Porree – Aussaat, Pflanzung und Sortenwahl

Der Porree oder Lauch ist eine spezielle Kulturform des Ackerlauchs, die erst seit Ende des 16. Jahrhunderts bekannt ist. Er gehört zur Familie der Zwiebelgewächse, bildet aber keine Zwiebel als Speicherorgan aus. Stattdessen wachsen 60 bis 80 cm lange, fleischige Blattschäfte heran, die im unteren Bereich weiß und zart sind. Bei alten Sorten gibt es zum Teil eine verdickte, zwiebelähnliche Basis.

Sortenwahl bei Porree

Lauch-Sorten unterscheiden sich in der Länge und dicke ihrer Schäfte und in ihrer Frosthärte. Sie werden in Sommerporree, Herbstporree und Winterporree unterteilt und haben verschiedene Aussaat- und Erntezeiten. Es gibt verschiedene Porree-Typen, die nach alten Sorten benannt sind. Dem eigentlichen Sortennamen ist oft die Bezeichnung für den betreffenden Sortentyp vorangestellt.

Die „Schweizer Riesen“ sind Sommerporree-Sorten und werden im Juli und August erntereif. Sie haben einen mittellangen Schaft von 22 bis 26 cm Länge. Ihr Laub ist mittel- bis dunkelgrün. Charakteristisch für Porree-Sorten vom Typ „Bulgarische Riesen“ sind bis zu 33 cm lange, weiße, schmale Schäfte und helles Laub. Sie gehören zu den Herbstsorten und werden bis Ende Oktober geerntet. Die Porree-Sorten vom Typ „Herbstriesen“ haben ebenfalls einen mittelangen Schaft (22 bis 26 cm) und mittelgrünes Laub. Sie können von Ende Juli bis Ende Oktober geerntet werden. „Blaugrüner Herbst“ ist ein frostharter Sortentyp mit mittellangen bis langen Schäften (26 bis 29 cm) und blaugrünem Laub. Diese Porree-Sorten reifen langsamer und sind erst ab September erntereif. Wegen ihrer guten Winterhärte können sie dafür aber bis in den Januar hinein geerntet werden. Der Typ „Blaugrüner Winter“ hat etwa 15 cm lange Schäfte und derbes, blaugrünes bis dunkelblaugrünes Laub. Diese Sorten sind sehr frosthart. Erntezeit ist von November bis Anfang Mai. Ein anderer Typ von Winterporree sind die „Winterriesen“. Er bildet blaugrünes Laub und lange, feste Schäfte.

Jungpflanzenanzucht oder Direktsaat?

Porree-Samen werden in der Vorkultur etwa 1 cm tief und bei der Direktsaat 2 bis 3 cm tief ausgesät. Sie keimen bei 16 bis 20 °C innerhalb von 2 bis 3 Wochen.

F1-Hybriden sind in der Vorkultur nach 12 bis 14 Wochen 7 mm dick und bereit zum Pflanzen. Samenfeste Sorten brauchen ca. 2 Wochen länger, um die entsprechende Größe zu erreichen. Die Jungpflanzen werden 15 cm tief in den Boden gesetzt, damit möglichst viel vom Schaft zart und weiß wird. Dazu können Sie entweder eine entsprechend tiefe Furche ins Beet ziehen oder für jede Pflanze ein einzelnes Loch stechen. Setzen Sie die Porree-Jungpflanzen mit einem Abstand von 10 bis 15 cm ein. Durch das Einschlämmen mit viel Wasser erreichen Sie einen guten Bodenschluss.
Bei der Direktsaat streuen Sie das Saatgut dünn in 2 bis 3 cm tiefe Rillen aus und decken die Saat mit Erde ab. Halten Sie das Beet immer gut feucht. Die Keimung dauert im Frühjahr bei der Direktsaat etwas länger, weil der Boden kälter ist. Sommerporree wird außerdem wegen des späteren Aussaattermins bei der Direktsaat etwa vier Wochen später erntereif als mit Vorkultur. Bei Herbst und Wintersorten gibt es keinen nennenswerten Unterschied in der Kulturdauer. Im Vergleich zu vorgezogenen Pflanzen soll direkt gesäter Porree robuster gegenüber Witterungsbedingungen und Krankheitserreger sein. Die Vorkultur ermöglicht es dafür, das Beet 12 bis 14 Wochen länger für Vorkulturen zu nutzen. Der Ertrag ist bei gepflanzten und gesäten Pflanzen gleich. Je nach Sorte können pro Quadratmeter 4,5 bis 6,5 kg geerntet werden.

Porree-Anbau im Garten

Porree gedeiht an sonniger oder halbschattiger Stelle auf jedem nährstoffreichen, feuchten Boden.
Beim Porree-Anbau sind besonders lange, zarte, weiße Schäfte das Ziel. Um das zu erreichen, werden die Pflanzen mit Erde angehäufelt. Der untere Teil des Schafts, der im Boden ist, bleibt dann weiß. Damit das gut funktioniert, muss der Abstand zwischen den Pflanzreihen groß genug sein. Je länger die Schäfte sind, desto weiter sollte der Reihenabstand sein, damit ausreichend Oberboden um die Pflanzen zusammengeschoben werden kann. Bei kurzen Sorten reichen 35 cm, bei Sorten mit langen Schäften sind 50 cm günstiger.

