Anbau und Pflege von Genoveser Basilikum

Genoveser Basilikum: Das Herzstück der italienischen Küche

Genoveser Basilikum ist ein wesentlicher Bestandteil der italienischen Küche. Wie kultiviert man dieses aromatische Kraut im eigenen Garten?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Genoveser Basilikum stammt ursprünglich aus Indien
  • Aussaat ab April bei mindestens 20°C
  • Benötigt sonnigen Standort und nährstoffreichen Boden
  • Regelmäßiges Ernten fördert buschiges Wachstum

Was macht Genoveser Basilikum so besonders?

Genoveser Basilikum, auch als 'Basilico Genovese' bekannt, ist eine herausragende Basilikumsorte. Mit seinen großen, saftigen Blättern und dem intensiven, leicht pfeffrigen Aroma prägt es die ligurische Küche. Es ist unverzichtbar für ein authentisches Pesto alla Genovese.

Eine Reise durch die Zeit: Ursprung und Geschichte

Obwohl Basilikum oft mit Italien assoziiert wird, liegt sein Ursprung tatsächlich in Indien. Über Handelsrouten gelangte es nach Europa, wo es im milden Klima Liguriens gedeiht. Seit dem 19. Jahrhundert ist es dort fest verwurzelt und hat sich seinen Platz in der Küche und in den Herzen der Menschen gesichert.

Charakteristika und Verwendung

Genoveser Basilikum zeichnet sich durch seine großen, löffelförmigen Blätter und den intensiven Duft aus. Im Vergleich zu anderen Sorten ist sein Geschmack milder und weniger kampferartig. In der Küche ist es vielseitig einsetzbar: roh im Salat, als Zutat einer Margherita-Pizza oder natürlich als Hauptkomponente im berühmten Pesto. Achtung: Erhitzen zerstört das Aroma, daher immer erst kurz vor dem Servieren zugeben!

Vorbereitung zur Aussaat: Grundlagen für üppiges Wachstum

Für einen erfolgreichen Anbau von Genoveser Basilikum sollten einige Punkte beachtet werden. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für eine reiche Ernte.

Der richtige Zeitpunkt: Wann säen?

Basilikum ist wärmeliebend und frostempfindlich. Die optimale Zeit für die Aussaat ist ab Mitte April bis Ende Mai. Wer früher beginnen möchte, kann ab Februar auf der Fensterbank vorziehen. Wichtig: Die Bodentemperatur sollte mindestens 20°C betragen, sonst keimen die Samen nicht.

Was brauche ich? Die nötigen Materialien

Für die Aussaat benötigen Sie:

  • Aussaatschalen oder kleine Töpfe
  • Nährstoffarme Anzuchterde oder Kokoserde
  • Basilikumsamen (am besten Bio-Qualität)
  • Eine Sprühflasche zum Befeuchten
  • Eventuell Plastikfolie zum Abdecken

Standortwahl: Wo fühlt sich Basilikum wohl?

Genoveser Basilikum bevorzugt Sonne. Wählen Sie einen hellen, warmen Platz – idealerweise mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Im Freien eignet sich ein geschützter Standort, der vor starkem Wind und Regen schützt. Auf dem Balkon oder der Terrasse gedeiht das Kraut gut in Töpfen oder Kübeln.

Der Aussaatprozess: Von der Saat zum Sämling

Nun beginnt der spannende Teil: Das Einbringen der Samen in die Erde. Mit einigen Tipps gelingt die Aussaat problemlos.

Vorbereitung des Saatguts

Basilikumsamen sind Lichtkeimer und benötigen keine spezielle Vorbehandlung. Ein kurzes Einweichen in lauwarmem Wasser (etwa 12 Stunden) kann die Keimung beschleunigen. Danach die Samen vorsichtig abtrocknen lassen.

Aussaattechniken: Indoor vs. Outdoor

Indoor-Aussaat: Füllen Sie Aussaatschalen mit feuchter Anzuchterde. Streuen Sie die Samen dünn aus und drücken Sie sie leicht an. Nicht mit Erde bedecken! Mit Folie abdecken und an einen warmen Ort stellen.

Outdoor-Aussaat: Ab Mitte Mai können Sie direkt ins Freiland säen. Lockern Sie den Boden gut auf und rechen Sie ihn fein. Ziehen Sie flache Rillen und säen Sie die Samen dünn aus. Nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken!

Optimale Saattiefe und Abstand

Basilikumsamen werden nicht mit Erde bedeckt, sondern nur leicht angedrückt. Der Reihenabstand sollte etwa 20-30 cm betragen. In der Reihe können Sie die Samen zunächst dichter säen und später ausdünnen.

Keimbedingungen: Der Weg zum ersten Grün

Für eine erfolgreiche Keimung braucht Basilikum:

  • Temperatur: Konstant 20-25°C
  • Feuchtigkeit: Gleichmäßig feucht, aber nicht nass
  • Licht: Hell, aber kein direktes Sonnenlicht

Halten Sie die Aussaat mit einer Sprühflasche feucht. Nach 7-14 Tagen zeigen sich die ersten Keimblätter. Jetzt können Sie die Abdeckung entfernen und die Sämlinge ans direkte Sonnenlicht gewöhnen. Mit etwas Geduld und der richtigen Pflege werden Sie bald die ersten aromatischen Blätter ernten können. Buon appetito!

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Pflege der Keimlinge: Der Weg zum kräftigen Basilikum

Sobald die ersten zarten Basilikumblättchen aus der Erde lugen, beginnt die spannende Phase der Keimlingspflege. Hier entscheidet sich, ob aus den winzigen Pflänzchen kräftige Kräuter werden.

Bewässerung in der Keimphase

In dieser frühen Lebensphase sind die Basilikum-Keimlinge besonders empfindlich. Die Feuchtigkeit des Substrats muss konstant sein - nicht zu nass, aber auf keinen Fall zu trocken. Am besten befeuchten Sie die Erde vorsichtig von unten, indem Sie den Topf oder das Anzuchtgefäß in eine Schale mit Wasser stellen. So vermeiden Sie, dass die zarten Pflänzchen umknicken.

