Bodenvorbereitungen für Hülsenfrüchte

Bodenvorbereitung für Hülsenfrüchte: Der Grundstein für eine reiche Ernte

Hülsenfrüchte sind vielseitige Pflanzen im Garten. Sie bereichern nicht nur unseren Speiseplan, sondern tun auch dem Boden gut.

Wichtige Erkenntnisse für den Anbau von Hülsenfrüchten

  • Optimaler pH-Wert: 6,0 bis 7,0
  • Gute Drainage verhindert Staunässe
  • Phosphor und Kalium sind wichtige Nährstoffe
  • Bodenanalyse hilft bei gezielter Vorbereitung

Die Bedeutung der Bodenvorbereitung für Hülsenfrüchte

Wer schon mal Hülsenfrüchte angebaut hat, weiß: Sie sind nicht besonders anspruchsvoll. Trotzdem lohnt sich eine gründliche Bodenvorbereitung. Warum? Ein gut vorbereiteter Boden bietet alles, was die Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen brauchen.

Besonders interessant ist die Symbiose zwischen Hülsenfrüchten und Knöllchenbakterien. Diese winzigen Helfer leben an den Wurzeln und versorgen die Pflanze mit Stickstoff aus der Luft. Im Gegenzug bekommen sie Zucker. Eine effektive Partnerschaft!

Überblick über gängige Hülsenfrüchte

In meinem Garten baue ich verschiedene Hülsenfrüchte an. Erbsen sind oft die ersten im Jahr. Ihre zarten Triebe erscheinen schon früh. Bohnen folgen etwas später, aber dafür mit Kraft. Ob Busch- oder Stangenbohnen – sie liefern zuverlässig Erträge.

Linsen habe ich auch schon probiert. Sie brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit, belohnen einen aber mit leckeren Ergebnissen. Und dann wären da noch Sojabohnen. Die sind zwar etwas anspruchsvoller, aber durchaus einen Versuch wert.

Grundlegende Bodenanforderungen für Hülsenfrüchte

Der optimale pH-Wert und seine Bedeutung

Hülsenfrüchte bevorzugen es leicht sauer bis neutral. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist optimal. Bei diesem pH-Wert können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen. Außerdem fühlen sich auch die nützlichen Bodenbakterien hier am wohlsten.

Ist der Boden zu sauer, können Sie ihn mit Kalk verbessern. Zu alkalisch? Dann hilft oft schon das Einarbeiten von organischem Material wie Kompost.

Drainageanforderungen

Hülsenfrüchte vertragen keine Staunässe. Ein gut drainierter Boden ist daher sehr wichtig. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und anderen Problemen. In meinem lehmigen Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Sand und Kompost unterzumischen. Das lockert den Boden auf und verbessert die Drainage.

Bei sehr schwerem Boden können Hochbeete eine Option sein. Sie geben mehr Kontrolle über die Bodenbeschaffenheit.

Nährstoffbedarf mit Fokus auf Phosphor und Kalium

Hülsenfrüchte sind Stickstoff-Selbstversorger, dank ihrer Symbiose mit Knöllchenbakterien. Aber sie brauchen Unterstützung bei Phosphor und Kalium. Phosphor ist wichtig für die Wurzelentwicklung und die Blütenbildung. Kalium stärkt die Pflanzen und verbessert die Fruchtqualität.

Ich verwende gerne organische Dünger wie Hornspäne oder Gesteinsmehl. Sie geben die Nährstoffe langsam ab und verbessern gleichzeitig die Bodenstruktur.

Bodenanalyse und -vorbereitung

Durchführung einer Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über die Beschaffenheit Ihres Gartens. Für eine gründliche Analyse sollten Sie mehrere Proben aus verschiedenen Stellen Ihres Gartens nehmen. Mischen Sie diese und schicken Sie etwa 500 Gramm an ein Labor.

Die Analyse kostet zwar etwas, aber sie spart langfristig Zeit und Geld. Sie wissen dann genau, was Ihr Boden braucht – und was nicht.

Interpretation der Ergebnisse

Die Ergebnisse können anfangs überwältigend sein. Konzentrieren Sie sich auf die Hauptwerte: pH-Wert, Stickstoff, Phosphor und Kalium. Vergleichen Sie diese mit den Idealwerten für Hülsenfrüchte.

Beachten Sie auch Spurenelemente wie Magnesium oder Eisen. Manchmal sind es gerade diese kleinen Helfer, die den Unterschied machen.

Anpassung des Bodens basierend auf den Ergebnissen

Jetzt wird's praktisch! Basierend auf den Ergebnissen können Sie Ihren Boden gezielt verbessern. Ist der pH-Wert zu niedrig? Kalk kann helfen. Fehlt Phosphor? Vielleicht ist Knochenmehl die Lösung. Organisches Material wie Kompost ist fast immer sinnvoll – es verbessert die Bodenstruktur und liefert Nährstoffe.

Bedenken Sie: Bodenverbesserung braucht Zeit. Geben Sie Ihrem Garten die Chance, sich anzupassen. Mit der richtigen Vorbereitung schaffen Sie die Basis für gesunde, ertragreiche Hülsenfrüchte. Und wenn Sie die ersten selbst gezogenen Erbsen oder Bohnen ernten, wissen Sie: Die Mühe hat sich gelohnt!

Produktbild von Culinaris BIO Marmorierte Linse mit Nahansicht der braun-schwarzen Samen und Verpackungsdesign inklusive Bio-Siegel und Produktbeschreibung in deutscher Sprache.
Zum Produkt
Zum Produkt
Zum Produkt

Bodenbearbeitung: Grundlage für gesunde Hülsenfrüchte

Eine gründliche Bodenbearbeitung ist wesentlich für einen erfolgreichen Anbau von Hülsenfrüchten. Hier einige Tipps zur optimalen Bodenvorbereitung:

Tiefgründiges Lockern des Bodens

Hülsenfrüchte bevorzugen lockeren Boden. Mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn lockern Sie den Boden bis zu einer Tiefe von 30 cm. Das verbessert die Durchlüftung und erleichtert den Wurzeln das Eindringen. Vorsicht: Bei zu feuchtem Boden lieber warten, sonst verdichten Sie ihn nur.

