Glockenpaprika richtig vorziehen: Vom Samen bis zur Ernte

Glockenpaprika: Der Weg zur perfekten Vorkultur

Die Vorkultur von Glockenpaprika ist der Schlüssel zum Erfolg. Hier erfahren Sie, wie Sie vom Samen bis zur robusten Jungpflanze vorgehen.

Paprika-Anbau: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aussaat ab Februar/März bei 20-25°C
  • Keimung dauert 1-3 Wochen
  • Pikieren bei 2-4 Blättern
  • Auspflanzen nach den Eisheiligen
  • Viel Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit nötig

Warum die Vorkultur für Glockenpaprika so wichtig ist

Glockenpaprika sind echte Wärmekünstler. Sie stammen ursprünglich aus tropischen Regionen und brauchen daher eine lange Wachstumsperiode und warme Temperaturen. In unseren Breiten ist eine Vorkultur unerlässlich, um den Pflanzen einen Vorsprung zu verschaffen.

Die Vorkultur beginnt oft schon im Februar oder März. So haben die Pflanzen genug Zeit, sich zu kräftigen Setzlingen zu entwickeln, bevor sie ins Freiland oder Gewächshaus kommen. Ohne Vorkultur würde die Saison für die Paprika schlichtweg zu kurz.

Der Anbauprozess im Überblick

Der Weg vom Samen zur erntereichen Paprikapflanze lässt sich grob in folgende Etappen unterteilen:

  • Aussaat in Anzuchterde
  • Keimung bei konstant warmen Temperaturen
  • Pikieren der Jungpflanzen
  • Pflege und Abhärtung der Setzlinge
  • Auspflanzen nach den Eisheiligen

Jeder dieser Schritte hat seine Tücken, aber keine Sorge: Mit ein bisschen Wissen und Geduld klappt's auch bei Ihnen mit der Paprika-Anzucht!

So bereiten Sie die Aussaat vor

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Timing ist beim Paprika-Anbau alles. Zu früh gesät, werden die Pflanzen zu groß, bevor sie ins Freiland können. Zu spät, und sie haben nicht genug Zeit zum Wachsen. Als Faustregel gilt: Säen Sie Ihre Glockenpaprika 8-10 Wochen vor dem geplanten Auspflanzdatum aus.

In der Regel bedeutet das eine Aussaat zwischen Mitte Februar und Anfang März. Bedenken Sie dabei, dass die Eisheiligen - der frühestmögliche Zeitpunkt fürs Auspflanzen - je nach Region zwischen dem 11. und 15. Mai liegen.

Das brauchen Sie für die Aussaat

Für eine erfolgreiche Paprika-Vorkultur benötigen Sie:

  • Aussaaterde oder Anzuchtsubstrat
  • Aussaatschalen oder kleine Töpfe
  • Paprikasamen
  • Plastikfolie oder Deckel zum Abdecken
  • Thermometer zur Temperaturkontrolle
  • Eventuell eine Heizmatte
  • Pflanzenetiketten und wasserfesten Stift

Ein heller, warmer Platz in der Wohnung ist ebenfalls wichtig. Fensterbänke eignen sich gut, solange es dort nicht zu kalt wird.

Welche Glockenpaprikasorten eignen sich?

Die Wahl der richtigen Sorte hängt von Ihren Vorlieben und den Anbaubedingungen ab. Einige beliebte Sorten sind:

  • 'California Wonder': Klassische, robuste Sorte mit großen Früchten
  • 'Yolo Wonder': Resistent gegen viele Krankheiten
  • 'New Ace F1': Früh reifend, gut für kühlere Regionen
  • 'Quadrato d'Asti Giallo': Gelbe Paprika mit süßem Geschmack

Achten Sie beim Kauf auf Saatgut, das für den Hausgarten geeignet ist. F1-Hybriden versprechen oft höhere Erträge, sind aber teurer.

So gelingt die Aussaat

Die richtige Aussaaterde ist entscheidend

Verwenden Sie für die Aussaat spezielle Anzuchterde oder selbst gemischtes, nährstoffarmes Substrat. Die Erde sollte locker und durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Torffreie Substrate sind eine umweltfreundliche Alternative.

