Weißkohl im Jahreszyklus: Anbau und Ernte

Weißkohl: Ein vielseitiges Gemüse für Ihren Garten

Weißkohl ist ein wahrer Klassiker in deutschen Gemüsegärten. Seine Vielseitigkeit und Robustheit machen ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Hobbygärtner aller Erfahrungsstufen.

Weißkohl im Überblick: Wichtige Anbautipps

  • Aussaat von März bis Juni möglich
  • Gedeiht am besten in nährstoffreichem, lehmigem Boden
  • Benötigt regelmäßige Bewässerung
  • Ernte je nach Sorte von Juli bis November
  • Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten in der Küche

Die Bedeutung von Weißkohl im Gemüsegarten

Weißkohl hat eine lange Tradition in deutschen Gärten. Seine Anpassungsfähigkeit macht ihn zu einem dankbaren Gemüse für Anfänger und erfahrene Gärtner gleichermaßen. In meinen frühen Gartenjahren habe ich trotz einiger Anfängerfehler eine beachtliche Weißkohlernte einfahren können - ein ermutigendes Erlebnis für jeden Hobbygärtner!

Neben seinem kulinarischen Wert spielt Weißkohl eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge. Er lockert den Boden auf und hinterlässt ihn in guter Struktur für nachfolgende Kulturen. Zudem bieten seine großen Blätter Lebensraum für nützliche Insekten und tragen so zur Biodiversität im Garten bei - ein nicht zu unterschätzender Aspekt für einen gesunden Garten.

Überblick über Weißkohlsorten und ihre Eigenschaften

Die Vielfalt der Weißkohlsorten ist beeindruckend. Sie unterscheiden sich in Reifezeit, Kopfgröße und Verwendungszweck. Hier ein Überblick über die wichtigsten Gruppen:

Frühsorten

Frühsorten wie 'Filderkraut' oder 'Erstling' bilden kleinere, zarte Köpfe und sind bereits ab Juli erntereif. Diese eignen sich hervorragend für den frischen Verzehr als Salat oder Gemüsebeilage. Ihr milder Geschmack macht sie besonders beliebt bei Kindern.

Sommersorten

Mittelfrühe Sorten wie 'Brunswijker' reifen von August bis September. Sie sind wahre Allrounder und eignen sich sowohl für die Frischküche als auch zur Herstellung von Sauerkraut. In meinem Garten haben sich diese Sorten als besonders ertragreich erwiesen.

Herbst- und Wintersorten

Späte Sorten wie 'Amager' oder 'Holsteiner Platter' bilden große, feste Köpfe aus. Sie sind ideal zur Lagerung und Verarbeitung zu Sauerkraut. Diese Sorten werden erst ab Oktober geerntet und können bei guter Lagerung bis ins Frühjahr hinein verwendet werden - perfekt für Selbstversorger!

Standortanforderungen und Bodenvorbereitung

Der ideale Standort für Weißkohl

Weißkohl gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Er benötigt viel Platz, da die Pflanzen je nach Sorte einen Abstand von 50-70 cm zueinander brauchen. Ein windgeschützter Platz ist vorteilhaft, da starker Wind die Blätter beschädigen kann. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Weißkohl in der Nähe von höheren Pflanzen wie Sonnenblumen zu setzen, die als natürlicher Windschutz dienen.

Bodenvorbereitung und Nährstoffbedarf

Weißkohl ist ein Starkzehrer und benötigt einen nährstoffreichen, lehmigen Boden. Vor der Pflanzung sollte der Boden tiefgründig gelockert und mit reifem Kompost oder gut verrottetem Stallmist angereichert werden. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist optimal für ein gesundes Wachstum.

Tipp: Falls Ihr Boden zu sauer sein sollte, können Sie ihn mit Kalk aufwerten. Das verbessert nicht nur den pH-Wert, sondern beugt auch der gefürchteten Kohlhernie vor - eine Maßnahme, die sich in meinem Garten bewährt hat.

Fruchtfolge und geeignete Vorfrüchte

Bei der Planung der Fruchtfolge ist zu beachten, dass Weißkohl nicht nach anderen Kreuzblütlern wie Radieschen oder Kohlrabi angebaut werden sollte. Gute Vorfrüchte sind dagegen Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Zwiebeln. Eine Anbaupause von mindestens vier Jahren an derselben Stelle beugt Krankheiten und Schädlingen vor. Diese Rotation hat sich in meinem Garten als äußerst effektiv erwiesen, um gesunde und ertragreiche Kohlpflanzen zu kultivieren.

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Produktbild von Sperli Filderkraut Weißkohl Samen mit einem Kohlkopf im Hintergrund und Informationen zur Sorte sowie Aussaatterminen auf Deutsch.
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Aussaat und Pflanzung

Aussaatzeiten für verschiedene Weißkohlsorten

Frühkohl

Die Aussaat von Frühkohl erfolgt bereits im Februar bis März in Anzuchtkästen. Die Jungpflanzen können dann ab April ins Freiland gepflanzt werden. Diese frühe Aussaat ermöglicht es, schon im Hochsommer frischen Kohl zu genießen.

Sommerkohl

Sommerkohl wird von März bis April ausgesät und ab Mai ins Freiland gepflanzt. Diese Sorte bildet die Brücke zwischen Früh- und Spätkohl und sorgt für eine kontinuierliche Ernte.

Herbst- und Winterkohl

Für Herbst- und Winterkohl beginnt die Aussaat im April bis Mai. Die Pflanzung ins Freiland erfolgt dann von Mai bis Juni. Diese späten Sorten sind besonders robust und können sogar leichte Fröste überstehen.

Direktsaat vs. Vorkultur

Obwohl eine Direktsaat möglich ist, hat sich in meinem Garten die Vorkultur als vorteilhaft erwiesen. Sie gibt den Pflanzen einen Vorsprung und schützt sie in der empfindlichen Keimphase vor Schädlingen. Für die Vorkultur säe ich die Samen in Anzuchtkästen oder Töpfe aus und halte sie bei etwa 18°C. Nach etwa 4-6 Wochen sind die Jungpflanzen bereit für die Auspflanzung. Dieser Ansatz hat mir konsistent stärkere und widerstandsfähigere Pflanzen beschert.

