Hülsenfrüchte im Hochbeet: Erfolgreich anbauen

Hülsenfrüchte im Hochbeet: Ein Garten voller Proteine

Entdecken Sie die Vielfalt und Vorteile des Anbaus von Hülsenfrüchten im Hochbeet. Von der Vorbereitung bis zur Ernte – hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hülsenfrüchte sind eiweißreiche Pflanzen mit Stickstoff bindenden Eigenschaften
  • Hochbeete bieten optimale Bedingungen für den Anbau von Bohnen, Erbsen und Co.
  • Richtige Vorbereitung und Pflege sind entscheidend für eine erfolgreiche Ernte

Was sind Hülsenfrüchte?

Hülsenfrüchte, auch als Leguminosen bekannt, sind eine faszinierende Pflanzenfamilie. Zu ihr gehören Bohnen, Erbsen, Linsen und Kichererbsen – allesamt wahre Proteinbomben für unsere Ernährung. Aber das ist noch längst nicht alles, was diese Pflanzen so besonders macht.

Ein einzigartiges Merkmal der Hülsenfrüchte ist ihre Fähigkeit, in Symbiose mit Knöllchenbakterien zu leben. Diese Mikroorganismen siedeln sich an den Wurzeln an und können Luftstickstoff binden. Das macht Hülsenfrüchte zu echten Bodenverbesserern!

Apropos Boden: Neulich hab ich beim Umgraben meines Gartens mal wieder gestaunt, wie locker die Erde dort war, wo im letzten Jahr Bohnen standen. Das zeigt, wie wertvoll diese Pflanzen für die Bodenstruktur sind.

Vorteile des Anbaus im Hochbeet

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Warum ausgerechnet im Hochbeet? Na, da gibt's 'ne Menge guter Gründe für!

  • Optimale Bodenbedingungen: Im Hochbeet habt ihr die volle Kontrolle über die Bodenzusammensetzung. Ihr könnt den Boden genau so vorbereiten, wie ihn die Hülsenfrüchte am liebsten mögen: locker, humusreich und gut drainiert.
  • Frühere Ernte: Die Erde im Hochbeet erwärmt sich im Frühjahr schneller. Das bedeutet, ihr könnt früher aussäen und erntet dementsprechend auch eher.
  • Bessere Pflege: Dank der erhöhten Position müsst ihr euch nicht so tief bücken. Das schont den Rücken und macht die Pflege zum Kinderspiel.
  • Schutz vor Schädlingen: Viele Bodenschädlinge haben's schwerer, in ein Hochbeet einzudringen. Das kann euch so manchen Ärger ersparen.

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Hochbeet. Die Bohnen wuchsen wie verrückt und ich konnte kaum glauben, wie viel einfacher die Ernte war. Kein Vergleich zum Bücken und Kriechen im normalen Beet!

Vorbereitung des Hochbeets

Standortwahl

Bevor ihr loslegt, müsst ihr euch Gedanken über den richtigen Standort machen. Hülsenfrüchte sind echte Sonnenanbeter. Sie brauchen mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung am Tag. Also, sucht euch ein schönes Plätzchen, wo eure Pflanzen so richtig die Sonne genießen können.

Aber Vorsicht: Zu viel des Guten ist auch nicht gut. An sehr heißen Tagen kann es sinnvoll sein, etwas Schatten zu spenden, besonders in der Mittagshitze. Ein alter Trick von mir: Ich spanne manchmal ein leichtes Tuch über das Beet, wenn die Sonne gar zu unbarmherzig brennt.

Bodenvorbereitung

Jetzt wird's dreckig – aber im positiven Sinne! Die Bodenvorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Hülsenfrüchte mögen's locker und luftig. Mischt eure Hochbeeterde am besten aus:

  • 1/3 Kompost
  • 1/3 gute Gartenerde
  • 1/3 Sand oder feiner Kies für die Drainage

Wenn ihr Zugang zu abgelagertem Pferdemist habt – umso besser! Der enthält viele Nährstoffe und lockert den Boden zusätzlich auf. Aber Vorsicht: Frischer Mist kann die zarten Wurzeln verbrennen.

