Knollensellerie biologisch anbauen: Vom Samen zur Ernte

Knollensellerie biologisch anbauen: Vom Samen zur Ernte

Knollensellerie ist eine herausfordernde, aber durchaus lohnende Gemüsesorte für den Biogarten. Mit der richtigen Pflege entwickeln sich aromatische Knollen, die sich vielseitig in der Küche einsetzen lassen.

Kernpunkte für den Bio-Anbau von Knollensellerie

  • Nährstoffreicher, humoser Boden ist entscheidend
  • Lange Wachstumsphase von 5-6 Monaten berücksichtigen
  • Regelmäßige Bewässerung und organische Düngung erforderlich
  • Fruchtfolge und Mischkultur für robuste Pflanzen

Einführung zum biologischen Anbau von Knollensellerie

Bedeutung und Verwendung von Knollensellerie

Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum) ist ein vielseitiges Wurzelgemüse, das in der Küche hoch geschätzt wird. Die aromatische Knolle verleiht Suppen, Eintöpfen und Salaten eine würzige Note. Man kann sie auch roh als Knabberei genießen oder in Smoothies verarbeiten. Reich an ätherischen Ölen und Mineralstoffen, gilt Knollensellerie als gesundes Gemüse mit verdauungsfördernder Wirkung.

Vorteile des biologischen Anbaus

Der Bio-Anbau von Knollensellerie bietet eine Reihe von Vorteilen. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel entwickeln sich gesunde, schadstofffreie Knollen. Die Bodenqualität verbessert sich langfristig und die Artenvielfalt im Garten wird gefördert. Biologisch angebauter Knollensellerie entwickelt zudem oft ein intensiveres Aroma.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bio-Knollensellerie zwar etwas kleiner ausfällt als konventionell angebauter, dafür aber viel würziger schmeckt. Die Mühe lohnt sich also auf jeden Fall!

Botanische Einordnung und Merkmale

Knollensellerie gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Im Gegensatz zum Stangen- und Blattsellerie bildet er eine knollenförmige Verdickung des Wurzelhalses aus. Die grünen Blätter wachsen rosettenartig und können bis zu 50 cm hoch werden. Die weiße bis hellbraune Knolle erreicht in der Regel einen Durchmesser von 10-15 cm.

Standortanforderungen und Bodenvorbereitung

Ideale Bodenbeschaffenheit für Knollensellerie

Knollensellerie gedeiht am besten in tiefgründigen, humosen Böden. Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Schwere, staunasse Böden sind eher ungeeignet, da sie zu Fäulnis führen können. Sandige Böden lassen sich durch Einarbeiten von Kompost verbessern. Eine gute Bodenstruktur fördert die Knollenbildung.

Nährstoffbedarf und organische Düngung

Als Starkzehrer benötigt Knollensellerie eine gute Nährstoffversorgung. Im Bio-Anbau setzen wir auf organische Dünger wie:

  • Gut verrotteten Kompost (3-5 l/m²)
  • Hornspäne oder -mehl (80-100 g/m²)
  • Algenkalk zur Calciumversorgung (100 g/m²)

Eine Grunddüngung erfolgt vor der Pflanzung, später kann mit Brennnesseljauche oder verdünnter Schafwollpellet-Lösung nachgedüngt werden.

Fruchtfolge und geeignete Vorkulturen

Knollensellerie sollte nicht direkt nach anderen Doldenblütlern wie Möhren oder Petersilie angebaut werden. Gute Vorfrüchte sind:

  • Kartoffeln
  • Kohlgemüse
  • Hülsenfrüchte

Eine dreijährige Anbaupause auf derselben Fläche beugt Krankheiten vor. In der Mischkultur harmoniert Knollensellerie gut mit Porree, Kohlrabi oder Buschbohnen.

Methoden zur Bodenverbesserung im Bio-Anbau

Für einen gesunden Boden im biologischen Anbau eignen sich folgende Maßnahmen:

  • Gründüngung mit Phacelia oder Senf im Vorjahr
  • Lockern des Bodens mit einer Grabegabel statt Umgraben
  • Mulchen mit Grasschnitt oder Stroh
  • Förderung des Bodenlebens durch schonende Bearbeitung

Eine gute Bodenstruktur ist die Basis für kräftige Knollensellerie-Pflanzen. Mit etwas Geduld und den richtigen Methoden lässt sich auch ein mittelmäßiger Gartenboden deutlich verbessern. Glauben Sie mir, Ihr Knollensellerie wird es Ihnen danken!

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Aussaat und Jungpflanzenanzucht von Knollensellerie

Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat

Ein erfolgreicher Knollensellerie-Anbau beginnt mit dem richtigen Aussaatzeitpunkt. In der Regel säen wir von Mitte Februar bis Anfang März aus. Bedenken Sie, dass Knollensellerie eine lange Wachstumszeit von etwa 150 bis 180 Tagen benötigt, weshalb eine frühe Aussaat durchaus sinnvoll ist. So haben die Pflanzen genügend Zeit, kräftige Knollen zu entwickeln.

Bei der Freilandaussaat ist Vorsicht geboten, da Knollensellerie frostempfindlich ist. Eine Vorkultur im Haus oder Gewächshaus bietet mehr Sicherheit. Für eine gute Keimung sollte die Bodentemperatur mindestens 15°C betragen.

Methoden der Aussaat: Direktsaat vs. Vorkultur

Für den biologischen Anbau von Knollensellerie stehen uns zwei grundlegende Aussaatmethoden zur Verfügung:

  • Direktsaat: Diese Methode birgt gewisse Risiken, da junge Selleriepflanzen empfindlich auf Kälte und Nässe reagieren. Bei günstigen Wetterbedingungen kann die Direktsaat ab Mitte April erfolgen. Der Vorteil liegt darin, dass die Pflanzen nicht umgesetzt werden müssen und somit weniger Stress ausgesetzt sind.
  • Vorkultur: Die sicherere Methode ist zweifellos die Vorkultur im Haus oder Gewächshaus. Hierbei werden die Samen in Anzuchtkästen oder kleine Töpfe gesät. Diese Methode ermöglicht eine bessere Kontrolle über die Wachstumsbedingungen und schützt die jungen Pflanzen vor unberechenbaren Witterungseinflüssen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich die Vorkultur wärmstens empfehlen. Sie bietet mehr Sicherheit und erlaubt eine bessere Steuerung der Jungpflanzenentwicklung. Besonders in Regionen mit launischem Frühjahrswetter hat sich diese Methode bewährt.

