Optimaler Fruchtwechsel für Salattomaten: Vor- und Nachkulturen für gesunde Erträge

Salattomaten im Fruchtwechsel: Gesunde Erträge durch kluge Planung

Salattomaten sind bei vielen Hobbygärtnern beliebt, doch ihr Anbau erfordert Fingerspitzengefühl. Ein durchdachter Fruchtwechsel ist dabei besonders wertvoll.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fruchtwechsel fördert Bodengesundheit und Erträge
  • Salattomaten benötigen nährstoffreichen, leicht sauren Boden
  • Hülsenfrüchte und Gründüngung sind ideale Vorkulturen
  • Dreijährige Anbaupause beugt Krankheiten vor

Warum Fruchtwechsel bei Salattomaten so wichtig ist

Als ich vor Jahren meine ersten Salattomaten anbaute, dachte ich: "Die wachsen schon irgendwie." Weit gefehlt! Nach zwei Jahren am selben Platz wurden meine Pflanzen kümmerlich und krank. Da wurde mir klar: Fruchtwechsel ist unverzichtbar.

Der Fruchtwechsel, auch Fruchtfolge genannt, ist für Salattomaten aus mehreren Gründen bedeutsam:

  • Er verhindert die Anreicherung von Schaderregern im Boden
  • Er sorgt für eine ausgewogene Nährstoffversorgung
  • Er verbessert die Bodenstruktur
  • Er steigert langfristig die Erträge

Ziele des Fruchtwechsels: Gesunder Boden, reiche Ernte

Der Fruchtwechsel zielt darauf ab, die Bodengesundheit zu erhalten und zu verbessern. Ein gesunder Boden ist die Grundlage für kräftige Pflanzen und hohe Erträge. Durch den gezielten Wechsel der Kulturen werden einseitige Nährstoffentzüge vermieden und die Bodenstruktur verbessert.

Grundlagen des Fruchtwechsels: Mehr als nur Platzwechsel

Fruchtwechsel bedeutet, dass auf einer Fläche jedes Jahr (oder in bestimmten Abständen) andere Pflanzenarten angebaut werden. Dabei folgt man bestimmten Prinzipien:

  • Stark- und Schwachzehrer wechseln sich ab
  • Tief- und Flachwurzler folgen aufeinander
  • Leguminosen werden zur Stickstoffanreicherung eingebaut
  • Verwandte Arten werden nicht direkt nacheinander angebaut

Vorteile für Boden und Pflanzen

Ein durchdachter Fruchtwechsel bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Förderung des Bodenlebens
  • Reduzierung von Krankheiten und Schädlingen
  • Optimierung der Nährstoffverfügbarkeit
  • Steigerung der Biodiversität im Garten

Besonderheiten bei Salattomaten

Salattomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind Starkzehrer. Sie benötigen viele Nährstoffe und hinterlassen oft einen ausgelaugten Boden. Zudem sind sie anfällig für bodenbürtige Krankheiten wie die Kraut- und Braunfäule. Ein gezielter Fruchtwechsel ist daher besonders wichtig.

Was Salattomaten brauchen: Ansprüche an Boden und Umgebung

Nährstoffbedarf: Hungrige Gesellen

Salattomaten sind regelrechte Nährstoff-Gourmets. Sie benötigen:

  • Viel Stickstoff für kräftiges Blattwachstum
  • Ausreichend Phosphor für Blüten- und Fruchtbildung
  • Kalium für Geschmack und Widerstandsfähigkeit
  • Magnesium für die Photosynthese
  • Spurenelemente wie Eisen und Mangan

Ein gut versorgter Komposthaufen ist hier sehr wertvoll. Ich mische immer eine ordentliche Portion reifen Kompost unter die Pflanzerde, bevor ich meine Tomaten setze.

Bodenstruktur und pH-Wert: Die richtige Mischung macht's

Salattomaten gedeihen am besten in:

  • Lockeren, humosen Böden
  • Gut durchlüfteter Erde
  • Leicht saurem Milieu (pH 6,0-6,5)

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Ein Schuss Kaffeesatz im Pflanzloch wirkt sich positiv auf den pH-Wert aus und liefert zusätzlich Nährstoffe.

Typische Schädlinge und Krankheiten: Vorbeugen ist besser als Heilen

Leider sind Salattomaten nicht frei von Problemen. Häufige Plagegeister sind:

  • Blattläuse
  • Weiße Fliege
  • Kraut- und Braunfäule
  • Tomatenmosaik-Virus

Ein durchdachter Fruchtwechsel kann viele dieser Probleme von vornherein verhindern. Zusätzlich helfen resistente Sorten und eine gute Pflanzenhygiene.

Geeignete Vorkulturen für Salattomaten: Die perfekten Vorgänger

Hülsenfrüchte: Natürliche Stickstoff-Lieferanten

Erbsen und Bohnen sind ideale Vorkulturen für Salattomaten. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an und lockern ihn durch ihre Wurzeln. In meinem Garten baue ich im Vorjahr gerne Buschbohnen an - die Tomaten danken es mir mit üppigem Wachstum.

Gründüngungspflanzen: Bodenverbesserer par excellence

Phacelia und Senf sind sehr nützlich für den Boden. Sie unterdrücken Unkraut, lockern den Boden und bringen organische Masse ein. Ich säe sie im Herbst und arbeite sie im Frühjahr vor der Tomatenpflanzung ein.

Kohlarten: Überraschend gute Vorkultur

Kohlgewächse wie Brokkoli oder Blumenkohl sind ebenfalls gute Vorgänger für Tomaten. Sie hinterlassen einen gut strukturierten Boden und ziehen andere Nährstoffe als Tomaten.

Wurzelgemüse: Tiefenlockerung inklusive

Möhren und Pastinaken lockern den Boden bis in tiefe Schichten. Nach der Ernte bleibt ein gut durchlüfteter Boden zurück - ideal für die tiefwurzelnden Tomaten.

