Knollensellerie: Nährstoffe für optimales Wachstum

Knollensellerie: Ein Kraftpaket im Gemüsegarten

Knollensellerie ist wirklich ein faszinierendes Gemüse. Es braucht zwar einiges an Nährstoffen, aber die Mühe lohnt sich definitiv. Wenn man ein paar wichtige Dinge beachtet, wird man mit aromatischen Knollen belohnt, die in der Küche vielseitig einsetzbar sind.

Worauf es beim Anbau ankommt

  • Ein nährstoffreicher, humoser Boden ist das A und O
  • Stickstoff und Kalium sind besonders wichtig
  • Regelmäßiges Gießen nicht vergessen, vor allem wenn's im Spätsommer heiß wird
  • Vor dem Pflanzen gut düngen und dann noch zweimal nachlegen

Warum Knollensellerie im Gemüsegarten nicht fehlen sollte

In meinem Garten hat der Knollensellerie schon seit Jahren seinen festen Platz. Ich liebe es, wie er Suppen und Eintöpfe auf ein ganz neues Level hebt. Und als knackiger Rohkostsalat ist er einfach unschlagbar! Aber nicht nur geschmacklich ist er top - er steckt auch voller Vitamine und Mineralstoffe. Ein echtes Multitalent also.

Was Knollensellerie zum Wachsen braucht

Der wissenschaftliche Name des Knollenselleries ist übrigens Apium graveolens var. rapaceum. Im Laufe der Saison bildet er eine kugelige bis leicht abgeflachte Knolle, die oberirdisch wächst. Bei optimalen Bedingungen kann die bis zu 15 cm groß werden - das ist schon ordentlich!

Damit der Knollensellerie so richtig in Fahrt kommt, braucht er:

  • Einen sonnigen bis halbschattigen Platz
  • Einen Boden, der vor Nährstoffen nur so strotzt
  • Gleichmäßige Feuchtigkeit
  • Mindestens 5 Monate Zeit zum Wachsen

Was er gar nicht mag, sind Trockenheit und Nährstoffmangel. Deshalb ist es besonders wichtig, im Sommer regelmäßig zu gießen. Sonst kann es passieren, dass das Wachstum ins Stocken gerät.

So bereiten Sie den Boden optimal vor

Der richtige Untergrund

Der Boden spielt beim Knollensellerieanbau eine entscheidende Rolle. Am besten gedeiht er in einem tiefgründigen, humosen Boden, der gut Wasser speichern kann. Bei schweren, lehmigen Böden hilft es, etwas Sand und organisches Material unterzumischen. Das sorgt für eine bessere Durchlüftung.

In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, den Boden schon im Herbst mit reifem Kompost anzureichern. Das verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern liefert auch wichtige Nährstoffe für einen guten Start im Frühjahr.

pH-Wert und Bodenanalyse

Knollensellerie mag es am liebsten, wenn der pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 liegt, also leicht sauer bis neutral. Eine Bodenanalyse vor der Pflanzung kann sehr aufschlussreich sein. Sie zeigt nicht nur den aktuellen pH-Wert, sondern auch, wie es um die Nährstoffe bestellt ist. Ist der pH-Wert zu niedrig, hilft eine Kalkung.

Man kann so eine Analyse übrigens selbst durchführen oder im Gartencenter machen lassen. Die Ergebnisse sind wirklich Gold wert für die richtige Bodenvorbereitung.

Den Boden fit machen

Für Knollensellerie ist es unerlässlich, den Boden gründlich zu lockern. Das macht es den Wurzeln leichter, sich auszubreiten, und fördert das Knollenwachstum. Ich lockere den Boden immer etwa 30 cm tief auf.

Um den Boden noch weiter zu verbessern, eignen sich:

  • Reifer Kompost
  • Gut verrotteter Stallmist
  • Hornspäne oder Hornmehl

Bei frischem Mist ist allerdings Vorsicht geboten. Knollensellerie reagiert darauf manchmal empfindlich. Besser ist es, den Mist schon im Herbst unterzugraben, dann hat er Zeit zu verrotten.

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Die wichtigsten Nährstoffe für Knollensellerie

Stickstoff - der Wachstumstreiber

Stickstoff ist für Knollensellerie enorm wichtig. Er sorgt für kräftiges Blattwachstum und eine gute Knollenbildung. Wenn die Blätter hellgrün bis gelblich werden und die Pflanze kaum noch wächst, deutet das auf Stickstoffmangel hin.

Am besten versorgt man die Pflanzen über die gesamte Wachstumsperiode mit Stickstoff. Ich dünge einmal vor der Pflanzung und dann noch zweimal während der Hauptwachstumsphase. Das hat sich bei mir bewährt.

Kalium für knackige Knollen

Kalium ist sozusagen der Knollenbildner unter den Nährstoffen. Es sorgt nicht nur für pralle Knollen, sondern macht den Sellerie auch lagerfähiger. Außerdem stärkt es die Pflanze gegen Krankheiten und Trockenheit.

Wenn sich die Blattränder einrollen und bräunlich verfärben, könnte das auf Kaliummangel hindeuten. Bei der Düngung ist es wichtig, auf ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff zu Kalium zu achten.

Phosphor - der Energielieferant

Phosphor braucht der Knollensellerie zwar nicht ganz so viel wie Stickstoff und Kalium, aber er ist trotzdem wichtig. Er unterstützt die Wurzelbildung und versorgt die Pflanze mit Energie.

Eine gute Phosphorversorgung fördert die Knollenentwicklung und hilft bei der Reifung. Wenn die Pflanzen klein bleiben und die Blätter sich violett verfärben, könnte das auf Phosphormangel hindeuten.

Mit einer guten Bodenvorbereitung und der richtigen Düngung lässt sich Knollensellerie wirklich erfolgreich anbauen. Es mag zwar etwas Arbeit sein, aber glauben Sie mir, es lohnt sich! Die aromatischen Knollen sind eine echte Bereicherung für die Küche. Ich möchte sie in meinem Garten jedenfalls nicht mehr missen.

Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente: Die stillen Helfer für prächtige Knollen

Wenn wir über die Ernährung unseres Knollenselleries sprechen, denken wir oft zuerst an die Hauptdarsteller wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Doch es gibt noch andere Nährstoffe, die im Hintergrund fleißig mitarbeiten und für ein gesundes Wachstum sorgen. Besonders Calcium und Magnesium verdienen unsere Aufmerksamkeit.

Calcium und Magnesium: Das dynamische Duo

Calcium ist der Baumeister in der Pflanzenzelle. Ohne ihn würden die Zellwände zusammenfallen wie ein Kartenhaus. Magnesium hingegen ist der Energiemanager. Es steckt im Herzstück des Chlorophylls und treibt die Photosynthese an. Ein Mangel an diesen Elementen kann sich in verkrüppelten Blättern oder gelblichen Verfärbungen zwischen den Blattadern zeigen.

Um den Bedarf an Calcium und Magnesium zu decken, hat sich eine Kalkung vor der Pflanzung bewährt. Der pH-Wert sollte dabei zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Bei akutem Magnesiummangel kann eine Blattdüngung schnell Abhilfe schaffen.

Spurenelemente: Klein, aber oho!

Neben Calcium und Magnesium gibt es noch einige Spurenelemente, die für unseren Knollensellerie wichtig sind:

  • Bor: Der Wachstumsförderer für Zellen und Wurzeln
  • Mangan: Ein wichtiger Helfer bei Photosynthese und Stoffwechsel
  • Eisen: Der Chlorophyll-Produzent
  • Zink: Unterstützt das allgemeine Wachstum und die Fruchtbildung

Ein Mangel an diesen Elementen kann sich durch Wachstumsstörungen oder seltsame Blattverfärbungen bemerkbar machen. Eine gute Portion Kompost im Boden kann viele dieser Spurenelemente liefern. Bei nachgewiesenem Mangel können spezielle Spurenelementdünger zum Einsatz kommen.

Düngungsstrategien: Der Weg zu prächtigen Knollen

Eine durchdachte Düngungsstrategie ist der Schlüssel zum Erfolg beim Knollensellerie-Anbau. Dabei unterscheiden wir zwischen der Grunddüngung vor der Pflanzung und der Kopfdüngung während der Wachstumsphase.

Grunddüngung: Das Fundament legen

Die Grunddüngung ist wie ein kräftiges Frühstück für unsere Pflanzen. Etwa zwei bis drei Wochen vor der Pflanzung bereite ich den Boden mit einer Mischung aus reifem Kompost und organischem Dünger vor. Pro Quadratmeter gebe ich 3-4 Liter Kompost und etwa 100 Gramm organischen Volldünger.

Ein zusätzlicher Schub Hornspäne (80-100 g/m²) kann das anfängliche Wurzelwachstum ankurbeln. Die Hornspäne geben ihre Nährstoffe langsam ab und versorgen die Pflanzen über einen längeren Zeitraum.

Kopfdüngung: Der Energieschub zur rechten Zeit

Die Kopfdüngung erfolgt während der Hauptwachstumsphase und hilft, den Heißhunger des Knollenselleries zu stillen. Ich dünge zweimal nach: Das erste Mal etwa 4-6 Wochen nach der Pflanzung und dann noch einmal 4-6 Wochen später.

Für die Kopfdüngung verwende ich gerne organische Flüssigdünger oder gut verrotteten Kompost. Pro Pflanze gebe ich etwa 1-2 Liter Kompost oder 1-2 Esslöffel Flüssigdünger (verdünnt nach Herstellerangaben). Die Nährstoffe arbeite ich vorsichtig in die oberen Bodenschichten ein, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu stören.

Bio oder Chemie: Was ist besser für den Knollensellerie?

Bei der Wahl zwischen organischen und mineralischen Düngern gibt es einiges zu bedenken:

Organische Dünger:

  • Verbessern langfristig die Bodenstruktur
  • Fördern das Bodenleben
  • Setzen Nährstoffe langsam und gleichmäßig frei
  • Sind umweltfreundlicher

Mineralische Dünger:

  • Wirken schneller
  • Lassen sich genauer dosieren
  • Können bei Überdosierung zu Verbrennungen führen
  • Beeinflussen das Bodenleben weniger positiv

In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit einer Kombination gemacht. Eine organische Grunddüngung, ergänzt durch gezielte mineralische Gaben bei akutem Mangel, hat sich bewährt. Dabei achte ich darauf, dass die Gesamtnährstoffmenge nicht zu hoch wird, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Wasser und Nährstoffe: Ein perfektes Zusammenspiel

Die richtige Wasserversorgung ist der Schlüssel zur optimalen Nährstoffaufnahme beim Knollensellerie. Eine ausgewogene Bewässerung fördert nicht nur die Entwicklung der Knollen, sondern beeinflusst auch maßgeblich, wie gut die Pflanze die Nährstoffe aufnehmen kann.

Bewässerung: Wie viel ist genug?

Knollensellerie mag es feucht, aber nicht nass. Der Boden sollte stets feucht sein, besonders in den heißen Sommermonaten und während der Knollenbildung. Hier ein paar Tipps, die sich bei mir bewährt haben:

  • Morgens oder abends gießen, um Verdunstungsverluste zu minimieren
  • Lieber seltener, dafür durchdringend gießen
  • Mulchen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten
  • Tröpfchenbewässerung für eine gleichmäßige Wasserversorgung

In trockenen Zeiten braucht Knollensellerie etwa 20-30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Bei starker Hitze kann der Bedarf auf bis zu 40 Liter steigen.

Wasser und Nährstoffe: Ein perfektes Duo

Die Wasserversorgung hat einen direkten Einfluss darauf, wie gut die Nährstoffe zur Pflanze gelangen:

  • Zu wenig Wasser: Die Nährstoffe bleiben im Boden gefangen und können nicht zur Pflanze gelangen.
  • Zu viel Wasser: Die Nährstoffe werden ausgewaschen, besonders der Stickstoff geht verloren.
  • Optimale Feuchtigkeit: Die Bodenmikroorganismen fühlen sich wohl, bauen organische Substanzen ab und setzen Nährstoffe frei.