Entfernen von Steinen und Wurzeln

Beim Lockern gleich Steine und Wurzelreste entfernen. Das erleichtert später die Aussaat und verhindert, dass sich die empfindlichen Wurzeln der Hülsenfrüchte verbiegen. Ein praktischer Tipp: Sammeln Sie die Steine in einem Eimer - die eignen sich später gut als Drainage für Töpfe.

Einarbeiten von organischem Material

Jetzt bietet sich die Gelegenheit, Kompost oder gut verrotteten Mist einzuarbeiten. Das verbessert die Bodenstruktur und liefert wichtige Nährstoffe. Pro Quadratmeter etwa 3-5 Liter Kompost oberflächlich einarbeiten. Aber Achtung: Frischer Mist ist ungeeignet, der schadet den zarten Wurzeln!

Fruchtwechsel und Gründüngung: Vorsorge für Hülsenfrüchte

Bedeutung des Fruchtwechsels für Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sollten nicht jedes Jahr am selben Platz wachsen. Ein durchdachter Fruchtwechsel beugt Krankheiten vor und sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung. Ideal ist eine Pause von 3-4 Jahren, bevor wieder Hülsenfrüchte auf derselben Fläche angebaut werden.

Geeignete Vorkulturen

Gute Vorfrüchte für Hülsenfrüchte sind zum Beispiel:

  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Kohl
  • Zucchini

Diese Pflanzen hinterlassen einen gut gedüngten Boden, von dem die Hülsenfrüchte profitieren können.

Einsatz von Gründüngungspflanzen

Gründüngung ist sehr nützlich für gesunde Hülsenfrüchte. Pflanzen wie Phacelia, Senf oder Ölrettich lockern den Boden, unterdrücken Unkraut und bringen organisches Material ein. Phacelia ist besonders empfehlenswert - die Bienen lieben die lilafarbenen Blüten!

Vorgehensweise: Säen Sie die Gründüngung im Herbst aus, lassen Sie sie überwintern und arbeiten Sie die Pflanzenreste im Frühjahr oberflächlich ein. Nach 2-3 Wochen können Sie dann Ihre Hülsenfrüchte aussäen.

Bodentemperatur und Aussaatzeitpunkt: Auf das Timing kommt es an

Optimale Bodentemperaturen für verschiedene Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte bevorzugen warme Böden. Hier die idealen Bodentemperaturen für einige beliebte Arten:

  • Erbsen: ab 5°C
  • Buschbohnen: ab 10°C
  • Stangenbohnen: ab 12°C
  • Sojabohnen: ab 15°C

Ein praktischer Tipp: Stecken Sie Ihre Hand in den Boden. Fühlt er sich noch kalt an, warten Sie lieber noch ein paar Tage mit der Aussaat.

Bestimmung des richtigen Aussaatzeitpunkts

Der optimale Zeitpunkt hängt von der Hülsenfruchtart und den lokalen Bedingungen ab. Als Orientierung gilt:

  • Erbsen: Ab Mitte März
  • Buschbohnen: Mitte Mai bis Anfang Juli
  • Stangenbohnen: Ende Mai bis Mitte Juni
  • Sojabohnen: Mitte Mai bis Anfang Juni

Beobachten Sie auch die Natur: Wenn die Forsythien blühen, ist es meist Zeit für die Erbsenaussaat.

Techniken zur Erwärmung des Bodens

Manchmal braucht der Boden im Frühjahr etwas Unterstützung beim Aufwärmen. Hier ein paar Methoden:

  • Schwarze Mulchfolie auslegen: Sie absorbiert die Sonnenwärme
  • Hügelbeet anlegen: Erwärmt sich schneller als flacher Boden
  • Frühbeet oder Folientunnel nutzen: Schafft ein wärmeres Mikroklima

Ein nützlicher Tipp: Alte Plastikflaschen mit Wasser füllen und zwischen die Pflanzen stellen. Sie speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts ab.

Mit diesen Vorbereitungen schaffen Sie gute Voraussetzungen für Ihre Hülsenfrüchte. Bedenken Sie: Etwas Geduld lohnt sich. Lieber ein paar Tage länger warten als zu früh säen und dann enttäuscht werden. Viel Erfolg bei der Aussaat!

Standortwahl und Sonneneinstrahlung für Hülsenfrüchte

Bei der Kultivierung von Hülsenfrüchten spielt die richtige Standortwahl eine entscheidende Rolle. Diese Pflanzen benötigen viel Sonne und gedeihen am besten an Orten mit ausreichend Licht.

Bedeutung der Sonneneinstrahlung für Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte benötigen viel Sonne, um optimal zu wachsen und Früchte zu bilden. Die Sonneneinstrahlung ist für mehrere wichtige Prozesse unerlässlich:

  • Photosynthese: Sonnenlicht ermöglicht den Pflanzen, Nährstoffe zu produzieren.
  • Blütenbildung: Ausreichend Licht fördert die Entwicklung von Blüten.
  • Hülsenreifung: Sonnenwärme unterstützt die Reifung der Hülsen.

Im Durchschnitt sollten Hülsenfrüchte mindestens 6-8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhalten.

Optimale Standorte im Garten

Für den Anbau von Hülsenfrüchten eignen sich besonders:

  • Südlich ausgerichtete Beete
  • Freie Flächen ohne Schattenwurf durch Bäume oder Gebäude
  • Erhöhte Beete mit guter Drainage

Achten Sie darauf, dass der Boden an diesen Stellen locker und nährstoffreich ist. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist ideal für die meisten Hülsenfrüchte.

Anpassung bei suboptimalen Bedingungen

Nicht immer hat man die Möglichkeit, den perfekten Standort zu wählen. In solchen Fällen können Sie folgende Anpassungen vornehmen:

  • Teilschattige Bereiche: Wählen Sie schattentolerante Sorten wie manche Buschbohnen.
  • Windige Standorte: Errichten Sie Windschutz durch Zäune oder Hecken.
  • Kleine Gärten: Nutzen Sie vertikale Anbaumethoden für Stangenbohnen.

