Kürbisse

Vor etwa 12.000 Jahren wurden die ersten Kürbisse wegen ihrer nahrhaften Samen in Kultur genommen. Das Fruchtfleisch der Urformen war ungenießbar bitter und giftig. Sorgfältige Selektion machte es möglich, dass wir heute Hunderte von essbaren, leckeren Kürbissorten zur Auswahl haben.

Kürbisse – Sortenauswahl, Aussaat, Pflanzung und Pflege

Aussaat und Kultur von Kürbissen

Kürbisse können im Haus vorgezogen werden. Das hat den Vorteil, dass die kleinen Sämlinge vor Schneckenfrass geschützt sind. Haben die Jungpflanzen erst einmal eine gewisse Größe erreicht, wachsen sie so schnell, dass ihnen die hungrigen Schädlinge nichts mehr anhaben können.

Säen Sie die Samen 2 bis 3 cm tief in Anzuchterde aus. Nehmen Sie dazu Kulturtöpfe mit 10 bis 12 cm Durchmesser. Beginnen Sie nicht zu früh vor dem geplanten Pflanztermin mit der Aussaat. Werden die Pflanzen im Topf zu groß, besteht die Gefahr, dass die Wurzeln beim Umpflanzen beschädigt werden. Dann wachsen die Kürbisse im Beet schlecht an. Ideal ist es, wenn sie zu dem Zeitpunkt außer den Keimblättern 3 bis 4 Laubblätter haben. Das ist etwa 14 Tage nach der Keimung der Fall.

Achten Sie beim Auspflanzen im Beet auf einen ausreichend großen Pflanzabstand. Eine Fläche von etwa 2,5 Quadratmetern sollten Sie für jede einzelne Pflanze zur Verfügung haben. Ausnahmen sind Zucchini, Rondini, Patissons und spezielle Sorten von Hokkaidos, die buschig wachsen. Sie brauchen nur etwa einen Quadratmeter im Beet und können auch in großen Kübeln (z. B. Maurerbottichen) oder in Hochbeeten angebaut werden.

Schützen sie die Jungpflanzen im Freien in den ersten Tagen unbedingt vor der Sonne. Kürbisse bekommen wie Gurken schnell einen Sonnenbrand. Dann werden die Blätter weiß und sterben ab. Die Kürbisse brauchen im Freiland etwa zwei Wochen, um sich zu akklimatisieren.

Ein warmer, sonniger Standort auf durchlässigem, nährstoffreichem Boden fördert die Fruchtentwicklung und sorgt für einen guten Ertrag. Das Mulchen mit Stroh oder das Auslegen einer Mulchfolie unterdrückt Unkräuter, hält die Feuchtigkeit im Wurzelraum und trägt zur schnellen Erwärmung des Bodens bei. Außerdem sind die Früchte gut vor Nässe und Fäulnis geschützt, wenn sie nicht direkt auf der Erde liegen.

Kürbisse brauchen reichlich Nährstoffe, sollten aber nicht zu stark mit Stickstoff gedüngt werden, weil das ihren Geschmack und ihre Haltbarkeit negativ beeinflusst. Achten Sie darauf, dass ihr Dünger genug Kalium enthält. Dieser Nährstoff ist wichtig für das Ausreifen der Kürbisse.

Kürbisse ernten und lagern

Längliche Zucchini werden meistens geerntet, wenn sie 12 bis 20 cm lang sind. Runde Sorten sollten etwa 10 bis 12 cm im Durchmesser haben. Welches die ideale Größe bei Patissons, Rondinis und Mikrowellenkürbissen ist, steht bei den Sorten auf den Portionspackungen. Die Früchte müssen nach der Ernte entweder sofort verbraucht oder konserviert werden.

Einen reifen Winterkürbis erkennen Sie daran, dass der Stiel verholzt ist und eintrocknet. Wenn sie auf die Frucht Klopfen, klingt das Geräusch hohl. Die Früchte werden mit dem Stiel abgeschnitten. Zum Nachreifen können Winterkürbisse 3 bis 4 Wochen bei etwa 20 °C gelagert werden. Dabei verlieren sie noch etwas Wasser und ihre Schale härtet aus. Danach sind die meisten Kürbissorten an einem trocknen Platz 3 bis 12 Monate haltbar.

