Der Nährstoffbedarf von Porree: Richtig düngen für eine reiche Ernte

Porree: Der anspruchsvolle Starkzehrer im Gemüsebeet

Porree, auch als Lauch bekannt, ist ein vielseitiges Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf. Seine optimale Versorgung ist entscheidend für üppiges Wachstum und reiche Ernte.

Porree-Anbau: Wichtige Punkte auf einen Blick

  • Porree ist ein Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe
  • Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium
  • Bodenanalyse vor der Düngung empfohlen
  • Grunddüngung vor der Pflanzung, Kopfdüngung während des Wachstums
  • Überdüngung vermeiden, um Qualitätsverlust vorzubeugen

Die Bedeutung von Porree in Küche und Garten

Porree hat sich einen festen Platz in der deutschen Küche erobert. Sein mild-würziger Geschmack bereichert Suppen, Eintöpfe und Aufläufe. Im Garten besticht er durch seine aufrechte Wuchsform und lange Kulturzeit. Viele Hobbygärtner schätzen ihn als winterhartes Gemüse, das frische Ernte auch in der kalten Jahreszeit ermöglicht.

Doch Porree ist nicht nur kulinarisch wertvoll. Er enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die unserer Gesundheit zugutekommen. Um diese Nährstoffe bilden zu können, braucht die Pflanze selbst eine ausgewogene Versorgung.

Der Nährstoffbedarf von Porree im Überblick

Porree gehört zu den Starkzehrern unter den Gemüsepflanzen. Das bedeutet, er entzieht dem Boden viele Nährstoffe und benötigt eine gute Versorgung, um optimal zu wachsen. Besonders wichtig sind die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Aber auch Magnesium und Schwefel spielen eine wichtige Rolle.

Porree als Starkzehrer

Als Starkzehrer braucht Porree eine nährstoffreiche Umgebung. Er wächst am besten auf gut gedüngten Böden oder nach Vorkulturen, die den Boden mit Nährstoffen angereichert haben. Im Fruchtwechsel sollte man Porree daher nach Gründüngung oder Kompostgaben anbauen.

Die hohen Nährstoffansprüche erklären sich durch das schnelle Wachstum und die Bildung der langen, fleischigen Schäfte. Um diese zu entwickeln, benötigt die Pflanze viel 'Baumaterial' in Form von Nährstoffen.

Hauptnährstoffe für Porree

Stickstoff

Stickstoff ist der Motor des Wachstums. Er fördert die Bildung von Blattmasse und sorgt für ein sattes Grün. Porree benötigt viel Stickstoff, um seine langen Schäfte zu bilden. Ein Mangel zeigt sich durch gelbliche Verfärbungen der älteren Blätter und allgemein schwaches Wachstum.

Phosphor

Phosphor ist wichtig für die Wurzelbildung und den Energiestoffwechsel der Pflanze. Er unterstützt die Bildung von Blüten und Samen, was bei Porree zwar weniger relevant ist, aber für ein gesundes Gesamtwachstum sorgt. Phosphormangel führt zu dunkelgrünen bis violetten Verfärbungen der Blätter und schwachem Wuchs.

Kalium

Kalium stärkt die Widerstandskraft der Pflanze gegen Krankheiten und Schädlinge. Es verbessert auch die Wasseraufnahme und -speicherung in den Zellen, was Porree besonders in trockenen Perioden hilft. Bei Kaliummangel werden die Blattränder braun und die Pflanze wird anfälliger für Stress.

Sekundäre Nährstoffe

Magnesium

Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil des Chlorophylls und damit unerlässlich für die Photosynthese. Es fördert auch die Aufnahme anderer Nährstoffe. Magnesiummangel zeigt sich durch Aufhellungen zwischen den Blattadern, beginnend bei den älteren Blättern.

Schwefel

Schwefel ist wichtig für die Bildung von Proteinen und Enzymen. Er verleiht Porree seinen charakteristischen Geschmack und Geruch. Schwefelmangel äußert sich ähnlich wie Stickstoffmangel durch Vergilbungen, beginnt aber bei den jüngeren Blättern.

Spurenelemente

Neben den Haupt- und Nebennährstoffen benötigt Porree auch verschiedene Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Bor und Zink. Diese werden zwar nur in kleinen Mengen benötigt, sind aber für viele Stoffwechselprozesse unerlässlich. In den meisten Böden sind sie ausreichend vorhanden, können aber durch eine Bodenanalyse überprüft werden.

Bodenanalyse und Vorbereitung

Bedeutung der Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse ist der Schlüssel zu einer bedarfsgerechten Düngung. Sie gibt Aufschluss über den aktuellen Nährstoffgehalt des Bodens und den pH-Wert. Mit diesen Informationen kann man die Düngung genau auf die Bedürfnisse des Porrees abstimmen und Über- oder Unterversorgung vermeiden.

Durchführung einer Bodenanalyse

Für eine aussagekräftige Bodenanalyse nimmt man mehrere Proben aus verschiedenen Stellen des Beetes. Diese werden gemischt und etwa 500 Gramm davon an ein Bodenlabor geschickt. Viele Gartenbauvereine und Landwirtschaftskammern bieten diesen Service an.

Interpretation der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Bodenanalyse zeigen, welche Nährstoffe in welchen Mengen vorhanden sind. Für Porree ist ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 optimal. Liegt er darunter, kann eine Kalkung sinnvoll sein. Die Nährstoffwerte werden mit den Sollwerten für Porree verglichen, um den Düngebedarf zu ermitteln.

Bodenverbesserung vor der Düngung

Basierend auf den Analyseergebnissen kann man den Boden gezielt verbessern. Oft reicht schon das Einarbeiten von gut verrottetem Kompost, um die Bodenstruktur und den Nährstoffgehalt zu optimieren. Bei sandigen Böden hilft Lehm oder Ton, das Wasserhaltevermögen zu verbessern. Schwere Böden können durch Sand oder Grobkompost aufgelockert werden.