Mit diesen Vorkulturen schaffen Sie gute Voraussetzungen für Ihre Salattomaten. Denken Sie daran: Ein gesunder Boden ist entscheidend für eine reiche Tomatenernte. Also, planen Sie Ihren Garten sorgfältig, und Ihre Tomaten werden es Ihnen danken!

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Ungeeignete Vorkulturen für Salattomaten

Bei der Planung des Fruchtwechsels für Salattomaten ist es ebenso wichtig zu wissen, welche Pflanzen man besser nicht als Vorkultur wählen sollte. Einige Gewächse können nämlich den Boden ungünstig beeinflussen oder Krankheiten übertragen.

Nachtschattengewächse als No-Go

An erster Stelle stehen hier die Nachtschattengewächse. Dazu gehören:

  • Kartoffeln
  • Paprika
  • Auberginen

Diese Pflanzen sind mit Tomaten verwandt und teilen ähnliche Ansprüche an den Boden. Sie können auch dieselben Krankheitserreger und Schädlinge beherbergen. Baut man Tomaten nach diesen Kulturen an, erhöht sich das Risiko für Krankheiten wie die Kraut- und Braunfäule erheblich.

Andere Tomatenarten vermeiden

Es mag verlockend sein, nach einer erfolgreichen Tomatenernte im nächsten Jahr wieder Tomaten anzubauen. Doch genau das sollten Sie tunlichst vermeiden. Egal ob Cocktail-, Fleisch- oder eben Salattomaten - sie alle zehren stark am Boden und hinterlassen spezifische Rückstände. Eine Pause ist hier unbedingt nötig.

Auberginen als problematische Vorgänger

Auberginen verdienen besondere Erwähnung. Sie gehören nicht nur zu den Nachtschattengewächsen, sondern sind auch besonders anfällig für Verticillium-Welke, eine Pilzkrankheit, die im Boden überdauert und Tomaten befallen kann.

Geeignete Nachkulturen für Salattomaten

Nach der Ernte Ihrer Salattomaten stellt sich die Frage: Was nun? Hier einige Pflanzen, die sich hervorragend als Nachkultur eignen:

Blattgemüse als ideale Folge

Blattgemüse wie Salate oder Spinat sind ausgezeichnete Nachfolger für Tomaten. Sie haben einen geringeren Nährstoffbedarf und profitieren von den Rückständen der Tomatenkultur. Zudem lockern sie den Boden auf eine andere Art und Weise.

Zwiebelgewächse zur Bodengesundung

Zwiebeln und Lauch sind ebenfalls gute Optionen. Ihre ätherischen Öle wirken sich positiv auf die Bodengesundheit aus und können sogar pilzliche Krankheitserreger im Zaum halten.

Kürbisgewächse für die Nährstoffverwertung

Zucchini und Gurken können die im Boden verbliebenen Nährstoffe gut verwerten. Ihre breiten Blätter beschatten zudem den Boden und unterdrücken Unkraut.

Kohl und Kohlrabi als Starkzehrer

Kohlgewächse sind Starkzehrer und können die nach Tomaten noch vorhandenen Nährstoffe gut ausnutzen. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie zu einer völlig anderen Pflanzenfamilie gehören und somit die Vielfalt im Beet erhöhen.

Ungeeignete Nachkulturen

Nicht alles, was grün ist, passt nach Tomaten. Einige Pflanzen sollten Sie besser meiden:

Nachtschattengewächse: Ein klares Nein

Wie schon bei den Vorkulturen gilt: Kartoffeln, Paprika und Co. haben nach Tomaten nichts verloren. Der Boden braucht eine Pause von dieser Pflanzenfamilie.

Nährstoffhungrige Pflanzen vermeiden

Pflanzen mit sehr hohem Nährstoffbedarf, wie etwa Mais oder Kohl, können den Boden nach Tomaten überfordern. Besser ist es, erst einmal Pflanzen mit geringerem Bedarf anzubauen oder eine Gründüngung einzuschieben.

Der optimale Anbauzyklus für Salattomaten

Um langfristig gesunde und ertragreiche Tomaten zu ernten, ist ein durchdachter Anbauzyklus unerlässlich.

Der dreijährige Rotationsplan

Experten empfehlen, Tomaten nur alle drei bis vier Jahre auf derselben Fläche anzubauen. In der Zwischenzeit sollten Sie den Boden mit anderen Kulturen bebauen und pflegen.

Beispielhafte Fruchtfolgen

Eine mögliche Fruchtfolge könnte so aussehen:

  • Jahr 1: Salattomaten
  • Jahr 2: Blattgemüse (z.B. Salate) und Wurzelgemüse (z.B. Möhren)
  • Jahr 3: Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen) und Zwiebelgewächse
  • Jahr 4: Wieder Salattomaten

Anpassung an kleine Gärten und Parzellen

In kleinen Gärten kann es schwierig sein, einen dreijährigen Zyklus einzuhalten. Hier können Sie mit Hochbeeten oder Kübeln arbeiten und die Erde nach jeder Tomatensaison komplett austauschen. Alternativ hilft eine intensive Bodenpflege mit Kompost und organischen Düngern, die Fruchtbarkeit zu erhalten.

Beachten Sie, dass diese Empfehlungen Richtlinien sind. Jeder Garten ist einzigartig, und manchmal muss man experimentieren, um die beste Lösung zu finden. Mit etwas Geduld und Beobachtungsgabe werden Sie bald Ihren perfekten Fruchtwechsel für Salattomaten entwickelt haben.

Mischkultur als Alternative zum klassischen Fruchtwechsel

Wer seinen Garten optimal nutzen möchte, sollte sich mit der Mischkultur vertraut machen. Diese Anbaumethode bietet eine interessante Alternative zum herkömmlichen Fruchtwechsel und kann gerade bei Salattomaten ihre Stärken ausspielen.

