Pastinaken – Aussaat, Ernte und Verwendung

Die Pastinake (Pastinaca sativa) wird auch als Hammelmöhre oder Moorwurzel bezeichnet. Sie gehört zu den ältesten, europäischen Kulturpflanzen. Pastinaken wurden bereits in der Jungsteinzeit von den Menschen gesammelt und waren lange ein wichtiges Hauptnahrungsmittel. Die Rüben können den ganzen Winter auf dem Beet stehen bleiben und aus ungefrorenem Boden bei Bedarf geerntet werden. Dadurch waren Pastinaken bis ins 18. Jahrhundert ein wichtiges Wintergemüse und nahrhafter Energielieferant. Dann wurden sie nach und nach von Kartoffeln und Möhren verdrängt, die schneller reifen und dadurch ertragreicher sind. Besonders beliebt ist die Pastinake in Großbritannien, wo sie in vielen verschiedenen Sorten angebaut wird. Dort werden die Rüben auch für Wettbewerbe als Riesengemüse herangezogen.

Oft werden Pastinaken mit Wurzelpetersilie verwechselt. Sie lassen sich aber am Ansatz der Blätter unterscheiden. Bei Pastinaken ist der Blattansatz in die Rübe eingesenkt und bei Petersilienwurzeln wölbt er sich hervor.

Pastinaken im Garten anbauen

Die Pflanzen sind leicht zu kultivieren und anspruchslos. Sie sind nicht anfällig für Schädlinge und benötigen auch keine spezielle Pflege. Damit sich schöne, große und gerade Rüben entwickeln, muss nur der Boden tiefgründig sein. Es sind sowohl sandige als auch humose und lehmige Böden für die Kultur geeignet. Besonders gut gedeihen Pastinaken in Küstenregionen.

Die Pastinake ist ein Doldenblütler und muss in der Kulturplanung von Möhren, Fenchel, Dill und Sellerie berücksichtigt werden. Anbaupausen von vier bis fünf Jahren zwischen diesen Kulturen sind ratsam, um Anbauprobleme zu vermeiden.

Die Samen von Pastinaken haben nur eine geringe Keimrate und verlieren bereits nach einem Jahr einen Teil ihrer Keimfähigkeit. Verwenden Sie darum immer möglichst frisches Saatgut. In der Zeit von März bis Mitte April werden die Samen direkt im Beet ausgesät. Sie keimen bereits bei Bodentemperaturen von 5 bis 12 °C innerhalb von zwei bis drei Wochen. In einer Aussaattiefe von 2 cm werden die Samen dünn mit einem Reihenabstand von 40 bis 60 cm ausgesät. Nach dem Auflaufen werden die Sämlinge auf einen Abstand von 10 bis 15 cm vereinzelt. Bei kleinen Sorten reicht ein Pflanzenabstand von 7,5 cm aus.

Im Sommer müssen Sie die Pastinaken bei Bedarf wässern. Im Juli bis August wachsen die Rüben besonders stark. Auf leichten Böden sollten Sie in dieser Zeit nachdüngen.

Bis zum Herbst wird das Laub etwa 60 cm hoch. Aber die Pflanzen wachsen langsam. Schnellwachsende Kulturen wie Radieschen, Karotten oder Schnittsalate können im Anfangsstadium gut zwischen den weiten Pastinakenreihen stehen. Sie sind abgeerntet, bevor die Pastinake im Sommer ihr Laub voll entfaltet.

Pastinaken ernten

Die weiße, fleischige Pastinaken-Rübe wird im Durchschnitt 20 bis 30 cm lang und 500 g bis 1,5 kg schwer. Ihre Erntezeit beginnt 150 bis 200 Tage nach der Aussaat. Erntebeginn ist etwa Mitte September. Lockern Sie mit einer Grabegabel den Boden um die Pflanzen und ziehen Sie sie dann nach oben heraus. Der verdickte, erntewürdige Teil der Rübe ist zwischen 15 und 70 cm lang. Die schlanke Pfahlwurzel kann aber bis in eine Tiefe von über 5 Metern reichen.

Pastinaken können wie Rote Bete oder Möhren in Sand eingeschlagen werden und halten sich dann den ganzen Winter über. Küchenfertig geputzt eignen sie sich auch zum Tiefgefrieren. Im Kühlschrank halten sich die Rüben mehrere Wochen. Es ist aber auch möglich, die Pflanzen den ganzen Winter über auf dem Beet zu lassen und nach und nach bei Bedarf zu ernten. Eine Schicht Stroh zwischen den Reihen und eine Abdeckung mit Vlies verhindern, dass der Boden zu stark gefriert und die Ernte bei Frost erschwert.

