Kohlgemüse für Anfänger: Einfach selbst anbauen

Kohlgemüse: Gesunder Genuss aus dem eigenen Garten

Kohlgemüse ist vielseitig, nährstoffreich und lecker. Erfahren Sie, wie Sie Brokkoli, Blumenkohl und Co. selbst anbauen können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kohlgemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen
  • Eigenanbau spart Geld und garantiert Frische
  • Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl und Kohlrabi eignen sich für Anfänger
  • Auf gute Bodenvorbereitung und regelmäßige Pflege achten

Kohlgemüse: Ein Powerpaket für unsere Ernährung

Kohlgemüse gehört zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Es steckt voller Vitamine, Mineralstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe. Besonders hervorzuheben sind der hohe Gehalt an Vitamin C, Folsäure und Kalium. Regelmäßiger Verzehr kann das Risiko für bestimmte Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Zudem ist Kohlgemüse kalorienarm und damit ideal für eine ausgewogene Ernährung.

Vorteile des Eigenanbaus

Wer Kohlgemüse selbst anbaut, profitiert in vielerlei Hinsicht. Zum einen schmeckt das frisch geerntete Gemüse einfach besser als die oft tagelang gelagerte Supermarktware. Zum anderen können Sie sicher sein, dass keine Pestizide verwendet wurden. Der Eigenanbau spart nicht nur Geld, sondern macht auch noch Spaß und hält fit. Gerade für Kinder ist es spannend zu beobachten, wie aus einem kleinen Samenkorn eine stattliche Kohlpflanze heranwächst.

Geeignete Kohlsorten für Anfänger

Nicht alle Kohlsorten sind gleich anspruchsvoll im Anbau. Für Einsteiger eignen sich besonders:

  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Grünkohl
  • Kohlrabi

Diese Sorten sind relativ robust und verzeihen auch mal den einen oder anderen Anfängerfehler. Zudem haben sie kürzere Kulturzeiten als beispielsweise Rotkohl oder Wirsing.

Brokkoli: Das grüne Multitalent

Charakteristika und Nährwert

Brokkoli gehört zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt. Er enthält besonders viel Vitamin C - sogar mehr als Orangen! Daneben liefert er Folsäure, Kalium und wertvolle Antioxidantien. Der milde, leicht nussige Geschmack macht Brokkoli auch bei Kindern beliebt.

Anbaubedingungen

Brokkoli mag es sonnig bis halbschattig und bevorzugt einen nährstoffreichen, lockeren Boden. Er verträgt leichten Frost, sollte aber nicht zu früh gepflanzt werden. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist ideal.

Aussaat und Pflanzung

Sie können Brokkoli ab Mitte April direkt ins Freiland säen oder vorgezogene Jungpflanzen ab Mai auspflanzen. Der Pflanzabstand sollte etwa 50 x 50 cm betragen. Ein guter Tipp: Säen Sie alle 2-3 Wochen aus, um die Erntezeit zu verlängern.

Pflege und Düngung

Brokkoli benötigt viele Nährstoffe und regelmäßige Düngung. Gießen Sie bei Trockenheit ausreichend, besonders während der Kopfbildung. Mulchen Sie den Boden, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Achten Sie auf Schädlinge wie Kohlweißlinge und entfernen Sie befallene Blätter umgehend.

Ernte und Lagerung

Ernten Sie den Hauptkopf, wenn er voll entwickelt, aber noch geschlossen ist. Schneiden Sie ihn mit einem scharfen Messer ab. Oft bilden sich danach noch kleinere Seitensprossen. Im Kühlschrank hält sich Brokkoli etwa 3-5 Tage. Alternativ können Sie ihn blanchieren und einfrieren.

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Blumenkohl: Der weiße Klassiker

Merkmale und gesundheitliche Vorteile

Blumenkohl besticht durch seinen milden, leicht nussigen Geschmack. Er ist kalorienarm, aber reich an Vitamin C, B-Vitaminen und Kalium. Zudem enthält er Sulforaphan, einen sekundären Pflanzenstoff mit krebshemmender Wirkung.

Standortanforderungen

Blumenkohl bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, humosem Boden. Er ist etwas anspruchsvoller als Brokkoli und reagiert empfindlich auf Trockenheit und Nährstoffmangel.

Aussaat und Pflanzung

Die Aussaat erfolgt ab März im Gewächshaus oder ab April direkt ins Freiland. Alternativ können Sie vorgezogene Jungpflanzen ab Mai setzen. Der Pflanzabstand beträgt 60 x 60 cm. Achten Sie auf eine gute Bodenvorbereitung und arbeiten Sie reifen Kompost ein.

Pflegemaßnahmen

Blumenkohl braucht viel Wasser und Nährstoffe. Gießen Sie regelmäßig und düngen Sie alle 2-3 Wochen mit Kompost oder organischem Flüssigdünger. Sobald sich der weiße Kopf zeigt, schützen Sie ihn vor Sonne, indem Sie die inneren Blätter darüber zusammenbinden. Dies verhindert Verfärbungen.

Erntetechniken

Ernten Sie Blumenkohl, wenn der Kopf fest und weiß ist, aber die Röschen noch dicht geschlossen sind. Schneiden Sie den Strunk schräg an, damit kein Wasser darauf stehen bleibt. Blumenkohl lässt sich im Kühlschrank etwa eine Woche lagern oder blanchiert einfrieren.

Grünkohl: Der winterharte Vitaminlieferant

Eigenschaften und Nährwertprofil

Grünkohl, auch als Braunkohl oder Winterkohl bekannt, ist ein echtes Powerpaket unter den Kohlsorten. Mit seinen krausen, dunkelgrünen Blättern trotzt er selbst eisigen Temperaturen und liefert dabei eine Fülle an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders reich ist er an Vitamin C, K und den B-Vitaminen. Obendrein enthält er eine ordentliche Portion Ballaststoffe, die unsere Verdauung unterstützen.