Pflanzabstände und Beetplanung

Die Pflanzabstände variieren je nach Sorte:

  • Frühsorten: 40 x 40 cm
  • Mittelfrühe Sorten: 50 x 50 cm
  • Spätsorten: 60 x 60 cm bis 70 x 70 cm

 

Planen Sie die Beete großzügig, denn Weißkohl braucht viel Platz zum Wachsen. Zwischen den Reihen sollte genügend Raum für die Pflege und Ernte bleiben. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt zwischen den Pflanzen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken. In meinem Garten hat sich diese Methode als besonders effektiv erwiesen, um den Pflegeaufwand zu reduzieren und gleichzeitig das Wachstum zu fördern.

Mit der richtigen Planung und Pflege wird Ihr Weißkohl prächtig gedeihen und Sie mit einer reichen Ernte belohnen. Beachten Sie, dass Geduld und regelmäßige Aufmerksamkeit beim Kohlanbau wichtig sind. Doch keine Sorge - die Mühe lohnt sich, wenn Sie im Herbst Ihre eigenen, knackigen Kohlköpfe ernten können!

Pflege während der Wachstumsphase

Bewässerung

Weißkohl ist ein Wasserliebhaber, der eine gleichmäßige Feuchtigkeit schätzt. Stellen Sie sicher, dass der Boden stets feucht, aber nicht in Wasser ertränkt ist. Besonders während Trockenperioden und der Kopfbildung sollten Sie ein wachsames Auge auf die Wasserversorgung haben. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Gras kann Wunder wirken, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und gleichzeitig das lästige Unkraut in Schach zu halten.

Düngung

Was die Ernährung angeht, ist Weißkohl kein Kostverächter, aber auch kein Vielfraß. Eine gute Portion reifen Komposts vor der Pflanzung reicht oft schon aus, um ihn glücklich zu machen. Während der Hauptwachstumsphase könnte eine Extraportion stickstoffbetonten organischen Düngers nicht schaden. Aber Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht mit der Düngung, sonst riskieren Sie lockere Köpfe - und wer möchte schon einen Kohl mit Identitätskrise?

Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges Jäten ist das A und O, um unerwünschte Mitesser fernzuhalten, die Ihrem Kohl Nährstoffe und Wasser streitig machen könnten. Gehen Sie dabei behutsam vor, denn die Wurzeln des Weißkohls sind etwas empfindlich. Eine Mulchschicht kann hier ebenfalls hilfreich sein - sie hält nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch das Unkraut in Schach.

Bodenlockerung und Anhäufeln

Ab und zu eine Lockerung des Bodens tut Ihrem Kohl gut - es fördert die Durchlüftung und das Wurzelwachstum. Etwa einen Monat nach der Pflanzung sollten Sie Ihren Weißkohl anhäufeln. Das gibt ihm nicht nur mehr Standfestigkeit, sondern regt auch die Bildung zusätzlicher Wurzeln am Stängel an - quasi ein natürlicher Kraftbooster für Ihre Pflanzen.

Schädlinge und Krankheiten beim Weißkohl

Häufige Schädlinge bei Weißkohl

Kohlfliege

Die Kohlfliege ist ein echter Quälgeist im Kohlanbau. Ihre Larven haben es auf die Wurzeln abgesehen und können besonders junge Pflanzen in Bedrängnis bringen. Ein Kulturschutznetz oder Kohlkragen um die Pflanzen können hier vorbeugend wirken. Interessanterweise kann auch eine späte Pflanzung ab Mitte Juni den Befall reduzieren - manchmal lohnt es sich eben, etwas zu trödeln!

Kohlweißling

Die Raupen des Kohlweißlings sind wahre Feinschmecker, wenn es um Kohlblätter geht. Regelmäßiges Absammeln der Raupen und Eier hilft, den Schaden in Grenzen zu halten. Fördern Sie natürliche Feinde wie Schlupfwespen durch die Anlage von Blühstreifen - es ist faszinierend zu beobachten, wie die Natur sich selbst reguliert.

Erdflöhe

Diese winzigen Hüpfer hinterlassen ihre Spuren in Form von Löchern in den Blättern. Sie lieben es warm und trocken. Eine gute Wasserversorgung und Mulch können ihnen den Spaß verderben. Ein Kulturschutznetz kann auch hier Wunder wirken - es ist erstaunlich, wie vielseitig einsetzbar so ein simples Netz sein kann.

Typische Krankheiten

Kohlhernie

Diese Pilzerkrankung ist ein echter Albtraum für Kohlpflanzen. Sie verursacht Wucherungen an den Wurzeln und bremst das Wachstum. Befallene Pflanzen sollten Sie leider entfernen. Eine lange Fruchtfolge von mindestens 4 Jahren und ein leicht alkalischer Boden (pH-Wert über 7) können vorbeugend wirken. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit der Zugabe von Algenkalk gemacht - er hebt nicht nur den pH-Wert, sondern liefert auch wertvolle Spurenelemente.

Falscher Mehltau

Dieser Pilz zeigt sich durch gelbliche Flecken auf den Blättern und einen grau-violetten Belag auf der Unterseite - nicht gerade ein Schönheitspreis für Ihren Kohl. Gute Durchlüftung und das Vermeiden von Staunässe können helfen. Bei hartnäckigem Befall könnte der Wechsel zu resistenten Sorten eine Überlegung wert sein.