Ein ausgeklügeltes Wassermanagement ist also der Schlüssel zur optimalen Nährstoffversorgung. Ich habe gute Erfahrungen mit einer Kombination aus Mulchen und gezielter Bewässerung gemacht. Der Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden und fördert gleichzeitig das Bodenleben, was wiederum die Nährstoffverfügbarkeit verbessert.

Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür, wann die Pflanzen Wasser benötigen. Ein leichtes Welken der Blätter in der Mittagshitze ist normal und kein Grund zur Panik, solange sich die Pflanzen am Abend wieder erholen. Mit etwas Übung und Beobachtung findet man schnell den richtigen Rhythmus für die Bewässerung.

Nährstoffmanagement: Maßgeschneiderte Versorgung in jeder Wachstumsphase

Knollensellerie ist ein anspruchsvolles Gemüse, das seine Nährstoffbedürfnisse im Laufe der Saison ändert. Um eine reiche Ernte zu erzielen, sollten wir diese Anforderungen genau im Blick behalten.

Jungpflanzenphase: Das Fundament legen

In der Anfangsphase steht die Wurzelentwicklung im Vordergrund. Phosphor spielt hier die Hauptrolle. Eine Startdüngung mit phosphorreichem Dünger kann Wunder bewirken. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit einer Mischung aus reifem Kompost und einer Handvoll Hornspänen gemacht. Das gibt den Jungpflanzen den nötigen Schub.

Hauptwachstumsphase: Volle Kraft voraus

Wenn die Pflanzen richtig durchstarten, steigt ihr Hunger nach Stickstoff und Kalium. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine regelmäßige Versorgung mit diesen Nährstoffen. Ein organischer Volldünger oder gut verrotteter Stallmist, den man vor der Pflanzung in den Boden einarbeitet, bildet eine solide Grundlage. So bleiben die Pflanzen kräftig und vital.

Knollenbildung: Der Endspurt

In der letzten Phase, wenn sich die Knollen entwickeln, ist besonders viel Kalium gefragt. Dieser Nährstoff sorgt für Geschmack und gute Lagerfähigkeit. Eine Kopfdüngung mit einem kaliumbetonten Dünger etwa 6-8 Wochen nach der Pflanzung kann hier sehr hilfreich sein. So bekommen die Knollen den letzten Schliff.

Nährstoffmangel erkennen und beheben: Ein Detektivspiel im Garten

Trotz aller Sorgfalt kann es vorkommen, dass unseren Pflanzen etwas fehlt. Wichtig ist, die Anzeichen früh zu erkennen und richtig zu reagieren.

Wenn der Stickstoff knapp wird

Stickstoffmangel zeigt sich oft zuerst an den älteren Blättern. Sie werden gelblich, während die jüngeren noch grün bleiben. Die Pflanze wächst auch langsamer als gewohnt. In solchen Fällen hat sich bei mir eine Düngung mit Brennnesseljauche oder einem stickstoffbetonten organischen Dünger bewährt. Das bringt schnell wieder Schwung in die Bude.

Kaliummangel: Wenn die Blattränder rebellieren

Bei Kaliummangel zeigen sich oft bräunliche Verfärbungen an den Blatträndern. Im schlimmsten Fall können sich sogar Nekrosen bilden. Die Blätter rollen sich manchmal ein und die Knollenbildung leidet. Hier kann eine Düngung mit Holzasche oder einem speziellen Kalidünger Wunder wirken.

Weitere Mangelerscheinungen im Überblick

Natürlich gibt es noch weitere Nährstoffe, die fehlen können:

  • Magnesiummangel: Erkennbar an Aufhellungen zwischen den Blattadern, besonders bei älteren Blättern. Eine Bittersalz-Düngung kann hier helfen.
  • Bormangel: Führt zu Wachstumsstörungen und Rissen in der Knolle. Gerade auf leichten Böden ist eine vorbeugende Düngung mit borhaltigem Dünger sinnvoll.
  • Calciummangel: Kann Herzfäule verursachen. Hier ist eine ausreichende Kalkversorgung des Bodens wichtig.

Bei der Behebung von Nährstoffmängeln ist Fingerspitzengefühl gefragt. Zu viel des Guten kann schnell nach hinten losgehen und zu einer Überdüngung führen. Also lieber vorsichtig herantasten.

Nachhaltige Nährstoffversorgung: Gut für Pflanze und Umwelt

Eine nachhaltige Nährstoffversorgung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die langfristige Gesundheit unseres Bodens. Hier ein paar Ansätze, die sich bei mir bewährt haben:

Clever kombiniert: Fruchtfolge und Gründüngung

Eine gut durchdachte Fruchtfolge kann Wunder bewirken. Knollensellerie sollte nicht direkt nach anderen Starkzehrern wie Kohl oder Kartoffeln angebaut werden. Ich habe gute Erfahrungen mit Hülsenfrüchten als Vorkultur gemacht. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an und bereiten so den Tisch für den Knollensellerie.

Gründüngung ist ein weiterer Trick, um den Boden fit zu machen. Nach der Ernte säe ich gerne Phacelia oder Senf aus. Im Frühjahr wird das dann eingearbeitet - ein Festmahl für Bodenlebewesen und Nährstoffquelle für die nachfolgende Kultur.

Kompost und Mulch: Die Alleskönner

Kompost ist für mich der Allrounder schlechthin. Er liefert nicht nur Nährstoffe, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Eine jährliche Gabe von etwa 3-5 Litern pro Quadratmeter hat sich bei mir bewährt.

Zusätzlich setze ich auf Mulchen mit organischem Material wie Rasenschnitt oder Stroh. Das hält nicht nur die Feuchtigkeit im Boden, sondern liefert beim Verrotten auch langsam Nährstoffe. Ein echter Rundum-Sorglos-Service für meine Pflanzen!