Anbaubedingungen und Bodenansprüche

Grünkohl mag es kühl und feucht. Er gedeiht am besten in nährstoffreichen, lehmigen Böden mit guter Wasserspeicherkapazität. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal. Interessanterweise entwickelt Grünkohl erst nach den ersten Frösten sein volles Aroma - ein echter Winterheld also!

Aussaat und Pflanzung

Die Aussaat erfolgt von April bis Juni, entweder direkt ins Freiland oder in Anzuchttöpfe. Bei der Direktsaat rechnet man mit einer Keimzeit von 8-14 Tagen. Jungpflanzen werden im Abstand von 50-60 cm gepflanzt. Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Ich säe immer etwas dichter und ziehe später die schwächeren Pflänzchen heraus - die landen dann gleich im Smoothie!

Pflege und Düngung

Grünkohl ist zwar robust, aber auch ein Nährstoff-Vielfraß. Eine Grunddüngung mit Kompost vor der Pflanzung und regelmäßige Gaben von stickstoffhaltigem Dünger während der Wachstumsphase sind ratsam. Wichtig ist auch eine gleichmäßige Bewässerung, besonders in Trockenperioden. Mulchen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und nebenbei auch noch, das lästige Unkraut in Schach zu halten.

Ernte und Verwendung

Die Ernte beginnt in der Regel ab Oktober und kann sich bei mildem Wetter bis in den März hinziehen. Ernten Sie die unteren Blätter zuerst und lassen Sie die Herzblätter stehen - so können Sie mehrmals ernten. In der Küche ist Grünkohl vielseitig einsetzbar: klassisch als Beilage zu deftigen Wintergerichten, als Chips aus dem Ofen oder als grüner Powerbooster im Smoothie. Mein persönlicher Favorit: Grünkohl-Pesto - einfach köstlich!

Kohlrabi: Die knackige Knolle für Anfänger

Besonderheiten und Nährwert

Kohlrabi ist mit seiner markanten Knolle und den Blättern ein echter Hingucker im Garten. Diese Kohlsorte besticht durch ihren milden, leicht nussigen Geschmack und ist reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Das Beste daran: Man kann sowohl die Knolle als auch die Blätter verwenden - von der Wurzel bis zur Blattspitze also ein Genuss!

Standortwahl und Bodenvorbereitung

Kohlrabi bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. Vor der Pflanzung sollte der Boden gut gelockert und mit reifem Kompost angereichert werden. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist optimal. Tipp aus meinem Gartenjahr: Eine Handvoll Algenkalk in die Pflanzgrube hilft gegen die gefürchtete Kohlhernie.

Aussaat und Pflanzung

Kohlrabi kann ab März in Anzuchttöpfen vorgezogen oder ab April direkt ins Freiland gesät werden. Die Pflänzchen sollten im Abstand von 25-30 cm gepflanzt werden. Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen. So haben Sie den ganzen Sommer über frischen Kohlrabi.

Pflege und Wachstumsförderung

Regelmäßiges Gießen ist wichtig, besonders wenn die Knollen sich zu bilden beginnen. Ein gleichmäßiger Feuchtigkeitsgehalt verhindert, dass die Knollen holzig werden oder platzen. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut. Gegen Kohlweißlinge helfen feinmaschige Netze - oder lassen Sie ein paar Kapuzinerkresse-Pflanzen dazwischen wachsen, die locken die Schmetterlinge von Ihrem Kohlrabi weg.

Erntezeitpunkt und -methoden

Kohlrabi ist erntereif, wenn die Knollen etwa faustgroß sind. Warten Sie nicht zu lange mit der Ernte, sonst werden sie holzig. Zum Ernten schneiden Sie die Knolle knapp über dem Boden ab. Die Blätter können Sie gleich mit abernten und wie Spinat zubereiten. Ein kleiner Küchentipp: Junge Kohlrabiknollen schmecken roh am besten - einfach in Stifte schneiden und als knackiger Snack genießen!

Allgemeine Anbautipps für Kohlgemüse

Bodenvorbereitung und Nährstoffversorgung

Alle Kohlsorten sind echte Nährstoffzehrer. Eine gründliche Bodenvorbereitung ist daher entscheidend für eine erfolgreiche Ernte. Arbeiten Sie vor der Pflanzung großzügig reifen Kompost in den Boden ein. Eine Zugabe von Hornspänen oder einem organischen Volldünger sorgt für eine langanhaltende Nährstoffversorgung. Beachten Sie aber: Zu viel Stickstoff kann zu lockerem Wuchs und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten führen.

Wasserbedarf und Bewässerungstechniken

Kohlgemüse hat einen hohen Wasserbedarf. Regelmäßiges, durchdringendes Gießen ist wichtiger als häufiges oberflächliches Wässern. Morgendliches Gießen reduziert die Verdunstung und beugt Pilzkrankheiten vor. Eine Tröpfchenbewässerung ist ideal, da sie Wasser spart und die Blätter trocken bleiben. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit selbstgebastelten Bewässerungsflaschen gemacht: Einfach den Boden abschneiden, kopfüber neben die Pflanze stecken und mit Wasser füllen - so gibt's eine langsame, stetige Bewässerung.

Mulchen zur Unkrautunterdrückung

Eine Mulchschicht aus Stroh, Rasenschnitt oder Laub hält nicht nur Unkraut in Schach, sondern reguliert auch die Bodentemperatur und -feuchtigkeit. Achten Sie darauf, den Mulch nicht direkt an den Pflanzenstängel zu legen, um Fäulnis zu vermeiden. Ein zusätzlicher Vorteil: Der Mulch zieht Nützlinge wie Laufkäfer an, die wiederum Schädlinge fressen.