Eine gute Vorbereitung des Bodens ist die halbe Miete für einen erfolgreichen Porree-Anbau. Mit dem richtigen Nährstoffmanagement legen Sie den Grundstein für kräftige Pflanzen und eine reiche Ernte. Denken Sie daran: Ein gesunder Boden ist die beste Voraussetzung für gesundes Gemüse!

Produktbild von Sperli Porree D Elbeuf mit der Darstellung von Porreestangen auf Holzhintergrund und Hinweisen zu Aussaatzeit und Eigenschaften.
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Düngungsmethoden für Porree: Organisch oder mineralisch?

Beim Anbau von Porree stehen Gärtner vor der Wahl zwischen organischen und mineralischen Düngemethoden. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, die wir nun genauer betrachten.

Organische Düngung: Natürlich und nachhaltig

Organische Dünger sind bei vielen Hobbygärtnern beliebt, da sie natürlich und umweltfreundlich sind. Sie verbessern nicht nur die Nährstoffversorgung, sondern auch die Bodenstruktur.

Kompost: Das schwarze Gold des Gartens

Kompost ist ein Allrounder unter den organischen Düngern. Er enthält eine ausgewogene Mischung von Nährstoffen und fördert das Bodenleben. Für Porree empfiehlt sich eine Gabe von 3-4 Litern pro Quadratmeter, die vor der Pflanzung in den Boden eingearbeitet wird.

Stallmist: Kraftpaket mit Langzeitwirkung

Gut verrotteter Stallmist ist ein hervorragender Dünger für Porree. Er liefert nicht nur Nährstoffe, sondern verbessert auch die Bodenstruktur. Eine Gabe von 2-3 kg pro Quadratmeter im Herbst vor der Frühjahrspflanzung ist ideal.

Gründüngung: Natürlicher Bodenschutz und Nährstofflieferant

Gründüngung ist eine clevere Methode, um den Boden zwischen zwei Kulturen zu verbessern. Pflanzen wie Phacelia oder Senf werden angebaut und vor der Blüte in den Boden eingearbeitet. Dies fördert die Bodenstruktur und liefert Nährstoffe für den nachfolgenden Porree.

Mineralische Düngung: Schnell und gezielt

Mineralische Dünger haben den Vorteil, dass sie schnell wirken und präzise dosiert werden können. Sie sind besonders nützlich, wenn akute Nährstoffmängel auftreten.

Volldünger: Die Alleskönner

Volldünger enthalten alle wichtigen Hauptnährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis. Für Porree eignen sich Produkte mit einem NPK-Verhältnis von etwa 12-8-16. Die Anwendung erfolgt in zwei bis drei Gaben während der Wachstumsperiode.

Einzelnährstoffdünger: Gezielte Versorgung

Mit Einzelnährstoffdüngern können Sie gezielt auf spezifische Mängel reagieren. Stickstoffdünger wie Kalkammonsalpeter fördern das Blattwachstum, während Kaliumsulfat die Standfestigkeit und Frostresistenz verbessert.

Kombinierte Düngungsstrategien: Das Beste aus beiden Welten

Viele erfahrene Gärtner setzen auf eine Kombination aus organischen und mineralischen Düngern. Sie nutzen die langfristigen Vorteile der organischen Düngung für die Bodengesundheit und ergänzen bei Bedarf mit mineralischen Düngern für eine schnelle Nährstoffversorgung.

Eine bewährte Strategie ist es, im Herbst oder Frühjahr vor der Pflanzung Kompost oder gut verrotteten Stallmist in den Boden einzuarbeiten. Während der Wachstumsphase kann dann bei Bedarf mit mineralischen Düngern nachgedüngt werden.

Zeitpunkt und Menge der Düngung: Der Schlüssel zum Erfolg

Der richtige Zeitpunkt und die korrekte Menge der Düngung sind entscheidend für einen gesunden und ertragreichen Porree-Anbau. Hier ein detaillierter Blick auf die verschiedenen Phasen:

Grunddüngung vor der Pflanzung: Das Fundament legen

Die Grunddüngung ist der erste Schritt zu einem erfolgreichen Porree-Anbau. Sie sollte etwa zwei Wochen vor der Pflanzung oder Aussaat erfolgen. Arbeiten Sie pro Quadratmeter etwa 3-4 Liter reifen Kompost oder 2-3 kg gut verrotteten Stallmist in den Boden ein. Bei mineralischer Düngung empfiehlt sich eine Gabe von 50-60 g Volldünger pro Quadratmeter.

Kopfdüngung während des Wachstums: Nachschub für Nährstoffe

Porree hat einen hohen Nährstoffbedarf, besonders während der Hauptwachstumsphase. Eine Kopfdüngung ist etwa 6-8 Wochen nach der Pflanzung sinnvoll. Verwenden Sie 30-40 g Volldünger pro Quadratmeter oder eine entsprechende Menge organischen Dünger. Bei längeren Kulturzeiten kann eine zweite Kopfdüngung nach weiteren 4-6 Wochen nötig sein.

Anpassung der Düngermenge an Bodenbeschaffenheit und Witterung

Die optimale Düngermenge hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auf schweren, lehmigen Böden ist oft weniger Dünger nötig als auf sandigen Böden, da Lehm Nährstoffe besser speichert. Bei starken Regenfällen kann eine zusätzliche leichte Düngung sinnvoll sein, da Nährstoffe ausgewaschen werden können.

Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau. Gelbliche Blätter können auf Stickstoffmangel hindeuten, während dunkelgrüne, fast bläuliche Blätter ein Zeichen für Phosphormangel sein können. Passen Sie die Düngung entsprechend an.

Düngung bei verschiedenen Anbaumethoden

Direktsaat

Bei der Direktsaat ist eine gute Vorbereitung des Bodens besonders wichtig. Arbeiten Sie etwa 4-5 Liter Kompost pro Quadratmeter in den Boden ein. Nach dem Auflaufen der Sämlinge können Sie mit einer verdünnten organischen Flüssigdüngung (z.B. Brennnesseljauche) nachdüngen.