Belichtung und Temperaturmanagement

Basilikum-Keimlinge mögen viel Licht. Stellen Sie sie an einen hellen Ort, aber vermeiden Sie direkte Mittagssonne, die zu Verbrennungen führen kann. Eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius ist ideal. Nachts darf es etwas kühler sein, aber nicht unter 15 Grad fallen. Bei zu wenig Licht werden die Pflänzchen lang und spindelig - dann hilft nur eine zusätzliche Pflanzenlampe.

Pikieren und Umtopfen

Wenn die Keimlinge ihre ersten echten Blätter entwickelt haben, ist es Zeit fürs Pikieren. Vorsichtig werden die Pflänzchen in größere Töpfe umgesetzt. Dabei gilt: Lieber etwas tiefer als zu flach einpflanzen. So entwickeln sich kräftige Wurzeln. Beim Umtopfen ist Fingerspitzengefühl gefragt - am besten heben Sie die Keimlinge mit einem Pikierstab aus und fassen sie nur an den Blättern an.

Standortwahl und Auspflanzen: Wo sich Basilikum am wohlsten fühlt

Ideale Bodenbedingungen

Basilikum bevorzugt lockeren und nährstoffreichen Boden. Ein humushaltiger, gut durchlässiger Boden ist optimal. Wenn Sie im Garten pflanzen, arbeiten Sie vor dem Auspflanzen etwas reifen Kompost ein. In Töpfen verwenden Sie am besten eine hochwertige Kräutererde, gemischt mit etwas Sand für bessere Drainage.

Sonneneinstrahlung und Schattentoleranz

Basilikum gedeiht am besten in der Sonne, verträgt aber auch Halbschatten. Ein Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist optimal. In sehr heißen Regionen kann ein leichter Schatten am Nachmittag sogar von Vorteil sein, um Blattverbrennungen zu vermeiden.

Windschutz und Mikroklima

Obwohl Basilikum robust ist, mag es keinen starken Wind. Ein geschützter Standort, vielleicht in der Nähe einer Hauswand oder zwischen anderen Pflanzen, schafft ein günstiges Mikroklima. In windigen Gegenden kann ein Windschutz aus Fleece oder ein kleiner Zaun hilfreich sein.

Zeitpunkt und Technik des Auspflanzens

Frühestens Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, können Sie Ihr Basilikum ins Freie pflanzen. Wählen Sie einen bewölkten Tag oder den frühen Abend, um den Pflanzschock zu minimieren. Setzen Sie die Pflanzen im Abstand von etwa 20-25 cm. Gießen Sie nach dem Einpflanzen gründlich an und mulchen Sie den Boden leicht, um die Feuchtigkeit zu halten.

Regelmäßige Pflege: So bleibt Ihr Basilikum gesund und aromatisch

Bewässerungstechniken und -häufigkeit

Basilikum mag's feucht, aber nicht nass. Gießen Sie lieber seltener, dafür aber durchdringend. Morgens ist die beste Zeit zum Wässern, so haben die Blätter Zeit zu trocknen und Pilzerkrankungen werden vorgebeugt. In Töpfen ist die Gefahr der Austrocknung größer - hier müssen Sie eventuell täglich gießen, besonders an heißen Tagen.

Düngung (organisch vs. mineralisch)

Basilikum benötigt regelmäßige Nährstoffzufuhr für aromatische Blätter. Organische Dünger wie verdünnter Brennnesselsud oder Komposttee sind gut geeignet. Alle zwei Wochen eine Gabe reicht meist aus. Alternativ kann auch mineralischer Kräuterdünger verwendet werden, allerdings sollte man vorsichtig dosieren, um Überdüngung zu vermeiden.

Mulchen und Bodenbedeckung

Eine dünne Mulchschicht aus Grasschnitt oder zerkleinerten Blättern hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut. Achten Sie darauf, dass der Mulch nicht direkt an den Stängeln anliegt, um Fäulnis zu verhindern. Im Topf kann eine Schicht feiner Kies auf der Erde ähnliche Dienste leisten und sieht noch dazu dekorativ aus.

Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges, vorsichtiges Jäten hält unerwünschte Konkurrenz in Schach. Nutzen Sie dazu am besten die Hände oder kleine Handgeräte, um die empfindlichen Wurzeln des Basilikums nicht zu beschädigen. In Töpfen ist Unkraut meist kein großes Problem, aber auch hier sollten Sie gelegentlich nach unerwünschten Mitbewohnern Ausschau halten.

Mit diesen Pflegetipps steht einer reichen Basilikumernte nichts mehr im Wege. Denken Sie daran: Regelmäßiges Ernten fördert das buschige Wachstum und verhindert frühzeitiges Blühen. So haben Sie den ganzen Sommer über frisches, aromatisches Basilikum für Ihre Küche!

Ernte und Verwendung von Genoveser Basilikum

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte

Genoveser Basilikum ist erntereif, sobald die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind und mindestens sechs Blattpaare entwickelt haben. Das ist in der Regel sechs bis acht Wochen nach der Aussaat der Fall. Am besten erntet man die Blätter am frühen Morgen, nachdem der Tau getrocknet ist, aber bevor die Mittagshitze einsetzt. So sind die ätherischen Öle besonders konzentriert.

Erntetechniken für üppiges Wachstum

Um das Wachstum anzuregen, sollte man die Triebspitzen regelmäßig abzwicken. Dabei entfernt man die obersten zwei bis drei Blattpaare samt Stängel. So verzweigt sich die Pflanze und wird buschiger. Wichtig ist, immer oberhalb eines Blattpaares zu schneiden, damit neue Triebe nachwachsen können. Nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal ernten, sonst wird sie geschwächt.