Eine nachhaltige Nährstoffversorgung ist wie ein Puzzle - viele Teile müssen zusammenpassen. Mit etwas Planung und einem guten Gespür für die Bedürfnisse des Knollenselleries können wir nicht nur eine reiche Ernte einfahren, sondern auch langfristig die Gesundheit unseres Gartenbodens fördern. Und mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als zu sehen, wie unsere Pflanzen dank unserer Fürsorge prächtig gedeihen?

Ökologischer Knollensellerie-Anbau: Natürlich und nachhaltig

Der Bio-Anbau von Knollensellerie hat seine ganz eigenen Spielregeln. Hier geht es darum, im Einklang mit der Natur zu arbeiten und auf synthetische Hilfsmittel zu verzichten. Das mag zunächst herausfordernd klingen, aber glauben Sie mir, es lohnt sich!

Natürliche Dünger: Die Kraftpakete für Ihren Sellerie

Im Bio-Garten setzen wir auf organische Düngemittel. Meine persönlichen Favoriten sind:

  • Kompost: Ein echtes Multitalent, das nicht nur Nährstoffe liefert, sondern auch den Boden verbessert
  • Hornspäne: Geben langsam Stickstoff ab und sind ideal für Langzeitdüngung
  • Algenkalk: Liefert Kalzium und eine ganze Reihe von Spurenelementen
  • Pflanzenjauchen: Selbst gemacht aus Brennnesseln oder Beinwell - ein echtes Kraftfutter für Pflanzen

Diese Dünger arbeite ich vor der Pflanzung in den Boden ein. Während der Wachstumsphase gieße ich ab und zu mit verdünnter Pflanzenjauche oder Komposttee nach. Das gibt den Pflanzen einen extra Schub.

Clevere Methoden für gut genährte Pflanzen

Neben der direkten Düngung gibt es noch ein paar Tricks, um die Nährstoffversorgung zu optimieren:

  • Gründüngung: Ich baue vor dem Sellerie gerne Klee oder Lupinen an. Die reichern den Boden mit Stickstoff an - quasi ein kostenloses Nährstoffpaket.
  • Mulchen: Eine Schicht aus Rasenschnitt oder Stroh schützt nicht nur den Boden, sondern setzt beim Verrotten auch Nährstoffe frei.
  • Mischkultur: Knollensellerie mag die Gesellschaft von Erbsen oder Bohnen. Die profitieren voneinander und nutzen den Platz optimal aus.
  • Durchdachte Fruchtfolge: Ein kluger Fruchtwechsel hält den Boden gesund und nährstoffreich.

Diese Methoden fördern nicht nur das Wachstum unseres Selleries, sondern tun auch dem gesamten Garten-Ökosystem gut. Win-win, würde ich sagen!

Vom Feld auf den Teller: Ernte und Qualität

Der richtige Erntezeitpunkt und die vorangegangene Pflege haben einen großen Einfluss auf die Qualität unseres Knollenselleries.

Wann ist Erntezeit?

Üblicherweise ernten wir Knollensellerie im Herbst, wenn die Knollen ihre volle Größe erreicht haben. In meinem Garten ist das meist zwischen September und November der Fall, je nachdem wie das Wetter mitspielt. Ich achte auf folgende Anzeichen:

  • Die äußeren Blätter fangen an, gelblich zu werden
  • Die Knollen haben mindestens 10 cm Durchmesser
  • Wenn ich leicht drücke, fühlen sich die Knollen fest an

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung während der gesamten Wachstumszeit ist entscheidend für aromatische und lagerfähige Knollen. Vorsicht ist allerdings bei zu viel Stickstoff kurz vor der Ernte geboten - das kann die Lagerqualität beeinträchtigen.

Wie Düngung Geschmack und Haltbarkeit beeinflusst

Die Art und der Zeitpunkt der Düngung spielen eine große Rolle für die Qualität unseres Knollenselleries:

  • Kalium ist der Geschmacksmacher und Lagerkünstler unter den Nährstoffen
  • Kalzium macht die Knollen robust und widerstandsfähig
  • Zu viel Stickstoff kann zu wässrigen, faden Knollen führen
  • Spurenelemente wie Bor und Mangan unterstützen die Aromabildung

Meine Erfahrung zeigt: Eine gleichmäßige, moderate Nährstoffversorgung über die gesamte Wachstumszeit bringt die besten Ergebnisse für Geschmack und Haltbarkeit.

Praxistipps für Ihren Knollensellerie-Erfolg

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die sich in meinem Garten bewährt haben:

Die wichtigsten Punkte für die perfekte Nährstoffversorgung

  • Machen Sie eine Bodenanalyse und stellen Sie den pH-Wert auf 6,5 bis 7,5 ein
  • Düngen Sie vor der Pflanzung großzügig mit reifem Kompost
  • Führen Sie während der Hauptwachstumsphase regelmäßige, aber maßvolle Kopfdüngungen durch
  • Achten Sie besonders auf ausreichend Kalium und Kalzium
  • Eine Mulchschicht hilft bei der Nährstofffreisetzung und reguliert die Feuchtigkeit

Checkliste für Hobbygärtner und Profis

  • Standort: Sonnig bis halbschattig, möglichst windgeschützt
  • Boden: Humos, tiefgründig und gleichmäßig feucht
  • Vorkultur: Ich starte ab März in Anzuchtschalen und pflanze Mitte Mai aus
  • Pflanzabstand: 40 x 40 cm hat sich bei mir bewährt
  • Wasser: Regelmäßig gießen, besonders wenn's länger trocken ist
  • Nährstoffe: Ausgewogen versorgen, aber nicht übertreiben
  • Ernte: Ab September, auf jeden Fall vor dem ersten Frost
  • Lagerung: In feuchtem Sand oder Torf bei 0-5°C halten sich die Knollen prima