Mit etwas Kreativität lassen sich auch in weniger idealen Gärten gute Ergebnisse erzielen.

Vermeidung von Bodenverdichtung beim Hülsenfrüchteanbau

Bodenverdichtung kann den Anbau von Hülsenfrüchten erheblich beeinträchtigen. Ein verdichteter Boden behindert das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen.

Auswirkungen von Bodenverdichtung auf Hülsenfrüchte

Verdichtete Böden haben negative Folgen für Hülsenfrüchte:

  • Eingeschränktes Wurzelwachstum
  • Verminderte Wasser- und Nährstoffaufnahme
  • Reduzierte Aktivität der Knöllchenbakterien
  • Erhöhtes Risiko von Staunässe und Wurzelfäule

All diese Faktoren können zu einem schwächeren Wachstum und geringeren Erträgen führen.

Techniken zur Vermeidung von Verdichtung

Um Bodenverdichtung zu verhindern, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Beete nicht betreten: Legen Sie schmale Beete an, die von außen bearbeitet werden können.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Verdichtung durch Regen.
  • Fruchtwechsel: Wechseln Sie jährlich den Standort der Hülsenfrüchte.
  • Gründüngung: Pflanzen Sie nach der Ernte Gründüngung an, um den Boden zu lockern.

Besonders wichtig ist es, den Boden nicht zu bearbeiten, wenn er zu nass ist.

Wiederherstellung verdichteter Böden

Ist der Boden bereits verdichtet, können Sie ihn wie folgt verbessern:

  • Tiefenlockerung: Verwenden Sie eine Grabegabel, um den Boden vorsichtig aufzulockern.
  • Kompost einarbeiten: Organisches Material verbessert die Bodenstruktur.
  • Regenwürmer fördern: Diese natürlichen Helfer lockern den Boden auf natürliche Weise.

Geben Sie dem Boden Zeit, sich zu erholen. Eine Verbesserung stellt sich oft erst nach mehreren Monaten ein.

Mulchen und Bodenbedeckung für gesunde Hülsenfrüchte

Mulchen ist eine effektive Methode, um den Boden zu schützen und die Wachstumsbedingungen für Hülsenfrüchte zu verbessern.

Vorteile des Mulchens für Hülsenfrüchte

Eine Mulchschicht bietet zahlreiche Vorteile:

  • Feuchtigkeitsregulierung: Mulch reduziert die Verdunstung und hält den Boden feucht.
  • Unkrautunterdrückung: Eine dicke Mulchschicht hemmt das Wachstum von Unkräutern.
  • Temperaturregulierung: Im Sommer bleibt der Boden kühler, im Winter wärmer.
  • Nährstoffzufuhr: Organischer Mulch zersetzt sich und reichert den Boden mit Nährstoffen an.

Durch Mulchen können Sie den Pflegeaufwand reduzieren und gleichzeitig die Bodengesundheit fördern.

Geeignete Mulchmaterialien

Für Hülsenfrüchte eignen sich verschiedene Mulchmaterialien:

  • Stroh: Luftig und nährstoffarm, ideal für Bohnen und Erbsen.
  • Grasschnitt: Nährstoffreich, aber vorsichtig auftragen, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Holzhäcksel: Langlebig, aber kann Stickstoff binden. Vorsicht bei stickstoffbedürftigen Pflanzen.
  • Laub: Gut geeignet, aber nicht zu dick auftragen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Wählen Sie das Mulchmaterial entsprechend der Bedürfnisse Ihrer Hülsenfrüchte und der Verfügbarkeit.

Richtige Anwendung von Mulch

Beim Mulchen sollten Sie einige Punkte beachten:

  • Zeitpunkt: Mulchen Sie erst, wenn der Boden sich erwärmt hat, meist ab Mai.
  • Schichtdicke: Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht ist in der Regel ausreichend.
  • Abstand zum Stängel: Lassen Sie einen kleinen Abstand zum Pflanzenstängel, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie die Mulchschicht auf Schädlinge und erneuern Sie sie bei Bedarf.

Mit der richtigen Mulchtechnik schaffen Sie gute Bedingungen für Ihre Hülsenfrüchte und fördern eine reiche Ernte.

Knöllchenbakterien: Die unsichtbaren Helfer der Hülsenfrüchte

Wer hätte gedacht, dass winzige Bakterien so eine große Rolle beim Anbau von Hülsenfrüchten spielen? Diese mikroskopisch kleinen Organismen, auch Rhizobien genannt, sind wahre Multitalente und verdienen unsere Aufmerksamkeit.

Die Symbiose zwischen Hülsenfrüchten und Knöllchenbakterien

Hülsenfrüchte und Knöllchenbakterien bilden eine Art Wohngemeinschaft an den Wurzeln. Die Pflanze bietet den Bakterien ein Zuhause und versorgt sie mit Nährstoffen. Im Gegenzug fixieren die Bakterien den Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanze verfügbar. Ein echtes Geben und Nehmen!

Wie wir die Knöllchenbakterien unterstützen können

Um diese nützlichen Bakterien zu fördern, können wir einiges tun:

  • Auf chemische Düngemittel verzichten: Die kleinen Helfer bevorzugen natürliche Bedingungen.
  • Den Boden schonend bearbeiten: Zu viel Umgraben stört die empfindlichen Bakterien.
  • Fruchtwechsel einhalten: So bleiben die Bakterien im Boden aktiv.
  • pH-Wert im Auge behalten: Ein leicht saurer bis neutraler Boden ist ideal.

Impfmittel: Unterstützung für die Knöllchenbildung?

Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß: Impfmittel können helfen, wenn die Knöllchenbildung nicht richtig beginnt. Aber Vorsicht: Das ist kein Allheilmittel und sollte nur gezielt eingesetzt werden. Oft reicht es, dem Boden etwas Zeit zu geben – die Natur reguliert vieles von selbst.