Frische Blätter richtig aufbewahren

Frisch geerntete Basilikumblätter halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage. Am besten wickelt man sie locker in ein feuchtes Küchentuch und legt sie in eine Plastiktüte. So bleiben sie etwa eine Woche frisch. Alternativ kann man die Stängel wie einen Blumenstrauß in ein Glas Wasser stellen und bei Zimmertemperatur aufbewahren. Achtung: Basilikum ist kälteempfindlich, daher nicht unter 10°C lagern!

Basilikum trocknen und konservieren

Zum Trocknen bindet man kleine Sträuße und hängt sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Nach etwa zwei Wochen sind die Blätter knistrig trocken und können abgerebelt werden. Eine andere Methode ist das Einfrieren: Dafür die Blätter waschen, trocknen und portionsweise in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser oder Öl einfrieren. So hat man auch im Winter frischen Basilikumgeschmack.

Vielseitige Verwendung in der Küche

Genoveser Basilikum ist vielseitig in der Küche einsetzbar. Bekannt ist die Verwendung für Pesto alla Genovese. Aber auch in Salaten, auf Pizza, zu Pasta oder in Tomatensoßen entfaltet es sein Aroma. Tipp: Basilikum erst kurz vor dem Servieren zu warmen Gerichten geben, da Hitze das Aroma zerstört. Auch zu Erdbeeren oder in Limonaden sorgt es für eine überraschende Geschmacksnote.

Krankheiten und Schädlinge beim Basilikum

Pilzerkrankungen rechtzeitig erkennen

Eine häufige Pilzerkrankung bei Basilikum ist die Fusarium-Welke. Dabei verfärben sich die Blätter gelb und die Pflanze welkt trotz ausreichender Bewässerung. Vorbeugend hilft es, Basilikum nicht zu dicht zu pflanzen und für gute Luftzirkulation zu sorgen. Bei ersten Anzeichen befallene Pflanzen sofort entfernen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Bakterielle Infektionen im Blick behalten

Bakterielle Blattflecken können ebenfalls auftreten. Sie zeigen sich als dunkle, wässrige Flecken auf den Blättern. Um dem vorzubeugen, sollte man die Blätter beim Gießen nicht nass machen und für gute Drainage sorgen. Bei starkem Befall hilft nur das Entfernen der ganzen Pflanze.

Lästige Schädlinge bekämpfen

Zu den häufigsten Schädlingen zählen Blattläuse und Spinnmilben. Blattläuse saugen an den Blättern und hinterlassen klebrige Absonderungen. Spinnmilben erkennt man an feinen Gespinsten und gelblichen Verfärbungen der Blätter. Bei leichtem Befall können die Schädlinge mit einem starken Wasserstrahl abgespült werden. Natürliche Feinde wie Marienkäfer oder Florfliegen helfen ebenfalls.

Vorbeugende Maßnahmen treffen

Um Krankheiten und Schädlinge von vornherein fernzuhalten, ist es wichtig, die Pflanzen optimal zu pflegen. Dazu gehören:

  • Ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen
  • Gießen am Morgen, damit die Blätter über Tag abtrocknen können
  • Regelmäßiges Entfernen von welken Blättern
  • Verwendung von hochwertigem, krankheitsresistentem Saatgut
  • Fruchtwechsel im Garten, also nicht jedes Jahr Basilikum an derselben Stelle anbauen

Biologische und chemische Bekämpfung

Im Falle eines Befalls gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung. Biologische Methoden sind oft schonender und bei Basilikum als Küchenkraut vorzuziehen. Bewährt haben sich Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Knoblauch gegen Blattläuse. Gegen Pilzerkrankungen kann eine Spritzung mit verdünnter Magermilch helfen. Chemische Mittel sollten nur im äußersten Notfall und mit größter Vorsicht eingesetzt werden, da sie Rückstände hinterlassen können. Wichtig ist, immer die Wartezeit vor der Ernte einzuhalten.

Überwinterung und mehrjährige Kultur von Genoveser Basilikum

Obwohl Genoveser Basilikum eigentlich als einjährige Pflanze gilt, gibt es Möglichkeiten, sie über den Winter zu bringen und so länger zu genießen.

Indoor-Überwinterung: Sommergefühl im Winter

Für die Überwinterung drinnen eignet sich am besten ein heller, kühler Raum mit Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. Ein Wintergarten oder ein unbeheiztes Treppenhaus sind ideal. Stellen Sie die Pflanze ans Fenster, wo sie möglichst viel Licht bekommt.

Winterpflege: Zurückhaltung ist angesagt

Während der Wintermonate wächst das Basilikum kaum. Gießen Sie nur sparsam, wenn die Erde oberflächlich abgetrocknet ist. Auf Dünger können Sie in dieser Zeit verzichten. Entfernen Sie regelmäßig welke Blätter, um Schimmelbildung vorzubeugen.

Vorbereitung auf die neue Saison

Im späten Winter können Sie die Pflanze vorsichtig zurückschneiden und wieder etwas mehr gießen. Sobald neue Triebe erscheinen, ist es Zeit für eine Portion Flüssigdünger. So startet Ihr Basilikum kräftig in die neue Saison.

Vermehrung und Samenernte: Basilikum für die Zukunft

Stecklingsvermehrung: Unkompliziert und effektiv

Schneiden Sie 10-15 cm lange Triebspitzen ab und entfernen Sie die unteren Blätter. Stellen Sie die Stecklinge in ein Glas Wasser. Nach etwa zwei Wochen bilden sich Wurzeln. Dann können Sie die jungen Pflanzen in Töpfe mit nährstoffarmer Erde setzen.

Samenernte: Vorsorge für die nächste Saison

Lassen Sie einige Blütenstände ausreifen, bis sie braun werden. Schneiden Sie diese ab und hängen Sie sie kopfüber in einem Papierbeutel zum Trocknen auf. Nach ein paar Tagen fallen die Samen von selbst aus. Sieben Sie Spelzen und Blütenreste aus.

Saatgut richtig lagern

Bewahren Sie die Samen in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf. So bleiben sie bis zu fünf Jahre keimfähig. Beschriften Sie den Behälter mit Sorte und Datum.

