Die richtige Pflege von Stangenbohnen: Von der Aussaat bis zur Ernte

Stangenbohnen: Grüne Riesen im Gemüsegarten

Stangenbohnen sind beeindruckende Kletterer unter den Gemüsepflanzen. Mit ihrer imposanten Höhe und den schmackhaften Hülsen bereichern sie jeden Garten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Stangenbohnen benötigen Platz und Rankhilfen
  • Aussaat ab Mitte Mai, Ernte nach 10-12 Wochen
  • Sonniger Standort und lockerer Boden sind optimal
  • Regelmäßige Bewässerung und moderate Düngung erforderlich

Was sind Stangenbohnen?

Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris var. vulgaris) sind kletternde Bohnenarten, die zu den Hülsenfrüchten gehören. Im Gegensatz zu ihren kleineren Verwandten, den Buschbohnen, wachsen sie in die Höhe und können bis zu 3 Meter lang werden. Ihre langen, grünen Hülsen sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch nährstoffreich.

Vorteile von Stangenbohnen im Garten

Stangenbohnen nutzen den Raum effizient. Durch ihr vertikales Wachstum eignen sie sich besonders für kleine Gärten. Zudem sind sie sehr ertragreich - von einer einzelnen Pflanze können Sie über die Saison hinweg mehrere Kilo Bohnen ernten.

Ein weiterer Vorteil: Stangenbohnen sind Stickstoffsammler. Sie gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein und reichern den Boden mit Stickstoff an. Das macht sie zu idealen Vorfrüchten für nährstoffbedürftige Pflanzen wie Kohl oder Tomaten.

Überblick über den Pflegeprozess

Die Pflege von Stangenbohnen ist überschaubar, erfordert aber Aufmerksamkeit. Nach der Aussaat im Mai benötigen die Pflanzen vor allem eine stabile Rankhilfe. Sobald die ersten Triebe erscheinen, sollten Sie diese behutsam an die Stangen oder Schnüre leiten.

Regelmäßige Bewässerung ist besonders wichtig, vor allem während der Blüte und Fruchtbildung. Ein gelegentlicher Griff zur Gießkanne reicht hier nicht aus - Stangenbohnen haben einen hohen Wasserbedarf. Aber Vorsicht: Staunässe vertragen sie nicht.

Bei der Düngung sind Stangenbohnen genügsam. Etwas Kompost zur Aussaat und eine leichte Nachdüngung während der Hauptwachstumsphase sind ausreichend. Zu viel Stickstoff fördert nur das Blattwachstum auf Kosten der Bohnenproduktion.

Vorbereitung und Aussaat

Wahl des richtigen Standorts

Stangenbohnen bevorzugen sonnige Plätze. Wählen Sie einen Standort, der mindestens 6 Stunden täglich Sonne erhält. Der Boden sollte locker und humusreich sein. Schwere, lehmige Böden können Sie mit Sand und Kompost verbessern.

Bedenken Sie bei der Standortwahl auch die Höhe der ausgewachsenen Pflanzen. Achten Sie darauf, dass sie nicht andere Gemüsesorten beschatten. Ein Platz am nördlichen Rand des Beetes ist oft günstig.

Bodenvorbereitung

Vor der Aussaat sollten Sie den Boden gründlich lockern. Graben Sie dazu das Beet etwa 20-30 cm tief um. Entfernen Sie dabei Steine und Wurzelreste. Arbeiten Sie reichlich Kompost oder gut verrotteten Mist ein. Das verbessert die Bodenstruktur und liefert wichtige Nährstoffe.

Bei sehr saurem Boden (pH-Wert unter 6) empfiehlt sich eine Kalkgabe. Stangenbohnen bevorzugen einen pH-Wert zwischen 6 und 7. Ein Bodentest kann hier Klarheit schaffen.

Aussaatzeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat ist entscheidend. Stangenbohnen sind wärmeliebend und frostempfindlich. Warten Sie daher, bis die Bodentemperatur mindestens 10°C erreicht hat. In der Regel ist das ab Mitte Mai der Fall.

Für eine kontinuierliche Ernte können Sie alle 2-3 Wochen bis Ende Juni nachsäen. So haben Sie bis in den Herbst hinein frische Bohnen.

Direkte Aussaat vs. Vorkultur

Üblicherweise werden Stangenbohnen direkt ins Freiland gesät. Sie keimen schnell und problemlos. Eine Vorkultur ist meist nicht nötig und kann sogar nachteilig sein, da die Pflanzen empfindliche Wurzeln haben und das Umsetzen schlecht vertragen.

In kälteren Regionen oder für einen sehr frühen Anbau kann eine Vorkultur in Töpfen jedoch sinnvoll sein. Säen Sie dazu 3-4 Wochen vor dem geplanten Auspflanzen in Anzuchttöpfe. Verwenden Sie torffreie Anzuchterde und halten Sie die Temperatur bei etwa 20°C.

Saattiefe und Abstand

Legen Sie die Bohnen etwa 3-5 cm tief in die Erde. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 15-20 cm betragen. Zwischen den Reihen lassen Sie 60-80 cm Platz.

Ein bewährter Gärtnertrick: Legen Sie immer 2-3 Bohnen pro Pflanzloch. So können Sie später die kräftigsten Pflanzen auswählen und die schwächeren entfernen. Das erhöht die Chancen auf eine gute Ernte.

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Produktbild von Sperli Stangenbohne Algarve mit grünen Bohnenhülsen auf Holzuntergrund und Verpackungsdesign mit Markenlogo Produktinformationen und Auszeichnungen in deutscher Sprache.
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Rankhilfen

Bedeutung von Rankhilfen für Stangenbohnen

Rankhilfen sind für Stangenbohnen unerlässlich. Sie geben den Pflanzen Halt, ermöglichen ein gesundes Wachstum und erleichtern die Ernte. Ohne Rankhilfe würden die Bohnen am Boden kriechen, was zu Fäulnis und Krankheiten führen kann.

Zudem nutzen Rankhilfen den vertikalen Raum optimal aus. So können Sie auf kleiner Fläche eine große Ernte erzielen. Ein weiterer Vorteil: Die Bohnen hängen frei in der Luft, was sie vor Schnecken und Bodenkrankheiten schützt.

