dies erklärt, warum die Morgenernte vor der intensiven Sonneneinstrahlung optimal ist. Bei der Konservierung führen Temperaturen über 60°C zu erheblichen Aromaverlust, weshalb schonende Trocknungsmethoden bei 30-50°C bevorzugt werden. Niedrige Temperaturen verlangsamen zwar den Abbau ätherischer Öle, können aber bei kälteempfindlichen Kräutern wie Basilikum zu Zellschäden führen. Beim Einfrieren werden die ätherischen Öle in ihrer Struktur konserviert, beim Auftauen können jedoch einige flüchtige Komponenten verloren gehen. Die optimale Lagertemperatur für getrocknete Kräuter liegt zwischen 10-15°C. Extreme Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da sie die Zellstruktur schädigen und den Aromaabbau beschleunigen können.
  12. Welche biochemischen Prozesse laufen bei der Fermentierung von Kräutern ab?
    Bei der Kräuterfermentierung laufen komplexe biochemische Prozesse ab, die von Milchsäurebakterien gesteuert werden. Diese Bakterien wandeln natürliche Zucker in den Kräutern zu Milchsäure um, wodurch der pH-Wert sinkt und ein saures Milieu entsteht. Dieses saure Umfeld hemmt das Wachstum schädlicher Mikroorganismen und konserviert die Kräuter auf natürliche Weise. Gleichzeitig werden durch Enzymatische Reaktionen neue Aromaverbindungen gebildet, die den Geschmack intensivieren und verändern. Die Zellwände der Kräuter werden durch die Fermentation teilweise aufgebrochen, wodurch Nährstoffe besser verfügbar werden. Proteolytische Enzyme spalten Proteine in Aminosäuren auf, was zur Geschmacksentwicklung beiträgt. Der Salzgehalt der Fermentierungsflüssigkeit reguliert die Bakterienaktivität und verhindert unerwünschte Fäulnisprozesse. Diese probiotische Fermentation erhöht sogar den gesundheitlichen Wert der Kräuter durch die Bildung von Vitaminen und verdauungsfördernden Bakterien.
  13. Wie beeinflusst die Luftfeuchtigkeit die Schimmelbildung bei der Kräuterlagerung?
    Luftfeuchtigkeit ist der kritische Faktor für Schimmelbildung bei der Kräuterlagerung. Schimmelpilze benötigen eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60% zum Wachstum, optimal sind für sie 70-90%. Bei der Lagerung frischer Kräuter sollte die Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank bei etwa 85-95% liegen, um Welken zu verhindern - hier ist die Gefahr von Oberflächenschimmel besonders hoch. Deshalb müssen frische Kräuter vor der Lagerung vollständig trocken sein. Bei getrockneten Kräutern sollte die Luftfeuchtigkeit unter 60% bleiben, ideal sind 40-50%. Zu hohe Feuchtigkeit kann bereits getrocknete Kräuter wieder feucht werden lassen und Schimmelwachstum fördern. Schwankende Luftfeuchtigkeit ist besonders problematisch, da Kondensation an den Behälterwänden entstehen kann. Luftdichte Lagerung mit Trockenmitteln oder in klimakonstanten Räumen minimiert das Schimmelrisiko. Regelmäßige Kontrolle und sofortiges Aussortieren befallener Teile verhindert die Ausbreitung.
  14. Welche Rolle spielt der Lichtschutz bei der Konservierung von Aromapflanzen?
    Lichtschutz ist essentiell für die Konservierung von Aromapflanzen, da UV-Strahlung ätherische Öle abbaut und die Aromaqualität drastisch reduziert. Chlorophyll wird durch Lichteinwirkung zersetzt, was zu Farbverlust und gleichzeitigem Aromaverlust führt. Besonders empfindlich sind zarte Kräuter wie Basilikum oder Dill, die bereits bei indirektem Sonnenlicht Qualitätsverluste erleiden. Die fotochemische Oxidation zerstört wichtige Aromaverbindungen und kann sogar unerwünschte Geschmacksveränderungen bewirken. Braun- oder grüngläserne Behälter bieten optimalen Lichtschutz für getrocknete Kräuter. Transparente Gläser sollten in dunklen Schränken aufbewahrt werden. Bei der Trocknung sollten Kräuter niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden - ein schattiger, luftiger Platz ist ideal. Auch künstliches Licht kann langfristig schädigend wirken, weshalb die Lagerung in lichtgeschützten Bereichen erfolgen sollte. Bereits wenige Stunden intensiver Lichteinwirkung können Monate sorgfältiger Lagerung zunichte machen.