Grundlagen der Mischkultur

Bei der Mischkultur werden verschiedene Pflanzenarten nebeneinander angebaut. Die Idee dahinter ist, dass sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen und den Boden optimal ausnutzen. Manche Pflanzen geben Nährstoffe ab, die andere benötigen, oder sie schützen sich gegenseitig vor Schädlingen.

Geeignete Begleitpflanzen für Salattomaten

Salattomaten vertragen sich besonders gut mit einigen Kräutern und Gemüsesorten:

  • Basilikum: Verbessert den Geschmack der Tomaten und hält Schädlinge fern.
  • Tagetes: Ihre Wurzeln sondern Stoffe ab, die Nematoden abschrecken.
  • Möhren: Lockern den Boden und nutzen andere Bodenschichten als Tomaten.
  • Salat: Fungiert als lebende Mulchschicht und hält den Boden feucht.

Vor- und Nachteile gegenüber dem Fruchtwechsel

Die Mischkultur hat einige Vorteile:

  • Bessere Platzausnutzung, besonders in kleinen Gärten
  • Natürlicher Schutz vor Schädlingen und Krankheiten
  • Förderung der Bodenfruchtbarkeit

Allerdings erfordert sie auch mehr Planung und Wissen über die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen. Zudem kann die Ernte etwas aufwändiger sein.

Bodenverbesserung zwischen den Kulturen

Egal ob Fruchtwechsel oder Mischkultur - die Pflege des Bodens ist entscheidend für gesunde Salattomaten. Zwischen den Kulturen bieten sich verschiedene Methoden zur Bodenverbesserung an.

Gründüngung und ihre Vorteile

Gründüngung ist eine effektive Möglichkeit, den Boden mit Nährstoffen anzureichern und seine Struktur zu verbessern. Pflanzen wie Phacelia oder Senf werden ausgesät und vor der Blüte in den Boden eingearbeitet. Das bringt mehrere Vorteile:

  • Anreicherung von organischem Material
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Förderung des Bodenlebens
  • Unterdrückung von Unkraut

Kompost und organische Dünger

Kompost ist äußerst wertvoll für jeden Gärtner. Er versorgt den Boden nicht nur mit Nährstoffen, sondern verbessert auch dessen Wasserhaltefähigkeit. Für Salattomaten eignet sich besonders gut reifer Kompost, der im Herbst oder zeitig im Frühjahr ausgebracht wird.

Neben Kompost können auch andere organische Dünger wie Hornspäne oder Schafwolle zum Einsatz kommen. Diese geben ihre Nährstoffe langsam ab und fördern ein gesundes Bodenleben.

Bodentests und gezielte Nährstoffergänzung

Um den Boden optimal zu versorgen, kann ein Bodentest hilfreich sein. Damit lässt sich feststellen, welche Nährstoffe fehlen oder im Übermaß vorhanden sind. Basierend darauf kann man dann gezielt düngen. Für Hobbygärtner gibt es einfache Test-Kits, mit denen sich die wichtigsten Werte wie pH-Wert, Stickstoff, Phosphor und Kalium bestimmen lassen.

Krankheits- und Schädlingsprävention durch Fruchtwechsel

Ein durchdachter Fruchtwechsel ist eine der besten Methoden, um Krankheiten und Schädlinge bei Salattomaten in Schach zu halten. Wie funktioniert das genau?

Unterbrechung von Lebenszyklen

Viele Schädlinge und Krankheitserreger sind auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert. Wenn man jedes Jahr etwas anderes anbaut, wird ihr Lebenszyklus unterbrochen. Zum Beispiel können Tomatenwelke-Erreger im Boden überwintern. Baut man im nächsten Jahr keine Tomaten an, finden sie keine Wirtspflanze und sterben ab.

Förderung der Bodenbiologie

Ein vielfältiger Fruchtwechsel fördert ein aktives Bodenleben. Verschiedene Pflanzen geben unterschiedliche Wurzelausscheidungen ab und hinterlassen andere Ernterückstände. Das führt zu einer diversen Mikroorganismen-Gemeinschaft im Boden, die wiederum Krankheitserreger in Schach hält.

Natürliche Feinde und Nützlinge

Durch den Anbau verschiedener Kulturen schafft man Lebensräume für eine Vielzahl von Nützlingen. Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen finden Nahrung und Unterschlupf und helfen bei der Schädlingsbekämpfung. Eine blühende Phacelia als Gründüngung lockt zum Beispiel Schwebfliegen an, deren Larven gerne Blattläuse fressen.

Anpassung des Fruchtwechsels an verschiedene Anbaumethoden

Je nach Anbaumethode muss der Fruchtwechsel für Salattomaten angepasst werden. Schauen wir uns die Besonderheiten für verschiedene Situationen an.

Freilandanbau

Im Freiland haben wir den meisten Spielraum für einen klassischen Fruchtwechsel. Hier kann man gut mit Beeten oder Parzellen arbeiten und jedes Jahr die Kulturen rotieren lassen. Ein Beispiel für eine vierjährige Rotation könnte so aussehen:

  • Jahr 1: Salattomaten
  • Jahr 2: Wurzelgemüse (z.B. Möhren, Pastinaken)
  • Jahr 3: Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Erbsen)
  • Jahr 4: Blattgemüse (z.B. Salat, Kohl)

Gewächshauskultur

Im Gewächshaus ist der Platz oft begrenzt, was einen klassischen Fruchtwechsel erschwert. Hier bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Bodenaustausch: Alle paar Jahre den oberen Bodenhorizont austauschen.
  • Zwischenkulturen: In der tomatenfreien Zeit Gründüngung oder schnellwachsende Kulturen anbauen.
  • Verschiedene Tomatensorten: Resistente Sorten mit empfindlicheren abwechseln.

Container- und Kübelpflanzen

Bei Tomaten in Kübeln oder Containern ist der Fruchtwechsel besonders einfach umzusetzen:

  • Jährlicher Substratwechsel: Frische Erde verhindert die Anreicherung von Krankheitserregern.
  • Rotation der Standorte: Kübel mit Tomaten jedes Jahr an einen anderen Platz stellen.
  • Zwischenreinigung: Nach der Saison Kübel gründlich reinigen und desinfizieren.