Pflege der Jungpflanzen

Die Pflege der Knollensellerie-Jungpflanzen erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Geduld. Hier einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:

  • Licht: Sellerie ist ein Lichtkeimer und benötigt viel Helligkeit. Platzieren Sie die Anzuchtgefäße an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Ort.
  • Temperatur: Die optimale Keimtemperatur liegt bei etwa 20°C. Nach der Keimung können Sie die Temperaturen auf 15-18°C reduzieren.
  • Feuchtigkeit: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe.
  • Düngung: Etwa drei Wochen nach der Keimung können Sie vorsichtig mit einer leichten organischen Düngung beginnen. Hierfür eignet sich verdünnter Komposttee oder eine milde biologische Flüssigdüngung.

Ein häufiger Fehler bei der Jungpflanzenanzucht ist übermäßiges Gießen. Sellerie mag es zwar feucht, aber zu viel Wasser kann schnell zu Fäulnis führen. Mein Tipp: Gießen Sie lieber etwas zurückhaltender, dafür aber öfter kontrollieren.

Abhärtung und Vorbereitung zur Auspflanzung

Bevor die Jungpflanzen ins Freiland kommen, müssen sie abgehärtet werden. Dieser Prozess ist unerlässlich, um die Pflanzen an die rauen Außenbedingungen zu gewöhnen:

  • Starten Sie etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen mit der Abhärtung.
  • Beginnen Sie damit, die Pflanzen zunächst für kurze Zeit nach draußen zu stellen, vorzugsweise an einen geschützten, halbschattigen Platz.
  • Steigern Sie die Aufenthaltszeit im Freien täglich.
  • Seien Sie wachsam und holen Sie die Pflanzen bei Frost oder starkem Wind wieder herein.

Der ideale Zeitpunkt für das Auspflanzen ist gekommen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, in der Regel Mitte bis Ende Mai. Die Jungpflanzen sollten zu diesem Zeitpunkt etwa 10-15 cm hoch sein und 4-5 Blätter aufweisen.

Pflanzung und Kulturführung von Knollensellerie

Richtige Pflanztechnik und optimaler Pflanzabstand

Bei der Pflanzung von Knollensellerie ist die richtige Technik entscheidend für ein gutes Anwachsen und eine optimale Entwicklung der Knollen:

  • Setzen Sie den Knollensellerie so tief, dass der Vegetationspunkt gerade noch sichtbar ist.
  • Der ideale Pflanzabstand beträgt 40-50 cm zwischen den Reihen und 30-40 cm in der Reihe.
  • Drücken Sie die Erde um die Pflanzen sanft an, um einen guten Bodenkontakt zu gewährleisten.
  • Wässern Sie die frisch gesetzten Pflanzen gründlich ein.

Ein praktischer Tipp aus meinem Gärtnerleben: Markieren Sie die Pflanzstellen vorher mit einem Pflanzholz. So erreichen Sie einen gleichmäßigen Abstand und die Reihen bleiben schön gerade. Das erleichtert später die Pflege und das Hacken zwischen den Pflanzen erheblich.

Bewässerungsstrategien im biologischen Anbau

Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist für Knollensellerie essenziell. Im biologischen Anbau sollten wir folgende Punkte berücksichtigen:

  • Gießen Sie regelmäßig und durchdringend, besonders in Trockenperioden.
  • Morgendliches Gießen ist ideal, da die Blätter über den Tag abtrocknen können.
  • Verwenden Sie wenn möglich Regenwasser oder abgestandenes Wasser.
  • Eine Tröpfchenbewässerung kann sehr effektiv sein und spart kostbares Wasser.

Um den Wasserbedarf zu reduzieren und gleichzeitig das Unkrautwachstum zu hemmen, hat sich eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt als sehr wirksam erwiesen. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und fördert ein gesundes Bodenleben.

Organische Düngung während der Wachstumsphase

Knollensellerie ist ein Nährstoffzehrer und benötigt regelmäßige Nährstoffgaben. Im biologischen Anbau setzen wir auf organische Düngemittel:

  • Kompost: Eine Grunddüngung mit reifem Kompost vor der Pflanzung versorgt den Boden mit wichtigen Nährstoffen.
  • Hornspäne: Diese geben langsam Stickstoff ab und können zur Pflanzung in den Boden eingearbeitet werden.
  • Brennnesseljauche: Eine selbst angesetzte Jauche ist ein hervorragender Flüssigdünger, den Sie alle 2-3 Wochen anwenden können.
  • Algendünger: Reich an Spurenelementen, kann er als Blattdünger verwendet werden.

Ein wichtiger Hinweis aus meiner Erfahrung: Überdüngen Sie nicht. Zu viel Stickstoff kann zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Knollenbildung führen. Ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis ist der Schlüssel zum Erfolg.

Mulchen zur Unkrautunterdrückung und Feuchtigkeitserhaltung

Das Mulchen ist eine äußerst wertvolle Technik im biologischen Anbau von Knollensellerie:

  • Verwenden Sie organisches Material wie Stroh, Grasschnitt oder Laub.
  • Bringen Sie die Mulchschicht auf, wenn die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind.
  • Eine Schichtdicke von 5-10 cm hat sich als ideal erwiesen.
  • Erneuern Sie die Mulchschicht bei Bedarf während der Wachstumsperiode.