Arten von Rankhilfen (Stangen, Gitter, Zäune)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Stangenbohnen zu stützen:

  • Einzelstangen: Klassisch und einfach. Stabile Holz- oder Bambusstangen von 2-3 m Länge werden in den Boden gesteckt.
  • Tipis: Mehrere Stangen werden oben zusammengebunden und bilden ein Zelt. Sieht dekorativ aus und spart Platz.
  • Gitter: Fertige Rankgitter aus Metall oder Holz bieten viel Fläche zum Klettern.
  • Zäune: Bestehende Zäune oder Maschendraht können als Rankhilfe dienen.
  • Schnüre: Von oben gespannte Schnüre sind platzsparend und günstig.

Installation der Rankhilfen

Installieren Sie die Rankhilfen am besten vor oder direkt nach der Aussaat. So vermeiden Sie, später die Wurzeln zu beschädigen. Achten Sie darauf, dass die Konstruktion stabil genug ist, um dem Gewicht der ausgewachsenen Pflanzen und möglichem Wind standzuhalten.

Bei Einzelstangen: Stecken Sie diese etwa 30-40 cm tief in den Boden. Bei Tipis: Binden Sie 3-4 Stangen oben zusammen und spreizen Sie die Füße. Gitter und Zäune sollten fest verankert sein.

DIY-Rankhilfen

Rankhilfen müssen nicht teuer sein. Mit etwas Kreativität können Sie diese selbst herstellen:

  • Verwenden Sie ausgediente Äste oder Baumschnitt für rustikale Stangen.
  • Flechten Sie ein Gitter aus Weidenruten.
  • Bauen Sie ein Gerüst aus alten Holzlatten oder Bambusstäben.
  • Nutzen Sie ausrangierte Leitern als Rankhilfe.

Unabhängig von der Art der Rankhilfe ist es wichtig, dass sie stabil und hoch genug ist. Mit der richtigen Unterstützung entwickeln sich Ihre Stangenbohnen zu beeindruckenden Kletterpflanzen im Gemüsegarten.

Pflege während der Wachstumsphase: Stangenbohnen richtig versorgen

Keimung und Jungpflanzenphase

Nach der Aussaat beginnt die Phase der Keimung. Je nach Bodentemperatur dauert es etwa 8 bis 14 Tage, bis die ersten Keimblätter aus der Erde lugen. In dieser Zeit ist es wichtig, den Boden gleichmäßig feucht zu halten, ohne ihn zu vernässen. Sobald die Jungpflanzen etwa 10 cm hoch sind, können Sie vorsichtig etwas Erde um die Stängel anhäufeln. Das fördert die Standfestigkeit und regt die Wurzelbildung an.

Bewässerung: Wichtig für optimales Wachstum

Stangenbohnen haben einen hohen Wasserbedarf, besonders während der Blüte und Fruchtbildung. Gießen Sie regelmäßig und durchdringend, aber vermeiden Sie Staunässe. Ein guter Tipp ist, morgens zu gießen, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. Das beugt Pilzkrankheiten vor.

Wasserbedarf in verschiedenen Wachstumsphasen

  • Keimphase: Gleichmäßig feucht halten
  • Wachstumsphase: Moderate Bewässerung
  • Blüte und Fruchtbildung: Erhöhter Wasserbedarf
  • Erntephase: Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung

Bewässerungstechniken

Am besten bewässern Sie Ihre Stangenbohnen bodennah. Tröpfchenbewässerung oder ein Gießrand um die Pflanzen herum sind ideal. Vermeiden Sie Overhead-Bewässerung, da nasse Blätter anfälliger für Pilzkrankheiten sind.

Düngung: Nährstoffe für kräftiges Wachstum

Stangenbohnen sind Mittelzehrer und benötigen eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Als Leguminosen können sie Luftstickstoff binden, weshalb sie weniger Stickstoffdünger benötigen als andere Gemüsesorten.

Nährstoffbedarf von Stangenbohnen

Besonders wichtig sind Kalium und Phosphor für eine gute Blüten- und Fruchtbildung. Auch Magnesium und Spurenelemente wie Eisen sollten nicht fehlen.

Organische vs. mineralische Dünger

Organische Dünger wie gut verrotteter Kompost oder Hornspäne sind ideal für Stangenbohnen. Sie geben die Nährstoffe langsam ab und verbessern die Bodenstruktur. Mineralische Dünger können bei Nährstoffmangel schnell helfen, sollten aber sparsam eingesetzt werden.

Düngeplan und -intervalle

  • Vor der Aussaat: Kompost in den Boden einarbeiten
  • Nach dem Aufgehen: Leichte Hornspängabe
  • Während der Blüte: Kaliumbetonter organischer Dünger
  • Alle 4-6 Wochen: Leichte Kompostgabe als Mulch

Unkrautbekämpfung und Bodenpflege

Regelmäßiges Jäten ist wichtig, um Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu vermeiden. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Lockern Sie den Boden vorsichtig, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Aufbinden und Leiten der Pflanzen

Stangenbohnen brauchen Unterstützung beim Klettern. Leiten Sie die jungen Triebe sanft an den Rankhilfen entlang. Falls nötig, können Sie sie mit Bindfaden oder Pflanzenclips befestigen. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht zu eng stehen, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.

Krankheiten und Schädlinge bei Stangenbohnen

Häufige Krankheiten bei Stangenbohnen

Pilzkrankheiten

Bohnenrost und Grauschimmel sind häufige Plagegeister. Bohnenrost erkennt man an rostbraunen Pusteln auf den Blättern. Grauschimmel tritt besonders bei feuchter Witterung auf und zeigt sich als grauer, pelziger Belag. Vorbeugend hilft es, für gute Luftzirkulation zu sorgen und die Pflanzen nicht von oben zu gießen.

Bakterielle Erkrankungen

Fettfleckenkrankheit äußert sich durch ölige, durchscheinende Flecken auf den Blättern. Sie tritt häufig bei feuchtwarmer Witterung auf. Eine Fruchtfolge und die Verwendung von zertifiziertem Saatgut können helfen, den Befall zu reduzieren.