Mit diesen Anpassungen lässt sich auch auf kleinstem Raum ein effektiver Fruchtwechsel für Salattomaten umsetzen. Das Ergebnis sind gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte - egal ob im Garten, Gewächshaus oder auf dem Balkon.

Herausforderungen und Lösungen beim Fruchtwechsel

Begrenzte Gartenfläche

Viele Hobbygärtner stehen vor der Herausforderung, einen effektiven Fruchtwechsel auf begrenztem Raum umzusetzen. Eine Lösung hierfür ist die Nutzung von Hochbeeten oder vertikalen Anbauflächen. Auch die Kombination von Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchshöhen kann helfen, den verfügbaren Platz optimal zu nutzen. Beispielsweise können Salattomaten mit niedrig wachsenden Gründüngungspflanzen kombiniert werden.

Klimatische Bedingungen

Das Wetter spielt beim Fruchtwechsel eine entscheidende Rolle. In kälteren Regionen kann die Anbausaison für Salattomaten kürzer ausfallen, was die Planung der Vor- und Nachkulturen beeinflusst. Hier bietet sich der Einsatz von Folientunneln oder Frühbeeten an, um die Saison zu verlängern. In heißen Sommern hingegen sollten hitzeresistente Sorten gewählt und für ausreichend Beschattung gesorgt werden.

Bodenmüdigkeit und Regeneration

Intensive Nutzung kann zu Bodenmüdigkeit führen. Um dem entgegenzuwirken, ist eine Anbaupause von mindestens drei Jahren für Salattomaten ratsam. In dieser Zeit können bodenverbessernde Maßnahmen ergriffen werden, wie der Anbau von Gründüngungspflanzen oder die Zugabe von gut verrottetem Kompost. Auch die Einarbeitung von Pflanzenkohle kann die Bodenstruktur langfristig verbessern.

Dokumentation und Planung

Führen eines Gartentagebuchs

Ein Gartentagebuch ist äußerst wertvoll für jeden ambitionierten Hobbygärtner. Hier notieren Sie Aussaat- und Erntezeitpunkte, Wetterbedingungen und Beobachtungen zu Pflanzenwachstum und Schädlingsbefall. Diese Aufzeichnungen helfen, den Fruchtwechsel zu optimieren und aus Erfahrungen zu lernen. Besonders praktisch: Notieren Sie sich, welche Sorten besonders gut oder schlecht funktioniert haben.

Langfristige Anbauplanung

Eine vorausschauende Planung über mehrere Jahre ist entscheidend für den Erfolg. Erstellen Sie einen Rotationsplan für mindestens drei Jahre, in dem Sie festlegen, welche Kulturen auf welchen Beeten angebaut werden. Berücksichtigen Sie dabei die Nährstoffbedürfnisse und mögliche Krankheitsrisiken der einzelnen Pflanzen. Ein solcher Plan hilft, Fehler zu vermeiden und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten.

Digitale Tools zur Fruchtfolgeplanung

Es gibt eine Vielzahl von Apps und Softwarelösungen, die bei der Planung des Fruchtwechsels unterstützen können. Diese Tools bieten oft Vorschläge für geeignete Vor- und Nachkulturen, erinnern an wichtige Termine und helfen bei der Visualisierung des Gartenplans. Allerdings sollten Sie diese Hilfsmittel immer kritisch hinterfragen und an Ihre individuellen Bedingungen anpassen.

Ökologische Aspekte des Fruchtwechsels

Förderung der Bodenfruchtbarkeit

Ein durchdachter Fruchtwechsel trägt maßgeblich zur Steigerung und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei. Durch den Wechsel von Stark- und Schwachzehrern wird der Boden gleichmäßig beansprucht. Tiefwurzler wie Salattomaten lockern den Boden auf, während Flachwurzler wie Salate die oberen Bodenschichten nutzen. Diese Vielfalt fördert ein gesundes Bodenleben und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig.

Reduzierung von Pestiziden und Düngern

Ein gut geplanter Fruchtwechsel kann den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Düngern deutlich reduzieren. Durch die Unterbrechung von Schädlings- und Krankheitszyklen werden natürliche Regulationsmechanismen gefördert. Zudem kann der gezielte Anbau von Gründüngungspflanzen den Bedarf an zusätzlichen Düngern verringern. Dies schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Erhöhung der Biodiversität

Ein vielfältiger Fruchtwechsel fördert die Artenvielfalt im Garten. Verschiedene Kulturen ziehen unterschiedliche Insekten und Mikroorganismen an, was zu einem ausgewogenen Ökosystem beiträgt. Besonders wertvoll sind blühende Zwischenkulturen, die Bienen und andere Bestäuber anlocken. Diese Vielfalt macht den Garten nicht nur ökologisch wertvoller, sondern auch optisch attraktiver.

Salattomaten im Kreislauf der Natur

Der Fruchtwechsel bei Salattomaten ist mehr als nur eine gärtnerische Praxis – er spiegelt den natürlichen Kreislauf in unseren Gärten wider. Durch die sorgfältige Planung und Umsetzung eines durchdachten Rotationssystems schaffen wir nicht nur optimale Bedingungen für unsere Tomatenpflanzen, sondern tragen auch aktiv zum Schutz und zur Förderung unserer Gartenökosysteme bei.