  15. Wie stellt man Kräutersalz und Kräuterzucker selbst her?
    Die Herstellung von Kräutersalz und Kräuterzucker ist einfach und ermöglicht individuelle Geschmackskreationen. Für Kräutersalz mischen Sie getrocknete, fein gemahlene Kräuter mit grobkörnigem Meersalz im Verhältnis 1:4. Verwenden Sie eine Küchenmaschine oder einen Mörser, um die Kräuter zu zerkleinern und gleichmäßig zu verteilen. Das Salz entzieht restliche Feuchtigkeit und konserviert die Aromen. Bewährte Kombinationen sind Rosmarin-Knoblauch-Salz oder Thymian-Oregano-Mischungen. Kräuterzucker entsteht nach demselben Prinzip mit feinem Kristallzucker statt Salz. Besonders aromatisch wird es mit Minze, Lavendel oder Zitronenmelisse für Tees und Desserts. Lassen Sie beide Mischungen eine Woche in luftdichten Behältern reifen, damit sich die Aromen optimal entfalten. Schütteln Sie gelegentlich um. Bei trockener Lagerung sind beide Produkte bis zu zwei Jahre haltbar und intensivieren sogar ihr Aroma.
  16. Welche Kräuter eignen sich besonders für die Verwendung in der Naturkosmetik?
    Verschiedene Kräuter bieten hervorragende Eigenschaften für selbstgemachte Naturkosmetik. Kamille wirkt beruhigend und entzündungshemmend, ideal für empfindliche Haut und als Gesichtswasser. Lavendel besitzt antiseptische und entspannende Eigenschaften, perfekt für Badezusätze oder Gesichtsmasken. Rosmarin regt die Durchblutung an und eignet sich für Haarpflege und belebende Körperöle. Ringelblume (Calendula) fördert die Wundheilung und ist hervorragend für Salben und Cremes geeignet. Salbei wirkt adstringierend und ist ideal bei fettiger Haut. Thymian besitzt antibakterielle Eigenschaften und hilft bei Hautunreinheiten. Pfefferminze erfrischt und kühlt, perfekt für Fußbäder oder Gesichtsmasken. Für die Verarbeitung werden die Kräuter meist als Ölauszug, Tinktur oder direkt als getrocknetes Pulver verwendet. Wichtig ist die Verwendung unbehandelter, biologischer Kräuter und die sorgfältige Hygiene bei der Herstellung von Kosmetikprodukten.
  17. Stimmt es, dass getrocknete Kräuter immer weniger Nährstoffe enthalten als frische?
    Diese Aussage ist nur teilweise richtig und hängt stark von der Trocknungsmethode ab. Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C gehen beim Trocknen tatsächlich teilweise verloren, da sie hitze- und lichtempfindlich sind. Jedoch bleiben viele wichtige Nährstoffe erhalten oder werden sogar konzentriert. Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen sind weitgehend stabil und konzentrieren sich durch den Wasserentzug. Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe können bei schonender Trocknung vollständig erhalten bleiben. Die ätherischen Öle, die für die heilenden Eigenschaften vieler Kräuter verantwortlich sind, bleiben bei niedriger Trocknungstemperatur größtenteils erhalten. Bei der Lufttrocknung oder Trocknung unter 40°C sind die Nährstoffverluste minimal. Getrocknete Kräuter haben zudem den Vorteil, dass ihre Wirkstoffe konzentrierter vorliegen als in frischen Kräutern. Entscheidend ist eine schonende Trocknung und sachgerechte Lagerung zum Erhalt maximaler Nährstoffdichte.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei traditionellen Kräuterkonservierungsmethoden?
