Blattgemüse und Salate: Der ultimative Anbaukalender für das ganze Jahr

Immer frisches Blattgemüse: Anbaukalender für Blattgemüse und Salate

Frisches Grün aus dem eigenen Garten – ein Traum für jeden Hobbygärtner.

Grüne Ernte das ganze Jahr: Tipps für Ihren Gemüsegarten

  • Planen Sie Ihren Anbau nach Jahreszeiten
  • Berücksichtigen Sie regionale Klimabedingungen
  • Wählen Sie frost- und hitzeresistente Sorten
  • Nutzen Sie Frühbeete für frühe Ernten
  • Achten Sie auf die richtige Bodenvorbereitung

Die Bedeutung eines Anbaukalenders für Blattgemüse und Salate

Ein durchdachter Anbaukalender ist entscheidend für einen erfolgreichen Gemüsegarten. Er unterstützt Sie dabei, den Überblick zu behalten und rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Besonders bei Blattgemüse und Salaten, die oft mehrmals im Jahr angebaut werden können, ist eine gute Planung unerlässlich.

Mit einem Anbaukalender können Sie:

  • Die Aussaat- und Erntezeiten optimal nutzen
  • Eine kontinuierliche Ernte über die Saison hinweg sicherstellen
  • Fruchtfolgen und Mischkulturen clever planen
  • Regionale Besonderheiten berücksichtigen

Von Kopfsalat bis Rucola: Ein Überblick über beliebte Blattgemüse und Salatsorten

Die Vielfalt an Blattgemüse und Salaten ist beeindruckend. Hier ein kleiner Einblick in die Welt der grünen Köstlichkeiten:

Klassische Salate

  • Kopfsalat: Der Allrounder unter den Salaten, einfach im Anbau
  • Eichblattsalat: Zart im Geschmack, mit charakteristischer Blattform
  • Batavia: Knackig und haltbar, ideal für Mischsalate

Blattgemüse

  • Spinat: Nährstoffreich und vielseitig verwendbar
  • Mangold: Robust und ertragreich, mit essbaren Stielen
  • Rucola: Würzig-pikant, schnell wachsend

Spezialitäten

  • Feldsalat: Winterhart und vitaminreich
  • Asia-Salate: Vielfältige Geschmacksnuancen, oft mehrfach erntbar
  • Löwenzahn: Wild wachsend oder kultiviert, mit herbem Aroma

Das Gartenjahr im Überblick: Wann pflanzen, wann ernten?

Um das Beste aus Ihrem Gemüsegarten herauszuholen, ist es wichtig, das Gartenjahr in verschiedene Phasen einzuteilen. Jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Herausforderungen und Möglichkeiten mit sich.

Frühling (März bis Mai)

Der Startschuss für viele Blattgemüse und Salate. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, können Sie loslegen. Nutzen Sie Frühbeete oder Folientunnel, um die Saison zu verlängern.

Sommer (Juni bis August)

Die Hauptsaison für viele Salate. Achten Sie auf regelmäßige Bewässerung und wählen Sie hitzeresistente Sorten.

Herbst (September bis November)

Ideale Zeit für einen zweiten Anbau vieler Blattgemüse. Winterharte Sorten können jetzt für eine frühe Ernte im nächsten Jahr ausgesät werden.

Winter (Dezember bis Februar)

Planungszeit! Jetzt heißt es, den Anbauplan für das kommende Jahr zu erstellen und frostempfindliche Pflanzen zu schützen.

Regionale Unterschiede beachten: Vom Alpenvorland bis zur Küste

Deutschland ist klimatisch vielfältig, was sich auch im Gemüseanbau bemerkbar macht. Während in Süddeutschland oft früher mit dem Anbau begonnen werden kann, müssen Gärtner an der Küste mit mehr Wind und Regen rechnen.

Einige regionale Besonderheiten:

  • Norddeutschland: Später Frühlingsbeginn, milde Sommer. Ideal für Salate und kältetolerante Sorten.
  • Mittelgebirge: Kürzere Vegetationsperiode. Frühbeete und Gewächshäuser sind hier besonders nützlich.
  • Süddeutschland: Längere Vegetationsperiode, aber Spätfrostgefahr. Gut für wärmeliebende Sorten geeignet.

Passen Sie Ihren Anbaukalender an Ihre lokalen Bedingungen an und beobachten Sie das Wetter genau. So können Sie flexibel auf Wetterkapriolen reagieren.