Vor der Aussaat die Erde leicht anfeuchten, aber nicht zu nass machen. Eine zu feuchte Erde kann zu Schimmelbildung führen.

So säen Sie die Paprikasamen aus

Füllen Sie Ihre Aussaatgefäße bis etwa 1 cm unter den Rand mit Erde. Drücken Sie die Oberfläche leicht an. Legen Sie die Samen einzeln auf die Erde und bedecken Sie sie mit einer dünnen Erdschicht.

Paprikasamen sind Lichtkeimer, daher sollten sie nur leicht mit Erde bedeckt werden. Ein alter Gärtnertrick: Drücken Sie die Samen mit einem Bleistift in die Erde. So tief, wie der Bleistift breit ist, ist genau richtig.

Die optimale Aussaattiefe und der richtige Abstand

Die ideale Aussaattiefe für Paprikasamen beträgt etwa 0,5 bis 1 cm. Bei der Aussaat in Schalen halten Sie einen Abstand von etwa 3-5 cm zwischen den Samen ein. In einzelnen Töpfen können Sie 2-3 Samen pro Topf aussäen und später die schwächsten Keimlinge entfernen.

Erste Pflegemaßnahmen nach der Aussaat

Nach der Aussaat ist gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig. Decken Sie die Aussaatgefäße mit Plastikfolie oder einem Deckel ab, um die Feuchtigkeit zu halten. Stellen Sie die Gefäße an einen warmen Ort mit Temperaturen zwischen 20 und 25°C.

Kontrollieren Sie täglich die Feuchtigkeit und lüften Sie kurz, um Schimmelbildung vorzubeugen. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, entfernen Sie die Abdeckung und stellen die Gefäße an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Platz.

Mit diesen Grundlagen sind Sie bestens für den Start Ihrer Glockenpaprika-Anzucht gerüstet. Geduld und aufmerksame Pflege werden belohnt - bald schon können Sie sich über kräftige Jungpflanzen freuen, die den Grundstein für eine reiche Paprika-Ernte legen.

Keimung und frühe Wachstumsphase der Glockenpaprika

Die Keimung ist eine entscheidende Phase im Leben der Glockenpaprika. In dieser Zeit verwandelt sich der Samen in einen zarten Keimling, der die Grundlage für eine gesunde, ertragreiche Pflanze bildet. Doch wie schaffen wir die idealen Bedingungen für diesen Prozess?

Ideale Temperaturbedingungen

Glockenpaprika sind echte Wärmefans! Für eine optimale Keimung brauchen die Samen Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius. Kälter als 20 Grad sollte es auf keinen Fall sein, sonst streiken die Samen. In meinem Garten habe ich die besten Erfahrungen mit einer konstanten Temperatur von 25 Grad gemacht. Ein Trick aus der Praxis: Stellt die Aussaatschalen auf eine Heizmatte oder an einen warmen Ort wie die Heizung. Aber Vorsicht: Zu viel Hitze kann den Samen auch schaden.

Lichtbedarf während der Keimung

Interessanterweise sind Paprikasamen Dunkelkeimer. Das heißt, sie brauchen in der ersten Phase kein Licht zum Keimen. Deckt die Aussaatschalen also ruhig mit einer dunklen Folie ab. Sobald die ersten grünen Spitzen aus der Erde lugen, wird's aber Zeit für Licht - und zwar ordentlich! Paprikakeimlinge sind echte Sonnenanbeter. Stellt sie an einen hellen Ort oder verwendet Pflanzenlampen. Zu wenig Licht führt zu langen, dünnen Stängeln - das wollen wir nicht.

Feuchtigkeitsmanagement

Wasser ist Leben, das gilt auch für unsere Paprikasamen. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein, aber nicht nass. Staunässe ist der Todfeind jedes Keimlings! Ich empfehle, von unten zu gießen. Stellt die Aussaatschalen in flache Wasserbehälter und lasst die Erde das Wasser aufsaugen. So bleibt die Oberfläche trocken und Schimmel hat keine Chance. Ein alter Gärtnertrick: Bedeckt die Aussaat mit einer durchsichtigen Folie oder Glasscheibe. Das hält die Feuchtigkeit und schafft ein Mini-Gewächshaus-Klima.