Jeder Garten, ob groß oder klein, bietet die Möglichkeit, dieses Prinzip umzusetzen. Es erfordert zwar etwas Planung und Geduld, aber die Belohnung in Form von gesunden Pflanzen, reichen Ernten und einem lebendigen Garten ist es allemal wert. Die Gartenplanung lohnt sich – Ihre Salattomaten und die Natur werden es Ihnen danken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Fruchtwechsel bei Salattomaten und warum ist er wichtig?
    Fruchtwechsel, auch Fruchtfolge genannt, bedeutet, dass auf einer Fläche jedes Jahr verschiedene Pflanzenarten angebaut werden. Bei Salattomaten ist dies besonders wichtig, da sie zu den Nachtschattengewächsen gehören und Starkzehrer sind. Ein durchdachter Fruchtwechsel verhindert die Anreicherung von Schaderregern im Boden, sorgt für ausgewogene Nährstoffversorgung und verbessert die Bodenstruktur. Salattomaten sind anfällig für bodenbürtige Krankheiten wie Kraut- und Braunfäule. Ohne Fruchtwechsel reichern sich diese Krankheitserreger im Boden an. Zudem entziehen Tomaten dem Boden viele Nährstoffe und hinterlassen oft ausgelaugten Boden. Der systematische Wechsel unterbricht Schädlings- und Krankheitszyklen, fördert das Bodenleben und steigert langfristig die Erträge. Eine dreijährige Anbaupause zwischen Tomatenkulturen wird empfohlen.
  2. Welche Vorkulturen eignen sich am besten für den Anbau von Salattomaten?
    Ideale Vorkulturen für Salattomaten sind Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen, da sie den Boden mit Stickstoff anreichern und durch ihre Wurzeln lockern. Gründüngungspflanzen wie Phacelia und Senf sind ebenfalls sehr wertvoll - sie unterdrücken Unkraut, lockern den Boden und bringen organische Masse ein. Kohlarten wie Brokkoli oder Blumenkohl hinterlassen gut strukturierten Boden und entziehen andere Nährstoffe als Tomaten. Wurzelgemüse wie Möhren und Pastinaken lockern den Boden bis in tiefe Schichten durch ihre Pfahlwurzeln. Diese Kulturen schaffen optimale Voraussetzungen für die tiefwurzelnden und nährstoffhungrigen Salattomaten. Wichtig ist, dass die Vorkulturen nicht zu den Nachtschattengewächsen gehören, um Krankheitsübertragung zu vermeiden.
  3. Wie oft sollten Salattomaten am gleichen Standort angebaut werden?
    Salattomaten sollten nur alle drei bis vier Jahre am gleichen Standort angebaut werden. Diese lange Anbaupause ist notwendig, da Tomaten Starkzehrer sind und den Boden stark beanspruchen. Außerdem sind sie anfällig für bodenbürtige Krankheiten, deren Erreger mehrere Jahre im Boden überdauern können. Ein dreijähriger Rotationsplan könnte so aussehen: Jahr 1 Salattomaten, Jahr 2 Blattgemüse und Wurzelgemüse, Jahr 3 Hülsenfrüchte und Zwiebelgewächse, Jahr 4 wieder Salattomaten. Diese Pause ermöglicht es dem Boden, sich zu regenerieren, Krankheitserreger abzubauen und durch andere Kulturen mit verschiedenen Nährstoffen angereichert zu werden. In kleinen Gärten kann alternativ mit Hochbeeten gearbeitet und die Erde nach jeder Tomatensaison komplett ausgetauscht werden.
  4. Warum gehören Salattomaten zu den Starkzehrern und was bedeutet das für den Boden?
    Salattomaten gehören zu den Starkzehrern, weil sie sehr hohe Nährstoffansprüche haben. Sie benötigen viel Stickstoff für kräftiges Blattwachstum, ausreichend Phosphor für Blüten- und Fruchtbildung, Kalium für Geschmack und Widerstandsfähigkeit, sowie Magnesium für die Photosynthese und verschiedene Spurenelemente. Diese intensive Nährstoffaufnahme führt dazu, dass der Boden nach der Ernte oft stark ausgelaugt ist. Besonders die oberen Bodenschichten werden stark beansprucht. Das bedeutet für den Boden, dass nach dem Tomatenanbau eine gezielte Regeneration notwendig ist. Der Boden braucht Erholung durch nährstoffärmere Kulturen oder Gründüngung. Ohne entsprechende Pflege und Fruchtwechsel kann es zu Bodenmüdigkeit kommen, die sich in schwächerem Pflanzenwachstum und höherer Krankheitsanfälligkeit zeigt.
  5. Welche Rolle spielt der pH-Wert des Bodens beim Anbau von Salattomaten?
    Der pH-Wert spielt eine entscheidende Rolle beim Anbau von Salattomaten. Sie gedeihen am besten in leicht saurem Milieu mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5. In diesem Bereich sind die meisten Nährstoffe optimal verfügbar und können von den Wurzeln gut aufgenommen werden. Ist der Boden zu alkalisch (pH über 7), können wichtige Spurenelemente wie Eisen und Mangan schwer löslich werden, was zu Mangelerscheinungen führt. Bei zu saurem Boden (pH unter 6) können hingegen Schwermetalle zu stark verfügbar werden und die Pflanzen schädigen. Ein optimaler pH-Wert fördert auch das Bodenleben und die Aktivität nützlicher Mikroorganismen. Kaffeesatz im Pflanzloch kann sich positiv auf den pH-Wert auswirken und zusätzlich Nährstoffe liefern. Eine regelmäßige pH-Wert-Messung hilft, den Boden optimal für Salattomaten einzustellen.
  6. Worin unterscheiden sich Salattomaten von Cocktailtomaten beim Fruchtwechsel?
