Schalerbsen richtig aussäen: Zeitpunkt und Methode für optimale Ergebnisse

Schalerbsen im Garten: Ein Genuss für Hobbygärtner

Schalerbsen sind eine wahre Bereicherung für jeden Garten. Diese schmackhaften Hülsenfrüchte erfreuen sich großer Beliebtheit bei Hobbygärtnern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schalerbsen sind unkompliziert im Anbau und liefern reiche Ernte
  • Frühe Aussaat ab Februar möglich, Hauptsaison März bis Mai
  • Sonniger Standort und lockerer, nährstoffreicher Boden sind ideal
  • Verschiedene Sorten für unterschiedliche Ansprüche verfügbar

Die Bedeutung von Schalerbsen im Garten

Schalerbsen, auch als Zuckererbsen oder Kaiserschoten bekannt, sind nicht nur lecker, sondern auch äußerst pflegeleicht. Sie bereichern den Garten auf vielfältige Weise:

  • Schnelles Wachstum und frühe Ernte
  • Stickstoffanreicherung im Boden durch Knöllchenbakterien
  • Attraktive Blüten, die Insekten anlocken
  • Vielseitige Verwendung in der Küche

Gerade für Einsteiger sind Schalerbsen ein dankbares Gemüse, da sie relativ anspruchslos sind und trotzdem reiche Ernte liefern.

Überblick über Schalerbsensorten

Es gibt eine Vielzahl von Schalerbsensorten, die sich in Wuchsform, Reifezeit und Geschmack unterscheiden:

Niedrige Sorten

Diese Sorten werden etwa 60-80 cm hoch und benötigen keine oder nur wenig Stütze. Sie eignen sich gut für kleine Gärten oder den Anbau in Kübeln.

Hohe Sorten

Mit einer Wuchshöhe von bis zu 2 Metern brauchen diese Sorten ein stabiles Rankgerüst. Sie liefern oft höhere Erträge als niedrige Sorten.

Frühe und späte Sorten

Je nach Sorte variiert die Zeit von der Aussaat bis zur Ernte zwischen 60 und 100 Tagen. Durch geschickte Sortenwahl lässt sich die Erntezeit verlängern.

Vorteile des Eigenanbaus

Der Anbau von Schalerbsen im eigenen Garten bietet zahlreiche Vorteile:

  • Frische Ernte: Schalerbsen schmecken am besten, wenn sie frisch geerntet sind
  • Kontrolle über den Anbau: Keine Pestizide oder chemische Dünger nötig
  • Kostenersparnis: Selbst angebaute Schalerbsen sind günstiger als gekaufte
  • Gärtnerspaß: Das Wachstum der Pflanzen zu beobachten, macht einfach Freude
  • Lehrreich für Kinder: Ideal, um den Nachwuchs an den Gemüseanbau heranzuführen

Vorbereitung für die Aussaat

Standortwahl für Schalerbsen

Schalerbsen gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie vertragen zwar etwas Schatten, aber für optimales Wachstum und reiche Ernte sollten sie mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhalten.

Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein. Staunässe vertragen Schalerbsen nicht gut, daher ist eine gute Drainage wichtig. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist ideal.

Bodenvorbereitung

Bodenlockerung

Vor der Aussaat sollte der Boden gründlich gelockert werden. Dies verbessert die Durchlüftung und erleichtert den Wurzeln das Eindringen. Graben Sie den Boden etwa 30 cm tief um und entfernen Sie dabei Steine und Wurzelreste.

Nährstoffversorgung

Schalerbsen sind Mittelzehrer und benötigen eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Arbeiten Sie vor der Aussaat gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist in den Boden ein. Etwa 3-4 Liter pro Quadratmeter reichen aus. Übermäßige Stickstoffdüngung sollte vermieden werden, da dies zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Hülsenbildung führen kann.

pH-Wert des Bodens

Überprüfen Sie den pH-Wert Ihres Bodens. Bei zu saurem Boden (unter pH 6,0) kann eine leichte Kalkung sinnvoll sein. Verwenden Sie dafür Algenkalk oder kohlensauren Kalk. Bei zu alkalischem Boden hilft die Einarbeitung von Torf oder Nadelholzrinde, um den pH-Wert zu senken.

Werkzeuge und Materialien für die Aussaat

Für die Aussaat von Schalerbsen benötigen Sie:

  • Spaten oder Grabegabel zum Lockern des Bodens
  • Rechen zum Einebnen
  • Pflanzschnur und Pflöcke zum Anlegen gerader Reihen
  • Gießkanne mit Brause für sanfte Bewässerung
  • Eventuell Rankhilfen für hochwachsende Sorten
  • Saatgut Ihrer gewählten Schalerbsensorte
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Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Frühjahrsaussaat (Februar bis Mai)

Die Hauptaussaatzeit für Schalerbsen liegt im Frühjahr. Je nach Region und Witterung kann bereits ab Ende Februar mit der Aussaat begonnen werden. Die Hauptsaison erstreckt sich jedoch von März bis Mai.

Regionale Unterschiede beachten

In milden Regionen Deutschlands, wie dem Rheinland oder dem Bodenseegebiet, kann oft schon früher ausgesät werden. In rauen Lagen, etwa in Mittelgebirgen oder im Alpenvorland, sollte man eher bis April warten.

Bodentemperatur als Indikator

Entscheidend für die Keimung ist die Bodentemperatur. Schalerbsen keimen ab etwa 5°C, optimal sind jedoch Temperaturen zwischen 8°C und 10°C. Ein einfacher Test: Wenn Sie den Boden mit der Hand als angenehm kühl empfinden, ist er warm genug für die Aussaat.

Sommersaat für eine zweite Ernte

Für eine zweite Ernte im Herbst können Schalerbsen auch im Juni oder Juli ausgesät werden. Wählen Sie dafür schnell reifende Sorten und achten Sie auf ausreichende Bewässerung, da der Boden im Sommer schneller austrocknet.

