Pflegetipps für üppiges Wachstum von Basilikum-Mischungen

Basilikum-Mischungen: Aromenschatz für Garten und Küche

Basilikum-Mischungen bereichern jeden Garten mit Vielfalt und Aroma.

Basilikum-Vielfalt im Überblick

  • Klassisches Genoveser Basilikum
  • Würziges Thai-Basilikum
  • Zitroniges Basilikum
  • Zimtbasilikum für süßliche Noten

Die Bedeutung von Basilikum in Küche und Garten

Basilikum ist ein vielseitiges Küchenkraut. Es verleiht Gerichten eine frische, leicht pfeffrige Note. Ob im Salat, zu Tomaten oder als Hauptbestandteil des klassischen Pestos – Basilikum lässt sich vielfältig einsetzen. Im Garten lockt es mit seinen ätherischen Ölen Bienen an und hält gleichzeitig lästige Insekten fern. Ein Gewinn für Hobbygärtner!

Vorteile von Basilikum-Mischungen

Basilikum-Mischungen bieten eine Vielzahl an Aromen im Beet oder auf dem Balkon. Jede Sorte bringt ihren eigenen Geschmack mit. So können Sie Ihre Gerichte mit unterschiedlichen Basilikum-Aromen verfeinern – von süßlich über würzig bis hin zu zitronig. Zudem ermöglichen Mischungen oft eine längere Erntezeit, da die verschiedenen Sorten zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blattfülle erreichen.

Gängige Basilikum-Arten in Mischungen

Eine typische Basilikum-Mischung enthält oft folgende Sorten:

  • Genoveser Basilikum: Der Klassiker mit großen, saftigen Blättern
  • Thai-Basilikum: Würzig mit einem Hauch von Anis
  • Zitronen-Basilikum: Frisch-fruchtig mit deutlicher Zitrusnote
  • Griechisches Basilikum: Kleinblättrig und besonders aromatisch
  • Rotes Basilikum: Mild im Geschmack, aber ein Hingucker im Beet

Standortansprüche von Basilikum-Mischungen

Basilikum bevorzugt warme, geschützte Plätze. Ob im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse – wichtig ist, dass die Pflanzen genügend Licht bekommen.

Lichtbedarf und optimale Sonneneinstrahlung

Basilikum gedeiht am besten bei mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Ein Südbalkon oder ein sonniger Platz im Garten sind ideal. Aber Vorsicht: In der prallen Mittagssonne können die Blätter verbrennen. Ein leichter Halbschatten am Nachmittag schadet nicht.

Temperaturanforderungen

Basilikum bevorzugt Wärme. Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Unter 10 Grad fühlt sich das Kraut unwohl und stellt das Wachstum ein. Nachts sollte es nicht kälter als 12 Grad werden. Im Freiland pflanzt man Basilikum daher erst nach den Eisheiligen Mitte Mai.

Windschutz und Mikroklima

Ein windgeschützter Standort ist für Basilikum vorteilhaft. Starker Wind trocknet die Pflanzen aus und kann zu Blattschäden führen. Wenn möglich, stellen Sie Ihre Basilikum-Mischung an eine Hauswand oder zwischen andere Pflanzen, die Windschutz bieten. So schaffen Sie günstige Bedingungen, in denen sich die Kräuter wohlfühlen.

Geeignete Standorte im Garten, auf Balkon oder Terrasse

Im Garten eignet sich ein sonniges Kräuterbeet oder ein Platz im Gemüsegarten. Auf Balkon und Terrasse fühlt sich Basilikum in Töpfen oder Kübeln wohl. Achten Sie darauf, dass die Gefäße groß genug sind – mindestens 5 Liter Volumen pro Pflanze. Ein praktischer Tipp: Stellen Sie die Töpfe auf Rollen. So können Sie die Pflanzen bei Bedarf leicht in den Schatten oder ins Haus bringen.

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Bodenbeschaffenheit und Substrat

Der richtige Boden ist entscheidend für üppiges Basilikumwachstum. Ob im Garten oder im Topf – auf die Mischung kommt es an!

Ideale Bodenzusammensetzung für Basilikum

Basilikum bevorzugt einen lockeren, humusreichen Boden. Eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand im Verhältnis 2:1:1 hat sich bewährt. Der Kompost liefert Nährstoffe, der Sand sorgt für gute Drainage. Im Garten können Sie den Boden mit reifem Kompost und etwas Sand verbessern.

pH-Wert und Nährstoffbedarf

Der optimale pH-Wert für Basilikum liegt zwischen 6,0 und 7,5. Ein leicht saurer bis neutraler Boden ist also ideal. Was den Nährstoffbedarf angeht, ist Basilikum eher genügsam. Zu viel Dünger führt zu weniger aromatischen Blättern. Eine Grunddüngung bei der Pflanzung und eine leichte Nachdüngung nach etwa sechs Wochen reichen meist aus.

Drainage und Wasserhaltefähigkeit

Basilikum mag es feucht, verträgt aber keine Staunässe. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich. Im Topf sorgen Löcher im Boden und eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton für Wasserabfluss. Im Garten können Sie schwere Böden mit Sand oder feinem Kies auflockern. Die Wasserhaltefähigkeit sollte dennoch gut sein – Basilikum verträgt keine längeren Trockenphasen.

Spezielle Substrate für Topfkultur

Für den Anbau im Topf eignen sich spezielle Kräutersubstrate oder selbst gemischte Substrate. Eine bewährte Mischung besteht aus:

  • 50% Kokoserde oder Torfersatz
  • 30% Kompost
  • 20% Perlit oder feiner Sand

Diese Mischung bietet gute Drainage bei gleichzeitig ausreichender Wasserspeicherung. Ein zusätzlicher Tipp: Fügen Sie dem Substrat eine Handvoll Hornspäne hinzu. Sie geben langsam Nährstoffe ab und fördern das Bodenleben.

 

Mit der richtigen Standortwahl und einem passenden Substrat schaffen Sie gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Basilikum-Kultur. Ihre Basilikum-Mischung wird es Ihnen mit üppigem Wachstum und aromatischen Blättern danken!