Frost- und hitzeempfindliche Sorten: Die richtige Wahl treffen

Nicht alle Blattgemüse und Salate vertragen jedes Wetter gleich gut. Hier eine kleine Übersicht:

Frostempfindliche Sorten

  • Kopfsalat: Verträgt leichten Frost, aber keine anhaltenden Minusgrade
  • Rucola: Empfindlich gegenüber Frost, aber schnell nachwachsend
  • Endivie: Kann bei Frost bitter werden

Hitzetolerante Sorten

  • Römersalat: Verträgt Hitze gut, neigt weniger zum Schossen
  • Mangold: Robust auch bei hohen Temperaturen
  • Asia-Salate: Viele Sorten sind hitzetolerant und schnell wachsend

Wählen Sie Ihre Sorten entsprechend Ihres Standorts und der Jahreszeit aus. Kombinieren Sie verschiedene Sorten, um das Risiko von Ernteausfällen zu minimieren.

Frühjahrsanbau: Der Start in die Gartensaison

Wenn die Tage länger werden und die Sonne wieder Kraft gewinnt, beginnt die spannendste Zeit für Gärtner. Der Frühjahrsanbau von März bis Mai legt den Grundstein für eine erfolgreiche Gartensaison.

Bodenvorbereitung nach dem Winter

Bevor Sie mit der Aussaat beginnen, sollten Sie den Boden gründlich vorbereiten:

  • Entfernen Sie Unkraut und Pflanzenreste vom Vorjahr
  • Lockern Sie den Boden mit einer Grabegabel oder einem Kultivator
  • Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern
  • Kontrollieren Sie den pH-Wert und korrigieren Sie ihn bei Bedarf

Ein gut vorbereiteter Boden ist eine wichtige Voraussetzung für gesunde und kräftige Pflanzen.

Frühbeet und Vorkultur: Dem Frühling einen Schritt voraus

Mit einem Frühbeet oder einer Vorkultur im Haus können Sie die Saison um einige Wochen verlängern:

  • Säen Sie empfindliche Sorten wie Kopfsalat oder Rucola im Frühbeet aus
  • Nutzen Sie Anzuchttöpfe auf der Fensterbank für eine Vorkultur
  • Gewöhnen Sie vorgezogene Pflanzen langsam an Außentemperaturen (Abhärten)

Geeignete Sorten für den Frühjahrsanbau

Folgende Sorten eignen sich besonders gut für den frühen Start:

  • Feldsalat: Robust und kältetolerant
  • Spinat: Wächst auch bei kühlen Temperaturen
  • Pflücksalat: Schnell wachsend und mehrfach erntbar
  • Radieschen: Als Zwischenfrucht ideal

Aussaat- und Pflanztechniken

Je nach Sorte und Platzangebot können Sie verschiedene Techniken anwenden:

  • Direktsaat: Säen Sie robuste Sorten direkt ins Freiland
  • Reihenkultur: Ideal für größere Flächen und maschinelle Bearbeitung
  • Breitsaat: Für dichte Bestände wie bei Babyleaf-Salaten
  • Einzelpflanzung: Für vorgezogene Setzlinge oder größere Salatsorten

Beachten Sie die empfohlenen Abstände auf der Saatgutpackung, um Ihren Pflanzen genug Raum zum Wachsen zu geben.

Mit diesen Tipps sind Sie gut vorbereitet, um im Frühjahr zu beginnen und bald die ersten knackigen Salate und Blattgemüse aus dem eigenen Garten zu genießen. Bedenken Sie: Geduld und Beobachtung sind wichtige Faktoren. Jeder Garten ist einzigartig, und mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was bei Ihnen am besten funktioniert.

Sommeranbau: Hitzeverträgliche Blattgemüse und Salate

Im Hochsommer stellt der Anbau von Blattgemüse und Salaten Hobbygärtner vor besondere Herausforderungen. Die Hitze kann empfindliche Sorten schnell in Stress versetzen und zum Schossen bringen. Doch mit der richtigen Sortenwahl und ein paar Tricks lässt sich auch in der warmen Jahreszeit eine reiche Ernte einfahren.