Neben der Unkrautunterdrückung und Feuchtigkeitserhaltung bietet das Mulchen noch weitere Vorteile: Es reguliert die Bodentemperatur und fördert das Bodenleben. Zudem verhindert es, dass Erde an die Knollen spritzt, was die Qualität merklich verbessert.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gemulchte Selleriebeete deutlich weniger Pflege benötigen und die Pflanzen gleichmäßiger wachsen. Besonders in heißen Sommern macht sich der positive Effekt des Mulchens bemerkbar. Es lohnt sich also, diese Methode in Ihrem Garten anzuwenden!

Biologischer Pflanzenschutz bei Knollensellerie

Der Anbau von Knollensellerie kann durchaus herausfordernd sein, besonders wenn es um Schädlinge und Krankheiten geht. Ein ganzheitlicher biologischer Ansatz hilft jedoch, diese Probleme in den Griff zu bekommen.

Häufige Schädlinge und Krankheiten

Zu den Hauptproblemen, die uns Gärtnern das Leben schwer machen können, zählen:

  • Selleriefliege: Ihre gefräßigen Larven bohren sich gerne durch die Knolle
  • Blattläuse: Diese kleinen Plagegeister saugen nicht nur an den Blättern, sondern können auch Viruskrankheiten übertragen
  • Septoria-Blattflecken: Verursachen unschöne braune Flecken auf den Blättern
  • Sclerotinia-Fäule: Führt zu Fäulnis an Knolle und Blattansatz - wahrlich kein schöner Anblick

Vorbeugende Maßnahmen im Bio-Anbau

Gesunde Pflanzen sind definitiv widerstandsfähiger. Folgende Schritte haben sich in meinem Garten bewährt, um Problemen vorzubeugen:

  • Fruchtfolge einhalten: Mindestens 4 Jahre Anbaupause für Doldenblütler - ja, es braucht etwas Geduld, aber es lohnt sich!
  • Standortwahl: Eine luftige Lage reduziert Pilzbefall. Sellerie mag es luftig, aber nicht zugig.
  • Pflanzenstärkung: Regelmäßige Gaben von Brennnesseljauche - ein wahres Wundermittel aus der Natur
  • Mischkultur: Knoblauch oder Tagetes als Nachbarn pflanzen. Diese Kombination hat sich bei mir als besonders effektiv erwiesen.

Natürliche Bekämpfungsmethoden

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem akuten Befall kommen, keine Panik! Diese biologischen Maßnahmen können helfen:

  • Nützlinge fördern: Marienkäfer und Florfliegen sind wahre Helden im Kampf gegen Blattläuse
  • Kulturschutznetze: Schützen zuverlässig vor der Eiablage der Selleriefliege
  • Kräuterbrühen: Eine Schachtelhalmbrühe gegen Pilzkrankheiten hat bei mir schon wahre Wunder bewirkt
  • Befallene Pflanzenteile entfernen: Verhindert die Ausbreitung - manchmal muss man eben hart durchgreifen

Biologische Pflanzenstärkungsmittel

Zugelassene Bio-Präparate können die Pflanzengesundheit zusätzlich unterstützen:

  • Algenpräparate: Stärken das Immunsystem der Pflanzen - sozusagen eine Vitaminkur für den Sellerie
  • Gesteinsmehl: Die enthaltene Kieselsäure härtet die Zellwände und macht die Pflanzen widerstandsfähiger
  • Effektive Mikroorganismen: Verdrängen Schadorganismen auf natürliche Weise
  • Pflanzliche Öle: Wirken gegen saugende Insekten, ohne der Umwelt zu schaden

Mit diesen Methoden lässt sich Knollensellerie auch ohne chemische Keulen erfolgreich anbauen. Mein Tipp: Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und handeln Sie bei ersten Anzeichen von Problemen schnell. Vorbeugen ist immer besser als heilen!

Besonderheiten der Knollenentwicklung

Die Bildung einer großen, schmackhaften Knolle ist natürlich das Ziel beim Sellerieanbau. Dafür braucht es einiges an Wissen, Pflege und manchmal auch ein bisschen Geduld.

Förderung des Knollenwachstums

Für pralle Knollen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Gleichmäßige Bewässerung: Verhindert Risse und Hohlräume - denken Sie an die Sellerie wie an einen durstigen Freund
  • Ausreichend Kalium düngen: Fördert die Knollenbildung - quasi das Kraftfutter für Ihre Sellerie
  • Bodenverdichtung vermeiden: Lockerer Boden lässt die Knolle wachsen - Sellerie mag es kuschelig, aber nicht eng
  • Nicht zu früh ernten: Die Hauptwachstumsphase ist im Spätsommer - Geduld zahlt sich hier wirklich aus

Umgang mit Seitentrieben und Blattmasse

Die richtige Balance zu finden, ist hier entscheidend:

  • Seitentriebe entfernen: Lenkt die Energie in die Hauptknolle - sozusagen eine Prioritätensetzung für die Pflanze
  • Blätter nicht komplett entfernen: Sie produzieren wichtige Nährstoffe - denken Sie an sie wie an kleine Solarzellen
  • Äußere Blätter abschneiden: Fördert Luftzirkulation um die Knolle - frische Luft tut eben jedem gut
  • Blattmasse reduzieren: Bei zu üppigem Wuchs Energie in die Knolle lenken - manchmal ist weniger eben mehr

Vermeidung von Hohlheit und Rissen

Diese Probleme können den Ertrag schmälern und sind daher besonders ärgerlich:

  • Hohlheit: Entsteht durch ungleichmäßiges Wachstum, regelmäßiges Gießen ist hier der Schlüssel
  • Risse: Entstehen bei plötzlichen Wasserschwankungen - konstante Pflege ist hier das A und O
  • Braune Stellen: Kalziummangel vorbeugen durch Kalkdüngung - sozusagen eine Extraportion Calcium für Ihre Pflanzen
  • Verholzung: Rechtzeitig ernten, bevor die Knolle zu alt wird - auch Sellerie kommt in die Jahre

In meinen Jahren als Hobbygärtnerin habe ich eine interessante Beobachtung gemacht: Knollensellerie scheint besonders gut zu wachsen, wenn man ihn regelmäßig sanft berührt. Das Berühren der Blätter simuliert Windeinwirkung und regt das Wachstum an - ein faszinierender kleiner Trick, den Sie sicherlich auch einmal ausprobieren sollten.