Viruserkrankungen

Das Gewöhnliche Bohnenmosaikvirus verursacht mosaikartige Verfärbungen auf den Blättern und kann zu Wuchsdeformationen führen. Befallene Pflanzen sollten sofort entfernt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Typische Schädlinge

Blattläuse

Diese kleinen Sauger können sich rasant vermehren und die Pflanzen schwächen. Ein starker Wasserstrahl kann helfen, sie abzuspülen. Nützlinge wie Marienkäfer sind natürliche Gegenspieler.

Spinnmilben

Bei trockenem, warmem Wetter können Spinnmilben zum Problem werden. Sie saugen an den Blättern und hinterlassen feine Gespinste. Regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten mit Wasser kann vorbeugend wirken.

Bohnenkäfer

Diese Käfer legen ihre Eier in die reifenden Bohnen. Die Larven fressen sich dann durch die Samen. Um einem Befall vorzubeugen, sollten Sie befallene Bohnen sofort entfernen und nicht zur Aussaat verwenden.

Präventive Maßnahmen

Gesunde, kräftige Pflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Achten Sie auf eine ausgewogene Düngung und optimale Standortbedingungen. Eine Fruchtfolge von mindestens 4 Jahren für Bohnen hilft, bodenbürtige Krankheiten zu reduzieren.

Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden

Im Hobbygarten sollten biologische Methoden Vorrang haben. Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen können bei der Schädlingsbekämpfung helfen. Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Schachtelhalm stärken die Widerstandskraft der Pflanzen. Bei starkem Befall können als letztes Mittel auch biologische Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Chemische Mittel sollten im Gemüsegarten möglichst vermieden werden.

Ernte: Der Lohn der Mühe

Nach wochenlanger Pflege ist es endlich soweit: Die Stangenbohnen sind reif für die Ernte. Aber wann genau sollte man zugreifen?

Den richtigen Erntezeitpunkt erkennen

Stangenbohnen sind erntereif, wenn die Hülsen prall und knackig sind, aber die Samen innen noch nicht zu groß geworden sind. Ein guter Trick ist, eine Bohne zu brechen - sie sollte saftig sein und leicht knacken. Zu alte Bohnen werden faserig und zäh.

Die richtige Erntetechnik

Beim Ernten sollte man behutsam vorgehen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen:

  • Mit einer Hand die Ranke festhalten
  • Mit der anderen Hand die Bohne vorsichtig abdrehen oder abschneiden
  • Nicht an den Bohnen ziehen, das könnte die Pflanze verletzen

Kontinuierliche Ernte für längere Produktion

Ein Tipp für eine lange Erntezeit: Pflücken Sie regelmäßig alle 2-3 Tage. Das regt die Pflanze an, neue Blüten und Früchte zu bilden. So können Sie bis in den Herbst hinein ernten.

Lagerung und Haltbarkeit

Frisch geerntete Stangenbohnen halten sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Für längere Haltbarkeit eignen sich folgende Methoden:

  • Einfrieren: Bohnen blanchieren, abschrecken und portionsweise einfrieren
  • Einkochen: In Gläsern haltbar machen für den Wintervorrat
  • Trocknen: Reife Bohnen zum Trocknen aufhängen für Suppen und Eintöpfe

Nach der Ernte ist vor der Ernte

Entfernen der Pflanzenreste

Wenn die Erntezeit vorbei ist, heißt es aufräumen. Die abgestorbenen Pflanzen sollten Sie entfernen, aber nicht wegwerfen! Sie eignen sich hervorragend für den Kompost. Nur bei Krankheitsbefall besser entsorgen.

Bodenpflege nach der Ernte

Stangenbohnen hinterlassen einen nährstoffreichen Boden. Trotzdem ist etwas Pflege angesagt:

  • Boden leicht auflockern
  • Eventuell Gründünger wie Phacelia oder Senf einsäen
  • Im Frühjahr vor der nächsten Kultur etwas Kompost einarbeiten

Vorbereitung für die nächste Saison

Jetzt ist eine gute Zeit, um die nächste Gartensaison zu planen:

  • Notieren Sie sich, welche Sorten gut funktioniert haben
  • Planen Sie den Standortwechsel für die Fruchtfolge
  • Überprüfen und reparieren Sie die Rankhilfen

Mischkultur und Fruchtfolge: Clever kombiniert

Geeignete Begleitpflanzen für Stangenbohnen

Stangenbohnen vertragen sich gut mit anderen Pflanzen. Besonders gut kombinierbar sind sie mit:

  • Gurken: Nutzen dieselbe Rankhilfe
  • Salat: Wächst im Schatten der Bohnen
  • Mais: Dient als natürliche Rankhilfe (die bekannten "Drei Schwestern")
  • Ringelblumen: Locken Bestäuber an

Vorteile der Mischkultur

Eine geschickte Mischkultur bringt viele Vorteile:

  • Bessere Platzausnutzung
  • Natürlicher Pflanzenschutz
  • Erhöhte Biodiversität
  • Verbessertes Bodenleben

Bedeutung der Fruchtfolge

Die Fruchtfolge ist wichtig für gesunde Pflanzen und gute Erträge. Stangenbohnen sollten nicht direkt nach anderen Hülsenfrüchten angebaut werden. Ideal ist ein Wechsel alle 3-4 Jahre.

Planung der Fruchtfolge im Gemüsegarten

Ein Beispiel für eine gute Fruchtfolge könnte so aussehen:

  • Jahr 1: Stangenbohnen
  • Jahr 2: Kohl oder Tomaten (Starkzehrer)
  • Jahr 3: Möhren oder Zwiebeln
  • Jahr 4: Salat oder Spinat

So nutzen Sie die Stickstoffanreicherung durch die Bohnen optimal aus und beugen Krankheiten vor.

Mit diesen Tipps zur Ernte, Nachbehandlung und cleveren Anbauplanung werden Ihre Stangenbohnen Jahr für Jahr gut gedeihen. Viel Spaß beim Gärtnern!