Aussaat und Anzucht von Basilikum-Mischungen: Tipps für einen aromatischen Kräutergarten

Für einen Garten oder Balkon voller duftender Basilikum-Vielfalt sind einige Aspekte bei der Aussaat und Anzucht zu beachten. Basilikum-Mischungen bieten eine interessante Palette an Aromen und Düften für Ihre Küche.

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Basilikum bevorzugt Wärme und ist frostempfindlich. Die Aussaat im Freiland erfolgt idealerweise nach den Eisheiligen, Mitte Mai. Für eine frühere Ernte können Sie ab März oder April mit der Vorkultur in Töpfen oder Anzuchtschalen beginnen. So können Sie die Pflanzen bei Bedarf vor Kälte schützen.

Direktsaat vs. Vorkultur: Vor- und Nachteile

Beide Methoden haben ihre Eigenheiten:

  • Direktsaat: Samen werden direkt ins Beet oder größere Töpfe gesät. Dies vermeidet Umtopfen und Wurzelschäden, aber die Keimung ist bei kühlem Wetter langsamer.
  • Vorkultur: Ermöglicht einen früheren Start unter kontrollierten Bedingungen. Die Jungpflanzen müssen jedoch vorsichtig umgetopft werden, was sie stressen kann.

Für Basilikum-Mischungen ist oft die Vorkultur vorteilhaft, da Sie die verschiedenen Sorten besser kontrollieren und später gezielt gruppieren können.

Optimale Keimungsbedingungen und Pikieren

Basilikumsamen keimen am besten bei 20-25°C. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde, da sie Lichtkeimer sind. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Nach etwa 8-14 Tagen erscheinen die ersten Keimlinge.

Sobald die Sämlinge zwei bis vier echte Blätter haben, ist es Zeit zum Pikieren. Setzen Sie die kräftigsten Pflänzchen vorsichtig in einzelne Töpfe oder mit größerem Abstand ins Beet. Dies fördert ein starkes Wurzelwachstum und verhindert gegenseitige Wachstumsbehinderung.

Abstände und Gruppierung verschiedener Sorten

Bei der Auspflanzung oder dem endgültigen Einsetzen in Töpfe beachten Sie folgende Abstände:

  • Kleinblättrige Sorten: ca. 20-25 cm Abstand
  • Großblättrige Sorten: ca. 30-40 cm Abstand

Gruppieren Sie die verschiedenen Sorten Ihrer Basilikum-Mischung nach Wuchshöhe und Aromaprofil. Platzieren Sie höher wachsende Sorten wie Thai-Basilikum oder Zitronen-Basilikum im Hintergrund, kompakte Sorten wie Griechisches Basilikum vorne. Dies erleichtert Ernte und Pflege und schafft ein ansprechendes Bild.

Bewässerung und Feuchtigkeit: Wichtig für gesundes Wachstum

Basilikum mag es feucht, aber nicht nass. Eine ausgewogene Wasserversorgung fördert gesundes Wachstum und intensive Aromen.

Der Wasserbedarf von Basilikum

Basilikum hat einen mittleren bis hohen Wasserbedarf. Die Pflanzen sollten nie komplett austrocknen, vertragen aber auch keine Staunässe. Ein gleichmäßig feuchter Boden ist optimal.

Richtige Bewässerungstechniken

Gießen Sie Ihr Basilikum morgens oder am frühen Abend. Vermeiden Sie es, die Blätter zu befeuchten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Gießen Sie direkt an der Pflanzenbasis. Bei Topfkulturen ist die Bewässerung von unten empfehlenswert, indem Sie den Topf kurz in einen wassergefüllten Untersetzer stellen.

Vermeidung von Staunässe

Staunässe schadet Basilikum erheblich und kann zu Wurzelfäule führen. Sorgen Sie für gute Drainage in Töpfen und lockeren, durchlässigen Boden im Beet. Topfpflanzen benötigen Löcher im Boden für den Wasserabfluss.

Anpassung der Bewässerung an Wetterbedingungen

Die Wassermenge muss je nach Witterung angepasst werden. An heißen, sonnigen Tagen braucht Basilikum mehr Wasser als an kühlen, bewölkten Tagen. Beobachten Sie Ihre Pflanzen: Hängende Blätter können auf Wassermangel hindeuten, gelbliche Blätter oft auf Überwässerung.

Düngung und Nährstoffversorgung: Unterstützung für aromatische Kräuter

Eine ausgewogene Ernährung fördert das Wachstum und die Aromabildung von Basilikum.

Nährstoffbedarf verschiedener Basilikumsorten

Basilikum hat einen mäßigen Nährstoffbedarf. Zu viel Dünger kann das Aroma beeinträchtigen. Großblättrige Sorten wie Genoveser Basilikum benötigen etwas mehr Nährstoffe als kleinblättrige Varianten. Stickstoff ist wichtig für das Blattwachstum, Kalium für die Aromabildung.

Organische vs. mineralische Dünger

Für Basilikum eignen sich besonders organische Dünger. Sie setzen Nährstoffe langsam frei und fördern das Bodenleben. Kompost, gut verrotteter Mist oder spezielle Kräuterdünger sind gute Optionen. Mineralische Dünger können bei Topfkulturen praktisch sein, sollten aber sparsam und verdünnt eingesetzt werden.

Düngeintervalle und -mengen

Düngen Sie Ihr Basilikum maßvoll. Eine Grunddüngung beim Pflanzen oder Aussäen und eine Nachdüngung nach etwa 6-8 Wochen sind oft ausreichend. Bei Topfpflanzen können Sie alle 3-4 Wochen eine schwache Düngerlösung geben. Beachten Sie die Herstellerangaben.

Blattdüngung und Kompostgaben

Eine Blattdüngung mit verdünntem Brennnesselsud kann das Wachstum anregen. Sprühen Sie die Lösung fein auf die Blätter, vorzugsweise am frühen Morgen. Im Garten können Sie regelmäßig eine dünne Schicht reifen Kompost um die Pflanzen streuen. Dies verbessert die Bodenstruktur und liefert langsam Nährstoffe.