Häufige Probleme und Lösungen in der Keimphase

Auch bei bester Pflege kann mal was schiefgehen. Hier die häufigsten Stolpersteine und wie ihr sie umschifft:

  • Samen keimen nicht: Meist ist's zu kalt oder zu nass. Überprüft die Temperatur und reduziert die Wassergaben.
  • Keimlinge fallen um: Das berüchtigte "Umfallen der Keimlinge" wird oft durch Pilze verursacht. Lüftet regelmäßig und verwendet sterile Aussaaterde.
  • Lange, dünne Stängel: Ein klares Zeichen für Lichtmangel. Ab an die Sonne mit den Kleinen!
  • Blätter werden gelb: Könnte an Nährstoffmangel liegen. Aber Vorsicht mit dem Düngen - weniger ist oft mehr bei jungen Pflanzen.

Pikieren der Jungpflanzen - Der große Umzug

Irgendwann wird's eng in der Kinderstube. Zeit fürs Pikieren! Dabei werden die Jungpflanzen in größere Töpfe umgesetzt. Das fördert die Wurzelbildung und gibt den Pflanzen mehr Platz zum Wachsen.

Richtiger Zeitpunkt zum Pikieren

Timing ist alles! Der beste Moment zum Pikieren ist gekommen, wenn die Keimlinge ihre ersten echten Blätter entwickelt haben. Das sind die, die nach den Keimblättern kommen und schon wie richtige Paprikablätter aussehen. Bei mir ist das meist 2-3 Wochen nach der Aussaat der Fall. Aber keine Panik, wenn's mal ein paar Tage länger dauert - jede Pflanze hat ihr eigenes Tempo.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Pikieren

Pikieren klingt komplizierter als es ist. Hier meine bewährte Methode:

  1. Bereitet größere Töpfe (etwa 8-10 cm Durchmesser) mit frischer, nährstoffarmer Anzuchterde vor.
  2. Wässert die Keimlinge leicht, damit sich die Wurzeln leichter lösen.
  3. Hebt die Pflänzchen vorsichtig mit einem Pikierstab oder Löffel aus. Fasst sie dabei an den Keimblättern an, nicht am empfindlichen Stängel.
  4. Macht ein Loch in die neue Erde und setzt den Keimling bis zu den Keimblättern ein. Ja, ihr lest richtig - tiefer als vorher!
  5. Drückt die Erde sanft an und gießt vorsichtig an.

Ein Tipp aus der Praxis: Ich pikiere immer abends. So haben die Pflänzchen eine Nacht Zeit, sich vom Stress zu erholen, bevor die Sonne wieder knallt.

Pflege nach dem Pikieren

Nach dem Umzug brauchen die Jungpflanzen besondere Aufmerksamkeit. Hier ein paar Tipps für die erste Zeit:

  • Haltet die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass.
  • Stellt die Töpfe an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Ort. Direkte Mittagssonne kann noch zu viel sein.
  • Dreht die Töpfe regelmäßig, damit die Pflanzen gleichmäßig wachsen.
  • Nach etwa einer Woche könnt ihr mit einer leichten Düngung beginnen. Ich schwöre auf verdünnten Bio-Flüssigdünger.

Pflege der Jungpflanzen - Auf dem Weg zur Ernte

Jetzt heißt es: Geduld und gute Pflege. In den nächsten Wochen legt ihr den Grundstein für eine reiche Paprikaernte.

Optimale Lichtverhältnisse

Licht ist der Motor des Wachstums. Paprikapflanzen brauchen viel davon, mindestens 12-14 Stunden täglich. Ein sonniger Fensterplatz nach Süden ist ideal. Reicht das natürliche Licht nicht aus, könnt ihr mit Pflanzenlampen nachhelfen. Ich habe gute Erfahrungen mit LED-Grow-Lights gemacht. Sie verbrauchen wenig Strom und werden nicht so heiß.