Besondere Anbaumethoden für Stangenbohnen

Stangenbohnen im Kübel oder Hochbeet

Auch ohne Garten können Sie frische Stangenbohnen genießen. Sie wachsen gut in Kübeln oder Hochbeeten. Für den Kübel-Anbau eignen sich Gefäße mit mindestens 40 cm Durchmesser und 50 cm Tiefe. Verwenden Sie nährstoffreiche, lockere Erde und sorgen Sie für guten Wasserabzug. Installieren Sie eine stabile Rankhilfe, beispielsweise ein Gestell aus Bambusstangen.

Stangenbohnen im Gewächshaus

Im Gewächshaus finden Stangenbohnen ideale Wachstumsbedingungen. Sie können früher aussäen und länger ernten. Sorgen Sie für ausreichende Belüftung, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Nutzen Sie den Platz bis unters Dach, da die Bohnen hier besonders hoch wachsen können.

Verfrühter Anbau mit Schutzmaßnahmen

Für eine frühere Ernte können Sie den Anbau vorziehen. Säen Sie die Bohnen in Töpfen vor und platzieren Sie diese an einem geschützten, warmen Ort. Nach der Frostperiode pflanzen Sie die Setzlinge ins Freie. Schützen Sie junge Pflanzen anfangs mit Vlies oder Folientunneln vor Kälte und Wind.

Vielfalt der Stangenbohnensorten

Beliebte Stangenbohnensorten im Überblick

Die Welt der Stangenbohnen ist bunt und vielfältig. Einige beliebte Sorten sind:

  • Blauhilde: Eine robuste Sorte mit violetten Hülsen, die beim Kochen grün werden.
  • Neckarkönigin: Eine ertragreiche Sorte mit langen, grünen Hülsen.
  • Cobra: Zeichnet sich durch besonders zarte, fadenlose Hülsen aus.
  • Rotblühende Feuerbohne: Nicht nur ertragreich, sondern auch eine Zierde im Garten.

Eigenschaften verschiedener Sorten

Stangenbohnensorten unterscheiden sich in Wuchshöhe, Ertrag und Geschmack. Manche werden bis zu 3 Meter hoch, andere bleiben kompakter. Der Ertrag variiert stark – einige liefern über mehrere Wochen kontinuierlich Bohnen, andere haben eine konzentriertere Erntezeit. Geschmacklich reicht die Palette von mild bis nussig-aromatisch.

Die richtige Sorte für Ihren Garten

Berücksichtigen Sie bei der Sortenauswahl Ihre individuellen Bedingungen. Bei begrenztem Platz wählen Sie eine kompaktere Sorte. Für eine lange Erntezeit entscheiden Sie sich für eine Sorte mit kontinuierlichem Ertrag. Beachten Sie auch Resistenzen gegen häufige Krankheiten, besonders in feuchten Regionen.

Erfolgsrezepte für eine reiche Stangenbohnenernte

Den Ertrag optimieren

Regelmäßiges Pflücken fördert die Bildung neuer Blüten und Hülsen. Gießen Sie gleichmäßig und düngen Sie maßvoll – zu viel Stickstoff begünstigt das Blattwachstum auf Kosten der Hülsenbildung. Ein Mulch aus Grasschnitt oder Stroh hält den Boden feucht und nährstoffreich.

Typische Fehler und ihre Vermeidung

Häufige Fehler beim Stangenbohnenanbau sind:

  • Zu frühe Aussaat: Warten Sie, bis der Boden mindestens 12°C warm ist.
  • Vernachlässigung der Rankhilfen: Stellen Sie diese rechtzeitig auf, bevor die Pflanzen zu groß werden.
  • Übermäßiges Gießen: Stangenbohnen mögen es feucht, aber nicht nass.
  • Zu späte Ernte: Pflücken Sie die Bohnen, solange sie noch jung und zart sind.

Profi-Tipps für Fortgeschrittene

Probieren Sie Mischkulturen – Stangenbohnen wachsen gut mit Mais oder Sonnenblumen als natürliche Rankhilfen. Für eine verlängerte Erntezeit säen Sie alle zwei Wochen neue Bohnen nach. In trockenen Sommern schützt eine Schattierung aus Vlies die Pflanzen vor Hitzestress.