Bevor Sie einen Kürbis verarbeiten, sollten Sie ein rohes Stück davon probieren. Schmeckt der Kürbis gallig, scharf oder bitter, enthält er giftiges Cucurbitacin und darf nicht gegessen werden.

Sommerkürbisse und Winterkürbisse?

Abhängig von ihrem Erntezeitpunkt werden die Sorten in Sommerkürbisse und Winterkürbisse eingeteilt.

Sommerkürbisse

Sommerkürbisse werden geerntet, bevor sie voll ausgewachsen sind. Ihre Kerne sind dann noch nicht entwickelt und die Schale ist dünn und zart. Typische Sommerkürbisse sind Zucchini, Rondini und Patisson. Sie verlieren ihren Geschmack und werden holzig, wenn sie zu spät geerntet werden. Darum ist es wichtig, dass Sie diese Früchte verwerten, wenn sie die für die Sorten empfohlenen, idealen Erntegrößen erreicht haben. Sommerkürbisse sind nach der Ernte nur etwa eine Woche lang lagerbar.

Winterkürbisse

Bei Winterkürbissen ist das Fruchtfleisch beim Erreichen der Vollreife besonders schmackhaft und aromatisch. Sie werden im September oder Oktober geerntet, wenn ihre Fruchtstiele beginnen einzutrocknen. Halloween-Kürbisse, Hokkaidos und Butternuts sind typische Winterkürbisse. Sie sind in einem kühlen Lager bei etwa 7 bis 13 °C bis zu einem Jahr oder länger haltbar, wenn ihre Schale nicht beschädigt ist.

Die Sortenvielfalt

Gartenkürbis (Cucurbita pepo)

Die Sorten vom Gartenkürbis sind leicht daran zu erkennen, dass sie einen kantigen, holzigen Fruchtstiel mit glatter Oberfläche habe. Es gibt in dieser Verwandtschaftsgruppe sowohl Sommerkürbisse als auch Winterkürbisse. Die typischen, orangefarbenen Halloweenkürbisse gehören zu dieser Kürbisart, ebenso Zucchini, Patissons, Ölkürbis und Spagehetti-Kürbis.

Zucchini wachsen buschig und werden als Sommerkürbisse geerntet. Sie enthalten im jungen Zustand noch keine Kerne. Die Schale ist weich und kann mitgegessen werden. Patissons sind ebenfalls buschig wachsende Sommerkürbisse. Ihre Früchte sind scheibenförmig und haben am Rand einen wulstigen Saum. Sie werden geerntet, wenn sie handtellergroß sind und sich ihre Schale mit dem Fingernagel noch leicht einritzen lässt. Die Früchte von Rondini sehen runden Zucchini ähnlich, aber die Pflanzen bilden Ranken. Sie gehören auch zu den Sommerkürbissen. Der Spaghetti-Kürbis ist eine spezielle Zuchtform des Gartenkürbis, bei dem das Fruchtfleisch nach dem Kochen in spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt. Er bildet Ranken und gehört zu den Winterkürbissen, die erst voll ausgereift im Herbst geerntet werden. Der Ölkürbis wird ausschließlich wegen deiner grünen, schalenlosen Kerne angebaut. Aus ihnen wird Kürbiskern-Öl gewonnen.

Zu den Gartenkürbissen gehören auch die kleinen, harten ungenießbaren Zierkürbisse. Sie wurden auf Farbe und Form selektiert und enthalten oft viel von dem giftigen Bitterstoff Cucurbitacin. Er wirkt abführend und verursacht Magenkrämpfe. Speisekürbisse müssen immer getrennt von solchen Ziersorten angebaut werden, weil durch Kreuzbestäubung die Fähigkeit zur Bildung von Bitterstoffen auf die Speisesorten übertragen werden kann.

Riesenkürbis (Cucurbita maxima)

Typisch für Maxima-Kürbisse ist ein weicher, faseriger, stark gefurchter Stiel. Einige Sorten können riesige Früchte mit mehr als 100 kg Gewicht hervorbringen. Die bekannteste Sorte ist „Atlantic Giant“, die bei spezieller Kultur Rekord-Riesenkürbisse hervorbringen kann. Der größte Kürbis der Welt war aus einem Samen dieser Sorte gezogen worden und hatte im Oktober 2010 ein Gewicht von 821,24 kg bei einem Umfang von 4,7 m.

