Knollensellerie, Stangensellerie und Schnittsellerie

Die Wildform des Selleries ist fast weltweit verbreitet. Der Doldenblütler wächst bevorzugt auf feuchten Böden und ist sehr salztolerant. Blätter und Wurzeln riechen sehr streng und schmecken scharf-bitter. Es gibt drei schmackhafte, aromatische Kulturformen, die als Gemüse und Kräuter angebaut werden.

Vom Stangensellerie werden die besonders kräftigen Blattstiele verwendet. Deutlich feineres Laub hat Schnittsellerie. Er wächst nach dem Schnitt wieder nach und dient als Würzkraut. Knollensellerie bildet dicke, aromatische Wurzelknollen, die Bestandteil von Suppengemüse sind.

Sellerie aussäen und pflanzen

Sellerie hat eine lange Kulturdauer und muss darum früh im Jahr ausgesät werden. Zum Schutz der Jungpflanzen vor Kälte werden sie im Haus oder Gewächshaus vorgezogen. Etwa 8 Wochen nach der Aussaat können die Pflanzen ins Beet gesetzt werden.

Sellerie hat sehr feinen Samen, der bei der Aussaat nicht mit Erde abgedeckt wird. Streuen Sie die Saat auf feuchte Anzuchterde in einem Anzuchtgewächshaus oder in einer Anzuchtplatte und drücken Sie sie nur an. Die Samen sind bei kühler, trockener und dunkler Lagerung etwa 3 Jahre haltbar. Mit der Zeit nimmt die Keimfähigkeit aber ab. Verwenden Sie darum immer möglichst frisches Saatgut.

Bei einer Temperatur von 18 bis 22 °C laufen die Sämlinge innerhalb von zwei bis drei Wochen auf. Meiden Sie in der Weiterkultur Temperaturen unter 16 °C, weil die ein vorzeitiges in Blüteschießen der Jungpflanzen auslösen können.

Ab Ende April bis spätestens Mitte Juni werden die Sellerie-Jungpflanzen mit einem Abstand von 40 mal 40 cm ins Freiland gepflanzt. Sellerie liebt nährstoff- und humusreichen, feuchten Boden an sonniger Stelle. Gute Mischkulturpartner sind Bohnen, Gurken, Kohl (Weißkohl, Brokkoli, etc.), Kohlrabi, Knoblauch, Porree, Spinat, Pastinaken, Möhren, und Tomaten.

Die verschiedenen Sellerie-Arten

Stangensellerie

Beim Stangensellerie handelt es sich um die Varietät Apium graveolens var. dulce. Er wird vor allem als Snackgemüse zum Dippen, für frische Salate oder als Beilage gedünstet gegessen. Die gerippten Stiele sind fest und haben an der Oberseite eine breite Rinne.

Alte Stangensellerie-Sorten werden gebleicht indem die Stängel im unteren Bereich zwei bis drei Wochen vor der Ernte lichtdicht umwickelt oder mit Erde angehäufelt werden. Dadurch werden sie zarter. Neue Sorten sind selbstbleichend. Unter ihnen gibt es schossfeste Selektionen und auch solche mit Toleranzen gegen Sellerierost. Eine dekorative Abwechslung ist roter Stangensellerie. Er wird im Herbst rötlich.

Schnittsellerie

Der Schnittsellerie (Apium graveolens var. secalinum) hat dünnere Stiele und weichere Blätter als der Stangensellerie. Er wird wie Petersilie als Würzkraut kultiviert und kann im Kräuterbeet oder im Balkonkasten von März bis November wiederholt zurück geschnitten werden. Diese Form ist in der Kultur am anspruchslosesten.

Knollensellerie

Der Knollensellerie ist Bestandteil des Suppengrüns und seine Knolle gibt Eintöpfen Aroma. Botanisch handelt es sich um Apium graveolens var. rapaceum. Die Knolle ist zwischen 200 und 2000 g schwer und hat einen Durchmesser von 9 bis 12 cm. Knollensellerie bringt im Garten etwa einen Ertrag von 2,5 bis 3 kg pro Quadratmeter. Diese Menge ist ausreichend für den Jahresbedarf von etwa 2 bis 3 Personen.

Knollensellerie ist von den drei Kulturformen am schwierigsten anzubauen. Die Pflanzen haben einen hohen Bedarf an Stickstoff und Kalium. Darum sollten Sie vor der Pflanzung eine Grunddüngung geben und im Sommer noch zweimal eine Kopfdüngung ergänzen. Bei der Pflanzung werden die Jungpflanzen nur so tief eingesetzt, dass ein Teil des Knollenansatzes über der Erde bleibt. Dadurch bilden sich weniger Wurzeln an den Knollen, was das Putzen in der Küche erleichtert.

Den größten Zuwachs haben die Knollen im August und September. Dann ist eine gute Wasserversorgung besonders wichtig.Besonders empfehlenswert sind schossfeste Sorten mit Resistenzen gegen Sellerierost.

Das Kraut des Knollenselleries kann wie Schnittsellerie verwendet werden. Wenn Sie den Pflanzen aber Blätter abschneiden, wirkt sich das negativ auf das Wachstum der Knollen aus. Sie können aber überzählige Knollenselleriepflanzen statt Schnittsellerie verwenden und regelmäßig abernten.

Mehr dazu Weniger anzeigen
Die Wildform des Selleries ist fast weltweit verbreitet. Der Doldenblütler wächst bevorzugt auf feuchten Böden und ist sehr salztolerant. Blätter und Wurzeln riechen sehr streng und schmecken... mehr erfahren »
Fenster schließen
Knollensellerie, Stangensellerie und Schnittsellerie

Die Wildform des Selleries ist fast weltweit verbreitet. Der Doldenblütler wächst bevorzugt auf feuchten Böden und ist sehr salztolerant. Blätter und Wurzeln riechen sehr streng und schmecken scharf-bitter. Es gibt drei schmackhafte, aromatische Kulturformen, die als Gemüse und Kräuter angebaut werden.