Stangenbohnen: Ein Genuss für Gaumen und Garten

Stangenbohnen bereichern jeden Garten und schmecken hervorragend. Mit guter Pflege und etwas Geduld erwartet Sie eine reiche Ernte. Ob im Kübel auf dem Balkon oder als Kletterpflanze im Garten – Stangenbohnen passen sich vielen Gegebenheiten an. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und entdecken Sie Ihre Favoriten. Mit den vorgestellten Tipps sind Sie bestens gerüstet. Freuen Sie sich auf frisch geerntete Bohnen und genießen Sie Ihre selbst gezogenen Leckerbissen. Viel Erfolg und guten Appetit!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie hoch werden Stangenbohnen und welche Rankhilfen benötigen sie?
    Stangenbohnen können beeindruckende Höhen von bis zu 3 Metern erreichen und benötigen daher stabile Rankhilfen für optimales Wachstum. Als Kletterpflanzen sind verschiedene Stützsysteme möglich: Einzelstangen aus Holz oder Bambus (2-3 m Länge), dekorative Tipis aus mehreren oben zusammengebundenen Stangen, fertige Rankgitter aus Metall oder Holz, bestehende Zäune oder von oben gespannte Schnüre. Die Rankhilfen sollten mindestens 30-40 cm tief im Boden verankert werden, um dem Gewicht der ausgewachsenen Pflanzen standzuhalten. Eine frühzeitige Installation vor oder direkt nach der Aussaat verhindert spätere Wurzelschäden. Bambusstangen sind besonders beliebt, da sie natürlich, stabil und kostengünstig sind. Tipis bieten neben der funktionalen auch eine optische Bereicherung für den Garten und sparen Platz durch die vertikale Anordnung.
  2. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Stangenbohnen?
    Der optimale Aussaatzeitpunkt für Stangenbohnen liegt ab Mitte Mai, wenn die Bodentemperatur konstant mindestens 10-12°C erreicht hat. Als wärmeliebende und frostempfindliche Pflanzen benötigen sie warme Bedingungen für eine erfolgreiche Keimung. Eine zu frühe Aussaat kann zu Fäulnis oder schlechter Keimung führen. Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat: alle 2-3 Wochen bis Ende Juni können neue Bohnen gesät werden. In kälteren Regionen oder für einen verfrühten Anbau ist eine Vorkultur in Töpfen möglich - 3-4 Wochen vor dem geplanten Auspflanzen bei etwa 20°C. Regional können die Termine variieren: In milderen Gebieten kann bereits Ende April/Anfang Mai gesät werden, in höheren Lagen oder kälteren Regionen sollte bis Ende Mai gewartet werden. Ein Schutz mit Vlies oder Folientunneln kann bei unsicherer Witterung zusätzliche Sicherheit bieten.
  3. Welche Pflege benötigen Stangenbohnen während der Wachstumsphase?
    Stangenbohnen benötigen während der Wachstumsphase eine durchdachte, aber überschaubare Pflege. Die Bewässerung ist besonders wichtig - regelmäßige, durchdringende Wassergaben ohne Staunässe, vor allem während Blüte und Fruchtbildung. Bodennah gießen verhindert Pilzkrankheiten. Bei der Düngung sind sie als Leguminosen genügsam: etwas Kompost zur Aussaat und eine leichte, kaliumreiche Nachdüngung während der Hauptwachstumsphase reichen aus. Regelmäßiges Jäten entfernt Konkurrenzpflanzen, eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Die jungen Triebe müssen behutsam an den Rankhilfen entlang geleitet und bei Bedarf mit Bindfaden befestigt werden. Vorsichtiges Auflockern des Bodens fördert das Wurzelwachstum, ohne die empfindlichen Wurzeln zu beschädigen. Eine gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen beugt Krankheiten vor.
  4. Warum reichern Stangenbohnen den Boden mit Stickstoff an?
    Stangenbohnen reichern den Boden durch eine faszinierende Symbiose mit Knöllchenbakterien (Rhizobium) mit Stickstoff an. Diese Bakterien siedeln sich in kleinen Knöllchen an den Wurzeln der Bohnen an und können Luftstickstoff in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen umwandeln. Diese biologische Stickstoffixierung macht Stangenbohnen zu wertvollen Bodenverbesserern im Garten. Die Pflanze versorgt die Bakterien mit Kohlenhydraten und Nährstoffen, während die Bakterien im Gegenzug Stickstoff liefern - eine Win-win-Situation der Natur. Nach der Ernte verbleiben die stickstoffreichen Wurzelreste im Boden und düngen nachfolgende Kulturen. Dies macht Stangenbohnen zu idealen Vorfrüchten für stickstoffbedürftige Pflanzen wie Kohl, Tomaten oder Salat. Der angereicherte Stickstoff verbessert die Bodenqualität nachhaltig und reduziert den Bedarf an zusätzlichem Dünger in der Fruchtfolge. Diese natürliche Düngerwirkung ist ein wichtiger Grund für die Integration von Leguminosen in die Gartenplanung.
  5. Können Stangenbohnen bis zu 3 Meter hoch wachsen?
    Ja, Stangenbohnen können definitiv bis zu 3 Meter hoch wachsen und bei optimalen Bedingungen sogar noch höher werden. Diese beeindruckende Wuchshöhe macht sie zu den imposantesten Kletterpflanzen im Gemüsegarten. Die tatsächliche Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab: der gewählten Sorte, den Wachstumsbedingungen, der Nährstoffversorgung und der Länge der verfügbaren Rankhilfe. Einige Sorten sind besonders wüchsig und erreichen spielend die 3-Meter-Marke, während kompaktere Züchtungen bei etwa 2 Metern aufhören zu wachsen. Im Gewächshaus, wo ideale Bedingungen herrschen, können sie sogar noch höher klettern. Diese Wuchsfreudigkeit ist gleichzeitig Chance und Herausforderung: Sie ermöglicht hohe Erträge auf kleiner Grundfläche, erfordert aber stabile, ausreichend hohe Rankhilfen. Bei der Gartenplanung sollte die potenzielle Höhe berücksichtigt werden, um andere Pflanzen nicht zu beschatten. Die beeindruckende Höhe macht Stangenbohnen auch zu attraktiven Sichtschutzelementen im Garten.
  6. Worin unterscheiden sich Stangenbohnen von Buschbohnen?