Vorbeugende Maßnahmen und biologischer Pflanzenschutz

Eine gesunde Fruchtfolge ist das A und O für vitale Pflanzen. Gönnen Sie Ihrem Weißkohl eine Pause von 3-4 Jahren, bevor er wieder an derselben Stelle wachsen darf. Die Förderung von Nützlingen durch Blühstreifen oder Nisthilfen kann wahre Wunder bewirken - es ist faszinierend zu beobachten, wie ein vielfältiger Garten sich selbst im Gleichgewicht hält. Bei der Sortenwahl lohnt es sich, nach resistenten oder toleranten Sorten Ausschau zu halten. In meinem Garten habe ich übrigens eine interessante Entdeckung gemacht: Weißkohl scheint sich in der Gesellschaft von stark duftenden Kräutern wie Thymian oder Salbei besonders wohl zu fühlen. Diese aromatischen Mitbewohner scheinen so manchen Schädling auf Abstand zu halten - ein kleines Wunder der Natur!

Der Weißkohlanbau mag seine Herausforderungen haben, aber glauben Sie mir, mit der richtigen Pflege und ein paar vorbeugenden Maßnahmen werden Sie reich belohnt. Ein gesunder, lebendiger Boden ist das Fundament für kräftige, widerstandsfähige Pflanzen. Und mal ehrlich, gibt es etwas Befriedigenderes, als die ersten selbst gezogenen, knackigen Kohlköpfe zu ernten? Geben Sie Ihrem Weißkohl die Aufmerksamkeit, die er verdient, und er wird es Ihnen mit einer reichen Ernte danken.

Erntezeit für Weißkohl: Wann ist der richtige Moment?

Es gibt keine feste Regel, wann Weißkohl geerntet werden sollte. Je nach Sorte und wie das Wetter mitspielt, kann die Erntezeit von Juli bis in den November reichen. Frühsorten sind meist schon im Hochsommer bereit, während Spätsorten geduldig bis zum Herbst warten. Aber wie erkennt man nun, dass der Kohl reif für die Ernte ist?

Zeichen der Erntereife

Ein sicheres Indiz für die Erntereife ist ein fester, kompakter Kohlkopf. Wenn Sie vorsichtig mit dem Daumen darauf drücken und er kaum nachgibt, ist er höchstwahrscheinlich bereit für die Ernte. Weitere Hinweise können sein:

  • Die äußeren Blätter beginnen sich leicht zu verfärben oder zu welken
  • Der Kohlkopf hat ungefähr die für seine Sorte typische Größe erreicht
  • Beim leichten Klopfen klingt der Kopf etwas hohl

Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Lieber etwas früher ernten als zu spät. Weißkohl, der zu lange im Beet bleibt, neigt dazu aufzuplatzen - und das wäre doch schade um die schönen Köpfe!

So ernten Sie Ihren Weißkohl schonend

Bei der Ernte ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, damit die Köpfe heil bleiben. Hier ein paar Tipps, wie's am besten klappt:

  • Nutzen Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere - stumpfe Werkzeuge quetschen nur den Strunk
  • Schneiden Sie den Strunk knapp unterhalb des Kohlkopfes ab
  • Lassen Sie ruhig ein paar Umblätter dran, die schützen beim Transport
  • Wenn möglich, ernten Sie bei trockenem Wetter - nasser Kohl fault schneller

Übrigens: Die Strünke im Boden zu lassen, kann sich lohnen. Oft treiben sie noch einmal aus und bilden kleine Kohlröschen - eine echte Delikatesse, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

So lagern Sie Weißkohl für maximale Frische

Richtig gelagert, hält sich Weißkohl erstaunlich lange. Je nach Methode und Sorte können Sie monatelang von Ihrer Ernte zehren - praktisch für Selbstversorger!

Kurzfristige Lagerung

Für den baldigen Verzehr eignet sich die Lagerung im Kühlschrank ganz gut:

  • Wickeln Sie den Kohl in ein feuchtes Tuch - das hält ihn frisch
  • Ab ins Gemüsefach damit
  • So bleibt er etwa 2-3 Wochen knackig

Ein kleiner Rat: Entfernen Sie die äußeren Blätter erst kurz vor der Verwendung. Sie schützen den Kohl vor dem Austrocknen.

Langfristige Lagerung für Winterkohl

Wenn Sie Ihren Winterkohl länger aufbewahren möchten, gibt es verschiedene Methoden:

  • Erdmiete: Graben Sie die Köpfe mit Wurzeln aus und schlagen Sie sie in sandigen Boden ein - wie ein natürlicher Kühlschrank
  • Keller: Lagern Sie die Köpfe bei 0-5°C und hoher Luftfeuchtigkeit - ideal für viele alte Häuser
  • Holzkiste: Packen Sie die Köpfe in eine mit Zeitungspapier ausgelegte Kiste - eine einfache, aber effektive Methode

Bei optimalen Bedingungen hält sich Winterkohl bis zu 6 Monate. Schauen Sie aber regelmäßig nach Ihren gelagerten Schätzen - ein fauler Apfel verdirbt bekanntlich die ganze Kiste!

Weißkohl in der Küche: Ein Multitalent

Weißkohl ist in der deutschen Küche nicht wegzudenken - und das aus gutem Grund! Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem echten Allrounder.

Frisch und knackig

Roher Weißkohl ist ein Knuspererlebnis. Hier ein paar Ideen, wie Sie ihn frisch zubereiten können:

  • Als Krautsalat mit Äpfeln und Karotten - eine frische Vitaminbombe
  • Fein geschnitten als Topping für Tacos oder Wraps - gibt einen schönen Crunch
  • Als Basis für Coleslaw - der amerikanische Klassiker

Ein kleiner Trick: Massieren Sie den rohen Kohl mit etwas Salz. Das macht ihn zarter und leichter verdaulich.

Warm und wohlig

Gekochter Weißkohl wärmt an kalten Tagen von innen. Probieren Sie doch mal:

  • Als Beilage zu deftigen Fleischgerichten - ein Klassiker der Hausmannskost
  • In Eintöpfen und Suppen - gibt eine schöne Süße ab
  • Als Kohlrouladen gefüllt mit Hackfleisch und Reis - mein persönlicher Favorit

Achten Sie beim Kochen darauf, den Kohl nicht zu lange zu garen. Er sollte noch etwas Biss haben - niemand mag matschiges Gemüse!