Jungpflanzen

Beim Auspflanzen von Jungpflanzen empfiehlt sich eine Startdüngung. Geben Sie etwa 30 g Volldünger pro Quadratmeter in die Pflanzreihen. Achten Sie darauf, dass der Dünger nicht direkt mit den Wurzeln in Kontakt kommt, um Verbrennungen zu vermeiden.

Unabhängig von der Anbaumethode gilt: Weniger ist oft mehr. Überdüngung kann zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Schaftbildung führen. Zudem werden überdüngte Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Mit der richtigen Düngungsstrategie und einem guten Gespür für die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen steht einer reichen Porree-Ernte nichts im Wege. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen und finden Sie heraus, welche Methode in Ihrem Garten am besten funktioniert.

Spezielle Düngungsanforderungen für Porree

Düngung von Sommer- und Winterporree

Beim Anbau von Porree unterscheiden wir zwischen Sommer- und Winterporree, die jeweils eigene Düngungsstrategien erfordern. Sommerporree benötigt eine ausgewogene Nährstoffversorgung von Beginn an, da er eine kürzere Wachstumsphase hat. Eine Grunddüngung vor der Pflanzung mit einem organischen Volldünger ist ratsam. Winterporree hingegen hat einen längeren Wachstumszyklus und benötigt eine gestaffelte Düngung. Hier empfiehlt sich eine moderate Grunddüngung und eine spätere Kopfdüngung im Herbst, um die Pflanze für den Winter zu stärken.

Nährstoffbedarf in verschiedenen Wachstumsphasen

Der Nährstoffbedarf von Porree variiert je nach Wachstumsphase. In der Anwachsphase ist besonders Phosphor wichtig für die Wurzelbildung. Während des Hauptwachstums benötigt Porree vor allem Stickstoff für die Blattbildung. In der Verdickungsphase des Schaftes ist eine ausgewogene Versorgung mit Kalium und Stickstoff entscheidend. Gegen Ende der Wachstumsperiode sollte die Stickstoffgabe reduziert werden, um die Frostresistenz zu erhöhen.

Anpassung der Düngung an verschiedene Porreesorten

Nicht alle Porreesorten haben die gleichen Nährstoffansprüche. Robuste, traditionelle Sorten kommen oft mit weniger Dünger aus als moderne Hochleistungssorten. Bei der Düngung sollte man die spezifischen Sorteneigenschaften berücksichtigen. Einige Sorten, wie der 'Blaugrüne Winter', sind besonders stickstoffbedürftig, während andere, wie der 'Herbstriesen', eher moderate Düngergaben bevorzugen.

Nachhaltige Düngungspraktiken für Porree

Fruchtwechsel und seine Bedeutung

Ein durchdachter Fruchtwechsel ist für den Porreeanbau von großer Bedeutung. Porree sollte nicht direkt nach anderen Lauchgewächsen angebaut werden, um Nährstoffungleichgewichte und Krankheiten zu vermeiden. Gute Vorfrüchte sind zum Beispiel Hülsenfrüchte, die den Boden mit Stickstoff anreichern. Ein Anbau nach Kartoffeln oder Kohl ist ebenfalls günstig, da diese den Boden gut vorbereiten und oft Nährstoffe hinterlassen, die der Porree gut verwerten kann.

Mischkultur zur Nährstoffoptimierung

Mischkulturen können die Nährstoffversorgung von Porree verbessern. Besonders bewährt hat sich die Kombination mit Möhren oder Erdbeeren. Diese Pflanzen konkurrieren nicht um die gleichen Nährstoffe und können sogar voneinander profitieren. Möhren lockern den Boden auf, was dem Porree zugute kommt, während Erdbeeren als Bodendecker fungieren und Unkraut unterdrücken.

Verwendung von Gründüngungspflanzen

Gründüngungspflanzen sind eine hervorragende Möglichkeit, den Boden für den Porreeanbau vorzubereiten. Phacelia oder Senf eignen sich gut, da sie den Boden lockern und mit organischer Substanz anreichern. Leguminosen wie Klee oder Lupinen sind besonders wertvoll, da sie Luftstickstoff binden und so den Boden mit diesem wichtigen Nährstoff versorgen. Die Gründüngung wird vor der Pflanzung des Porrees eingearbeitet und verbessert die Bodenstruktur sowie die Nährstoffverfügbarkeit.

Mulchen zur Nährstoffversorgung

Mulchen ist eine effektive Methode, um Porree mit Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig den Boden zu schützen. Grasschnitt, Stroh oder halb verrotteter Kompost eignen sich gut als Mulchmaterial. Der Mulch zersetzt sich langsam und gibt dabei kontinuierlich Nährstoffe ab. Zudem hält er den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und fördert das Bodenleben. Bei der Verwendung von stickstoffreichem Mulch wie Grasschnitt sollte man vorsichtig sein, da zu viel Stickstoff das Wachstum negativ beeinflussen kann.

Vermeidung von Überdüngung bei Porree

Risiken der Überdüngung für Porree

Überdüngung kann bei Porree zu erheblichen Problemen führen. Ein Übermaß an Stickstoff fördert zwar das Blattwachstum, kann aber die Pflanze anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen. Zudem kann es zu einer Verminderung der Lagerfähigkeit und einer Beeinträchtigung des Geschmacks kommen. Bei zu viel Stickstoff neigt Porree auch dazu, weiche, instabile Schäfte zu bilden, was die Qualität mindert.

Umweltauswirkungen übermäßiger Düngung

Übermäßige Düngung hat nicht nur negative Folgen für die Pflanze, sondern auch für die Umwelt. Überschüssige Nährstoffe, insbesondere Nitrat, können ins Grundwasser ausgewaschen werden und so zur Gewässerbelastung beitragen. In Oberflächengewässern kann dies zu Algenblüten und Eutrophierung führen. Zudem können hohe Stickstoffgaben zur Freisetzung von Lachgas beitragen, einem potenten Treibhausgas.