Mit Gemüseschutznetzen können Sie Schädlinge wie Lauchmotte, Zwiebeltrips und Porree-Minierfliege fernhalten. Winterporree sollten Sie im Herbst mit Vliesen schützen. Das erleichtert die Ernte bei Schnee, verhindert Schäden durch Kahlfröste, und dass die Pflanzen an sonnigen Tagen mit Bodenfrost zu viel Wasser verlieren. Düngen Sie Winterporree zum letzten Mal im August. Unter einer späteren Düngung leidet die Winterhärte.

Verschiedene Aussaatzeiten bei Porree

Der Aussaatzeitpunkt hängt bei Porree davon ab, um welchen Sortentyp es sich handelt.

Sommerporree wird ab Januar im Haus vorgezogen. Bei einer Pflanzung Ende März bis Ende April kann der Lauch dann bereits im Juni/Juli geerntet werden. Im April und Mai kann Sommerporree direkt ins Beet gesät werden. Dann sind die Stangen von Juli bis September erntereif. Herbstporree wird von Februar bis April vorgezogen und dann zwischen Mitte April und Mitte Juli gepflanzt oder im April/Mai direkt gesät. Erntezeit ist dann von September bis Dezember. Winterporree wird erst von Mai bis Anfang Juni ausgesät. Achten Sie bei der Sortenwahl darauf, um welchen Porree-Typ es sich handelt und wann gesät und gepflanzt werden muss.

Ernte und Lagerung von Porree

Weil die Stangen tief in der Erde stecken, muss der Boden um den Porree herum aufgelockert werden, bevor die Stangen herausgezogen werden können. Stechen Sie dazu mit einer Grabegabel oder einem Spaten möglichst tief neben den Pflanzen in den Boden und hebeln Sie sie nach oben. Für die Lagerung werden die Wurzeln auf eine Länge von 1 bis 2 cm eingekürzt. Vom derben Laub können Sie zwei Drittel abschneiden.
Die grob geputzten Lauchstangen können Sie bei 2 bis 5 °C im Gemüsefach des Kühlschranks 2 Wochen lagern. Den weißen Schaft können Sie auch in Ringe schneiden, kurz blanchieren und eingefrieren. Tiefgekühlt hält sich Porree bis zu 12 Monate.

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Porree – Aussaat, Pflanzung und Sortenwahl

Der Porree oder Lauch ist eine spezielle Kulturform des Ackerlauchs, die erst seit Ende des 16. Jahrhunderts bekannt ist. Er gehört zur Familie der Zwiebelgewächse, bildet aber keine Zwiebel als Speicherorgan aus. Stattdessen wachsen 60 bis 80 cm lange, fleischige Blattschäfte heran, die im unteren Bereich weiß und zart sind. Bei alten Sorten gibt es zum Teil eine verdickte, zwiebelähnliche Basis.

Sortenwahl bei Porree

Lauch-Sorten unterscheiden sich in der Länge und dicke ihrer Schäfte und in ihrer Frosthärte. Sie werden in Sommerporree, Herbstporree und Winterporree unterteilt und haben verschiedene Aussaat- und Erntezeiten. Es gibt verschiedene Porree-Typen, die nach alten Sorten benannt sind. Dem eigentlichen Sortennamen ist oft die Bezeichnung für den betreffenden Sortentyp vorangestellt.

Die „Schweizer Riesen“ sind Sommerporree-Sorten und werden im Juli und August erntereif. Sie haben einen mittellangen Schaft von 22 bis 26 cm Länge. Ihr Laub ist mittel- bis dunkelgrün. Charakteristisch für Porree-Sorten vom Typ „Bulgarische Riesen“ sind bis zu 33 cm lange, weiße, schmale Schäfte und helles Laub. Sie gehören zu den Herbstsorten und werden bis Ende Oktober geerntet. Die Porree-Sorten vom Typ „Herbstriesen“ haben ebenfalls einen mittelangen Schaft (22 bis 26 cm) und mittelgrünes Laub. Sie können von Ende Juli bis Ende Oktober geerntet werden. „Blaugrüner Herbst“ ist ein frostharter Sortentyp mit mittellangen bis langen Schäften (26 bis 29 cm) und blaugrünem Laub. Diese Porree-Sorten reifen langsamer und sind erst ab September erntereif. Wegen ihrer guten Winterhärte können sie dafür aber bis in den Januar hinein geerntet werden. Der Typ „Blaugrüner Winter“ hat etwa 15 cm lange Schäfte und derbes, blaugrünes bis dunkelblaugrünes Laub. Diese Sorten sind sehr frosthart. Erntezeit ist von November bis Anfang Mai. Ein anderer Typ von Winterporree sind die „Winterriesen“. Er bildet blaugrünes Laub und lange, feste Schäfte.