Fermentiert und gesund

Die Königsdisziplin der Weißkohlverarbeitung ist für mich die Fermentierung zu Sauerkraut. Es ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund dank der probiotischen Bakterien. Hier das Grundrezept:

  • Weißkohl fein hobeln
  • 20g Salz pro Kilo Kohl dazugeben
  • In ein sauberes Gefäß stampfen
  • 4-6 Wochen gären lassen

Die Fermentierung ist eine tolle Möglichkeit, überschüssigen Kohl haltbar zu machen. Und glauben Sie mir, selbstgemachtes Sauerkraut schmeckt um Längen besser als das aus dem Supermarkt!

Egal ob roh, gekocht oder fermentiert - Weißkohl ist ein wahres Wundergemüse. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen in der Küche, Sie werden überrascht sein, wie vielseitig dieses unscheinbare Gemüse sein kann!

Saatgutgewinnung: Eine spannende Reise vom Garten auf den Teller und zurück

Die Vermehrung des eigenen Weißkohls ist eine faszinierende Erfahrung, die etwas Geduld und Sorgfalt erfordert. Es lohnt sich jedoch, denn so können Sie besonders schmackhafte oder robuste Sorten erhalten und weiter kultivieren.

Die Auswahl der richtigen Pflanzen

Für die Saatgutgewinnung sollten Sie ein Auge auf die kräftigsten und gesündesten Pflanzen haben. Achten Sie dabei auf typische Sorteneigenschaften wie Kopfform, Blattstruktur und Wuchsverhalten. Es empfiehlt sich, diese Pflanzen frühzeitig zu markieren, damit sie nicht versehentlich auf dem Teller landen.

Wie Samenträger den Winter überstehen

Weißkohl ist zweijährig und bildet erst im zweiten Jahr Blüten und Samen. Die ausgewählten Pflanzen müssen also den Winter überdauern. In milderen Regionen können sie im Beet bleiben, sollten aber mit einer schützenden Decke aus Laub oder Stroh versorgt werden. In kälteren Gebieten ist es sicherer, die Pflanzen auszugraben und frostfrei einzulagern.

Blütezeit und Bestäubung

Im Frühjahr treiben die Pflanzen aus und bilden lange Blütenstände. Da Weißkohl ein Fremdbefruchter ist, sollten mindestens 5-6 Pflanzen zur gleichen Zeit blühen, um eine gute Befruchtung zu gewährleisten. Die fleißigen Bienen und andere Insekten übernehmen dann die Bestäubungsarbeit.

Die Ernte und Aufbereitung des Saatguts

Die Samenschoten reifen ungleichmäßig. Ernten Sie sie, sobald sie braun werden, aber bevor sie aufplatzen. Nach der Ernte sollten Sie die Schoten nachtrocknen und die Samen ausdreschen. Die gereinigten Samen können Sie dann in Papiertüten oder Gläsern kühl und trocken lagern.

Kreative Anbautipps für verschiedene Gartensituationen

Weißkohl lässt sich in den unterschiedlichsten Gartensituationen erfolgreich anbauen. Hier ein paar Tipps, wie Sie das Beste aus Ihrem Garten herausholen:

Platzsparen im Kleingarten

Im Kleingarten ist Platz oft Mangelware. Nutzen Sie die Fläche clever, indem Sie Frühsorten zwischen später reifende Sorten pflanzen. So können Sie die Frühsorten ernten, bevor die späten Sorten den Platz beanspruchen. Denken Sie auch an die Fruchtfolge und gönnen Sie Ihrem Kohl jedes Jahr einen neuen Standort.

Hoch hinaus im Hochbeet

Hochbeete sind wahre Wohlfühloasen für Weißkohl. Der lockere, nährstoffreiche Boden fördert das Wachstum optimal. Wählen Sie kompakte Sorten und beachten Sie die empfohlenen Pflanzabstände. Ein Vlies kann zusätzlich vor lästigen Schädlingen wie der Kohlfliege schützen.

Harmonie in der Mischkultur

Weißkohl ist ein geselliger Geselle und verträgt sich gut mit vielen anderen Gemüsesorten. Besonders förderlich sind Zwiebeln, Sellerie und Tomaten als Nachbarn. Sie vertreiben Schädlinge und fördern das Wachstum. Ein Tipp aus meinem Garten: Kapuzinerkresse lockt Blattläuse von den Kohlpflanzen weg - eine Win-win-Situation für beide Pflanzen! Vermeiden Sie jedoch die Nachbarschaft zu anderen Kohlarten, da sie ähnliche Nährstoffe benötigen und anfällig für die gleichen Krankheiten sind.