Anzeichen von Überdüngung erkennen

Es ist wichtig, Anzeichen einer Überdüngung frühzeitig zu erkennen. Typische Symptome sind:

  • Übermäßig dunkelgrüne, fast bläuliche Blätter
  • Weiches, wässriges Gewebe
  • Verzögertes Reifen
  • Erhöhte Anfälligkeit für Pilzkrankheiten
  • Verbrennungen an Blatträndern bei extremer Überdüngung

Maßnahmen zur Korrektur bei Überdüngung

Wenn eine Überdüngung festgestellt wurde, gibt es einige Maßnahmen zur Korrektur:

  • Sofortiges Einstellen jeglicher Düngung
  • Verstärktes Wässern, um überschüssige Nährstoffe auszuwaschen (vorsichtig, um nicht zur Grundwasserbelastung beizutragen)
  • Entfernen stark geschädigter Pflanzenteile
  • Einsatz von Gründüngungspflanzen zwischen den Porree-Reihen, um überschüssige Nährstoffe zu binden
  • Bodenanalyse durchführen, um den genauen Nährstoffstatus zu ermitteln

Langfristig ist es wichtig, die Düngung besser an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Eine regelmäßige Bodenanalyse und die Beobachtung des Pflanzenwachstums helfen dabei, die richtige Balance zu finden. Auch der Einsatz von Langzeitdüngern oder die Aufteilung der Düngergaben kann helfen, Überdüngung zu vermeiden.

Organischer Anbau von Porree

Der Bio-Anbau von Porree erfordert besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Hier gelten strenge Richtlinien für die Düngung und Pflege der Pflanzen.

Besonderheiten der Bio-Düngung

Im ökologischen Landbau steht die Förderung eines gesunden Bodenlebens im Vordergrund. Statt auf synthetische Düngemittel zu setzen, nutzen Bio-Gärtner natürliche Alternativen:

  • Kompost: Reich an organischer Substanz und Nährstoffen
  • Gründüngung: Verbessert die Bodenstruktur und liefert Stickstoff
  • Hornspäne: Langsam wirkende Stickstoffquelle
  • Algenkalk: Liefert Calcium und Spurenelemente

Zugelassene organische Düngemittel

Für den Bio-Anbau von Porree kommen nur Dünger in Frage, die nach EU-Öko-Verordnung zugelassen sind. Dazu gehören:

  • Pflanzliche Komposte
  • Tierische Exkremente (z.B. Schafwolle)
  • Gesteinsmehle
  • Algenpräparate

Diese Düngemittel setzen Nährstoffe langsam frei und fördern ein ausgewogenes Bodenleben.

Herausforderungen und Lösungen im Bio-Anbau

Der ökologische Porreeanbau bringt einige Herausforderungen mit sich:

  • Langsameres Wachstum: Durch geduldiges Abwarten und optimale Standortbedingungen ausgleichen
  • Höherer Arbeitsaufwand: Durch effiziente Planung und clevere Anbaumethoden minimieren
  • Schädlingsbefall: Mit Nützlingen und Pflanzenstärkungsmitteln gegensteuern

Trotz dieser Hürden lohnt sich der Bio-Anbau. Er liefert nicht nur gesunde Lebensmittel, sondern schont auch die Umwelt.

Wenn's mal nicht rund läuft: Nährstoffmangel bei Porree erkennen und beheben

Auch bei bester Pflege kann es vorkommen, dass Porree-Pflanzen Mangelerscheinungen zeigen. Ein geübtes Auge erkennt die Symptome frühzeitig.

Typische Mangelerscheinungen im Überblick

  • Stickstoffmangel: Blätter werden hellgrün bis gelblich, Wachstum verlangsamt sich
  • Phosphormangel: Dunkle, bläulich-grüne Blattfärbung, rötliche Verfärbungen
  • Kaliummangel: Blattränder vergilben und werden braun, Pflanzen wirken welk
  • Magnesiummangel: Ältere Blätter zeigen gelbliche Verfärbungen zwischen den Blattadern
  • Schwefelmangel: Jüngere Blätter werden hellgrün bis gelblich, ähnlich wie bei Stickstoffmangel

Gezielte Gegenmaßnahmen bei Nährstoffmängeln

Sobald Mangelerscheinungen auftreten, ist schnelles Handeln gefragt:

  • Stickstoffmangel: Gabe von stickstoffreichem organischem Dünger wie Hornspänen oder Brennnesseljauche
  • Phosphormangel: Einarbeiten von Knochenmehl oder Guano in den Boden
  • Kaliummangel: Ausbringen von Holzasche oder Kalimagnesia
  • Magnesiummangel: Gießen mit Bittersalzlösung oder Ausbringen von Algenkalk
  • Schwefelmangel: Verwendung schwefelhaltiger organischer Dünger wie Hornmehl

Vorbeugen ist besser als heilen

Um Nährstoffmängeln vorzubeugen, empfiehlt sich:

  • Regelmäßige Bodenanalysen durchführen
  • Auf Fruchtwechsel achten
  • Kompost zur Bodenverbesserung einsetzen
  • Mischkultur mit nährstoffanreichernden Pflanzen wie Leguminosen praktizieren

Moderne Ansätze: Innovative Düngungstechniken für Porree

Die Landwirtschaft entwickelt sich stetig weiter. Auch beim Porreeanbau kommen zunehmend innovative Methoden zum Einsatz.