Spezielle Vorbereitungen für verschiedene Hülsenfrüchte

Jede Hülsenfrucht hat ihre Besonderheiten. Hier einige Tipps für die gängigsten Arten:

Erbsen: Die Frühstarter unter den Hülsenfrüchten

Erbsen bevorzugen kühle und feuchte Bedingungen. Sie können früh im Jahr gesät werden, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Ein Tipp aus meinem Garten: Platzieren Sie einige Zweige als Rankhilfe daneben – die Erbsen werden es Ihnen danken!

Bohnen: Vielseitig und pflegeleicht

Ob Busch- oder Stangenbohnen – sie benötigen Wärme zum Keimen. Warten Sie mit der Aussaat, bis keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Stangenbohnen sind übrigens hervorragende Kletterer und eignen sich gut als natürlicher Sichtschutz.

Linsen: Die Bescheidenen

Linsen kommen mit kargen Böden zurecht, brauchen aber viel Sonne. Ein gut durchlässiger Boden ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden. In meinem Garten gedeihen sie prächtig zwischen einigen Steinen – fast wie im Urlaub in der Toskana!

Sojabohnen: Die Neulinge im Gemüsebeet

Sojabohnen sind etwas anspruchsvoller. Sie mögen warme Bedingungen und benötigen eine lange Wachstumsperiode. In wärmeren Regionen Deutschlands können sie durchaus erfolgreich angebaut werden. Ein Versuch lohnt sich!

Ein letzter Gedanke zur Bodenvorbereitung

Mit diesen Tipps und Tricks sollten Sie gut vorbereitet sein für Ihr Hülsenfrüchte-Abenteuer. Bedenken Sie: Ein gut vorbereiteter Boden bietet Ihren Pflanzen optimale Bedingungen. Mit etwas Geduld und Sorgfalt werden Sie bald die Früchte Ihrer Arbeit ernten können.

Vielleicht entdecken Sie dabei Ihre persönliche Lieblings-Hülsenfrucht. Bei mir sind es die Erbsen. Nichts übertrifft frisch gepflückte Erbsen direkt vom Strauch. Aber psst – nicht weitersagen, sonst landet keine mehr in der Küche!