Mit diesen Hinweisen zur Aussaat, Bewässerung und Düngung schaffen Sie gute Voraussetzungen für Ihre Basilikum-Mischung. Probieren Sie verschiedene Methoden aus – jeder Garten ist einzigartig. Bald werden Sie mit einer aromatischen Vielfalt belohnt, die Ihre Küche bereichert.

Pflegemaßnahmen für üppiges Wachstum von Basilikum-Mischungen

Für eine prächtige Kräuteroase aus Basilikum-Mischungen sind einige wichtige Pflegetipps zu beachten. Bei richtiger Pflege belohnen uns die aromatischen Kräuter mit saftigem Grün und intensivem Duft.

Regelmäßiger Rückschnitt und Ernte

Buschiges Wachstum wird durch regelmäßigen Rückschnitt gefördert. Ab einer Höhe von etwa 15 cm können wir mit der Ernte beginnen. Dabei schneiden wir die Triebspitzen oberhalb eines Blattpaares ab, was die Pflanze zur Bildung neuer Seitentriebe anregt. So wird unser Basilikum buschig und kompakt.

Bei der Ernte gilt: Nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal abschneiden, um genug Blattmasse für die weitere Entwicklung zu belassen. Morgens geerntetes Basilikum ist besonders aromatisch.

Entfernen von Blütenständen

Blütenknospen sollten entfernt werden, da die Blütenbildung der Pflanze viel Kraft kostet, die dann für das Blattwachstum fehlt. Zudem werden die Blätter nach der Blüte oft bitter. Blütenstände regelmäßig ausknipsen, es sei denn, wir möchten Samen gewinnen.

Aufbinden und Stützen bei hochwachsenden Sorten

Hochwachsende Basilikumsorten wie das Thai-Basilikum oder das afrikanische Blaue Basilikum benötigen eine Stütze. Ein einfacher Holzstab oder ein dekorativer Pflanzenstecker genügt. Die Triebe werden locker mit Bast oder einem weichen Band angebunden, um Abknicken zu verhindern und für ein ordentliches Erscheinungsbild zu sorgen.

Unkrautbekämpfung und Bodenpflege

Basilikum gedeiht am besten ohne Konkurrenz. Unkraut vorsichtig von Hand entfernen, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen. Eine lockere Mulchschicht aus Kompost oder Grasschnitt hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen.

Krankheiten und Schädlinge bei Basilikum

Obwohl Basilikum recht robust ist, kann es von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Mit Aufmerksamkeit und den richtigen Maßnahmen bleiben unsere Kräuter gesund und vital.

Häufige Krankheiten bei Basilikum

Zu den häufigsten Krankheiten zählen Fusarium und Grauschimmel. Fusarium äußert sich durch Welke und Absterben der Pflanze von unten nach oben. Grauschimmel erkennt man an grauem, pelzigem Belag auf Blättern und Stängeln. Beide Pilzkrankheiten werden durch zu viel Feuchtigkeit begünstigt.

Zur Vorbeugung Basilikum nie von oben gießen und für gute Luftzirkulation sorgen. Befallene Pflanzen müssen entsorgt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Typische Schädlinge

Blattläuse und Spinnmilben sind häufige Schädlinge. Blattläuse saugen an den Blättern und hinterlassen klebrigen Honigtau. Spinnmilben erkennt man an feinen Gespinsten und gelblichen Blattflecken.

Bei leichtem Befall hilft oft das Abspritzen mit Wasser. Hartnäckigere Fälle lassen sich mit einer Schmierseifenlösung oder Neem-Öl bekämpfen - sanfte Methoden, die unsere Küchenkräuter nicht belasten.

Vorbeugende Maßnahmen

Gesunde Pflanzen sind weniger anfällig. Die beste Vorbeugung ist eine artgerechte Pflege. Dazu gehören:

  • Luftiger Standort mit ausreichend Licht
  • Nicht zu eng pflanzen
  • Mäßiges Gießen, Staunässe vermeiden
  • Regelmäßige, aber maßvolle Düngung
  • Hygiene: Abgestorbene Pflanzenteile entfernen

Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden

Im Hausgarten empfehlen sich biologische Methoden. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen helfen gegen Blattläuse. Gegen Pilzkrankheiten kann eine Spritzung mit verdünnter Magermilch oder Schachtelhalmbrühe vorbeugend wirken.

Chemische Pflanzenschutzmittel sollten bei Küchenkräutern vermieden werden. Sie belasten die Umwelt und können Rückstände hinterlassen. Im Zweifelsfall ist eine Neuaussaat die bessere Option.

Überwinterung von Basilikum-Mischungen

Obwohl Basilikum einjährig ist, lässt es sich mit etwas Geschick überwintern. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch Freude.

Möglichkeiten der Überwinterung im Haus

Am einfachsten ist es, die Pflanzen vor dem ersten Frost ins Haus zu holen. Ein heller Platz an einem kühlen Fenster ist ideal. Die Temperatur sollte nicht unter 10°C fallen. Basilikum braucht auch im Winter viel Licht. Bei Bedarf können Pflanzenlampen helfen.

Eine Alternative ist die Stecklingsvermehrung. Dafür schneiden wir im Herbst kräftige Triebe ab und stellen sie in Wasser. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, können sie in Töpfe gepflanzt werden.

Vorbereitung der Pflanzen auf den Winter

Vor dem Umzug ins Haus die Pflanzen gründlich auf Schädlinge untersuchen. Ein sanftes Abduschen entfernt Staub und mögliche Schädlinge. Dann die Pflanzen um etwa ein Drittel zurückschneiden. Das fördert kompaktes Wachstum und erleichtert die Überwinterung.

Pflege während der Wintermonate

Im Winter wächst Basilikum langsamer. Sparsamer, aber regelmäßig gießen. Der Ballen sollte nie ganz austrocknen. Düngung nur sehr schwach oder gar nicht. Gelbe Blätter sofort entfernen, um Fäulnis vorzubeugen.