    Grundsätzlich unterscheiden sich Salattomaten und Cocktailtomaten beim Fruchtwechsel nicht wesentlich, da beide zur gleichen Art (Solanum lycopersicum) und zur Familie der Nachtschattengewächse gehören. Beide sind Starkzehrer mit ähnlichen Bodenansprüchen und haben vergleichbare Anfälligkeiten für bodenbürtige Krankheiten. Dennoch gibt es einige Nuancen: Salattomaten benötigen aufgrund ihrer größeren Früchte tendenziell etwas mehr Nährstoffe, besonders Kalium für die Fruchtentwicklung. Cocktailtomaten haben oft ein kompakteres Wurzelsystem und beanspruchen den Boden möglicherweise weniger intensiv. Die Grundprinzipien des Fruchtwechsels bleiben jedoch gleich: dreijährige Anbaupause, keine anderen Nachtschattengewächse als Vor- oder Nachkultur, und geeignete Vorkulturen wie Hülsenfrüchte oder Gründüngung. Bei der Fruchtfolgeplanung können beide Tomatensorten gleich behandelt werden.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Fruchtfolge und Kulturwechsel bei Tomaten?
    Fruchtfolge und Kulturwechsel werden oft synonym verwendet, haben aber leicht unterschiedliche Bedeutungen. Fruchtfolge bezeichnet die geplante Abfolge verschiedener Kulturen auf einer Fläche über mehrere Jahre hinweg. Sie folgt einem systematischen Plan, der Nährstoffbedarf, Pflanzenfamilien und Bodenbeanspruchung berücksichtigt. Kulturwechsel ist der allgemeinere Begriff für den Wechsel von Pflanzenarten und kann auch spontan oder weniger systematisch erfolgen. Bei Tomaten ist eine durchdachte Fruchtfolge besonders wichtig: Nach Starkzehrern wie Tomaten folgen Schwachzehrer oder Mittelzehrer, Hülsenfrüchte zur Stickstoffanreicherung werden eingebaut, und eine mindestens dreijährige Pause zwischen Tomatenkulturen wird eingehalten. Ein einfacher Kulturwechsel ohne System bringt hingegen nicht die gewünschten Vorteile für Bodengesundheit und Erträge. Die Begriffe überschneiden sich in der Praxis, wobei Fruchtfolge die systematischere, langfristig geplante Variante darstellt.
  8. Welche Nachkulturen sind nach dem Anbau von Salattomaten geeignet?
    Nach dem Anbau von Salattomaten eignen sich verschiedene Nachkulturen hervorragend. Blattgemüse wie Salate oder Spinat sind ideale Nachfolger, da sie geringeren Nährstoffbedarf haben und von den Rückständen der Tomatenkultur profitieren. Zwiebelgewächse wie Zwiebeln und Lauch sind ebenfalls excellent geeignet - ihre ätherischen Öle wirken sich positiv auf die Bodengesundheit aus und können pilzliche Krankheitserreger eindämmen. Kürbisgewächse wie Zucchini und Gurken können die im Boden verbliebenen Nährstoffe gut verwerten, während ihre breiten Blätter den Boden beschatten und Unkraut unterdrücken. Kohlgewächse als Starkzehrer nutzen noch vorhandene Nährstoffe optimal aus und erhöhen die Vielfalt im Beet. Ungeeignet sind dagegen andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Paprika oder weitere Tomaten. Eine Gründüngung über Winter kann den Boden zusätzlich regenerieren.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Salattomatenpflanzen für den Garten kaufen?
    Qualitativ hochwertige Salattomatenpflanzen erhält man bei verschiedenen Anbietern. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl robuster Salattomatensorten mit detaillierter Sortenberatung. Lokale Gärtnereien punkten mit regionaler Anpassung und persönlicher Beratung vor Ort. Gartencenter führen meist eine Standardauswahl, während Bio-Gärtnereien besonders widerstandsfähige, samenfeste Sorten anbieten. Online-Shops haben oft das breiteste Sortiment und können auch seltene Sorten liefern. Wochenmärkte mit regionalen Gärtnern bieten frische Pflanzen direkt vom Erzeuger. Wichtig ist, auf kräftige, gesunde Pflanzen ohne Schädlingsbefall zu achten. Samen.de gehört zu den etablierten Anbietern, die sowohl Samen als auch Jungpflanzen verschiedener Salattomatensorten führen. Die beste Qualität erhält man meist bei Spezialisten, die sich auf Tomaten konzentrieren und entsprechende Fachkenntnisse mitbringen.
  10. Welche Kriterien sind beim Bestellen von Salattomaten-Jungpflanzen wichtig?
    Beim Bestellen von Salattomaten-Jungpflanzen sind mehrere Kriterien entscheidend. Die Sortenauswahl sollte an die regionalen Klimabedingungen angepasst sein - für kühlere Gebiete eignen sich robuste, kältetolerante Sorten. Krankheitsresistenzen gegen häufige Tomatenkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule sind besonders wertvoll. Der Liefertermin muss mit den örtlichen Frostgefahren abgestimmt werden. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de informieren über geeignete Lieferzeiten und Sortencharakteristika. Die Pflanzenqualität erkennbar an kräftigen, grünen Blättern ohne Schädlingsbefall und gut entwickelten Wurzelballen. Verpackung und Versand sollten pflanzenschonend erfolgen. Wichtig sind auch Informationen zu Wuchshöhe, Erntezeit und Geschmacksprofil der gewählten Sorte. Bio-Qualität und samenfeste Sorten ermöglichen eigene Saatgutgewinnung. Eine fachkundige Beratung zu Anbau und Pflege rundet das Angebot seriöser Anbieter ab.
  11. Wie wirkt sich die Bodenvorbereitung auf die Anfälligkeit für Verticillium-Welke aus?