Ich mische immer noch eine Handvoll Hornspäne unter. Die setzen langsam Stickstoff frei und versorgen die Pflanzen über die ganze Saison.

Nährstoffversorgung

Hülsenfrüchte sind wahre Selbstversorger, was Stickstoff angeht. Dank ihrer Symbiose mit den Knöllchenbakterien können sie sich den Stickstoff aus der Luft holen. Clever, oder? Trotzdem brauchen sie andere Nährstoffe:

  • Phosphor: Fördert die Wurzelbildung und Blütenentwicklung
  • Kalium: Wichtig für die Fruchtbildung und Widerstandsfähigkeit
  • Magnesium: Unterstützt die Photosynthese

Ein ausgewogener organischer Dünger kann hier Wunder wirken. Aber übertreibt es nicht – zu viel Stickstoff führt zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Früchte.

Übrigens, ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Gießt eure Hülsenfrüchte immer am Boden, nicht von oben. Nasse Blätter laden Pilzkrankheiten geradezu ein!

Auswahl der Hülsenfrüchte

Geeignete Arten für das Hochbeet

Im Hochbeet könnt ihr eine Vielzahl von Hülsenfrüchten anbauen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Buschbohnen: Ideal für kleinere Hochbeete, da sie keine Rankhilfen benötigen
  • Stangenbohnen: Brauchen mehr Platz, liefern aber höhere Erträge
  • Erbsen: Frühe Aussaat möglich, lieben kühles Wetter
  • Zuckererbsen: Lecker und dekorativ zugleich
  • Linsen: Etwas anspruchsvoller, aber definitiv einen Versuch wert
  • Kichererbsen: Mögen es warm und sonnig

Mein persönlicher Favorit sind die Stangenbohnen 'Blauhilde'. Die violetten Hülsen sehen nicht nur toll aus, sie schmecken auch hervorragend und werden beim Kochen schön grün.

Sortenwahl

Bei der Sortenwahl solltet ihr auf mehrere Faktoren achten:

  • Wuchsform: Passt die Sorte zu eurem Hochbeet?
  • Reifezeit: Früh-, mittel- oder spätreifend?
  • Resistenzen: Achtet auf krankheitsresistente Sorten
  • Geschmack: Ja, auch der spielt eine Rolle!

Es lohnt sich, verschiedene Sorten auszuprobieren. Jeder Garten ist anders, und was bei mir super funktioniert, muss bei euch nicht unbedingt genauso gut klappen.

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Notiert euch, welche Sorten ihr anbaut und wie sie sich entwickeln. So findet ihr Jahr für Jahr heraus, was in eurem Hochbeet am besten gedeiht.

Aussaat und Pflanzung

Optimaler Zeitpunkt

Timing ist beim Gärtnern alles – das gilt auch für Hülsenfrüchte. Der optimale Aussaatzeitpunkt hängt von der Art ab:

  • Erbsen: Ab März, sobald der Boden bearbeitbar ist
  • Bohnen: Ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr drohen
  • Linsen und Kichererbsen: Ende April bis Anfang Mai

Im Hochbeet könnt ihr oft etwas früher starten, da sich der Boden schneller erwärmt. Aber Vorsicht: Ein später Frost kann die zarten Keimlinge zerstören. Im Zweifelsfall lieber etwas warten oder Vlies bereithalten.

Ich erinnere mich noch gut an das Jahr, als ich zu ungeduldig war und meine Bohnen zu früh ausgesät habe. Eine kalte Nacht – und weg waren sie. Seitdem warte ich lieber ein paar Tage länger.

Aussaatmethoden

Es gibt verschiedene Methoden, Hülsenfrüchte auszusäen:

  • Direktsaat: Die Samen kommen direkt ins Beet. Das funktioniert gut bei Bohnen und Erbsen.
  • Vorkultur: Besonders bei empfindlichen Arten wie Kichererbsen kann eine Vorkultur in Töpfen sinnvoll sein.