Mit der richtigen Aufmerksamkeit und den passenden Maßnahmen entwickeln sich wirklich prächtige Knollen. Bedenken Sie: Geduld ist beim Sellerieanbau der beste Freund des Gärtners. Die Pflanzen brauchen ihre Zeit, aber glauben Sie mir, das Ergebnis wird Sie begeistern!

Ernte und Lagerung von Knollensellerie

Nach Monaten der Pflege ist es endlich soweit - die Knollensellerieerne steht an! Ein spannender Moment, der die ganze Mühe belohnt. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie dabei am besten vorgehen:

Woran erkennt man die Erntereife?

In der Regel ist Knollensellerie nach etwa 5-6 Monaten erntereif. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Die äußeren Blätter beginnen sich zu verfärben und welken leicht.
  • Die Knollen haben einen Durchmesser von mindestens 10-12 cm erreicht.
  • Bei leichtem Druck fühlt sich die Knolle fest an.

In meinem Garten beobachte ich besonders die Blattfarbe. Sobald sie ins Gelbliche übergeht, weiß ich: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen!

So ernten Sie Knollensellerie richtig

Um die Knollen unbeschadet aus der Erde zu bekommen, empfehle ich diese Vorgehensweise:

  • Lockern Sie vorsichtig die Erde um die Pflanze herum.
  • Greifen Sie die Pflanze am Blattansatz und ziehen Sie sie behutsam aus dem Boden.
  • Entfernen Sie anhaftende Erde, ohne die Knolle zu verletzen.
  • Schneiden Sie die Blätter etwa 2-3 cm über der Knolle ab.

Vorsicht mit den Wurzeln - Beschädigungen können die Lagerfähigkeit beeinträchtigen.

Nach der Ernte ist vor der Lagerung

Bevor Sie Ihren Sellerie einlagern, sollten Sie noch ein paar Schritte beachten:

  • Gönnen Sie den Knollen 1-2 Tage an einem trockenen, luftigen Ort zum Abtrocknen.
  • Entfernen Sie behutsam Erdreste und kleine Wurzeln.
  • Aussortieren lohnt sich: Beschädigte oder kranke Knollen schmecken zuerst!
  • Die gesunden Exemplare können Sie für die Langzeitlagerung vorbereiten.

So bleibt Ihr Knollensellerie lange frisch

Für eine erfolgreiche Lagerung braucht es die richtigen Bedingungen:

  • Temperatur: 0-4°C
  • Luftfeuchtigkeit: 90-95%
  • Ein dunkler, kühler Ort wie Keller oder Erdmiete ist ideal

Mein alter Gewölbekeller ist dafür wie geschaffen. Dort halten sich die Knollen oft bis ins Frühjahr - ein wahres Lagerparadies!

Erfolgreich Knollensellerie biologisch anbauen - meine besten Tipps

Der Bio-Anbau von Knollensellerie erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Hier teile ich gerne einige bewährte Methoden mit Ihnen:

Mischkultur - gemeinsam wächst es sich besser

Knollensellerie verträgt sich besonders gut mit:

  • Kohlrabi: Ein echter Wachstumsturbo für den Sellerie
  • Porree: Hält lästige Schädlinge fern
  • Buschbohnen: Lockern den Boden und liefern Stickstoff
  • Tagetes: Wahre Nematoden-Schreck

Vorsicht bei Kartoffeln und Tomaten - sie konkurrieren um Nährstoffe und können Krankheiten übertragen.

Keine grünen Knollen erwünscht

Um eine unerwünschte Grünfärbung zu vermeiden, rate ich zu folgenden Maßnahmen:

  • Häufeln Sie die Pflanzen regelmäßig an, um die Knollen mit Erde zu bedecken.
  • Mulchen Sie großzügig - das schützt zusätzlich vor Sonnenlicht.
  • Bei Bedarf können Sie auch untere Blätter entfernen, um mehr Licht an die Knolle zu lassen.

Wetterfest durch die Saison

Knollensellerie kann empfindlich auf extreme Wetterbedingungen reagieren. So meistern Sie die Herausforderungen:

  • Bei Trockenheit: Regelmäßig und durchdringend gießen, am besten morgens.
  • Bei Hitze: Mulch ist Ihr bester Verbündeter gegen Austrocknung.
  • Bei Frost: Schützen Sie die Pflanzen mit Vlies oder ernten Sie rechtzeitig.

In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein gleichmäßig feuchter Boden der Schlüssel zum Erfolg ist. An besonders heißen Tagen spanne ich sogar ein Schattennetz über die Beete - die Pflanzen danken es mir!

Die richtige Sortenwahl für Bio-Gärtner

Für den Bio-Anbau empfehle ich robuste Sorten:

  • 'Prinz': Ein wahrer Ertragsriese mit starker Abwehrkraft
  • 'Monarch': Hält sich prima und schmeckt herrlich aromatisch
  • 'Ibis': Perfekt für Ungeduldige - reift schön früh und trotzt dem Schorf
  • 'Diamant': Kompakt und ideal für kleinere Gärten

Achten Sie beim Kauf unbedingt auf Bio-zertifiziertes Saatgut - so legen Sie den Grundstein für einen erfolgreichen biologischen Anbau.