Basilikum auf Balkon und Terrasse: Mediterranes Flair für zu Hause

Das richtige Gefäß: Auf die Größe kommt es an

Wählen Sie Töpfe mit mindestens 20 cm Durchmesser und guter Drainage. Terrakotta-Töpfe sind ideal, da sie Staunässe verhindern. Pro Topf sollten nicht mehr als drei Pflanzen stehen, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.

Besondere Pflege für Topfpflanzen

Topfbasilikum braucht mehr Aufmerksamkeit als Freilandpflanzen. Gießen Sie regelmäßig, lassen Sie aber keine Staunässe entstehen. Düngen Sie alle zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger. Drehen Sie den Topf gelegentlich, damit die Pflanze gleichmäßig wächst.

Überwinterung von Topfpflanzen

Topfbasilikum lässt sich leichter überwintern als Freilandpflanzen. Stellen Sie die Töpfe vor dem ersten Frost ins Haus. Ein kühler, heller Standort ist ideal. Reduzieren Sie Wassergaben und Düngung wie oben beschrieben.

Basilikum: Ein Kraut für alle Sinne

Genoveser Basilikum ist mehr als nur eine Pflanze - es ist ein Stück Lebensfreude. Mit seinem intensiven Aroma bereichert es nicht nur unsere Gerichte, sondern auch unsere Sinne. Die Pflege kann manchmal herausfordernd sein, aber der Lohn ist groß: frische Blätter für Pesto, Salate oder als Garnierung, wann immer Sie möchten.

Ob Sie nun einen großen Garten haben oder nur einen kleinen Balkon - Basilikum findet überall seinen Platz. Probieren Sie verschiedene Anbaumethoden aus, experimentieren Sie mit der Überwinterung oder ziehen Sie Ihre eigenen Pflanzen aus Samen. Jeder Erfolg wird Sie mit Stolz erfüllen und Ihr Essen bereichern.