Einfluss des Klimas auf den Aussaatzeitpunkt

Das Klima spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl des Aussaatzeitpunkts:

  • Frühjahrstemperaturen: In Jahren mit mildem Frühjahr kann früher gesät werden
  • Niederschläge: Bei sehr nassem Frühjahr sollte die Aussaat verschoben werden, bis der Boden abgetrocknet ist
  • Spätfrostgefahr: Obwohl Schalerbsen frosthart sind, können starke Spätfröste die jungen Pflanzen schädigen

Vor- und Nachteile verschiedener Aussaatzeitpunkte

Frühe Aussaat (Februar/März):

  • Vorteil: Frühe Ernte, längere Ernteperiode
  • Nachteil: Höheres Risiko von Frostschäden, langsameres Wachstum

Mittlere Aussaat (April/Mai):

  • Vorteil: Optimale Wachstumsbedingungen, geringeres Frostrisiko
  • Nachteil: Spätere Ernte, eventuell kürzere Ernteperiode

Späte Aussaat (Juni/Juli):

  • Vorteil: Zweite Ernte im Herbst, Nutzung von Beetflächen nach Frühgemüse
  • Nachteil: Höherer Bewässerungsaufwand, Risiko von Hitzeperioden

Durch gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen können Sie die Erntezeit verlängern und über einen längeren Zeitraum frische Schalerbsen genießen.

Methoden der Aussaat: Von der Direktsaat bis zur Vorkultur

Bei der Aussaat von Schalerbsen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Gartensituation und persönlichen Vorlieben gewählt werden können. Betrachten wir die gängigsten Methoden genauer.

Direktsaat im Freiland: Der klassische Weg

Die Direktsaat ist eine beliebte Methode, um Schalerbsen auszusäen. Sie ist unkompliziert und oft erfolgreich. Hier einige Tipps zur Vorbereitung:

Vorbereitung der Saatrillen

Ziehen Sie mit einer Hacke oder einem Pflanzenstock flache Rillen in den Boden. Diese sollten etwa 3-5 cm tief sein. Achten Sie auf gut gelockerten Boden, damit die Wurzeln später leicht eindringen können.

Optimaler Reihenabstand

Der ideale Abstand zwischen den Reihen beträgt etwa 40-50 cm. Bei üppig wachsenden Sorten können Sie auch einen größeren Abstand wählen. So haben die Pflanzen genug Platz und Sie kommen beim Pflegen und Ernten gut zwischen die Reihen.

Richtige Saattiefe

Legen Sie die Erbsen etwa 3-5 cm tief in die Erde. Eine Faustregel besagt: Die Saattiefe sollte etwa dem Dreifachen des Samendurchmessers entsprechen. Bedecken Sie die Samen anschließend vorsichtig mit Erde und drücken Sie diese leicht an.

Vorkultur in Töpfen oder Anzuchtschalen: Ein sanfter Start

Manchmal kann es sinnvoll sein, Schalerbsen vorzuziehen. Das bietet einige Vor-, aber auch Nachteile:

Vor- und Nachteile der Vorkultur

  • Vorteile:
    • Frühere Ernte möglich
    • Bessere Kontrolle über Wachstumsbedingungen
    • Schutz vor Schädlingen in der empfindlichen Keimphase
  • Nachteile:
    • Höherer Arbeitsaufwand
    • Risiko von Wurzelschäden beim Umpflanzen
    • Mögliche Wachstumsverzögerung durch Umgewöhnung

Richtiges Umtopfen ins Freiland

Wenn Sie sich für eine Vorkultur entscheiden, pflanzen Sie die Setzlinge ins Freiland, sobald sie etwa 10 cm hoch sind und keine Frostgefahr mehr besteht. Wählen Sie einen bewölkten Tag oder die Abendstunden für das Umpflanzen, um die Pflanzen nicht zusätzlich zu stressen.

Aussaat im Gewächshaus oder Frühbeet: Für den frühen Start

Für einen frühen Start können Sie Schalerbsen im Gewächshaus oder Frühbeet aussäen. Hier herrschen gute Bedingungen für eine frühe Keimung. Beachten Sie aber, dass Erbsen kälteresistent sind und zu warme Temperaturen das Wachstum negativ beeinflussen können.

Saatgutmengen und Abstände zwischen den Pflanzen

Für eine gute Ernte sollten Sie etwa 15-20 Samen pro laufenden Meter säen. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte etwa 5-8 cm betragen. Bei zu engem Stand konkurrieren die Pflanzen um Nährstoffe und Licht, bei zu weitem Stand verschenken Sie wertvollen Platz.

Pflege nach der Aussaat: So gedeihen Ihre Schalerbsen prächtig

Nach der Aussaat beginnt die wichtige Phase der Pflege. Mit der richtigen Aufmerksamkeit entwickeln sich Ihre Schalerbsen zu kräftigen, ertragreichen Pflanzen.

Bewässerung der Keimlinge: Feuchtigkeit ist wichtig

In der Keimphase brauchen Schalerbsen eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Ein guter Trick ist, mit dem Finger die obere Erdschicht zu prüfen - fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Schutz vor Frost und anderen Witterungseinflüssen

Obwohl Schalerbsen recht robust sind, können späte Fröste ihnen zusetzen. Bei Frostgefahr können Sie die Pflanzen mit Vlies oder Reisig abdecken. Auch starker Wind kann jungen Pflanzen schaden - ein Windschutz aus Stroh oder Schilfmatten kann hier helfen.

Düngung in der Wachstumsphase: Weniger ist mehr

Schalerbsen sind Stickstoffsammler und brauchen in der Regel keine zusätzliche Düngung. Zu viel Stickstoff fördert sogar das Blattwachstum auf Kosten der Hülsenbildung. Eine Kompostgabe vor der Aussaat reicht meist aus.