Die Töpfe gelegentlich drehen für gleichmäßiges Wachstum. Bei trockener Heizungsluft hilft regelmäßiges Besprühen mit Wasser.

Neuaussaat vs. Überwinterung

Überwinterung und Neuaussaat haben jeweils Vor- und Nachteile. Überwinterte Pflanzen liefern früher im Jahr frische Blätter, können aber manchmal schwächeln oder von Schädlingen befallen sein.

Eine Neuaussaat im Frühjahr garantiert junge, kräftige Pflanzen und ermöglicht Experimente mit neuen Sorten. Ein guter Ansatz ist, beides zu probieren: So haben wir früh frische Kräuter und können gleichzeitig neue Sorten ausprobieren.

Mit diesen Tipps steht einem üppigen Basilikum-Garten nichts im Wege. Ob auf dem Balkon, der Fensterbank oder im Garten - mit der richtigen Pflege werden unsere Basilikum-Mischungen zu duftenden Kräuteroasen, die Küche und Sinne erfreuen.

Ernte und Verarbeitung von Basilikum-Mischungen

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte

Bei Basilikum-Mischungen variiert der optimale Erntezeitpunkt je nach Sorte. Ernten Sie die Blätter, wenn die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind und vor der Blüte. Das Aroma ist dann am intensivsten. Für Zitronen-Basilikum warten Sie, bis sich die ersten Blütenknospen zeigen - dann ist sein Zitrusaroma am stärksten.

Erntetechnik für üppiges Nachwachsen

Für einen buschigen Wuchs und maximalen Neuaustrieb schneiden Sie die Triebspitzen etwa 2 cm über einem Blattpaar ab. Verwenden Sie eine saubere Schere oder zwicken Sie die Blätter vorsichtig mit den Fingernägeln ab. Ernten Sie nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal, damit sie sich erholen kann.

Basilikum haltbar machen

Um Basilikum länger zu genießen, gibt es verschiedene Konservierungsmethoden:

  • Trocknen: Binden Sie kleine Bündel und hängen Sie diese kopfüber an einem luftigen, dunklen Ort auf.
  • Einfrieren: Hacken Sie die Blätter grob und füllen Sie sie mit etwas Wasser in Eiswürfelformen.
  • Basilikumöl: Übergießen Sie frische Blätter mit hochwertigem Olivenöl und lassen Sie es einige Wochen ziehen.

Vielfältige Verwendung in der Küche

Jede Basilikumsorte hat ihr eigenes Aromaprofil. Klassisches Genoveser Basilikum passt zu Tomaten und in Pesto. Zitronen-Basilikum verfeinert Fischgerichte, während Thai-Basilikum asiatischen Gerichten eine besondere Note verleiht. Probieren Sie die verschiedenen Aromen in Salaten, Saucen oder als Topping für Pizza aus.

Basilikum in guter Gesellschaft: Mischkultur und Nachbarschaftshilfe

Perfekte Pflanzenpartner für Basilikum

Basilikum verträgt sich gut mit vielen Gemüsesorten und anderen Kräutern. Besonders empfehlenswert sind:

  • Tomaten: Sie profitieren voneinander und schmecken zusammen köstlich.
  • Paprika: Basilikum hält Blattläuse fern und fördert das Aroma der Paprika.
  • Petersilie: Die beiden Kräuter ergänzen sich gut im Wuchs und in der Küche.

Vorteile der Mischkultur mit Basilikum

Eine gut geplante Mischkultur mit Basilikum bringt mehrere Vorteile:

  • Natürlicher Pflanzenschutz: Basilikum vertreibt durch seinen intensiven Duft viele Schädlinge.
  • Bessere Platzausnutzung: Verschiedene Wuchsformen ergänzen sich gut.
  • Geschmacksverbesserung: Manche Gemüsesorten entwickeln in der Nähe von Basilikum ein intensiveres Aroma.

Ungünstige Nachbarn für Basilikum

Nicht alle Pflanzen harmonieren mit Basilikum. Vermeiden Sie die direkte Nachbarschaft zu:

  • Gurken: Sie konkurrieren um Nährstoffe und Wasser.
  • Salbei: Beide Kräuter beeinträchtigen gegenseitig ihr Wachstum.
  • Rosmarin: Er bevorzugt trockenere Bedingungen als Basilikum.

Basilikum-Mischungen: Ein Fest für Garten und Gaumen

Die Pflege von Basilikum-Mischungen erfordert Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer Fülle an Aromen und Möglichkeiten. Hier noch einmal die wichtigsten Pflegetipps im Überblick:

  • Sonniger Standort mit nährstoffreichem, gut drainiertem Boden
  • Regelmäßige, aber maßvolle Bewässerung
  • Vorsichtige Düngung, am besten mit organischen Mitteln
  • Häufiges Ernten für buschigen Wuchs
  • Schutz vor Kälte und Frost

Basilikum-Mischungen bereichern Ihren Garten mit verschiedenen Blattformen und -farben und eröffnen in der Küche neue Geschmackswelten. Von der klassischen Margherita-Pizza bis hin zu exotischen Thai-Currys - mit der richtigen Basilikumsorte verbessern Sie jedes Gericht.