    Stangenbohnen und Buschbohnen unterscheiden sich grundlegend in ihrem Wuchsverhalten und Platzbedarf. Stangenbohnen sind Kletterpflanzen, die bis zu 3 Meter hoch wachsen und zwingend Rankhilfen benötigen, während Buschbohnen kompakt bleiben und nur 30-60 cm hoch werden. Der Ertrag pro Pflanze ist bei Stangenbohnen deutlich höher - eine einzelne Pflanze kann über die Saison mehrere Kilogramm Bohnen liefern, verglichen mit etwa 200-300 Gramm bei Buschbohnen. Die Ernteperiode unterscheidet sich ebenfalls: Stangenbohnen produzieren kontinuierlich über 10-12 Wochen neue Hülsen, Buschbohnen haben eine konzentriertere, kürzere Erntezeit von 6-8 Wochen. Platztechnisch sind Stangenbohnen effizienter für kleine Gärten, da sie vertikal wachsen, während Buschbohnen mehr Bodenfläche beanspruchen. Der Pflegeaufwand ist bei Stangenbohnen höher durch das Aufbinden und die Rankhilfen-Installation, dafür ist die Ernte aufgrund der hängenden Position rückenschonender als bei Buschbohnen.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Kletterbohnen und Feuerbohnen?
    Kletterbohnen und Feuerbohnen unterscheiden sich in mehreren botanischen und praktischen Eigenschaften. Feuerbohnen (Phaseolus coccineus) sind eine separate Art mit charakteristischen roten oder weißen Blüten und größeren Samen, während gewöhnliche Kletterbohnen (Phaseolus vulgaris) meist weiße Blüten haben. Feuerbohnen sind kältetoleranter und können bereits bei niedrigeren Temperaturen ausgesät werden, während Kletterbohnen wärmeliebender sind. Die Wuchshöhe ist bei beiden ähnlich beeindruckend - beide können über 3 Meter erreichen. Geschmacklich sind Feuerbohnen oft kräftiger und nussiger, die Hülsen werden größer und fleischiger. Feuerbohnen haben auch einen höheren Zierwert durch ihre auffälligen Blüten und eignen sich gut als Sichtschutz oder Dekoration. Bei der Verwendung werden Feuerbohnen oft als Trockenbohnen genutzt, während Kletterbohnen häufiger als junge, grüne Hülsen geerntet werden. Beide Arten benötigen stabile Rankhilfen und ähnliche Pflege, wobei Feuerbohnen etwas robuster gegenüber ungünstigen Witterungsbedingungen sind.
  8. Welche häufigen Krankheiten befallen Stangenbohnen im Garten?
    Stangenbohnen können von verschiedenen Krankheiten befallen werden, die ihre Gesundheit und den Ertrag beeinträchtigen. Zu den häufigsten Pilzkrankheiten gehören Bohnenrost, erkennbar an rostbraunen Pusteln auf den Blättern, und Grauschimmel, der sich als grauer, pelziger Belag besonders bei feuchter Witterung zeigt. Die bakterielle Fettfleckenkrankheit äußert sich durch ölige, durchscheinende Flecken auf den Blättern und tritt bei feuchtwarmen Bedingungen auf. Das Gewöhnliche Bohnenmosaikvirus verursacht mosaikartige Verfärbungen und Wuchsdeformationen. Vorbeugung ist der beste Schutz: gute Luftzirkulation durch angemessenen Pflanzenabstand, Vermeidung von Overhead-Bewässerung, Fruchtfolge einhalten und resistente Sorten wählen. Bei Befall sollten erkrankte Pflanzenteile sofort entfernt werden. Stärkende Maßnahmen wie Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Schachtelhalm können die Widerstandskraft erhöhen. Biologische Pflanzenschutzmittel sind bei starkem Befall eine umweltschonende Option, chemische Mittel sollten im Gemüsegarten vermieden werden.
  9. Wo kann man qualitatives Stangenbohnen-Saatgut kaufen?
    Qualitatives Stangenbohnen-Saatgut erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern, wobei spezialisierte Gartenfachhändler die beste Beratung und Sortenauswahl bieten. Samen.de gehört zu den etablierten Saatgut-Spezialisten mit einem breiten Sortiment an bewährten und besonderen Stangenbohnen-Sorten. Wichtige Qualitätskriterien sind hohe Keimfähigkeit, Sortenechtheit und Resistenzen gegen häufige Krankheiten. Achten Sie auf Angaben zur Keimrate und das Erntejahr - frisches Saatgut keimt besser. Bio-zertifiziertes Saatgut garantiert pestizidfreie Anzucht. Lokale Gartencenter bieten oft persönliche Beratung und regionale Sorten, während Online-Händler größere Sortimentsvielfalt haben. Samenbörsen und Tauschbörsen sind interessant für seltene, alte Sorten. Professionelle Züchter bieten meist die neuesten, resistenten Sorten. Bei der Auswahl sollten Sie auf Ihre Klimazone, verfügbaren Platz und gewünschte Eigenschaften achten. Bewährte Sorten für Einsteiger sind 'Neckarkönigin', 'Blauhilde' oder 'Cobra'. Kaufen Sie nur so viel Saatgut, wie Sie in 2-3 Jahren verbrauchen können.
  10. Welches Gartenzubehör wird für den Stangenbohnenanbau benötigt?
    Für erfolgreichen Stangenbohnenanbau ist spezifisches Gartenzubehör unerlässlich. Die wichtigsten Komponenten sind stabile Rankhilfen: Bambusstangen (2-3 m Länge), Holzstangen oder fertige Rankgitter. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten komplette Rankhilfen-Sets mit allem notwendigen Zubehör. Zur Installation benötigen Sie Bindfaden oder Pflanzenclips zum Befestigen der Triebe. Eine hochwertige Gießkanne oder ein Bewässerungssystem ist für die regelmäßige Wasserversorgung wichtig - Tröpfchenbewässerung ist besonders effektiv. Ein Bodentest-Kit hilft bei der pH-Wert-Bestimmung für optimale Bodenvorbereitung. Für die Aussaat sind kleine Gartenschaufeln oder Dibbelstöcke hilfreich. Mulchmaterial wie Stroh oder Rindenmulch hält den Boden feucht. Eine Gartenschere erleichtert die Ernte und das Entfernen kranker Pflanzenteile. Bei Vorkultur werden Anzuchttöpfe und torffreie Anzuchterde benötigt. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne unterstützen das Wachstum. Für den Pflanzenschutz können Vlies oder Netze gegen Schädlinge sinnvoll sein.
  11. Wie wirkt sich vertikales Gärtnern auf die Bodenvorbereitung aus?