Genießen Sie den Duft des Sommers das ganze Jahr über und lassen Sie sich von der Vielseitigkeit des Genoveser Basilikums überraschen. Ihre Küche - und Ihre Sinne - werden es zu schätzen wissen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was zeichnet Genoveser Basilikum gegenüber anderen Basilikumsorten aus?
    Genoveser Basilikum, auch Basilico Genovese genannt, unterscheidet sich durch seine charakteristischen großen, löffelförmigen Blätter und den intensiven, leicht pfeffrigen Duft von anderen Basilikumsorten. Im Geschmack ist es milder und weniger kampferartig als beispielsweise Thai-Basilikum. Die saftigen Blätter haben eine zarte Textur und ein ausgewogenes Aroma, das süßliche und würzige Noten perfekt kombiniert. Diese Sorte ist speziell für die ligurische Küche entwickelt und bildet die authentische Grundlage für das berühmte Pesto alla Genovese. Die Pflanze wächst buschiger als viele andere Basilikumvarianten und produziert kontinuierlich neue Blätter, wenn sie regelmäßig geerntet wird. Besonders charakteristisch ist die glänzende, dunkelgrüne Farbe der Blätter und ihr intensiver Duft, der bereits beim leichten Berühren freigesetzt wird. Diese Eigenschaften machen Genoveser Basilikum zur bevorzugten Wahl für traditionelle italienische Gerichte und unterscheiden es deutlich von anderen Basilikumarten wie dem kleinblättrigen griechischen Basilikum oder den violetten Ziersorten.
  2. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Genoveser Basilikum?
    Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Genoveser Basilikum liegt zwischen Mitte April und Ende Mai, wenn die Bodentemperatur konstant mindestens 20°C erreicht hat. Für eine frühere Anzucht kann ab Februar auf der warmen Fensterbank vorgezogen werden. Bei der Vorkultur im Haus sollte eine konstante Temperatur von 20-25°C gewährleistet sein. Die Direktsaat ins Freiland ist erst ab Mitte Mai ratsam, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Basilikum ist extrem frostempfindlich und reagiert bereits bei Temperaturen unter 10°C mit Wachstumsstillstand. Der Zeitpunkt richtet sich nach der regionalen Klimazone - in milden Weinbaugebieten kann früher gesät werden als in höheren Lagen. Wichtig ist, dass sowohl Boden- als auch Lufttemperatur stabil warm sind. Ein bewölkter Tag oder der frühe Abend eignet sich besonders gut für das Auspflanzen vorgezogener Sämlinge, da die Pflanzen dann weniger Stress durch direkte Sonneneinstrahlung erleiden. Die Keimung erfolgt bei optimalen Bedingungen bereits nach 7-14 Tagen.
  3. Welche Bodenbedingungen benötigt Basilico Genovese für optimales Wachstum?
    Basilico Genovese gedeiht am besten in lockerem, nährstoffreichem und gut durchlässigem Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Der Boden sollte humushaltig sein und eine gute Drainage aufweisen, um Staunässe zu vermeiden. Ideal ist eine Mischung aus Gartenerde und reifem Kompost, die sowohl Nährstoffe liefert als auch die Bodenstruktur verbessert. Schwere, lehmige Böden müssen mit Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, damit die empfindlichen Wurzeln ausreichend Sauerstoff erhalten. Die Bodentemperatur sollte konstant über 15°C liegen, optimal sind 18-22°C. Für den Topfanbau eignet sich hochwertige Kräutererde, die mit etwas Sand gemischt wird. Der Boden muss gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass sich Nässe staut. Vor der Pflanzung kann organisches Material wie Kompost oder gut verrotteter Mist eingearbeitet werden, um die Nährstoffversorgung zu optimieren. Basilikum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich und Schutz vor starkem Wind.
  4. Wie unterscheidet sich die Indoor-Aussaat von der Freiland-Aussaat bei Basilikum?
    Die Indoor-Aussaat ermöglicht eine frühere Anzucht ab Februar bei kontrollierten Bedingungen von 20-25°C. Aussaatschalen werden mit feuchter Anzuchterde gefüllt, die Samen dünn ausgestreut und nur leicht angedrückt, nicht mit Erde bedeckt. Die Abdeckung mit Folie schafft ein gleichmäßig feuchtes Mikroklima bis zur Keimung nach 7-14 Tagen. Danach benötigen die Sämlinge viel Licht, eventuell durch zusätzliche Pflanzenlampen. Das Pikieren in größere Töpfe erfolgt bei entwickelten echten Blättern. Bei der Freiland-Aussaat ab Mitte Mai wird der Boden gut aufgelockert und fein gerecht. Die Samen werden in flache Rillen gesät und leicht angedrückt. Der Reihenabstand beträgt 20-30 cm. Die Keimung dauert im Freien oft länger und ist wetterabhängig. Indoor-Pflanzen müssen vor dem Auspflanzen langsam abgehärtet werden, indem sie schrittweise an Außentemperaturen gewöhnt werden. Freiland-Aussaat ist direkter, aber risikoreicher bezüglich Witterungseinflüssen und bietet weniger Kontrolle über die Keimbedingungen.
  5. Warum ist die Bodentemperatur von 20°C bei der Basilikum-Aussaat wichtig?
    Die Bodentemperatur von mindestens 20°C ist entscheidend für die erfolgreiche Basilikum-Keimung, da die Samen tropischen Ursprungs sind und Wärme für die Aktivierung ihrer Keimungsprozesse benötigen. Unterhalb dieser Temperatur verlangsamt sich der Stoffwechsel der Samen drastisch oder kommt völlig zum Erliegen. Bei zu kühlen Bedingungen unter 15°C keimen die Samen oft gar nicht oder nur sehr unregelmäßig über einen langen Zeitraum. Die warme Bodentemperatur aktiviert die Enzyme, die für die Umwandlung der gespeicherten Nährstoffe im Samen verantwortlich sind. Zudem beugt sie Pilzinfektionen vor, da die Keimlinge bei optimaler Temperatur schneller und kräftiger wachsen. Kalte Böden begünstigen hingegen Fäulnisprozesse und schwächen die jungen Pflanzen. Die 20°C-Marke stellt sicher, dass die Keimung zügig und gleichmäßig erfolgt, typischerweise innerhalb von 7-14 Tagen. Diese Temperatur sollte nicht nur bei der Aussaat, sondern auch in den ersten Wachstumswochen konstant gehalten werden, um gesunde, widerstandsfähige Jungpflanzen zu entwickeln.
  6. Worin unterscheiden sich Genoveser Basilikum und andere mediterrane Kräuter im Anbau?