Anbringen von Rankhilfen und Stützen: Halt geben

Sobald die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, sollten Sie Rankhilfen anbringen. Das können Reisigzweige, Netze oder spezielle Rankgitter sein. Die Pflanzen finden meist von selbst Halt, gelegentlich müssen Sie nachhelfen und einzelne Ranken um die Stützen winden.

Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen: Platz für die Erbsen

Regelmäßiges, vorsichtiges Hacken zwischen den Reihen hält unerwünschtes Beikraut in Schach. Achten Sie darauf, nicht zu tief zu hacken, um die Wurzeln der Erbsen nicht zu beschädigen. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt kann zusätzlich das Unkrautwachstum hemmen und die Feuchtigkeit im Boden halten.

Mit diesen Tipps zur Aussaat und Pflege sind Sie gut vorbereitet, um eine reiche Ernte an leckeren Schalerbsen einzufahren. Denken Sie daran: Jeder Garten ist anders, und manchmal braucht es etwas Experimentierfreude, um die passende Methode für Ihren grünen Daumen zu finden. Viel Spaß beim Gärtnern!

Besonderheiten verschiedener Schalerbsensorten

Schalerbsen gibt es in einer beeindruckenden Vielfalt. Jede Sorte hat ihre eigenen Merkmale und Ansprüche, die es beim Anbau zu berücksichtigen gilt. Betrachten wir die wichtigsten Unterschiede.

Niedrige Sorten ohne Rankhilfen

Diese Sorten, oft als Buscherbsen bezeichnet, sind echte Platzsparer im Garten. Sie werden nur etwa 30 bis 60 cm hoch und brauchen keine Stützen. Ideal für kleine Gärten oder Balkone! Sorten wie 'Kleine Rheinländerin' oder 'Kelvedon Wonder' gehören zu dieser Gruppe. Sie sind recht pflegeleicht und liefern trotz ihrer kompakten Größe einen ordentlichen Ertrag.

Bei der Aussaat dieser Sorten sollte man auf einen Reihenabstand von etwa 40 cm achten. In der Reihe können die Samen im Abstand von 5 cm gelegt werden. Diese Sorten eignen sich gut für eine Staffelaussaat, bei der man alle zwei bis drei Wochen neue Samen legt, um über einen längeren Zeitraum ernten zu können.

Hochwachsende Sorten mit Rankhilfen

Die Kletterkünstler unter den Schalerbsen können locker 1,5 bis 2 Meter hoch werden. Sie brauchen zwar mehr Platz und Aufmerksamkeit, belohnen aber mit einem üppigen Ertrag. Sorten wie 'Telefon' oder 'Alderman' fallen in diese Kategorie.

Für diese Sorten braucht man stabile Rankhilfen. Traditionell werden oft Reisigzweige verwendet, aber auch Drahtgitter oder spezielle Erbsennetze funktionieren gut. Bei der Aussaat sollte man großzügig planen: Ein Reihenabstand von mindestens 60 cm ist ratsam, in der Reihe können die Samen etwa 8 cm voneinander entfernt gesät werden.

Anpassung der Aussaatmethode an die Sorte

Je nach Sorte muss man die Aussaatmethode etwas anpassen. Buschige Sorten können dichter gesät werden, während Kletterer mehr Platz brauchen. Generell gilt: Je größer die Pflanze, desto tiefer sollte man säen. Während man Buschsorten etwa 2-3 cm tief sät, dürfen es bei Klettererbsen ruhig 4-5 cm sein.

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Bei Klettererbsen lohnt es sich, die Rankhilfen schon vor der Aussaat aufzustellen. So vermeidet man, später die zarten Wurzeln zu beschädigen. Außerdem können die Pflänzchen gleich von Anfang an in die richtige Richtung wachsen.

Mögliche Probleme und Lösungen beim Schalerbsenanbau

Auch wenn Schalerbsen relativ robust sind, können sie von verschiedenen Problemen betroffen sein. Keine Sorge! Mit ein bisschen Wissen und den richtigen Maßnahmen lässt sich das bewältigen.

Schädlinge bei Schalerbsen

Erkennen von Schädlingsbefall

Die häufigsten Plagegeister bei Schalerbsen sind:

  • Blattläuse: Kleine grüne oder schwarze Insekten, die sich oft in Gruppen an Triebspitzen und Blättern sammeln.
  • Erbsenwickler: Die Raupen dieses Schmetterlings fressen sich in die Hülsen und hinterlassen kleine Löcher.
  • Erbsenkäfer: Kleine Käfer, deren Larven in den Samen leben und runde Löcher hinterlassen.

Natürliche und biologische Bekämpfungsmethoden

Statt gleich zur chemischen Keule zu greifen, probieren Sie's mal mit diesen sanften Methoden:

  • Blattläuse lassen sich oft mit einem starken Wasserstrahl abspülen.
  • Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Knoblauch können vorbeugend wirken.
  • Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen fördern - sie fressen Blattläuse.
  • Bei starkem Befall helfen biologische Pflanzenschutzmittel auf Basis von Neem oder Pyrethrum.

Krankheiten bei Schalerbsen

Typische Krankheitssymptome

Die häufigsten Krankheiten bei Schalerbsen sind:

  • Echter Mehltau: Weißer, mehliger Belag auf Blättern und Stängeln.
  • Fusarium-Welke: Die Pflanzen welken von unten nach oben und verfärben sich gelblich.
  • Grauschimmel: Grauer, pelziger Belag auf Blättern und Hülsen, besonders bei feuchter Witterung.

Präventive Maßnahmen

Vorbeugen ist besser als heilen! Hier ein paar Tipps:

  • Wählen Sie resistente Sorten, besonders wenn Sie schon mal Probleme hatten.
  • Achten Sie auf gute Durchlüftung der Pflanzen.
  • Gießen Sie möglichst am Boden, nicht über die Blätter.
  • Halten Sie eine Fruchtfolge ein und bauen Sie Erbsen nicht jedes Jahr am gleichen Platz an.