Mit diesen Tipps und dem Wissen über die Nährstoffbedürfnisse unseres Knollenselleries steht einer erfolgreichen Ernte nichts mehr im Wege. Ob Sie nun ein paar Pflanzen im Hausgarten oder ein ganzes Feld bewirtschaften - die richtige Pflege und Nährstoffversorgung sind der Schlüssel zu aromatischen und lagerfähigen Knollen. Viel Erfolg und Freude bei der Anzucht!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Nährstoffe benötigt Knollensellerie für ein optimales Wachstum?
    Knollensellerie (Apium graveolens) ist ein Starkzehrer und benötigt eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff für kräftiges Blattwachstum und Knollenbildung, Kalium als wichtigster Knollenbildner für Geschmack und Lagerfähigkeit sowie Phosphor zur Unterstützung der Wurzelentwicklung und Energieversorgung. Sekundäre Nährstoffe wie Calcium für stabile Zellwände und Magnesium für die Photosynthese sind ebenfalls essentiell. Spurenelemente wie Bor, Mangan, Eisen und Zink unterstützen verschiedene Stoffwechselprozesse. Ein ausgewogenes Verhältnis aller Nährstoffe ist entscheidend - zu viel Stickstoff kann zu wässrigen Knollen führen, während Kaliummangel die Qualität und Haltbarkeit beeinträchtigt. Eine Bodenanalyse hilft dabei, den aktuellen Nährstoffstatus zu ermitteln und gezielt zu düngen.
  2. Wie bereitet man den Boden richtig für den Knollensellerie-Anbau vor?
    Die Bodenvorbereitung beginnt idealerweise bereits im Herbst mit der Einarbeitung von reifem Kompost. Der Boden sollte tiefgründig, humos und gut wasserspeichernd sein. Eine Lockerung auf etwa 30 cm Tiefe fördert die Wurzelentwicklung. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0 - eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über notwendige Kalkgaben. Bei schweren, lehmigen Böden verbessert die Zugabe von Sand und organischem Material die Durchlüftung. 2-3 Wochen vor der Pflanzung sollte eine Grunddüngung mit 3-4 Litern Kompost pro Quadratmeter erfolgen, ergänzt durch 100 Gramm organischen Volldünger und 80-100 Gramm Hornspäne. Frischer Stallmist sollte vermieden oder nur gut verrottet verwendet werden, da Knollensellerie darauf empfindlich reagieren kann. Eine gute Bodenvorbereitung ist das Fundament für eine erfolgreiche Knollenbildung.
  3. Wann und wie oft sollte man Knollensellerie düngen?
    Knollensellerie benötigt eine dreiphasige Düngungsstrategie. Die Grunddüngung erfolgt 2-3 Wochen vor der Pflanzung mit reifem Kompost, organischem Volldünger und Hornspänen. Während der Wachstumsphase folgen zwei Kopfdüngungen: Die erste etwa 4-6 Wochen nach der Pflanzung, wenn die Pflanzen etabliert sind, und die zweite weitere 4-6 Wochen später während der Hauptwachstumszeit. Für die Kopfdüngung eignen sich organische Flüssigdünger oder gut verrotteter Kompost (1-2 Liter pro Pflanze). In der Knollenbildungsphase ist eine kaliumbetonte Düngung 6-8 Wochen nach der Pflanzung besonders wichtig. Überdüngung sollte vermieden werden, da zu viel Stickstoff kurz vor der Ernte die Lagerfähigkeit beeinträchtigen kann. Eine gleichmäßige, moderate Nährstoffversorgung über die gesamte Wachstumszeit von mindestens 5 Monaten bringt die besten Ergebnisse für Geschmack und Qualität.
  4. Warum ist eine Bodenanalyse vor dem Sellerie-Anbau wichtig?
    Eine Bodenanalyse vor dem Knollensellerie-Anbau ist entscheidend für eine erfolgreiche Ernte. Sie zeigt den aktuellen pH-Wert, der zwischen 6,0 und 7,0 liegen sollte - ist er zu niedrig, kann durch Kalkung korrigiert werden. Gleichzeitig gibt die Analyse Aufschluss über die Verfügbarkeit aller wichtigen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium sowie sekundäre Nährstoffe wie Calcium und Magnesium. Da Knollensellerie ein Starkzehrer ist, können Mangelerscheinungen das Wachstum erheblich beeinträchtigen. Die Analyse hilft dabei, die Düngung gezielt zu planen und Über- oder Unterdüngung zu vermeiden. Besonders das Calcium-Magnesium-Verhältnis ist wichtig für die Knollenqualität. Eine professionelle Bodenanalyse kann im Gartencenter durchgeführt werden oder mit entsprechenden Testkits selbst erfolgen. Die Investition zahlt sich durch bessere Erträge und gesündere Pflanzen aus.
  5. Welche Rolle spielen Spurenelemente bei der Knollensellerie-Düngung?
    Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit und Qualität von Knollensellerie, obwohl sie nur in geringen Mengen benötigt werden. Bor ist besonders wichtig für das Zellwachstum und die Wurzelentwicklung - ein Mangel kann zu Wachstumsstörungen und Rissen in der Knolle führen. Mangan unterstützt die Photosynthese und verschiedene Stoffwechselprozesse. Eisen ist essentiell für die Chlorophyllproduktion und damit für die grüne Blattfarbe. Zink fördert das allgemeine Wachstum und die Knollenbildung. Spurenelementmängel zeigen sich oft durch Verfärbungen oder Wachstumsstörungen der Blätter. Gut verrotteter Kompost liefert natürlicherweise viele Spurenelemente. Bei nachgewiesenem Mangel können spezielle Spurenelementdünger eingesetzt werden. Eine ausgewogene Spurenelementversorgung trägt zur Aromabildung bei und macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Stress.
  6. Worin unterscheidet sich Knollensellerie von anderen Wurzelgemüse-Arten beim Nährstoffbedarf?