Weißkohl: Ein vielseitiges Gemüse, das in keinem Garten fehlen sollte

Weißkohl ist wirklich ein Allrounder im Gemüsegarten. Mit der richtigen Planung von Aussaat und Ernte, guter Pflege und etwas Wissen um mögliche Herausforderungen steht einer reichen Ernte nichts im Wege. Ob als knackiger Salat, herzhaftes Sauerkraut oder wärmender Eintopf - Weißkohl bereichert unsere Küche das ganze Jahr über. Und wer sich an die Saatgutgewinnung wagt, kann die Freude am eigenen Anbau noch steigern. Also, krempeln Sie die Ärmel hoch und gönnen Sie dem Weißkohl einen Platz in Ihrem Gemüsebeet - Sie werden es nicht bereuen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wann ist die beste Zeit für die Aussaat von Weißkohl?
    Die optimale Aussaatzeit für Weißkohl hängt von der gewünschten Sorte ab. Frühkohl wird bereits von Februar bis März in Anzuchtkästen ausgesät, damit die Jungpflanzen ab April ins Freiland gepflanzt werden können. Sommerkohl säen Sie von März bis April aus, die Pflanzung erfolgt dann ab Mai. Herbst- und Winterkohl werden von April bis Mai ausgesät und von Mai bis Juni ausgepflanzt. Eine gestaffelte Aussaat verschiedener Sorten ermöglicht eine kontinuierliche Ernte von Juli bis November. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten ein breites Sortiment an Weißkohlsorten für jede Saison und beraten gerne zur optimalen Aussaatplanung. Die Vorkultur in Anzuchtkästen hat sich bewährt, da sie den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung verschafft und sie vor Schädlingen in der empfindlichen Keimphase schützt.
  2. Welche Bodenbedingungen benötigt Weißkohl für optimales Wachstum?
    Weißkohl stellt hohe Ansprüche an den Boden und gedeiht am besten in nährstoffreichem, lehmigem Substrat. Als Starkzehrer benötigt er einen tiefgründig gelockerten Boden, der vor der Pflanzung mit reifem Kompost oder gut verrottetem Stallmist angereichert werden sollte. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 7,5, also im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. Ein zu saurer Boden begünstigt die gefürchtete Kohlhernie und sollte mit Kalk aufgebessert werden. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein und ausreichend Platz bieten, da Weißkohl viel Raum zum Wachsen braucht. Eine gute Wasserversorgung ist essentiell, dabei ist jedoch Staunässe zu vermeiden. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und Unkrautwuchs zu reduzieren.
  3. Wie pflegt man Weißkohl während der Wachstumsphase richtig?
    Die richtige Pflege von Weißkohl beginnt mit einer gleichmäßigen Bewässerung. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht vernässt sein. Besonders während Trockenperioden und der Kopfbildung ist eine ausreichende Wasserversorgung entscheidend. Eine Mulchschicht aus Stroh hilft dabei, die Feuchtigkeit zu speichern. Bei der Düngung reicht oft eine gute Kompostgabe vor der Pflanzung aus, während der Hauptwachstumsphase kann eine zusätzliche Gabe stickstoffbetonten organischen Düngers sinnvoll sein. Regelmäßiges Jäten ist wichtig, dabei sollten Sie vorsichtig vorgehen, da die Wurzeln empfindlich sind. Etwa einen Monat nach der Pflanzung sollten Sie den Weißkohl anhäufeln - das verleiht Standfestigkeit und regt die Wurzelbildung an. Gelegentliche Bodenlockerung fördert die Durchlüftung und das Wurzelwachstum. Bei Schädlingsbefall können Kulturschutznetze oder das Absammeln von Raupen helfen.
  4. Warum ist Weißkohl eine zweijährige Pflanze und was bedeutet das für den Anbau?
    Weißkohl ist botanisch eine zweijährige Pflanze (Brassica oleracea), was bedeutet, dass er erst im zweiten Jahr nach der Aussaat zur Blüte und Samenbildung kommt. Im ersten Jahr entwickelt die Pflanze zunächst eine Blattrosette und bildet den begehrten Kohlkopf aus - dies ist die Phase, in der wir ihn ernten. Die Blüten- und Samenbildung erfolgt erst nach einer Kältephase (Vernalisation) im folgenden Frühjahr. Für den normalen Gemüseanbau ist diese Zweijährigkeit ein Vorteil, da wir die Pflanzen im vegetativen Stadium ernten können, bevor sie in die Blüte gehen. Möchten Sie eigenes Saatgut gewinnen, müssen ausgewählte Pflanzen den Winter überdauern. Diese können je nach Klimazone entweder im Beet mit Schutz überwintern oder frostfrei eingelagert werden. Im zweiten Jahr treiben sie dann aus, blühen und bilden Samen, die im Hochsommer geerntet werden können.
  5. Was macht Weißkohl zu einem Starkzehrer und wie wirkt sich das auf die Düngung aus?
    Weißkohl gilt als Starkzehrer, da er für die Bildung seiner großen Blattmasse und des kompakten Kohlkopfes besonders viele Nährstoffe benötigt. Vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium werden in größeren Mengen verbraucht. Diese hohe Nährstoffaufnahme liegt an seinem schnellen Wachstum und der beträchtlichen Biomasse, die innerhalb weniger Monate aufgebaut wird. Für die Düngung bedeutet dies, dass der Boden vor der Pflanzung mit einer großzügigen Menge reifen Komposts oder gut verrotteten Stallmists angereichert werden sollte. Während der Hauptwachstumsphase kann eine zusätzliche Düngung mit organischen Düngern sinnvoll sein, jedoch sollten Sie es nicht übertreiben, da dies zu lockeren Köpfen führen kann. Der Starkzehrer-Status macht Weißkohl auch zu einem wichtigen Partner in der Fruchtfolge - nach ihm können Schwach- oder Mittelzehrer folgen, die von den im Boden verbliebenen Nährstoffen profitieren.
  6. Worin unterscheiden sich Weißkohl und Rotkohl im Anbau?