Bei der Direktsaat drückt ihr die Samen etwa doppelt so tief in die Erde, wie sie groß sind. Bei Bohnen also etwa 2-3 cm tief. Erbsen mögen es etwas tiefer, etwa 3-5 cm.

Ein alter Gärtnertrick: Legt die Samen über Nacht in lauwarmes Wasser. Das beschleunigt die Keimung. Aber Vorsicht, nicht länger als 12 Stunden, sonst fangen sie an zu faulen.

Pflanzabstände

Auch wenn's verlockend ist, alles vollzupflanzen – gebt euren Hülsenfrüchten genug Platz zum Wachsen. Hier einige Richtwerte:

  • Buschbohnen: 30-40 cm zwischen den Reihen, 5-10 cm in der Reihe
  • Stangenbohnen: 50-60 cm zwischen den Reihen, 15-20 cm in der Reihe
  • Erbsen: 40-50 cm zwischen den Reihen, 5 cm in der Reihe

Bei Stangenbohnen und hochwachsenden Erbsen denkt daran, Rankhilfen einzuplanen. Ich verwende gerne Bambusstangen, die ich zu Tipis zusammenbinde. Das sieht nicht nur schön aus, sondern spart auch Platz.

Übrigens, ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Sät nicht alle Samen auf einmal aus. Wenn ihr alle zwei Wochen eine neue Reihe sät, habt ihr über einen längeren Zeitraum frische Hülsenfrüchte.

So, jetzt wisst ihr alles Wichtige über den Anbau von Hülsenfrüchten im Hochbeet. Mit etwas Geduld und Pflege werdet ihr bald eure eigene Ernte genießen können. Und glaubt mir, nichts schmeckt besser als selbst gezogene Bohnen oder Erbsen! Also, ran an die Gartenarbeit und viel Spaß beim Anbauen!

Pflege der Hülsenfrüchte im Hochbeet

Bei der Pflege von Hülsenfrüchten im Hochbeet gibt's einiges zu beachten. Lasst uns mal genauer hinschauen, was diese Pflänzchen so brauchen, um richtig durchzustarten.

Bewässerung: Der Schlüssel zum Erfolg

Hülsenfrüchte sind echte Wasserfans, besonders wenn's ums Keimen, Blühen und Fruchten geht. Im Hochbeet ist regelmäßiges Gießen das A und O. Aber Vorsicht: Staunässe mögen sie gar nicht. Am besten gießt ihr morgens oder abends, wenn die Sonne nicht so knallt. Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Steckt mal den Finger in die Erde. Fühlt sich's trocken an? Dann ist's Zeit für 'ne Dusche!

Düngung: Weniger ist mehr

Hülsenfrüchte sind wahre Wunderwuzzis, was die Nährstoffversorgung angeht. Dank ihrer Symbiose mit Knöllchenbakterien versorgen sie sich größtenteils selbst mit Stickstoff. Zu viel Dünger kann sogar kontraproduktiv sein und das Wachstum hemmen. Ein bisschen Kompost zur Vorbereitung des Hochbeets reicht meist völlig aus. Wenn die Pflanzen während der Saison doch mal 'nen kleinen Schubs brauchen, tut's auch 'ne Handvoll gut verrotteter Kompost.

Unkrautbekämpfung: Platz da für die Hülsenfrüchte!

Unkraut ist im Hochbeet zwar weniger ein Problem als im Gartenbeet, aber ganz drum herum kommt ihr nicht. Regelmäßiges Jäten hält die unerwünschten Gäste in Schach. Am besten zupft ihr das Unkraut vorsichtig mit der Hand raus, um die Wurzeln eurer Hülsenfrüchte nicht zu stören. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt kann übrigens Wunder wirken - sie unterdrückt das Unkraut und hält den Boden schön feucht.

Stützen und Rankhilfen: Halt geben, wo's nötig ist

Je nach Sorte brauchen eure Hülsenfrüchte mehr oder weniger Unterstützung. Stangenbohnen und hohe Erbsensorten sind regelrechte Klettermaxe und freuen sich über Stangen oder Netze zum Hochranken. Buschbohnen und niedrige Erbsen kommen meist ohne aus. Bei meinen Stangenbohnen im Hochbeet hab ich mal was Witziges ausprobiert: Ich hab ein Tipi aus Bambusstangen gebaut. Sieht nicht nur toll aus, die Bohnen lieben's auch!