Knollensellerie: Ein Genuss mit gutem Gewissen aus dem eigenen Garten

Der biologische Anbau von Knollensellerie bereichert nicht nur den Garten, sondern auch die Küche ungemein. Mit der richtigen Pflege und einer Prise Geduld werden Sie mit aromatischen Knollen belohnt, die sich vielseitig einsetzen lassen. Ob in der Suppe oder als knackiger Rohkostsalat - selbst angebauter Bio-Knollensellerie schmeckt einfach unvergleichlich gut. Und das Beste: Sie wissen genau, wo er herkommt und wie er gewachsen ist. Also, trauen Sie sich an den Anbau - Ihr Gaumen wird es Ihnen danken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Bodenbedingungen braucht Knollensellerie für den biologischen Anbau?
    Knollensellerie gedeiht am besten in tiefgründigen, humosen Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein, da schwere, staunasse Böden zu Fäulnis führen können. Eine lockere Bodenstruktur ist entscheidend für die optimale Knollenbildung. Sandige Böden lassen sich durch Einarbeiten von 3-5 Liter reifem Kompost pro Quadratmeter verbessern. Zusätzlich empfiehlt sich eine Grunddüngung mit Hornspänen (80-100 g/m²) und Algenkalk (100 g/m²). Gründüngung mit Phacelia oder Senf im Vorjahr fördert die Bodenstruktur und das Bodenleben. Mulchen mit organischem Material wie Stroh oder Grasschnitt reguliert die Bodentemperatur und hält die Feuchtigkeit. Eine schonende Bodenbearbeitung mit der Grabegabel statt Umgraben schützt das wichtige Bodenleben.
  2. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Knollensellerie?
    Der optimale Aussaatzeitpunkt für Knollensellerie liegt zwischen Mitte Februar und Anfang März. Da Knollensellerie eine sehr lange Wachstumszeit von etwa 150 bis 180 Tagen benötigt, ist eine frühe Aussaat entscheidend für die Entwicklung kräftiger Knollen. Die Vorkultur im Haus oder Gewächshaus ist dabei die sicherere Methode, da junge Selleriepflanzen frostempfindlich sind. Für eine erfolgreiche Keimung sollte die Bodentemperatur mindestens 15°C betragen, optimal sind etwa 20°C. Nach der Keimung können die Temperaturen auf 15-18°C reduziert werden. Die Direktsaat im Freiland ist erst ab Mitte April möglich, birgt aber höhere Risiken durch unberechenbare Witterungseinflüsse. Das Auspflanzen der Jungpflanzen erfolgt dann Mitte bis Ende Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.
  3. Wie lange dauert die Wachstumsphase von Knollensellerie bis zur Ernte?
    Knollensellerie benötigt eine sehr lange Wachstumsphase von etwa 5-6 Monaten (150-180 Tage) von der Aussaat bis zur Ernte. Diese ausgedehnte Wachstumszeit ist einer der Gründe, warum Knollensellerie als anspruchsvolle Gemüsesorte gilt. Bei einer Aussaat Mitte Februar bis Anfang März und einer Pflanzung Ende Mai kann die Ernte ab September bis in den November hinein erfolgen. Die Hauptwachstumsphase der Knollen liegt im Spätsommer, weshalb eine zu frühe Ernte vermieden werden sollte. Die äußeren Blätter beginnen sich zu verfärben und welken leicht, wenn die Erntereife erreicht ist. Die Knollen sollten einen Durchmesser von mindestens 10-12 cm haben und sich bei leichtem Druck fest anfühlen. Diese lange Entwicklungszeit erfordert eine kontinuierliche und sorgfältige Pflege über die gesamte Vegetationsperiode.
  4. Warum ist Knollensellerie ein Lichtkeimer und was bedeutet das für die Aussaat?
    Knollensellerie ist ein Lichtkeimer, was bedeutet, dass die Samen Licht zur Keimung benötigen und nicht oder nur sehr dünn mit Erde bedeckt werden dürfen. Die winzigen Samen sollten nur leicht angedrückt oder höchstens hauchfein mit Erde bestäubt werden. Bei der Aussaat in Anzuchtkästen oder Töpfen ist es wichtig, die Aussaatgefäße an einem sehr hellen, aber nicht zu sonnigen Standort zu platzieren. Direktes, hartes Sonnenlicht kann die empfindlichen Keimlinge jedoch schädigen. Die optimale Keimtemperatur liegt bei etwa 20°C. Gleichzeitig muss das Substrat gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass Staunässe entsteht. Diese besonderen Keimungsanforderungen erklären, warum die Vorkultur im geschützten Bereich erfolgreicher ist als die Direktsaat im Freiland. Mit der richtigen Lichtversorgung und Feuchtigkeit keimen die Samen meist binnen 14-21 Tagen.
  5. Welche besonderen Herausforderungen bringt die lange Wachstumsperiode mit sich?
    Die lange Wachstumsperiode von 5-6 Monaten bringt verschiedene Herausforderungen mit sich. Während dieser Zeit müssen die Pflanzen kontinuierlich gepflegt und vor verschiedenen Witterungseinflüssen geschützt werden. Die gleichmäßige Wasserversorgung über Monate hinweg erfordert besondere Aufmerksamkeit, da sowohl Trockenheit als auch Staunässe problematisch sind. Schädlinge wie die Selleriefliege oder Blattläuse haben mehr Zeit, sich auszubreiten. Krankheiten wie Septoria-Blattflecken oder Sclerotinia-Fäule können sich über die lange Zeit entwickeln. Die kontinuierliche Nährstoffversorgung als Starkzehrer muss gewährleistet bleiben, ohne zu überdüngen. Extreme Wetterereignisse wie Hitzeperioden oder Starkregen können die Entwicklung beeinträchtigen. Unkrautdruck steigt über die Monate an. Die Herausforderung liegt darin, über die gesamte Periode optimale Wachstumsbedingungen zu erhalten und rechtzeitig auf Probleme zu reagieren.
  6. Worin unterscheidet sich Knollensellerie von Stangensellerie und Blattsellerie?