Fruchtfolge und Mischkultur

Kohlgemüse sollte nicht öfter als alle 3-4 Jahre auf derselben Fläche angebaut werden, um Bodenmüdigkeit und der Anreicherung von Schädlingen vorzubeugen. Gute Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte oder Kartoffeln. In der Mischkultur vertragen sich Kohlsorten gut mit Sellerie, Salat oder Zwiebeln. Kapuzinerkresse und Ringelblumen können als Begleitpflanzen Schädlinge abwehren. Ein kleiner Geheimtipp aus meinem Garten: Ich pflanze immer ein paar Tagetes zwischen meine Kohlreihen - die halten mit ihren Wurzelausscheidungen Nematoden fern und sehen noch dazu hübsch aus!

Schädlinge und Krankheiten beim Kohlgemüse

Beim Anbau von Kohlgemüse gibt's leider nicht nur Sonnenschein und leckere Ernte. Manchmal machen uns auch ungebetene Gäste einen Strich durch die Rechnung. Aber keine Sorge, mit ein paar Tricks kriegen wir die Plagegeister in den Griff!

Die üblichen Verdächtigen: Häufige Schädlinge

Der Kohlweißling ist wohl der bekannteste Übeltäter. Seine Raupen fressen mit Vorliebe Löcher in unsere Kohlblätter. Dann haben wir noch die Erdflöhe, kleine Hüpfer, die die Blätter durchlöchern wie ein Schweizer Käse. Und nicht zu vergessen die Kohlhernie, eine fiese Pilzkrankheit, die die Wurzeln anschwellen lässt.

Vorbeugen ist besser als heilen

Am besten ist es, wenn die Schädlinge gar nicht erst Fuß fassen können. Ein paar Tipps dazu:

  • Pflanzt Kohl nicht jedes Jahr an derselben Stelle. Fruchtwechsel verwirrt die Schädlinge.
  • Haltet das Beet sauber und entfernt kranke Pflanzen sofort.
  • Lockt Nützlinge an! Ein Wildblumenstreifen neben dem Gemüsebeet ist ein wahres Paradies für Marienkäfer und Co.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Wenn's dann doch mal Probleme gibt, müssen nicht gleich die chemischen Keulen geschwungen werden. Probiert's mal mit diesen sanften Methoden:

  • Gegen Kohlweißlinge helfen feinmaschige Netze über den Pflanzen.
  • Knoblauch-Jauche vertreibt viele Schädlinge. Riecht zwar streng, aber wirkt!
  • Beim Gießen immer schön den Boden treffen, nicht die Blätter. Das beugt Pilzkrankheiten vor.

Krankheiten erkennen und behandeln

Manchmal erwischt es unsere Kohlpflanzen trotz aller Vorsicht. Wichtig ist, schnell zu handeln. Gelbe oder welke Blätter? Ab damit, bevor sich's ausbreitet. Bei der Kohlhernie hilft nur eines: Pflanze raus und Boden großzügig austauschen. Klingt hart, verhindert aber Schlimmeres.

Von der Ernte bis auf den Teller

Der richtige Zeitpunkt macht's

Jede Kohlsorte hat ihren eigenen Rhythmus. Brokkoli und Blumenkohl sind reif, wenn die Röschen fest und kompakt sind. Grünkohl schmeckt am besten nach dem ersten Frost - der macht ihn schön zart. Und Kohlrabi? Den erntet ihr am besten, wenn die Knollen etwa faustgroß sind.

Erntetechniken für Feinschmecker

Beim Ernten gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Benutzt scharfe, saubere Messer oder Scheren. Bei Brokkoli und Blumenkohl lasst ihr am besten ein Stück Stängel dran, das hält sie länger frisch. Grünkohl pflückt ihr von unten nach oben - die oberen Blätter wachsen dann noch weiter.

Ab in den Kühlschrank damit!

Frisch geernteter Kohl hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Wickelt ihn in ein feuchtes Tuch und steckt ihn ins Gemüsefach. Aber Achtung: Kohlrabi verliert im Kühlschrank schnell an Biss. Den verarbeitet ihr am besten gleich.

Einfrieren und fermentieren für Langzeitgenuss

Zu viel geerntet? Kein Problem! Blanchiert den Kohl kurz und ab damit in den Gefrierschrank. Oder probiert's mal mit Fermentieren. Sauerkraut kennt jeder, aber habt ihr schon mal fermentierten Grünkohl probiert? Lecker und gesund!

Kohlgemüse: Ein Nährstoffwunder in der Küche

Vitamine und Mineralstoffe satt

Kohlgemüse ist ein echtes Kraftpaket! Vitamin C, Folsäure, Kalium - die Liste ist lang. Besonders Grünkohl ist nährstoffreich. 100 Gramm decken schon euren Tagesbedarf an Vitamin C. Nicht schlecht, oder?

Gesundheitliche Vorteile en masse

Regelmäßiger Kohlverzehr kann richtig was bewirken. Die Glucosinolate im Kohl sollen sogar krebshemmend wirken. Außerdem ist Kohl kalorienarm und ballaststoffreich - perfekt für alle, die auf ihre Linie achten.

Einfache Rezeptideen für Kohlneulinge

Kohl muss nicht kompliziert sein! Hier ein paar Ideen zum Einstieg:

  • Kohlrabi-Pommes: Einfach in Stifte schneiden, würzen und ab in den Ofen.
  • Blitzschneller Brokkoli-Salat: Röschen blanchieren, mit Feta und Sonnenblumenkernen mischen.
  • Grünkohl-Chips: Mit Öl beträufeln, salzen und knusprig backen.