Präzisionsdüngung: Maßgeschneiderte Nährstoffversorgung

Diese Technik ermöglicht eine bedarfsgerechte Düngung:

  • GPS-gestützte Bodenanalysen liefern detaillierte Nährstoffkarten
  • Düngerausbringung erfolgt zentimetergenau und teilflächenspezifisch
  • Ressourcenschonend und umweltfreundlich durch reduzierten Düngereinsatz

Blattdüngung bei Porree: Schnelle Hilfe bei akutem Bedarf

Die Nährstoffaufnahme über die Blätter kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein:

  • Rasche Behebung von Mangelerscheinungen
  • Ideal bei trockenem Boden, wenn Wurzeln schlecht Nährstoffe aufnehmen
  • Vorsicht: Nur in geringen Mengen anwenden, um Blattverbrennungen zu vermeiden

Slow-Release-Dünger: Langfristige Nährstoffversorgung

Diese Dünger geben Nährstoffe über einen längeren Zeitraum ab:

  • Gleichmäßige Versorgung über die gesamte Wachstumsperiode
  • Reduziert Auswaschung und Überdüngung
  • Weniger Arbeitsaufwand durch seltenere Düngergaben

Rückblick und Ausblick: Porree richtig düngen

Die richtige Düngung ist entscheidend für einen erfolgreichen Porreeanbau. Lassen Sie uns die wichtigsten Punkte nochmal Revue passieren:

  • Porree ist ein Starkzehrer und benötigt ausreichend Nährstoffe
  • Eine Bodenanalyse vor der Düngung hilft, Über- oder Unterversorgung zu vermeiden
  • Organische Dünger fördern ein gesundes Bodenleben
  • Innovative Techniken wie Präzisionsdüngung optimieren den Nährstoffeinsatz

Für die Zukunft zeichnen sich spannende Entwicklungen ab. Sensortechnik und künstliche Intelligenz könnten die Düngung noch präziser und effizienter gestalten. Auch die Forschung an neuen, umweltfreundlichen Düngern schreitet voran.

Eines bleibt jedoch gewiss: Egal ob im Hobbygarten oder in der professionellen Landwirtschaft - wer die Bedürfnisse des Porrees versteht und erfüllt, wird mit einer reichen Ernte belohnt. Und mal ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als selbst gezogenen, aromatischen Porree auf dem Teller zu haben?