Behandlung erkrankter Pflanzen

Wenn's doch mal erwischt hat:

  • Entfernen Sie befallene Pflanzenteile großzügig und entsorgen Sie sie im Hausmüll, nicht auf dem Kompost.
  • Bei Mehltau kann eine Spritzung mit verdünnter Magermilch oder Backpulverlösung helfen.
  • In hartnäckigen Fällen greifen Sie auf zugelassene biologische Fungizide zurück.

Keimungsprobleme und deren Ursachen

Manchmal wollen die Erbsen einfach nicht so recht. Mögliche Gründe:

  • Zu kalter Boden: Warten Sie, bis die Bodentemperatur mindestens 8°C erreicht hat.
  • Zu nasser Boden: Erbsen mögen's feucht, aber nicht nass. Verbessern Sie gegebenenfalls die Drainage.
  • Altes Saatgut: Die Keimfähigkeit nimmt mit der Zeit ab. Verwenden Sie möglichst frisches Saatgut.
  • Vogelfraß: Decken Sie die Aussaat mit einem Vlies ab, bis die Pflänzchen groß genug sind.

Nachsaat und Fruchtfolge bei Schalerbsen

Zeitpunkt und Methode für Nachsaaten

Nachsaaten sind eine gute Möglichkeit, die Erntesaison zu verlängern. In meinem Garten säe ich alle 2-3 Wochen nach, von März bis Ende Juni. So habe ich von Juni bis in den September hinein frische Erbsen.

Bei der Nachsaat gehe ich genauso vor wie bei der ersten Aussaat. Wichtig ist, dass der Boden gut vorbereitet und feucht ist. Ich ziehe eine Rille, lege die Samen hinein und bedecke sie mit Erde. Dann gieße ich vorsichtig an.

Bedeutung der Fruchtfolge für Schalerbsen

Fruchtfolge ist bei Erbsen besonders wichtig. Sie hinterlassen zwar einen stickstoffreichen Boden, aber sie sind auch anfällig für bodenbürtige Krankheiten. Daher sollten Erbsen frühestens nach 4 Jahren wieder an derselben Stelle angebaut werden.

Eine gute Fruchtfolge hilft nicht nur, Krankheiten vorzubeugen, sondern sorgt auch für eine optimale Nährstoffversorgung im Boden. Erbsen als Stickstoffsammler bereiten den Boden hervorragend für nährstoffhungrige Nachkulturen vor.

Geeignete Vor- und Nachkulturen

Gute Vorkulturen für Erbsen sind:

  • Kohlarten
  • Kartoffeln
  • Gurken
  • Tomaten

Als Nachkulturen eignen sich besonders:

  • Kohlrabi
  • Salate
  • Spinat
  • Zucchini

Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Ich baue gerne Radieschen als Zwischenkultur zwischen den Erbsenreihen an. Sie sind schnell erntereif und nutzen den Platz optimal aus, bevor die Erbsen ihn ganz beanspruchen.

Mit diesen Tipps und Tricks sollten Ihre Schalerbsen gut gedeihen. Denken Sie daran: Jeder Garten ist anders, und manchmal braucht es ein bisschen Experimentierfreude, um herauszufinden, was bei Ihnen am besten funktioniert. Also, ran an die Gartenarbeit und viel Spaß beim Erbsenanbau!

Ernte und Lagerung: So holen Sie das Beste aus Ihren Schalerbsen

Wann sind Schalerbsen erntereif?

Die Ernte von Schalerbsen erfordert ein genaues Auge. Nach etwa 60 bis 70 Tagen sind die Hülsen reif. Achten Sie darauf, dass die Hülsen prall gefüllt sind, aber die einzelnen Erbsen noch nicht sichtbar. Ein Tipp: Drücken Sie sanft auf die Hülse. Ist sie fest, aber nicht hart, haben Sie den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Richtig ernten

Das Ernten von Schalerbsen ist einfach, erfordert aber etwas Vorsicht. Greifen Sie die Hülse mit Daumen und Zeigefinger und drehen Sie sie leicht, während Sie sie von der Pflanze lösen. So vermeiden Sie, versehentlich die ganze Pflanze auszureißen.

Aufbewahrung und Konservierung

Frisch geerntete Erbsen halten sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Für längere Aufbewahrung eignet sich das Einfrieren. Blanchieren Sie die Erbsen kurz, schrecken Sie sie ab, tupfen Sie sie trocken und frieren Sie sie ein. So genießen Sie auch im Winter frische Erbsen.

Ökologischer Anbau: Schalerbsen im Garten

Mischkultur: Schalerbsen und ihre Nachbarn

Schalerbsen gedeihen gut in Gemeinschaft mit Möhren, Radieschen oder Salat. Diese Mischkultur spart nicht nur Platz, sondern ist auch gut für den Boden. Die Erbsen fixieren Stickstoff, wovon ihre Nachbarn profitieren. Es ist wie eine Pflanzen-WG, in der jeder seinen Beitrag leistet.

Natürliche Düngung: Kompost bevorzugt

Schalerbsen mögen es natürlich. Ein guter, reifer Kompost ist ideal. Mischen Sie vor der Aussaat etwas Kompost unter die Erde, und Ihre Erbsen werden kräftig wachsen.

Wassersparende Anbaumethoden

Mit einigen Methoden können Sie beim Anbau von Schalerbsen Wasser sparen. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden. Gießen Sie lieber seltener, dafür gründlich - das fördert tiefes Wurzelwachstum. Morgendliches Gießen reduziert die Verdunstung.

Tipps für Erbsen-Enthusiasten

Sortenvielfalt: Entdecken Sie Neues

Es gibt eine große Vielfalt an Erbsensorten. Versuchen Sie mal die süßen 'Kleine Rheinländerin' oder die robuste 'Wunder von Kelvedon'. Jede Sorte hat ihren eigenen Charakter. Experimentieren lohnt sich!

Ertragsoptimierung: Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Um den Erbsenertrag zu steigern, können Sie die Triebspitzen stutzen, wenn die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind. Das fördert die Verzweigung und damit mehr Hülsen. Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze zu mehr Produktion an.