Vom Stangensellerie werden die besonders kräftigen Blattstiele verwendet. Deutlich feineres Laub hat Schnittsellerie. Er wächst nach dem Schnitt wieder nach und dient als Würzkraut. Knollensellerie bildet dicke, aromatische Wurzelknollen, die Bestandteil von Suppengemüse sind.

Sellerie aussäen und pflanzen

Sellerie hat eine lange Kulturdauer und muss darum früh im Jahr ausgesät werden. Zum Schutz der Jungpflanzen vor Kälte werden sie im Haus oder Gewächshaus vorgezogen. Etwa 8 Wochen nach der Aussaat können die Pflanzen ins Beet gesetzt werden.

Sellerie hat sehr feinen Samen, der bei der Aussaat nicht mit Erde abgedeckt wird. Streuen Sie die Saat auf feuchte Anzuchterde in einem Anzuchtgewächshaus oder in einer Anzuchtplatte und drücken Sie sie nur an. Die Samen sind bei kühler, trockener und dunkler Lagerung etwa 3 Jahre haltbar. Mit der Zeit nimmt die Keimfähigkeit aber ab. Verwenden Sie darum immer möglichst frisches Saatgut.

Bei einer Temperatur von 18 bis 22 °C laufen die Sämlinge innerhalb von zwei bis drei Wochen auf. Meiden Sie in der Weiterkultur Temperaturen unter 16 °C, weil die ein vorzeitiges in Blüteschießen der Jungpflanzen auslösen können.

Ab Ende April bis spätestens Mitte Juni werden die Sellerie-Jungpflanzen mit einem Abstand von 40 mal 40 cm ins Freiland gepflanzt. Sellerie liebt nährstoff- und humusreichen, feuchten Boden an sonniger Stelle. Gute Mischkulturpartner sind Bohnen, Gurken, Kohl (Weißkohl, Brokkoli, etc.), Kohlrabi, Knoblauch, Porree, Spinat, Pastinaken, Möhren, und Tomaten.

Die verschiedenen Sellerie-Arten

Stangensellerie

Beim Stangensellerie handelt es sich um die Varietät Apium graveolens var. dulce. Er wird vor allem als Snackgemüse zum Dippen, für frische Salate oder als Beilage gedünstet gegessen. Die gerippten Stiele sind fest und haben an der Oberseite eine breite Rinne.

Alte Stangensellerie-Sorten werden gebleicht indem die Stängel im unteren Bereich zwei bis drei Wochen vor der Ernte lichtdicht umwickelt oder mit Erde angehäufelt werden. Dadurch werden sie zarter. Neue Sorten sind selbstbleichend. Unter ihnen gibt es schossfeste Selektionen und auch solche mit Toleranzen gegen Sellerierost. Eine dekorative Abwechslung ist roter Stangensellerie. Er wird im Herbst rötlich.

Schnittsellerie

Der Schnittsellerie (Apium graveolens var. secalinum) hat dünnere Stiele und weichere Blätter als der Stangensellerie. Er wird wie Petersilie als Würzkraut kultiviert und kann im Kräuterbeet oder im Balkonkasten von März bis November wiederholt zurück geschnitten werden. Diese Form ist in der Kultur am anspruchslosesten.

Knollensellerie

Der Knollensellerie ist Bestandteil des Suppengrüns und seine Knolle gibt Eintöpfen Aroma. Botanisch handelt es sich um Apium graveolens var. rapaceum. Die Knolle ist zwischen 200 und 2000 g schwer und hat einen Durchmesser von 9 bis 12 cm. Knollensellerie bringt im Garten etwa einen Ertrag von 2,5 bis 3 kg pro Quadratmeter. Diese Menge ist ausreichend für den Jahresbedarf von etwa 2 bis 3 Personen.

Knollensellerie ist von den drei Kulturformen am schwierigsten anzubauen. Die Pflanzen haben einen hohen Bedarf an Stickstoff und Kalium. Darum sollten Sie vor der Pflanzung eine Grunddüngung geben und im Sommer noch zweimal eine Kopfdüngung ergänzen. Bei der Pflanzung werden die Jungpflanzen nur so tief eingesetzt, dass ein Teil des Knollenansatzes über der Erde bleibt. Dadurch bilden sich weniger Wurzeln an den Knollen, was das Putzen in der Küche erleichtert.

Den größten Zuwachs haben die Knollen im August und September. Dann ist eine gute Wasserversorgung besonders wichtig.Besonders empfehlenswert sind schossfeste Sorten mit Resistenzen gegen Sellerierost.

Das Kraut des Knollenselleries kann wie Schnittsellerie verwendet werden. Wenn Sie den Pflanzen aber Blätter abschneiden, wirkt sich das negativ auf das Wachstum der Knollen aus. Sie können aber überzählige Knollenselleriepflanzen statt Schnittsellerie verwenden und regelmäßig abernten.

Topseller
Knollensellerie Mars Knollensellerie Mars
Inhalt 1 Portion
2,29 € *
Knollensellerie Mars Knollensellerie Mars
Inhalt 1 Portion
2,29 € *
Filter schließen
Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!
Knollensellerie Mars
Knollensellerie Mars
Inhalt 1 Portion
2,29 € *
Knollensellerie Mars
Knollensellerie Mars
Inhalt 1 Portion
2,29 € *
Zuletzt angesehen