    Obwohl alle drei zur gleichen Art (Apium graveolens) gehören, unterscheiden sie sich deutlich in ihrer Entwicklung und Verwendung. Knollensellerie (var. rapaceum) bildet eine charakteristische knollenförmige Verdickung des Wurzelhalses aus, die als Haupternteprodukt dient. Die Blätter wachsen rosettenartig und können bis zu 50 cm hoch werden, sind aber nicht das primäre Erntegut. Stangensellerie (var. dulce) entwickelt hingegen fleischige, verdickte Blattstiele, die als Stangen geerntet werden - eine Knollenbildung findet nicht statt. Blattsellerie (var. secalinum) wird ausschließlich für seine aromatischen Blätter angebaut, die als Würzkraut verwendet werden. Die Ansprüche an Standort und Pflege sind ähnlich, aber Knollensellerie benötigt die längste Kulturzeit und hat den höchsten Nährstoffbedarf. Während Stangen- und Blattsellerie meist frisch verarbeitet werden, lässt sich Knollensellerie mehrere Monate lagern.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Knollensellerie und anderen Doldenblütlern wie Möhren?
    Knollensellerie und Möhren gehören zwar beide zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae), unterscheiden sich aber erheblich in ihren Anbauansprüchen und Eigenschaften. Möhren entwickeln eine echte Wurzel (Pfahlwurzel), während Knollensellerie eine Verdickung des Wurzelhalses ausbildet. Knollensellerie ist deutlich anspruchsvoller und benötigt nährstoffreiche, humose Böden, während Möhren auch in sandigen, weniger nährstoffreichen Böden gedeihen. Die Kulturzeit unterscheidet sich drastisch: Möhren benötigen nur 3-4 Monate, Knollensellerie hingegen 5-6 Monate. Knollensellerie ist ein ausgesprochener Starkzehrer und benötigt mehr organische Düngung als Möhren. Auch die Fruchtfolge ist wichtig - beide sollten nicht nacheinander auf derselben Fläche angebaut werden. Während Möhren relativ pflegeleicht sind, erfordert Knollensellerie kontinuierliche Aufmerksamkeit bei Bewässerung und Nährstoffversorgung. Die Lagerfähigkeit ist bei beiden gut, aber unterschiedlich in den Anforderungen.
  8. Welche organischen Düngemittel eignen sich am besten für Knollensellerie?
    Als Starkzehrer benötigt Knollensellerie eine ausgewogene organische Düngung. Gut verrotteter Kompost (3-5 l/m²) bildet die Basis und sollte vor der Pflanzung eingearbeitet werden. Hornspäne oder Hornmehl (80-100 g/m²) geben langsam Stickstoff ab und eignen sich perfekt für die Grunddüngung. Algenkalk (100 g/m²) versorgt mit wichtigem Calcium und reguliert den pH-Wert. Während der Wachstumsphase ist selbst angesetzte Brennnesseljauche ein hervorragender Flüssigdünger, der alle 2-3 Wochen verdünnt ausgebracht wird. Schafwollpellets bieten eine nachhaltige Alternative mit langanhaltender Wirkung. Algendünger, reich an Spurenelementen, kann als Blattdünger verwendet werden. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de bieten hochwertige organische Düngemittel speziell für Starkzehrer an. Wichtig ist die ausgewogene Nährstoffversorgung - zu viel Stickstoff fördert übermäßiges Blattwachstum auf Kosten der Knollenbildung.
  9. Wo kann man hochwertiges Bio-Saatgut für Knollensellerie kaufen?
    Hochwertiges Bio-Saatgut für Knollensellerie erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die auf biologisches Saatgut setzen. Samen.de gehört zu den etablierten Anbietern, die Bio-zertifiziertes Knollensellerie-Saatgut robuster Sorten wie 'Prinz', 'Monarch' oder 'Ibis' führen. Achten Sie beim Kauf auf das Bio-Siegel und bevorzugen Sie samenfeste Sorten, die sich für den biologischen Anbau besonders eignen. Lokale Bio-Gartencenter bieten oft regionale Sorten an, die an die örtlichen Klimabedingungen angepasst sind. Saatguttauschbörsen und Gärtnernetzwerke sind weitere gute Quellen für bewährte Sorten. Online-Shops spezialisierter Bio-Saatgut-Anbieter haben meist eine größere Sortenauswahl und detaillierte Anbauanleitungen. Wichtig ist frisches Saatgut mit hoher Keimfähigkeit - überprüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum. Kaufen Sie nur so viel, wie Sie in einer Saison benötigen, da die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt.
  10. Welche Gartenwerkzeuge braucht man für den erfolgreichen Knollensellerie-Anbau?
    Für den erfolgreichen Knollensellerie-Anbau sind einige spezielle Gartenwerkzeuge hilfreich. Eine hochwertige Grabegabel zum schonenden Lockern des Bodens ist essentiell, da Umgraben das wichtige Bodenleben stört. Für die Aussaat benötigen Sie Anzuchtkästen, kleine Töpfe und feines Aussaatsubstrat. Eine Gießkanne mit feinem Brausekopf ermöglicht schonende Bewässerung der Jungpflanzen. Zur Pflanzung ist ein Pflanzholz für gleichmäßige Abstände nützlich. Eine Hacke hilft bei der Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen. Für das Mulchen ist eine Forke zum Verteilen des Materials praktisch. Kulturschutznetze schützen vor Schädlingen wie der Selleriefliege. Ein Schattennetz kann bei extremer Hitze hilfreich sein. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen komplette Garten-Grundausstattungen für den Bio-Anbau. Investieren Sie in langlebige, hochwertige Werkzeuge - diese erleichtern die Arbeit erheblich und halten viele Jahre.
  11. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens die Entwicklung der Sellerieknolle?