Probieren Sie verschiedene Sorten aus. Vielleicht entdecken Sie Ihre persönliche Lieblingsmischung? Ob erfahrener Gärtner oder Anfänger - Basilikum-Mischungen sind eine dankbare und lohnende Ergänzung für jeden Kräutergarten. Beginnen Sie Ihr aromatisches Abenteuer mit Basilikum!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Basilikum-Mischungen und welche Vorteile bieten sie für den Kräutergarten?
    Basilikum-Mischungen sind Samenkombinationen verschiedener Basilikumsorten, die zusammen ausgesät werden. Sie bieten eine Vielfalt an Aromen im Beet oder auf dem Balkon - von süßlich über würzig bis hin zu zitronig. Jede Sorte bringt ihren eigenen Geschmack mit, was die kulinarischen Möglichkeiten erheblich erweitert. Ein weiterer Vorteil ist die längere Erntezeit, da verschiedene Sorten zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blattfülle erreichen. Zudem schaffen die unterschiedlichen Blattformen und -farben ein ansprechendes optisches Bild im Garten. Die Mischungen ermöglichen es auch Anfängern, verschiedene Basilikumsorten kennenzulernen, ohne einzelne Samentütchen kaufen zu müssen. Durch die Kombination verschiedener Wuchshöhen und Aromaprofile entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das sowohl den Garten als auch die Küche bereichert.
  2. Welche Basilikumsorten finden sich typischerweise in Basilikum-Mischungen?
    Typische Basilikum-Mischungen enthalten meist das klassische Genoveser Basilikum mit seinen großen, saftigen Blättern als Grundlage. Thai-Basilikum bringt würzige Noten mit einem Hauch von Anis hinzu, während Zitronen-Basilikum für frisch-fruchtige Zitrusaromen sorgt. Griechisches Basilikum ist kleinblättrig und besonders aromatisch. Rotes Basilikum fungiert oft als optischer Hingucker mit mildem Geschmack. Weitere beliebte Sorten sind Zimtbasilikum für süßliche Noten, afrikanisches Blaues Basilikum oder heiliges Basilikum. Diese Vielfalt ermöglicht es, unterschiedliche Küchenstile zu bedienen - vom italienischen Pesto über asiatische Currys bis hin zu mediterranen Salaten. Die Kombination verschiedener Sorten in einer Mischung bietet sowohl optische als auch geschmackliche Abwechslung und macht jeden Kräutergarten zu einer aromatischen Entdeckungsreise.
  3. Wie unterscheiden sich die Aromen verschiedener Basilikumsorten im Kräutergarten?
    Die Aromavielfalt bei Basilikumsorten ist beeindruckend unterschiedlich. Genoveser Basilikum bietet das klassische süß-pfeffrige Aroma mit leichten Nelkennoten, ideal für italienische Gerichte. Thai-Basilikum entwickelt würzige, fast scharfe Noten mit Anis- und Lakritzanklängen, perfekt für asiatische Küche. Zitronen-Basilikum überrascht mit intensiven Zitrusaromen, die an Zitronenschale erinnern und Fischgerichte verfeinern. Zimtbasilikum bringt süßlich-warme Noten mit, die an Zimt und Gewürznelken erinnern. Griechisches Basilikum ist besonders intensiv und konzentriert im Geschmack. Die ätherischen Öle entwickeln sich je nach Tageszeit, Wetterlage und Erntezeit unterschiedlich stark. Morgens geerntetes Basilikum ist meist aromatischer als abends geerntetes. Diese Vielfalt ermöglicht es Köchen und Hobbygärtnern, für jedes Gericht die passende Basilikumsorte zu wählen und kulinarische Experimente zu wagen.
  4. Welche besonderen Standortansprüche haben Basilikum-Mischungen bezüglich Licht und Temperatur?
    Basilikum-Mischungen benötigen mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich für optimales Wachstum. Ein Südbalkon oder sonniger Gartenplatz ist ideal, wobei leichter Halbschatten am Nachmittag vor Verbrennungen schützt. Die Temperaturanforderungen sind anspruchsvoll: Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Unter 10 Grad stellt Basilikum das Wachstum ein, nachts sollte es nicht kälter als 12 Grad werden. Deshalb erfolgt die Freilandpflanzung erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Ein windgeschützter Standort ist vorteilhaft, da starker Wind die Pflanzen austrocknet und Blattschäden verursacht. An Hauswände gelehnte Standorte oder zwischen anderen Pflanzen schaffen ein günstiges Mikroklima. Die verschiedenen Basilikumsorten in einer Mischung haben ähnliche Ansprüche, weshalb sie problemlos zusammen kultiviert werden können.
  5. Wie erfolgt die optimale Bodenvorbereitung und welches Substrat eignet sich für Topfkultur?
    Für optimales Wachstum benötigt Basilikum einen lockeren, humusreichen Boden mit gutem Wasserabzug. Eine bewährte Gartenmischung besteht aus Gartenerde, reifem Kompost und Sand im Verhältnis 2:1:1. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,5 liegen - leicht sauer bis neutral. Für die Topfkultur eignet sich ein spezielles Substrat aus 50% Kokoserde oder Torfersatz, 30% Kompost und 20% Perlit oder feinem Sand. Diese Mischung bietet gute Drainage bei ausreichender Wasserspeicherung. Eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton im Topfboden verhindert Staunässe. Zusätzlich können dem Substrat Hornspäne beigemischt werden, die langsam Nährstoffe abgeben. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten geeignete Substrate und Bodenverbesserungsmittel für die optimale Basilikum-Kultur an. Die Investition in qualitatives Substrat zahlt sich durch gesundes Wachstum und intensivere Aromen aus.
  6. Worin unterscheiden sich Basilikum-Mischungen von einzelnen Aromakräutern im Anbau?