Hitzeverträgliche Sorten für den Sommeranbau

Für den Anbau von Juni bis August eignen sich besonders robuste und hitzetolerante Sorten. Dazu gehören:

  • Eichblattsalat: Seine tief eingeschnittenen Blätter verdunsten weniger Wasser
  • Batavia-Salate: Bilden lockere Köpfe und sind weniger schossanfällig
  • Romana-Salate: Vertragen Hitze gut und liefern knackige Blätter
  • Asia-Salate wie Mizuna oder Pak Choi: Wachsen auch bei hohen Temperaturen zügig
  • Rucola: Gedeiht problemlos im Sommer und lässt sich mehrmals schneiden

Diese Sorten trotzen der Sommerhitze besser als empfindliche Kopfsalate. Trotzdem sollten Sie auch bei ihnen auf ausreichend Feuchtigkeit und etwas Schatten achten.

Bewässerung und Schattierung im Sommer

Salate und Blattgemüse haben einen hohen Wasserbedarf. An heißen Tagen ist eine regelmäßige Bewässerung unerlässlich. Am besten gießen Sie morgens oder abends, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint. Dabei sollten Sie den Boden gründlich durchfeuchten, statt nur oberflächlich zu wässern.

Ein Mulch aus Rasenschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden und kühlt die Wurzeln. Auch Tröpfchenbewässerung ist ideal, da sie das Wasser gezielt zu den Pflanzen bringt und Verdunstung minimiert.

An besonders heißen Tagen können Sie ihre Salate mit Schattiernetzen oder alten Bettlaken vor der prallen Mittagssonne schützen. Das verhindert Verbrennungen und Trockenstress.

Sukzessivanbau für kontinuierliche Ernte

Um über den ganzen Sommer frischen Salat ernten zu können, empfiehlt sich der Sukzessivanbau. Dabei säen Sie alle 2-3 Wochen kleine Mengen aus. So haben Sie immer erntefähige Pflanzen und vermeiden einen Ernteüberschuss.

Für den Sukzessivanbau eignen sich besonders schnell wachsende Sorten wie Pflücksalate, Rucola oder Asia-Salate. Diese können Sie oft schon nach 4-6 Wochen ernten. Kombinieren Sie verschiedene Sorten für Abwechslung auf dem Teller.

Schädlinge und Krankheiten im Sommer

Leider lieben nicht nur wir Menschen knackige Salate - auch Schnecken und andere Schädlinge haben es auf unser Gemüse abgesehen. Im Sommer können zudem Pilzkrankheiten Probleme bereiten.

Gegen Schnecken helfen Schneckenzäune oder das Auslegen von Vlies. Blattläuse lassen sich mit einer Schmierseifenlösung bekämpfen. Achten Sie beim Gießen darauf, die Blätter trocken zu halten, um Pilzbefall vorzubeugen.

Eine gute Fruchtfolge und Mischkultur mit aromatischen Kräutern wie Basilikum oder Thymian kann ebenfalls helfen, Schädlinge fernzuhalten.

Herbstanbau: Kältetolerante Blattgemüse für die kühlere Jahreszeit

Mit dem Herbst kommen kühlere Temperaturen und kürzere Tage. Für viele Blattgemüse und Salate sind das ideale Bedingungen. Jetzt können Sie noch einmal kräftig aussäen und bis in den Winter hinein ernten.

Winterharte und kältetolerante Sorten

Für den Herbstanbau eignen sich besonders robuste Sorten, die auch leichte Fröste vertragen:

  • Feldsalat: Der Klassiker für den Winteranbau, verträgt Temperaturen bis -15°C
  • Winterpostelein: Ähnlich wie Feldsalat, aber mit saftigeren Blättern
  • Asia-Salate wie Mizuna oder Blattsenf: Wachsen auch bei kühlen Temperaturen zügig
  • Winterspinat: Liefert vitaminreiche Blätter bis in den Frühling
  • Grünkohl: Je kälter, desto süßer und aromatischer werden die Blätter

Diese Sorten können Sie ab August bis in den September hinein aussäen. Sie wachsen langsamer als im Sommer, liefern aber bis weit in den Winter hinein frisches Grün.

Vorbereitung auf Frostperioden

Auch wenn viele Herbst- und Wintersalate recht robust sind, sollten Sie sie vor starkem Frost schützen. Vlies oder Folientunnel helfen, die Pflanzen bei Minusgraden zu schützen. Entfernen Sie die Abdeckung an frostfreien Tagen, damit die Pflanzen Licht bekommen und sich keine Feuchtigkeit staut.