Mischkultur und Fruchtfolge: Clever kombiniert

Geeignete Partnerpflanzen: Gute Nachbarn im Hochbeet

Hülsenfrüchte sind echte Teamplayer im Garten. Sie vertragen sich mit vielen anderen Pflanzen prima und können sogar voneinander profitieren. Hier ein paar bewährte Kombinationen aus meinem Hochbeet:

  • Bohnen und Gurken: Die Bohnen liefern Stickstoff, die Gurken profitieren davon.
  • Erbsen und Karotten: Ein Dreamteam! Die Erbsen lockern den Boden, die Karotten nutzen das aus.
  • Buschbohnen und Salat: Der Salat schützt den Boden vor Austrocknung, die Bohnen spenden später Schatten.
  • Stangenbohnen und Mais: Der Mais dient als natürliche Rankhilfe für die Bohnen.

Vorsicht bei der Kombination mit Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch - die mögen sich nicht so mit Hülsenfrüchten.

Planung der Fruchtfolge: Vorausschauend gärtnern

Eine durchdachte Fruchtfolge ist der Schlüssel zu einem gesunden Hochbeet. Hülsenfrüchte sollten nicht jedes Jahr am gleichen Platz wachsen, das mögen sie gar nicht. Ein guter Rhythmus wäre:

  • Jahr 1: Hülsenfrüchte
  • Jahr 2: Starkzehrer wie Tomaten oder Kohl
  • Jahr 3: Mittelzehrer wie Karotten oder Salat
  • Jahr 4: Schwachzehrer wie Kräuter

So nutzt ihr die stickstoffanreichernde Wirkung der Hülsenfrüchte optimal aus und beugt Krankheiten vor. In meinem Hochbeet hab ich das Ganze noch mit verschiedenen Beeten kombiniert - so hab ich jedes Jahr von allem etwas.

Krankheiten und Schädlinge: Vorbeugen ist besser als heilen

Häufige Probleme: Was Hülsenfrüchten zu schaffen macht

Auch wenn Hülsenfrüchte im Hochbeet weniger anfällig sind als im Freiland, können ein paar fiese Gesellen den Anbau erschweren:

  • Grauschimmel: Tritt besonders bei feuchtem Wetter auf
  • Brennfleckenkrankheit: Zeigt sich durch braune Flecken auf Blättern und Hülsen
  • Blattläuse: Saugen an jungen Trieben und Blättern
  • Bohnenkäfer: Ihre Larven fressen die Samen in den Hülsen

Vorbeugende Maßnahmen: Dem Ärger einen Schritt voraus

Mit ein paar cleveren Tricks könnt ihr viele Probleme von vornherein vermeiden:

  • Wählt resistente Sorten: Viele moderne Züchtungen sind weniger anfällig für Krankheiten.
  • Achtet auf gute Luftzirkulation: Pflanzt nicht zu eng, das beugt Pilzkrankheiten vor.
  • Gießt morgens: So trocknen die Pflanzen tagsüber ab und Pilze haben's schwerer.
  • Haltet das Hochbeet sauber: Entfernt kranke Pflanzenteile sofort.
  • Fördert Nützlinge: Ein Insektenhotel in der Nähe lockt natürliche Helfer an.

Biologische Bekämpfungsmethoden: Sanft, aber effektiv

Wenn's doch mal Probleme gibt, müssen nicht gleich die chemischen Keulen her. Probiert's mal mit diesen sanften Methoden:

  • Gegen Blattläuse: Sprüht die Pflanzen mit einer Mischung aus Wasser und Schmierseife ab.
  • Bei Pilzbefall: Eine Brühe aus Ackerschachtelhalm kann vorbeugend wirken.
  • Gegen Schnecken: Streut Kaffeesatz oder Algenkalk um die Pflanzen.
  • Bohnenkäfer: Erntet rechtzeitig und lagert die Bohnen kühl.