Nährstoffe erhalten beim Kochen

Damit die ganzen guten Sachen auch auf dem Teller landen, ein paar Tipps:

  • Kohl nur kurz garen - je kürzer, desto mehr Vitamine bleiben erhalten.
  • Dünsten statt kochen - so bleiben mehr Nährstoffe im Gemüse.
  • Kochwasser nicht wegschütten - es enthält viele Mineralstoffe. Verwendet es für Soßen oder Suppen.

Na, Lust auf Kohl bekommen? Probiert's einfach mal aus! Mit ein bisschen Übung werdet ihr zu wahren Kohlexperten. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja eure neue Lieblingssorte. Guten Appetit!

Typische Fehler beim Kohlgemüseanbau und wie man sie vermeidet

Beim Anbau von Kohlgemüse können Anfänger einige Stolpersteine übersehen. Hier ein Überblick über häufige Fehler und wie man sie umgeht:

Zu dichte Aussaat

Oft werden zu viele Samen auf engem Raum ausgesät. Das führt zu Konkurrenzkampf und schwächlichen Pflanzen. Lösung: Säen Sie die Samen einzeln mit ausreichend Abstand oder ziehen Sie vor und pflanzen später um.

Mangelnde Nährstoffversorgung

Kohl benötigt viele Nährstoffe. Bereiten Sie den Boden vor der Aussaat gut vor und düngen Sie während der Wachstumsphase regelmäßig. Kompost oder gut verrotteter Mist eignen sich hervorragend.

Unzureichende Bewässerung

Kohlgemüse braucht viel Wasser. Gießen Sie regelmäßig und durchdringend, besonders bei Trockenheit. Ein Mulch aus Stroh oder Gras hilft, die Feuchtigkeit zu halten.

Vernachlässigung des Pflanzenschutzes

Kohlweißlinge und andere Schädlinge können sich schnell vermehren. Überprüfen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und ergreifen Sie frühzeitig Maßnahmen, z.B. mit Netzen oder durch Absammeln.

Falsche Standortwahl

Kohl bevorzugt sonnige Standorte, aber nicht zu heiße. Ein halbschattiger Platz kann in heißen Sommern vorteilhaft sein. Achten Sie auch auf Windschutz, um die Verdunstung zu reduzieren.

Saisonaler Anbaukalender für Kohlgemüse

Ein gut geplanter Anbaukalender unterstützt Sie, die richtigen Sorten zur richtigen Zeit zu pflanzen. Hier eine Übersicht:

Frühjahr (März-Mai)

  • Aussaat: Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi
  • Pflanzung: Vorgezogene Jungpflanzen ins Freiland setzen

Sommer (Juni-August)

  • Aussaat: Grünkohl, Rosenkohl für die Herbst- und Winterernte
  • Pflanzung: Spätkohlsorten wie Wirsing oder Rotkohl

Herbst (September-November)

  • Ernte: Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi
  • Pflanzung: Winterkohl für die Frühjahrsernten

Winter (Dezember-Februar)

  • Ernte: Grünkohl, Rosenkohl (nach Frost besonders aromatisch)
  • Planung: Sortenwahl und Beetvorbereitung für die kommende Saison

Beachten Sie, dass die genauen Zeiten je nach Region und Wetterlage variieren können. In milderen Gegenden kann man oft früher säen und länger ernten.

Kohlgemüse: Ein Garten voller Möglichkeiten

Unser Überblick über die Welt des Kohlgemüses zeigt: Diese vielseitige Gemüsefamilie bietet für jeden Gärtner etwas. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener - Kohl lohnt sich immer!

Jeder Garten ist individuell. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten, beobachten Sie, was gut wächst, und lernen Sie aus Ihren Erfahrungen. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was in Ihrem Garten am besten gedeiht.

Für erfahrene Gärtner gibt es noch viele interessante Techniken: Wie wäre es mit Mischkulturen, bei denen Kohl neben Kräutern oder Blumen wächst? Oder versuchen Sie sich an der Saatgutgewinnung, um Ihre eigenen Kohlsorten zu züchten?