    Eine sorgfältige Bodenvorbereitung kann die Anfälligkeit für Verticillium-Welke deutlich reduzieren. Dieser pilzliche Erreger gedeiht besonders in verdichteten, schlecht durchlüfteten Böden mit schlechter Drainage. Durch tiefes Lockern und Einarbeiten von Kompost wird die Bodenstruktur verbessert und das Bodenleben gefördert. Ein aktives Bodenleben mit vielen Mikroorganismen konkurriert mit den Krankheitserregern und kann deren Ausbreitung hemmen. Die Einarbeitung von gut verrottetem Kompost fördert nützliche Mikroorganismen, die Verticillium-Pilze unterdrücken können. Ein ausgewogener pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5 schafft ungünstige Bedingungen für den Erreger. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie das Pilzwachstum fördert. Der Anbau von Tagetes als Vorkultur oder in Mischkultur kann durch deren wurzelaktive Substanzen Nematoden reduzieren, die als Überträger fungieren können. Fruchtwechsel unterbricht zudem die Infektionskette nachhaltig.
  12. Welchen Einfluss haben Wurzelausscheidungen bei der Mischkultur mit Salattomaten?
    Wurzelausscheidungen spielen bei der Mischkultur mit Salattomaten eine wichtige Rolle und können sowohl positive als auch negative Effekte haben. Salattomaten scheiden verschiedene Substanzen über ihre Wurzeln aus, die andere Pflanzen beeinflussen können. Basilikum als Mischkulturpartner profitiert von diesen Ausscheidungen und soll sogar den Geschmack der Tomaten verbessern. Tagetes sondern Substanzen ab, die Nematoden abschrecken und damit die Tomaten schützen. Einige Wurzelausscheidungen können jedoch auch hemmend wirken - deshalb sollten Tomaten nicht mit anderen Nachtschattengewächsen kombiniert werden. Möhren und Salat als Unterpflanzung vertragen die Tomatenwurzelausscheidungen gut und nutzen andere Bodenschichten. Diese biochemischen Wechselwirkungen sind komplex und nicht vollständig erforscht. Ein durchdachter Fruchtwechsel berücksichtigt diese Effekte und wechselt zwischen Kulturen mit unterschiedlichen Wurzelausscheidungsmustern, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden.
  13. Wie beeinflusst das Bodenleben die Gesundheit von Salattomatenpflanzen?
    Ein aktives Bodenleben ist fundamental für die Gesundheit von Salattomatenpflanzen. Nützliche Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze fördern die Nährstoffaufnahme, indem sie organische Substanzen aufschließen und für die Pflanzenwurzeln verfügbar machen. Mykorrhiza-Pilze gehen Symbiosen mit Tomatenwurzeln ein und verbessern deren Wasser- und Nährstoffaufnahme erheblich. Ein vielfältiges Bodenleben konkurriert mit Krankheitserregern um Nährstoffe und Raum, wodurch die Ausbreitung von Pathogenen gehemmt wird. Regenwürmer lockern den Boden und verbessern die Drainage, was Staunässe und damit Pilzkrankheiten vorbeugt. Durch Fruchtwechsel wird das Bodenleben gefördert, da verschiedene Kulturen unterschiedliche Mikroorganismen anziehen und ernähren. Gründüngung und Kompostgaben unterstützen das Bodenleben zusätzlich. Ein gesundes Bodenleben macht die Tomaten widerstandsfähiger gegen Stress und Krankheiten und verbessert die Nährstoffversorgung nachhaltig.
  14. Welche Rolle spielen Nematoden bei der Fruchtfolgeplanung für Salattomaten?
    Nematoden spielen eine wichtige Rolle bei der Fruchtfolgeplanung für Salattomaten, da verschiedene Arten sowohl schädlich als auch nützlich sein können. Wurzelgallen-Nematoden (Meloidogyne-Arten) können Tomatenwurzeln erheblich schädigen und zu Kümmerwuchs führen. Diese Schaderreger vermehren sich besonders stark bei wiederholtem Tomatenanbau am gleichen Standort. Deshalb ist ein Fruchtwechsel mit nematoden-resistenten oder -reduzierenden Kulturen wichtig. Tagetes (Studentenblumen) sind hervorragend geeignet, da sie Substanzen absondern, die schädliche Nematoden dezimieren. Auch Senf als Gründüngung wirkt nematodenreduzierend. Auf der anderen Seite gibt es nützliche Nematoden, die Schädlinge bekämpfen. Die Fruchtfolgeplanung sollte Kulturen einbeziehen, die das Nematoden-Gleichgewicht positiv beeinflussen. Ein dreijähriger Fruchtwechsel unterbricht die Vermehrungszyklen schädlicher Nematoden effektiv. Resistente Tomatensorten können zusätzlich helfen, Nematodenschäden zu minimieren.
  15. Wie erstellt man einen praktischen Rotationsplan für Salattomaten im Kleingarten?
    Ein praktischer Rotationsplan für Salattomaten im Kleingarten beginnt mit der Einteilung des Gartens in mindestens drei bis vier Bereiche. Jeder Bereich wird einer Kulturgruppe zugeordnet: Starkzehrer (Tomaten, Kohl), Mittelzehrer (Wurzelgemüse) und Schwachzehrer/Gründüngung (Salate, Hülsenfrüchte). Jahr 1: Salattomaten in Bereich A, Wurzelgemüse in B, Hülsenfrüchte in C. Jahr 2: Rotation um einen Bereich - Wurzelgemüse in A, Hülsenfrüchte in B, Tomaten in C. So wandern die Kulturen jährlich weiter. In kleinen Gärten können Hochbeete die Rotation erleichtern. Wichtig ist die Dokumentation in einem Gartentagebuch mit Plan-Skizzen. Zwischenkulturen und Gründüngung füllen Lücken. Mischkultur-Elemente wie Basilikum oder Tagetes können flexibel ergänzt werden. Der Plan sollte jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Wettereinflüsse und Sortenwechsel können Planänderungen erforderlich machen.
  16. Welche Dokumentationsmethoden helfen bei der Umsetzung des Fruchtwechsels?