Samenernte: Vorsorge für die nächste Saison

Sie können eigene Samen für die nächste Saison gewinnen. Lassen Sie einige Hülsen an der Pflanze, bis sie braun und trocken sind. Die Samen können Sie dann ernten und trocken lagern. So haben Sie nicht nur Saatgut für's nächste Jahr, sondern züchten mit der Zeit Ihre eigene, an Ihren Garten angepasste Erbsensorte.

Schalerbsen: Vielseitig und wertvoll

Schalerbsen bereichern sowohl unseren Speiseplan als auch unser Ökosystem. Von der Aussaat bis zur Ernte bieten sie ein interessantes Schauspiel für jeden Gärtner. Ob Anfänger oder Profi - Schalerbsen haben immer etwas Neues zu bieten.

Probieren Sie es aus: Säen Sie Schalerbsen und erleben Sie die Freude an Ihrem eigenen Garten. Ihre Mühe wird belohnt - mit frischen, süßen Erbsen, die besser schmecken als gekaufte. Vielleicht entdecken Sie dabei Ihre Leidenschaft für diese besonderen Hülsenfrüchte. Viel Erfolg und Freude bei Ihrem Erbsen-Abenteuer!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Schalerbsen und wie unterscheiden sie sich von anderen Erbsensorten?
    Schalerbsen sind essbare Hülsenfrüchte, bei denen sowohl die jungen Samen als auch die zarten Hülsen verzehrt werden können. Sie unterscheiden sich von anderen Erbsensorten durch ihre besonders süßen, knackigen Hülsen, die keine harte Pergamentschicht besitzen. Im Gegensatz zu Palerbsen, die nur wegen ihrer reifen Samen angebaut werden, können Schalerbsen bereits jung geerntet werden. Die Hülsen bleiben zart und süß, während bei anderen Erbsensorten die Schalen schnell hart und ungenießbar werden. Schalerbsen sind unkompliziert im Anbau, wachsen schnell und liefern reiche Ernten. Sie bereichern den Boden durch Stickstoffanreicherung über Knöllchenbakterien und sind daher auch ökologisch wertvoll. Ihre attraktiven Blüten locken zudem Insekten an und machen sie zu einer Bereicherung für jeden Garten.
  2. Wann ist der beste Zeitpunkt, um Schalerbsen auszusäen?
    Der optimale Aussaatzeitpunkt für Schalerbsen liegt zwischen Februar und Mai, wobei die Hauptsaison von März bis Mai reicht. Eine frühe Aussaat ist bereits ab Ende Februar möglich, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist. Entscheidend ist die Bodentemperatur: Schalerbsen keimen ab etwa 5°C, optimal sind jedoch Temperaturen zwischen 8°C und 10°C. Ein einfacher Test hilft bei der Bestimmung: Wenn der Boden mit der Hand als angenehm kühl empfunden wird, ist er warm genug für die Aussaat. Für eine zweite Ernte können Schalerbsen auch im Juni oder Juli ausgesät werden, wobei schnell reifende Sorten zu bevorzugen sind. Durch gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen lässt sich die Erntezeit erheblich verlängern und man kann von Juni bis September frische Schalerbsen genießen.
  3. Welche Bodenvorbereitung ist für die Aussaat von Schalerbsen erforderlich?
    Eine gründliche Bodenvorbereitung ist entscheidend für den Erfolg beim Schalerbsenanbau. Der Boden sollte zunächst etwa 30 cm tief umgegraben und dabei von Steinen und Wurzelresten befreit werden. Dies verbessert die Durchlüftung und erleichtert den Wurzeln das Eindringen. Vor der Aussaat sollten 3-4 Liter gut verrotteter Kompost oder reifer Stallmist pro Quadratmeter eingearbeitet werden. Schalerbsen bevorzugen einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, daher ist eine gute Drainage wichtig. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, wobei mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag für optimales Wachstum und reiche Ernte sorgen.
  4. Warum reichern Schalerbsen den Boden mit Stickstoff an?
    Schalerbsen gehören zur Familie der Leguminosen und haben die besondere Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden. Dies geschieht durch eine Symbiose mit speziellen Knöllchenbakterien (Rhizobien), die in den Wurzelknöllchen der Pflanzen leben. Diese Bakterien können den Stickstoff aus der Luft in eine für Pflanzen verwertbare Form umwandeln. Ein Teil dieses Stickstoffs wird direkt von der Erbsenpflanze genutzt, der andere Teil verbleibt im Boden und steht nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Nach der Ernte sollten die Wurzeln der Schalerbsen im Boden verbleiben, da sie beim Verrotten den gebundenen Stickstoff freisetzen. Diese natürliche Stickstoffanreicherung macht Schalerbsen zu wertvollen Vorfrüchten für nährstoffhungrige Gemüsesorten wie Kohl oder Tomaten und trägt zur nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit bei.
  5. Wie kann eine gestaffelte Aussaat die Erntezeit von Schalerbsen verlängern?
    Eine gestaffelte Aussaat verlängert die Erntezeit erheblich und sorgt für kontinuierliche Erträge über mehrere Monate. Dabei wird alle 2-3 Wochen neues Saatgut ausgesät, beginnend im März bis Ende Juni. So reifen die Schalerbsen zu verschiedenen Zeiten und die Ernte kann sich von Juni bis September erstrecken. Statt einer einmaligen großen Ernte erhält man regelmäßig kleinere Mengen frischer Schalerbsen. Dies ist besonders praktisch für Haushalte, da die Erbsen nicht alle gleichzeitig verarbeitet werden müssen. Für die gestaffelte Aussaat eignen sich besonders schnell reifende Sorten, die etwa 60-70 Tage von der Aussaat bis zur Ernte benötigen. Wichtig ist, dass für jede Aussaat der Boden neu vorbereitet wird und ausreichend Platz zwischen den verschiedenen Aussaatbereichen gelassen wird. So lässt sich die Gartensaison optimal nutzen.