Also, greifen Sie zur Schaufel und legen Sie los! Ihre Hülsenfrüchte – und Ihr Gaumen – werden es Ihnen danken.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welcher pH-Wert ist optimal für den Anbau von Hülsenfrüchten?
    Der optimale pH-Wert für Hülsenfrüchte liegt zwischen 6,0 und 7,0, also im leicht sauren bis neutralen Bereich. Bei diesem pH-Wert können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen und die wichtigen Knöllchenbakterien fühlen sich ebenfalls wohl. Ein zu saurer Boden (unter pH 6,0) kann mit Kalk verbessert werden, während zu alkalische Böden (über pH 7,0) durch das Einarbeiten von organischem Material wie Kompost korrigiert werden können. Die pH-Wert-Messung sollte idealerweise mit einem digitalen pH-Messgerät erfolgen, da Teststreifen oft ungenau sind. Eine regelmäßige Kontrolle des pH-Werts ist sinnvoll, da sich die Bodenbeschaffenheit über die Jahre ändern kann. Bei stark abweichenden Werten sollten Sie den Boden schrittweise anpassen, da plötzliche pH-Änderungen die Bodenmikroorganismen belasten können.
  2. Wie bereitet man den Boden richtig für Hülsenfrüchte vor?
    Die richtige Bodenvorbereitung beginnt mit einer tiefgründigen Lockerung bis etwa 30 cm Tiefe mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn. Dabei sollten Steine, Wurzelreste und andere Störungen entfernt werden. Arbeiten Sie anschließend 3-5 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter oberflächlich ein - niemals frischen Mist verwenden! Der Boden sollte während der Bearbeitung die richtige Feuchtigkeit haben: nicht zu nass (klebt an den Werkzeugen) und nicht zu trocken (staubt). Eine Woche vor der Aussaat können Sie den Boden nochmals oberflächlich harken und eventuelle Unebenheiten ausgleichen. Achten Sie darauf, dass der pH-Wert im optimalen Bereich von 6,0-7,0 liegt und der Boden gut drainiert ist. Bei schweren Lehmböden hilft das Einarbeiten von Sand zur Verbesserung der Durchlässigkeit.
  3. Warum sind Drainage und Staunässevermeidung bei Hülsenfrüchten wichtig?
    Staunässe ist für Hülsenfrüchte besonders problematisch, da sie zu Wurzelfäule und dem Absterben der wichtigen Knöllchenbakterien führt. Diese Bakterien benötigen Sauerstoff für ihre Aktivität und sterben in wassergesättigten Böden ab, wodurch die Stickstoffversorgung der Pflanzen zusammenbricht. Darüber hinaus begünstigt Staunässe Pilzkrankheiten und schwächt das gesamte Wurzelsystem. Eine gute Drainage gewährleisten Sie durch tiefe Bodenlockerung, das Einarbeiten von organischem Material und bei schweren Böden durch Sandbeimischung. In sehr problematischen Lagen können Drainagerohre oder Hochbeete eine Lösung sein. Auch die Anlage leicht erhöhter Beete verbessert den Wasserabfluss. Ein einfacher Test: Graben Sie ein 30 cm tiefes Loch und füllen Sie es mit Wasser. Versickert das Wasser innerhalb von 24 Stunden nicht vollständig, ist die Drainage unzureichend.
  4. Wie funktioniert die Symbiose zwischen Hülsenfrüchten und Knöllchenbakterien?
    Die Symbiose zwischen Hülsenfrüchten und Knöllchenbakterien (Rhizobien) ist eine faszinierende Partnerschaft. Die Bakterien dringen in die Wurzelhaare der Hülsenfrüchte ein und bilden charakteristische Knöllchen an den Wurzeln. In diesen Knöllchen wandeln sie mithilfe des Enzyms Nitrogenase den Luftstickstoff in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen um. Im Gegenzug versorgt die Pflanze die Bakterien mit Kohlenhydraten aus der Photosynthese. Diese Beziehung ermöglicht es Hülsenfrüchten, auch auf stickstoffarmen Böden gut zu wachsen und macht sie zu wertvollen Bodenerverbesserern. Die Knöllchenbildung funktioniert am besten bei einem pH-Wert von 6,0-7,0 und ohne übermäßige Stickstoffdüngung, da diese die natürliche Symbiose hemmt. Nach der Ernte zersetzten sich die stickstoffreichen Wurzelrückstände und bereichern den Boden für nachfolgende Kulturen.
  5. Welche besonderen Nährstoffe benötigen Hülsenfrüchte trotz Stickstoffbindung?
    Obwohl Hülsenfrüchte ihren Stickstoffbedarf selbst decken, benötigen sie ausreichend Phosphor und Kalium. Phosphor ist essentiell für die Wurzelentwicklung, Blütenbildung und die Funktion der Knöllchenbakterien. Kalium stärkt die Pflanzen, verbessert die Fruchtqualität und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zusätzlich sind Spurenelemente wie Molybdän, Eisen und Magnesium wichtig - Molybdän ist besonders bedeutsam für die Stickstoffixierung. Calcium unterstützt die Zellwände und verbessert die Bodenstruktur. Diese Nährstoffe können durch organische Dünger wie Hornspäne, Gesteinsmehl oder Kompost bereitgestellt werden. Eine Bodenanalyse zeigt konkrete Defizite auf. Wichtig: Verzichten Sie auf stickstoffreiche Dünger, da diese die natürliche Symbiose mit den Knöllchenbakterien hemmen und die Pflanzen 'faul' machen können.
  6. Worin unterscheiden sich Hülsenfrüchte von anderen Gemüsepflanzen beim Anbau?
    Der Hauptunterschied liegt in der Stickstoffversorgung: Während andere Gemüsepflanzen stickstoffreich gedüngt werden müssen, versorgen sich Hülsenfrüchte durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien selbst. Stickstoffdünger ist daher nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Hülsenfrüchte bevorzugen außerdem eher kühle und feuchte Bedingungen als viele andere Gemüsearten. Sie sind oft frost toleranter - besonders Erbsen und Dicke Bohnen können bereits früh im Jahr gesät werden. Die Aussaat erfolgt meist direkter ins Beet, da Hülsenfrüchte das Umpflanzen oft schlecht vertragen. Nach der Ernte sollten die Wurzeln im Boden bleiben, da sie wertvollen Stickstoff für nachfolgende Kulturen liefern. Im Fruchtwechsel nehmen Hülsenfrüchte eine besondere Stellung ein - sie verbessern den Boden für nachfolgende stickstoffbedürftige Pflanzen wie Kohl oder Salat.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Leguminosen und Schmetterlingsblütlern?