    Vertikales Gärtnern mit Stangenbohnen beeinflusst die Bodenvorbereitung in mehreren wichtigen Aspekten. Da die Pflanzen in die Höhe wachsen statt in die Breite, kann der verfügbare Bodenraum intensiver genutzt werden - dies erfordert eine besonders gründliche Bodenvorbereitung für optimale Nährstoffversorgung. Der Boden sollte tiefgründig gelockert werden (30-40 cm), da die Wurzeln trotz vertikalem Wachstum ausreichend Raum benötigen. Eine erhöhte Kompost- und Humusgabe ist sinnvoll, da pro Quadratmeter mehr Pflanzen versorgt werden müssen. Die Bodendrainage gewinnt an Bedeutung, da dicht stehende Pflanzen bei Staunässe schneller Probleme entwickeln. Mulchen wird noch wichtiger, um die Feuchtigkeit für mehrere Pflanzen zu bewahren. Die Bodenstruktur muss stabiler sein, um schwere Rankhilfen und das Gewicht ausgewachsener Pflanzen zu tragen. Bei wiederholtem vertikalem Anbau an derselben Stelle ist eine Fruchtfolge besonders wichtig, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Gründüngung zwischen den Kulturen regeneriert den intensiv genutzten Boden.
  12. Welche Bewässerungstechniken eignen sich für Leguminosen am besten?
    Für Leguminosen wie Stangenbohnen sind spezielle Bewässerungstechniken optimal, die ihren besonderen Bedürfnissen gerecht werden. Tröpfchenbewässerung ist die beste Methode - sie liefert Wasser direkt an die Wurzelzone, ohne die Blätter zu benetzen, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Bodennah zu gießen ist generell vorteilhaft, da nasse Blätter bei Leguminosen schnell zu Problemen führen. Mulchbewässerung durch langsames Eindringen unter einer Mulchschicht ist ebenfalls ideal. Der Wasserbedarf variiert je nach Wachstumsphase: während der Keimung gleichmäßig feucht, in der Blüte- und Fruchtzeit erhöht. Regelmäßige, tiefe Wassergaben sind besser als häufige oberflächliche Bewässerung. Die beste Tageszeit ist der frühe Morgen, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sie die empfindlichen Knöllchenbakterien schädigt. Bei automatischen Bewässerungssystemen sollten Feuchtigkeitssensoren verwendet werden, um bedarfsgerecht zu gießen. In trockenen Perioden ist eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig für die Hülsenentwicklung.
  13. Warum sind organische Dünger für Hülsenfrüchte besonders geeignet?
    Organische Dünger sind für Hülsenfrüchte wie Stangenbohnen besonders geeignet, weil sie optimal zu deren natürlichen Stoffwechselprozessen passen. Da Leguminosen durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien selbst Stickstoff produzieren können, benötigen sie weniger zusätzlichen Stickstoff als andere Gemüsesorten. Organische Dünger geben Nährstoffe langsam und gleichmäßig ab, was einer Überdüngung vorbeugt - zu viel Stickstoff würde das Blattwachstum auf Kosten der Hülsenbildung fördern. Kompost, Hornspäne oder gut verrotteter Mist verbessern gleichzeitig die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben, was den Knöllchenbakterien zugutekommt. Diese Bakterien bevorzugen lockere, humusreiche Böden, die durch organische Düngung entstehen. Organische Dünger enthalten neben den Hauptnährstoffen auch wichtige Spurenelemente und Mikroorganismen. Sie puffern den pH-Wert und schaffen optimale Bedingungen für die Stickstoffixierung. Die langsame Nährstofffreisetzung entspricht dem natürlichen Nährstoffbedarf der Pflanzen über die gesamte Wachstumsperiode und reduziert Auswaschungsverluste.
  14. Wie funktioniert die Keimung bei Phaseolus vulgaris unter verschiedenen Bedingungen?
    Die Keimung bei Phaseolus vulgaris (Stangenbohnen) ist stark temperaturabhängig und läuft unter verschiedenen Bedingungen unterschiedlich ab. Bei optimaler Bodentemperatur von 15-20°C erfolgt die Keimung binnen 8-10 Tagen, bei niedrigeren Temperaturen um 10°C kann sie bis zu 14 Tage dauern. Unterhalb von 8°C keimen die Samen gar nicht oder faulen sogar. Die Keimung ist epigäisch - die Keimblätter werden über die Erdoberfläche gehoben. Feuchtigkeit ist entscheidend: Der Boden muss gleichmäßig feucht, aber nicht vernässt sein. Zu viel Wasser führt zu Sauerstoffmangel und Fäulnis, zu wenig verzögert die Keimung. Die Saattiefe von 3-5 cm ist optimal - zu flach führt zu Austrocknung, zu tief erschwert den Durchbruch. Lichtverhältnisse beeinflussen die Keimung kaum, da sie im Dunkeln abläuft. Bei Vorkultur in Töpfen lässt sich die Keimung bei 20°C beschleunigen. Alte Samen keimen schlechter als frische - die Keimfähigkeit nimmt nach 2-3 Jahren deutlich ab. pH-Werte zwischen 6-7 sind optimal für die Keimung.
  15. Wie lässt sich die Jungpflanzenphase bei Kletterpflanzen optimieren?
    Die Jungpflanzenphase bei Kletterpflanzen wie Stangenbohnen lässt sich durch gezielte Maßnahmen optimieren. In den ersten 10-15 Tagen nach der Keimung sind die Pflanzen besonders empfindlich und benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. Ein leichtes Anhäufeln von Erde um die jungen Stängel erhöht die Standfestigkeit und regt zusätzliche Wurzelbildung an. Sobald die Pflanzen 10-15 cm hoch sind, sollten sie behutsam an die Rankhilfen herangeführt werden - die natürliche Windrichtung der Triebe (meist im Uhrzeigersinn) sollte dabei beachtet werden. Schutz vor Wind ist wichtig, da junge Triebe leicht abbrechen. Bei kühler Witterung kann ein Vliesschutz das Wachstum beschleunigen. Moderate Düngung mit verdünnter organischer Lösung unterstützt das Wachstum, ohne zu überfüttern. Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge wie Schnecken oder Blattläuse ist in dieser vulnerablen Phase besonders wichtig. Bei zu dicht stehenden Pflanzen sollten die schwächeren entfernt werden, um Konkurrenz zu vermeiden. Eine Mulchschicht schützt die Wurzeln und hält die Feuchtigkeit.
  16. Welche praktischen Tipps gibt es für das Mulchen im Gemüsegarten?