Temperaturmanagement

Paprika mögen's warm, aber nicht heiß. Tagsüber sollten die Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad liegen, nachts dürfen sie auf 16-18 Grad absinken. Diese Temperaturschwankungen fördern ein kompaktes Wachstum. Zu viel Hitze führt zu langen, instabilen Trieben. Ein Tipp aus meinem Garten: An heißen Tagen stelle ich Schalen mit Wasser zwischen die Töpfe. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und kühlt die Umgebung leicht ab.

Bewässerung und Feuchtigkeit

Gleichmäßige Feuchtigkeit ist das A und O. Lasst die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, aber nie völlig austrocknen. Gießt lieber seltener, dafür gründlich. Staunässe ist Gift für die Wurzeln! Ein Trick, den ich von meiner Oma gelernt habe: Steckt einen Holzspieß in die Erde. Wenn er beim Herausziehen feucht ist, muss nicht gegossen werden.

Düngung in der Wachstumsphase

Ab jetzt brauchen die Pflanzen regelmäßig Nährstoffe. Ich dünge alle zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger, verdünnt auf die Hälfte der empfohlenen Dosis. Überdüngung führt zu viel Blattmasse und wenig Früchten - das wollen wir nicht! Ein ausgeglichenes NPK-Verhältnis von 5-5-5 oder 7-7-7 hat sich bei mir bewährt.

Beobachtet eure Pflanzen genau. Gelbe Blätter können auf Stickstoffmangel hindeuten, violette Verfärbungen auf Phosphormangel. Aber Vorsicht: Manchmal sind solche Verfärbungen auch Zeichen von Über- statt Unterdüngung.

Mit diesen Tipps habt ihr gute Chancen, kräftige, gesunde Paprikapflanzen heranzuziehen. Denkt dran: Jede Pflanze ist ein Individuum. Was bei der einen funktioniert, muss bei der anderen nicht klappen. Experimentiert, beobachtet und lernt von euren Pflanzen. So werdet ihr Jahr für Jahr besser und könnt euch bald über prächtige Glockenpaprika freuen. Viel Spaß beim Gärtnern!

Abhärtung der Glockenpaprika-Pflanzen: Der Weg ins Freiland

Bevor Ihre Glockenpaprika-Pflanzen ins Freiland oder Gewächshaus umziehen, müssen sie abgehärtet werden. Dieser Prozess ist entscheidend für die Widerstandsfähigkeit und das Überleben der Pflanzen in ihrer neuen Umgebung.

Warum ist die Abhärtungsphase so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie würden von einem gemütlichen, warmen Wohnzimmer direkt in eine kalte Winterlandschaft geschickt - genauso fühlen sich Ihre Paprikapflanzen, wenn sie ohne Vorbereitung ins Freie kommen. Die Abhärtung hilft den Pflanzen, sich langsam an die rauen Außenbedingungen zu gewöhnen.

Schrittweise Anpassung an die Außenwelt

Beginnen Sie etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen mit der Abhärtung. Hier ein bewährter Fahrplan:

  • Tag 1-3: Stellen Sie die Pflanzen für 2-3 Stunden an einen geschützten Platz im Freien.
  • Tag 4-7: Verlängern Sie die Außenzeit auf 4-6 Stunden.
  • Tag 8-10: Die Pflanzen dürfen nun den ganzen Tag draußen bleiben, kommen aber nachts noch rein.
  • Tag 11-14: Jetzt können die Paprikapflanzen auch nachts draußen bleiben, sofern kein Frost droht.

Achten Sie darauf, dass die Pflanzen während dieser Zeit nicht austrocknen. Ein windgeschützter, halbschattiger Platz ist ideal für den Start.

Dauer und Methoden der Abhärtung

Die Abhärtung dauert in der Regel 10-14 Tage. Neben der schrittweisen Verlängerung der Außenzeiten gibt es noch weitere Tricks:

  • Reduzieren Sie die Wassergaben leicht, um die Pflanzen etwas zu stressen und widerstandsfähiger zu machen.
  • Fahren Sie mit der Hand sanft über die Pflanzen, um sie an Wind zu gewöhnen.
  • Stellen Sie einen Ventilator in der Nähe auf, um die Luftbewegung zu simulieren.

Mit diesen Maßnahmen machen Sie Ihre Glockenpaprika fit für den Garten!

Auspflanzen der Glockenpaprika: Endlich raus ins Grüne!