    Leguminosen ist der übergeordnete botanische Begriff für die gesamte Familie der Hülsenfrüchte, die über 18.000 Arten umfasst. Diese Familie unterteilt sich in drei Unterfamilien: Schmetterlingsblütler (Faboideae), Mimosengewächse (Mimosoideae) und Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae). Die Schmetterlingsblütler sind die größte und für uns wichtigste Unterfamilie, zu der fast alle Garten-Hülsenfrüchte gehören: Erbsen, Bohnen, Linsen, Sojabohnen und Lupinen. Der Name 'Schmetterlingsblütler' bezieht sich auf die charakteristische Blütenform mit Fahne, Flügeln und Schiffchen, die an einen Schmetterling erinnert. Alle Schmetterlingsblütler können die Symbiose mit Knöllchenbakterien eingehen, während dies bei anderen Leguminosen-Unterfamilien nicht immer der Fall ist. In der Gartenpraxis werden die Begriffe oft synonym verwendet, botanisch korrekt ist jedoch: Alle Schmetterlingsblütler sind Leguminosen, aber nicht alle Leguminosen sind Schmetterlingsblütler.
  8. Wann ist der optimale Aussaatzeitpunkt für verschiedene Hülsenfrüchte?
    Die Aussaatzeiten variieren je nach Hülsenfruchtart und deren Wärmebedürfnissen. Erbsen sind die Frühstarter und können bereits ab Mitte März gesät werden, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist - sie vertragen leichte Fröste. Dicke Bohnen folgen ab Ende März bis Anfang April. Buschbohnen benötigen wärmere Bedingungen und werden ab Mitte Mai bis Anfang Juli gesät, wenn die Bodentemperatur mindestens 10°C erreicht hat. Stangenbohnen sind noch wärmebedürftiger und kommen erst ab Ende Mai bis Mitte Juni in die Erde bei Bodentemperaturen von mindestens 12°C. Sojabohnen sind die Wärmeliebhaber unter den Hülsenfrüchten und werden zwischen Mitte Mai und Anfang Juni bei Bodentemperaturen ab 15°C gesät. Als Faustregel gilt: Wenn die Forsythien blühen, können Erbsen gesät werden. Die Eisheiligen (Mitte Mai) markieren den sicheren Startpunkt für wärmeliebende Bohnenarten.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Saatgut für Hülsenfrüchte erwerben?
    Qualitätssaatgut für Hülsenfrüchte erhalten Sie am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Saatgut und Gartenbedarf spezialisiert haben. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an bewährten und neuen Sorten mit detaillierten Anbauanleitungen. Achten Sie beim Kauf auf aktuelle Keimfähigkeitsdaten, da Hülsenfruchtsamen ihre Keimkraft nach 2-3 Jahren verlieren. Bio-zertifiziertes Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es frei von chemischen Behandlungen ist. Auch der Austausch mit anderen Gärtnern über Saatgut-Tauschbörsen kann interessante alte Sorten hervorbringen. Vermeiden Sie Saatgut unbekannter Herkunft oder aus dem Supermarkt, da dieses oft behandelt ist und schlechte Keimraten aufweist. Regionale Gärtnereien bieten oft an das Klima angepasste Sorten. Bewahren Sie übrig gebliebenes Saatgut kühl, trocken und dunkel auf - dann hält es länger.
  10. Welche Ausstattung benötigt man für eine professionelle Bodenanalyse?
    Für eine professionelle Bodenanalyse benötigen Sie verschiedene Werkzeuge und Hilfsmittel. Grundausstattung sind ein sauberer Spaten oder Bodenbohrer, pH-Messgerät, saubere Gefäße für Probensammlung und Probenbeutel. Gartenfachgeschäfte wie samen.de führen digitale pH-Messgeräte, die genauere Ergebnisse liefern als Teststreifen. Für Nährstoffanalysen sind Schnelltests erhältlich, die Stickstoff, Phosphor und Kalium messen. Eine umfassende Laboranalyse ist jedoch aussagekräftiger - hierfür benötigen Sie sterile Probenbehälter und Versandmaterial. Zusätzlich hilfreich sind ein Bodenhermometer zur Temperaturmessung und ein einfacher Durchlässigkeitstest mittels Wasserglas. Notieren Sie sich Datum, Wetter und Probenentnahmeort. Professionelle Bodenlabore bieten komplette Test-Sets an. Die Investition in gute Messgeräte lohnt sich, da sie jahrelang verwendbar sind und präzise Ergebnisse für optimale Bodenvorbereitung liefern.
  11. Wie beeinflusst die Bodentemperatur die Keimung von Hülsenfrüchten?
    Die Bodentemperatur ist entscheidend für eine erfolgreiche Keimung von Hülsenfrüchten. Jede Art hat spezifische Mindesttemperaturen: Erbsen keimen bereits ab 5°C, benötigen aber 8-10°C für zügige Entwicklung. Buschbohnen brauchen mindestens 10°C, optimal sind 15-18°C. Stangenbohnen keimen ab 12°C, entwickeln sich aber erst ab 15°C richtig. Sojabohnen sind mit 15°C Mindesttemperatur am anspruchsvollsten. Bei zu niedrigen Temperaturen verzögert sich die Keimung erheblich, und die Samen können faulen. Zu hohe Temperaturen über 25°C hemmen ebenfalls die Keimung. Die Bodentemperatur muss über mehrere Tage konstant erreicht werden - nicht nur oberflächlich, sondern in 5-10 cm Tiefe. Messen Sie morgens, da dann die niedrigsten Werte auftreten. Schwarze Mulchfolie oder Frühbeetkästen können kalte Böden erwärmen. Ein Bodenhermometer ist eine sinnvolle Investition für jeden Hülsenfrüchte-Gärtner.
  12. Welche Rolle spielen Mikroorganismen bei der Bodenfruchtbarkeit?
    Mikroorganismen sind die unsichtbaren Motoren der Bodenfruchtbarkeit und besonders wichtig für Hülsenfrüchte. Bakterien, Pilze, Protozoen und andere winzige Lebewesen zersetzen organische Substanz und machen Nährstoffe pflanzenverfügbar. Die Knöllchenbakterien an Hülsenfrucht-Wurzeln sind nur ein Beispiel dieser wichtigen Symbiosen. Mykorrhiza-Pilze erweitern das Wurzelsystem und verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme. Bakterien wie Azotobacter fixieren zusätzlich freien Luftstickstoff. Diese Mikroorganismen produzieren außerdem Wachstumshormone und Antibiotika, die Pflanzen stärken. Sie verbessern die Bodenstruktur durch die Bildung stabiler Krümel und fördern die Wasserspeicherung. Ein aktives Bodenleben zeigt sich an dunkler Farbe, krümeliger Struktur und frischem Geruch. Fördern Sie Mikroorganismen durch organisches Material wie Kompost, schonende Bodenbearbeitung und Verzicht auf chemische Pestizide. Ein lebendiger Boden ist die beste Grundlage für gesunde Hülsenfrüchte.
  13. Wie wirkt sich Fruchtwechsel auf die Bodengesundheit aus?