    Mulchen im Gemüsegarten bringt zahlreiche Vorteile und sollte strategisch eingesetzt werden. Bei Stangenbohnen ist eine 5-10 cm dicke Mulchschicht aus organischem Material ideal - Stroh, Rasenschnitt, Laub oder Rindenmulch eignen sich gut. Der richtige Zeitpunkt ist wichtig: Mulchen Sie erst, wenn der Boden sich erwärmt hat und die Pflanzen etabliert sind. Lassen Sie um die Pflanzenstängel 10-15 cm Abstand frei, um Fäulnis und Schneckenverstecke zu vermeiden. Frischer Rasenschnitt sollte anwelken, bevor er als Mulch verwendet wird, um Gärung und Hitzeentwicklung zu verhindern. Bei der Materialwahl beachten Sie: Stroh ist ideal für Bohnen, da es langsam verrottet und den Boden wenig versauert. Kompostiertes Material ist nährstoffreicher als frisches. Die Mulchschicht muss regelmäßig aufgefrischt werden, da sie sich zersetzt. Vor der Neubepflanzung sollte alter Mulch oberflächlich eingearbeitet oder entfernt werden. In regenreichen Gebieten dünner mulchen, in trockenen Regionen dicker. Mulch nicht direkt an Pflanzenstängel bringen, um Pilzbefall zu vermeiden.
  17. Stimmt es, dass Bohnenpflanzen keine zusätzliche Stickstoffdüngung brauchen?
    Diese Aussage ist weitgehend richtig, aber nicht absolut. Bohnenpflanzen als Leguminosen können durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff fixieren und benötigen daher deutlich weniger zusätzlichen Stickstoffdünger als andere Gemüsesorten. In den ersten Wochen nach der Keimung, bevor sich die Symbiose etabliert hat, kann eine leichte Stickstoffgabe das Wachstum unterstützen. Zu viel Stickstoff ist sogar kontraproduktiv - er fördert übermäßiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten- und Hülsenbildung und kann die Knöllchenbakterien beeinträchtigen. In sehr nährstoffarmen Böden oder bei ersten Anbauversuchen kann eine minimale Startdüngung sinnvoll sein. Wichtiger sind andere Nährstoffe: Kalium für die Hülsenentwicklung, Phosphor für Wurzelwachstum und Blütenbildung sowie Spurenelemente wie Molybdän, das für die Stickstoffixierung benötigt wird. Organische Dünger wie Kompost sind ideal, da sie ausgewogen und langsam wirken. Die natürliche Stickstoffproduktion macht Bohnen zu wertvollen Vorfrüchten für nachfolgende, stickstoffbedürftige Kulturen.
  18. Wann ist die Erntesaison für grüne Bohnen in Mitteleuropa?
    Die Erntesaison für grüne Bohnen in Mitteleuropa erstreckt sich typischerweise von Juli bis Oktober, abhängig vom Aussaatzeitpunkt und regionalen Klimabedingungen. Bei einer Aussaat ab Mitte Mai können die ersten Stangenbohnen nach 10-12 Wochen, also ab Ende Juli/Anfang August geerntet werden. Der Höhepunkt der Erntezeit liegt in den Monaten August und September, wenn die Pflanzen kontinuierlich neue Hülsen produzieren. Durch gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen bis Ende Juni lässt sich die Ernteperiode bis in den Oktober hinein verlängern. Regionale Unterschiede sind bedeutsam: In milderen Lagen Südwestdeutschlands kann bereits Mitte Juli geerntet werden, während in höheren Lagen oder nördlicheren Regionen die Ernte erst im August beginnt. Der erste Frost beendet die Saison - meist Ende September bis Mitte Oktober. Stangenbohnen haben den Vorteil einer kontinuierlichen Ernte über 8-10 Wochen pro Pflanze, während Buschbohnen eine konzentriertere Erntezeit haben. Tägliches Pflücken in der Haupterntezeit hält die Pflanzen produktiv und verlängert die Saison.
  19. Wie unterscheiden sich Bambusstangen von anderen Materialien für Rankgitter?
    Bambusstangen bieten als Rankgitter-Material spezielle Eigenschaften gegenüber Alternativen. Sie sind natürlich, biologisch abbaubar und fügen sich harmonisch in den Garten ein, während Metall- oder Kunststoffstangen künstlich wirken können. Bambus ist überraschend stabil und flexibel zugleich - er biegt sich bei starkem Wind, ohne zu brechen, während Holzstangen splittern können. Die glatte Oberfläche ermöglicht den Bohnen leichtes Klettern, im Gegensatz zu rauhem Holz oder glattem Metall. Preislich sind Bambusstangen meist günstiger als Metallkonstruktionen, aber teurer als einfache Holzstangen. Die Haltbarkeit liegt zwischen Holz und Metall - etwa 3-5 Jahre bei guter Pflege. Bambus ist leichter als Holz gleicher Stärke, was Installation und Handhabung erleichtert. Ein Nachteil kann die begrenzte Länge sein - sehr lange Stangen sind teurer. Qualitativ hochwertige Gartenfachhändler wie samen.de bieten verschiedene Bambus-Dimensionen für unterschiedliche Anforderungen. Im Gegensatz zu imprägnierten Holzstangen sind Bambusstangen chemikalienarm und umweltfreundlich. Sie entwickeln mit der Zeit eine attraktive, silbergraue Patina.
  20. Was sind die Vorteile von Tipis gegenüber anderen Rankhilfen-Systemen?
    Tipis bieten als Rankhilfen-System für Stangenbohnen mehrere einzigartige Vorteile. Sie sind extrem platzsparend, da mehrere Pflanzen auf kleinstem Raum um die Konstruktion wachsen können - ideal für kleine Gärten oder Balkone. Die stabile Dreiecks- oder Pyramidenform bietet optimale Statik gegen Wind und das Gewicht ausgewachsener Pflanzen. Optisch sind Tipis sehr ansprechend und können als dekorative Gartenelemente dienen, während sie gleichzeitig funktional sind. Die Ernte ist von allen Seiten möglich, was den Pflegeaufwand reduziert. Tipis lassen sich einfach aus 3-4 Stangen selbst bauen - kostengünstig und individuell anpassbar. Im Vergleich zu langen Reihen benötigen sie weniger Material und sind schneller aufgebaut. Die zentrale Zusammenführung der Stangen oben schafft natürlichen Wind- und Wetterschutz für die Pflanzen. Nach der Saison lassen sich Tipis leicht abbauen und platzsparend lagern. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Luftzirkulation um die Pflanzen, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Kinder finden Tipis besonders faszinierend - sie können sogar begehbare Spielhöhlen bilden, wenn groß genug dimensioniert.
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