In meinem Hochbeet hab ich letztes Jahr Tagetes zwischen die Bohnen gepflanzt - die Blattläuse waren wie weggezaubert! Und wenn mal nix hilft, denkt dran: Ein bisschen Verlust gehört zum Gärtnern dazu. Hauptsache, ihr habt Spaß an der Sache!

Ernte und Lagerung von Hülsenfrüchten im Hochbeet

Die Ernte von Hülsenfrüchten im Hochbeet ist ein besonderer Moment für jeden Gärtner. Je nach Art und Sorte variieren die Erntezeiten und -methoden. Hier ein Überblick:

Erntezeiten verschiedener Hülsenfrüchte

Buschbohnen sind meist 8-10 Wochen nach der Aussaat erntereif. Stangenbohnen brauchen etwas länger, etwa 10-12 Wochen. Erbsen können je nach Sorte schon nach 8 Wochen geerntet werden. Linsen und Kichererbsen benötigen in der Regel 3-4 Monate bis zur Reife.

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Notieren Sie sich die Aussaatdaten in einem Gartenkalender. So behalten Sie den Überblick und verpassen nicht den optimalen Erntezeitpunkt.

Erntemethoden

Bei den meisten Hülsenfrüchten gilt: Regelmäßiges Ernten fördert die Bildung neuer Früchte. Hier einige spezifische Hinweise:

  • Bohnen: Pflücken Sie die Hülsen, wenn sie prall gefüllt, aber noch nicht aufgeplatzt sind.
  • Erbsen: Ernten Sie, sobald die Hülsen gut gefüllt sind, aber bevor die Erbsen hart werden.
  • Linsen und Kichererbsen: Warten Sie, bis die Pflanzen vergilben und die Hülsen trocken sind.

Verwenden Sie beim Ernten am besten eine scharfe Schere, um Beschädigungen an der Pflanze zu vermeiden.

Lagerung und Haltbarkeit

Frisch geerntete Hülsenfrüchte sollten Sie möglichst bald verarbeiten. Für eine längere Aufbewahrung gibt es verschiedene Methoden:

  • Kühle Lagerung: Frische Bohnen und Erbsen halten sich im Kühlschrank etwa eine Woche.
  • Einfrieren: Blanchieren Sie die Hülsenfrüchte kurz und frieren Sie sie portionsweise ein.
  • Trocknen: Reife Bohnen, Linsen und Kichererbsen lassen sich gut trocknen und monatelang lagern.

Ein Geheimtipp: Legen Sie getrocknete Lorbeerblätter zu den Hülsenfrüchten. Das hält Schädlinge fern und verleiht ihnen ein feines Aroma.

Besonderheiten einzelner Hülsenfrüchte im Hochbeet

Jede Hülsenfrucht hat ihre Eigenheiten. Hier ein genauerer Blick auf die gängigsten Arten:

Bohnen (Buschbohnen, Stangenbohnen)

Bohnen sind echte Allrounder im Hochbeet. Buschbohnen eignen sich besonders gut für kleinere Beete, während Stangenbohnen in die Höhe wachsen und Platz sparen.

Anbautipp: Stellen Sie für Stangenbohnen rechtzeitig Rankhilfen auf. Ich verwende gerne alte Holzleitern oder selbstgebaute Tipis aus Bambusstäben.

Erbsen

Erbsen mögen es kühl und vertragen auch leichten Frost. Sie eignen sich daher gut für eine frühe Aussaat im Hochbeet.

Besonderheit: Erbsen fixieren besonders viel Stickstoff im Boden. Pflanzen Sie nach der Ernte stickstoffzehrende Gemüse wie Kohl oder Kürbis an dieser Stelle.

Linsen

Linsen sind etwas anspruchsvoller im Anbau, aber durchaus im Hochbeet zu kultivieren. Sie benötigen einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden.

Tipp aus der Praxis: Mischen Sie etwas Sand unter die Erde, um die Drainage zu verbessern. Das mögen Linsen besonders gern.

Kichererbsen

Kichererbsen sind wärmeliebend und gedeihen am besten in geschützten, sonnigen Lagen. Im Hochbeet finden sie ideale Bedingungen vor.