Der altbekannte „Gelbe Zentner“ und andere große Sorten mit einem Fruchtgewicht von 20 bis 80 kg haben ein grobfaseriges Fruchtfleisch. Sie eignen sich zum süß-sauer-Einlegen und zum Schnitzen von Kürbislaternen. Kleinere Sorten haben mehr Aroma und feineres Fleisch. Sie lassen sich zu Suppen, Gemüsebeilagen, Aufläufe, Gebäck und Süßspeisen verarbeiten. Werden die jungen Früchte im Sommer geerntet, können sie auch als Grillgemüse verwendet werden.

Eine sehr bekannte und beliebte Sortengruppe sind die japanischen Hokkaidos. Ihre zwiebelförmigen, spindelförmigen oder flachrunden Früchte werden 0,8 bis 2,5 kg schwer. Einige neue Sorten bilden kompakte Büsche ohne Ranken und eignen sich darum auch für die Kultur in kleinen Gärten, Hochbeeten und Kübeln.

Turban-Kürbisse oder Bischofsmützen sind wegen ihrer mehrfarbigen Schale und der ungewöhnlichen Form mit dem dicken wulstigen Rand sehr dekorativ. Sie werden darum oft nur als Zierkürbisse verwendet. Sie haben aber ein sehr aromatisches, festes und feines Fruchtfleisch.

Es gibt weitere Riesenkürbis-Typen, die in Europa weniger bekannt sind. Die Früchte von Buttercups sind 1 bis 3 kg schwer und schmecken ähnlich wie Süßkartoffeln und geröstete Kastanien. Die größeren Hubbards fallen durch ihre spindelförmigen Früchte mit einer dicken, gerippten oder warzigen Schale auf. Sie wiegen bis zu 8 kg und haben dunkelgelbes bis orangenes, festes, feines, süßes Fruchtfleisch. In Australien und Neuseeland sind Crowns sehr beliebt. Sie haben einen kleinen, glatten Spiegel um den Blütenansatz. Ihre Früchte werden zwischen 1 und 12 kg schwer.

Moschuskürbis (Cucurbita moschata)

Für Moschuskürbisse ist ein harter Stiel typisch, der wenig gerippt ist und sich zur Frucht hin deutlich verbreitert. Die Früchte sind flaschenförmig, kugelig oder rund abgeflacht. Sie können gerippt sein mit glatter oder rauer Oberfläche. Die flaschenförmigen und meist beigen bis terrakottafarbenen Sorten sind zur Gruppe der Butternuts zusammengefasst. Die übrigen sind sehr vielgestaltig und können sehr groß und sehr schwer werden.

Nicht alle Moschuskürbisse eignen sich für die Kultur in unserem Klima, da die Sorten oft sehr wärmebedürftig sind. Die Reifezeit kann bis zu 150 Tage betragen. „Muscade de Provence“ ist so eine flachrunde, gerippte, bis 20 kg schwere Sorte aus Frankreich. Die Früchte bleiben bis zum Herbst im Beet dunkelgrün und erreichen ihre sortentypische hellbeige Farbe erst beim Nachreifen im Lager.

Die Butternuts oder Butternüsse haben ein gelbes bis tieforanges, sehr feines, aromatisches Fruchtfleisch. Ihre Schale ist dünn, aber sehr zäh. Die Samenhöhle ist sehr klein und es entsteht nur wenig Putzabfall.

Moschuskürbisse stehen nicht in der Artenliste des Saatgutverkehrsgesetz. Die Samen werden darum häufig als Zierkürbisse angeboten und nicht als Gemüse, obwohl sie essbar und sehr lecker sind.

Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia)

Der aus Mittelamerika stammende Feigenblattkürbis ist wenig empfindlich gegen Kälte und wird nicht von dem Bodenpilz Fusarium befallen. Darum wird er oft als Unterlage bei der Veredelung von Gurken und Melonen verwendet. In Mittel- und Südamerika wird dieser Kürbis wegen seiner Früchte kultiviert. Er eignet sich wegen seiner Kältetoleranz für den Anbau in Höhenlagen zwischen 1000 und 3000 Metern. Die Reifezeit beträgt 120 - 130 Tage. Die Früchte sind zwischen 2 und 5 kg schwer und erinnern in Aussehen und Geschmack an Melonen. Das weiße Fruchtfleisch ist sehr süß und kann gut für Obstsalate, Konfitüre und Gebäck verwendet werden.