    Weißkohl und Rotkohl sind beide Varietäten von Brassica oleracea und unterscheiden sich im Anbau nur minimal. Beide haben ähnliche Ansprüche an Boden, Klima und Pflege. Der hauptsächliche Unterschied liegt in der Anthocyanproduktion des Rotkohls, die für die charakteristische Farbe verantwortlich ist. Diese Farbstoffe werden besonders bei kühleren Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung gebildet, weshalb Rotkohl oft etwas kältetoleranter ist. Rotkohl bevorzugt tendenziell etwas kühlere Anbaubedingungen und entwickelt seine intensive Farbe besonders gut bei Herbstanbau. Die Aussaat- und Pflanzzeitpunkte sind praktisch identisch, wobei Rotkohl oft als Herbst- und Winterkohl angebaut wird. Bei der Sortenwahl gibt es bei Rotkohl weniger Früh- und mehr Lagersorten. In der Fruchtfolge verhalten sich beide gleich und können nicht nacheinander an derselben Stelle angebaut werden. Die Schädlinge und Krankheiten sind ebenfalls identisch, da es sich botanisch um dieselbe Art handelt.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Weißkohl und Wirsing beim Gärtnern?
    Obwohl beide zur Familie der Kreuzblütler gehören, unterscheiden sich Weißkohl und Wirsing in mehreren Anbauaspekten. Wirsing (Brassica oleracea var. sabauda) bildet lockere Köpfe mit krausen Blättern aus, während Weißkohl feste, glatte Köpfe entwickelt. Wirsing ist deutlich frosttoleranter und kann teilweise sogar überwintern, was ihn für den Herbst- und Winteranbau besonders wertvoll macht. Die Standortansprüche sind ähnlich, jedoch kommt Wirsing mit weniger nährstoffreichen Böden zurecht und ist generell genügsamer. Wirsing wächst schneller und kann bereits nach 10-12 Wochen geerntet werden, während Weißkohl 16-20 Wochen benötigt. Bei der Wasserversorgung ist Wirsing toleranter gegenüber Schwankungen. In der Fruchtfolge verhalten sich beide ähnlich, da sie dieselben Nährstoffe verbrauchen und anfällig für die gleichen Kohlkrankheiten sind. Schädlinge wie Kohlweißling befallen beide Arten gleichermaßen, wobei die krausen Blätter des Wirsings manchmal mehr Versteckmöglichkeiten für Schädlinge bieten.
  8. Welche Weißkohlsorten eignen sich am besten für die Sauerkrautherstellung?
    Für die Sauerkrautherstellung eignen sich besonders Herbst- und Wintersorten mit festen, großen Köpfen und niedrigem Wassergehalt. Bewährte Sorten sind 'Amager', 'Holsteiner Platter', 'Filderkraut' und 'Brunswijker'. Diese Sorten zeichnen sich durch ihre feste Blattstruktur und den niedrigen Zuckergehalt aus, was eine optimale Fermentation ermöglicht. 'Filderkraut' gilt als Klassiker für Sauerkraut und wird traditionell in Baden-Württemberg angebaut. Die Sorte 'Amager' ist besonders langlagerfähig und entwickelt während der Fermentation ein ausgezeichnetes Aroma. Wichtig ist, dass die Köpfe voll ausgereift und fest sind, da lockere Köpfe zu weichem Sauerkraut führen. Die Ernte sollte nach dem ersten leichten Frost erfolgen, da dies die Zellstruktur leicht aufbricht und die Fermentation begünstigt. Erfahrene Gartenfachhändler wie samen.de führen speziell für die Sauerkrautherstellung geeignete Traditionssorten und können bei der Auswahl beraten.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Weißkohl Samen kaufen?
    Qualitativ hochwertige Weißkohl Samen erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die eine große Sortenvielfalt und garantiert keimfähiges Saatgut anbieten. Samen.de gehört zu den etablierten Anbietern, die sowohl klassische Sorten als auch resistente Neuzüchtungen im Sortiment führen und fachkundige Beratung zur Sortenwahl bieten. Achten Sie beim Kauf auf das Erntejahr des Saatguts - frische Samen haben eine höhere Keimfähigkeit. Bio-zertifiziertes Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es aus kontrolliertem Anbau stammt. Wichtige Qualitätskriterien sind die Angabe der Keimfähigkeit, Sortenechtheit und Behandlungshinweise. Lokale Gärtnereien bieten oft regionale Sorten an, die an das örtliche Klima angepasst sind. Online-Fachhändler punkten mit detaillierten Sortenbeschreibungen und Anbauanleitungen. Tauschen Sie auch mit anderen Gärtnern - oft entstehen so wertvolle Kontakte zu bewährten Sorten. Lagern Sie gekauftes Saatgut kühl und trocken, dann bleibt es mehrere Jahre keimfähig.
  10. Welche Gartenwerkzeuge benötigt man für den erfolgreichen Weißkohlanbau?
    Für den erfolgreichen Weißkohlanbau benötigen Sie einige grundlegende Gartenwerkzeuge, die den Anbau erheblich erleichtern. Eine Gartenhacke ist essentiell für die Bodenbearbeitung und Unkrautbekämpfung, während ein Spaten für die tiefgründige Bodenvorbereitung unverzichtbar ist. Zur Pflanzung der Jungpflanzen eignet sich eine kleine Handschaufel oder ein Pflanzholz. Eine scharfe Gartenschere oder ein Messer sind für die schonende Ernte der Kohlköpfe wichtig. Für die Bewässerung empfiehlt sich eine Gießkanne oder ein Gartenschlauch mit Brause. Kulturschutznetze schützen vor Schädlingen wie der Kohlfliege, während Anzuchtkästen für die Vorkultur der Samen nützlich sind. Ein Rechen hilft bei der Beetvorbereitung und eine Gartenharke beim Einarbeiten von Kompost. Professionelle Gartenfachhändler wie samen.de bieten hochwertige Werkzeuge und beraten gerne zur optimalen Ausstattung. Eine Scheibtruhe erleichtert den Transport von Kompost und Erntegut. Mit dieser Grundausstattung sind Sie bestens für den Kohlanbau gerüstet.
  11. Welche Rolle spielt die Fruchtfolge beim Weißkohlanbau?