    Basilikum-Mischungen unterscheiden sich in mehreren Aspekten vom Anbau einzelner Aromakräuter. Während einzelne Kräutersorten oft spezifische Ansprüche haben, sind Basilikumsorten in Mischungen auf ähnliche Bedingungen abgestimmt. Dies vereinfacht die Pflege erheblich. Bei der Aussaat können verschiedene Sorten unterschiedliche Keimzeiten haben - Thai-Basilikum keimt oft langsamer als Genoveser Basilikum. Die Wuchshöhen variieren, weshalb eine durchdachte Anordnung wichtig ist: Hochwachsende Sorten gehören in den Hintergrund, kompakte nach vorne. Die Erntezeiten sind gestaffelt, was eine kontinuierliche Versorgung mit frischen Kräutern ermöglicht. Anders als bei Mischungen verschiedener Kräuterfamilien haben alle Basilikumsorten ähnliche Wasser- und Nährstoffbedürfnisse. Dies erleichtert die Bewässerung und Düngung erheblich. Zudem ergänzen sich die verschiedenen Basilikumsorten geschmacklich und optisch perfekt, was bei anderen Kräutermischungen nicht immer der Fall ist.
  7. Welche Unterschiede bestehen zwischen mediterranen Kräutern und asiatischen Basilikumsorten?
    Mediterrane und asiatische Basilikumsorten unterscheiden sich deutlich in Aroma, Wuchs und Verwendung. Mediterrane Sorten wie Genoveser Basilikum bevorzugen warme, trockene Bedingungen und entwickeln süß-pfeffrige Aromen mit Nelkennoten. Sie wachsen meist kompakt und sind ideal für italienische Gerichte, Pesto und Tomatengerichte. Asiatische Sorten wie Thai-Basilikum oder heiliges Basilikum benötigen mehr Feuchtigkeit und Wärme. Sie entwickeln komplexere Aromavarianten mit Anis-, Zimt- oder Lakritzanklängen und wachsen oft höher und buschiger. Ihre würzigen, teilweise scharfen Noten passen perfekt zu Currys, Suppen und Wok-Gerichten. Während mediterrane Sorten oft kleinere, zartere Blätter haben, bilden asiatische Varietäten häufig größere, kräftigere Blätter aus. In der Pflege sind asiatische Sorten oft wärmebedürftiger und benötigen konstant feuchte, aber gut drainierte Böden. Beide Gruppen ergänzen sich perfekt in Basilikum-Mischungen und erweitern die kulinarischen Möglichkeiten erheblich.
  8. Wie beeinflusst die regelmäßige Ernte das Wachstum und die Aromabildung bei Basilikumsorten?
    Regelmäßige Ernte ist entscheidend für buschiges Wachstum und intensive Aromabildung bei Basilikum. Durch das Abschneiden der Triebspitzen oberhalb eines Blattpaares werden die Pflanzen zur Bildung neuer Seitentriebe angeregt. Dies führt zu kompakterem, buschigem Wuchs statt einzelner hoher Triebe. Die Aromabildung wird durch häufige Ernte gefördert, da die Pflanzen ständig neue, junge Blätter produzieren, die besonders reich an ätherischen Ölen sind. Wichtig ist, nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal zu ernten, damit genug Blattmasse für die Photosynthese erhalten bleibt. Das Entfernen von Blütenständen ist besonders wichtig, da die Blütenbildung Energie von der Blattproduktion abzieht und die Blätter bitter werden lässt. Morgens geerntetes Basilikum ist aromatischer als abends geerntetes, da die ätherischen Öle über Nacht angereichert werden. Diese Erntepraxis verlängert die Saison und maximiert sowohl Ertrag als auch Aromaqualität.
  9. Wo kann man hochwertige Basilikum-Mischungen für den Garten kaufen?
    Hochwertige Basilikum-Mischungen sind bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine besonders breite Auswahl an Basilikum-Mischungen und können fundierte Beratung zu den verschiedenen Sortenzusammensetzungen liefern. Online-Shops haben oft ein größeres Sortiment als lokale Geschäfte und ermöglichen den Vergleich verschiedener Mischungen. Gartencenter und Baumärkte führen meist Standardmischungen bekannter Hersteller. Bio-Läden und Reformhäuser bieten häufig ökologisch zertifizierte Samen an. Direkt von Saatgut-Produzenten zu kaufen garantiert oft frischeste Ware und beste Keimfähigkeit. Beim Kauf sollte auf Herstellungsdatum, Keimfähigkeitsangaben und die genaue Sortenzusammensetzung geachtet werden. Erfahrene Gärtner empfehlen, bei etablierten Händlern zu kaufen, die Qualitätsgarantien bieten. Samen.de gehört zu den Fachgeschäften, die sowohl Standard- als auch außergewöhnliche Basilikum-Mischungen führen und dabei Wert auf Qualität und Beratung legen.
  10. Welche Qualitätsmerkmale sollten beim Kauf von Kräutersamen beachtet werden?
    Beim Kauf von Kräutersamen sind mehrere Qualitätsmerkmale entscheidend. Die Keimfähigkeit sollte auf der Verpackung angegeben sein und bei qualitativem Saatgut über 80% liegen. Das Erntejahr ist wichtig - Samen sollten nicht älter als zwei Jahre sein, da die Keimfähigkeit abnimmt. Seriöse Anbieter geben Aussaatzeit, Keimungsdauer und Kulturhinweise an. Bio-zertifizierte Samen garantieren ökologische Produktion ohne chemische Behandlung. Die Verpackung sollte lichtundurchlässig und luftdicht sein, um die Samen zu schützen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten detaillierte Produktbeschreibungen mit Sorteninformationen und Anbauhinweisen. Wichtig ist auch die richtige Lagerung beim Händler - Samen gehören kühl und trocken gelagert. Mischungen sollten die enthaltenen Sorten konkret benennen, nicht nur vage Beschreibungen liefern. Renommierte Züchter und Händler stehen für gleichbleibende Qualität. Ein guter Indikator ist auch die Beratungsqualität des Anbieters, die auf fundiertes Fachwissen schließen lässt.
  11. Welche physiologischen Prozesse laufen bei der Keimung von Basilikumsamen ab?