Eine Mulchschicht aus Laub oder Stroh schützt zusätzlich die Wurzeln vor Kälte. Gießen Sie an frostfreien Tagen, wenn der Boden nicht gefroren ist. Trockene Pflanzen sind frostempfindlicher.

Ernteverlängerung durch Abdeckungen

Mit ein paar einfachen Tricks können Sie die Erntesaison bis weit in den Winter hinein verlängern:

  • Folientunnel: Schützen vor Frost und halten die Wärme
  • Frühbeetkästen: Ideal für Feldsalat und andere Wintersalate
  • Vliesabdeckungen: Leicht und flexibel, schützen vor leichtem Frost
  • Glasglocken: Traditionelle Methode, um einzelne Pflanzen zu schützen

Achten Sie darauf, die Abdeckungen bei mildem Wetter zu lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. An sonnigen Wintertagen können die Temperaturen unter Folie oder Glas schnell ansteigen.

Winteranbau und -pflege: Frisches Grün trotz Kälte

Auch in der kalten Jahreszeit muss der Garten nicht ruhen. Mit der richtigen Planung und ein paar Tricks können Sie auch im Winter frisches Blattgemüse ernten.

Überwinterungstechniken für mehrjährige Sorten

Einige Blattgemüse sind mehrjährig und können mit etwas Schutz gut überwintern:

  • Mangold: Die robusten Pflanzen treiben im Frühjahr wieder aus
  • Schnittlauch: Zieht ein, treibt aber im Frühling wieder kräftig aus
  • Winterportulak: Wächst auch unter Schnee weiter

Schützen Sie diese Pflanzen mit einer dicken Mulchschicht aus Laub oder Stroh. Bei starkem Frost können Sie zusätzlich Reisig auflegen. Entfernen Sie welke Blätter, um Fäulnis vorzubeugen.

Gewächshausnutzung im Winter

Ein Gewächshaus ist im Winter sehr nützlich. Hier können Sie frostempfindliche Sorten wie Pflücksalate oder Asia-Salate auch bei Minusgraden kultivieren. Achten Sie auf gute Belüftung an sonnigen Tagen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Im unbeheizten Gewächshaus gedeihen winterharte Sorten wie Feldsalat oder Winterpostelein besonders gut. Sie profitieren von den etwas höheren Temperaturen und dem Schutz vor Nässe.

Planung für das kommende Gartenjahr

Die ruhige Winterzeit eignet sich gut, um das nächste Gartenjahr zu planen. Erstellen Sie einen Anbauplan und berücksichtigen Sie dabei die Fruchtfolge. Blattgemüse sollte nicht direkt auf stark zehrende Kulturen wie Kohl oder Tomaten folgen.

Nutzen Sie die Zeit auch, um Ihr Saatgut zu sortieren und neue Sorten zu bestellen. Vielleicht möchten Sie im kommenden Jahr mal ausgefallenere Salatsorten wie Löwenzahn oder Portulak ausprobieren?

Mit guter Vorbereitung und den richtigen Techniken können Sie das ganze Jahr über frisches Blattgemüse und knackige Salate aus dem eigenen Garten genießen. Von sommerlichen Pflücksalaten bis zum winterharten Feldsalat - für jeden Geschmack und jede Jahreszeit gibt es die passende Sorte.

Spezifische Anbaukalender für beliebte Blattgemüse und Salate

Jede Salatsorte hat ihre eigenen Ansprüche an Anbau und Pflege. Hier ein detaillierter Blick auf einige der beliebtesten Sorten:

Kopfsalat und Eichblattsalat

Kopfsalat und Eichblattsalat sind beliebte Klassiker im Gemüsegarten. Die Aussaat erfolgt ab März im Frühbeet oder ab April direkt ins Freiland. Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen bis August. Die Erntezeit beginnt etwa 6-8 Wochen nach der Aussaat.

Tipp: Bei Hitze neigen diese Sorten zum Schossen. Wählen Sie für den Sommeranbau hitzeresistente Sorten und sorgen Sie für ausreichend Schatten und Feuchtigkeit.

Rucola und Feldsalat

Rucola ist ein schnellwachsender Salat, der bereits nach 4-6 Wochen geerntet werden kann. Die Aussaat ist von März bis September möglich. Feldsalat hingegen ist besonders kältetolerant und kann sogar im Winter angebaut werden. Säen Sie Feldsalat ab August für eine Herbst- und Winterernte.