    Der pH-Wert des Bodens hat entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Sellerieknolle. Optimal ist ein pH-Bereich zwischen 6,5 und 7,5 - in diesem leicht alkalischen bis neutralen Milieu können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen. Bei zu saurem Boden (unter pH 6,0) können wichtige Nährstoffe wie Calcium und Magnesium nicht ausreichend verfügbar gemacht werden, was zu Mangelerscheinungen und schlechter Knollenentwicklung führt. Calciummangel äußert sich durch braune Stellen in der Knolle und verminderte Lagerfähigkeit. Bei zu alkalischem Boden (über pH 8,0) werden Spurenelemente wie Eisen und Mangan schlecht verfügbar, was Wachstumsstörungen verursacht. Ein ausgewogener pH-Wert fördert auch die Aktivität der Bodenmikroorganismen, die für die Umsetzung organischer Dünger wichtig sind. Regelmäßige pH-Messungen und gegebenenfalls Kalkung oder Ansäuerung helfen, optimale Bedingungen zu schaffen. Algenkalk eignet sich gut zur schonenden pH-Regulierung im Bio-Anbau.
  12. Welche Rolle spielen ätherische Öle in der Knollensellerie-Entwicklung?
    Ätherische Öle spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung und dem Charakter von Knollensellerie. Diese Verbindungen, hauptsächlich Apiin, Sedanolid und andere Terpene, sind für das charakteristische würzige Aroma verantwortlich, das Knollensellerie so wertvoll in der Küche macht. Die Öle werden in speziellen Drüsenzellen der Pflanze produziert und reichern sich sowohl in den Blättern als auch in der Knolle an. Unter Stress, etwa durch Trockenheit oder Nährstoffmangel, kann die Produktion ätherischer Öle verstärkt werden, was zwar das Aroma intensiviert, aber oft zu Lasten des Wachstums geht. Gleichmäßige Wachstumsbedingungen fördern eine ausgewogene Entwicklung von Aromakomplexen und Knollenmasse. Die ätherischen Öle haben auch eine natürliche Schutzfunktion gegen Schädlinge und Krankheiten. Biologisch angebauter Knollensellerie entwickelt oft intensivere Aromen als konventionell angebauter, da die langsamere, natürliche Entwicklung die Bildung komplexer Aromastoffe begünstigt.
  13. Wie wirkt sich die Bodenstruktur auf die Knollenbildung aus?
    Die Bodenstruktur hat enormen Einfluss auf die Knollenbildung von Sellerie. Ein lockerer, gut durchlüfteter Boden ist essentiell, da sich die Knolle nur bei ausreichend Platz optimal entwickeln kann. Verdichtete Böden behindern das Wachstum und führen zu deformierten, kleinen Knollen. Eine krümelige Bodenstruktur mit stabilen Bodenaggregaten ermöglicht sowohl gute Wasserspeicherung als auch Drainage - beides wichtig für gesunde Knollenentwicklung. Staunässe führt schnell zu Fäulnis, während zu schnelle Wasserabfuhr Trockenstress verursacht. Hoher Humusgehalt verbessert die Bodenstruktur nachhaltig und schafft optimale Bedingungen. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen lockern den Boden natürlich und schaffen Makroporen für Wurzeln und Luft. Schwere Lehmböden sollten mit Sand und Kompost aufgelockert werden. Mulchen schützt die Struktur vor Verschlämmung durch Regen. Eine gute Bodenstruktur ist die Grundvoraussetzung für gleichmäßig geformte, große Knollen ohne Hohlräume oder Risse.
  14. Warum ist die Nährstoffversorgung bei Starkzehrern wie Knollensellerie so wichtig?
    Knollensellerie ist ein ausgesprochener Starkzehrer und benötigt während seiner langen Wachstumsperiode kontinuierlich hohe Nährstoffmengen. Die Nährstoffversorgung ist kritisch, da die Pflanzen große Mengen an Biomasse aufbauen müssen - sowohl die umfangreiche Blattmasse als auch die fleischige Knolle. Stickstoff ist für das Blattwachstum und die Photosynthese essentiell, darf aber nicht überdosiert werden, da dies zu Lasten der Knollenbildung geht. Kalium fördert speziell die Knollenentwicklung und verbessert die Lagerfähigkeit. Phosphor ist wichtig für Energietransfer und Wurzelbildung. Calcium verhindert physiologische Störungen wie braune Flecken in der Knolle. Magnesium ist zentraler Baustein des Chlorophylls. Spurenelemente wie Bor sind für Zellwandaufbau unverzichtbar. Eine unausgewogene oder unzureichende Nährstoffversorgung führt zu reduzierten Erträgen, schlechter Qualität und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten. Organische Dünger geben Nährstoffe langsam und schonend ab, was dem natürlichen Nährstoffbedarf entspricht.
  15. Wie richtet man eine Tröpfchenbewässerung für Knollensellerie ein?
    Eine Tröpfchenbewässerung ist ideal für Knollensellerie, da sie eine gleichmäßige, wassersparende Bewässerung ermöglicht. Legen Sie zunächst die Hauptwasserleitung entlang der Beetkante und installieren Sie einen Druckminderer sowie Filter. Die Tropfschläuche werden parallel zu den Pflanzreihen im Abstand von 40-50 cm verlegt. Je Knollensellerie-Pflanze sollte ein Tropfer mit 2-4 l/h Durchfluss positioniert werden. Befestigen Sie die Schläuche mit Erdspießen oder Haken. Ein Bewässerungscomputer automatisiert das System - programmieren Sie 2-3 mal täglich für 20-30 Minuten, je nach Wetterlage und Bodenfeuchtigkeit. Spezialisierte Gartenfachhändler wie die von samen.de bieten komplette Bewässerungssets mit Timer-Funktion an. Mulchen Sie um die Tropfer herum, um Verdunstung zu reduzieren. Kontrollieren Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit in 10-15 cm Tiefe - der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Diese Methode spart bis zu 50% Wasser gegenüber herkömmlicher Bewässerung.
  16. Wie bereitet man Brennnesseljauche als biologischen Dünger zu?