Ob Neuling oder erfahrener Gärtner: Kohlgemüse wird Sie immer wieder überraschen und begeistern. Also, machen Sie sich ans Werk und genießen Sie die Ergebnisse Ihrer Bemühungen - im wahrsten Sinne des Wortes!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Kohlgemüse-Arten eignen sich am besten für Anfänger im Gemüseanbau?
    Für Einsteiger im Kohlgemüse-Anbau eignen sich besonders vier robuste Arten: Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl und Kohlrabi. Diese Sorten sind relativ pflegeleicht und verzeihen auch kleinere Anbaufehler. Brokkoli und Blumenkohl haben kürzere Kulturzeiten als andere Kohlsorten und liefern bereits nach wenigen Monaten erste Ernteerfolge. Grünkohl ist besonders winterhart und trotzt selbst strengen Frösten, während er gleichzeitig seine Nährstoffdichte erhöht. Kohlrabi wächst schnell und kann bereits als faustgroße Knolle geerntet werden. Alle vier Sorten sind nährstoffreich, vielseitig in der Küche verwendbar und bieten Anfängern die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im Gemüseanbau zu sammeln, ohne zu hohe Ansprüche an Pflege und Standortbedingungen zu stellen.
  2. Wie bereitet man den Boden optimal für den Kohlgemüse-Anbau vor?
    Eine gründliche Bodenvorbereitung ist entscheidend für erfolgreichen Kohlgemüse-Anbau, da alle Kohlsorten echte Nährstoffzehrer sind. Arbeiten Sie vor der Pflanzung großzügig reifen Kompost in den Boden ein - etwa 3-4 Liter pro Quadratmeter. Der Boden sollte tiefgründig gelockert und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6 und 7. Eine Zugabe von Hornspänen oder organischem Volldünger sorgt für langanhaltende Nährstoffversorgung. Besonders wichtig ist eine ausreichende Kalkversorgung, da diese der gefürchteten Kohlhernie vorbeugt. Ein kleiner Praxistipp: Eine Handvoll Algenkalk in die Pflanzgrube hilft zusätzlich gegen diese Pilzkrankheit. Mulchen Sie nach der Pflanzung mit Stroh oder Grasschnitt, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
  3. Welche Nährstoffe und gesundheitlichen Vorteile bietet Kohlgemüse?
    Kohlgemüse ist ein wahres Nährstoffwunder und gehört zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Besonders reich ist es an Vitamin C - Grünkohl enthält sogar mehr davon als Orangen. Weitere wichtige Nährstoffe sind Folsäure, Kalium, B-Vitamine und wertvolle Antioxidantien. Die in Kohlgemüse enthaltenen Glucosinolate haben nachweislich krebshemmende Eigenschaften, insbesondere Sulforaphan in Brokkoli. Regelmäßiger Kohlverzehr kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und das Immunsystem stärken. Kohlgemüse ist zudem kalorienarm aber ballaststoffreich, was die Verdauung fördert und lange sättigt. Die sekundären Pflanzenstoffe unterstützen Entgiftungsprozesse im Körper. Grünkohl liefert zusätzlich viel Vitamin K für gesunde Knochen und Beta-Carotin für die Augengesundheit. Diese Nährstoffvielfalt macht Kohlgemüse zu einem echten Superfood.
  4. Wie kann man Kohlweißlinge und andere Schädlinge bei Kohlgemüse biologisch bekämpfen?
    Biologische Schädlingsbekämpfung bei Kohlgemüse setzt auf vorbeugende Maßnahmen und sanfte Methoden. Gegen Kohlweißlinge helfen feinmaschige Kulturschutznetze, die über die Pflanzen gespannt werden - sie verhindern die Eiablage der Schmetterlinge. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen das frühzeitige Absammeln der gelblich-grünen Eier und Raupen. Knoblauch- oder Brennnesseljauche wirken als natürliche Abschreckung. Mischkulturen mit Kapuzinerkresse locken Schädlinge vom Kohl weg, während Ringelblumen und Tagetes mit ihren Wurzelausscheidungen Nematoden fernhalten. Gegen Erdflöhe helfen regelmäßiges Gießen und eine Mulchschicht. Fördern Sie Nützlinge durch Wildblumenstreifen - Marienkäfer, Laufkäfer und Schlupfwespen sind natürliche Feinde der Kohlschädlinge. Ein sauberes Beet ohne Pflanzenreste reduziert Überwinterungsmöglichkeiten für Schädlinge erheblich.
  5. Welche persönlichen Gartentipps helfen beim erfolgreichen Kohlanbau?
    Aus der Praxis bewährte Gartentipps machen den Kohlanbau deutlich erfolgreicher. Säen Sie alle 2-3 Wochen gestaffelt aus, um die Erntezeit zu verlängern und kontinuierlich frisches Gemüse zu haben. Bei der Anzucht säe ich immer etwas dichter und ziehe später die schwächeren Pflänzchen heraus - diese landen direkt im Smoothie. Selbstgebaute Bewässerungsflaschen sorgen für stetige Feuchtigkeit: Einfach den Boden abschneiden, kopfüber neben die Pflanze stecken und mit Wasser füllen. Beim Gießen immer den Boden treffen, nicht die Blätter - das beugt Pilzkrankheiten vor. Morgendliches Gießen reduziert Verdunstung und Krankheitsrisiken. Ein Geheimtipp: Tagetes zwischen die Kohlreihen pflanzen - sie halten Nematoden fern und sehen hübsch aus. Mulchen mit Grasschnitt hält Feuchtigkeit und lockt gleichzeitig nützliche Laufkäfer an.
  6. Worin unterscheiden sich Brokkoli und Blumenkohl in Anbau und Pflege?