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Kürbisse

Vor etwa 12.000 Jahren wurden die ersten Kürbisse wegen ihrer nahrhaften Samen in Kultur genommen. Das Fruchtfleisch der Urformen war ungenießbar bitter und giftig. Sorgfältige Selektion machte es möglich, dass wir heute Hunderte von essbaren, leckeren Kürbissorten zur Auswahl haben.

Kürbisse – Sortenauswahl, Aussaat, Pflanzung und Pflege

Aussaat und Kultur von Kürbissen

Kürbisse können im Haus vorgezogen werden. Das hat den Vorteil, dass die kleinen Sämlinge vor Schneckenfrass geschützt sind. Haben die Jungpflanzen erst einmal eine gewisse Größe erreicht, wachsen sie so schnell, dass ihnen die hungrigen Schädlinge nichts mehr anhaben können.

Säen Sie die Samen 2 bis 3 cm tief in Anzuchterde aus. Nehmen Sie dazu Kulturtöpfe mit 10 bis 12 cm Durchmesser. Beginnen Sie nicht zu früh vor dem geplanten Pflanztermin mit der Aussaat. Werden die Pflanzen im Topf zu groß, besteht die Gefahr, dass die Wurzeln beim Umpflanzen beschädigt werden. Dann wachsen die Kürbisse im Beet schlecht an. Ideal ist es, wenn sie zu dem Zeitpunkt außer den Keimblättern 3 bis 4 Laubblätter haben. Das ist etwa 14 Tage nach der Keimung der Fall.

Achten Sie beim Auspflanzen im Beet auf einen ausreichend großen Pflanzabstand. Eine Fläche von etwa 2,5 Quadratmetern sollten Sie für jede einzelne Pflanze zur Verfügung haben. Ausnahmen sind Zucchini, Rondini, Patissons und spezielle Sorten von Hokkaidos, die buschig wachsen. Sie brauchen nur etwa einen Quadratmeter im Beet und können auch in großen Kübeln (z. B. Maurerbottichen) oder in Hochbeeten angebaut werden.

Schützen sie die Jungpflanzen im Freien in den ersten Tagen unbedingt vor der Sonne. Kürbisse bekommen wie Gurken schnell einen Sonnenbrand. Dann werden die Blätter weiß und sterben ab. Die Kürbisse brauchen im Freiland etwa zwei Wochen, um sich zu akklimatisieren.

Ein warmer, sonniger Standort auf durchlässigem, nährstoffreichem Boden fördert die Fruchtentwicklung und sorgt für einen guten Ertrag. Das Mulchen mit Stroh oder das Auslegen einer Mulchfolie unterdrückt Unkräuter, hält die Feuchtigkeit im Wurzelraum und trägt zur schnellen Erwärmung des Bodens bei. Außerdem sind die Früchte gut vor Nässe und Fäulnis geschützt, wenn sie nicht direkt auf der Erde liegen.

Kürbisse brauchen reichlich Nährstoffe, sollten aber nicht zu stark mit Stickstoff gedüngt werden, weil das ihren Geschmack und ihre Haltbarkeit negativ beeinflusst. Achten Sie darauf, dass ihr Dünger genug Kalium enthält. Dieser Nährstoff ist wichtig für das Ausreifen der Kürbisse.

Kürbisse ernten und lagern

Längliche Zucchini werden meistens geerntet, wenn sie 12 bis 20 cm lang sind. Runde Sorten sollten etwa 10 bis 12 cm im Durchmesser haben. Welches die ideale Größe bei Patissons, Rondinis und Mikrowellenkürbissen ist, steht bei den Sorten auf den Portionspackungen. Die Früchte müssen nach der Ernte entweder sofort verbraucht oder konserviert werden.