  6. Worin unterscheiden sich Zuckererbsen und Kaiserschoten von Palerbsen?
    Zuckererbsen und Kaiserschoten (beide Arten von Schalerbsen) unterscheiden sich grundlegend von Palerbsen in ihrer Verwendung und Struktur. Bei Schalerbsen werden sowohl die jungen, zarten Hülsen als auch die unreifen Samen verzehrt, da die Hülsen keine harte Pergamentschicht entwickeln und süß und knackig bleiben. Sie werden jung geerntet, wenn die Hülsen noch flach und die Erbsen klein sind. Palerbsen hingegen entwickeln eine harte, faserige Hülsenschale und werden hauptsächlich wegen ihrer reifen Samen angebaut. Die Hülsen der Palerbsen sind ungenießbar und werden nur geöffnet, um an die ausgereiften Erbsen zu gelangen. Zuckererbsen haben besonders süße, fleischige Hülsen, während Kaiserschoten etwas größer und flacher sind. Beide Schalerbsensorten sind in der Küche vielseitiger verwendbar als Palerbsen, da sie roh oder kurz gedünstet als Ganzes gegessen werden können.
  7. Was ist der Unterschied zwischen niedrigen und hohen Schalerbsensorten?
    Niedrige und hohe Schalerbsensorten unterscheiden sich erheblich in Wuchsform, Platzbedarf und Pflegeaufwand. Niedrige Sorten, oft als Buscherbsen bezeichnet, werden nur 30-80 cm hoch und benötigen keine oder nur minimale Stützhilfen. Sie eignen sich hervorragend für kleine Gärten, Hochbeete oder den Anbau in Kübeln auf Balkonen. Bekannte niedrige Sorten sind 'Kleine Rheinländerin' oder 'Kelvedon Wonder'. Hohe Sorten können dagegen bis zu 2 Meter hoch werden und benötigen stabile Rankhilfen wie Reisigzweige, Drahtgitter oder spezielle Erbsennetze. Obwohl sie mehr Aufwand erfordern, liefern hohe Sorten oft höhere Erträge pro Quadratmeter. Bei der Aussaat sollten niedrige Sorten mit 40 cm Reihenabstand, hohe Sorten mit mindestens 60 cm Reihenabstand gepflanzt werden. Die Wahl hängt von den verfügbaren Platzverhältnissen und dem gewünschten Ertrag ab.
  8. Wie tief sollten Schalerbsen bei der Direktsaat eingepflanzt werden?
    Bei der Direktsaat sollten Schalerbsen etwa 3-5 cm tief in den Boden gelegt werden. Eine bewährte Faustregel besagt, dass die Saattiefe etwa dem Dreifachen des Samendurchmessers entsprechen sollte. Bei größeren Sorten oder ungünstigen Bodenverhältnissen kann auch etwas tiefer gesät werden. Die Saatrillen werden mit einer Hacke oder einem Pflanzenstock gezogen und die Samen im Abstand von 5-8 cm eingelegt. Nach dem Einlegen werden die Samen vorsichtig mit Erde bedeckt und leicht angedrückt. Wichtig ist, dass der Boden gut gelockert und nicht zu nass ist, da die Samen sonst faulen können. Bei hochwachsenden Sorten empfiehlt es sich, etwas tiefer zu säen (4-5 cm), da sie einen stabileren Stand benötigen. Nach der Aussaat sollte sanft angegossen werden, um die Keimung zu fördern, ohne die Samen wegzuspülen.
  9. Wo kann man hochwertiges Schalerbsen-Saatgut kaufen?
    Hochwertiges Schalerbsen-Saatgut erhält man am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die eine große Sortenauswahl und frisches Saatgut mit hoher Keimfähigkeit anbieten. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de führen ein umfangreiches Sortiment verschiedener Schalerbsensorten, von klassischen Buschsorten bis hin zu ertragreichen Klettersorten. Dort findet man auch seltene und alte Sorten, die in herkömmlichen Gartencentern oft nicht verfügbar sind. Beim Kauf sollte man auf das Haltbarkeitsdatum achten, da die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt. Qualitätssaatgut zeichnet sich durch eine hohe, gleichmäßige Keimrate aus und ist oft sortenrein. Fachkundige Gartenhändler bieten zudem detaillierte Sortenbeschreibungen und Anbauhinweise. Lokale Gartencenter und Baumschulen sind weitere gute Quellen, besonders für regional angepasste Sorten. Auch der Tausch mit anderen Hobbygärtnern kann zu interessanten Sorten führen.
  10. Welche Gartenwerkzeuge werden für den Anbau von Schalerbsen benötigt?
    Für den erfolgreichen Anbau von Schalerbsen benötigt man eine Grundausstattung an Gartenwerkzeugen. Zur Bodenvorbereitung sind ein Spaten oder eine Grabegabel zum Umgraben und Lockern des Bodens sowie ein Rechen zum Einebnen unverzichtbar. Für die Aussaat selbst genügen eine Pflanzschnur mit Pflöcken zum Ziehen gerader Reihen und eine Hacke zum Anlegen der Saatrillen. Eine Gießkanne mit Brause ist für die sanfte Bewässerung nach der Aussaat wichtig. Bei hochwachsenden Sorten werden zusätzlich stabile Rankhilfen wie Reisigzweige, Drahtgitter oder spezielle Erbsennetze benötigt. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten komplette Werkzeug-Sets für Gemüsegärtner an. Für die Pflege sind eine kleine Harke zum Unkraut jäten und gegebenenfalls eine Gartenschere zum Beschneiden nützlich. Optional können Mulchmaterial und Vlies zum Schutz vor Frost die Ausrüstung ergänzen.
  11. Wie beeinflusst die Bodentemperatur die Keimung von Schalerbsen?