    Für die erfolgreiche Umsetzung des Fruchtwechsels gibt es verschiedene bewährte Dokumentationsmethoden. Ein klassisches Gartentagebuch ist unverzichtbar - hier werden Aussaat- und Erntetermine, Wetterbedingungen, Schädlingsbefall und Erträge festgehalten. Beetpläne mit Skizzen zeigen die räumliche Verteilung der Kulturen über die Jahre. Eine einfache Tabelle mit Spalten für Jahr, Beetbereich und angebaute Kultur bietet schnellen Überblick. Farbcodierung kann verschiedene Kulturgruppen (Stark-/Mittel-/Schwachzehrer) optisch unterscheiden. Digitale Tools wie Garten-Apps oder Excel-Tabellen ermöglichen einfache Anpassungen und Erinnerungen. Fotos vom Garten zu verschiedenen Jahreszeiten dokumentieren Wachstumserfolg und Probleme visuell. Erfolgreiche oder problematische Sortenkombinationen sollten besonders vermerkt werden. Eine Jahresplanung im Voraus hilft, rechtzeitig Saatgut zu bestellen und Termine zu planen. Wichtig ist ein System, das kontinuierlich gepflegt wird und auch nach Jahren noch verständlich bleibt.
  17. Stimmt es, dass Tomaten den Boden völlig auslaugen und unbrauchbar machen?
    Nein, Tomaten machen den Boden nicht völlig unbrauchbar, aber sie beanspruchen ihn stark. Als Starkzehrer entziehen Salattomaten dem Boden viele Nährstoffe, besonders Stickstoff, Phosphor und Kalium. Nach der Ernte ist der Boden tatsächlich weniger nährstoffreich, aber keineswegs unbrauchbar. Das Problem entsteht erst bei wiederholtem Tomatenanbau ohne Bodenpflege - dann kann es zu Bodenmüdigkeit kommen. Krankheitserreger reichern sich an und die Bodenstruktur verschlechtert sich. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich der Boden aber schnell regenerieren: Kompostgaben, Gründüngung und der Anbau von Hülsenfrüchten bringen Nährstoffe zurück. Ein durchdachter Fruchtwechsel verhindert Überbeanspruchung von vornherein. Sogar stark beanspruchter Boden kann durch organische Düngung und Bodenverbesserungsmaßnahmen wieder fruchtbar werden. Die Behauptung der völligen Auslaugung ist also ein Mythos - richtige Pflege macht jeden Tomatenboden wieder produktiv.
  18. Gibt es regionale Unterschiede beim Fruchtwechsel von Salattomaten in Deutschland?
    Ja, es gibt durchaus regionale Unterschiede beim Fruchtwechsel von Salattomaten in Deutschland. In kühleren Regionen Norddeutschlands ist die Anbausaison kürzer, was die Auswahl der Vor- und Nachkulturen beeinflusst. Hier eignen sich schnellwachsende Zwischenkulturen oder winterharte Gründüngung. In wärmeren Regionen Süddeutschlands können längere Anbauzyklen und mehr Zwischenkulturen realisiert werden. Bodentypen variieren regional stark: Auf den schweren Lehmböden Norddeutschlands sind drainage-verbessernde Vorkulturen wichtiger, während sandige Böden Süddeutschlands eher humusaufbauende Maßnahmen benötigen. Regionale Krankheitsdruck unterscheiden sich - in feuchten Küstenregionen ist Kraut- und Braunfäule problematischer als in trockenen Gebieten. Die Verfügbarkeit regionaler Sorten und Anbieter beeinflusst ebenfalls die Planung. Höhenlagen haben kürzere Vegetationsperioden und erfordern angepasste Fruchtfolgen. Trotz dieser Unterschiede bleiben die Grundprinzipien des Fruchtwechsels überall gültig - nur die praktische Umsetzung wird regional angepasst.
  19. Worin unterscheidet sich der Nährstoffbedarf von Salattomaten und Fleischtomaten?
    Der Nährstoffbedarf von Salattomaten und Fleischtomaten unterscheidet sich hauptsächlich in der Menge und Zusammensetzung. Fleischtomaten haben aufgrund ihrer größeren Früchte einen höheren Kalium-Bedarf für die Fruchtentwicklung und den Geschmack. Sie benötigen auch mehr Calcium zur Vorbeugung von Blütenendfäule. Salattomaten haben einen etwas geringeren Gesamtnährstoffbedarf, da ihre Früchte kleiner sind. Der Phosphor-Bedarf für die Blütenbildung ist bei Fleischtomaten höher, da sie weniger, aber größere Früchte bilden. Beide Sorten benötigen viel Stickstoff für das Blattwachstum, wobei Fleischtomaten aufgrund ihrer oft höheren Wuchsform etwas mehr brauchen können. Magnesium für die Photosynthese ist bei beiden wichtig, aber Fleischtomaten haben aufgrund der größeren Blattmasse einen leicht erhöhten Bedarf. In der Fruchtfolgeplanung können beide Tomatensorten ähnlich behandelt werden, da die Unterschiede relativ gering sind. Beide zählen zu den Starkzehrern und benötigen den gleichen Fruchtwechsel.
  20. Was unterscheidet Bodenrotation von anderen Anbaumethoden bei Tomaten?
    Bodenrotation unterscheidet sich von anderen Anbaumethoden durch den systematischen Wechsel der Anbauflächen für Tomaten über mehrere Jahre. Im Gegensatz zum Monokultur-Anbau am gleichen Standort werden die Tomaten jährlich auf verschiedene Beetbereiche gesetzt. Dies unterscheidet sich von der Mischkultur, wo verschiedene Pflanzen gleichzeitig auf derselben Fläche wachsen. Gegenüber dem Gewächshaus- oder Containeranbau nutzt Bodenrotation natürliche Bodenprozesse zur Regeneration. Während beim Bodenaustausch neue Erde verwendet wird, arbeitet Rotation mit der vorhandenen Gartenerde. Im Vergleich zu intensiven Düngungsmethoden setzt Bodenrotation auf natürliche Bodenerholung durch verschiedene Kulturen. Hydroponik oder erdlose Substrate umgehen Bodenprobleme komplett, während Rotation sie natürlich löst. Der Hauptvorteil der Bodenrotation liegt in der nachhaltigen Bodengesundheit, der Kostenersparnis und der Förderung des natürlichen Ökosystems. Sie erfordert mehr Planung, aber weniger externe Inputs als andere Methoden.
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