Einen reifen Winterkürbis erkennen Sie daran, dass der Stiel verholzt ist und eintrocknet. Wenn sie auf die Frucht Klopfen, klingt das Geräusch hohl. Die Früchte werden mit dem Stiel abgeschnitten. Zum Nachreifen können Winterkürbisse 3 bis 4 Wochen bei etwa 20 °C gelagert werden. Dabei verlieren sie noch etwas Wasser und ihre Schale härtet aus. Danach sind die meisten Kürbissorten an einem trocknen Platz 3 bis 12 Monate haltbar.

Bevor Sie einen Kürbis verarbeiten, sollten Sie ein rohes Stück davon probieren. Schmeckt der Kürbis gallig, scharf oder bitter, enthält er giftiges Cucurbitacin und darf nicht gegessen werden.

Sommerkürbisse und Winterkürbisse?

Abhängig von ihrem Erntezeitpunkt werden die Sorten in Sommerkürbisse und Winterkürbisse eingeteilt.

Sommerkürbisse

Sommerkürbisse werden geerntet, bevor sie voll ausgewachsen sind. Ihre Kerne sind dann noch nicht entwickelt und die Schale ist dünn und zart. Typische Sommerkürbisse sind Zucchini, Rondini und Patisson. Sie verlieren ihren Geschmack und werden holzig, wenn sie zu spät geerntet werden. Darum ist es wichtig, dass Sie diese Früchte verwerten, wenn sie die für die Sorten empfohlenen, idealen Erntegrößen erreicht haben. Sommerkürbisse sind nach der Ernte nur etwa eine Woche lang lagerbar.

Winterkürbisse

Bei Winterkürbissen ist das Fruchtfleisch beim Erreichen der Vollreife besonders schmackhaft und aromatisch. Sie werden im September oder Oktober geerntet, wenn ihre Fruchtstiele beginnen einzutrocknen. Halloween-Kürbisse, Hokkaidos und Butternuts sind typische Winterkürbisse. Sie sind in einem kühlen Lager bei etwa 7 bis 13 °C bis zu einem Jahr oder länger haltbar, wenn ihre Schale nicht beschädigt ist.

Die Sortenvielfalt

Gartenkürbis (Cucurbita pepo)

Die Sorten vom Gartenkürbis sind leicht daran zu erkennen, dass sie einen kantigen, holzigen Fruchtstiel mit glatter Oberfläche habe. Es gibt in dieser Verwandtschaftsgruppe sowohl Sommerkürbisse als auch Winterkürbisse. Die typischen, orangefarbenen Halloweenkürbisse gehören zu dieser Kürbisart, ebenso Zucchini, Patissons, Ölkürbis und Spagehetti-Kürbis.

Zucchini wachsen buschig und werden als Sommerkürbisse geerntet. Sie enthalten im jungen Zustand noch keine Kerne. Die Schale ist weich und kann mitgegessen werden. Patissons sind ebenfalls buschig wachsende Sommerkürbisse. Ihre Früchte sind scheibenförmig und haben am Rand einen wulstigen Saum. Sie werden geerntet, wenn sie handtellergroß sind und sich ihre Schale mit dem Fingernagel noch leicht einritzen lässt. Die Früchte von Rondini sehen runden Zucchini ähnlich, aber die Pflanzen bilden Ranken. Sie gehören auch zu den Sommerkürbissen. Der Spaghetti-Kürbis ist eine spezielle Zuchtform des Gartenkürbis, bei dem das Fruchtfleisch nach dem Kochen in spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt. Er bildet Ranken und gehört zu den Winterkürbissen, die erst voll ausgereift im Herbst geerntet werden. Der Ölkürbis wird ausschließlich wegen deiner grünen, schalenlosen Kerne angebaut. Aus ihnen wird Kürbiskern-Öl gewonnen.

Zu den Gartenkürbissen gehören auch die kleinen, harten ungenießbaren Zierkürbisse. Sie wurden auf Farbe und Form selektiert und enthalten oft viel von dem giftigen Bitterstoff Cucurbitacin. Er wirkt abführend und verursacht Magenkrämpfe. Speisekürbisse müssen immer getrennt von solchen Ziersorten angebaut werden, weil durch Kreuzbestäubung die Fähigkeit zur Bildung von Bitterstoffen auf die Speisesorten übertragen werden kann.