Die Pastinake ist ein gesundes Trendgemüse

Pastinaken sind in Vergessenheit geraten, weil anderes, schnellerwachsendes Knollen- und Wurzelgemüse sie verdrängt hatte. Inzwischen gewinnt sie aber wieder eine größere Bedeutung. Die Rüben schmecken gut, sind nahrhaft und gesund. Außerdem eignen sich die robusten Pflanzen sehr gut für den Bio-Anbau.

Werden die Pastinaken im Herbst vor dem ersten Frost geerntet, dann schmecken sie wie Kartoffeln oder Möhren mit einem milden Sellerie-Aroma. Im Winter wird ein Teil der Stärke in der Rübe in Zucker umgewandelt, wodurch die Pastinaken dann süßer schmecken. Süße und Aroma sind bei den Sorten unterschiedlich ausgeprägt.

Wie Möhren sind Pastinaken roh und gegart vielfältig in der Küche verwendbar. Sie eignen sich für Stampf und Püree, als Pfannengemüse, für Gemüsekuchen, Gratins und als Einlage in Suppen. Außerdem können Sie sie wie Pommes Frites im Ofen backen oder wie Sellerieschnitzel oder Rote Bete panieren und in der Pfanne braten. Fein gewürfelt oder gerieben schmecken Pastinaken auch in Rohkostsalaten. Für Babybrei eignet sich die Pastinake besonders gut, weil sie allergiearm ist und nur wenig Nitrat einlagert.

Pastinaken haben weniger Kalorien als Möhren, dafür aber mehr Kalium, Eisen, Zink, Folsäure, Eiweiß und mehrfach-ungesättigte Fettsäuren. Außerdem enthalten sie wenig leicht verdauliche Stärke und Zucker, die den Blutzuckerspiegel steigen lassen. Dadurch sind sie gut für die Ernährung von Diabetiker geeignet. Außerdem enthalten Pastinaken den Ballaststoff Inulin, der sich positiv auf die Entwicklung einer gesunden Darmflora auswirkt.

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Die Pastinake ( Pastinaca sativa ) wird auch als Hammelmöhre oder Moorwurzel bezeichnet. Sie gehört zu den ältesten, europäischen Kulturpflanzen. Pastinaken wurden bereits in der Jungsteinzeit von... mehr erfahren »
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Pastinaken – Aussaat, Ernte und Verwendung

Die Pastinake (Pastinaca sativa) wird auch als Hammelmöhre oder Moorwurzel bezeichnet. Sie gehört zu den ältesten, europäischen Kulturpflanzen. Pastinaken wurden bereits in der Jungsteinzeit von den Menschen gesammelt und waren lange ein wichtiges Hauptnahrungsmittel. Die Rüben können den ganzen Winter auf dem Beet stehen bleiben und aus ungefrorenem Boden bei Bedarf geerntet werden. Dadurch waren Pastinaken bis ins 18. Jahrhundert ein wichtiges Wintergemüse und nahrhafter Energielieferant. Dann wurden sie nach und nach von Kartoffeln und Möhren verdrängt, die schneller reifen und dadurch ertragreicher sind. Besonders beliebt ist die Pastinake in Großbritannien, wo sie in vielen verschiedenen Sorten angebaut wird. Dort werden die Rüben auch für Wettbewerbe als Riesengemüse herangezogen.

Oft werden Pastinaken mit Wurzelpetersilie verwechselt. Sie lassen sich aber am Ansatz der Blätter unterscheiden. Bei Pastinaken ist der Blattansatz in die Rübe eingesenkt und bei Petersilienwurzeln wölbt er sich hervor.

Pastinaken im Garten anbauen

Die Pflanzen sind leicht zu kultivieren und anspruchslos. Sie sind nicht anfällig für Schädlinge und benötigen auch keine spezielle Pflege. Damit sich schöne, große und gerade Rüben entwickeln, muss nur der Boden tiefgründig sein. Es sind sowohl sandige als auch humose und lehmige Böden für die Kultur geeignet. Besonders gut gedeihen Pastinaken in Küstenregionen.

Die Pastinake ist ein Doldenblütler und muss in der Kulturplanung von Möhren, Fenchel, Dill und Sellerie berücksichtigt werden. Anbaupausen von vier bis fünf Jahren zwischen diesen Kulturen sind ratsam, um Anbauprobleme zu vermeiden.