    Die Bodentemperatur ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Keimung von Schalerbsen. Obwohl Schalerbsen bereits ab 5°C keimen können, sind Temperaturen zwischen 8°C und 10°C optimal für eine gleichmäßige und zügige Keimung. Bei zu kalten Temperaturen unter 5°C verzögert sich die Keimung erheblich und die Samen können in feuchter Erde faulen. Die Keimdauer beträgt bei optimalen Temperaturen etwa 7-14 Tage, bei kalten Bedingungen kann sie sich auf 3-4 Wochen verlängern. Ein einfacher Test hilft bei der Temperaturbestimmung: Der Boden sollte sich mit der Hand als angenehm kühl anfühlen. Zu warme Temperaturen über 15°C sind ebenfalls ungünstig, da sie zu ungleichmäßiger Keimung führen können. In kalten Regionen oder bei früher Aussaat kann eine schwarze Mulchfolie helfen, den Boden schneller zu erwärmen. Die Bodentemperatur ist meist stabiler als die Lufttemperatur und daher der bessere Indikator für den optimalen Aussaatzeitpunkt.
  12. Welche Rolle spielen Leguminosen in der Fruchtfolge?
    Leguminosen wie Schalerbsen spielen eine zentrale Rolle in der Fruchtfolge und sind echte Bodenverbesserer. Durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien reichern sie den Boden mit Stickstoff an, der nachfolgenden Kulturen zur Verfügung steht. Dies macht sie zu idealen Vorfrüchten für stickstoffhungrige Gemüsesorten wie Kohl, Tomaten oder Gurken. In der traditionellen Drei-Felder-Wirtschaft bildeten Leguminosen eine wichtige Säule zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Schalerbsen sollten jedoch nicht jedes Jahr am selben Standort angebaut werden, da sie anfällig für bodenbürtige Krankheiten sind. Eine Anbaupause von mindestens 4 Jahren zwischen Leguminosen am selben Standort ist empfehlenswert. Als Mittelzehrer lockern sie den Boden auf und hinterlassen eine gute Bodenstruktur für Nachkulturen. Die Fruchtfolge mit Leguminosen reduziert den Bedarf an künstlichen Stickstoffdüngern und trägt zur nachhaltigen Gartenbewirtschaftung bei.
  13. Warum sollten Schalerbsen nicht überdüngt werden?
    Schalerbsen sollten nicht überdüngt werden, da sie als Leguminosen ihren Stickstoffbedarf größtenteils selbst decken können. Eine übermäßige Stickstoffdüngung führt zu unerwünschten Nebenwirkungen: Die Pflanzen entwickeln übermäßig viel Blattmasse auf Kosten der Hülsenbildung, wodurch der Ertrag sinkt. Zudem werden die Pflanzen anfälliger für Pilzkrankheiten und Schädlinge, da das weiche, stickstoffreiche Gewebe leichter angegriffen wird. Eine Überdüngung kann auch die natürliche Symbiose mit den Knöllchenbakterien stören, da die Pflanze bei reichlichem Stickstoffangebot weniger auf die Bakterien angewiesen ist. Eine mäßige Kompostgabe vor der Aussaat reicht meist völlig aus. Schalerbsen sind als Mittelzehrer sparsam in ihren Nährstoffansprüchen. Phosphor und Kalium sind wichtiger als Stickstoff für eine gute Hülsenentwicklung. Eine ausgewogene Grundversorgung ohne Überdüngung führt zu gesünderen Pflanzen und besseren Erträgen.
  14. Wie wirkt sich der pH-Wert des Bodens auf das Wachstum von Schalerbsen aus?
    Der pH-Wert des Bodens hat erheblichen Einfluss auf das Wachstum und die Gesundheit von Schalerbsen. Optimal ist ein leicht saurer bis neutraler Bereich zwischen pH 6,0 und 7,0. In diesem Bereich können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen und die wichtige Symbiose mit Knöllchenbakterien funktioniert optimal. Bei zu saurem Boden (unter pH 6,0) können die Knöllchenbakterien nicht richtig arbeiten, wodurch die Stickstoffbindung beeinträchtigt wird. Wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalium werden schlechter verfügbar, und die Pflanzen können Mangelerscheinungen entwickeln. Bei stark alkalischen Böden (über pH 7,5) treten ebenfalls Nährstoffmangel und Wachstumsprobleme auf. Zu saure Böden können mit Algenkalk oder kohlensaurem Kalk verbessert werden, während zu alkalische Böden durch Einarbeitung von Torf oder Nadelholzrinde korrigiert werden. Ein einfacher Bodentest gibt Aufschluss über den aktuellen pH-Wert und mögliche Korrekturmaßnahmen.
  15. Wie wird eine erfolgreiche Mischkultur mit Schalerbsen angelegt?
    Eine erfolgreiche Mischkultur mit Schalerbsen nutzt die positiven Eigenschaften der verschiedenen Pflanzen und optimiert die Flächennutzung. Schalerbsen harmonieren besonders gut mit Möhren, Radieschen, Salat und Spinat. Diese Kombinationen funktionieren, weil die Pflanzen unterschiedliche Nährstoffansprüche haben und sich gegenseitig fördern. Die Erbsen fixieren Stickstoff, von dem die Begleitpflanzen profitieren. Möhren und Radieschen können zwischen den Erbsenreihen wachsen, da sie den Boden in verschiedenen Tiefen erschließen. Salat nutzt den Halbschatten unter den Erbsenpflanzen und ist geerntet, bevor die Erbsen den ganzen Platz beanspruchen. Wichtig ist ein ausreichender Reihenabstand von 40-50 cm, damit alle Pflanzen genug Licht und Raum haben. Ungünstige Mischkultur-Partner sind andere Leguminosen, Zwiebeln und Knoblauch. Die gestaffelte Aussaat ermöglicht eine optimale Nutzung des Platzes über die gesamte Gartensaison.
  16. Welche Pflegemaßnahmen sind nach der Aussaat von Schalerbsen notwendig?