Tags: Porree
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Warum ist Porree ein Starkzehrer und was bedeutet das für die Düngung?
    Porree gehört zu den Starkzehrern, da er dem Boden viele Nährstoffe entzieht und eine ausgiebige Versorgung für optimales Wachstum benötigt. Diese Eigenschaft erklärt sich durch das schnelle Wachstum und die Bildung der langen, fleischigen Schäfte. Um diese zu entwickeln, braucht die Pflanze viel 'Baumaterial' in Form von Nährstoffen. Für die Düngung bedeutet das, dass Porree eine nährstoffreiche Umgebung benötigt und am besten auf gut gedüngten Böden oder nach Vorkulturen gedeiht, die den Boden mit Nährstoffen angereichert haben. Im Fruchtwechsel sollte Porree nach Gründüngung oder Kompostgaben angebaut werden. Eine Grunddüngung vor der Pflanzung ist essentiell, oft ergänzt durch Kopfdüngungen während des Wachstums.
  2. Welche Hauptnährstoffe benötigt Lauch für optimales Wachstum?
    Lauch benötigt hauptsächlich drei Grundnährstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium (NPK). Stickstoff ist der Motor des Wachstums und fördert die Blattmasse sowie das satte Grün der Schäfte. Phosphor unterstützt die Wurzelbildung und den Energiestoffwechsel der Pflanze, während Kalium die Widerstandskraft gegen Krankheiten und Schädlinge stärkt sowie die Wasseraufnahme verbessert. Zusätzlich sind die sekundären Nährstoffe Magnesium und Schwefel wichtig. Magnesium ist Bestandteil des Chlorophylls und fördert die Photosynthese, Schwefel verleiht Porree seinen charakteristischen Geschmack. Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Bor und Zink werden in kleinen Mengen benötigt, sind aber für viele Stoffwechselprozesse unerlässlich.
  3. Wie führt man eine Bodenanalyse für Porree richtig durch?
    Eine aussagekräftige Bodenanalyse erfordert mehrere Proben aus verschiedenen Stellen des Beetes, die gemischt werden. Etwa 500 Gramm dieser Mischprobe werden an ein Bodenlabor geschickt. Viele Gartenbauvereine und Landwirtschaftskammern bieten diesen Service an. Die Analyse gibt Aufschluss über den aktuellen Nährstoffgehalt und den pH-Wert des Bodens. Für Porree ist ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 optimal. Die Ergebnisse zeigen, welche Nährstoffe in welchen Mengen vorhanden sind und werden mit den Sollwerten für Porree verglichen, um den spezifischen Düngebedarf zu ermitteln. Eine Bodenanalyse ist der Schlüssel zu einer bedarfsgerechten Düngung und hilft, Über- oder Unterversorgung zu vermeiden. Moderne Bodenmessgeräte können als erste Orientierung dienen.
  4. Was sind die Besonderheiten bei der Düngung von Winterporree im Vergleich zu Sommerporree?
    Winterporree und Sommerporree haben unterschiedliche Düngungsanforderungen aufgrund ihrer verschiedenen Wachstumszyklen. Sommerporree benötigt eine ausgewogene Nährstoffversorgung von Beginn an, da er eine kürzere Wachstumsphase hat. Eine Grunddüngung vor der Pflanzung mit organischem Volldünger ist hier ratsam. Winterporree hingegen hat einen längeren Wachstumszyklus und benötigt eine gestaffelte Düngung. Hier empfiehlt sich eine moderate Grunddüngung und eine spätere Kopfdüngung im Herbst, um die Pflanze für den Winter zu stärken. Gegen Ende der Wachstumsperiode sollte bei Winterporree die Stickstoffgabe reduziert werden, um die Frostresistenz zu erhöhen. Winterporree kann auch von einer zusätzlichen Kaliumgabe profitieren, die die Winterhärte verbessert.
  5. Wie erkennt man Nährstoffmangel bei Porree und welche Gegenmaßnahmen gibt es?
    Nährstoffmängel bei Porree zeigen sich durch charakteristische Symptome: Stickstoffmangel äußert sich durch hellgrüne bis gelbliche Blätter und verlangsamtes Wachstum. Phosphormangel führt zu dunkler, bläulich-grüner Blattfärbung mit rötlichen Verfärbungen. Kaliummangel zeigt sich durch vergilbende und braun werdende Blattränder sowie welke Pflanzen. Magnesiummangel verursacht gelbliche Verfärbungen zwischen den Blattadern älterer Blätter. Schwefelmangel ähnelt Stickstoffmangel, beginnt aber bei jüngeren Blättern. Gegenmaßnahmen umfassen gezielte Düngergaben: Hornspäne oder Brennnesseljauche bei Stickstoffmangel, Knochenmehl bei Phosphormangel, Holzasche bei Kaliummangel und Bittersalzlösung bei Magnesiummangel. Schnelles Handeln ist wichtig, um Ertragseinbußen zu vermeiden.
  6. Worin unterscheiden sich organische und mineralische Düngung bei Lauch?
    Organische und mineralische Düngung haben bei Lauch verschiedene Eigenschaften und Wirkungsweisen. Organische Dünger wie Kompost oder Stallmist verbessern nicht nur die Nährstoffversorgung, sondern auch die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Sie setzen Nährstoffe langsam frei und wirken langfristig. Kompost enthält eine ausgewogene Nährstoffmischung, während gut verrotteter Stallmist als Kraftpaket mit Langzeitwirkung fungiert. Mineralische Dünger hingegen wirken schnell und können präzise dosiert werden. Sie sind besonders nützlich bei akuten Nährstoffmängeln. Volldünger enthalten alle Hauptnährstoffe in ausgewogenem Verhältnis, während Einzelnährstoffdünger gezielt spezifische Mängel beheben. Viele erfahrene Gärtner kombinieren beide Methoden: organische Grundversorgung für langfristige Bodengesundheit und mineralische Ergänzung bei Bedarf.
  7. Welche Vor- und Nachteile haben Kompost und Stallmist als Porree-Dünger?
    Kompost und Stallmist sind bewährte organische Dünger mit spezifischen Eigenschaften. Kompost gilt als 'schwarzes Gold des Gartens' und bietet eine ausgewogene Nährstoffmischung sowie Förderung des Bodenlebens. Er verbessert die Bodenstruktur nachhaltig und setzt Nährstoffe gleichmäßig frei. Für Porree sind 3-4 Liter pro Quadratmeter optimal. Stallmist wirkt als Kraftpaket mit Langzeitwirkung und liefert reichlich Nährstoffe. 2-3 kg pro Quadratmeter im Herbst vor der Frühjahrspflanzung sind ideal. Nachteile: Beide Dünger wirken langsamer als mineralische Varianten und können bei unsachgemäßer Anwendung zu Überdüngung führen. Frischer Stallmist kann Pflanzen schädigen und sollte gut verrottet sein. Kompost kann je nach Ausgangsmaterial unterschiedliche Nährstoffgehalte aufweisen. Beide fördern jedoch nachhaltig die Bodengesundheit.
  8. Wann ist der richtige Zeitpunkt für Grund- und Kopfdüngung bei Porree?