    Genoveser Basilikum ist deutlich wärmeliebender und frostempfindlicher als klassische mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano. Während diese mehrjährigen Kräuter Trockenheit und auch leichte Fröste vertragen, benötigt Basilikum kontinuierlich warme Temperaturen über 15°C und regelmäßige Wasserversorgung. Anders als die meist genügsamen mediterranen Sträucher braucht Basilikum nährstoffreichen Boden und regelmäßige Düngung. Typische mediterrane Kräuter bevorzugen trockene, karge Standorte und entwickeln bei Wassermangel intensivere Aromen, während Basilikum bei Trockenheit welkt und sein Wachstum einstellt. Die Überwinterung unterscheidet sich fundamental: Mediterrane Kräuter sind oft winterhart oder benötigen nur leichten Schutz, Basilikum hingegen stirbt bei den ersten Frösten ab und muss als einjährige Pflanze neu gezogen werden. Auch die Ernteweise variiert - während robuste mediterrane Kräuter auch größere Rückschnitte vertragen, reagiert Basilikum empfindlich und sollte nur zu einem Drittel geerntet werden. Die Anforderungen an Licht und Wärme sind bei Basilikum deutlich höher.
  7. Wie unterscheidet sich Ocimum basilicum von anderen Lippenblütlern in der Pflege?
    Ocimum basilicum zeigt als tropischer Vertreter der Lippenblütler deutlich höhere Wärmeansprüche als heimische Familienmitglieder wie Minze, Salbei oder Lavendel. Während die meisten Lippenblütler trockenheitsverträglich und winterhart sind, benötigt Basilikum konstante Feuchtigkeit und stirbt bei Frost ab. Die Pflege unterscheidet sich in der Wasserversorgung erheblich: Basilikum braucht regelmäßige, gleichmäßige Bewässerung, während andere Lippenblütler oft Trockenheit bevorzugen und bei zu viel Wasser Wurzelfäule entwickeln können. Bei der Nährstoffversorgung ist Basilikum anspruchsvoller und benötigt regelmäßige Düngung, während viele Verwandte in mageren Böden bessere Aromen entwickeln. Die charakteristischen ätherischen Öle werden bei Basilikum hauptsächlich in den Blättern gespeichert und sind hitzeempfindlich, während andere Lippenblütler ihre Öle oft in verholzten Pflanzenteilen einlagern. Auch die Vermehrung unterscheidet sich: Basilikum wird meist einjährig aus Samen gezogen, während andere oft durch Teilung oder Stecklinge vermehrt werden und mehrjährig kultiviert werden können.
  8. Welche Rolle spielen ätherische Öle bei der Basilikum-Ernte?
    Ätherische Öle sind das Herzstück des Basilikum-Aromas und erreichen ihre höchste Konzentration am frühen Morgen nach dem Trocknen des Taus, aber vor der intensiven Mittagssonne. Diese flüchtigen Verbindungen wie Linalool, Estragol und Eugenol bestimmen den charakteristischen Duft und Geschmack. Die Öle werden in speziellen Drüsenzellen der Blätter gespeichert und sind temperatur- und lichtempfindlich. Daher sollte die Ernte in den kühleren Morgenstunden erfolgen, wenn der Ölgehalt am höchsten ist. Intensive Sonneneinstrahlung und Hitze lassen die ätherischen Öle verdampfen und reduzieren das Aroma erheblich. Beim Ernten ist Vorsicht geboten, da mechanische Beschädigung zum sofortigen Verlust der Öle führt. Die Konzentration der ätherischen Öle ist in jungen, noch nicht blühenden Blättern am höchsten. Sobald die Pflanze zu blühen beginnt, verlagert sie ihre Energie in die Samenproduktion und reduziert die Ölproduktion in den Blättern. Regelmäßiges Entfernen der Blütenstände fördert daher die kontinuierliche Produktion aromatischer Blätter mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Genoveser Basilikum Saatgut kaufen?
    Qualitativ hochwertiges Genoveser Basilikum Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern wie samen.de, die sich auf erstklassiges Saatgut konzentrieren und umfassende Beratung bieten. Etablierte Gartencenter führen meist eine Auswahl verschiedener Basilikumsorten, wobei auf Bio-Qualität und Sortenreinheit zu achten ist. Online-Saatguthändler haben oft ein breiteres Sortiment und detaillierte Produktbeschreibungen, die bei der Auswahl helfen. Wichtig ist die Herkunft des Saatguts - italienische Züchter bieten oft besonders authentische Sorten. Samen.de als Spezialist für Gartenbedarf führt regelmäßig geprüftes Saatgut mit hoher Keimrate und sortenechten Eigenschaften. Bei der Auswahl sollten Sie auf Angaben zur Keimfähigkeit, zum Erntejahr und zur biologischen Erzeugung achten. Lokale Gärtnereien können ebenfalls gute Quellen sein, besonders wenn sie eigene Erfahrungen mit dem Anbau haben. Tauschbörsen und Saatgutfestivals bieten die Möglichkeit, seltene oder regional angepasste Sorten zu finden. Wichtig ist immer die sachgerechte Lagerung des Saatguts bis zur Aussaat.
  10. Worauf sollte man beim Online-Kauf von Basilikum-Samen achten?
    Beim Online-Kauf von Basilikum-Samen ist zunächst die Seriosität des Anbieters entscheidend - etablierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten meist geprüfte Qualität und fundierte Beratung. Achten Sie auf detaillierte Produktbeschreibungen mit Angaben zur Sorte, Herkunft und Keimfähigkeit. Das Erntejahr sollte aktuell sein, da Basilikumsamen bei sachgerechter Lagerung etwa 4-5 Jahre keimfähig bleiben, aber mit der Zeit an Qualität verlieren. Bio-Zertifizierung garantiert pestizidfreie Erzeugung und oft höhere Qualitätsstandards. Kundenbewertungen geben Aufschluss über praktische Erfahrungen mit Keimrate und Sortentreue. Die Verpackung sollte luftdicht und lichtgeschützt sein, um die Samen optimal zu erhalten. Prüfen Sie die Versandbedingungen - Samen sollten trocken und nicht extremen Temperaturen ausgesetzt transportiert werden. Seriöse Anbieter geben Aussaat- und Pflegehinweise sowie Informationen zur erwarteten Keimrate. Vergleichen Sie Preise, aber seien Sie bei auffällig günstigen Angeboten vorsichtig. Ein guter Kundenservice für Rückfragen und Beratung ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal seriöser Saatguthändler.
  11. Wie beeinflusst die Photoperiode das Wachstum von wärmeliebenden Pflanzen wie Basilikum?
