Weißkohl, Rotkohl, Wirsing – Sorten, Aussaat und Ernte

Weißkohl, Rotkohl und Wirsing sind Kopfkohle, die vom Gemüsekohl (Brassica oleracea) abstammen. Früher waren diese Kohlsorten deftiges Herbst- und Wintergemüse. Eingelagert in Erdmieten oder kühlen Kellern, sicherten sie die Ernährung im Winter. Sauerkraut aus Weißkohl war bis in die Neuzeit der wichtigste Vitamin-C-Lieferant in der kalten Jahreszeit. Traditionelle Kopfkohlsorten haben darum große, schwere und gut lagerbare Köpfe mit festen Blättern.

Neuere Kohlsorten entsprechen dagegen den Anforderungen der modernen, leichten Küche. Ihre Köpfe sind kleiner, so dass sie auch von kleinen Familien oder in Singlehaushalten verbraucht werden können. Für Kohlrouladen, die Zubereitung von Salaten wie dem American Coleslaw oder als Pfannengemüse eignen sie sich besser, weil ihre Blätter feiner, weicher und süßer sind. Sie reifen auch schneller und benötigen weniger Platz, so dass sie auch in Hochbeeten an der Terrasse oder auf dem Balkon angebaut werden können. Resistente und tolerante Kohlsorten sind besonders gut für den biologischen Anbau geeignet.

Kohl aussäen und pflanzen

Kopfkohl wird in kleinen Töpfen oder Anzuchtplatten vorgezogen. Die Hauptaussaatzeit ist von März bis Mai. Bei einer Keimtemperatur zwischen 10 und 20 °C geht die Saat innerhalb von 6 bis 10 Tagen auf. Die Jungpflanzen können bei Temperaturen von 8 bis 10 °C herangezogen werden. Nach etwa 4 Wochen haben die Pflanzen 4 bis 5 Laubblätter und sind groß genug, um ins Beet gepflanzt zu werden. Halten Sie den Boden immer gut feucht, damit die Jungpflanzen gut anwachsen können.

Der Pflanzabstand ist abhängig von der Sorte und der Reifegruppe. Frühe, schnell reifende Sorten können dichter gepflanzt werden als späte Kohle. Frühe Sorten mit einem Kopfgewicht von ca. 1 kg können auf einen Abstand von 30 mal 30 cm gesetzt werden. Lagersorten mit Gewichten bis 8 kg brauchen einen Abstand von 50 mal 75 cm.

Schützen Sie die Pflanzen am besten sofort mit Gemüseschutznetzen. Diese halten nicht nur Kohlweißlinge, Kohleulen und Kohlfliegen fern, sondern schützen die Köpfe auch vor Hagelschlag und Wildverbiss durch Tauben, Kaninchen, Hasen und Rehe.

Kohl im Garten anbauen

Alle Kopfkohle sind gute Nachkulturen von Bohnen und Erbsen. Sie profitieren von dem Stickstoff, den diese Leguminosen mit Hilfe ihrer Knöllchenbakterien gesammelt haben. Die Pflanzen können Nährstoffe aus einer Tiefe bis zu 90 cm nutzen. Dadurch reduzieren Sie die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser.

Kohlgemüse wächst besonders gut auf tiefgründigen, feuchten Böden. Niederschläge, eine hohe Luftfeuchtigkeit und mildes maritimes Klima fördern sein Wachstum. Besonders im Sommer ist auf eine gleichmäßige Wasserversorgung zu achten. Bei Trockenheit wachsen die Köpfe nicht richtig und bleiben klein. Bei plötzlichen großen Wassergabe nach dem Kopfschluss, können die Köpfe platzen. Die Kulturdauer ist sortenabhängig und sehr unterschiedlich. Beim Weißkohl und beim Wirsing können frühe Sorten bereits zwei Monate nach der Pflanzung geerntet werden. Auf sie können noch Winterkulturen wie Spinat oder Porree folgen. Späte Kohle sind dagegen erst nach 120 bis 160 Tagen erntereif und bleiben zum Teil über Winter auf dem Beet. Rotkohl braucht in allen Reifegruppen etwa 20 Tage länger zum Wachsen als die anderen Kopfkohle.

Kohl ist anfällig für Nachbaukrankheiten wie Kohlhernie, Adernschwärze und Umfallkrankheiten. Darum ist es wichtig Anbaupausen von mindestens vier Jahren zwischen zwei Kohlkulturen auf demselben Beet einzuhalten.