    Knollensellerie unterscheidet sich deutlich von anderen Wurzelgemüsen durch seinen hohen Nährstoffbedarf als ausgesprochener Starkzehrer. Während Möhren oder Radieschen mit moderater Düngung auskommen, benötigt Knollensellerie kontinuierlich hohe Mengen an Stickstoff und besonders viel Kalium für die Knollenbildung. Anders als bei Kartoffeln, die ihre Knollen unterirdisch bilden, entwickelt Knollensellerie seine Knolle oberirdisch, was einen anderen Nährstoffbedarf zur Folge hat. Der Calcium-Bedarf ist höher als bei vielen anderen Wurzelgemüsen, da Calcium für die Zellwandstabilität der großen Knollen essentiell ist. Auch die lange Kulturzeit von mindestens 5 Monaten erfordert eine kontinuierliche Nährstoffversorgung, während andere Wurzelgemüse oft schneller reifen. Die Empfindlichkeit gegenüber frischem Stallmist unterscheidet Knollensellerie ebenfalls von robusteren Wurzelgemüsen wie Schwarzwurzeln oder Pastinaken.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Starkzehrern und anderen Gemüsearten im Gartenbau?
    Starkzehrer wie Knollensellerie haben einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als Schwach- oder Mittelzehrer. Sie benötigen große Mengen an Hauptnährstoffen, besonders Stickstoff, Phosphor und Kalium, um ihr volles Wachstumspotential zu erreichen. Während Schwachzehrer wie Radieschen oder Kräuter mit geringer Düngung auskommen und Mittelzehrer wie Möhren moderate Nährstoffgaben benötigen, verlangen Starkzehrer eine kontinuierliche, intensive Nährstoffversorgung. Dies zeigt sich in der Fruchtfolgeplanung: Nach Starkzehrern sollten Mittel- oder Schwachzehrer folgen, um den Boden zu schonen. Starkzehrer bevorzugen nährstoffreiche, humose Böden und reagieren schnell auf Nährstoffmangel mit Wachstumsstörungen. Typische Starkzehrer neben Knollensellerie sind Kohl, Kartoffeln, Kürbis und Tomaten. Die Einteilung hilft bei der Gartenplanung und verhindert Bodenmüdigkeit durch eine durchdachte Fruchtfolge.
  8. Wie beeinflusst die Düngung die Lagerfähigkeit von Sellerieknollen?
    Die Düngung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lagerfähigkeit von Sellerieknollen. Eine ausgewogene Kaliumversorgung ist der Schlüssel für gute Lagereigenschaften, da Kalium die Zellwände stärkt und die Knollen widerstandsfähiger gegen Fäulnis macht. Zu hohe Stickstoffgaben, besonders kurz vor der Ernte, führen zu wässrigen, weichen Knollen mit schlechter Lagerfähigkeit. Calcium spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für feste Zellstrukturen und damit für die Haltbarkeit. Eine übermäßige Düngung kann zu schnellem Wachstum mit lockerer Zellstruktur führen, was die Anfälligkeit für Lagerkrankheiten erhöht. Optimal gedüngte Knollen mit ausgewogener Nährstoffversorgung entwickeln feste, kompakte Strukturen und können bei 0-5°C in feuchtem Sand oder Torf mehrere Monate gelagert werden. Die letzte Stickstoffdüngung sollte daher mindestens 6-8 Wochen vor der Ernte erfolgen, um die Lagerfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.
  9. Wo kann man hochwertige Knollensellerie-Jungpflanzen für den Garten bestellen?
    Hochwertige Knollensellerie-Jungpflanzen sind bei spezialisierten Gartenfachhändlern erhältlich, die Wert auf Qualität und sortenreine Anzucht legen. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine breite Auswahl an bewährten Knollensellerie-Sorten und haben sich als zuverlässige Quelle für qualitatives Pflanzgut etabliert. Beim Kauf sollte auf kräftige, gesunde Pflanzen ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen geachtet werden. Die Wurzelballen sollten gut durchwurzelt, aber nicht überwurzelt sein. Viele Gärtnereien bieten auch eine Beratung zur optimalen Pflanzzeit und Sortenauswahl. Alternativ können auch lokale Gartencenter oder Wochenmärkte mit eigenem Anzuchtbetrieb gute Pflanzen liefern. Der Vorteil von Jungpflanzen gegenüber der Aussaat liegt in der Zeitersparnis und der gleichmäßigeren Entwicklung. Die Pflanzen sollten nach dem Kauf zügig gepflanzt oder zunächst frostfrei weiterkultiviert werden.
  10. Welche Düngemittel eignen sich am besten für den Sellerie-Anbau im Hausgarten?
    Für den Hausgarten eignen sich besonders organische Düngemittel, die eine gleichmäßige Nährstofffreisetzung gewährleisten. Reifer Kompost bildet das Fundament einer guten Sellerie-Düngung und sollte als Grunddüngung verwendet werden. Hornspäne oder Hornmehl liefern langfristig Stickstoff und eignen sich ideal für die Grundversorgung. Professionelle Gartenfachhändler wie samen.de führen spezielle organische Gemüsedünger, die optimal auf die Bedürfnisse von Starkzehrern abgestimmt sind. Flüssigdünger auf organischer Basis eignen sich hervorragend für die Kopfdüngung während der Wachstumsphase. Algenkalk versorgt mit Calcium und Spurenelementen. Brennnesseljauche ist ein bewährtes Hausmittel für zusätzliche Stickstoffgaben. Bei mineralischen Düngern sollte auf NPK-Dünger mit ausgeglichenem Verhältnis geachtet werden. Wichtig ist die dosierte Anwendung - lieber öfter kleine Mengen als eine große Gabe, um Überdüngung zu vermeiden.
  11. Wie wirkt sich die Fruchtfolge auf die Nährstoffversorgung von Knollensellerie aus?