Der richtige Zeitpunkt fürs Auspflanzen

Glockenpaprika sind echte Wärmefans. Pflanzen Sie sie erst nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, ins Freiland. Die Nachttemperaturen sollten dauerhaft über 10°C liegen. Im Gewächshaus können Sie schon etwas früher starten.

Vorbereitung des Pflanzortes

Wählen Sie einen sonnigen, windgeschützten Platz. Paprika mögen's warm! Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein. Graben Sie großzügig Kompost unter - Ihre Paprika werden es Ihnen danken.

Tipp aus meinem Garten: Ich mische immer eine Handvoll Hornspäne in jedes Pflanzloch. Das gibt den Paprika einen guten Start.

So pflanzen Sie Ihre Glockenpaprika richtig

  • Pflanzabstand: 40-50 cm zwischen den Pflanzen, 60-70 cm zwischen den Reihen.
  • Pflanztiefe: Etwas tiefer als im Topf, bis zum ersten Blattpaar.
  • Gießen Sie die Pflanzen vor dem Umsetzen gut an.
  • Drücken Sie die Erde vorsichtig an und wässern Sie gründlich.

Erste Pflegemaßnahmen nach dem Auspflanzen

In den ersten Tagen nach dem Auspflanzen brauchen Ihre Glockenpaprika besondere Aufmerksamkeit:

  • Gießen Sie regelmäßig, aber nicht zu viel. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein.
  • Schützen Sie die Pflanzen bei Bedarf mit Vlies vor Kälte oder starker Sonne.
  • Beobachten Sie die Pflanzen genau auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten.

Mit etwas Glück und der richtigen Pflege werden Sie bald die ersten Blüten an Ihren Paprikapflanzen entdecken!

Weiterführende Pflege: So gedeihen Ihre Glockenpaprika prächtig

Regelmäßige Bewässerung: Der Schlüssel zum Erfolg

Glockenpaprika haben einen hohen Wasserbedarf, besonders während der Blüte und Fruchtbildung. Gießen Sie regelmäßig und durchdringend, am besten morgens. Vermeiden Sie Staunässe - das mögen die Pflanzen gar nicht.

Ein kleiner Trick aus meiner Gärtnererfahrung: Stecken Sie Ihren Finger in die Erde. Ist sie in 2-3 cm Tiefe trocken, ist es Zeit zum Gießen.

Düngung während der Wachstumsperiode

Paprika sind echte Nährstoffzehrer. Düngen Sie alle 2-3 Wochen mit einem organischen Gemüsedünger oder verdünnter Brennnesseljauche. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Kaliumversorgung für eine gute Fruchtbildung.

Achtung: Zu viel Stickstoff fördert zwar üppiges Blattwachstum, kann aber die Fruchtbildung beeinträchtigen.

Stützen und Aufbinden der Pflanzen

Glockenpaprika können bei guter Pflege recht groß und schwer werden. Unterstützen Sie die Pflanzen rechtzeitig:

  • Stecken Sie bei der Pflanzung einen stabilen Stab neben jede Pflanze.
  • Binden Sie die Haupttriebe locker mit Bast oder weichen Schnüren an.
  • Entfernen Sie regelmäßig Seitentriebe in den Blattachseln.

Mit diesen Pflegetipps sind Sie auf dem besten Weg zu einer reichen Glockenpaprika-Ernte. Denken Sie daran: Geduld und Aufmerksamkeit sind die besten Gärtnerfreunde. Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und reagieren Sie prompt auf Veränderungen. So werden Sie bald stolz Ihre eigenen, knackigen Glockenpaprika ernten können!

Krankheiten und Schädlinge bei Glockenpaprika

Glockenpaprika sind zwar recht robuste Pflanzen, können aber dennoch von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Hier ein Überblick über häufige Probleme und wie man ihnen begegnet:

Häufige Probleme bei Glockenpaprika

  • Grauschimmel: Tritt besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Erkennbar an grauem, pelzigem Belag auf Blättern und Früchten.
  • Echter Mehltau: Zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern.
  • Blattläuse: Saugen an jungen Trieben und Blättern, was zu Wachstumsstörungen führt.
  • Spinnmilben: Verursachen feine Gespinste und gelbliche Verfärbungen auf den Blättern.
  • Fruchtfäule: Braune, weiche Stellen an den Früchten, oft an der Blütenansatzstelle.