    Bei der Basilikumsamen-Keimung laufen komplexe physiologische Prozesse ab. Zunächst nimmt der Samen Wasser auf (Imbibition), wodurch sich seine Größe verdoppelt. Die Samenschale wird durchlässig und aktiviert Enzyme, die gespeicherte Nährstoffe mobilisieren. Stärke wird zu Zucker abgebaut, Proteine werden in Aminosäuren zerlegt - diese Energie treibt das Wachstum an. Bei optimalen 20-25°C beginnt die Zellteilung im Embryo. Zuerst durchbricht die Keimwurzel (Radicula) die Samenschale und wächst nach unten. Anschließend streckt sich der Keimstängel (Hypokotyl) und schiebt die Keimblätter (Kotyledonen) zur Bodenoberfläche. Als Lichtkeimer benötigt Basilikum Licht für die finale Keimung. Erst wenn die Keimblätter Licht erreichen, beginnt die Photosynthese und die Pflanze wird autotroph. Die ersten echten Blätter entwickeln sich zwischen den Keimblättern. Temperatur, Feuchtigkeit und Sauerstoffversorgung müssen konstant optimal sein, da Basilikumsamen empfindlich auf Schwankungen reagieren.
  12. Wie wirken sich ätherische Öle auf die natürlichen Schutzmechanismen von Basilikum aus?
    Ätherische Öle bilden das Herzstück der natürlichen Schutzmechanismen von Basilikum. Die Hauptkomponenten wie Linalool, Methylchavicol und Eugenol wirken als natürliche Pestizide gegen Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben und Thripse. Diese Verbindungen werden in speziellen Drüsenzellen der Blätter produziert und bei Berührung oder Verletzung freigesetzt. Die intensive Duftentwicklung hält auch größere Schädlinge wie Schnecken fern. Gleichzeitig locken die ätherischen Öle nützliche Insekten wie Bienen und Schwebfliegen an, die als natürliche Bestäuber und Schädlingsbekämpfer fungieren. Antimikrobielle Eigenschaften der ätherischen Öle schützen vor Pilzinfektionen und Bakterienbefall. Bei Stress - durch Trockenheit, Hitze oder Fraßschäden - erhöht Basilikum die Produktion ätherischer Öle als Abwehrreaktion. Diese Öle wirken auch als UV-Schutz für die empfindlichen Blattgewebe. Die Konzentration variiert je nach Tageszeit, Wetterlage und Sorte, was die unterschiedlichen Aromaintensitäten erklärt.
  13. Welche biochemischen Veränderungen treten bei der Aromaentwicklung verschiedener Basilikumsorten auf?
    Die Aromaentwicklung bei Basilikumsorten basiert auf komplexen biochemischen Prozessen in den Öldrüsenzellen. Hauptverantwortlich sind Terpensynthasen - Enzyme, die verschiedene ätherische Ölverbindungen produzieren. Genoveser Basilikum produziert hauptsächlich Linalool und Methylchavicol durch spezifische Enzymkomplexe. Thai-Basilikum synthetisiert zusätzlich Methylcinnamat und Estragol, die den typischen Anisgeschmack verursachen. Zitronen-Basilikum bildet vermehrt Citral und Limonene, die Zitrusaromen erzeugen. Diese Synthese wird durch Umweltfaktoren beeinflusst: Sonnenlicht aktiviert die Enzymproduktion, während Stress die Konzentration ätherischer Öle erhöht. Die Aromastoffe werden in speziellen Vakuolen gespeichert und bei mechanischer Beschädigung freigesetzt. Mit zunehmendem Blattalter ändern sich die Enzymaktivitäten - junge Blätter enthalten mehr leichtflüchtige Verbindungen, ältere mehr schwere Aromastoffe. Temperaturzyklen beeinflussen die Enzymstabilität, weshalb morgendliche Ernte meist aromatischere Blätter liefert als abendliche.
  14. Wie funktionieren die symbiontischen Beziehungen zwischen Basilikum und anderen Pflanzen in der Mischkultur?
    Basilikum entwickelt verschiedene symbiontische Beziehungen in der Mischkultur. Mit Tomaten entsteht eine klassische Partnerschaft: Basilikums ätherische Öle halten Schädlinge wie Weiße Fliege und Blattläuse von Tomaten fern, während die Tomaten Schatten für die empfindlichen Basilikumblätter spenden. Die Wurzelausscheidungen (Exsudate) von Basilikum können das Wachstum benachbarter Pflanzen fördern - sie enthalten wachstumsstimulierende Phenolverbindungen. Bei Paprika wirkt Basilikum als natürlicher Bodyguard: Seine Duftstoffe verwirren Schädlinge und verbessern nachweislich die Paprikaaromen. Die Allelopathie - chemische Kommunikation zwischen Pflanzen - spielt eine wichtige Rolle: Basilikum scheidet über die Wurzeln Substanzen aus, die das Keimen von Unkrautsamen hemmen. Mit Petersilie bildet sich eine Nährstoffpartnerschaft: Beide Kräuter haben ähnliche Ansprüche, konkurrieren aber durch unterschiedliche Wurzeltiefen nicht miteinander. Diese symbiotischen Beziehungen optimieren Nährstoffnutzung, Schädlingsabwehr und Raumnutzung auf natürliche Weise.
  15. Wie lassen sich Basilikum-Mischungen optimal in verschiedenen Küchenrichtungen verwenden?
    Basilikum-Mischungen eröffnen vielfältige kulinarische Möglichkeiten in verschiedenen Küchenstilen. In der italienischen Küche bildet Genoveser Basilikum die Grundlage für authentisches Pesto, während es auch perfekt zu Tomaten-Mozzarella und Pizza passt. Thai-Basilikum ist unverzichtbar für asiatische Gerichte - es verleiht Currys, Pad Thai und vietnamesischen Pho-Suppen die charakteristische würzig-anisige Note. Zitronen-Basilikum revolutioniert Fischgerichte und Meeresfrüchte, passt aber auch hervorragend zu weißem Fleisch und Sommersalaten. Griechisches Basilikum mit seinem intensiven Aroma eignet sich perfekt für mediterrane Schmorgerichte und Fleischmarinaden. Zimtbasilikum bereichert Desserts, Fruchtsalate und sogar Cocktails. Rotes Basilikum fungiert als optischer Höhepunkt in Salaten und auf Tellerrändern. Die Kombination verschiedener Sorten in einem Gericht erzeugt komplexe Geschmacksschichten. Wichtig ist, jede Sorte zum richtigen Zeitpunkt hinzuzufügen: Empfindliche Sorten erst am Ende, robuste können mitgegart werden.
  16. Welche praktischen Methoden gibt es zur Konservierung verschiedener Basilikumsorten?