    Nach der Aussaat von Schalerbsen sind verschiedene Pflegemaßnahmen wichtig für eine erfolgreiche Ernte. Die wichtigste Maßnahme ist eine gleichmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass gehalten werden. Staunässe führt zu Fäulnis der Samen. In der Keimphase ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Sobald die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, sollten Rankhilfen für hochwachsende Sorten angebracht werden. Regelmäßiges, vorsichtiges Hacken zwischen den Reihen hält Unkraut fern und lockert den Boden. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft, die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Bei Frostgefahr können junge Pflanzen mit Vlies geschützt werden. Düngung ist meist nicht nötig, da Schalerbsen ihren Stickstoffbedarf selbst decken. Wichtig ist auch der Schutz vor Schädlingen wie Blattläusen oder Erbsenwicklern durch regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls biologische Bekämpfungsmaßnahmen.
  17. Stimmt es, dass Schalerbsen nur in großen Gärten angebaut werden können?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Schalerbsen können auch in kleinen Gärten, Hochbeeten oder sogar auf Balkonen erfolgreich angebaut werden. Niedrig wachsende Buschsorten wie 'Kleine Rheinländerin' oder 'Kelvedon Wonder' werden nur 30-60 cm hoch und benötigen wenig Platz. Sie eignen sich hervorragend für den Anbau in Kübeln oder kleineren Beetflächen. Auch auf Balkonen können Schalerbsen in ausreichend großen Gefäßen (mindestens 20-30 Liter) kultiviert werden. Durch geschickte Mischkultur mit Radieschen oder Salat lässt sich der verfügbare Platz optimal nutzen. Vertikaler Anbau mit Rankhilfen maximiert den Ertrag auf kleiner Fläche. Selbst hochwachsende Sorten können in schmalen Bereichen entlang von Zäunen oder Hauswänden angebaut werden. Eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen sorgt für kontinuierliche Ernte auch bei begrenztem Platz. Moderne Stadtgärtnerei und Urban Gardening beweisen, dass auch kleine Räume für den Schalerbsenanbau ausreichen.
  18. Unterscheiden sich die Aussaatzeiten für Schalerbsen in verschiedenen deutschen Regionen?
    Ja, die Aussaatzeiten für Schalerbsen variieren deutlich zwischen verschiedenen deutschen Regionen aufgrund unterschiedlicher Klimaverhältnisse. In milden Regionen wie dem Rheinland, der Pfalz oder dem Bodenseegebiet kann bereits ab Ende Februar mit der Aussaat begonnen werden, da hier die Böden früher erwärmen und Spätfröste seltener sind. In Mittelgebirgslagen wie dem Schwarzwald, der Eifel oder dem Harz sollte man eher bis April warten, da hier länger Frostgefahr besteht und die Bodenerwärmung verzögert einsetzt. Im Alpenvorland und in höheren Lagen kann die optimale Aussaatzeit sogar bis Mai reichen. Entscheidend ist nicht das Kalenderdatum, sondern die lokale Bodentemperatur von mindestens 8°C. Coastal Regionen an Nord- und Ostsee profitieren vom ausgeglichenen Meeresklima und können oft früher aussäen als kontinental geprägte Gebiete Ostdeutschlands. Erfahrene Gärtner orientieren sich an regionalen Wettermustern und lokalen Erfahrungswerten ihrer Nachbarn.
  19. Was unterscheidet das Säen von anderen Methoden wie Pflanzen oder Kultivieren?
    Das Säen unterscheidet sich grundlegend von anderen Vermehrungsmethoden durch die direkte Verwendung von Samen. Beim Säen werden die Schalerbsensamen direkt in die Erde gelegt, wo sie keimen und zu Pflanzen heranwachsen. Dies ist die natürlichste und kostengünstigste Methode der Vermehrung. Das Pflanzen hingegen bezeichnet das Einsetzen bereits vorgezogener Setzlinge oder Jungpflanzen in den Garten. Diese können selbst aus Samen gezogen oder gekauft worden sein. Kultivieren ist ein übergeordneter Begriff, der den gesamten Prozess der Pflanzenpflege vom Säen über das Wachstum bis zur Ernte umfasst. Beim Säen entstehen die Pflanzen direkt am endgültigen Standort und müssen nicht umgepflanzt werden, was Anpassungsstress vermeidet. Andere Vermehrungsmethoden wie Stecklinge oder Teilung sind bei Schalerbsen nicht möglich, da sie nur als einjährige Pflanzen aus Samen gezogen werden. Das Säen ermöglicht auch die größte Sortenvielfalt und ist die traditionelle Methode des Schalerbsenanbaus.
  20. Wie unterscheidet sich die Vorkultur von der direkten Aussaat im Freiland?
    Die Vorkultur und die direkte Aussaat im Freiland sind zwei unterschiedliche Anbaumethoden mit jeweiligen Vor- und Nachteilen. Bei der Vorkultur werden Schalerbsen zunächst in Töpfen, Anzuchtschalen oder im Gewächshaus vorgezogen und später als Setzlinge ins Freiland gepflanzt. Dies ermöglicht eine frühere Ernte, bessere Kontrolle der Wachstumsbedingungen und Schutz vor Schädlingen in der empfindlichen Keimphase. Der Nachteil ist der höhere Arbeitsaufwand und das Risiko von Wurzelschäden beim Umpflanzen. Die direkte Aussaat erfolgt hingegen direkt am endgültigen Standort im Garten. Die Samen werden in vorbereitete Rillen gelegt und keimen dort. Diese Methode ist unkomplizierter und stressfreier für die Pflanzen, da keine Umpflanzung nötig ist. Schalerbsen entwickeln bei direkter Aussaat oft kräftigere Wurzelsysteme. Die direkte Aussaat ist die traditionelle und meist erfolgreichere Methode für Schalerbsen, da sie Wurzelstörungen vermeidet und an die natürlichen Wachstumsbedingungen angepasst ist.
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