Für jede Verwendung die richtige Sorte

Es gibt Weißkohl- und Rotkohl-Sorten mit festen oder lockeren runden, spitzen oder flachrunden Köpfen. Je fester der Kopf ist, desto besser sind seine Lagerfähigkeit und die Eignung für die Sauerkrautzubereitung (Einschnitt). Solche Sorten werden als Dauerkohl oder Lagerkohl verwendet. Ihre Köpfe sind 4 bis 8 Kilogramm schwer. Die meisten alten, samenfesten Traditionssorten sind solche Typen.

Lockere Köpfe haben feinere Blätter, die sich einzeln ablösen lassen. Das ist ideal für die Zubereitung von Kohlrouladen, Krautwickeln oder Wraps. Die Köpfe wiegen meistens zwischen 2,5 und 4 Kilogramm. Der bekannte Spitzkohl „Filderkraut“ gehört zu diesen Sorten.

Frühe Sorten sind bereits im Mai und Juni erntereif. Sie können passend zur Grillsaison zu frischen Salaten verarbeitet werden. Außer Krautsalat lassen sich auch leichte Beilagen wie zum Beispiel eine Rotkohl-Apfel-Rohkost mit karamellisierten Walnüssen aus ihnen zubereiten. Die Köpfe wiegen zwischen 600 Gramm und 2 Kilogramm und sind ideal für kleine Familien und Singlehaushalte. Sie können mit einem Abstand von 30 mal 30 cm gepflanzt werden und eignen sich darum auch für den Anbau in kleinen Gärten und Hochbeeten.

Beim Wirsing gibt es frühe und späte Sorten und auch die Lagerbarkeit ist unterschiedlich. Frühe Sorten können ab Juni geerntet werden. Unter den späten Sorten sind einige frosthart und können in Regionen mit mildem Klima auf dem Beet überwintern. Lagersorten halten im kühlen Keller mehrere Wochen. Die meisten Wirsingsorten müssen aber nach der Ernte innerhalb weniger Tage verarbeitet werden.

Einige neue Kohl-Züchtungen sind tolerant gegen Kohlhernie und Fusarium. Wenn Sie Probleme mit dem Anbau von Kohl auf ihren Beeten haben, sollten Sie bevorzugt solche Sorten wählen.

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Weißkohl, Rotkohl, Wirsing – Sorten, Aussaat und Ernte

Weißkohl, Rotkohl und Wirsing sind Kopfkohle, die vom Gemüsekohl (Brassica oleracea) abstammen. Früher waren diese Kohlsorten deftiges Herbst- und Wintergemüse. Eingelagert in Erdmieten oder kühlen Kellern, sicherten sie die Ernährung im Winter. Sauerkraut aus Weißkohl war bis in die Neuzeit der wichtigste Vitamin-C-Lieferant in der kalten Jahreszeit. Traditionelle Kopfkohlsorten haben darum große, schwere und gut lagerbare Köpfe mit festen Blättern.

Neuere Kohlsorten entsprechen dagegen den Anforderungen der modernen, leichten Küche. Ihre Köpfe sind kleiner, so dass sie auch von kleinen Familien oder in Singlehaushalten verbraucht werden können. Für Kohlrouladen, die Zubereitung von Salaten wie dem American Coleslaw oder als Pfannengemüse eignen sie sich besser, weil ihre Blätter feiner, weicher und süßer sind. Sie reifen auch schneller und benötigen weniger Platz, so dass sie auch in Hochbeeten an der Terrasse oder auf dem Balkon angebaut werden können. Resistente und tolerante Kohlsorten sind besonders gut für den biologischen Anbau geeignet.

Kohl aussäen und pflanzen

Kopfkohl wird in kleinen Töpfen oder Anzuchtplatten vorgezogen. Die Hauptaussaatzeit ist von März bis Mai. Bei einer Keimtemperatur zwischen 10 und 20 °C geht die Saat innerhalb von 6 bis 10 Tagen auf. Die Jungpflanzen können bei Temperaturen von 8 bis 10 °C herangezogen werden. Nach etwa 4 Wochen haben die Pflanzen 4 bis 5 Laubblätter und sind groß genug, um ins Beet gepflanzt zu werden. Halten Sie den Boden immer gut feucht, damit die Jungpflanzen gut anwachsen können.