Achtung: Rucola neigt zum Versamens. Entfernen Sie die Blütenstände rechtzeitig, um eine unerwünschte Ausbreitung zu verhindern.

Mangold und Spinat

Mangold kann von April bis August ausgesät werden und liefert bis zum ersten Frost kontinuierlich Blätter. Spinat gedeiht am besten in der kühleren Jahreszeit. Säen Sie im Frühjahr für eine Frühsommerernte und ab August für eine Herbst- und Winterernte.

Praxistipp: Bei Mangold können Sie die äußeren Blätter ernten und die inneren weiterwachsen lassen - so haben Sie lange etwas von Ihrer Pflanze.

Endivie und Chicorée

Endivie wird hauptsächlich für die Herbsternte ab Juni bis August ausgesät. Chicorée hat eine spezielle Anbautechnik: Im Sommer ausgesät, werden die Wurzeln im Herbst ausgegraben und zum 'Treiben' in dunkle, warme Räume gebracht, wo sie zarte, helle Sprossen bilden.

Wissenswertes: Endivie entwickelt durch leichten Frost einen milderen Geschmack - ideal für Herbstsalate!

Asia-Salate und Babyleaf-Mischungen

Diese Salate sind schnelle Grower und können oft schon nach 3-4 Wochen geerntet werden. Sie eignen sich hervorragend für die Aussaat von März bis September. Viele Asia-Salate sind zudem recht kältetolerant und können bis in den späten Herbst angebaut werden.

Empfehlung: Probieren Sie mal Mizuna oder Pak Choi - diese Asia-Salate bringen Abwechslung in Ihren Salatteller!

Anbautechniken und Pflegetipps für üppige Salaternte

Optimale Standortwahl und Bodenvorbereitung

Die meisten Salate bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte humos, locker und nährstoffreich sein. Vor der Aussaat den Boden gut lockern und eventuell mit reifem Kompost anreichern.

Beachten Sie: Ein zu stickstoffreicher Boden kann bei manchen Salatsorten zu übermäßigem Blattwachstum führen - weniger ist manchmal mehr!

Düngung und Nährstoffversorgung

Salate sind meist Schwachzehrer und kommen mit einer moderaten Düngung aus. Eine Grunddüngung mit Kompost vor der Aussaat reicht oft aus. Bei länger stehenden Kulturen kann nach etwa 4-6 Wochen eine Nachdüngung mit einem organischen Flüssigdünger erfolgen.

Vorsicht: Übermäßige Stickstoffdüngung kann zu lockerem Wuchs und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten führen.

Bewässerung und Feuchtigkeit

Salate haben einen hohen Wasserbedarf. Der Boden sollte stets gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne zu vernässen. Gießen Sie am besten morgens oder abends, um Verdunstungsverluste zu minimieren. Eine Mulchschicht kann die Feuchtigkeit im Boden halten und das Unkrautwachstum hemmen.

Praxistipp: An heißen Tagen hilft eine leichte Beschattung, um Stress für die Pflanzen zu reduzieren und das Schossen zu verzögern.

Unkrautbekämpfung und Mulchen

Regelmäßiges, vorsichtiges Hacken hält Unkraut in Schach und lockert gleichzeitig den Boden. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh unterdrückt Unkraut und hält den Boden feucht. Achten Sie darauf, den Mulch nicht direkt an den Pflanzenstängel zu legen, um Fäulnis zu vermeiden.

Idee: Probieren Sie mal eine Mischkultur! Pflanzen Sie zum Beispiel Radieschen zwischen Ihre Salate - sie wachsen schnell und lockern den Boden auf.

Mit diesen Tipps und Tricks steht Ihrer üppigen Salaternte nichts mehr im Wege. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und Anbaumethoden - so finden Sie heraus, was in Ihrem Garten am besten funktioniert. Und denken Sie daran: Jeder Garten ist einzigartig, also passen Sie die Ratschläge an Ihre lokalen Bedingungen an. Viel Spaß und guten Appetit!

Ernte und Nacherntebehandlung: Der Weg vom Beet auf den Teller

Optimale Erntezeiten für verschiedene Sorten

Die richtige Erntezeit beeinflusst Geschmack und Nährwert von Blattgemüse und Salaten. Bei vielen Sorten gilt: Frühere Ernte bedeutet zartere und aromatischere Blätter. Kopfsalat ist reif, wenn sich feste Köpfe gebildet haben. Bei Pflücksalaten wie Lollo rosso oder Eichblattsalat können Sie fortlaufend die äußeren Blätter ernten. Rucola schmeckt optimal, wenn die Blätter 10-15 cm lang sind. Spinat sollte vor der Blüte geerntet werden.