    Verschiedene Basilikumsorten erfordern angepasste Konservierungsmethoden für optimale Aromaerhaltung. Das Trocknen eignet sich besonders für kleinblättrige Sorten wie Griechisches Basilikum - aufgehängt an luftigen, dunklen Orten behalten sie ihre Würzkraft. Genoveser Basilikum verliert beim Trocknen viel Aroma und wird besser eingefroren: Grob gehackt mit etwas Wasser in Eiswürfelformen gefroren, bleibt das frische Aroma erhalten. Basilikumöl ist ideal für alle Sorten - frische Blätter werden mit hochwertigem Olivenöl übergossen und mehrere Wochen kühl gelagert. Thai-Basilikum lässt sich hervorragend fermentieren oder in Salzlake einlegen. Eine moderne Methode ist das Vakuumieren ganzer Blätter, die dann tiefgefroren werden. Basilikumsalz entsteht durch Mischen getrockneter, zerkleinerter Blätter mit grobem Meersalz. Pesto ist eine klassische Konservierungsform, bei der verschiedene Sorten kombiniert werden können. Wichtig ist bei allen Methoden, nur saubere, trockene Blätter zu verwenden und luftdichten Verschluss zu gewährleisten.
  17. Stimmt es, dass Basilikum nach der Blüte ungenießbar wird?
    Dies ist ein weitverbreiteter Mythos, der nur teilweise zutrifft. Basilikum wird nach der Blüte nicht ungenießbar, aber die Blattqualität verändert sich deutlich. Die Blätter werden härter, bitterer und verlieren einen Teil ihrer zarten Textur. Dies liegt daran, dass die Pflanze nach der Blüte ihre Energie von der Blattproduktion zur Samenbildung umlenkt. Die ätherischen Öle verändern ihre Zusammensetzung - statt der gewünschten Aromastoffe entstehen vermehrt Bitterstoffe. Trotzdem bleiben die Blätter essbar und können verwendet werden, besonders in gekochten Gerichten, wo die Bitterkeit weniger auffällt. Die Lösung ist einfach: Blüten konsequent entfernen, sobald sie sich zeigen. Dadurch bleibt die Pflanze in der vegetativen Phase und produziert weiterhin zarte, aromatische Blätter. Wenn man die Blütenstände für Dekoration oder Samengewinnung stehen lassen möchte, sollte man andere Pflanzen für die Blatternte nutzen. Eine gestaffelte Aussaat sorgt für kontinuierlichen Nachschub an blühfreiem Basilikum.
  18. Welche saisonalen Besonderheiten sind beim Anbau von Basilikum in mitteleuropäischen Klimazonen zu beachten?
    Der Basilikumanbau in Mitteleuropa erfordert saisonale Anpassungen aufgrund der klimatischen Besonderheiten. Im Frühjahr darf die Aussaat erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) erfolgen, da schon leichter Frost tödlich ist. Für frühere Ernte startet man ab März mit Vorkultur auf der warmen Fensterbank. Der kurze Sommer zwingt zu intensiver Nutzung - regelmäßige Ernte ab Juni maximiert den Ertrag. Die begrenzten Sonnenstunden erfordern die Wahl der sonnigsten Standorte. Kältewellen im Sommer können das Wachstum stark verlangsamen, weshalb Schutzmaßnahmen wie Vlies bereitgehalten werden sollten. Der frühe Herbstfrost beendet die Saison meist schon im September. Deshalb ist Konservierung besonders wichtig - große Mengen werden kurz vor dem ersten Frost geerntet und haltbar gemacht. Die hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Pilzkrankheiten, weshalb auf gute Belüftung und vorsichtiges Gießen geachtet werden muss. Mobile Topfkultur ermöglicht es, die Pflanzen bei ungünstigen Bedingungen zu schützen oder ins Haus zu holen.
  19. Worin unterscheiden sich Basilikum-Variationen von anderen Lippenblütlern im Garten?
    Basilikum unterscheidet sich deutlich von anderen Lippenblütlern durch seine besonderen Eigenschaften. Während viele Lippenblütler wie Lavendel, Rosmarin oder Thymian mehrjährig und winterhart sind, ist Basilikum einjährig und frostempfindlich. Die Blätter sind weicher und saftiger als bei den meist derben, oft nadeligen Blättern anderer Familienmitglieder. Basilikum benötigt deutlich mehr Wasser und Nährstoffe als die meist genügsamen Mittelmeer-Lippenblütler. Während Rosmarin und Lavendel trockene, karge Böden bevorzugen, braucht Basilikum humusreiche, feuchte Erde. Die ätherischen Öle unterscheiden sich stark: Basilikum produziert Linalool und Methylchavicol, andere Lippenblütler Cineol, Campher oder Thymol. Im Wuchs ist Basilikum aufrechter und kompakter als kriechende Arten wie Thymian oder verzweigt wachsende wie Oregano. Die Blüten sind meist unscheinbarer als bei anderen Vertretern. Trotz der Familienähnlichkeit in der Blütenstruktur erfordert Basilikum völlig andere Kulturbedingungen als seine robusten Verwandten.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Königskraut-Mischungen und gewöhnlichen Kräutermischungen?
    Königskraut-Mischungen (Basilikum wird traditionell auch Königskraut genannt) unterscheiden sich grundlegend von gewöhnlichen Kräutermischungen. Während normale Kräutermischungen verschiedene Pflanzenfamilien kombinieren - Petersilie (Doldenblütler), Schnittlauch (Lauchgewächse), Dill (Doldenblütler) - enthalten Königskraut-Mischungen ausschließlich verschiedene Basilikumsorten. Dies bedeutet einheitliche Kulturbedingungen: Alle Sorten haben ähnliche Ansprüche an Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffe. Die Aussaat erfolgt zeitgleich, die Keimungsbedingungen sind identisch. Geschmacklich ergänzen sich die verschiedenen Basilikumsorten harmonisch, während gewöhnliche Kräutermischungen oft kontrastierende Aromen kombinieren. Königskraut-Mischungen bieten Aromavariationen innerhalb einer Geschmacksfamilie - von süßlich bis würzig, alle mit der charakteristischen Basilikum-Grundnote. Die Ernte kann zeitgleich erfolgen, während normale Kräutermischungen unterschiedliche Erntezeiten haben. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen sowohl spezialisierte Königskraut-Mischungen als auch klassische Kräutermischungen für verschiedene Gärtner-Bedürfnisse und kulinarische Vorlieben.
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