    Fruchtwechsel ist für die Bodengesundheit von entscheidender Bedeutung und bei Hülsenfrüchten besonders vorteilhaft. Durch den regelmäßigen Wechsel verschiedener Pflanzenarten werden einseitige Nährstoffentzüge vermieden und Krankheitskreisläufe unterbrochen. Hülsenfrüchte reichern durch ihre Stickstoffbindung den Boden an, während nachfolgende Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten diesen Stickstoff optimal nutzen können. Verschiedene Wurzeltiefen erschließen unterschiedliche Bodenschichten - tiefwurzelnde Lupinen holen Nährstoffe aus unteren Schichten nach oben. Der Wechsel fördert auch die Mikroorganismus-Vielfalt, da verschiedene Pflanzen unterschiedliche Wurzelausscheidungen produzieren. Schädlinge und Krankheiten, die auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind, können sich nicht dauerhaft etablieren. Ideal ist eine 3-4-jährige Pause zwischen Hülsenfrüchten am selben Standort. Die klassische Vierfelderwirtschaft mit Hülsenfrüchten, Starkzehrern, Mittelzehrern und Gründüngung erhält langfristig die Bodenfruchtbarkeit.
  14. Warum ist Gründüngung vor dem Hülsenfrüchteanbau vorteilhaft?
    Gründüngung vor Hülsenfrüchten bringt mehrere Vorteile für die Bodengesundheit. Gründüngungspflanzen wie Phacelia, Senf oder Ölrettich lockern durch ihre Wurzeln verdichtete Böden und verbessern die Krümelstruktur. Sie unterdrücken Unkräuter und verhindern Nährstoffauswaschung während niederschlagsreicher Perioden. Beim Einarbeiten der Grünmasse wird organische Substanz zugeführt, die das Bodenleben aktiviert und die Wasserspeicherfähigkeit erhöht. Besonders wertvoll sind tiefwurzelnde Arten, die Nährstoffe aus unteren Bodenschichten mobilisieren. Kreuzblütler wie Senf können sogar bodenbürtige Schädlinge reduzieren. Die erhöhte Mikroorganismen-Aktivität nach der Gründüngung schafft optimale Bedingungen für die wichtigen Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchte. Säen Sie die Gründüngung im Spätsommer, lassen Sie sie überwintern und arbeiten Sie sie 2-3 Wochen vor der Hülsenfrucht-Aussaat oberflächlich ein. So ist die erste Zersetzung abgeschlossen und die Nährstoffe werden freigesetzt.
  15. Wie lockert man verdichteten Boden richtig auf?
    Verdichtete Böden erfordern eine durchdachte Auflockerung, um Hülsenfrüchten optimale Bedingungen zu bieten. Verwenden Sie eine Grabegabel oder einen Sauzahn für die tiefe Lockerung bis 30 cm - niemals bei zu feuchtem Boden arbeiten, da dieser sonst noch stärker verdichtet wird. Stechen Sie die Gabel senkrecht ein und hebeln Sie vorsichtig, ohne den Boden zu wenden. Arbeiten Sie anschließend groben Sand und reifen Kompost ein, um die Struktur dauerhaft zu verbessern. Bei sehr schweren Böden kann das Anlegen von Hochbeeten die bessere Lösung sein. Vermeiden Sie zukünftige Verdichtung durch schmale Beete (max. 1,20 m breit), die von außen bearbeitet werden können. Mulchen schützt vor Verschlämmung durch Starkregen. Regenwürmer sind natürliche Bodenverbesserer - fördern Sie sie durch organisches Material. Eine Gründüngung mit tiefwurzelnden Pflanzen wie Lupinen kann biologisch zur Auflockerung beitragen. Die Regeneration braucht Zeit - geben Sie dem Boden mehrere Monate.
  16. Welche Mulchmaterialien eignen sich am besten für Hülsenfrüchte?
    Für Hülsenfrüchte eignen sich verschiedene Mulchmaterialien, je nach Art und Verfügbarkeit. Stroh ist ideal - es ist luftdurchlässig, nährstoffarm und verrottet langsam. Besonders für Bohnen und Erbsen perfekt geeignet. Grasschnitt kann verwendet werden, aber nur in dünnen Schichten und gut angetrocknet, um Fäulnis zu vermeiden. Gehäckselte Gartenabfälle sind gut geeignet, sollten aber kompostiert oder angetrocknet sein. Laub eignet sich ebenfalls, aber nicht zu dick auftragen. Vermeiden Sie frische Holzhackschnitzel, da diese dem Boden Stickstoff entziehen können - bei Hülsenfrüchten weniger problematisch als bei anderen Kulturen. Kompost als Mulch ist nährstoffreich, aber teuer in größeren Mengen. Spezialisierte Gartencenter bieten auch fertige Mulchmischungen an. Wichtig: Mulchen Sie erst, wenn sich der Boden erwärmt hat (ab Mai), und lassen Sie einen Abstand zum Pflanzenstängel. Eine 5-10 cm dicke Schicht ist optimal. Das Mulchmaterial sollte frei von Unkrautsamen und Krankheitserregern sein.
  17. Stimmt es, dass Hülsenfrüchte keinen Dünger benötigen?
    Das ist ein weit verbreiteter Mythos - Hülsenfrüchte benötigen sehr wohl Dünger, nur eben keinen stickstoffhaltigen. Durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien decken sie ihren Stickstoffbedarf selbst, benötigen aber andere Nährstoffe. Phosphor ist essentiell für Wurzelentwicklung, Blütenbildung und die Funktion der Knöllchenbakterien. Kalium stärkt die Pflanzen und verbessert Fruchtqualität und Krankheitsresistenz. Spurenelemente wie Molybdän sind für die Stickstoffixierung unverzichtbar. Auch Magnesium, Calcium und andere Mikronährstoffe werden benötigt. Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Gesteinsmehl sind ideal, da sie langsam und ausgewogen wirken. Eine Überdüngung mit Stickstoff hemmt sogar die Knöllchenbildung - die Pflanzen werden 'faul' und verlassen sich auf den zugeführten Stickstoff. Eine Bodenanalyse zeigt, welche Nährstoffe wirklich fehlen. Gut versorgte Hülsenfrüchte sind gesünder, ertragreicher und bereichern den Boden nachhaltiger für Folgekulturen.
  18. In welchen Regionen Deutschlands gedeihen Sojabohnen am besten?
    Sojabohnen gedeihen in Deutschland am besten in wärmeren Regionen mit langen, warmen Sommern und ausreichend Niederschlag. Besonders geeignet sind das Rheintal, die Oberrheinebene, Teile Baden-Württembergs und warme Lagen in Bayern. Auch das Rhein-Main-Gebiet und geschützte Täler in Hessen bieten gute Bedingungen. Entscheidend sind Durchschnittstemperaturen über 15°C während der Wachstumsperiode und eine frost freie Zeit von mindestens 120-140 Tagen. In nördlicheren Regionen können frühreife Sorten in warmen Mikroklimata erfolgreich angebaut werden. Wichtig ist die Wahl geeigneter Sorten: Reifegruppe 000 bis 00 für Deutschland. Der Anbau in Weinbaugebieten ist meist erfolgversprechend, da diese ähnliche Klimaanforderungen haben. In kühleren Regionen helfen Maßnahmen wie schwarze Mulchfolie zur Bodenerwärmung oder geschützte Südlagen. Der kommerzielle Anbau konzentriert sich hauptsächlich auf Süddeutschland, aber auch Hobbygärtner in anderen Regionen können mit angepassten Sorten Erfolg haben.