Riesenkürbis (Cucurbita maxima)

Typisch für Maxima-Kürbisse ist ein weicher, faseriger, stark gefurchter Stiel. Einige Sorten können riesige Früchte mit mehr als 100 kg Gewicht hervorbringen. Die bekannteste Sorte ist „Atlantic Giant“, die bei spezieller Kultur Rekord-Riesenkürbisse hervorbringen kann. Der größte Kürbis der Welt war aus einem Samen dieser Sorte gezogen worden und hatte im Oktober 2010 ein Gewicht von 821,24 kg bei einem Umfang von 4,7 m.

Der altbekannte „Gelbe Zentner“ und andere große Sorten mit einem Fruchtgewicht von 20 bis 80 kg haben ein grobfaseriges Fruchtfleisch. Sie eignen sich zum süß-sauer-Einlegen und zum Schnitzen von Kürbislaternen. Kleinere Sorten haben mehr Aroma und feineres Fleisch. Sie lassen sich zu Suppen, Gemüsebeilagen, Aufläufe, Gebäck und Süßspeisen verarbeiten. Werden die jungen Früchte im Sommer geerntet, können sie auch als Grillgemüse verwendet werden.

Eine sehr bekannte und beliebte Sortengruppe sind die japanischen Hokkaidos. Ihre zwiebelförmigen, spindelförmigen oder flachrunden Früchte werden 0,8 bis 2,5 kg schwer. Einige neue Sorten bilden kompakte Büsche ohne Ranken und eignen sich darum auch für die Kultur in kleinen Gärten, Hochbeeten und Kübeln.

Turban-Kürbisse oder Bischofsmützen sind wegen ihrer mehrfarbigen Schale und der ungewöhnlichen Form mit dem dicken wulstigen Rand sehr dekorativ. Sie werden darum oft nur als Zierkürbisse verwendet. Sie haben aber ein sehr aromatisches, festes und feines Fruchtfleisch.

Es gibt weitere Riesenkürbis-Typen, die in Europa weniger bekannt sind. Die Früchte von Buttercups sind 1 bis 3 kg schwer und schmecken ähnlich wie Süßkartoffeln und geröstete Kastanien. Die größeren Hubbards fallen durch ihre spindelförmigen Früchte mit einer dicken, gerippten oder warzigen Schale auf. Sie wiegen bis zu 8 kg und haben dunkelgelbes bis orangenes, festes, feines, süßes Fruchtfleisch. In Australien und Neuseeland sind Crowns sehr beliebt. Sie haben einen kleinen, glatten Spiegel um den Blütenansatz. Ihre Früchte werden zwischen 1 und 12 kg schwer.

Moschuskürbis (Cucurbita moschata)

Für Moschuskürbisse ist ein harter Stiel typisch, der wenig gerippt ist und sich zur Frucht hin deutlich verbreitert. Die Früchte sind flaschenförmig, kugelig oder rund abgeflacht. Sie können gerippt sein mit glatter oder rauer Oberfläche. Die flaschenförmigen und meist beigen bis terrakottafarbenen Sorten sind zur Gruppe der Butternuts zusammengefasst. Die übrigen sind sehr vielgestaltig und können sehr groß und sehr schwer werden.

Nicht alle Moschuskürbisse eignen sich für die Kultur in unserem Klima, da die Sorten oft sehr wärmebedürftig sind. Die Reifezeit kann bis zu 150 Tage betragen. „Muscade de Provence“ ist so eine flachrunde, gerippte, bis 20 kg schwere Sorte aus Frankreich. Die Früchte bleiben bis zum Herbst im Beet dunkelgrün und erreichen ihre sortentypische hellbeige Farbe erst beim Nachreifen im Lager.

Die Butternuts oder Butternüsse haben ein gelbes bis tieforanges, sehr feines, aromatisches Fruchtfleisch. Ihre Schale ist dünn, aber sehr zäh. Die Samenhöhle ist sehr klein und es entsteht nur wenig Putzabfall.

Moschuskürbisse stehen nicht in der Artenliste des Saatgutverkehrsgesetz. Die Samen werden darum häufig als Zierkürbisse angeboten und nicht als Gemüse, obwohl sie essbar und sehr lecker sind.

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