    Die Photoperiode, also die Tageslichtdauer, beeinflusst Basilikum als Langtagspflanze erheblich in seinem Entwicklungszyklus. Bei zunehmender Tageslänge im Frühjahr und Sommer wird das vegetative Wachstum gefördert, was zur Bildung vieler aromatischer Blätter führt. Basilikum benötigt mindestens 12-14 Stunden Licht täglich für optimales Wachstum. Ab einer kritischen Tageslänge von etwa 14-16 Stunden wird die Blütenbildung eingeleitet, was für die Samenernte erwünscht, für die Blatternte aber kontraproduktiv ist. Die Lichtqualität spielt ebenfalls eine Rolle - das volle Spektrum des Sonnenlichts fördert die Bildung ätherischer Öle und die Entwicklung der charakteristischen Blattfarbe. Bei der Indoor-Kultivierung sollten künstliche Lichtquellen diese natürlichen Bedingungen nachahmen. Kurze Wintertage reduzieren das Wachstum drastisch, weshalb Überwinterung oft schwierig ist. Die Photoperiode beeinflusst auch die Produktion sekundärer Pflanzenstoffe - bei optimaler Beleuchtung entwickeln sich intensivere Aromen. Für kontinuierliche Blatternte sollte die Blütenbildung durch Entfernen der Blütenstände verhindert werden, um die vegetative Phase zu verlängern.
  12. Welche biochemischen Prozesse laufen bei Lichtkeimern während der Keimung ab?
    Bei Lichtkeimern wie Basilikum aktiviert rotes Licht (660-680 nm Wellenlänge) das Phytochrom-System, einen lichtempfindlichen Proteinrezeptor, der die Keimung einleitet. Dieses System wandelt die inaktive Pr-Form in die aktive Pfr-Form um, die als molekularer Schalter fungiert. Die Lichtaktivierung löst eine Kaskade enzymatischer Reaktionen aus, beginnend mit der Aktivierung von Alpha-Amylasen, die gespeicherte Stärke in verwertbare Zucker umwandeln. Gleichzeitig werden Proteasen aktiviert, die Speicherproteine in Aminosäuren aufspalteln. Die Zellatmung wird gesteigert, um Energie für das Streckungswachstum bereitzustellen. Gibberelline, wichtige Wachstumshormone, werden verstärkt produziert und fördern die Zellstreckung in Keimstängel und Wurzeln. Das Licht aktiviert auch die Chlorophyll-Biosynthese, weshalb die ersten Keimblätter bereits grün erscheinen. Ohne Lichteinwirkung bleiben diese biochemischen Prozesse blockiert, und der Keimling kann sich nicht entwickeln. Die optimale Lichtintensität und -qualität ist entscheidend - zu wenig Licht verzögert die Keimung, zu viel kann schädigen. Diese komplexen Prozesse erklären, warum Basilikumsamen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen.
  13. Wie wirkt sich die Nährstoffverfügbarkeit auf die Bildung von Aromastoffen aus?
    Die Nährstoffverfügbarkeit beeinflusst die Aromastoffe in Basilikum erheblich über verschiedene biochemische Pfade. Stickstoff fördert das Blattwachstum, kann aber bei Überversorgung die Konzentration ätherischer Öle verdünnen, da die Pflanze mehr Wasser einlagert. Ein ausgewogenes N-P-K-Verhältnis ist optimal - Phosphor unterstützt den Energiestoffwechsel und damit die Biosynthese der Aromaverbindungen. Kalium reguliert den Wasserhaushalt und stabilisiert die ätherischen Öle in den Blättern. Magnesium ist zentral für die Chlorophyll-Bildung und beeinflusst indirekt die Photosyntheseleistung, die wiederum Energie für die Aromaproduktion liefert. Mikronährstoffe wie Eisen, Zink und Mangan sind Cofaktoren wichtiger Enzyme im Sekundärstoffwechsel. Leichter Nährstoffmangel kann paradoxerweise die Aromakonzentration steigern, da die Pflanze vermehrt ätherische Öle als Stressantwort produziert. Überdüngung führt hingegen zu üppigem, aber geschmacksarmem Wachstum. Organische Dünger fördern durch langsame Nährstofffreisetzung eine gleichmäßige Aromaentwicklung. Die Bodenbiologie spielt eine wichtige Rolle bei der Nährstofftransformation und -aufnahme, weshalb humusreiche Böden oft aromatischere Kräuter hervorbringen.
  14. Welche Auswirkungen hat der circadiane Rhythmus auf einjährige Kräuter?
    Der circadiane Rhythmus steuert bei einjährigen Kräutern wie Basilikum fundamentale Lebensprozesse über einen 24-Stunden-Zyklus. Die Photosyntheserate erreicht mittags ihren Höhepunkt, während nachts Reparatur- und Wachstumsprozesse ablaufen. Die Spaltöffnungen (Stomata) öffnen sich morgens und schließen bei Hitze oder nachts, um Wasserverlust zu minimieren. Besonders interessant ist die rhythmische Produktion ätherischer Öle - bei Basilikum ist die Konzentration früh morgens am höchsten, was den optimalen Erntezeitpunkt erklärt. Hormonausschüttungen folgen ebenfalls dem Tagesrhythmus: Wachstumshormone werden verstärkt nachts produziert, während Stresshormone bei Lichteinwirkung aktiviert werden. Die Genexpression unterliegt circadianen Schwankungen - etwa 30% aller Pflanzengene zeigen rhythmische Aktivität. Störungen dieses Rhythmus durch künstliche Dauerlicht oder unregelmäßige Bewässerung können Stress verursachen und das Wachstum beeinträchtigen. Bei der Indoor-Kultivierung sollte ein natürlicher Hell-Dunkel-Rhythmus eingehalten werden. Der circadiane Rhythmus beeinflusst auch die Blütenbildung und Samenreife, wobei kritische Entwicklungsphasen oft zu bestimmten Tageszeiten eingeleitet werden.
  15. Wie lässt sich Basilikum erfolgreich im Urban Gardening integrieren?
    Basilikum eignet sich hervorragend für Urban Gardening durch seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Anbausysteme. Vertikale Gärten sind ideal - Pflanzenwände oder Hängetöpfe nutzen begrenzten Raum optimal und schaffen mediterrane Atmosphäre auf Balkonen oder Terrassen. In Hochbeeten entwickelt sich Basilikum prächtig, da die bessere Drainage Staunässe verhindert. Container-Gardening bietet Flexibilität - mobile Töpfe können je nach Sonnenverlauf umgestellt werden. Mischkulturen funktionieren gut mit Tomaten, da beide ähnliche Ansprüche haben und sich gegenseitig vor Schädlingen schützen. Basilikum passt perfekt in essbare Landschaften und Küchengärten, wo es sowohl funktional als auch dekorativ wirkt. Hydroponische Systeme ermöglichen ganzjährigen Anbau in Innenräumen mit kontrollierten Bedingungen. Für Gemeinschaftsgärten eignet sich Basilikum durch seinen hohen Ertrag und die beliebte Verwendung. Balkonkästen sollten mindestens 20 cm tief sein und gute Drainage haben. Die kompakten Wuchsformen vieler Genoveser Sorten sind ideal für kleine Räume. Urban Gardening mit Basilikum fördert die Biodiversität, da die Blüten Bienen und andere Bestäuber anziehen.
  16. Welche praktischen Methoden gibt es für die Basilikum-Anzucht auf kleinem Raum?