Der Pflanzabstand ist abhängig von der Sorte und der Reifegruppe. Frühe, schnell reifende Sorten können dichter gepflanzt werden als späte Kohle. Frühe Sorten mit einem Kopfgewicht von ca. 1 kg können auf einen Abstand von 30 mal 30 cm gesetzt werden. Lagersorten mit Gewichten bis 8 kg brauchen einen Abstand von 50 mal 75 cm.

Schützen Sie die Pflanzen am besten sofort mit Gemüseschutznetzen. Diese halten nicht nur Kohlweißlinge, Kohleulen und Kohlfliegen fern, sondern schützen die Köpfe auch vor Hagelschlag und Wildverbiss durch Tauben, Kaninchen, Hasen und Rehe.

Kohl im Garten anbauen

Alle Kopfkohle sind gute Nachkulturen von Bohnen und Erbsen. Sie profitieren von dem Stickstoff, den diese Leguminosen mit Hilfe ihrer Knöllchenbakterien gesammelt haben. Die Pflanzen können Nährstoffe aus einer Tiefe bis zu 90 cm nutzen. Dadurch reduzieren Sie die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser.

Kohlgemüse wächst besonders gut auf tiefgründigen, feuchten Böden. Niederschläge, eine hohe Luftfeuchtigkeit und mildes maritimes Klima fördern sein Wachstum. Besonders im Sommer ist auf eine gleichmäßige Wasserversorgung zu achten. Bei Trockenheit wachsen die Köpfe nicht richtig und bleiben klein. Bei plötzlichen großen Wassergabe nach dem Kopfschluss, können die Köpfe platzen. Die Kulturdauer ist sortenabhängig und sehr unterschiedlich. Beim Weißkohl und beim Wirsing können frühe Sorten bereits zwei Monate nach der Pflanzung geerntet werden. Auf sie können noch Winterkulturen wie Spinat oder Porree folgen. Späte Kohle sind dagegen erst nach 120 bis 160 Tagen erntereif und bleiben zum Teil über Winter auf dem Beet. Rotkohl braucht in allen Reifegruppen etwa 20 Tage länger zum Wachsen als die anderen Kopfkohle.

Kohl ist anfällig für Nachbaukrankheiten wie Kohlhernie, Adernschwärze und Umfallkrankheiten. Darum ist es wichtig Anbaupausen von mindestens vier Jahren zwischen zwei Kohlkulturen auf demselben Beet einzuhalten.

Für jede Verwendung die richtige Sorte

Es gibt Weißkohl- und Rotkohl-Sorten mit festen oder lockeren runden, spitzen oder flachrunden Köpfen. Je fester der Kopf ist, desto besser sind seine Lagerfähigkeit und die Eignung für die Sauerkrautzubereitung (Einschnitt). Solche Sorten werden als Dauerkohl oder Lagerkohl verwendet. Ihre Köpfe sind 4 bis 8 Kilogramm schwer. Die meisten alten, samenfesten Traditionssorten sind solche Typen.

Lockere Köpfe haben feinere Blätter, die sich einzeln ablösen lassen. Das ist ideal für die Zubereitung von Kohlrouladen, Krautwickeln oder Wraps. Die Köpfe wiegen meistens zwischen 2,5 und 4 Kilogramm. Der bekannte Spitzkohl „Filderkraut“ gehört zu diesen Sorten.

Frühe Sorten sind bereits im Mai und Juni erntereif. Sie können passend zur Grillsaison zu frischen Salaten verarbeitet werden. Außer Krautsalat lassen sich auch leichte Beilagen wie zum Beispiel eine Rotkohl-Apfel-Rohkost mit karamellisierten Walnüssen aus ihnen zubereiten. Die Köpfe wiegen zwischen 600 Gramm und 2 Kilogramm und sind ideal für kleine Familien und Singlehaushalte. Sie können mit einem Abstand von 30 mal 30 cm gepflanzt werden und eignen sich darum auch für den Anbau in kleinen Gärten und Hochbeeten.

Beim Wirsing gibt es frühe und späte Sorten und auch die Lagerbarkeit ist unterschiedlich. Frühe Sorten können ab Juni geerntet werden. Unter den späten Sorten sind einige frosthart und können in Regionen mit mildem Klima auf dem Beet überwintern. Lagersorten halten im kühlen Keller mehrere Wochen. Die meisten Wirsingsorten müssen aber nach der Ernte innerhalb weniger Tage verarbeitet werden.

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