    Die Grunddüngung bei Porree erfolgt etwa zwei Wochen vor der Pflanzung oder Aussaat. Dabei werden pro Quadratmeter 3-4 Liter Kompost oder 2-3 kg gut verrotteter Stallmist in den Boden eingearbeitet. Bei mineralischer Düngung sind 50-60 g Volldünger pro Quadratmeter angemessen. Die Kopfdüngung ist während der Hauptwachstumsphase etwa 6-8 Wochen nach der Pflanzung sinnvoll. Hier verwendet man 30-40 g Volldünger pro Quadratmeter oder entsprechende organische Mengen. Bei längeren Kulturzeiten kann eine zweite Kopfdüngung nach weiteren 4-6 Wochen erforderlich sein. Der Zeitpunkt sollte an Bodenbeschaffenheit und Witterung angepasst werden. Bei starken Regenfällen kann zusätzliche Düngung nötig sein, da Nährstoffe ausgewaschen werden. Gegen Ende der Wachstumsperiode sollte die Stickstoffgabe reduziert werden.
  9. Wo kann man hochwertigen Gemüsedünger für Porree kaufen?
    Hochwertigen Gemüsedünger für Porree erhalten Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an organischen und mineralischen Düngern, die speziell auf Gemüsekulturen abgestimmt sind. Diese Fachhändler punkten mit kompetenter Beratung und Qualitätsprodukten. Gartencenter vor Ort ermöglichen persönliche Beratung und direkten Produktvergleich. Online-Shops bieten Komfort und oft günstigere Preise, besonders bei größeren Mengen. Landwirtschaftliche Genossenschaften sind eine gute Quelle für professionelle Dünger in größeren Gebinden. Bauernhöfe in der Region können oft gut verrotteten Stallmist liefern. Beim Kauf sollten Sie auf die NPK-Zusammensetzung achten - für Porree ist ein Verhältnis von etwa 12-8-16 optimal. Zertifizierte Bio-Dünger sind für den ökologischen Anbau wichtig.
  10. Welche Kriterien sollten beim Kauf von Volldünger für Lauch beachtet werden?
    Beim Kauf von Volldünger für Lauch sind mehrere Kriterien entscheidend. Das NPK-Verhältnis sollte etwa 12-8-16 betragen, um den hohen Nährstoffbedarf als Starkzehrer zu decken. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de können dabei beraten, welche Zusammensetzung optimal ist. Die Düngerform spielt eine Rolle: Granulat lässt sich gleichmäßig streuen, Flüssigdünger wirkt schneller. Langzeitdünger sind praktisch für die Grundversorgung. Achten Sie auf Qualitätssiegel und Herstellerangaben zur Zusammensetzung. Für Bio-Anbau müssen Dünger nach EU-Öko-Verordnung zugelassen sein. Die Packungsgröße sollte dem Bedarf entsprechen - zu große Mengen können ihre Wirksamkeit verlieren. Spurenelemente wie Magnesium und Schwefel sollten enthalten sein. Preis-Leistungs-Verhältnis und Ergiebigkeit sind weitere wichtige Faktoren. Lagerungseigenschaften und Haltbarkeit sollten den eigenen Anforderungen entsprechen.
  11. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens die Nährstoffaufnahme bei Porree?
    Der pH-Wert des Bodens beeinflusst maßgeblich die Nährstoffverfügbarkeit für Porree. Der optimale pH-Bereich liegt zwischen 6,0 und 7,0, in dem die meisten Nährstoffe gut verfügbar sind. Bei zu saurem Boden (pH unter 6,0) können wichtige Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Magnesium schlechter aufgenommen werden, während Aluminium und Mangan in toxischen Mengen verfügbar werden. Bei zu alkalischem Boden (pH über 7,5) sind besonders Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink schlecht verfügbar, was zu Mangelerscheinungen führt. Ein pH-Wert im optimalen Bereich sorgt für beste Nährstoffaufnahme und gesundes Pflanzenwachstum. Liegt der pH-Wert außerhalb des Optimalbereichs, kann eine Kalkung bei sauren oder eine Schwefelgabe bei alkalischen Böden helfen. Eine regelmäßige pH-Messung ist daher wichtiger Bestandteil der Bodenanalyse.
  12. Welche Rolle spielen Spurenelemente bei der Porree-Ernährung?
    Spurenelemente sind für Porree trotz ihrer geringen benötigten Mengen von großer Bedeutung für viele Stoffwechselprozesse. Eisen ist essentiell für die Chlorophyllbildung und Photosynthese - ein Mangel führt zu Gelbfärbungen zwischen den Blattadern. Mangan aktiviert verschiedene Enzyme und unterstützt die Chlorophyllsynthese. Bor ist wichtig für Zellwandaufbau und Kohlenhydrattransport, während Zink bei Proteinbiosynthese und Hormonbildung eine Rolle spielt. Kupfer ist für die Atmung und den Wasserhaushalt der Pflanze wichtig. In den meisten Gartenböden sind Spurenelemente ausreichend vorhanden, können aber durch intensive Bewirtschaftung oder ungünstige pH-Werte schlecht verfügbar sein. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über eventuelle Mängel. Bei Spurenelementmangel können spezielle Dünger oder Blattspritzungen helfen. Überdosierung ist zu vermeiden, da Spurenelemente schnell toxisch wirken können.
  13. Wie wirkt sich Überdüngung auf die Qualität und Lagerfähigkeit von Lauch aus?
    Überdüngung hat erhebliche negative Auswirkungen auf Lauch. Ein Übermaß an Stickstoff führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Schaftbildung, wodurch die Pflanzen weiche, instabile Schäfte entwickeln. Dies mindert die Qualität erheblich. Überdüngte Pflanzen werden anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, da das wässrige Gewebe weniger widerstandsfähig ist. Die Lagerfähigkeit wird stark beeinträchtigt - überdüngter Porree fault schneller und ist weniger haltbar. Auch der Geschmack leidet unter Überdüngung, da der charakteristische, milde Lauchgeschmack verwässert wird. Überschüssige Nährstoffe, besonders Nitrat, können sich in der Pflanze anreichern und sind gesundheitlich bedenklich. Umweltauswirkungen wie Nitratauswaschung ins Grundwasser sind weitere Folgen. Typische Anzeichen sind übermäßig dunkelgrüne, fast bläuliche Blätter, weiches Gewebe und verzögertes Reifen. Bedarfsgerechte Düngung ist daher essentiell.
  14. Welchen Einfluss hat Blattdüngung auf das Wachstum von Porree?
    Blattdüngung kann bei Porree in bestimmten Situationen das Wachstum positiv beeinflussen. Die Nährstoffaufnahme über die Blätter wirkt deutlich schneller als die Bodendüngung und ist besonders bei akuten Mangelerscheinungen hilfreich. Bei trockenem Boden, wenn die Wurzeln schlecht Nährstoffe aufnehmen können, ist Blattdüngung eine effektive Alternative. Sie eignet sich besonders für die Versorgung mit Spurenelementen wie Magnesium oder Eisen. Die Anwendung sollte in den frühen Morgen- oder Abendstunden erfolgen, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Wichtig ist eine niedrige Konzentration der Düngerlösung. Blattdüngung ersetzt jedoch nicht die Grundversorgung über den Boden, sondern dient als Ergänzung. Bei regelmäßiger Anwendung kann sie das Wachstum fördern und die Widerstandskraft stärken. Vorsicht ist geboten: Zu hohe Konzentrationen können zu Blattschäden führen. Die Methode ist besonders bei Nährstoffmängeln und Stresssituationen wertvoll.