    Brennnesseljauche ist ein hervorragender biologischer Dünger für Knollensellerie. Sammeln Sie etwa 1 kg frische Brennnesseln vor der Blüte und zerkleinern Sie diese grob. Geben Sie die Brennnesseln in einen großen Kunststoffbehälter (niemals Metall verwenden) und übergießen Sie mit 10 Liter Regenwasser. Bedecken Sie den Behälter mit einem Gitter oder Tuch, damit Sauerstoff zutreten kann, aber kein Ungeziefer hineingelangt. Stellen Sie das Gefäß an einen halbschattigen, warmen Ort. Rühren Sie täglich um - nach 1-2 Wochen ist die Jauche fertig, wenn keine Bläschen mehr aufsteigen und sie dunkel gefärbt ist. Verdünnen Sie die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser für Bodendüngung oder 1:20 für Blattdüngung. Gießen Sie alle 2-3 Wochen mit der verdünnten Jauche, am besten morgens oder abends. Der penetrante Geruch lässt sich durch Zugabe von Steinmehl oder Baldrianblüten reduzieren. Fertige Jauche hält sich gekühlt mehrere Wochen.
  17. Ist Knollensellerie wirklich schwieriger anzubauen als andere Gemüsesorten?
    Knollensellerie gilt tatsächlich als anspruchsvoller als viele andere Gemüsesorten, aber mit der richtigen Vorbereitung und Pflege ist er durchaus erfolgreich anzubauen. Die Herausforderungen liegen in der sehr langen Kulturzeit von 5-6 Monaten, den hohen Nährstoffansprüchen als Starkzehrer und der Empfindlichkeit gegenüber extremen Wetterbedingungen. Als Lichtkeimer stellt er besondere Anforderungen an die Aussaat, und die Jungpflanzenanzucht erfordert mehr Aufmerksamkeit als bei robusteren Gemüsearten. Die kontinuierliche Wasserversorgung über Monate hinweg ist kritisch - weder Trockenheit noch Staunässe werden vertragen. Auch Schädlinge wie die Selleriefliege können problematisch werden. Dennoch ist Knollensellerie nicht unmöglich anzubauen. Mit humoser Bodenvorbereitung, organischer Düngung, gleichmäßiger Bewässerung und vorbeugenden Pflanzenschutzmaßnahmen gelingt der Anbau auch Hobbygärtnern. Die Mühe wird mit aromatischen, lagerfähigen Knollen belohnt. Anfänger sollten mit kleinen Mengen beginnen und Erfahrungen sammeln.
  18. Bis zu welcher Jahreszeit kann Knollensellerie im Freiland angebaut werden?
    Knollensellerie kann grundsätzlich bis zum ersten Frost im Freiland angebaut werden, in milden Regionen sogar bis in den Dezember hinein. Die Ernte erfolgt normalerweise von September bis November, je nach Aussaatzeitpunkt und Witterung. Knollensellerie verträgt leichte Fröste bis etwa -5°C, wodurch sich sogar das Aroma verbessern kann. Bei härteren Frösten müssen die Pflanzen jedoch geerntet oder mit Vlies geschützt werden. In geschützten Lagen oder unter Vlies lässt sich die Erntezeit bis Weihnachten ausdehnen. Für eine Lagerung im Freiland können die Knollen in Erdmieten überwintern - dazu werden sie mit Laub und Stroh abgedeckt und bleiben bis zum Verzehr in der Erde. Diese Methode funktioniert in frostfreien Regionen gut. Bei der Planung sollten Sie bedenken, dass spät geernteter Sellerie oft aromatischer ist, da sich die ätherischen Öle bei kühleren Temperaturen besser entwickeln. Die Ernte sollte jedoch vor dauerhaftem Bodenfrost erfolgen, da gefrorene Knollen nicht lagerfähig sind.
  19. Wie unterscheidet sich der Anbau von Wurzelsellerie zu anderen Wurzelgemüsen?
    Der Anbau von Wurzelsellerie (Knollensellerie) unterscheidet sich erheblich von anderen Wurzelgemüsen wie Möhren, Rote Bete oder Radieschen. Während die meisten Wurzelgemüse echte Wurzeln ausbilden, entwickelt Knollensellerie eine Verdickung des Wurzelhalses. Die Kulturzeit ist mit 5-6 Monaten deutlich länger als bei anderen Wurzelgemüsen, die oft schon nach 2-4 Monaten erntereif sind. Knollensellerie ist als Starkzehrer wesentlich nährstoffhungriger und benötigt kontinuierliche organische Düngung, während Möhren oder Radieschen mit geringerer Nährstoffversorgung auskommen. Die Bodenvorbereitung muss intensiver erfolgen - tiefgründig lockern und reich mit Kompost versorgen. Während andere Wurzelgemüse oft direkt gesät werden können, ist bei Knollensellerie die Vorkultur mit Jungpflanzen üblich. Die Bewässerung muss gleichmäßiger erfolgen, da Knollensellerie empfindlicher auf Wasserschwankungen reagiert. Auch die Anfälligkeit für spezifische Schädlinge wie die Selleriefliege macht besonderen Pflanzenschutz erforderlich.
  20. Was ist der Unterschied zwischen ökologischem Anbau und naturnahem Anbau bei Sellerie?
    Ökologischer und naturnaher Anbau von Sellerie überschneiden sich in vielen Bereichen, haben aber unterschiedliche Ansätze und Zertifizierungsanforderungen. Ökologischer Anbau folgt strengen, gesetzlich festgelegten Richtlinien (EU-Bio-Verordnung) mit kontrollierten Inputs: nur zugelassene organische Dünger, biologische Pflanzenschutzmittel und zertifiziertes Bio-Saatgut. Chemisch-synthetische Dünger und Pestizide sind komplett verboten. Naturnaher Anbau orientiert sich an natürlichen Prozessen, ohne zwingend zertifiziert zu sein. Hier stehen Bodenleben fördern, Kreislaufwirtschaft und Artenvielfalt im Fokus - eventuell mit flexiblerer Handhabung bei Notfällen. Beide Ansätze nutzen Kompost, Mulchen, Fruchtfolge und Mischkultur. Der ökologische Anbau unterliegt jedoch regelmäßigen Kontrollen und darf das Bio-Siegel tragen. Naturnaher Anbau kann individuelle Methoden wie Permakultur oder biologisch-dynamische Ansätze integrieren. Für Verbraucher bietet zertifizierter Bio-Anbau mehr Sicherheit und Transparenz, während naturnaher Anbau oft experimenteller und standortangepasster erfolgt.
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