    Eine durchdachte Fruchtfolge ist entscheidend für die optimale Nährstoffversorgung von Knollensellerie. Als Starkzehrer sollte er nicht direkt nach anderen Starkzehrern wie Kohl oder Kartoffeln angebaut werden, da der Boden dann bereits erschöpft ist. Ideal sind Hülsenfrüchte als Vorkultur, da sie den Boden mit Stickstoff anreichern und somit den Tisch für den Knollensellerie decken. Nach Schwachzehrern wie Radieschen oder Salat ist der Boden noch nährstoffreich und gut für Sellerie geeignet. Eine Gründüngung mit Phacelia oder Senf zwischen den Kulturen verbessert die Bodenstruktur und liefert organische Substanz. Nach dem Knollensellerie sollten Mittel- oder Schwachzehrer folgen, um den Boden zu regenerieren. Eine dreijährige Fruchtfolge hat sich bewährt: Jahr 1 Starkzehrer (Sellerie), Jahr 2 Mittelzehrer (Möhren), Jahr 3 Schwachzehrer (Kräuter) oder Gründüngung. Dies verhindert Bodenmüdigkeit und erhält die natürliche Bodenfruchtbarkeit.
  12. Welche Bedeutung hat das Calcium-Magnesium-Verhältnis für die Sellerieknolle?
    Das Calcium-Magnesium-Verhältnis spielt eine zentrale Rolle für die Qualität der Sellerieknolle. Calcium ist der wichtigste Baustein für stabile Zellwände und sorgt für feste, lagerfähige Knollen. Ein Calciummangel kann zu Herzfäule und weichen, anfälligen Knollen führen. Magnesium ist essentiell für die Photosynthese als zentraler Bestandteil des Chlorophylls und beeinflusst damit die Energieproduktion der Pflanze. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden Nährstoffen ist wichtig, da sie sich gegenseitig beeinflussen können. Ein Überschuss an einem Element kann die Aufnahme des anderen behindern. Das optimale Ca:Mg-Verhältnis liegt etwa bei 3:1 bis 5:1. Eine Bodenanalyse zeigt das aktuelle Verhältnis auf. Bei Ungleichgewichten kann durch gezielte Kalkung (calciumreich) oder Bittersalz-Düngung (magnesiumreich) korrigiert werden. Dolomitkalk liefert beide Nährstoffe in ausgewogenem Verhältnis und eignet sich besonders gut für die Selleriekultur.
  13. Wie beeinflusst die Wasserversorgung die Nährstoffaufnahme bei Apium graveolens?
    Die Wasserversorgung hat einen direkten Einfluss auf die Nährstoffaufnahme bei Apium graveolens (Knollensellerie). Wasser fungiert als Transportmedium für alle Nährstoffe und ermöglicht deren Aufnahme durch die Wurzeln. Bei zu geringer Wasserversorgung bleiben die Nährstoffe im Boden gefangen und können nicht zur Pflanze gelangen, was zu Mangelerscheinungen führt. Umgekehrt können bei Überwässerung wichtige Nährstoffe, besonders Stickstoff, ausgewaschen werden. Die optimale Bodenfeuchtigkeit fördert das Bodenleben, wodurch organische Substanzen besser abgebaut und Nährstoffe freigesetzt werden. Knollensellerie benötigt etwa 20-30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche, bei Hitze bis zu 40 Liter. Eine gleichmäßige Wasserversorgung durch Mulchen und Tröpfchenbewässerung optimiert die Nährstoffverfügbarkeit. Schwankungen in der Wasserversorgung beeinträchtigen nicht nur das Wachstum, sondern auch die Effizienz der Nährstoffaufnahme erheblich.
  14. Welche mikrobiologischen Prozesse unterstützen die Knollenbildung im Boden?
    Verschiedene mikrobiologische Prozesse im Boden sind essentiell für die erfolgreiche Knollenbildung bei Knollensellerie. Bakterien und Pilze bauen organische Substanzen wie Kompost oder abgestorbene Pflanzenteile ab und setzen dabei Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form frei. Mykorrhiza-Pilze bilden Symbiosen mit den Sellerie-Wurzeln und verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme erheblich. Stickstoff-fixierende Bakterien können atmosparischen Stickstoff in verwertbare Form umwandeln. Nitrifizierende Bakterien wandeln Ammonium in Nitrat um, das von den Pflanzen besser aufgenommen werden kann. Diese Mikroorganismen benötigen optimale Bedingungen: ausreichende Feuchtigkeit, Sauerstoff, organische Substanz und einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Mulchen und die Zugabe von Kompost fördern das Bodenleben. Chemische Pflanzenschutzmittel können diese wichtigen Organismen schädigen, weshalb biologische Methoden vorzuziehen sind. Ein aktives Bodenleben ist die Grundlage für gesunde Knollenentwicklung.
  15. Wie erkennt man Nährstoffmängel bei Sellerie und behebt sie richtig?
    Nährstoffmängel bei Knollensellerie zeigen sich durch charakteristische Symptome. Stickstoffmangel äußert sich in gelblichen, älteren Blättern und langsamem Wachstum - hier hilft Brennnesseljauche oder stickstoffbetonter Dünger. Kaliummangel erkennt man an bräunlichen Blatträndern und eingerollten Blättern; Holzasche oder Kalidünger schaffen Abhilfe. Magnesiummangel zeigt sich durch Aufhellungen zwischen den Blattadern - eine Bittersalz-Düngung wirkt schnell. Phosphormangel führt zu kleinen Pflanzen mit violettlichen Blättern, hier ist phosphorreicher Dünger nötig. Calciummangel kann Herzfäule verursachen und erfordert eine Kalkung. Bormangel führt zu Wachstumsstörungen und Knollenrissen, besonders auf leichten Böden. Bei der Behebung ist Vorsicht geboten - lieber mehrere kleine Gaben als eine große, um Überdüngung zu vermeiden. Eine Blattdüngung kann bei akutem Mangel schnelle Hilfe bringen. Wichtig ist, die Ursache zu ermitteln und nicht nur die Symptome zu behandeln.
  16. Welche Mulchtechniken fördern die Nährstoffversorgung von Wurzelsellerie?