Anbauhinweis: Kichererbsen vertragen keine Staunässe. Achten Sie auf eine gute Drainage im Hochbeet und gießen Sie sparsam.

Nachhaltigkeit und Bodenverbesserung durch Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind nicht nur lecker und gesund, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Bodenverbesserung und Nachhaltigkeit im Garten.

Stickstoffbindung durch Hülsenfrüchte

Eine faszinierende Eigenschaft von Hülsenfrüchten ist ihre Fähigkeit, Luftstickstoff zu binden. Dies geschieht durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln.

In meinem Hochbeet habe ich beobachtet, dass Pflanzen, die nach Hülsenfrüchten angebaut werden, oft besonders kräftig wachsen. Das liegt an dem angereicherten Stickstoff im Boden.

Gründüngung

Hülsenfrüchte eignen sich hervorragend als Gründüngung. Nach der Ernte können Sie die Pflanzenreste einfach in den Boden einarbeiten. So führen Sie dem Hochbeet wertvolle organische Substanz und Nährstoffe zu.

Praxistipp: Säen Sie im Herbst Wintererbsen als Gründüngung aus. Sie überwintern und lockern den Boden, bevor Sie im Frühjahr das Hochbeet neu bepflanzen.

Durch den Anbau von Hülsenfrüchten im Hochbeet schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Sie ernten leckeres Gemüse, verbessern den Boden und fördern die Biodiversität in Ihrem Garten. Es lohnt sich also, diesen vielseitigen Pflanzen einen Platz im Hochbeet einzuräumen.

Tipps für erfolgreichen Anbau

Optimale Nutzung des Hochbeets

Um Ihr Hochbeet optimal für den Anbau von Hülsenfrüchten zu nutzen, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten. Zunächst ist die richtige Befüllung entscheidend. Verwenden Sie eine Mischung aus nährstoffreicher Komposterde und lockerer Gartenerde. Dies gewährleistet eine gute Drainage und Nährstoffversorgung.

Planen Sie die Bepflanzung sorgfältig. Höhere Pflanzen wie Stangenbohnen sollten an der Nordseite des Hochbeets stehen, um kleinere Pflanzen nicht zu beschatten. Nutzen Sie vertikale Strukturen wie Rankgitter oder Stangen, um den Platz optimal auszunutzen.

Achten Sie auf eine gute Bewässerung. Hochbeete trocknen schneller aus als Bodenbeete. Installieren Sie eventuell ein Bewässerungssystem oder kontrollieren Sie die Feuchtigkeit regelmäßig, besonders an heißen Tagen.

Saisonale Anbauplanung

Eine durchdachte saisonale Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Beginnen Sie im Frühjahr mit kältetoleranten Erbsen. Diese können bereits ab März ausgesät werden. Folgen Sie mit Buschbohnen ab Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.

Für eine kontinuierliche Ernte säen Sie alle zwei bis drei Wochen neue Bohnen aus. So haben Sie über den ganzen Sommer frische Hülsenfrüchte. Im Spätsommer können Sie noch eine letzte Aussaat von schnellwachsenden Sorten vornehmen.

Denken Sie auch an die Wintermonate. Pflücken Sie übriggebliebene Bohnen aus, um sie als Trockenbohnen zu verwenden. Diese können Sie im Winter in leckeren Eintöpfen genießen.

Vermeidung häufiger Fehler

Ein häufiger Fehler ist die zu dichte Aussaat. Geben Sie Ihren Pflanzen genügend Raum zum Wachsen. Buschbohnen benötigen etwa 10 cm Abstand, Stangenbohnen sogar 15-20 cm.

Vermeiden Sie es, Hülsenfrüchte zu stark zu düngen, besonders mit stickstoffhaltigem Dünger. Dies fördert das Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung. Hülsenfrüchte können selbst Stickstoff binden und benötigen daher weniger Düngung als andere Gemüsearten.

Achten Sie auf regelmäßige Ernte. Lassen Sie die Hülsen nicht zu lange an der Pflanze, da dies die weitere Produktion hemmt. Ernten Sie grüne Bohnen, wenn sie noch jung und zart sind.