Präventive Maßnahmen

Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen. Hier einige Tipps, um Krankheiten und Schädlinge von vornherein fernzuhalten:

  • Achten Sie auf gute Bodendurchlüftung und vermeiden Sie Staunässe.
  • Halten Sie einen ausreichenden Pflanzabstand ein, um Luftzirkulation zu gewährleisten.
  • Entfernen Sie regelmäßig welke oder kranke Pflanzenteile.
  • Wässern Sie möglichst am Boden und nicht über die Blätter.
  • Fördern Sie Nützlinge im Garten, z.B. durch Blühstreifen oder Insektenhotels.

Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden

Sollte es trotz Vorbeugung zu einem Befall kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung:

Biologische Methoden:

  • Gegen Blattläuse: Einsatz von Marienkäfern oder Florfliegenlarven
  • Bei Spinnmilben: Raubmilben als natürliche Feinde
  • Neem-Öl als natürliches Pflanzenschutzmittel gegen verschiedene Schädlinge
  • Knoblauch-Jauche zur Stärkung der Pflanzen und als Abwehrmittel

Chemische Methoden:

Greifen Sie nur im Notfall auf chemische Mittel zurück. Wählen Sie möglichst umweltschonende Produkte und beachten Sie die Anwendungshinweise genau.

Ernte und Lagerung von Glockenpaprika

Anzeichen für Erntereife

Die richtige Ernte ist entscheidend für Geschmack und Haltbarkeit. Folgende Anzeichen deuten auf Erntereife hin:

  • Die Früchte haben ihre sortentypische Größe erreicht.
  • Die Farbe ist je nach Sorte voll ausgeprägt (grün, gelb, rot, orange).
  • Die Schale fühlt sich fest und glänzend an.
  • Ein leichter Druck mit dem Daumen hinterlässt keine Delle.

Erntetechniken

Bei der Ernte von Glockenpaprika sollten Sie behutsam vorgehen:

  • Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere oder ein Messer.
  • Schneiden Sie den Stiel etwa 2 cm über dem Fruchtansatz ab.
  • Vermeiden Sie Verletzungen an der Frucht und an benachbarten Pflanzenteilen.
  • Ernten Sie am besten am Morgen, wenn die Pflanzen noch turgeszent sind.

Lagerung und Haltbarkeit

Frisch geerntete Glockenpaprika halten sich bei richtiger Lagerung recht lange:

  • Im Kühlschrank bei etwa 7-10°C bis zu zwei Wochen
  • Bei Zimmertemperatur etwa 3-5 Tage
  • Nicht waschen vor der Lagerung, erst kurz vor dem Verzehr
  • In Plastiktüten oder -behältern mit Luftlöchern aufbewahren

Tipp: Überschüssige Ernte können Sie auch einfrieren oder zu Paprikapulver verarbeiten.

Glockenpaprika: Ein lohnenswertes Abenteuer für Hobbygärtner

Die Anzucht von Glockenpaprika mag auf den ersten Blick herausfordernd erscheinen, aber mit den richtigen Techniken und etwas Geduld können Sie eine reiche Ernte einfahren. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat, idealerweise im Februar oder März.
  • Achten Sie auf optimale Wachstumsbedingungen: ausreichend Licht, Wärme und Feuchtigkeit.
  • Pikieren Sie die Jungpflanzen rechtzeitig und härten Sie sie vor dem Auspflanzen ab.
  • Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge.
  • Ernten Sie die Früchte im richtigen Reifestadium für besten Geschmack.

Der Anbau von Glockenpaprika ist nicht nur eine Bereicherung für Ihren Garten, sondern auch für Ihre Küche. Die selbst gezogenen Früchte schmecken einfach besser und Sie wissen genau, wie sie angebaut wurden. Also, trauen Sie sich an dieses lohnende Gartenprojekt heran – Ihre Mühe wird mit knackigen, aromatischen Paprika belohnt werden. Viel Erfolg und guten Appetit!

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