Die Samen von Pastinaken haben nur eine geringe Keimrate und verlieren bereits nach einem Jahr einen Teil ihrer Keimfähigkeit. Verwenden Sie darum immer möglichst frisches Saatgut. In der Zeit von März bis Mitte April werden die Samen direkt im Beet ausgesät. Sie keimen bereits bei Bodentemperaturen von 5 bis 12 °C innerhalb von zwei bis drei Wochen. In einer Aussaattiefe von 2 cm werden die Samen dünn mit einem Reihenabstand von 40 bis 60 cm ausgesät. Nach dem Auflaufen werden die Sämlinge auf einen Abstand von 10 bis 15 cm vereinzelt. Bei kleinen Sorten reicht ein Pflanzenabstand von 7,5 cm aus.

Im Sommer müssen Sie die Pastinaken bei Bedarf wässern. Im Juli bis August wachsen die Rüben besonders stark. Auf leichten Böden sollten Sie in dieser Zeit nachdüngen.

Bis zum Herbst wird das Laub etwa 60 cm hoch. Aber die Pflanzen wachsen langsam. Schnellwachsende Kulturen wie Radieschen, Karotten oder Schnittsalate können im Anfangsstadium gut zwischen den weiten Pastinakenreihen stehen. Sie sind abgeerntet, bevor die Pastinake im Sommer ihr Laub voll entfaltet.

Pastinaken ernten

Die weiße, fleischige Pastinaken-Rübe wird im Durchschnitt 20 bis 30 cm lang und 500 g bis 1,5 kg schwer. Ihre Erntezeit beginnt 150 bis 200 Tage nach der Aussaat. Erntebeginn ist etwa Mitte September. Lockern Sie mit einer Grabegabel den Boden um die Pflanzen und ziehen Sie sie dann nach oben heraus. Der verdickte, erntewürdige Teil der Rübe ist zwischen 15 und 70 cm lang. Die schlanke Pfahlwurzel kann aber bis in eine Tiefe von über 5 Metern reichen.

Pastinaken können wie Rote Bete oder Möhren in Sand eingeschlagen werden und halten sich dann den ganzen Winter über. Küchenfertig geputzt eignen sie sich auch zum Tiefgefrieren. Im Kühlschrank halten sich die Rüben mehrere Wochen. Es ist aber auch möglich, die Pflanzen den ganzen Winter über auf dem Beet zu lassen und nach und nach bei Bedarf zu ernten. Eine Schicht Stroh zwischen den Reihen und eine Abdeckung mit Vlies verhindern, dass der Boden zu stark gefriert und die Ernte bei Frost erschwert.

Die Pastinake ist ein gesundes Trendgemüse

Pastinaken sind in Vergessenheit geraten, weil anderes, schnellerwachsendes Knollen- und Wurzelgemüse sie verdrängt hatte. Inzwischen gewinnt sie aber wieder eine größere Bedeutung. Die Rüben schmecken gut, sind nahrhaft und gesund. Außerdem eignen sich die robusten Pflanzen sehr gut für den Bio-Anbau.

Werden die Pastinaken im Herbst vor dem ersten Frost geerntet, dann schmecken sie wie Kartoffeln oder Möhren mit einem milden Sellerie-Aroma. Im Winter wird ein Teil der Stärke in der Rübe in Zucker umgewandelt, wodurch die Pastinaken dann süßer schmecken. Süße und Aroma sind bei den Sorten unterschiedlich ausgeprägt.

Wie Möhren sind Pastinaken roh und gegart vielfältig in der Küche verwendbar. Sie eignen sich für Stampf und Püree, als Pfannengemüse, für Gemüsekuchen, Gratins und als Einlage in Suppen. Außerdem können Sie sie wie Pommes Frites im Ofen backen oder wie Sellerieschnitzel oder Rote Bete panieren und in der Pfanne braten. Fein gewürfelt oder gerieben schmecken Pastinaken auch in Rohkostsalaten. Für Babybrei eignet sich die Pastinake besonders gut, weil sie allergiearm ist und nur wenig Nitrat einlagert.

Pastinaken haben weniger Kalorien als Möhren, dafür aber mehr Kalium, Eisen, Zink, Folsäure, Eiweiß und mehrfach-ungesättigte Fettsäuren. Außerdem enthalten sie wenig leicht verdauliche Stärke und Zucker, die den Blutzuckerspiegel steigen lassen. Dadurch sind sie gut für die Ernährung von Diabetiker geeignet. Außerdem enthalten Pastinaken den Ballaststoff Inulin, der sich positiv auf die Entwicklung einer gesunden Darmflora auswirkt.

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