    Die Fruchtfolge spielt beim Weißkohlanbau eine entscheidende Rolle für die Pflanzengesundheit und Bodenqualität. Als Kreuzblütler sollte Weißkohl nicht nach anderen Kohlgewächsen wie Radieschen, Kohlrabi oder Raps angebaut werden, da dies Krankheiten wie die Kohlhernie fördert. Eine Anbaupause von mindestens 3-4 Jahren an derselben Stelle ist empfehlenswert. Ideale Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen, die den Boden mit Stickstoff anreichern. Auch Kartoffeln oder Zwiebeln sind gute Vorkulturen. Als Starkzehrer entzieht Weißkohl dem Boden viele Nährstoffe, weshalb nach ihm Mittel- oder Schwachzehrer wie Salat oder Kräuter folgen sollten. Die Fruchtfolge hilft auch bei der natürlichen Schädlingsregulierung, da spezifische Schädlinge ihre Wirtspflanzen nicht mehr vorfinden. Ein durchdachter Fruchtfolgeplan über 4-5 Jahre berücksichtigt die Nährstoffbedürfnisse aller Kulturen und sorgt für gesunde, ertragreiche Pflanzen. Dies reduziert den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln und Dünger erheblich.
  12. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens das Wachstum von Kreuzblütlern?
    Der pH-Wert hat einen erheblichen Einfluss auf das Wachstum von Kreuzblütlern wie Weißkohl. Diese Pflanzen bevorzugen einen neutralen bis leicht alkalischen Boden mit pH-Werten zwischen 6,5 und 7,5. Bei diesem optimalen pH-Wert können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen und verwerten. Ein zu saurer Boden (pH unter 6,0) begünstigt die gefürchtete Kohlhernie, eine Pilzkrankheit, die Wucherungen an den Wurzeln verursacht und das Pflanzenwachstum stark beeinträchtigt. In saurem Milieu sind außerdem wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalium schlechter verfügbar. Bei zu alkalischem Boden (pH über 7,5) können Spurenelemente wie Eisen und Mangan nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu Mangelerscheinungen führt. Der pH-Wert beeinflusst auch die Aktivität der Bodenmikroorganismen, die für die Nährstoffaufschlüsselung wichtig sind. Eine Bodenanalyse zeigt den aktuellen pH-Wert an. Saure Böden können mit Kalk aufgebessert werden, während alkalische Böden durch Kompost oder Torf abgepuffert werden.
  13. Was versteht man unter der botanischen Bezeichnung Brassica oleracea?
    Brassica oleracea ist die botanische Bezeichnung für den Gemüsekohl und gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Diese Art ist bemerkenswert vielfältig und umfasst zahlreiche Kulturformen, die durch jahrhundertelange Züchtung entstanden sind. Weißkohl ist die Varietät Brassica oleracea var. capitata, während andere bekannte Formen wie Blumenkohl (var. botrytis), Brokkoli (var. italica), Rosenkohl (var. gemmifera) und Grünkohl (var. sabellica) ebenfalls zu dieser Art gehören. Ursprünglich stammt Brassica oleracea von der Wildform des Kohls ab, die noch heute an den Küsten Westeuropas und des Mittelmeerraums wächst. Die enorme morphologische Vielfalt - von den großen Blättern des Grünkohls bis zu den kompakten Blütenständen des Blumenkohls - zeigt die Anpassungsfähigkeit dieser Art. Alle Varietäten haben gemeinsame Eigenschaften: Sie sind zweijährig, bilden charakteristische Kreuzblüten und haben ähnliche Anbauansprüche. Diese botanische Verwandtschaft erklärt auch, warum sie ähnliche Schädlinge und Krankheiten haben und in der Fruchtfolge gleich behandelt werden müssen.
  14. Wie entstehen probiotische Bakterien bei der Fermentierung von Weißkohl?
    Bei der Fermentierung von Weißkohl zu Sauerkraut entstehen probiotische Bakterien durch einen natürlichen Gärungsprozess. Zunächst werden die natürlich auf den Kohlblättern vorhandenen Milchsäurebakterien durch das zugegebene Salz aktiviert. Das Salz entzieht dem Kohl Wasser und schafft ein anaerobes (sauerstofffreies) Milieu, in dem schädliche Bakterien nicht überleben können. Die dominierenden Milchsäurebakterien-Stämme sind vor allem Lactobacillus plantarum, Leuconostoc mesenteroides und Pediococcus pentosaceus. Diese Bakterien wandeln die im Kohl enthaltenen Zucker in Milchsäure um, wodurch der pH-Wert sinkt und das typische saure Milieu entsteht. Dieser Prozess läuft in mehreren Phasen ab: Zunächst dominieren die Leuconostoc-Bakterien, später übernehmen die Lactobacillen. Die entstehende Milchsäure konserviert das Gemüse natürlich und macht es monatelang haltbar. Die lebenden probiotischen Bakterien unterstützen die Darmgesundheit und das Immunsystem. Wichtig ist eine konstante Temperatur von 18-22°C und der Ausschluss von Luft während der Fermentation.
  15. Wie bestimmt man den optimalen Erntezeitpunkt für verschiedene Weißkohlsorten?
    Der optimale Erntezeitpunkt variiert je nach Weißkohlsorte und lässt sich anhand verschiedener Indikatoren bestimmen. Bei Frühsorten ist ab Juli mit der ersten Ernte zu rechnen, während Herbst- und Wintersorten bis November Zeit haben. Ein fester, kompakter Kohlkopf ist das wichtigste Reifezeichen - drücken Sie vorsichtig mit dem Daumen darauf: Gibt er kaum nach, ist er erntereif. Die äußeren Blätter beginnen sich oft leicht zu verfärben oder zu welken. Der Kohlkopf sollte die für seine Sorte typische Größe erreicht haben und beim Klopfen etwas hohl klingen. Ein wichtiger Tipp: Ernten Sie lieber etwas früher als zu spät, denn überreifer Kohl neigt zum Aufplatzen, besonders nach Regenfällen. Bei Herbstsorten kann ein leichter Frost sogar vorteilhaft sein, da er die Zellstruktur aufbricht und den Geschmack verbessert. Achten Sie auf wetterbedingte Faktoren - nach längeren Trockenperioden sollten Sie vor erwarteten Regenfällen ernten. Die Ernte erfolgt am besten an trockenen Tagen mit einem scharfen Messer knapp unter dem Kohlkopf.
  16. Welche Methoden gibt es zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei Kohlpflanzen?