    Brokkoli und Blumenkohl haben ähnliche Grundansprüche, unterscheiden sich aber in wichtigen Details. Brokkoli ist generell robuster und verzeiht Pflegefehler besser als der etwas anspruchsvollere Blumenkohl. Während Brokkoli auch halbschattige Standorte toleriert, benötigt Blumenkohl mehr Sonne für eine gute Kopfentwicklung. Der Pflanzabstand unterscheidet sich: Brokkoli kommt mit 50 x 50 cm aus, Blumenkohl braucht 60 x 60 cm. Blumenkohl reagiert empfindlicher auf Trockenheit und Nährstoffmangel - eine gleichmäßige Wasserversorgung ist daher noch wichtiger. Ein besonderer Pflegeschritt bei Blumenkohl: Sobald sich der weiße Kopf zeigt, werden die inneren Blätter darüber zusammengebunden, um Verfärbungen durch Sonneneinstrahlung zu verhindern. Brokkoli bildet nach der Haupternte oft noch Seitentriebe, Blumenkohl meist nicht. Beide Kulturen sind Starkzehrer und benötigen intensive Düngung.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Grünkohl und anderen Blattkohl-Arten?
    Grünkohl hebt sich durch seine außergewöhnliche Winterhärte von anderen Blattkohl-Arten ab - er verträgt Temperaturen bis -15°C und entwickelt erst nach Frost sein volles, süßlich-nussiges Aroma. Im Gegensatz zu anderen Blattkohlsorten wie Wirsing oder Chinakohl bildet Grünkohl keine Köpfe, sondern wächst als lockere Blattrosette mit stark gekrausten, dunkelgrünen Blättern. Sein Nährstoffprofil ist besonders beeindruckend: Er enthält mehr Vitamin C als jede andere Kohlart und ist reich an Vitamin K, Beta-Carotin und Eisen. Während andere Blattkohl-Arten oft im Spätsommer bis Frühherbst geerntet werden, kann Grünkohl von Oktober bis März frisch geerntet werden. Die Ernte erfolgt von unten nach oben - die Herzblätter bleiben stehen und wachsen weiter. In der Küche ist Grünkohl vielseitiger: von traditionellen Wintergerichten über moderne Smoothies bis hin zu knusprigen Chips.
  8. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Ernte verschiedener Kohlgemüse-Arten?
    Der optimale Erntezeitpunkt variiert je nach Kohlgemüse-Art erheblich und entscheidet über Geschmack und Haltbarkeit. Brokkoli und Blumenkohl werden geerntet, wenn die Köpfe fest und kompakt sind, aber die Röschen noch dicht geschlossen bleiben - geöffnete Blüten bedeuten Qualitätsverlust. Kohlrabi ist optimal, wenn die Knollen etwa faustgroß sind; zu große Knollen werden holzig und verlieren an Geschmack. Grünkohl entwickelt erst nach den ersten Frösten ab Oktober sein volles Aroma und kann bis März kontinuierlich beerntet werden - ernten Sie die unteren Blätter zuerst. Kopfkohlarten wie Weißkohl und Rotkohl sind reif, wenn die Köpfe fest geschlossen und schwer in der Hand liegen. Generell gilt: Ernten Sie am frühen Morgen, wenn die Pflanzen noch taufrisch sind. Verwenden Sie scharfe, saubere Schneidwerkzeuge und lassen Sie bei Brokkoli und Blumenkohl etwas Strunk stehen für bessere Haltbarkeit.
  9. Wo kann man hochwertiges Kohlgemüse-Saatgut für den Eigenanbau kaufen?
    Hochwertiges Kohlgemüse-Saatgut erhalten Sie am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die eine breite Sortenauswahl und fachkundige Beratung bieten. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de punkten mit ihrer großen Auswahl an bewährten und neuen Kohlsorten, detaillierten Sortenbeschreibungen und zuverlässiger Lieferqualität. Achten Sie beim Kauf auf biologisch erzeugtes, samenfestes Saatgut mit hoher Keimfähigkeit. Gute Anbieter informieren über Keimrate, Kulturanleitung und Sorteneigenschaften. Besonders für Anfänger empfehlenswert sind Saatgut-Sets mit verschiedenen anfängerfreundlichen Kohlsorten. Local kaufen Sie auch in gut sortierten Gartencentern, die oft regionale Spezialitäten führen. Tauschen Sie mit anderen Hobbygärtnern - oft ergeben sich so interessante alte Sorten. Wichtig ist die sachgerechte Lagerung: Saatgut kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Qualitätssaatgut hat seinen Preis, zahlt sich aber durch bessere Keimraten und gesunde Pflanzen aus.
  10. Welche Gartenwerkzeuge und Pflegemittel benötigt man für den Kohlgemüse-Anbau?
    Für erfolgreichen Kohlgemüse-Anbau benötigen Sie eine Grundausstattung hochwertiger Gartenwerkzeuge. Unverzichtbar sind eine scharfe Gartenschere für die Ernte, ein stabiler Spaten für die Bodenvorbereitung und eine Harke zum Einarbeiten von Kompost. Ein Gartenmesser oder Hori-Hori-Messer erleichtert das präzise Schneiden bei der Ernte. Für die Bewässerung sind eine Gießkanne mit Brause und idealerweise ein Tropfbewässerungssystem sinnvoll. Kulturschutznetze schützen vor Schädlingen wie Kohlweißlingen. An Pflegemitteln benötigen Sie organischen Dünger, reifen Kompost und Mulchmaterial wie Stroh. Samen.de gehört zu den Fachgeschäften, die neben Saatgut auch eine umfassende Auswahl an Gartenwerkzeugen und biologischen Pflegemitteln führen. Ein pH-Messgerät hilft bei der Bodenanalyse. Für größere Flächen kann eine Motorhacke die Bodenbearbeitung erleichtern. Investieren Sie in Qualitätswerkzeuge - sie halten länger und arbeiten effizienter.
  11. Wie beeinflusst die Glucosinolatbildung in Kreuzblütlern die Gesundheitswirkung?