Erntetechniken für maximale Frische

Ernten Sie Ihr Blattgemüse idealerweise früh morgens, wenn die Pflanzen noch vom Tau befeuchtet sind. Nutzen Sie ein scharfes Messer oder eine Schere, um die Blätter oder Köpfe knapp über dem Boden abzuschneiden. Bei Pflücksalaten lassen Sie das Herz stehen, damit die Pflanze nachwachsen kann. Ein kurzes Bad in kaltem Wasser erfrischt das geerntete Gemüse und befreit es von Erde.

Lagerung und Haltbarkeit

Blattgemüse und Salate reagieren empfindlich auf Lagerung. Am besten verarbeiten Sie sie direkt nach der Ernte. Ist dies nicht möglich, wickeln Sie die Blätter locker in ein feuchtes Tuch und bewahren sie im Gemüsefach des Kühlschranks auf. So bleiben sie 2-3 Tage frisch. Vermeiden Sie, die Blätter zu quetschen oder zu stark zu kühlen. Feldsalat und Rucola halten sich etwas länger, bis zu einer Woche.

Integrierter Pflanzenschutz: Gesunde Pflanzen ohne Chemie

Vorbeugung von Schädlingen und Krankheiten

Gesunde, kräftige Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Sorgen Sie für lockeren, nährstoffreichen Boden und ausreichende Bewässerung. Mulchen zwischen den Pflanzen hilft, Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut zu unterdrücken. Regelmäßige Kontrolle Ihrer Pflanzen ermöglicht es, Probleme frühzeitig zu erkennen.

Natürliche Bekämpfungsmethoden

Gegen Blattläuse hilft oft schon ein kräftiger Wasserstrahl. Schnecken lassen sich mit Bierfallen oder einem Schneckenzaun abwehren. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen unterstützen Sie bei der Schädlingsbekämpfung. Bei hartnäckigem Befall können biologische Pflanzenschutzmittel wie Neemöl oder Schmierseife helfen.

Mischkultur und Fruchtfolge

Geschickte Pflanzenkombinationen bieten natürlichen Schutz. Tomaten neben Salat halten beispielsweise Blattläuse fern. Kapuzinerkresse lockt Blattläuse an und fungiert als 'Opferpflanze'. Eine durchdachte Fruchtfolge beugt Krankheiten vor. Wechseln Sie jährlich den Standort Ihrer Kulturen und vermeiden Sie, Starkzehrer wie Kohl direkt nach Blattgemüse anzubauen.

Grüner Genuss das ganze Jahr: Ihr persönlicher Anbaukalender

Die wichtigsten Anbauzeiten im Überblick

Frühling (März-Mai): Aussaat von Kopfsalat, Pflücksalat, Spinat und Rucola
Sommer (Juni-August): Nachsaat von hitzetoleranten Sorten wie Endivie und Radicchio
Herbst (September-November): Pflanzung von Feldsalat und Asia-Salaten
Winter (Dezember-Februar): Anbau von Winterportulak im Gewächshaus

Tipps für einen erfolgreichen ganzjährigen Anbau

  • Erstellen Sie einen Anbauplan für das gesamte Jahr
  • Nutzen Sie Frühbeete und Folientunnel zur Saisonverlängerung
  • Probieren Sie verschiedene Sorten aus, um Ihre Favoriten zu finden
  • Achten Sie auf ausgewogene Düngung, besonders bei Folgesaaten
  • Ernten Sie regelmäßig, um das Wachstum zu fördern

Ihr Garten, Ihre Regeln: Anpassung des Kalenders an Ihre Bedingungen

Jeder Garten ist einzigartig. Beobachten Sie, wie die verschiedenen Sorten in Ihrem Mikroklima gedeihen und passen Sie Ihren Anbaukalender an. Dokumentieren Sie Ihre Erfahrungen für das nächste Jahr. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, wann welche Sorte in Ihrem Garten optimal wächst. So entsteht Ihr persönlicher Salat- und Blattgemüse-Kalender für ganzjährigen Genuss frischer, selbst angebauter Salate.

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