    Traditionelle Kräuterkonservierungsmethoden variieren stark nach regionalen Klimabedingungen und kulturellen Traditionen. In mediterranen Gebieten dominiert die Lufttrocknung aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen. Kräuter werden traditionell in Bündeln unter Dachvorsprüngen oder in gut belüfteten Räumen getrocknet. In nordeuropäischen Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit entwickelten sich Methoden wie das Dörren über Öfen oder in speziellen Trockenkammern. Skandinavische Kulturen nutzen traditionell die Fermentation, um Kräuter zu konservieren und gleichzeitig probiotische Vorteile zu erzielen. In alpinen Regionen werden Kräuter oft in Salz eingelegt oder zu Kräutersalz verarbeitet. Asiatische Traditionen bevorzugen das schonende Trocknen bei niedrigen Temperaturen und die Lagerung in luftdichten Behältern. Tropische Gebiete nutzen häufig das Einlegen in Öl oder die Fermentation, da die hohe Luftfeuchtigkeit Lufttrocknung erschwert. Diese regionalen Methoden spiegeln jahrhundertelange Erfahrungen mit lokalen Klimabedingungen wider.
  19. Worin unterscheiden sich Heilkräuter von Küchenkräutern bei der Lagerung?
    Heilkräuter und Küchenkräuter erfordern unterschiedliche Lagerungsstrategien aufgrund ihrer verschiedenen Wirkstoffe und Verwendungszwecke. Heilkräuter enthalten oft empfindlichere Wirkstoffe wie Saponine, Flavonoide oder Alkaloide, die besonderen Schutz vor Licht, Feuchtigkeit und Temperaturchwankungen benötigen. Sie werden meist bei niedrigeren Temperaturen und in kleineren Portionen gelagert, um die Wirkstoffpotenz zu erhalten. Küchenkräuter hingegen werden häufig in größeren Mengen verwendet und müssen weniger strenge Lagerungsbedingungen erfüllen. Die Trocknungstemperatur für Heilkräuter sollte 40°C nicht überschreiten, um hitzeempfindliche Wirkstoffe zu schonen, während Küchenkräuter auch bei etwas höheren Temperaturen getrocknet werden können. Heilkräuter erfordern oft eine präzisere Dosierung und damit kleinere Lagerbehälter. Die Haltbarkeit von Heilkräutern ist meist kürzer, da die Wirkstoffkonzentration mit der Zeit abnimmt. Beide sollten luftdicht und lichtgeschützt gelagert werden, aber Heilkräuter benötigen zusätzlich eine detaillierte Beschriftung mit Erntedatum und Herkunft.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Würzkräutern und Aromapflanzen?
    Würzkräuter und Aromapflanzen unterscheiden sich in ihrer primären Verwendung und ihren charakteristischen Eigenschaften. Würzkräuter wie Thymian, Oregano oder Majoran werden hauptsächlich zum Verfeinern von Speisen verwendet und besitzen meist einen intensiven, oft scharfen oder bitteren Geschmack. Ihre ätherischen Öle sind geschmacklich dominant und in der Küche unverzichtbar. Aromapflanzen hingegen werden vorwiegend wegen ihres Duftes geschätzt und finden Verwendung in Parfümerie, Aromatherapie oder als Raumduft. Lavendel, Rosengeranie oder Duftpelargonien gehören zu dieser Kategorie. Viele Pflanzen können beide Funktionen erfüllen - Rosmarin ist sowohl Würzkraut als auch Aromapflanze. Bei der Lagerung erfordern Aromapflanzen oft besonderen Schutz der flüchtigen Duftmoleküle, während bei Würzkräutern die geschmacksgebenden Verbindungen im Vordergrund stehen. Die Ernte erfolgt bei Aromapflanzen oft zu anderen Zeitpunkten als bei Würzkräutern, da die Duftintensität nicht immer mit der Geschmacksintensität korreliert.
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