Jungpflanzenanzucht oder Direktsaat?

Porree-Samen werden in der Vorkultur etwa 1 cm tief und bei der Direktsaat 2 bis 3 cm tief ausgesät. Sie keimen bei 16 bis 20 °C innerhalb von 2 bis 3 Wochen.

F1-Hybriden sind in der Vorkultur nach 12 bis 14 Wochen 7 mm dick und bereit zum Pflanzen. Samenfeste Sorten brauchen ca. 2 Wochen länger, um die entsprechende Größe zu erreichen. Die Jungpflanzen werden 15 cm tief in den Boden gesetzt, damit möglichst viel vom Schaft zart und weiß wird. Dazu können Sie entweder eine entsprechend tiefe Furche ins Beet ziehen oder für jede Pflanze ein einzelnes Loch stechen. Setzen Sie die Porree-Jungpflanzen mit einem Abstand von 10 bis 15 cm ein. Durch das Einschlämmen mit viel Wasser erreichen Sie einen guten Bodenschluss.
Bei der Direktsaat streuen Sie das Saatgut dünn in 2 bis 3 cm tiefe Rillen aus und decken die Saat mit Erde ab. Halten Sie das Beet immer gut feucht. Die Keimung dauert im Frühjahr bei der Direktsaat etwas länger, weil der Boden kälter ist. Sommerporree wird außerdem wegen des späteren Aussaattermins bei der Direktsaat etwa vier Wochen später erntereif als mit Vorkultur. Bei Herbst und Wintersorten gibt es keinen nennenswerten Unterschied in der Kulturdauer. Im Vergleich zu vorgezogenen Pflanzen soll direkt gesäter Porree robuster gegenüber Witterungsbedingungen und Krankheitserreger sein. Die Vorkultur ermöglicht es dafür, das Beet 12 bis 14 Wochen länger für Vorkulturen zu nutzen. Der Ertrag ist bei gepflanzten und gesäten Pflanzen gleich. Je nach Sorte können pro Quadratmeter 4,5 bis 6,5 kg geerntet werden.

Porree-Anbau im Garten

Porree gedeiht an sonniger oder halbschattiger Stelle auf jedem nährstoffreichen, feuchten Boden.
Beim Porree-Anbau sind besonders lange, zarte, weiße Schäfte das Ziel. Um das zu erreichen, werden die Pflanzen mit Erde angehäufelt. Der untere Teil des Schafts, der im Boden ist, bleibt dann weiß. Damit das gut funktioniert, muss der Abstand zwischen den Pflanzreihen groß genug sein. Je länger die Schäfte sind, desto weiter sollte der Reihenabstand sein, damit ausreichend Oberboden um die Pflanzen zusammengeschoben werden kann. Bei kurzen Sorten reichen 35 cm, bei Sorten mit langen Schäften sind 50 cm günstiger.

Mit Gemüseschutznetzen können Sie Schädlinge wie Lauchmotte, Zwiebeltrips und Porree-Minierfliege fernhalten. Winterporree sollten Sie im Herbst mit Vliesen schützen. Das erleichtert die Ernte bei Schnee, verhindert Schäden durch Kahlfröste, und dass die Pflanzen an sonnigen Tagen mit Bodenfrost zu viel Wasser verlieren. Düngen Sie Winterporree zum letzten Mal im August. Unter einer späteren Düngung leidet die Winterhärte.

Verschiedene Aussaatzeiten bei Porree

Der Aussaatzeitpunkt hängt bei Porree davon ab, um welchen Sortentyp es sich handelt.

Sommerporree wird ab Januar im Haus vorgezogen. Bei einer Pflanzung Ende März bis Ende April kann der Lauch dann bereits im Juni/Juli geerntet werden. Im April und Mai kann Sommerporree direkt ins Beet gesät werden. Dann sind die Stangen von Juli bis September erntereif. Herbstporree wird von Februar bis April vorgezogen und dann zwischen Mitte April und Mitte Juli gepflanzt oder im April/Mai direkt gesät. Erntezeit ist dann von September bis Dezember. Winterporree wird erst von Mai bis Anfang Juni ausgesät. Achten Sie bei der Sortenwahl darauf, um welchen Porree-Typ es sich handelt und wann gesät und gepflanzt werden muss.

Ernte und Lagerung von Porree

Weil die Stangen tief in der Erde stecken, muss der Boden um den Porree herum aufgelockert werden, bevor die Stangen herausgezogen werden können. Stechen Sie dazu mit einer Grabegabel oder einem Spaten möglichst tief neben den Pflanzen in den Boden und hebeln Sie sie nach oben. Für die Lagerung werden die Wurzeln auf eine Länge von 1 bis 2 cm eingekürzt. Vom derben Laub können Sie zwei Drittel abschneiden.
Die grob geputzten Lauchstangen können Sie bei 2 bis 5 °C im Gemüsefach des Kühlschranks 2 Wochen lagern. Den weißen Schaft können Sie auch in Ringe schneiden, kurz blanchieren und eingefrieren. Tiefgekühlt hält sich Porree bis zu 12 Monate.

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