  19. Was unterscheidet die Beetvorbereitung von der allgemeinen Bodenbearbeitung?
    Die Beetvorbereitung ist gezielter und intensiver als die allgemeine Bodenbearbeitung. Während allgemeine Bodenbearbeitung großflächig erfolgt, konzentriert sich Beetvorbereitung auf kleinere, definierte Anbauflächen mit spezifischen Anforderungen. Bei Hülsenfrüchte-Beeten wird besonders auf optimale Drainage geachtet und der pH-Wert gezielt angepasst. Die Bodenlockerung erfolgt gründlicher bis 25-30 cm Tiefe, und organisches Material wird präziser dosiert eingearbeitet. Beetvorbereitung berücksichtigt auch die Fruchtfolge und vorherige Kulturen. Die Oberfläche wird feiner und gleichmäßiger hergestellt für die meist kleineren Hülsenfruchtsamen. Spezielle Bedürfnisse wie Rankhilfen-Verankerung bei Stangenbohnen werden mitgeplant. Unkrautbekämpfung ist intensiver, da Hülsenfrüchte langsam keimen und anfangs konkurrenzschwach sind. Die Beetform wird optimiert - oft leicht erhöht für bessere Drainage. Auch die zeitliche Planung ist präziser abgestimmt auf Aussaattermine. Kurz: Beetvorbereitung ist die kulturspezialisierte Verfeinerung der allgemeinen Bodenbearbeitung.
  20. Wie unterscheidet sich die Erdvorbereitung für Erbsen von der für Bohnen?
    Die Erdvorbereitung für Erbsen und Bohnen unterscheidet sich hauptsächlich im Timing und den Temperaturanforderungen. Erbsen werden früh im Jahr gesät, wenn der Boden noch kühl ist - daher sollte die Beetvorbereitung bereits im Herbst oder zeitigen Frühjahr erfolgen. Der Boden muss nicht vorgewärmt werden, da Erbsen kühle Bedingungen bevorzugen. Bohnen hingegen benötigen warme Böden ab 10-12°C, weshalb die Vorbereitung erst nach den Eisheiligen sinnvoll ist. Oft wird der Boden mit schwarzer Folie oder Vlies vorgewärmt. Erbsen vertragen schwerere, lehmigere Böden besser als Bohnen, die lockere, gut durchlässige Erde bevorzugen. Bei Bohnenbeeten ist daher oft mehr Sand oder Kompost zur Auflockerung nötig. Stangenbohnen erfordern zusätzlich die Installation stabiler Rankhilfen, die tief verankert werden müssen. Erbsen benötigen meist nur niedrige Stützen. Die pH-Anforderungen sind ähnlich (6,0-7,0), aber Bohnen reagieren empfindlicher auf zu saure Böden. Beide Kulturen profitieren von einer Gründüngung im Vorjahr.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Hülsenfrüchte
Topseller
Kiepenkerl Buschbohne Dior Kiepenkerl Buschbohne Dior
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Kiepenkerl Stangenbohne Blauhilde Kiepenkerl Stangenbohne Blauhilde
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Kiepenkerl Stangenbohne Neckarkönigin Kiepenkerl Stangenbohne Neckarkönigin
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Produktbild von Sperli Erdnuss Jimmys Pride mit Pflanzen, Blüten und Erdnüssen im Erdreich sowie Produkt- und Anbaudetails. Sperli Erdnuss Jimmy's Pride
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Kiepenkerl Buschbohne Borlotto Rosso Kiepenkerl Buschbohne Borlotto Rosso
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Angebot
Kiepenkerl Markerbse Vitara Kiepenkerl Markerbse Vitara
Inhalt 1 Portion
2,49 € * 3,39 € *
Produktbild von Sperli Buschbohne Wachs Beste von Allen mit goldgelben Bohnen auf Holzuntergrund und Verpackungsinformationen zu Sorte und Anbauzeitraum in deutscher Sprache. Sperli Buschbohne Wachs Beste von Allen
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Produktbild von Sperli Stangenbohne Matilda mit vielen grünen Bohnen im Hintergrund und Produktinformationen wie Sortenname, Erntezeit und Eigenschaften. Sperli Stangenbohne Matilda
Inhalt 1 Portion
3,89 € *
Produktbild von Sperli Markerbse Wunder von Kelvedon mit Darstellung der Erbsen und Schoten, Informationen zur Sorte und dem Logo von Sperli. Sperli Markerbse Wunder von Kelvedon
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Kiepenkerl Buschbohne Saxa Vorteilspackung Kiepenkerl Buschbohne Saxa Vorteilspackung
Inhalt 0.2 Kilogramm (24,45 € * / 1 Kilogramm)
4,89 € *
Kiepenkerl Buschbohne Maxi Kiepenkerl Buschbohne Maxi
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Kiepenkerl Markerbse Kelvedon Wonder Vorteilspackung Kiepenkerl Markerbse Kelvedon Wonder...
Inhalt 0.2 Kilogramm (19,45 € * / 1 Kilogramm)
3,89 € *
Passende Artikel
Kiepenkerl Hülsenfrucht-Gemenge 0,8kg Kiepenkerl Hülsenfrucht-Gemenge 0,8kg
Inhalt 0.8 Kilogramm (9,99 € * / 1 Kilogramm)
7,99 € *
Produktbild von Sperli Erdnuss Jimmys Pride mit Pflanzen, Blüten und Erdnüssen im Erdreich sowie Produkt- und Anbaudetails. Sperli Erdnuss Jimmy's Pride
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Produktbild von Culinaris BIO Marmorierte Linse mit Nahansicht der braun-schwarzen Samen und Verpackungsdesign inklusive Bio-Siegel und Produktbeschreibung in deutscher Sprache.
Culinaris BIO Marmorierte Linse
Inhalt 1 Stück
2,69 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Produktbild von Culinaris BIO Buntblühende Tagetes Nova mit orangen und gelben Blüten, inklusive Informationen zum biologischen Saatgut und Demeter-Zertifizierung.
Culinaris BIO Buntblühende Tagetes Nova
Inhalt 0.0003 Kilogramm (9.633,33 € * / 1 Kilogramm)
2,89 € *
Kiepenkerl Stangenbohne Neckargold Kiepenkerl Stangenbohne Neckargold
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Kiepenkerl Markerbse Evita Kiepenkerl Markerbse Evita
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Bio nach EG-Öko-Verordnung
Kiepenkerl BIO Markerbse Karina
Kiepenkerl BIO Markerbse Karina
Inhalt 1 Portion
3,89 € *