    Verschiedene Mulchtechniken können die Nährstoffversorgung von Wurzelsellerie erheblich verbessern. Organisches Mulchmaterial wie Rasenschnitt, Stroh oder Laub verrottet langsam und gibt dabei kontinuierlich Nährstoffe an den Boden ab. Rasenschnitt ist besonders stickstoffreich und eignet sich gut für nährstoffhungrige Pflanzen wie Sellerie. Stroh speichert Feuchtigkeit gut und gibt beim Verrotten Nährstoffe frei, kann aber Stickstoff binden - daher sollte zusätzlich gedüngt werden. Kompost-Mulch liefert eine ausgewogene Nährstoffmischung und verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur. Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht um die Pflanzen reduziert Wasserverdunstung und hält die Bodentemperatur konstant. Wichtig ist, das Material nicht direkt an den Pflanzenstängel zu legen, um Fäulnis zu vermeiden. Der Mulch fördert das Bodenleben, wodurch Nährstoffe besser verfügbar werden. Regelmäßiges Nachfüllen erhält die Wirkung über die gesamte Kulturzeit.
  17. Ist es ein Mythos, dass frischer Stallmist für Knollensellerie schädlich ist?
    Es ist kein Mythos - frischer Stallmist kann tatsächlich schädlich für Knollensellerie sein. Im Gegensatz zu robusten Gemüsesorten reagiert Knollensellerie empfindlich auf unverrotteten organischen Dünger. Frischer Stallmist kann mehrere Probleme verursachen: Erstens setzt der Verrottungsprozess große Mengen Ammoniak frei, das die zarten Wurzeln verbrennen kann. Zweitens entzieht die Zersetzung dem Boden vorübergehend Stickstoff, was zu Mangelerscheinungen führt. Drittens können Krankheitserreger und Unkrautsamen im frischen Mist enthalten sein. Die hohen Salzgehalte können zusätzlich osmotischen Stress verursachen. Gut verrotteter, mindestens einjähriger Stallmist hingegen ist ein ausgezeichneter Dünger für Sellerie. Er liefert Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form und verbessert die Bodenstruktur. Alternativ kann frischer Mist bereits im Herbst vor der Pflanzung eingearbeitet werden, dann hat er Zeit zu verrotten. Kompost ist generell die sicherere Alternative für empfindliche Kulturen wie Knollensellerie.
  18. Wann beginnt die optimale Pflanzzeit für Sellerie in deutschen Gärten?
    Die optimale Pflanzzeit für Knollensellerie in deutschen Gärten beginnt Mitte Mai nach den Eisheiligen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Knollensellerie ist frostempfindlich und benötigt Bodentemperaturen von mindestens 10°C für ein gutes Anwachsen. Die Anzucht der Jungpflanzen sollte bereits ab März in geschützten Räumen oder Gewächshäusern beginnen, da Sellerie eine lange Kulturzeit von mindestens 5 Monaten benötigt. Bei der Auspflanzung sollten die Jungpflanzen bereits kräftig entwickelt sein und etwa 8-10 cm hoch sein. In milderen Regionen oder bei Schutz durch Vlies kann bereits Ende April gepflanzt werden. Wichtig ist, dass der Boden ausreichend erwärmt und nicht mehr zu nass ist. Eine zu frühe Pflanzung bei kalten Bedingungen kann zu Wachstumsstockungen oder sogar zum Schossen der Pflanzen führen. Die Ernte erfolgt dann im September bis November, bevor die ersten stärkeren Fröste einsetzen.
  19. Was unterscheidet Sellerieknolle von Selleriewurzel in der botanischen Klassifizierung?
    Botanisch handelt es sich bei Sellerie um dieselbe Art: Apium graveolens. Der Unterschied liegt in den verschiedenen Varietäten, die durch züchterische Selektion entstanden sind. Knollensellerie wird als Apium graveolens var. rapaceum bezeichnet, während Stangensellerie als var. dulce klassifiziert wird. Es gibt keine separate Bezeichnung "Selleriewurzel" in der botanischen Klassifikation - der Begriff wird umgangssprachlich für die verdickte, oberirdisch wachsende Sproßbasis verwendet. Diese "Knolle" ist anatomisch gesehen eine Verdickung des Hypokotils (Bereich zwischen Wurzel und Spross), nicht eine echte Wurzel. Die Verwirrung entsteht oft durch den Namen "Wurzelsellerie", der ebenfalls für Knollensellerie verwendet wird. Alle Sellerieformen stammen vom Wildsellerie ab, der ursprünglich in Küstengebieten Europas und Asiens heimisch ist. Durch jahrhundertelange Züchtung entstanden die verschiedenen Kulturformen, die sich in der Ausprägung bestimmter Pflanzenteile unterscheiden, aber botanisch zur gleichen Art gehören.
  20. Wie grenzt sich Bio-Anbau von Suppengemüse vom konventionellen Gemüsebau ab?
    Der Bio-Anbau von Suppengemüse wie Knollensellerie unterscheidet sich grundlegend vom konventionellen Anbau. Im ökologischen Anbau sind synthetische Mineraldünger und chemische Pflanzenschutzmittel verboten. Stattdessen wird auf organische Düngemittel wie Kompost, Hornspäne, Algenkalk und Pflanzenjauchen gesetzt. Die Nährstoffversorgung erfolgt langsamer und nachhaltiger durch Förderung des Bodenlebens. Fruchtfolge und Gründüngung spielen eine zentrale Rolle zur Bodenpflege und Nährstoffversorgung. Mulchen und Mischkultur unterstützen das natürliche Gleichgewicht. Bei Schädlingsproblemen kommen biologische Präparate und nützlingsfördernde Maßnahmen zum Einsatz. Der Bio-Anbau fördert die Biodiversität und schont Gewässer und Böden. Die Erträge können niedriger sein, dafür ist die Produktqualität oft höher mit intensiverem Geschmack. Zertifizierte Bio-Betriebe unterliegen strengen Kontrollen und müssen EU-Bio-Verordnungen einhalten. Diese nachhaltige Anbauweise trägt zum Umwelt- und Klimaschutz bei.
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