  15. Wie bereitet man Brennnesseljauche als natürlichen Porree-Dünger zu?
    Brennnesseljauche ist ein ausgezeichneter natürlicher Stickstoffdünger für Porree. Für die Herstellung sammelt man etwa 1 kg frische Brennnesseln (vor der Blüte) und gibt sie in 10 Liter Regenwasser in einem Kunststoffbehälter. Der Ansatz sollte an einem warmen, halbschattigen Platz stehen und täglich umgerührt werden. Nach etwa 2-3 Wochen ist die Gärung abgeschlossen - erkennbar am aufhörenden Schäumen und dunkler Färbung. Die fertige Jauche wird 1:10 mit Wasser verdünnt und als Flüssigdünger ausgebracht. Sie liefert hauptsächlich Stickstoff und fördert kräftiges Wachstum. Die Anwendung erfolgt alle 2-3 Wochen während der Hauptwachstumszeit, am besten morgens oder abends. Nicht unverdünnt verwenden, da dies zu Verbrennungen führen kann. Der Geruch ist intensiv, daher sollte man Nachbarn informieren. Brennnesseljauche stärkt auch die Widerstandskraft gegen Schädlinge und ist völlig natürlich.
  16. Welche Mulchmaterialien eignen sich zur Nährstoffversorgung von Lauch?
    Verschiedene Mulchmaterialien können zur Nährstoffversorgung von Lauch beitragen. Grasschnitt ist reich an Stickstoff und zersetzt sich schnell, sollte aber nur in dünnen Schichten ausgebracht werden, um Fäulnis zu vermeiden. Stroh ist ideal als langfristiger Mulch, der langsam Nährstoffe freigibt und den Boden gut schützt. Halb verrotteter Kompost kombiniert Mulch- und Düngefunktion perfekt und verbessert zusätzlich die Bodenstruktur. Laubmulch von nicht-kranken Bäumen liefert beim Zersetzen wertvolle Nährstoffe und fördert das Bodenleben. Gehäckselte Gartenabfälle können als Mulch dienen, sollten aber nicht von kranken Pflanzen stammen. Erfahrene Gartenfachhändler wie samen.de bieten auch professionelle Mulchmaterialien wie Rindenkompost an. Wichtig ist, den Mulch nicht direkt an die Porree-Stiele zu legen, um Fäulnis zu vermeiden. Eine 3-5 cm dicke Mulchschicht ist optimal für Nährstoffversorgung und Bodenschutz.
  17. Stimmt es, dass überdüngter Porree weniger Geschmack hat?
    Ja, das stimmt tatsächlich. Überdüngter Porree entwickelt einen deutlich schwächeren und verwässerten Geschmack als bedarfsgerecht gedüngter. Dies liegt daran, dass übermäßige Stickstoffversorgung zu schnellem, unkontrolliertem Wachstum führt, wodurch sich mehr Wasser in den Zellen einlagert und die geschmacksgebenden Inhaltsstoffe verdünnt werden. Der charakteristische, milde aber würzige Lauchgeschmack geht dadurch verloren. Zudem können sich bei Überdüngung mehr Nitrate in der Pflanze anreichern, was nicht nur gesundheitlich bedenklich ist, sondern auch einen unangenehmen, bitteren Nachgeschmack verursachen kann. Überdüngte Pflanzen haben oft weiches, wässriges Gewebe statt der gewünschten festen Konsistenz. Eine bedarfsgerechte, zurückhaltende Düngung fördert dagegen die Bildung von Aromastoffen und sorgt für den typischen Porree-Geschmack. Besonders bei der Stickstoffversorgung gilt: weniger ist oft mehr für Geschmack und Qualität.
  18. Unterscheidet sich der Düngungsbedarf von Porree je nach Anbauregion?
    Ja, der Düngungsbedarf von Porree kann je nach Anbauregion variieren. Klimatische Bedingungen beeinflussen das Wachstum und damit den Nährstoffbedarf erheblich. In wärmeren Regionen mit längerer Vegetationsperiode wächst Porree schneller und benötigt entsprechend mehr Nährstoffe. In kühleren Gebieten ist das Wachstum langsamer, wodurch sich der Düngungsbedarf reduziert. Niederschlagsmengen spielen eine wichtige Rolle - in regenreichen Gebieten werden Nährstoffe schneller ausgewaschen und müssen häufiger nachgedüngt werden. Regionale Bodentypen beeinflussen die Nährstoffverfügbarkeit: Sandböden in norddeutschen Regionen speichern Nährstoffe schlechter als Lehmböden in südlichen Gebieten. Auch die Sonneneinstrahlung variiert regional und beeinflusst die Photosynthese sowie den Nährstoffbedarf. In Höhenlagen mit kürzeren Sommern und härteren Wintern muss die Düngung entsprechend angepasst werden. Eine standortspezifische Bodenanalyse hilft, den regionalen Bedarf zu ermitteln.
  19. Was unterscheidet die Düngung von Porree von anderen Zwiebelgewächsen?
    Die Düngung von Porree unterscheidet sich in mehreren Punkten von anderen Zwiebelgewächsen. Als Starkzehrer hat Porree einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als Zwiebeln oder Knoblauch, die eher zu den Mittelzehrern gehören. Porree benötigt eine längere und intensivere Stickstoffversorgung, da er kontinuierlich Blattmasse bildet, während Zwiebeln nach der Zwiebelbildung weniger Stickstoff brauchen. Die Kulturdauer von Porree ist länger, wodurch eine gestaffelte Düngung mit Grund- und Kopfdüngung notwendig wird. Andere Lauchgewächse kommen oft mit einer einmaligen Grunddüngung aus. Porree toleriert auch höhere Düngergaben, während Zwiebeln bei Überdüngung zu weich werden und schlechter lagerfähig sind. Bei der Kaliumversorgung ähneln sich die Ansprüche, jedoch benötigt Porree aufgrund seiner größeren Blattmasse mehr Magnesium für die Chlorophyllbildung. Winterporree braucht zusätzlich eine spätere Kaliumgabe zur Verbesserung der Frostresistenz, was bei anderen Zwiebelgewächsen nicht erforderlich ist.
  20. Wie unterscheidet sich Allium porrum in der Nährstoffversorgung von Wurzelgemüse?
    Allium porrum (Porree) unterscheidet sich grundlegend in der Nährstoffversorgung von typischem Wurzelgemüse wie Karotten oder Radieschen. Während Wurzelgemüse hauptsächlich unterirdische Speicherorgane ausbildet und dabei viel Kalium und Phosphor für die Wurzelentwicklung benötigt, konzentriert sich Porree auf die oberirdische Blatt- und Schaftbildung mit hohem Stickstoffbedarf. Wurzelgemüse braucht eine tiefere Bodenbearbeitung und Düngung, da die Nährstoffe in größerer Tiefe verfügbar sein müssen. Porree als Flachwurzler benötigt die Nährstoffe in den oberen Bodenschichten. Die Düngungsintervalle unterscheiden sich ebenfalls: Wurzelgemüse mit kurzer Kulturzeit benötigt eine intensive Anfangsdüngung, während Porree über die gesamte Wachstumsperiode regelmäßig nachgedüngt werden muss. Magnesium ist für Porree wichtiger wegen der großen Blattmasse, während Wurzelgemüse mehr Bor für die Zellwandbildung der Speicherwurzeln braucht. Die Phosphorversorgung ist bei Wurzelgemüse kritischer für die Wurzelbildung.
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