    Für kleine Räume eignen sich verschiedene platzsparende Anzuchtmethoden perfekt. Aussaatschalen auf der Fensterbank nutzen die verfügbare Fläche optimal - mehrere Schalen können gestapelt oder nebeneinander arrangiert werden. Mini-Gewächshäuser schaffen ideale Keimbedingungen und benötigen wenig Platz. Torftöpfe oder Kokostabs ermöglichen direkte Aussaat ohne späteres Umtopfen. Anzuchtsets mit vorportionierten Komponenten sind besonders praktisch für Anfänger. Hängende Systeme nutzen die vertikale Dimension - spezielle Hängetöpfe oder DIY-Lösungen aus Plastikflaschen. Stufenregale am Fenster schaffen mehrere Ebenen für die Anzucht. LED-Pflanzenlampen ermöglichen Indoor-Anzucht unabhängig von der Fensterausrichtung. Propagationsstationen mit integrierter Beleuchtung und Heizung sind professionelle Lösungen für kleinen Raum. Modulare Systeme lassen sich je nach Bedarf erweitern oder reduzieren. Mehrere Aussaatzeitpunkte im Abstand von 2-3 Wochen gewährleisten kontinuierliche Ernte. Kompakte Sorten wie 'Nano Compatto' oder 'Spicy Globe' sind speziell für begrenzte Platzverhältnisse gezüchtet und bleiben klein und buschig.
  17. Stimmt es, dass Basilikum bei zu viel Wasser automatisch eingeht?
    Ja, Basilikum ist sehr empfindlich gegenüber Staunässe und kann tatsächlich bei Überwässerung eingehen. Das liegt an der Anfälligkeit für Wurzelfäule, die durch verschiedene Pilzerreger wie Fusarium oder Pythium verursacht wird. Diese Pilze gedeihen in sauerstoffarmen, feuchten Bedingungen und greifen die empfindlichen Wurzeln an. Erste Anzeichen sind welkende Blätter trotz feuchter Erde, gelbliche Verfärbungen und ein muffiger Geruch aus dem Substrat. Die geschädigten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen, weshalb die Pflanze paradoxerweise verdurstet, obwohl sie in nasser Erde steht. Besonders anfällig sind Jungpflanzen und Keimlinge. Zur Vorbeugung ist gute Drainage essentiell - Töpfe brauchen Abzugslöcher, und Untersetzer sollten regelmäßig geleert werden. Der Boden sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen können. Lieber seltener, aber durchdringend gießen als täglich kleine Mengen. Lockere, gut durchlässige Substrate verhindern Wasserstau. Bei ersten Anzeichen von Wurzelfäule hilft oft nur noch die Rettung gesunder Triebe durch Stecklingsvermehrung, da die ursprüngliche Pflanze meist nicht mehr zu retten ist.
  18. Seit wann wird Basilikum in der italienischen Küche verwendet?
    Basilikum erreichte Italien vermutlich im 16. Jahrhundert über arabische Handelsrouten und etablierte sich zunächst in Süditalien. Die systematische kulinarische Verwendung entwickelte sich jedoch erst im 18. und 19. Jahrhundert, als italienische Köche begannen, das Kraut gezielt in regionalen Gerichten einzusetzen. Das berühmte Pesto alla Genovese entstand nachweislich erst im 19. Jahrhundert in Ligurien, obwohl ähnliche Kräuterpasten bereits früher bekannt waren. Die Kombination mit Tomaten etablierte sich parallel zur Verbreitung der Tomate in Europa - die klassische Margherita-Pizza mit Basilikum datiert erst aus dem späten 19. Jahrhundert. Regional unterschiedliche Basilikumsorten entwickelten sich durch jahrhundertelange Selektion italienischer Gärtner. Die Genoveser Sorte wurde speziell für das lokale Klima und den Geschmack optimiert. Basilikum war zunächst ein Luxusgewürz der Oberschicht und verbreitete sich erst allmählich in die Volksküche. Die intensive Kultivierung und züchterische Bearbeitung ab dem 19. Jahrhundert führte zu den heute bekannten italienischen Standardsorten. Erst mit der italienischen Auswanderungswelle Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die italienische Basilikum-Küche weltweit.
  19. Worin unterscheiden sich Königsbasilikum und andere Gewürzpflanzen in der Verwendung?
    Königsbasilikum (ein Synonym für Genoveser Basilikum) unterscheidet sich fundamental von anderen Gewürzpflanzen durch seine Hitzeempfindlichkeit - während Rosmarin, Thymian oder Oregano ihre Aromen beim Kochen intensivieren, verliert Basilikum seine ätherischen Öle bei Hitzeeinwirkung. Daher wird es meist roh oder erst kurz vor dem Servieren zu warmen Gerichten gegeben. Im Gegensatz zu holzigen Gewürzkräutern werden beim Basilikum nur die zarten Blätter verwendet, nie die Stängel. Die Verwendung ist vielseitiger als bei vielen anderen Kräutern - Basilikum funktioniert sowohl in herzhaften als auch in süßen Zubereitungen und sogar in Getränken. Während andere mediterrane Kräuter oft getrocknet verwendet werden, entfaltet Basilikum sein volles Aroma nur frisch. Die Kombination mit bestimmten Zutaten ist charakteristisch - Tomaten, Mozzarella und Olivenöl harmonieren perfekt mit Basilikum, während andere Gewürze oft universal einsetzbar sind. Basilikum hat eine kürzere Haltbarkeit als getrocknete Gewürze und muss entsprechend verarbeitet oder konserviert werden. Die Dosierung ist kritischer - zu viel Basilikum kann ein Gericht dominieren, während robuste Kräuter großzügiger verwendet werden können.
  20. Wie grenzt sich Basilicum von anderen Küchenkräutern im Geschmacksprofil ab?
    Basilicum (die lateinische Bezeichnung für Basilikum) hebt sich durch sein komplexes, vielschichtiges Aromaprofil deutlich von anderen Küchenkräutern ab. Das charakteristische Geschmacksbild kombiniert süßliche Grundnoten mit pfeffrig-würzigen Komponenten und einem Hauch von Anis oder Nelke. Diese Komplexität entsteht durch die spezielle Zusammensetzung ätherischer Öle, hauptsächlich Linalool, Estragol und Eugenol. Im Gegensatz zum monotonen Geschmack vieler anderer Kräuter entwickelt Basilikum verschiedene Geschmacksphasen - vom anfänglich süßlichen über den würzigen bis zum leicht bitteren Nachgeschmack. Die Intensität ist bemerkenswert hoch, aber gleichzeitig ausgewogen, ohne aufdringlich zu sein. Anders als erdige Kräuter wie Rosmarin oder Salbei wirkt Basilikum erfrischend und belebend. Die Textur der Blätter spielt ebenfalls eine Rolle - sie sind zarter als die meisten anderen Kräuter und verleihen Gerichten eine besondere Frische. Regional verschiedene Basilikumsorten zeigen Nuancierungen im Geschmacksprofil - Genoveser ist milder als Thai-Basilikum, aber würziger als Zitronenbasilikum. Diese geschmackliche Vielfalt macht Basilikum zu einem der vielseitigsten und beliebtesten Küchenkräuter weltweit.
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