    Glucosinolate sind schwefelhaltige Verbindungen, die Kreuzblütler wie Kohlgemüse zu wahren Gesundheitsbomben machen. Diese sekundären Pflanzenstoffe werden beim Kauen oder Schneiden durch das Enzym Myrosinase in bioaktive Verbindungen wie Sulforaphan umgewandelt. Sulforaphan aktiviert körpereigene Entgiftungsenzyme und kann das Krebsrisiko, besonders für Darm-, Lungen- und Brustkrebs, signifikant senken. Die Glucosinolatkonzentration variiert je nach Kohlsorte: Brokkoli und Rosenkohl sind besonders reich daran. Interessant ist, dass Stress-Situationen wie leichte Trockenheit oder kühle Temperaturen die Glucosinolatproduktion der Pflanzen erhöhen - ein natürlicher Abwehrmechanismus. Die Zubereitungsart beeinflusst die Verfügbarkeit erheblich: Rohverzehr oder schonendes Dünsten erhalten die wertvollen Verbindungen besser als langes Kochen. Die charakteristisch scharfen und bitteren Geschmacksnoten von Kohlgemüse stammen ebenfalls von diesen gesundheitsfördernden Glucosinolaten.
  12. Welche Rolle spielt die Fruchtfolge beim nachhaltigen Kohlgemüse-Anbau?
    Fruchtfolge ist beim Kohlgemüse-Anbau essentiell für gesunde Böden und erfolgreiche Ernten. Kohlgemüse sollte maximal alle 3-4 Jahre auf derselben Fläche angebaut werden, um Bodenmüdigkeit und Schädlingsanhäufung zu vermeiden. Als Starkzehrer entziehen Kohlpflanzen dem Boden viele Nährstoffe, weshalb nach dem Kohlanbau eine Regenerationsphase nötig ist. Ideal sind Leguminosen wie Bohnen oder Erbsen als Folgefrüchte - sie reichern den Boden mit Stickstoff an und durchbrechen den Kreislauf kohlspezifischer Schaderreger. Auch Kartoffeln oder Getreide eignen sich gut. Vermeiden Sie die Aufeinanderfolge verschiedener Kreuzblütler (Kohl, Rettich, Rucola), da sie ähnliche Ansprüche haben und gleiche Krankheiten übertragen können. Eine durchdachte Fruchtfolge reduziert den Dünger- und Pflanzenschutzmittelbedarf erheblich. Gründüngung mit Phacelia oder Senf zwischen den Kulturen verbessert zusätzlich die Bodenstruktur und das Bodenleben.
  13. Wie kann man durch Mischkultur den Ertrag und die Gesundheit von Kohlpflanzen verbessern?
    Mischkultur kann beim Kohlanbau wahre Wunder bewirken und sowohl Ertrag als auch Pflanzengesundheit deutlich steigern. Bewährte Partner sind Sellerie, der den Kohlgeschmack verbessert und Schädlinge fernhält, sowie Zwiebeln, die mit ihren ätherischen Ölen Kohlschädlinge abwehren. Salat zwischen den Kohlreihen nutzt den Platz optimal und ist bereits geerntet, wenn der Kohl mehr Raum braucht. Kapuzinerkresse wirkt als Fangpflanze für Läuse und Kohlweißlinge und lockt sie vom wertvollen Kohlgemüse weg. Tagetes und Ringelblumen bekämpfen mit ihren Wurzelausscheidungen Bodennematoden und fördern gleichzeitig Nützlinge. Dill und Koriander locken Schlupfwespen an, die Kohlschädlinge parasitieren. Tomaten sollten jedoch gemieden werden, da sie Kohlpflanzen im Wachstum hemmen können. Eine gelungene Mischkultur reduziert nicht nur Schädlingsdruck, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit durch unterschiedliche Wurzeltiefen.
  14. Warum entwickelt Kohlgemüse unterschiedliche Nährstoffprofile je nach Anbaumethode?
    Die Anbaumethode beeinflusst das Nährstoffprofil von Kohlgemüse erheblich, da verschiedene Faktoren die Nährstoffaufnahme und -einlagerung beeinflussen. Biologisch angebautes Kohlgemüse zeigt oft höhere Konzentrationen an sekundären Pflanzenstoffen wie Glucosinolaten, da die Pflanzen ohne synthetische Pestizide natürliche Abwehrstoffe entwickeln müssen. Langsames Wachstum durch organische Düngung führt zu kompakterem Gewebe und intensiverem Geschmack. Die Bodenqualität spielt eine Schlüsselrolle: Humusreiche, biologisch aktive Böden fördern die Aufnahme von Spurenelementen und Mineralstoffen. Extreme Witterungsbedingungen wie Kälte oder Trockenheit können die Konzentration bestimmter Vitamine und Antioxidantien erhöhen - ein natürlicher Stressmechanismus der Pflanze. Hydroponic angebautes Gemüse hat oft höhere Nitratgehalte, aber niedrigere Gehalte an komplexen sekundären Pflanzenstoffen. Die Erntereife und Lagerungsbedingungen beeinflussen zusätzlich den Vitamingehalt, weshalb frisch geerntetes, reifes Kohlgemüse meist die höchste Nährstoffdichte aufweist.
  15. Wie kann man Kohlgemüse richtig lagern und haltbar machen?
    Richtige Lagerung verlängert die Haltbarkeit von Kohlgemüse erheblich und bewahrt wertvolle Nährstoffe. Frisch geerntetes Kohlgemüse sollte schnell abkühlen - lagern Sie es im Gemüsefach des Kühlschranks bei 0-4°C und hoher Luftfeuchtigkeit. Wickeln Sie Brokkoli und Blumenkohl in feuchte Tücher, sie halten sich so etwa eine Woche. Grünkohl ist am robustesten und kann bis zu zwei Wochen frisch bleiben. Kohlrabi verliert schnell seinen Biss und sollte zeitnah verarbeitet werden. Für längere Haltbarkeit eignet sich das Einfrieren: Blanchieren Sie das Gemüse 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser, schrecken Sie es in Eiswasser ab und frieren Sie es portionsweise ein. Fermentierung ist eine traditionelle Methode - selbstgemachtes Sauerkraut hält sich monatelang. Ganzer Weißkohl kann in kühlen, luftigen Kellern bis zu 6 Monate gelagert werden. Wichtig: Entfernen Sie beschädigte Blätter vor der Lagerung und kontrollieren Sie regelmäßig.
  16. Welche einfachen Zubereitungsmethoden erhalten die meisten Nährstoffe in Kohlgemüse?