    Natürliche Schädlingsbekämpfung bei Kohlpflanzen setzt auf vorbeugende Maßnahmen und biologische Bekämpfungsmethoden. Kulturschutznetze sind sehr effektiv gegen Kohlfliegen und Kohlweißlinge - sie verhindern die Eiablage und schützen vor Fraßschäden. Kohlkragen aus Pappe oder Filz um die Pflanzen erschweren der Kohlfliege die Eiablage am Wurzelhals. Das regelmäßige Absammeln von Raupen und Eiern des Kohlweißlings ist arbeitsintensiv, aber sehr wirkungsvoll. Fördern Sie natürliche Feinde durch Blühstreifen und Nisthilfen - Schlupfwespen, Marienkäfer und Vögel dezimieren Schädlinge erheblich. Mischkultur mit stark duftenden Pflanzen wie Thymian, Salbei oder Dill kann Schädlinge verwirren und fernhalten. Kapuzinerkresse als Fangpflanze lockt Blattläuse von den Kohlpflanzen weg. Eine gute Wasserversorgung und Mulchen reduziert den Befall durch Erdflöhe, die trockene Bedingungen bevorzugen. Spezialisierte Gartenfachhändler führen biologische Präparate und Nützlinge für den integrierten Pflanzenschutz.
  17. Ist es wahr, dass Weißkohl nur bei kühlem Wetter gut wächst?
    Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass Weißkohl nur bei kühlem Wetter gedeiht. Tatsächlich ist Weißkohl anpassungsfähiger, als viele glauben. Zwar bevorzugen die meisten Sorten gemäßigte Temperaturen zwischen 15-20°C, aber sie tolerieren durchaus auch wärmere Perioden, sofern die Wasserversorgung stimmt. Besonders Frühsorten sind an wärmeres Wetter angepasst und reifen bereits im Hochsommer. Die Kopfbildung erfolgt sogar besser bei gleichmäßig warmen Temperaturen ohne extreme Schwankungen. Problematisch wird es erst bei längeren Hitzeperioden über 25°C, dann können die Köpfe locker werden oder die Pflanzen in die Blüte schießen. Winterkohl hingegen benötigt tatsächlich kühlere Temperaturen für die optimale Entwicklung und ist sehr frostresistent - manche Sorten überstehen sogar Temperaturen bis -10°C. Entscheidender als die Temperatur ist eine gleichmäßige Wasserversorgung. Bei heißem Wetter sollte täglich gegossen und gemulcht werden. Die richtige Sortenwahl für das jeweilige Klima ist entscheidend für den Anbauerfolg.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Weißkohlanbau in Deutschland?
    Der Weißkohlanbau in Deutschland zeigt deutliche regionale Unterschiede, die durch Klima, Bodenverhältnisse und Tradition geprägt sind. In Norddeutschland, besonders in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, dominiert der Anbau von Herbst- und Winterkohl aufgrund des milderen, ausgeglichenen Meeresklimas. Hier haben sich Sorten wie 'Holsteiner Platter' und 'Amager' bewährt. Die Region um Hamburg ist bekannt für ihre Sauerkrautproduktion. In Baden-Württemberg, speziell im Raum Stuttgart, wird traditionell 'Filderkraut' angebaut - eine Spezialsorte mit besonders zarten Blättern, ideal für Sauerkraut. Bayern setzt verstärkt auf Frühsorten für den lokalen Verbrauch. In ostdeutschen Bundesländern haben sich robuste, ertragreiche Sorten durchgesetzt, die mit kontinentalerem Klima zurechtkommen. Die Rheinebene bietet mit ihren fruchtbaren Böden optimale Bedingungen für alle Kohlarten. In Höhenlagen werden bevorzugt späte Sorten angebaut, die mit kühleren Temperaturen besser gedeihen. Regionale Saatguthändler bieten oft klimaangepasste Sorten an, die sich über Generationen bewährt haben.
  19. Was unterscheidet Weißkraut von anderen Bezeichnungen wie Kappes oder Kabis?
    Weißkraut, Kappes und Kabis sind regionale Bezeichnungen für dieselbe Pflanze - den Weißkohl (Brassica oleracea var. capitata). Diese unterschiedlichen Namen spiegeln die sprachliche Vielfalt Deutschlands wider. 'Weißkraut' ist die in Bayern und Österreich gebräuchliche Bezeichnung, während 'Kappes' hauptsächlich im Rheinland und Westfalen verwendet wird. 'Kabis' hingegen ist die schweizerische und alemannische Bezeichnung, die auch in Baden-Württemberg verbreitet ist. Im norddeutschen Raum spricht man meist schlicht von 'Kohl' oder 'Weißkohl'. Weitere regionale Varianten sind 'Kappus' (Schwaben), 'Kapusta' (schlesische Gebiete) oder 'Kohlkopf' als allgemeine Bezeichnung. Botanisch und kulinarisch handelt es sich jedoch immer um dieselbe Pflanze. Die verschiedenen Namen entstanden durch historische Sprachentwicklung und lokale Mundarten. Diese Vielfalt zeigt die lange Tradition des Kohlanbaus in Deutschland und die kulturelle Bedeutung dieses Gemüses in den verschiedenen Regionen. Alle Bezeichnungen meinen das gleiche nahrhafte und vielseitig verwendbare Gemüse.
  20. Wie grenzt man Chinakohl von anderen Kohlarten wie Spitzkohl ab?
    Chinakohl (Brassica rapa ssp. pekinensis) unterscheidet sich grundlegend von Weißkohl und Spitzkohl, obwohl alle zur Familie der Kreuzblütler gehören. Chinakohl bildet längliche, zylindrische Köpfe mit zarten, hellgrünen bis gelblich-weißen Blättern aus, während Spitzkohl (Brassica oleracea var. capitata f. alba) kegelförmige, feste Köpfe entwickelt. Die Blätter des Chinakohls sind dünner und zarter als die des Spitzkohls und haben markante weiße Blattrippen. Chinakohl gehört botanisch zur Rübenkohl-Gruppe (Brassica rapa), während Spitzkohl wie Weißkohl zur Brassica oleracea-Gruppe zählt. Im Anbau ist Chinakohl kälteliebender und wird hauptsächlich im Herbst kultiviert, da er bei Sommerhitze schnell schießt. Spitzkohl hingegen wird als Früh- und Sommerkohl angebaut. Geschmacklich ist Chinakohl milder und eignet sich hervorragend für Salate und asiatische Gerichte, während Spitzkohl einen kräftigeren Kohlgeschmack hat. Die Wachstumszeit ist bei Chinakohl mit 8-12 Wochen kürzer als bei Spitzkohl mit 12-16 Wochen.
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