Rezepte und Verwendung

Frische Hülsenfrüchte in der Küche

Frisch geerntete Hülsenfrüchte sind wahre Vitaminbomben und vielseitig einsetzbar. Probieren Sie doch mal einen knackigen Bohnensalat: Blanchieren Sie dafür frisch geerntete grüne Bohnen kurz in Salzwasser und schrecken Sie sie in Eiswasser ab. Mischen Sie die Bohnen mit gehackten Tomaten, roten Zwiebeln und einem Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft und frischen Kräutern.

Erbsen schmecken hervorragend in einer cremigen Suppe. Dünsten Sie Zwiebeln und Knoblauch in Butter an, geben Sie frische Erbsen und Brühe hinzu und pürieren Sie alles nach dem Garvorgang. Ein Schuss Sahne rundet das Ganze ab.

Für ein schnelles Sommergericht können Sie Buschbohnen mit Speck anbraten und mit gehackten Mandeln bestreuen. Servieren Sie dazu Pellkartoffeln für eine vollwertige Mahlzeit.

Konservierung und Verarbeitung

Um Ihre Ernte haltbar zu machen, gibt es verschiedene Methoden. Das Einfrieren ist eine einfache und effektive Methode. Blanchieren Sie die Hülsenfrüchte kurz, schrecken Sie sie ab und frieren Sie sie portionsweise ein. So haben Sie auch im Winter frisches Gemüse aus Ihrem Garten.

Eine traditionelle Methode ist das Einlegen in Essig. Kochen Sie dafür einen Sud aus Essig, Wasser, Salz und Gewürzen wie Dill und Pfefferkörner. Geben Sie blanchierte Bohnen in saubere Gläser und übergießen Sie sie mit dem abgekühlten Sud. Nach einigen Wochen Reifezeit haben Sie köstliche Essiggurken.

Trockenbohnen und -erbsen können Sie einfach an der Luft trocknen lassen. Hängen Sie die reifen Hülsen in Bündeln an einem luftigen, trockenen Ort auf. Sobald die Hülsen rascheln, können Sie die Samen herauslösen und in luftdichten Behältern aufbewahren.

Ernte der Früchte Ihrer Arbeit

Vorteile des Hülsenfrüchteanbaus im Hochbeet

Der Anbau von Hülsenfrüchten im Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile. Durch die erhöhte Position schonen Sie Ihren Rücken bei der Pflege und Ernte. Die kontrollierte Umgebung des Hochbeets ermöglicht eine bessere Steuerung der Bodenbedingungen und des Wasserhaushalts.

Hülsenfrüchte tragen zur Bodenverbesserung bei, indem sie Stickstoff binden. Dies kommt auch nachfolgenden Kulturen zugute. Durch die Möglichkeit der intensiven Bepflanzung im Hochbeet können Sie auf kleinem Raum eine beachtliche Ernte erzielen.

Ermutigung zum eigenen Anbau

Der Anbau von Hülsenfrüchten im Hochbeet ist nicht nur ertragreich, sondern auch ungemein befriedigend. Es gibt kaum etwas Schöneres, als die ersten zarten Erbsen oder knackigen Bohnen zu ernten, die man selbst gezogen hat. Der Geschmack frisch geernteter Hülsenfrüchte ist unvergleichlich und übertrifft alles, was Sie im Supermarkt finden können.

Zudem bietet der Anbau im Hochbeet eine wunderbare Möglichkeit, mit der Natur in Kontakt zu kommen und den Kreislauf der Jahreszeiten hautnah mitzuerleben. Es ist eine Aktivität, die Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann und sich hervorragend für Familien eignet.

Also, worauf warten Sie noch? Greifen Sie zur Schaufel, bereiten Sie Ihr Hochbeet vor und tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Hülsenfrüchte. Mit ein wenig Geduld und Pflege werden Sie schon bald die Früchte Ihrer Arbeit ernten können – im wahrsten Sinne des Wortes. Guten Appetit und viel Freude beim Gärtnern!

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