    Die Zubereitungsart entscheidet maßgeblich über den Nährstoffgehalt von Kohlgemüse. Rohverzehr ist am nährstoffschonendsten - probieren Sie Kohlrabi-Stifte, rohe Brokkoli-Röschen oder massierte Grünkohl-Salate. Beim Kochen gilt: Je kürzer, desto besser. Dünsten in wenig Wasser für 3-5 Minuten erhält die meisten Vitamine und die knackige Textur. Dämpfen über Wasserdampf ist ebenfalls schonend, da die Nährstoffe nicht ins Kochwasser übergehen. Blanchieren (kurzes Überbrühen) stoppt Enzyme und erhält Farbe und Vitamine. Pfannenrühren (Wok-Art) bei hoher Hitze und kurzer Garzeit bewahrt Nährstoffe und Geschmack. Vermeiden Sie langes Kochen in viel Wasser - dabei gehen wasserlösliche Vitamine verloren. Ein Tipp: Nutzen Sie das Kochwasser für Suppen oder Soßen, da es wertvolle Mineralstoffe enthält. Frozen-Varianten können mehr Nährstoffe enthalten als tagelang gelagertes frisches Gemüse. Kombinieren Sie Kohlgemüse mit etwas Fett (Olivenöl), um fettlösliche Vitamine besser aufzunehmen.
  17. Stimmt es, dass Kohlgemüse schwer verdaulich ist und Blähungen verursacht?
    Die Annahme, Kohlgemüse sei grundsätzlich schwer verdaulich, ist nur teilweise richtig und lässt sich durch richtige Zubereitung und Gewöhnung deutlich verbessern. Blähungen entstehen durch schwer verdauliche Kohlenhydrate (Oligosaccharide) und Ballaststoffe, die erst im Dickdarm von Bakterien abgebaut werden. Besonders blähend wirken roher Weißkohl und große Mengen auf einmal. Jedoch kann der Verdauungsapparat sich anpassen - regelmäßiger, langsam gesteigerter Kohlkonsum reduziert Beschwerden erheblich. Zubereitungstricks helfen: Kümmel, Fenchel oder Ingwer als Gewürze fördern die Verdauung. Langes Schmoren macht Kohl bekömmlicher als kurzes Dünsten. Fermentiertes Kohlgemüse wie Sauerkraut ist oft besser verträglich, da die Milchsäuregärung bereits einen Verdauungsschritt übernimmt. Grünkohl ist generell verträglicher als Weißkohl. Menschen mit empfindlichem Magen sollten mit kleinen Portionen beginnen und gut kauen. Die gesundheitlichen Vorteile überwiegen deutlich - mit etwas Geduld kann fast jeder Kohlgemüse gut vertragen.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Kohlgemüse-Anbau in Deutschland?
    Deutschland zeigt deutliche regionale Unterschiede beim Kohlgemüse-Anbau, die durch Klima, Boden und Tradition geprägt sind. Norddeutschland gilt als Kohlhochburg - hier gedeihen besonders Weißkohl, Grünkohl und Kohlrabi dank milder, feuchter Winter und kühlerer Sommer. Die Dithmarscher Region ist berühmt für ihre Kohlfelder und liefert einen Großteil der deutschen Kohlproduktion. In Bayern und Baden-Württemberg dominiert der Anbau von Blumenkohl und Brokkoli, begünstigt durch das kontinentale Klima. Ostdeutsche Regionen wie Brandenburg bauen verstärkt Rotkohl an. Höhenlagen wie Eifel oder Schwarzwald eignen sich besonders für späte Kohlsorten und Winterkohl. Die Küstenregionen profitieren vom ausgeglichenen Seeklima für ganzjährigen Anbau. Regional typische Sorten haben sich entwickelt: Niedersächsischer Grünkohl unterscheidet sich von süddeutschen Varianten. Auch die Anbauzeiten variieren - in milderen Regionen kann früher gesät und später geerntet werden als in kontinentalen Gebieten mit strengeren Wintern.
  19. Wie unterscheidet sich der Anbau von Kopfkohl und Blattkohl-Varianten?
    Kopfkohl- und Blattkohl-Varianten haben unterschiedliche Anbauanforderungen und Pflegebedürfnisse. Kopfkohlsorten wie Weißkohl, Rotkohl und Wirsing benötigen mehr Platz (60-80 cm Abstand) und eine längere Kulturdauer von 4-6 Monaten für die Kopfbildung. Sie sind anspruchsvoller bei der Nährstoffversorgung und benötigen gleichmäßige Bewässerung, um feste, schwere Köpfe zu entwickeln. Blattkohl-Arten wie Grünkohl, Mangold oder asiatische Sorten wachsen als lockere Rosetten, brauchen weniger Platz (40-50 cm) und können bereits nach 6-8 Wochen erste Blätter liefern. Sie sind meist robuster gegen Witterungseinflüsse und Schädlinge. Bei Kopfkohl ist der Erntezeitpunkt kritisch - zu früh bedeutet kleine Köpfe, zu spät führt zum Aufplatzen. Blattkohl kann kontinuierlich beerntet werden, wobei immer die äußeren Blätter zuerst genommen werden. Kopfkohl benötigt intensivere Düngung während der Kopfbildungsphase, während Blattkohl mit gleichmäßiger, moderater Nährstoffversorgung auskommt.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Wintergemüse und ganzjährig anbaubarem Kohlgemüse?
    Die Unterscheidung zwischen Wintergemüse und ganzjährig anbaubarem Kohlgemüse liegt in der Frosttoleranz und den Kulturbedingungen. Echte Winterkohlsorten wie Grünkohl, Rosenkohl und Wirsing sind frosthart und benötigen sogar kühle Temperaturen für optimale Entwicklung. Grünkohl verträgt bis -15°C und entwickelt erst nach Frost sein typisch süßliches Aroma durch Zuckervergärung. Diese Sorten werden im Sommer gesät und überwintern im Freiland. Ganzjährig anbaubare Kohlsorten wie Kohlrabi, Pak Choi oder Brokkoli können durch gestaffelte Aussaat und verschiedene Sorten von Frühjahr bis Herbst kultiviert werden, sind aber frostempfindlich. Sie benötigen Temperaturen über 5°C und werden bei Frost abgedeckt oder ins Gewächshaus geholt. Winterkohl hat oft derbere Blätter und höhere Nährstoffkonzentrationen, während Sommerkohl zarter und milder schmeckt. Die Anbauplanung unterscheidet sich erheblich: Winterkohl erfordert langfristige Planung mit Aussaat im Hochsommer, während Sommerkohl flexible, mehrmalige Aussaaten ermöglicht.
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